DE1908345A1 - Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial - Google Patents
Elektrophotographisches AufzeichnungsmaterialInfo
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Description
EASTMAN KODAK COMPANY, 343 State Street, Rochester, Staat New York, Vereinigte Staaten von Amerika
Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial
Die Erfindung betrifft ein elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial,
bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer photoleitfähigen Schicht aus einem organischen Photoleiter sowie
gegebenenfalls einem Sensibilisierungsmittel hierfür sowie gegebenenfalls
einem filmbildenden Bindemittel.
Es ist bekannt, z.B. aus der USA-Patentschrift 2 297 691,· zur
"Vervielfältigung von Schriftstücken, Bildern und dgl. elektrophotographische
Aufzeichnungsmaterialien zu verwenden, die aus einem Schichtträger und einer hierauf aufgetragenen Schicht aus
einem im Normalzustand isolierenden Material, dessen elektrischer Widerstand sich bei der bildgerechten Belichtung mit der Menge
eingestrahlter aktinischer Strahlung ändert, bestehen. Bei seiner Verwendung, z.B. im Rahmen sogenannter xerographischer Verfahren,
wird das Aufzeichnungsmaterial zunächst auf seiner Oberfläche
gleichförmig aufgeladen, und zwar im allgemeinen im Dunkeln nach einer gewissen Periode der Dunkelanpassung. Daraufhin
wird das Aufzeichnungsmaterial mit aktinischer Strahlung bild-
*gerecht belichtet, wobei das Potential der Oberflächenladung in
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Abhängigkeit von der eingestrahlten Lichtmenge bridgerecht reduziert wird. Das auf der Oberfläche des Aufzeichnunpsmaterials
hierdurch erzeugte Ladungsmüster oder latente elektrostatische
Bild wird dann durch Aufbringen eines sogenannten elektroskopischen
Entwicklers oder Toners sichtbar gemacht. Der Entwickler oder Toner, der in einer isolierenden Flüssigkeit oder
auf trockenen Trägerpartikeln zur Anwendung gebracht werden
kann, kann entweder in den geladenen Bezirken des Ladunrsrausters
oder in den nichtgeladenen Bezirken abgeschieden werden. Der abgeschiedene
Toner kann dann entweder auf der Oberfläche des Aufzeichnungsmaterials
permanent fixiert werden, beispielsweise, durch Einwirkung von Wärme, Druck oder Lösungsmitteldampfen od.
dgl», oder aber der abgeschiedene Toner kann auf ein zweites
Empfangsmaterial übertragen werden, auf dem er dann permanent fixiert werden kann. Andererseits ist es auch möglich, das elektrostatische
latente Bild zunächst auf ein Empfangsmaterial zu übertragen und hier zu entwickeln. '
Zur Herstellung elektrophotographischer Aufzeichnungsmaterialien sind die verschiedensten photoleitfähigen isolierenden Stoffe
bekannt geworden. So ist es beispielsweise bekannt, zum Kopieren von Schriftstücken und dgl. Aufzeichnungsmaterialien zu verwenden,
die aus einem Träger bestehen, auf dem Selendämpfe oder Dämpfe von Selenlegierungen niedergeschlagen sind oder welcher ·,
eine photoleitfähige Schicht aus einem harzförmigen, filmbildenden Bindemittel und hierin dispergierten Zinkoxydteilchen aufweist.
Seit der Einführung elektrophotographischer Verfahren sind auch
die verschiedensten organischen Verbindungen auf ihre photoleitfähigen Eigenschaften hin getestet worden. Es hat sich gezeigt,
daß viele organische Verbindungen bis zu einem gewissen Grade photoleitfähig sind. Es hat daher nicht an Vorschlägen gefehlt,
. organische Verbindungen als Photoleiter zur Herstellung elektrophotographischer
Aufzeichnungsmaterialien zu verwenden, zumal
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optisch klare oder transparente organische Photoleiter enthaltende
Aufzeichnungsmaterialien besondere Vorteile aufweisen. Derartige elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien lassen
sich nämlich gegebenenfalls bei Verwendung eines transparenten Trägers durch diesen belichten, wodurch sich eine besonders
günstige Flexibilität in der Konstruktion der Vervielfältiguncsvorrichtung
ergibt. Bei Verwendung optisch klarer organischer Photoleiter lassen sich.im übrigen auch Aufzeichnungsmaterialien
herstellen, die nach ihrem Gebrauch von neuem verwendbar sind, d.h. es lassen sich solche Aufzeichnungsmaterialien herstellen,
die nach Entfernung von Tonerpartikeln eines Bildes oder Übertragung derselben auf Empfangsblätter von neuem verwendet werden
können.
So ist es z.B. aus der USA-Patentschrift 3 180 730 bekannt, zur Herstellung elektrophotographischer Auf zeichnunfysmaterialien als
Photoleiter Triarylamine zu verwenden, die gegebenenfalls durch
Reste wie z.B. Amino-, Acylamino-, Alkyl-, Alkoxy-, Nitro-, Cyano- oder andere Reste ohne aktives Wasserstoff atom oder HaIogenatome,
welche die elektrische Leitfähigkeit der Triarylamine nicht erhöhen, substituiert sein können.
Aus der USA-Patentschrift 2 766 233 sind des weiteren Triphenyl-"
aminfarbstoffe bekannt, die mindestens zwei Substituenten der
Formel:
-CH=C
R2
aufweisen, worin Pv- ein Acetyl-, Cyano- oder Carbalkoxyrest ist
und R7 die Bedeutung eines Benzyl-, Carbalkoxy-, Acetyl·?,
Carbamid-, N-alkylcarbamid-, Ν,Ν-Dialkylcarbamid-, N-Hydroxyalkylcarbamid-,
Carbochloroäthoxy-, Carbohydroxyäthoxy- oder Cyanocarbäthoxyrestes hat.
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Ob eine Verbindung elektrophotographische Eigenschaften aufweist und sich zur Herstellung elektrophotographischer Aufzeichnungsmaterialien eignet, kann nicht vorausgesagt werden. Die
Eignung von Verbindungen zur Herstellung von elektrophotographischen Aufzeichnuhgsmaterialien kann daher nur durch Testversuche
ermittelt werden. ·
Aufgabe der Erfindung war es, ein elektrophotographisches Auf-. Zeichnungsmaterial herzustellen, das durch einen Gehalt an einem
organischen Photoleiter besonders günstiger Photoempfindlichkeit gekennzeichnet ist.
* Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß sich -Triaryl-• amine, von denen mindestens ein Arylrest durch einen ein aktives
Wasserstoffatom aufweisenden Rest substituiert ist, hervorragend
als Photoleiter zur Herstellung elektrophotographischer Aufzeichnungsmaterialien eignen* Als ein ein aktives Wasserstoffatom enthaltender Rest ist dabei ein Rest zu verstehen, wie er beispielsweise in dem Buch von R. C. Fuson "Advanced Organic Chemistry",
Verlag John Wiley & Sons, 1950, Seiten 154-157, definiert wird.
Die Arylreste können dabei Reste mit einem aktiven Wasserstoffatom aufweisen oder aber Reste, die zU Resten mit einem aktiven
Wasserstoffatom hydrolysierbar sind, enthalten.
} Gegenstand der Erfindung ist ein elektrophotographisches Aufzeich·
nunpsmaterial, bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer photoleitfähigen Schicht aus einem organischen Photoleiter
sowie gegebenenfalls einem Sensibilisierungsmittel hierfür sowie gegebenenfalls einem filmbildenden Bindemittel, welches dadurch
gekennzeichnet ist, daß es einen Photoleiter der folgenden Strukturformel enthält;
Ar1V
>—Ar3-X
worin bedeuten:
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- 5 Ar1 und Ar9 gegebenenfalls substituierte Phenylreste;
Ar3 einen gegebenenfalls substituierten Phenylen-
oder Naphthylenrest und
X ein ein aktives Wasserstoffatom enthaltender Rest
bestehend aus einem Carboxyl-, Hydroxyl-, Ä'thynyl-,
Ester-, Alkylenhydroxy-, Carbonsäureanhydrid-, " Alkylencarboxy-, Acylhalogenid-, Amido-, Alkylidinoximido-,
Semicarbazone- oder einem Arylencarboxyrest«
Elektrophotographische Aufzeichnungsmaterialien der Erfindung lassen
sich positiv und negativ aufladen. Sie können bei Verwendung transparenter Schichtträger transparent sein und zeichnen sich
durch ausgezeichnete Empfindlichkeitseigenschaften aus. Die Aufzeichnungsmaterialien
eignen sich ferner zur Erzeugung von Kopien oder Bildern auf elektrophotographischem Wege nach Reflex- oder
Bireflexverfahren.
Ist X in der angegebenen Strukturformel ein Äthynylrest, so kann dieser gegebenenfalls auch substituiert sein, d.h. beispielsweise
aus einem Hydroxyäthynyl-, Aryläthynyl- oder Alkyläthynylrest bestehen.
• *
Besitzt X in der angegebenen Formel die Bedeutung eines Esterrestes,
so läßt sich dieser durch die Strukturformel:
" O
Il
-C-OR
Il
-C-OR
wiedergeben, worin R die Bedeutung eines Alkyl- oder Arylrestes besitzt.
Besitzt in der angegebenen Strukturformel X die Bedeutung eines Alkylenhydroxyrestes, so weist dieser vorzugsweise 1 bis 8
Kohlenstoffatome auf.
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Besitzt in der angegebenen Strukturformel X die Bedeutung eines
Alkylencarboxyrestes, so weist dieser vorzugsweise 2bis 3
Kohlenstoffatome auf.
Ist X in der angegebenen Strukturformel ein Acylhalogenidrest,
so kann dieser beispielsweise die Formel:
Il
- c - ei
aufweisen.
Hat X in der angegebenen Formel die Bedeutung eines Amidorestes,
so läßt sich dieser beispielsweise durch die folgende Formel wiedergeben:
S R
-C-N
worin R die Bedeutung eines Wasserstoffatomes, eines Allcylrestes oder eines Arylrestes besitzt.
Ist X ein Alkylidynoximidorest, so vreist dieser Vorzugspreise 1
bis 8 Kohlenstoffatome auf. Der Alkylidynoximidorest kann gegebenenfalls substituiert sein und die Formel:
- C * NOH
R
R
aufweisen, worin R die Bedeutung eines Wasserstoffatomes oder eines kurzkettigen Alkylrestes hat. Beispielsweise kann X ein
Methylidynoximidorest sein.
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Besitzt X in der angegebenen Struktuformel die Bedeutung eines Arylencarboxyrestes, so kann dieser penebenenfalls substituiert
sein und folgende Strukturformel aufweisen:
E
worin D und E Phenyl- oder kurzkettige Alkylreste sein können«
worin D und E Phenyl- oder kurzkettige Alkylreste sein können«
Ar1 und Ar» können z.B. sein Halophenylreste, Alkylphenylreste
oder Aminophenylreste·
Die erfindunpsgemäß zur Herstellung des elektrophotographischen
AufZeichnungsmaterials verwendeten organischen Photoleiter zeichnen
sich durch eine beträchtliche Empfindlichkeitserhöhung gegenüber
vergleichbaren Photoleitern aus, die keinen ein aktives Wasserstoff atom enthaltenden Rest oder einen Rest, der zu einem Rest
mit einem aktiven Wasserstoffatom hydrolysiertar ist, enthalten.
Es hat sich weiterhin gezeigt, daß Verbindungen der angegebenen Strukturformel, in welcher Ar- und Ar- Phenylreste darstellen,
gegenüber solchen Verbindungen verbesserte photoleitfähige Eigenschaften aufweisen, die lediglich durch einen oder zwei Alkylreste
substituiert sind. So führt beispielsweise die Verwendung der p-Diphenylaininobenzoesäure zu Aufzeichnunpsmaterialien mit ;
hölxeren elektrischen Empfindlichkeiten als die Verwendung der p-Diäthylaminobenzoesäure
oder der p-N-Methyl-N-phenylaminobenzoesüure.
In der folgenden Tabelle sind einige vorteilhafte,·zur Herstellung
des elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterials nach der Erfindung geeignete Photoleiter aufgeführt:
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Tabelle I
I Methyl-p-diphenylaminobenzoat,
II N,N-Diphenylanthranilsäure,
III 3-p-Diphenylaminophenyl-i-propanol,
IV 4-Acetyltriphenylaminsemicarbazon,
V Äthyl-2>6-diphenyl-4-(p-diphenylaminophenyl)benzoat»
VI 1-(p-Diphenylaminophenyl)-1-hydroxy-3-butyn,
VII 4-Hydroxymethyltriphenylamin,
VIII 1-(p-Diphenylaminophenyl)äthanol,
IX 4-Hydroxytriphenylamin,
X 2-Hydroxytriphenylamin,
XI 4-Formyltriphenylaminoxim,
XII 4-Acetyltriphenylaminoxim,
XIII 1-(p-Diphenylaminophenyl)hexanol,
XIV 1- Cp-Diphenylaminophenyl)dodecanol,
XV p-Diphenylaminobenzoesäureanhydrid,
XVI p-Diphenylaminobenzoesäure-NjN-diphenylamid,
XVII p-Diphenylaminobenzoesäure,
XVIII p-Diphenylaminobenzoylchlorid,
XIX 3-p-Diphenylaminophenylpropionsäure und
XX 4-Formyltriphenylarainsemicarbazon»
Die zur Herstellung des elektrophotographischen Aufzeichnungsraaterials
verwendeten Photoleiter lassen sich nach bekannten Methoden der organischen Chemie herstellen. Im folgenden soll
die Herstellung einiger erfindungsgemäß verwendbarer Photoleiter
näher beschrieben werden:
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A) ifethyl-p-diphenylaminobenzoat
Eine ätlianolische Lösung von 31' g 4-Carboxytriphenylanäin *"ΐτ;1β
mit einer alkoholischen Kaliumhydroxydlösung neutralisiert. Das Äthanol wurde dann abgedampft, worauf der Rückstand in
50 ml Dimethylsulfoxyd mit einem Gehalt an 62 g Jodomethan gelöst
wurde. Nach 2-stündigem Rühren wurde das Reaktionsprodukt durch Eingießen der Reaktionsmischung in Wasser isoliert. Der
Niederschlag wurde in Benzol aufgenommen, gewaschen und getrocknet, wobei das Lösungsmittel verdampft wurde. Die Ausbeute an
Reaktionsprodukt mit einem Schmelzpunkt von 88,5 bis 89,F0C be»
trug 3 g.
Berechnet für C20II17NO2; C: 79,17; H: 5,66; N: 4,62;
Gefunden: · C: 78,9 ; H: 5,2; Ns 4,£„
B) Äthyl-2,6-diphenyl-4-(p-diphenylaminophenyl)benzoat
Eine Lösung von 10,0 g 2,6-Diphonyl-1s4-pyron und 10s0 g Triphenylamin
in 50 ml Phosphproxychlorid wurde 2 Stunden lamp auf
dem Dampfbade erhitzt und danach filtriert. Der Niederschlag wurde mit Äthyläther gewaschen und in Äthanol gelöst. Das
Pyryliumkation wurde als Fluoroboratsalz ausgefällt, abfil trie",*·,
.mit Äthyläther gewaschen und getrocknet. Es wurden insgesamt
18 g rohes P'yryliumsalz erhalten. Zu 11,0 g des rohen 2,6-Diphenyl!r4-p-diphenylaminophenylpyryliumfluoroborates
wurden 2,6 g Äthylacetoacetat, 4,48 g Kalium-p-butoxyd und 85 ml t-Butylalkohol
zugegeben. Die Lösung wurde dann 3 Stunden lang auf Rückflußtemperätur erhitzt und danach abgekühlt. Nach det
Abkühlen wurde die Lösung angesäuert und mit Benzol extrahiert.
Die bsnzolische Lösung wurde dann getrocknet und durch eine Kolonne mit neutralem Aluminiumoxyd geschickte Durch Eindampfen
des Filtrates und Kristallisation des Rückstandes aus Ligroin wurden 5,0 g Äthyl-2,6-diphenyl-4-(p-diphenylaminophenylObon^cat
.mit einem Schmelzpunkt von 64 - 66 C erhalten»
6/14
Berechnet für C39II31NO2: Ci 85,83; H: 5,74; -N: 2,57;
Gefunden: C: 85,7; H: 6,0; N: 2,5.
C) 1~(p-Diphenylaminophenyl)-1-hydroxy-3-butyn
Zu 1O1O g Zinkstaub wurden 27,3 g 4-Formyltriphenylamin und
18,0 g 3-Bromopropyn, gelöst in einer Lösung von 100 ml trockenem Benzol und 100 ml trockenen Tetrahydrofuran, gegeben. Die
Reaktion wurde durch Zusatz von Jod Im Gang gebracht, nächder.
2,5 ml zum Zink zugesetzt wurden. Mach Zugabe der Lösung wurde
diese 2 Stunden lang auf Rückflußtemperatur erhitzt, worauf sie
fc abgekühlt wurde und woraufhin 100 ml 1G-%iger Schwefelsäure zugesetzt wurden. Die benzolische Schickt loirde dann abgetrennt 6
mehrmals mit V/asser gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Das Benzol wurde dann abgedampft, worauf der Rückstand in
einer Kieselsäurekolonne chromatographiert wurde. Die Kolonne wurde mit Cyclohexan eluiert. Es wurde ein rotes Band eluiert9
welches nach Verdampfen des Lösungsmittels eine Ausbeute von
18,0 g Reaktionsprodukt ergab. ■"■
Berechnet für C22H19NO: C: 83,98; II: 6,28; Ns 4,47;
Gefunden: C; 848O; Hs 6,0; N: 4,6.
D) 4-Hydroxymethyltriphenylaiiiin
Eine Dioxanlösung von 4-Formyltriphenylamin wurde bei TOO0C in
Gegenwart eines Raneynickel-KataXysatoxs hydroeeniert, Das
Lösungsmittel wurde dann entfernt, worauf der Rückstand aus Acetonitril umkristallisiert wurde. Die Verbindung besaß einen
Schmelzpunkt von 93-940C.
Berechnet für C19H17NO: C: 82,87; H: 6,24; M: 5,09;
Gefunden; C: 82,8; H: 6,1; N: 5,2.
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E) 1- (p-Diphenylaminophenyl)äthanol
56,0 g 4-Acetyltriph.enylamin wurden in Äthanol unter einem
Druck von 2,80 kg/cm in Gegenwart eines Raneynickel-Katalysators
hydriert. Nach der Hydrierung wurde die äthanolische Lösung abfiltriert und eingedampft. Es hinterblieb ein hellgelbes
Pulver. Durch Umkristallisation aus Methanol wurden 58,0 g
Reaktionsprodukt mit einem Schmelzpunkt von 1210C erhalten.
Berechnet für C20H19NO: C: 84,93; H: 6,63; N: 4,84;
Gefunden: . C: 84,5; H: 6,8; N: 5,1.
F) 4-Formyltriphenylaininoxim
2,0 ρ Kaliumacetat und 5,46 g 4-Formyltriphenylamin wurden in
150 ml Äthanol gelöst. Dann wurden 1,30 g Hydroxylaminhydrochlorid
in 60-%igeia wässrigen Äthanol zugegeben, worauf die Lösung
über Nacht stehen gelassen wurde. Das isolierte Reaktionsprodukt Wurde aus Äthanol umkristallisiert. Der Schmelzpunkt
des Reaktionsproduktes lag bei 168 - 169°C.
Berechnet für C19H16N2O: C: 79,13; H: 5,60; N: 9,72;
Gefunden: C: 79,0; H: 5,2; N: 9,6.
G) 4-AcetyItriphenylaminoxim :
Diese Verbindung wurde hergestellt aus 4-Acetyltriphenylamin
in der für 4-Formyltriphenylaminoxim beschriebenen Weise. Das
Reaktionsprodukt besaß einen Schmelzpunkt bei 140 - 1410C.
Berechnet für C20H18N2O: C: 79,43; H: 6,01; N: 9,26;
Gefunden: C: 79,2; H: 6,1; N: 9,2.
H) 1-(p-Diphenylaminophenyl)hexanol
122,5 g Triphenylamin wurden in 1 Liter Nitrobenzol gelöst und bei Raumtemperatur mit 70,0 g Hexanoy!chlorid in Gegenwart von
67 g Zinkchlorid acyliert. Nach 4 Stunden wurde die Reaktions-
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mischung mit eiskalter, verdünnter Chlorwasserstoffsäure hydrolysiert.
Die organische Schicht wurde mit Wasser gewaschen, abgetrennt, getrocknet und destilliert. Das Reaktionsprodukt, p-Hexanoyltriphenylamin,
destillierte bei einem Druck von 0,2 mm Hg bei 200 - 2100C. Die Ausbeute betrug 88,0 fr. Das p-Hexanoyltriphenylamin
wurde dann in Äthanol gelöst und bei"einem-Druck von 4,20 kg/cm 3 Stunden lang bei Raumtemperatur in Gegenwart
eines Raneynickel-Katalysators hydrogeniert. Das Lösungsmittel wurde dann abgedampft, worauf ein dickes 'Öl hinterblieb.
Berechnet für C24H27NO: C: 83,42; II: 7,89; N: 4,05;
Gefunden: C: 83,1; H: 7,4; N: 4,3.
I) p-Diphenylanrinobenzoesäure-NjN-diphenylamid
0,15 Mole p-Diphenylaininobenzoylchlorid wurden mit 0,15 Molen
Diphenylaniin in Toluol erhitzt und über Nacht stehengelassen. Die Lösung wurde dann filtriert, worauf das ausgefallene Reaktionsprodukt
mit Äthanol gewaschen wurde.
IC) p-Diphenylamin,obenzoylchlorid
Zu einer Lösung von 0,15 Molen p-Diphenylaminobenzoesäure in
80 nl trockenen Benzol wurden 0,15 Mole Oxalylchlorid gegeben, worauf die Lösung 1 Stunde lang auf Rückflußtemperatur erhitzt
wurde. Das Benzol und rückständiges Oxalylchlorid wurden im Vakuum abgezogen. Das Reaktionsprodukt wurde aus trockenem
Äthyläther umkristallisiert.
L) p-Diphenylaminobenzoesäureanhydrid
Das Natriumsalz von p-Diphenylaminobenzoesäure wurde hergestellt durch Behandlung der Säure mit Kaliumhydroxyd, worauf das Reaktionsprodukt
dann mit p-Diphenylaminobenzoylchlorid unter Bildung
des Anhydrides umgesetzt wurde.
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19Q8345
II) 4-Hydroxytriphenylaniin
Zu einer Lösung von 10Og p-Methoxytriphenylamin in 500 ml
Toluol wurden 48,3 g wasserfreies Aluminiumchlorid zugegeben. Die Temperatur der Lösung wurde während der Zugabe unter 550C
gehalten. Nach beendeter Zugabe wurde die Lösung mittels eines Dampfbades mehrere Stunden lang erhitzt und danach abgekühlt«
Daraufhin wurde die Toluolschicht abdekantiert. Der zurückgebliebene Aluminiumkomplex wurde mit einer 18-$igen wässrigen
Chlorwasserstoffsäure hydrolysiert. Es schied sich ein dunkles öl ab, welches isoliert und teilweise in Acetonitril gelöst,
wurde. Das Acetonitril wurde dann abgedampft,· wobei ein öl hinterblieb,
das beim Stehenbleiben fest wurde. Das feste Reaktionsprodukt wurde dann aus Dichloromethan umkristallisiert» Die
Ausbeute betrug 73,5 ρ mit einem Schmelzpunkt von 126 - 1280C.
Berechnet für C13H15NO: C: 82,77; H: 5,80; N: 5,36;
Gefunden: C: 82,6; II: 5,5; N: 5,2.
N) 2-Hydroxytriphenylamin .
Diphenylamin und 2-Jodoanisol wurden, in der von CF. Wieland
(Ber. 4_3, 699-712 /"191Ο_7) beschriebenen Weise kondensiert.
Das Reaktionsprodukt besaß einen Schmelzpunkt von 103 - 1050C.
Es bestand aus 2-Methoxytriphenylamin.
Die Hydrolyse von 2-Methoxytriphenylamin mit Aluminiumchlorid
ergab 2-Hydroxytriphenylamin. Die Hydrolyse wurde durchgeführt wie unter M) beschrieben. Das erhaltene 2-IIydroxytriphenylamin
besaß einen Schmelzpunkt von 106 - 1080C.
0) 4-Formyltriphenylaminsemicarbazon
Äquimolare Mengen von 4-Formyltriphenylaninsemicarbazidhydrochlorid
und Natriumacetat wurden bei Raumtemperatur in wässrigäthanolischem Medium miteinander zur Reaktion gebracht. Das
Reaktionsprodukt wurde isoliert und aus Alkohol umkristalli-
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siert. Das Reaktignsprodukt. besaß einen Schmelzpunkt von 185-1870C.
Die elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien der Erfindung
können unter Verwendung der neuen Photoleiter in üblicher V/eise hergestellt werden. Vorzugsweise wird zur Herstellung der
photoleitfähigen Schicht eine Dispersion oder eine Lösung des Photoleiters mit einem Bindemittel verwendet. Gegebenenfalls
kann auch eine selbsttragende photoleitfähige Schicht hergestellt werden, in welche» Falle die Verwendung eines Schichtträgers
nicht erforderlich ist.
Zur Herstellung des Aufzeichnungsmaterials können auch Mischungen
mehrerer der beschriebenen Photoleiter verwendet werden. Gegebenenfalls können die erfindun^sgemäß verwendeten
Photoleiter auch mit bekannten organischen Photoleitern kombiniert
werden. In übrigen können der photoleitfähigen Schicht übliche Zusätze einverleibt werden, die beispielsweise die
spektrale Empfindlichkeit oder Elektrophotoempfindlichkeit des Materials verändern.
Als vorteilhaft und zweckmäßig hat es sich erwiesen, die erfindungsgenäß
verendeten Photoleiter gemeinsam mit einem Sensibilisierungsmittel
zu verwenden. Zur Sensibilisierung der Photoleiter sind die verschiedensten bekannten Sensibilisierungs·
mittel geeignet. Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von Pyryliumsalzen, d.h. Pyrylium-, Thiapyrylium- und
Selenapyryliumsalzen, als Sensibilisatoren erwiesen. -Derartige Salze werden beispielsweise in der USA-Patentschrift 3 250 615
beschrieben. Bei Verwendung derartiger Sensibilisatoren lassen sich besonders hohe relative elektrische Empfindlichkeiten erzielen,
insbesondere im Vergleich zu solchen Photoleitern, die aus Triarylaminverbindungen bestehen und keinen ein aktives
WasserstoffatoFi enthaltenden Rest aufweisen.
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Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, eine übliche "!enge eines
Sensibilisierungsmittels in die" Beschichtunfismischun.fr, die zur
Herstellung der photoleitfähigen Schicht verwendet wird, oder
in die Masse, die zur Herstellung einer selbsttragenden Schicht verwendet wird, einzumischen, so daß das Sensibilisierungsmittel
gleichförmig in der Schicht verteilt ist. Die im Einzelfalle zu verwendende Konzentration an Sensibilisierunrsmittel kann sehr
verschieden sein. Die optimale Konzentration hängt im Einzelfall von dem verwendeten Photoleiter und den Sensibilisierunrsmittel
selbst ab. Im allgemeinen Int es sich als zweckmäßig erwiesen,
das Sensibilisierunrsmittel in Konzentrationen von etwa 0,0001 bis etwa 30 Gewichtsprozenten, bezogen auf das Gewicht der filmbildenden
Beschichtungsmasse oder Schichtmasse, zu verwenden. Als besonders vorteilhaft hat es sich in der P>.egel erwiesen, das
Sensibilisierungsmittel in einer Konzentration von etwa 0,005 bis etwa 5,0 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gewicht der photoleitfähigen
Schicht, zu verwenden.
Zur Herstellung der photoleitfähigen Schichten können die üblichen
bekannten,f umbildenden, polymeren Bindemittel verwendet werden, die gute elektrisch isolierende, filnbildende Eigenschaften
und günstige dielektrische Festigkeiten besitzen. Zu solchen polymeren Bindemitteln gehören beispielsweise Styrol-Butadien-■iischpclymerisate;
Siliconharze; Styrol-Alkydharze; Silicon-Alkydharze; Soya-Alkydharze; Polyvinylchlorid; Polyvinylidenchlorid;
Vinylidenclilorid-Acrylonitril-Mischpolymerisate; Polyvinylacetat;
Vinylacetat-Vinylchlorid-Mischpolynerisate; PoIyvinylacetale,
z.B. Polyvinylbutyral; Polyacrylsäure und Polymethacrylsäureester, z.B. Polymethylmethacrylat, Poly-n-butylmethacrylat,
Polyisobutylmethacrylat und dgl} Polystyrol; nitriertes Polystyrol; Polymethylstyrol; Isobutylenpolymerisate;
Polyester, z.B. Polyäthylenalkaryloxyalkylenterephthalat;
Phenol-Formaldehydharze; Ketonharze; Polyamide; Polycarbonate; Polythiocarbonate; PolyCüthylenglykol-co-Bishydroxyäthoxyphenylpropanterephthalat);
nuklear substituierte Vinylhaloarylato,
z.B. Mischpolymerisate aus Vinyl-meta-bromobenzoat und
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Vinylacetat und dgl. Verfahren zur Herstellung derartiger Polymerisate
sind bekannt. Beispielsweise wird die Herstellung von
Styrol-Alkydharzen in den USA-Patentschriften 2 361 019 und
2 258 423 beschrieben.
Weitere geeignete Bindemittel zur Herstellung der photoleitfähigen Schichten können beispielsweise Paraffin und Mineralwachse
sein.
Zur Herstellung der photoleitfähigen Schichten können übliche
bekannte Lösungsmittel angewandt werden, beispielsweise Benzol,
* Toluol, Aceton, 2-Butanon, chlorierte Kohlenwasserstoffe, z.B.
' ilethylenchlorid, Äthylenchlorid und dgl., Äther, z.B. Tetrahydrofuran,
sowie Mischungen dieser Lösungsmittel.
In der photoleitfähigen Schicht soll der Photoleiter in einer Konzentration von mindestens 1 Gewichtsprozent, bezogen auf die
photoleitfähige Schicht, vorliegen, Die obere Konzentrationsgrenze des Photoleiters kann sehr verschieden sein. In den Fällen,
in denen zur Herstellung der photoleitfähigen Schicht ein Bindemittel verwendet wird, hat es sich in der Regel als zweckmäßig
erwiesen, den Photoleiter in Konzentrationen von etwa 1 Gewichtsprozent bis etwa 99 Gewichtsprozent, bezogen auf das
Gewicht der photoleitfähigen Schicht, zu verwenden. Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn der Photoleiter
etwa 10 bis etwa 60 Gewichtsprozent der photoleitfähigen Schicht ausmacht.
Die Schichtstärke der photoleitfähigen Schicht kann ebenfalls sehr verschieden sein, üblicherweise beträgt die Schichtstärke
bei Verwendung eines Schichtträgers etwa 0,0025 cm bis etwa 0,025 cm, gemessen vor der Trocknung der Schicht. Als besonders
vorteilhafte Schichtstärken haben sich solche von etwt 0,005 cm
bis etwa 0,016 cm (0,002 inch bis etw* 0,006 inch), vor dem
Trocknen gemessen, erwiesen.
eO8M$/U71
Zur Herstellung der einen Schichtträger aufweisenden elektrophotographischen
Aufzeichnungsmaterialien der Erfindung können die üblichen bekannten, elektrisch leitenden Schichtträger verwendet
werden, beispielsweise Papier bei einer relativen Feuchtigkeit oberhalb 20 Ij Aluminium-Papierlaminate; Metallfolien,
beispielsweise Aluminium- oder Zinkfolien; Metallplatten, beispielsweise aus Aluminium, Kupfer, Zink, Messing, und galvanisierte
Platten; Träger mit Hetallschichten, die im Vakuum niedergeschlagen
wurden, beispielsweise Träger mit im Vakuum niedergeschlagenen Silber-, Nickel- ode.r Aluminiumschichten und
dgl. Leitende Schichten aus Metallen, z.B. Nickel und dgl., die im Hochvakuum niedergeschlagen worden sind, haben den Vorteil,
daß das Metall in so geringen Konzentrationen niedergeschlagen werden kann, daß die Schichtträger praktisch transparent
bleiben, wodurch eine Bildexponierung durch den Schichtträger erreicht wird. Ein besonders vorteilhafter leitender
Schichtträger kann hergestellt werden durch Beschichtung eines Trägermaterials, beispielsweise einer Polyäthylenterephthalatfolie
mit einer Schicht, bestehend aus in einem harzförmigen Bindemittel dispergiertem Semiconduktor. Besonders vorteilhafte
leitfähige Schichten mit und ohne isolierenden Trennschichten werden beispielsweise in der USA-Patentschrift 3 245 833 beschrieben.
Andere geeignete leitfähige Schichten sind aus der USA-Patentschrift 3 120 028 bekannt. Des weiteren können geeignete
leitfähige Schichten aus Natriumsalzen von Carboxyesterlactonen des Maleinsäureanhydrids und eines Vinylacetatpolymeren
hergestellt werden. Derartige leitfähige Schichten sowie Verfahren zu ihrer Herstellung sind aus den USA-Patentschriften
3 007 901 und 3 267 807 bekannt.
Die elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien der Erfindung
können in üblichen elektrophotographischen Verfahren, die photoleitfähige Schichten benötigen, verwendet werden« Eines dieser
Verfahren ist das bekannte xerographisehe Verfahren.
909836/U72
• - 18 -
Wie bereits erwähnt wurde, werden bei einem solchen Verfahren die elektrophotographischen !Materialien zunächst elektrostatisch aufgeladen,
indem sie unter einer Corona-Entladung hindurchgeführt werden, durch welche die Oberfläche der photoleitfähigen Schicht
gleichförmig aufgeladen wird. Die aufgebrachte Ladung wird aufgrund
der isolierenden Eigenschaften der Schicht zurückgehalten, d.h. aufgrund der geringen Leitfähigkeit der Schicht im Dunkeln.
Die auf der Oberfläche der photoleitfähigen Schicht vorhandene elektrostatische Ladung wird dann durch Belichtung mit Licht durdi
eine transparente Vorlage in einem üblichen Belichtungsverfahren, beispielsweise durch Kontaktdrucktechnik oder durch Linsenprojektion
eines Bildes, selektiv von der Oberfläche abgeleitet, wobei ein latentes Bild in der photoleitfähigen Schicht hinterbleibt.
Durch Belichtung der photoleitfähijren Oberfläche wird
somit ein latentes elektrostatisches Bild dadurch erzeugt, daß durch das Licht die Ladung entsprechend dor Intensität der Lichtstrahlen
abgeleitet wird« Das zurückgebliebene Ladun^snuster kann dann entwickelt, d.h. sichtbar gemacht werden, indem es mit einen
Medium mit elektrostatisch anziehbaren Partikeln optischer Dichte behandelt wird. Die zur Entwicklung verwendeten elektrostatisch
anziehbaren Partikel können in Forn eines Staubes, z.B. Pulvers oder Pigmentes in einen harzförmigen Bindemittel, d.h.
einem Toner oder einem flüssigen Entwickler, in den die Entwicklerpartikel
sich in einer elektrisch isolierenden Flüssigkeit befinden, verwendet werden. Verfahren zur Entwicklung elektrostatischer
Bilder sind bekannt und werden beispielsweise in der USA-Patentschrift 2 2P7 69\ und der australischen Patentschrift
212 315 beschrieben.
Bei elektrophotographischen Reproduktionsverfahren, beispielsweise
xerographisdien Verfahren, bei denen Entwicklerpartikel verwendet
werden, deren eine Komponente aus einem niedrig schmelzenden Harz oder Polymeren besteht„ ist es möglich^ das ent-,wickelte
photoleitfähige Aufzeichnungsmaterial einer Wärm©be°
handlung zu unterwerfen, wodurch das Entwieklerpulv©? permament
909838/1472
auf die Oberfläche der photoleitfähigen Schicht fixiert werden kann, In anderen Fällen ist es möglich, das in der photoleitfähigen
Schicht erzeugte Bild auf einen ztfeiten Schichtträger,
d.h. eine Bildempfangsschicht, zu übertragen, wodurch diese zur endgültigen Kopie wird. Verfahren dieses Typs sind bekannt und
werden in einer Vielzahl von Patentschriften beschrieben, beispielsweise in den USA-Patentschriften 2 297 691 und 2 551 582
sowie in der Zeitschrift "RCA Review", Band 15 (1954), Seiten 469-484.
Das elektrophotographische Aufzeichnungsmaterial der Erfindung kann im Rahmen der verschiedensten üblichen bekannten, elektrophotographischen
Kopier- oder Vervielfältigungsverfahren verwendet werden, wobei das Aufzeichnungsmaterial mit verschiedener·
lei Strahlung belichtet werden kann, d.h. verschiedenen elektromagnetischen
Strahlungen wie auch nuklearen Strahlungen. Dies bedeutet, daß das Aufzeichnungsmaterial der Erfindung beispielsweise
sowohl im Rahmen xerographischer Verfahren als auch im
Rahmen xeroradiographischer Verfahren verwendet werden kann.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher veranschaulichen.
Zur Herstellung elektrophotographiseher Aufzeichnungsmaterialien
wurden zunächst Beschichtungsmassen folgender Zusammensetzung hergestellt:
Photoleiter 0,5 g· Bindemittel 1,5 g
Sensibilisierungsmittel 0,02 g
Methylenchlorid 11|7 ml«
101111/1471
Die einzelnen Beschichtungsmassen wurden dann mit der Hand auf
einen Schichtträger aufgetragen, der bestand aus einer Celluloseacetatfolie, die mit einer leitfähigen Schicht aus dem Natriumsalz
eines Carboxyesterlactons beschichtet worden war. Schichtträger dieses Typs sind aus der USA-Patentschrift 3 120 028 bekannt.
Das Auftragen der photoleitfähigen Schicht erfolgte mit der Hand, wobei die Schichtstärke der photoleitfähigen Schicht,
in feuchtem Zustand gemessen, etwa 0,011 cm betrug. Nach Auftragen der photoleitfähigen Schichten auf den Träger wurden die
Aufzeichnungsmaterialien bei einer Temperatur von 320C aufbewahrt.
Die erhaltenen elektrophotographischen Aufzeichnungsmaterialien
wurden dann unte-r einer positiven oder negativen Corona-Entladungsquelle
aufgeladen, bis das Oberflächenpotential, mittels eines Elektrometers gemessen, etwa 500 bis 600 Volt erreicht hatte.
Die Aufzeichnungsmaterialien wurden dann durch eine Stufenkeilgrauskala mittels einer 30O0°K-Wolframlichtquelle belichtet.
Durch die Belichtung erfolgte eine Reduktion des Oberflächenpotentials der Aufzeichnungsmaterialien unter jeder Stufe der
Grauskala vom ursprünglichen Potential Vo zu einem geringeren Potential V, dessen genauer Wert jeweils von der Menge des eingestrahlten
Lichtes in Meter-Candle-Sekunden äbhing.
Die Ergebnisse der Messungen wurden in ein Diagramm eingetragen,
wobei das Oberflächenpotential V gegen den Logarithmus der Belichtung für jede Stufe eingetragen wurde. Die Empfindlichkeit
ist dann der numerische Ausdruck von 10 multipliziert mit dem
reziproken Wert der Belichtung i η Meter-Candle-Sekunden, der er- '
forderlich ist, um das Potential von 500 bis 600 Volt auf 100 Volt oberhalb 0 Volt zu reduzieren. Die Reduktion des Oberflächenpotentials
auf 100 Volt oder darunter ist insofern wichtig, als diese Reduktion ein Erfordernis für eine breite Flächtnentwicklung
des latenten Bildes darstellt. Die Empfindlichkeit bei 100 Volt ist ein Maßstab für die Fähigkeit des Materials zur
Entwicklung oder anderweitigen Verwendung des latenten Bildes,
909836/U72
wobei höhere Empfindlichkeiten eine geringere Belichtung zur Erzeugung
eines latentes Bildes erfordern. Bei Abwesenheit des Photoleiters fällt das Oberflächenpotential nicht auf oder unterhalb
100 Volt, und kein Empfind!ichkeitswert kann festgestellt
werden.
Die im einzelnen verwendeten Sensibilisatoren bestanden aus:
A * ohne Sensibilisierungsmittel C = 2,4,7-Trinitrofluorenon
D = Kristallviolett
E = Rhodamin B
D = Kristallviolett
E = Rhodamin B
F = 2,.4-Bis(4-äthoxyphenyl)-6~(4-n-amyloxystyryl)-pyryliumfluoborat
II = 2,6-Bis (4-äthoxyphenyl)-4-(4-n-ainyloxyphenyl)-thiapyryliumperchlorat.
Die in der folgenden Tabelle II wiedergegebenen Daten stellen die positiven Empfindlichkeiten verschiedener leitfähiger Schichten,
die unter Verwendung von organischen Photoleitern der Tabelle I hergestellt wurden, dar. Zu Vergleichszwecken sind die
Empfindlichkeiten zweier elektrophotographischer Aufzeichnunfsmaterialien
angegeben, die als Photoleiter Triphenylamin enthielten, d.h. eine Verbindung ohne einen Rest mit einem aktiven
Viasserstoff atom.
Die erhaltenen Ergebnisse zeigen, daß bei Verwendung der erfindungsgemäß
verwendeten Photoleiter ein beträchtlicher Anstieg der Empfindlichkeit gegenüber solchen Aufzeichnungsmaterialien
erzielt wird, die als Photoleiter Triphenylamin enthalten.
Das verwendete Bindemittel bestand aus einem Mischpolymerisat aus Vinyl-meta-bromobenzoat und Vinylacetat.
909836/1472
| - 22 - | II | |
| Tabelle II | 200 | |
| Photoleiter | 130 | |
| 120 | ||
| V | Empfindlichkeit bei 100 Volt für Sensibilisator |
103 |
| VII | F | |
| IX | 160 | |
| Triphenylamin | 200 | |
| Beispiel 2: | 200 | |
| 123 | ||
Das in Beispiel 1 beschriebene Verfahren wurden wiederholt, mit
der Ausnahme jedoch, daß zur Herstellung der photoleitfähigen
Schicht ein Ansatz folgender Zusammensetzung verwendet wurde:
Photoleiter:
p-Diphenylaminobenzoesäure (XVII) 1,0 ρ ■**·-'
Bindemittel:
Mischpolymerisat aus Vinyl-meta-bromo-
benzoat und Vinylacetat 1,0 i;
Sensibilisierungsmittel F 0,02 g
Iethylenchlorid 11,7 "ml.
Die bei 100 Volt gemessene positive Empfindlichkeit betrug 250. Wurde der organische Photoleiter durch Triphenylanin ersetzt»
lag die positive Empfindlichkeit bei 100 YoIt bei 71.
909836/U72
Dieses Beispiel zei=rt die Unwirksamkeit von Sensibilisierungsreittelii,
bei denen es sich nicht im Pyrylium-, Thiapyrylium- oder
üelenapyryliuiasalze handelt. Beispiel 1 wurde unter \rerwendung
der folgenden Beschiclitunrsmischunq wiederholt:
Photoleiter:
p-Diphenylaninobenzoesäure
Bindemittel"?:
SensibilisierunjrsEiittel (siehe Tabelle III)
D i ch Io r om e t h an
0,15 g
0,50 g 0,002 g 5,0 ml.
+) Als Bindemittel wurde ein Polyester aus Terephthalsäure und
einer /iisdiung von 1 Gewichtsteil Äthylenglykol und 9 Gewichtsteifen
2,2-Bis£~4-(ß-hy.droxyäthoxY)phenyl_7propan verwendet.
Die bei 100 Volt gemessenen positiven. Empfindlichkeiten sind in
Tabelle III dargestellt. Aus den erhaltenen Ergebnissen ergibt sich, daß, obgleich einige der Sensibilisatoren den organischen
Photoleitern Lichtempfindlichkeit verleihen, die Empfindlichkeiten
sehr gering sind.
Tfabelle III
Sensibilisierungsraittel
A C D E
100 Volt positive Empfindlichkeit
0
8
8
909836/1472
Nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren wurden Beschichtungsansätze
mit Verbindungen der Tabelle I hergestellt und, wie in Beispiel 1 beschrieben, auf Schichtträger aufgetragen.
In einem dunklen Raum wurden die erzeugten photoleitfähig'en
Schichten auf ein Potential von etwa +600 Volt mittels einer Corona-Entladung aufgeladen.
Die Schichten wurden dann mit einer transparenten Vorlage bedeckt und mittels einer Tageslichtlampe 12 Sekunden lang mit
etwa 75 leter-Candles (75 Lux) belichtet.
Die erhaltenen elektrostatischen Bilder wurden in üblicher Weise mittels eines flüssigen elektrographischen Entwicklers, wie er
beispielsweise in der USArPatentschrift 2 907 674 beschrieben wird, entwickelt. Andere erzeugte elektrostatische Bilder wurden
mittels einer Kaskadenentwicklung entwickelt, bei welcher über die Oberfläche der photoleitfähigen Schichten eine Mischung
aus negativ aufgeladenen schwarzen, thermoplastischen Tonerpartikeln und Glaskü'gelchen gegeben wurde. In allen Fällen wurden
ausgezeichnete Reproduktionen der Vorlage erhalten.
9 09836/1 4 72
Claims (7)
- - 25 Patentansprüche11/Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial, bestehend aus einem Schichtträger und mindestens einer photoleitfähigen Schicht oder einer selbsttragenden photoleitfähigen Schicht aus einem organischen Photoleiter sowie gegebenenfalls einem Sensibilisierungsmittel hierfür sowie gegebenenfalls einem filmbildenden Bindemittel, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Photoleiter der folgenden Strukturformel enthält:Ar1Ar2xvorin bedeuten:
Ar1 und Ar2 gegebenenfalls substituierte Phenylreste,Ar3 einen gegebenenfalls substituierten Phenylen- oder Naphthylenrest undX ein ein aktives Wasserstoffatom enthaltenderRest, bestehend aus einem Carboxyl-, Hydroxyl-, Äthynyl-, Ester-, Alkylenhydroxy-, Carbonsäureanhydrid-, Alkylencarboxy-, Acylhalogenid-, Amido-, Alkylidi'neximido-, Semicarbazone- oder einem Arylencarboxyrest. - 2) Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die photoleitfähige Schicht als Sensibilisierungsmittel ein Pyryliumsalz enthält.
- 3) Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 und. 2, dadurch gekennzeichnet, daß es als Bindemittel ein Polymer oder Mischpolymer aus einem kernsubstituierten Vinylhaloarylat enthält.909836/1472
- 4) Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daf. es als Bindemittel ein Poly(äthylenalkaryloxyalkylenterephthalat) enthält.
- 5) Elelctrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es als Photoleiter:lethyl-p-diphenylaminobenzoat, N,N-Diphenylanthranilsäure, 4-Formyltriphenylaminser1iicarbazon, 4-Acetyltriphenylaminsemicarbazon, Äthyl-2,6-diphenyl-4-(p-diphenylaninophenyl)benzoat, 1-(p-Diphenylaminophenyl)-1-hydroxy-3-butyn, 4-Hydroxyinethyltriphenylaniin, 1- (p-Diphenylaminophenyl)äthanol, 3-p-Diphenylaminophenylpropionsäure, 3-p-Diphenylaminophenyl-i-propanol, 4-IIydroxytriphenylimin# 2-Hydroxytriphenylamin, 4-Fomyltriphenylaminoxim, 4-Acetyltriphenylaminoxim, 1-(p-Diphenylaminophenyl)hexanol, 1- (p-Diphenylaininophenyl)dodecanol, p-Diphenylaminobenzoesäureanhydrid, p-Diphenylaninobenzoesäure-NjN-diphenylanid, p-Diphenylaminobenzoesäure oder p-Diphenylaninobenzoylchloridenthält.
- 6) EJektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, da·?· es eine photoleitfähige Schicht auf v/eist, die bestellt aus:909836/U72- 27 (a) zu 10 bis 60 Gewichtsprozenten aus einen Photoleiter,zu 0,005 bis 5,0 Gewichtsprozenten aus einem Sensibilifür den Photoleiter und zum Rest(c) aus einem filmbildenden Bindemittel.
- 7) Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es als Bindemittel ein Mischpolymerisat aus Vinylacetat und Vinyl-m-bromobenzoat enthält.909836/U72
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