DE128376C - - Google Patents

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DE128376C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H23/00Compounds containing boron, silicon or a metal, e.g. chelates or vitamin B12

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Molecular Biology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Von den im Handel vorkommenden organischen Silberverbindungen, wie Argentamin, Protargol, Largin u. a., enthält das silberreichste , das Largin, 11 pCt. Silber. Da nun aber die Wirksamkeit dieser Producte auf ihrem Gehalt an Silber beruht und nach den Untersuchungen von Behring die antiseptische Wirksamkeit der Metallverbindungen proportional dem Metallgehalt ist, so wurde versucht, eine organische Silberverbindung mit höherem Silbergehalt darzustellen.
Es wurde gefunden, dafs beim Vermischen stark alkalischer Paranucle'inlösungen mit Silbernitratlösungen schmutzig bräunliche Flüssigkeiten entstehen, aus welchen eine Silberverbindung durch Neutralisiren mit Essigsäure oder Salpetersäure als weifser Niederschlag ausgefällt werden kann. Diese Niederschläge können bis zu 60 pCt. Silber enthalten, sind im Wasser unlöslich, lösen sich dagegen in warmer Natronlauge. Die alkalischen Lösungen solcher hochprocentigen Silberverbindungen können aber nicht ohne Zersetzung eingedampft werden; es findet vielmehr beim Eindampfen eine theilweise Zersetzung und Reduction zu metallischem Silber statt. Aus dem Verdampfungsrückstande kann man dagegen mit Wasser eine Silberverbindung auslaugen, die ohne weitere Zersetzung eingedampft werden kann, die aber natürlich weniger Silber als das ursprüngliche Product, nämlich ca. 30 bis 32 pCt. Silber, enthält. Dieses Product stellt ein dunkelbraunes Pulver dar, welches in Wasser leicht löslich ist und das Silber in einer so festen Bindung enthält, dafs dasselbe weder durch Kochsalz noch durch Eiweifs gefällt werden kann.
Setzt man zu der alkalischen Paranucle'inlösung von vornherein nur so viel Silbernitratlösung, dafs der nach dem Neutralisiren mit Essigsäure entstehende Niederschlag höchstens 30 bis 32 pCt. Silber enthält, so kann man denselben in Natronlauge lösen und nachher ohne Zersetzung zur Trockene eindampfen.
Es ist nicht rathsam, die mit der nöthigen Menge Silbernitrat versetzte alkalische Paranuclemlösung direct einzudampfen, da in diesem Falle in dem Trockenproducte der aus Silbernitrat sich bildende Salpeter enthalten ist, was den Procentgehalt an Silber herabdrückt.
Die einzige Schwierigkeit bei der Darstellung dieses Silberpräparates besteht in dem Zusatz der richtigen Menge Natronlauge zur Auflösung des mit Essigsäure abgeschiedenen Niederschlages, da bei zu wenig Natronlauge ein nicht ganz lösliches, bei zu viel Natronlauge ein zerfliefsliches, schwer zu trocknendes Product erhalten wird.
Das Verfahren zur Darstellung einer Silberparanucle'inverbindung unterscheidet sich von dem Verfahren des französischen Patentes 287571 durch die Verschiedenheit des Ausgangsmaterials, indem man hier Paranuclein anwendet, während die Silberverbindung des französischen Patentes aus Nucle'insäure dargestellt wird; dementsprechend sind auch die Producte verschieden, indem die Paranucle'inverbindung aus Lösungen schon durch schwaches Ansäuern ausgefällt wird, das nucle'insäure Silber aber erst durch Zusatz von Alkohol gefällt werden kann. (Die Nude'in-
säure ist auch sehr viel theurer als das Paranuclei'n und zudem enthalten die Nuclei'nsäuresilberverbindungen nur ca. io pCt. Silber, während das Paranuclei'nsilber viel mehr Silber enthalten kann.)
Zur Darstellung einer ca. 30 pCt. Silber enthaltenden wasserlöslichen Silberparanude'inverbindung verfährt man wie folgt:
Beispiel: 100 g Paranuclein, in 1 1 einer ca. 3,5 proc. Natronlauge gelöst, werden mit ι 1 einer 10 proc. Silbernitratlösung versetzt und darauf die bräunlich gefärbte Flüssigkeit mit Essigsäure neutralisirt. Der ausgeschiedene Niederschlag wird abfiltrirt und so lange ausgewaschen, bis im Waschwasser kein Silber mehr nachgewiesen werden kann. Darauf wird er in 1 1 Wasser suspendirt und dieses wird dann zum Sieden erhitzt; der siedenden Flüssigkeit werden nach und nach 20 bis 25 ecm einer 40proc. Natronlauge beigefügt, bis sich dersuspendirte Niederschlag vollständig gelöst hat. Die so erhaltene Lösung wird dann von etwaigen Unreinlichkeiten abfiltrirt und eingedampft.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    . Verfahren zur Darstellung in Wasser löslicher Silberparanucleinverbindungen, darin bestehend, dafs man die alkalische Lösung von Paranucle'in mit Silbernitrat versetzt, neutralisirt, den entstehenden Niederschlag in Alkalilauge löst und hierauf die Lösung eindampft.
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