DE496446C - Verfahren zur Herstellung von Salzen und Estern des in Primulaarten enthaltenen Saponins - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Salzen und Estern des in Primulaarten enthaltenen Saponins

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DE496446C DES83669D DES0083669D DE496446C DE 496446 C DE496446 C DE 496446C DE S83669 D DES83669 D DE S83669D DE S0083669 D DES0083669 D DE S0083669D DE 496446 C DE496446 C DE 496446C
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07HSUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
    • C07H15/00Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
    • C07H15/20Carbocyclic rings
    • C07H15/24Condensed ring systems having three or more rings
    • C07H15/256Polyterpene radicals

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Salzen und Estern des in Primulaarten enthaltenen Saponins Es ist bekannt, daß insbesondere in der Wurzel von Primulaarten in beträchtlicher Menge ein Saponin enthalten ist, das den Charakter einer Säure trägt und das an sich in Wasser unlöslich ist, aber mit starken Alkalien in Lösung geht. Diese Eigenschaft kann zur Isolierung des Saponins aus der Droge dienen, doch erweist sich ein solches Herstellungsverfahren in praxi als kaum brauchbar, da mit dem Saponin eine große Menge von Schleim- und anderen Ballaststoffen in Lösung geht, deren Trennung voneinander erhebliche Schwierigkeiten bereitet.
  • Es wurde nun gefunden, daß das Primulasaponin eine verhältnismäßig starke Säure ist, welche auch mit schwachen Basen wohldefinierte Salze bildet, ferner, daß einige dieser Salze sich vorzüglich zur Abscheidung des Saponins aus der Droge eignen, wenn man bestimmte Arbeitsbedingungen einhält. Nach dem Verfahren der österreichischen Patentschrift 101 486 werden Lösungen der Salze des Primulasaponins unter Anwendung stark überschüssiger Mengen von Kali- oder Natronlauge erhalten, also Arbeitsbedingungen angewandt, unter denen selbst sehr schwache Säuren Salze zu bilden vermögen. Es kann aber hieraus nicht gefolgert werden, daß die in Lösung hergestellten Salze auch in festem Zustande beständig sind. Dies ist jedoch nur hinsichtlich der mit starken Basen gebildeten Salze der Fall; es können auch Salze des Primulasaponins mit schwachen Basen, wie Ammoniak oder Codein, isoliert werden, was überraschend ist und der bisher vorliegenden Literatur durchaus nicht entnommen werden konnte.
  • Ferner wurde gefunden, daß das Primulasaponin sich mit Alkoholen verestern läßt. Auch diese Eigenschaft beweist den ausgesprochenen Säurecharakter dieses Saponins, und die Möglichkeit der Veresterung konnte nach den bisherigen Mitteilungen über dasselbe ebenfalls nicht vorausgesehen werden. Beispiel i io kg Radix primulae werden mit 5o kg 96prozentigem Alkohol der Extraktion unterworfen, und aus der erhaltenen alkoholischen Lösung wird der Alkohol so weit verdampft, bis der Rückstand etwa 18 kg wiegt. Alsdann wird derselbe noch heiß vorsichtig mit wäßrigem Ammoniak bis zur deutlich alkalischen Reaktion versetzt. Nach dem Erkalten scheidet sich das Ammoniumsalz des Primulasaponins ab, das durch mehrfaches Umlösen aus verdünntem Alkohol unter Anwendung von Kohle in rein weißem Zustande erhalten wird. Es schmilzt unter starkem Aufschäumen bei 2r2 bis 2i3°, ist leicht löslich in Wasser und gibt beim Kochen mit Alkalien Ammoniak ab. i,o g des Salzes verbraucht bis zum Eintritt saurer Reaktion gegen Methylorange 8,o ccm Salzsäure, enthält also 13,6 mg Ammoniak. Beispiel 2 i,o g Primulasaponin wird mit 5 ccm Alkohol und 3,49 40prozentiger Methylaminlösung verrieben. Hierbei scheidet sich das Methylaminsalz des Primulasaponins@ aus, (las in Wasser leicht, in Alkohol schwer löslich ist, bei 227 bis 228° unter Zersetzung schmilzt und beim Kochen mit Kali- oder Natronlauge Methylamin abspaltet. Beispiel. 3 Eine konzentrierte wäßrige Lösung von 1,25 g primulasauren Ammoniums, welche i7 mg, also o,ooi Mol. Ammoniak, enthält, wird mit einer wäßrigen Lösung der äquivalenten Menge salzsauren Codeins, also 0,371 g, vermischt und die Lösung bei 3o bis 35° eingeengt. Nach einigem Stehen scheidet sich das Codeinsalz des Primulasaponins aus. Dieses stellt eine in Wasser und Alkohol wenig lösliche weiße Masse dar, die bei 236° unter Zersetzung schmilzt; beim Kochen mit Wasser und etwas Salpetersäure scheidet sich das freie Primulasaponin ab. Beispiel 4 1,25 g des Ammoniumsalzes von Primulasäponin werden wie -in Beispiel 3 mit 0,375 g Morphinhydrochlorid umgesetzt, wobei sich aus der Lösung sofort das primulasaure Morphin (1,s g) ausscheidet, das bei 222° schmilzt. Beispiels 3,0 g Primulasaponin werden mit ioo g absolutem Alkohol und 0,5 g konzentrierter Schwefelsäure io Stunden unter Rückfluß gekocht, und hierauf wird der Alkohol bei gelinder Wärme zum größten Teil verdampft. Nach mehrstündigem Stehen scheidet sich der Äthylester des Primulasaponins aus, der eine weiße, in Wasser schwer, in Alkohol leicht lösliche Masse darstellt, die bei 135 bis r36° schmilzt. i,o g des Esters benötigen zur Verseifung 71,7 mg Kaliumhydroxyd. Beispiel 6 6 g Primulasaponin werden in so g Benzylalkohol gelöst und unter Zusatz von o,5 g Schwefelsäure 2 Stufiden auf kochendem Wasserbade erwärmt. Hierauf verdünnt man mit dem mehrfachen Volumen Äther, schüttelt zur Entfernung der Schwefelsäure mit Sodalösung äus, wobei gleichzeitig sehr geringe Mengen unverändert gebliebenen Saponins in die wäßrige Lösung übergehen, und trocknet die ätherische Lösung mit wasserfreien Natriumsulfat. Nach dem Filtrieren, Verdampfen des Äthers und Abdestillieren des überschüssigen Benzylalkohols irn Hochvakuum verbleibt der Benzylester des Primulasaponins als zähe Masse, welche in Wasser schwer, in den gebräuchlichen organischen Lösungsmitteln leicht löslich ist.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von haltbaren Verbindungen des Primulasaponins, dadurch gekennzeichnet, daß man die Extrakte aus Primuladrogen oder das reine Primulasaponin mit schwachen Basen absättigt und die ausgeschiedenen Salze durch Umlösen reinigt.
  2. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das Primulasaponin mit Alkoholen in üblicher Weise verestert.
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