Hydraulische Formmaschine mit drehbarer Modellplatte. Gegenstand der Erfindung ist eine mit drehbarer Modellplatte versehene hydrau lische Formmaschine, die sich dadurch aus zeichnet. dass der Kolben eines an cler Modell platte befestigten Druckzylinders sowohl den Pressholm betätigt, als auch mit den Abliebe- sliften für den Formbasten sich kuppeln lässt.
Dies bringt den Vorteil, dass die Maschine sich nicht nur als einfache Wendeform maschine. sondern auch als Stiftenabliebe- maschine ohne weiteres benutzen lässt. Die Maschine kann also in der Weise arbeiten. dass sowohl das Verdichten des Formsandes mittelst des Pressholmes, wie auch das Ab lieben des fertigen Formkastens mittelst der Abhebcstifte durch denselben Presskolben be wirkt wird.
Je nachdem die zu formenden Modelle schwierig oder leicht aus dem Form kasten zu bringen sind, kann mit oder ohne den bekannten' Abstreifkamm gearbeitet werden.
Dabei bietet die neue Formmaschine auch den Vorteil. class nach den versehieden-- sten Methoden hergestellte Modellplatten, gleichgültig. ob es Reservier- oder einfache Modellplatten sind, ohne Schwierigkeit ver- wendet werden können. Besonders vorteil haft harn eine solche Maschine dann arbeiten, Zvenn zum Formen eines 11lodelles Ober- und Unterkasten ;
getrennt auf zwei Modellplatten -cordnet sind, von denen die eine Kasten <B>,</B> an:' hälfte ganz flach geformt wird, also leicht von der 3fodellplatte abzuheben ist, dagegen. die andere mit hohen Ballen oder Kernen aus- zuforinen und dadurch bedeutend schwieri- ger vom Modell zu entfernen ist.
Die Ma schine kann dann einerseits als hvdrauliscli wirlzeiicle StiftabhAemaschine, anderseits da- g( geit als hydraulische -Vendeplattenform- maschine arbeiten.
Die Maschine kann auch so ausgebildet sein, dass die 3Iodellplatte in kurzer Frist von jedem ungelernten Arbeiter ausgewechselt werden kann und somit die lla3cliine auch dann mit vollem Erfolge ver- wendl)ar ist, wenn die Formen für verschie dene, in kleineren Mengen zu liefernde Ge- genstände, und zwar von fünfzig Stück axi aufwärts, hergestellt werden sollen.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden -Maschine dargestellt, und zwar ist Fis. 1 eine Vorderansicht und Fig. eine Seitenansicht der Maschine, während die Fig. 3 und 1 eine Einzelheit zeigen. Die dargestellte Maschine besitzt eine in eisernen Böehen B drehbar gelagerte Modell platte A. an der eine Press-, Dreh- und Ab- hebe-vIrrichtung angebracht ist.
Der Arbeits- zylinder C ist starr, aber lösbar mit der Modellplatte verbunden. Mit dem Kolben B ist die Quertra7: erse E verbunden, an der die '>.'erbindnii:;aangen F drehbar gelagert sind.
Diese trajf#n den Pressliolm C mit der Pressplatte H. Weiter sind an der Modell platte<B>A</B> unter dem Drucke von Federn J stehende Abliebestifte K angeordnet, die dureli. Einstellmuttern L oben und unten genau einstellbar gemacht sind.
Die' Wi.der- lager T für dir- Verbindungsstangen F sind mit der Quertraverse E verbunden und kön nen mit letzterer auf- und abwärtsbew@gt iverdE=n. An der Traverse E ist eine Platte R verschiebbar @@ulagert, die in der einen Endla2-e in der Bewegungsbahn der Stifte IL liegt,
so dass diese dann gestützt werden, während in der andern Endlage die Stifte K sich an der Platte R vorbeibewegen können. 1),-,r Arbeitsvorgang ist folgender:
Nachdem die Formvorrichtung in die in Fig. 2 gezeichnete Anfangsstellung gebracht ist, die das auflegen des Formkastens 31 und des Auffüllrahmens N gestattet, wird die --.nügende Menge Sand eingefüllt und der Pressholm C senkrecht gestellt, wobei die an den Verbindungsstangen F angeordneten Zugfedern O die Hauptarbeit verrichten.
Dann wird das seitlich angeordnete Ventil P (Fig. 1) mit Hilfe des Hebels Q betätigt, so dass Presswas,er in den obern grossen Zy linderraum eintritt, und beim Niedergehen des Kolbens der Sand im Formkasten ver dichtet -wird. Die Modellplatte mit Press- und Abhebevorrichtung wird dann gewendet. Nun zieht man die für die Abhebestifte K an der Quertraverse angeordnete Kuppel platte R nach vorn,
wodurch sie unmittelbar über die Abhehestifte zu liegen kommt. Drückt man .)atzt den Hebel Q zurück, so senkt sich der Formkasten, durch die Ab- hebestifte nachgedrückt, in mit der Modell platte paralleler Ebene. Hierdurch erübrigt sich das Abstreichen der Form nach erfolgter Pressung. Ist die tiefste Stellung des Kol bens erreicht, so drückt man die Kuppel platte R zurück, damit die Abhebestifte an der Platte P sich vorbeibewegen und durch die Federn J in ihre ursprüngliche Lage zu rückgeschoben werden können.
Jetzt wird der Formlasten entfernt, die Hodellplatte zeit Press- und Abhebevorrichtung -wieder ye- weiidet und der Pressholm C ausgeseliivenl@t. wodurch die Anfangsstellen-, wieder erreicht wird.
Damit beim Wenden der Auffüll- rahmen nicht abfällt, wobei die Modellplatte beschädigt werden könnte, wird er beim Zu- ritckwenden von zwei Haken L' festgehalten.
Werden schwieri- auszuhebende 31ode112 seformt, so dass das Abheben mit Hilfe des bekannten Abstreifkammes S notwendig ist. so wird dieser auf die Modellplatte gelegt.
wobei die Hodellteile durch ihn in belann- ter Weise hindurchtreten. Der Abstreif- kamm wird dann mit dem Formkasten zu sammen durch die Abhebestifte h in der oben beschriebenen 'Weise abgehoben.
Beim Formen leicht abzuhebender Modelle ist das Wenden der Modellplatte nicht nötig-: die Maschine arbeitet dann als Stiftabhebe- oder Durchzugmaschine. indem mittelst der Platte R die Traverse E mit den Stiften i1 nach dem Pressen verbunden wird, so class beim Rückgange des Kolbens D nach oben der Basten durch die Stifte. I- abgehoben wird.