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Für mehrere Anrufleitungen eines Fernsprechsystems gemeinsame Signalanlage zum Anzeigen einlangender Anrufe und der Nummer der anrufenden Leitung.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Fernsprechsystem, bei dem eine Anzahl von automatischen Anzeigevorrichtungen, und zwar je eine für jede Ziffer einer Nummer, im Zentralamt vorgesehen sind, um das Vorhandensein eines Anrufes auf irgendeiner aus einer Anzahl von nach dem Dezimalsystem bezeichneten Linien und die Nummer der anrufenden Linie anzuzeigen.
Mit jeder Anzeigevorrichtung ist ein Anlassrelais und ein Betätigungsmagnet verbunden, und die Betätigungsmagnete aller Vorrichtungen werden durch einen gemeinsamen Unterbrecher kontrolliert. Durch die Einleitung eines Anrufes seitens eines Teilnehmers wird die gleichzeitige Erregung aller Anlassrelais und demzufolge auch das gleichzeitige Wirksamwerden der Betätigungsmagnete bewirkt. Weiters ist jeder Vorrichtung ein Hemmagnet zugeteilt, dessen Erregerstromkreis geschlossen wird, wenn die mit dem Magnet verbundene Vorrichtung in der die Anrufnummer anzeigenden Stellung zur Ruhe kommt.
Jeder Hemmagnet schliesst eine Unterbrechungsstelle im Stromkreis einer Signallampe, welcher Stromkreis geschlossen wird, wenn alle Vorrichtungen in Anzeigestellung zur Ruhe kommen, wobei das Aufleuchten der Signallampe bewirkt wird, um dem Beamten anzuzeigen, dass durch den Teilnehmer, dessen Nummer auf den Vorrichtungen verzeichnet ist, eine Verbindung gewünscht wird.
Das Prinzip der Erfindung ist in der Zeichnung für eine Anlage mit hundert Anschlüssen dargestellt.
Hundert im Fernsprechamt einlaufende Teilnehmerdoppelleitungen sind an die Spitzenund Ringfedern von hundert Unterbrechungsklinken 0 bis 99 angeschlossen. Die normalerweise
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angeschlossen. Zum Unterbrechen der für gewöhnlich geschlossenen Federpaare 103 des Zehnersuchers ZS ist eine mit zehn Stiften 105 versehene Walze 107 vorgesehen. Anliegend an diese Stiftenwalze 107 ist eine Nummernscheibe j ! M) welche die den zehn Stiften 105 entsprechenden Ziffern 0 bis 9 trägt, auf die gemeinsame Welle aufgekeilt. In der Zeichnung ist die Mantelfläche der Walze und diejenige der Nummernscheibe aufgerollt dargestellt. Zum Drehen der Walze dient ein aus einem Magneten ZM, einer Schaltklinke 109 und einem Zahnrad 111 bestehendes Schaltwerk.
Das Zahnrad 111 ist auf die Walzenwelle aufgesetzt und wird bei jeder Erregung des zugehörigen Magneten mittels Klinke 109 um einen Zahn weitergeschaltet. Das Rad 111 hat zehn Zähne, so dass die auf gleicher Welle sitzende Walze 107. und Nummernscheibe 121 stets nur um je eine Ziffer gedreht werden und stets der nächste Stift in Eingriff mit dem nächsten Federpaar 103 kommt. Zum Unterbrechen der Federpaare 104 des Einersuchers ES wird eine ganz gleiche Vorrichtung verwendet. Sie besteht aus einer Walze 108 mit zehn Stiften 106, einer Nummernscheibe 122, einem Magneten EM mit zugehöriger Schaltklinke 110 und dem Zahnrad 112.
Für beide Schaltwerke ist ein Unterbrecher U mit einem Funkenlöschkondensator K zur Betätigung der Drehmagnete ZM und EM sowie eine gemeinsame Anruflampe L vorgesehen. Zu jedem Schaltapparat gehört auch ein Drehrelais ZR und ER, welche bei Betätigung durch die Ankerkontakte 113 und 114 Stromkréise für die Drehmagnete ZM und EM schliessen. Ferner sind noch vorgesehen ein Zehnerhalterelais ZHR und ein Einerhalterelais EHR mit Schliesskontakten 115 bzw. 116, über welche der Lampenstromkreis geführt ist. Die Unterbrechungkontakte 117 bzw. 118 dienen zur Abschaltung der Drehrelais ZR und ER. Die Hilfsfedern der Zehnerfederpaare 103 liegen an einer gemeinsamen Schiene, welche mit der Wicklung des Zehnerdrehrelais verbunden ist.
Auf gleiche Weise sind die Hilfsfedern des Einersuchers ES an eine gemeinsame Schiene gelegt und an das Einerdrehrelais angeschlossen.
Die Wirkungsweise des Systems ist die folgende : Die Nummer des anrufenden Teilnehmers sei 21. Beim Abnehmen des Hörers wird durch den Hakenumschalter die Teilnehmerschleife geschlossen und folgender Stromkreis gebildet : Vom positiven Pol der Batterie 120 über den Ruhekontakt 117 und Anker des Zehnerhalterelais ZHR, Wicklung des Zehnerrelais ZR, ge-.
schlossenes Federpaar 103/2, die zu den Teilnehmerklinken 20 bis 29 führende Leitung 100, Hilfs-und Spitzenfeder der dem anrufenden Teilnehmer zugeordneten Klinke 21, über die Leitung zum Teilnehmer und zurück nach der Hilfs-und Ringfeder von Klinke 21, die mit dem Einersucher ES verbundene Leitung 102, das der Klinke 21 entsprechende Federpaar 102/1, Einerdrehrelais ER, Ruhekontakt und Anker des Einerhalterelais EHR nach dem negativen Pol der Batterie 120. Das Einerrelais ER schliesst bei 114 einen Stromkreis für den Einermagneten EM
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von Batterie 120, über die Wicklung des Magneten EM, Kontakt IM, Unterbrecher U und zurück zur Batterie.
Ebenso schliesst das Zehnerrelais bei 113 einen Stromkreis für den Zehnermagneten ZM. Die beiden Drehmagnete EM und ZM werden somit im Takte des Unterbrechers U
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nehmers in Eingriff kommen. Da die beiden Sucherschalter keine eigentliche Normallage haben, sei angenommen, dass vorerst die Walze 107 mit dem entsprechenden Stift 105 das Federpaar 103/2 des Suchers ZS unterbreche. Diese Unterbrechung öffnet den ursprünglichen Stromkreis der beiden
Relais ER und ZR.
Gleichzeitig mit der Öffnung dieses Stromkreises wird aber für das Einer- relais ER, welches seine Arbeit in diesem Augenblicke noch nicht vollendet haben wird, ein Halte- stromkreis geschlossen mit folgendem Verlauf : Batterie 120, über die'Wicklung des Zehner- halterelais ZHR nach dem Walzenmassiv, die mit Stift 1Ü5 in Berührung stehende Feder 2 der
Federnpaare 103, nach Klinke 21, Teilnehmer und zurück zur Klinke, entsprechende Leitung 102, einstweilen noch geschlossene Feder M/, Einerrelais ER, Kontakt 118 und Batterie 120.
Relais ZR hat inzwischen seinen Anker abfallen lassen und durch Öffnen des Kontaktes 113 den Sucherschalter ZS zur Ruhe gebracht. Das im soeben beschriebenen Haltestromkreis ein- geschlossene Relais ZHR wird erregt, zieht seine Anker an, schaltet bei 117 das Relais ZR von
Batterie ab und bereitet durch Schluss des Kontaktes 115 den Signalstromkreis für die Anruf- lampe vor. Das weiter erregte Relais ER hält die Bewegung des Einersuchers ES aufrecht, bis der entsprechende Stift 106 den Kontakt des Federpaares 104/1 öffnet. Dadurch wird nun auch der Haltestromkreis für ER unterbrochen und das Relais lässt seinen Anker fallen, was bei 114 den Einerdrehmagneten EM abschaltet, somit den Einersucher ES zum Stillstand bringt.
Durch das Öffnen des Kontaktes 114 wurde ferner der Unterbrecher U ausgeschaltet. Sobald der Stift 106 in Berührung mit der Feder 104/1 kam, wurde das Einerhalterelais EHR in Reihe geschaltet mit dem Zehnerhalterelais ZHR, und zwar über folgenden Stromkreis-Batterie 120,
Zehnerhalterelais ZHR, Massiv der Walze 107, Stift 105, Feder 103/2, Leitung 100, Spitzenfeder der Klinke 21, Teilnehmer, zurück nach Ringfeder der Klinke 21, Leitung 10,'2, Feder 104/1, Stift 106, Massiv der Walze 108, Windung des Einerhalterelais EHR nach Batterie 120. Infolge Schliessens der Kontakte 115 und 116 der beiden Relais ZHR und EHR wird der Lampenstromkreis vervollständigt und die Lampe L zum Aufleuchten gebracht.
Der Zehnersucher ZS wurde in der dritten Stellung zur Ruhe gebracht, die Nummernscheibe 121 wird also auf die Ziffer 2 eingestellt sein, während die Nummernscheibe 122 des Einersuchers ES auf Ziffer 1 eingestellt wurde. Durch das Aufleuchten der Lampe L wird der bedienenden Beamtin angezeigt, dass irgendein Anruf vorliegt. Die Nummer der dem rufenden Teilnehmer zugehörigen Klinke liest sie in Form der zweistelligen Zahl 21 von den beiden Nummernscheiben ab. Daraufhin steckt sie den Abfragestöpsel eines unbenutzten Schnurpaares in die Klinke, no Die Spitzen-und Ringfeder dieser Klinke werden damit von ihren Hilfsfedern abgehoben, was die Unterbrechung des Stromkreises für die Relais ZHR und EHR zur Folge hat. Durch die Aberregung dieser beiden Relais sind die Schaltapparate ZS und ES für den nächsten Anruf wieder bereitgestellt.
PATENT-ANSPRÜCHE : r. Für mehrere Anrufleitungen eines Fernsprechsystems gemeinsame Signalanlage zum Anzeigen einlangender Anrufe und der Nummer der anrufenden Leitung, dadurch gekennzeichnet, dass je eine automatische Anzeigevorrichtung (ZS, ES) für jede Ziffer der Nummer der anrufenden Linie vorgesehen ist, welche Vorrichtungen, sobald ein Anruf eingeleitet wird, zur Bewegung angelassen werden und automatisch in einer Stellung angehalten werden, in der sie die Ziffern der Nummer der anrufenden Linie anzeigen.