DE438283C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigem Betrieb - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigem Betrieb

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DE438283C
DE438283C DEB94392D DEB0094392D DE438283C DE 438283 C DE438283 C DE 438283C DE B94392 D DEB94392 D DE B94392D DE B0094392 D DEB0094392 D DE B0094392D DE 438283 C DE438283 C DE 438283C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 16. DEZEMBER 1926
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M438283 KLASSE 21a3 GRUPPE 75
Villain*)
Western Electric Company Limited in London.
Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit selbsttätigem Betrieb.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 6. Juni 1920 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldung in den Vereinigten Staaten von Amerika vom 26. Mai 1919 beansprucht.
Die Erfindung betrifft Fernsprechanlage^ im besonderen solche, bei welchen die Verbindung durch selbsttätige Schalter hergestellt wird.
Bei derartigen Anlagen ist es bekannt, in Verbindung mit der rufenden Leitung einen Gesprächszähler anzuordnen, welcher, wenn ein
Anruf zustande kommt, in Tätigkeit tritt und den rufenden Teilnehmer mit der Gebühr belastet.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Anordnung, bei welcher die Aufzeichnung ■ durch den Gesprächszähler der Art des Rufes
selbsttätig angepaßt wird, z. B. in Abhängigkeit von der Entfernung, in welcher sich der gerufene Teilnehmer vom rufenden Teilnehmer befindet. Bei selbsttätigen Fernsprechanlagen, bei welchen Wähler mit zwei Bewegungsrichtungen verwendet werden und bei welchen die erste vom Teilnehmer durch Stromstöße gesteuerte Bewegung dazu dient, eine Leitungsgruppe auszuwählen, während die zweite, die Drehbewegung,
ίο zum Auffinden einer Leitung in dieser Gruppe dient, wurde vorgeschlagen, einen Gesprächszähler je nach der ausgewählten Leitungsgruppe entsprechend oft ansprechen zu lassen. Eine derartige Zählereinrichtung verwendet einen Zonenzähler, und die Gebühr, mit welcher der Teilnehmer belastet wird, hängt von der Leitungsgruppe ab, bis zu welcher der Wähler gehoben wurde. Bei Fernsprechanlagen dieser Art ist ferner vorgeschlagen, den Gesprächszähler mehrere Male, und zwar abhängig von der Anzahl der benutzten Verbindungsleitungen, ansprechen zu lassen.
Bei vorliegender Erfindung, bei welcher vorausgesetzt wird, daß die Verbindungsherstellung von einer Sendervorrichtung gesteuert wird, welche die Rufnummer der gewünschten Leitung aufnimmt, ist ein Gesprächszähler mit der rufenden Leitung so in Verbindung gebracht, daß er je nach der Einstellung der Sendervorrichtung verschieden oft bei jedem Anruf erregt wird. Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung wird ein Zeitsteuerschalter benutzt oder eine andere Einrichtung, deren Tätigkeit in Übereinstimmung mit der Einstellung des Senders durch die von der Zone abhängige Ziffer der gewünschten Rufnummer bestimmt wird. Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht in der Anordnung eines Paares gleichzeitig arbeitender Sucher, welche einen freien Sender mit der von der anrufenden Leitung belegten Verbindungseinrichtung in Verbindung bringen; einer dieser Sucher stellt den Stromkreis zur Einstellung des Senders und der andere einen Stromkreis her, über welchen der Sender die Wähler für die Weiterleitung des Rufes zum gewünschten Teilnehmer steuert.
Weitere Merkmale und Besonderheiten der Erfindung ergeben sich an Hand des nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispieles:
Die Abb. 1 bis 6 zeigen Teile einer vollselbsttätigen Fernsprechanlage nach vorliegender Erfindung; Abb. 2 ist unterhalb Abb. 1 zu legen, Abb. 3 rechts von Abb. 2, Abb. 4 rechts von Abb. i. Die Abb. 5 und 6 sind verschiedene Ausführungsformen und enthalten die Schnüre eines Arbeitsplatzes, welche über die Bürsten im rechten Teil der Abb. 4 erreicht werden können.
Die Steuerschalterkontakte zur Linken der punktierten Linie der Abb. 1 stellen den Teil eines Zeitsteuerschalters 100 vor, diejenigen zur Rechten dieser Linie einen Teil eines Verbindungsstromkreis-Steuerschalters 130, diejenigen in Abb. Abb. 2 einen Teil eines Sendersteuerschalters 230; diejenigen in Abb. 3 oberhalb der punktierten Linie stellen Teile des Sendersteuerschalters 350 dar; die Kontakte innerhalb der punktierten Rechtecke in der unteren Hälfte der Abb. 3 sind Teile der in den gleichen Rechtecken dargestellten Sender 300, 310, 320, 330, 340.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende: Die Weiterschaltung eines Rufes über einen ersten Anrufsucher erfolgt in bekannter Weise. j Durch Erregung des gemeinsamen Anlaßrelais 16 : wird folgender Stromkreis geschlossen: Von Erde über Arbeitskontakt dieses Relais, Kontakt 103 des Steuerschalters 100, Kontakt 134 (unten) des Steuerschalters 130 und über das Relais 136 zur geerdeten Batterie. Der Magnet 125 eines jeden zweiten Anrufsuchers wird über den Arbeitskontakt des Relais 136, über den oberen Steuerschalterkontakt 142 μηα den unteren Kontakt 139 erregt, und die Bürstenwagen der zweiten Anrufsucher rotieren. Wenn durch die Prüfbürste eines der zweiten Anrufsucher die Klemme 112 erreicht ist, werden die Prüfrelais 147 und 141 durch einen Strom über den oberen Steuerschalterkontakt 148 erregt. Die Klemme 112 wird besetzt gemacht, und der Steuerschalter 130 wird über den Arbeitskontakt des Relais 141 angelassen und geht von Stellung 1 nach Stellung 4. Das Relais 136 fällt ab, wenn der untere Steuerschaltefkontakt 134 in Stellung 2 sich öffnet, und die Relais 147 und 141 fallen ab, wenn der obere Steuerschalterkontakt ι 148 in Stellung 4 sich öffnet.
In den Stellungen 2 bis 4 des Steuerschalters 130 fließt ein Strom: von Erde über Relais 150, unterer Steuerschalterkontakt 144, träges Relais 143 zur geerdeten Batterie. Das Relais 150 spricht an und erregt die Relais 160, 161 und 164. Das träge Relais 143 spricht unter diesen Bedingungen nicht an. Das Relais 160 schaltet an seinen Arbeitskontakten den Sprechweg durch und stellt so die Verbindung der Drosselspule 166 und des Relais 162 mit der rufenden Leitung her. Beim Abhängen des Hörers an der Teilnehmerstelle spricht Relais 162 an und verhindert die Erregung des Auslöserelais 158. Bevor eine Verbindung mit einem Sender hergestellt wurde, kann der Teilnehmer anhängen und durch Aberregung des Relais 162 und die dadurch herbeigeführte Erregung des Auslöserelais 158 die Verbindung auslösen.
Während Steuerschalter 130 über Stellung 3 geht und in Stellung 4 sich befindet, wird der gemeinsame Anlaßstromkreis für die Sender Abb. 2 und 3 auf folgendem Wege geschlossen: Erde, rechter Ruhekontakt des Relais 158, unterer Steuerschalterkontäkt 146, Ruhekontakt des Relais 143, Relais 205 aller freien Sender-
Stromkreise und Kontakt 239 des Sendersteuerschalters 230. Gleichzeitig wird über den Kontakt 144 ein Prüfpotential an die Klemmen 218 der Sendereinstellsucher 201 gelegt. Jeder Verbindungsstromkreis steht mit einem Satz von Kontakten auf zwei Suchern in Verbindung, einem Innensncher 201 und einem Außensucher 202. Eine Gruppe von Sendern hat infolgedessen Zutritt zu allen Verbindungsstromkreisen, welche mit ihren Klemmen verbunden werden können. Anlaßrelais 205 schließt an seinem linken Kontakt einen Stromkreis über den unteren Steuerschalterkontakt 262 und über den Ruhekontakt des Relais 213 und läßt den Magneten 210 ansprechen. Der Bürstenwageii des Einstellsuchers 201 sucht nach den Klemmen des Verbindungsstromkreises. Wenn diese Klemmen gefunden sind, fließt folgender Strom: von Batterie über Relais 143, den unteren Steuerschalt erkontakt 144, Klemme 218, hochohmige Wicklung des Relais 215, Steuerschalterkontakt 264 des Steuerschalters 230 und Erde. Das Prüfrelais 215 spricht an und macht den Verbindungsstromkreis für alle anderen Senderstrom-■ kreise besetzt, indem es zu seiner hochohmigen Wicklung einen Nebenschluß über seine niedrigohmige Wicklung und über den Arbeitskontakt zum Unterbrecher 212 legt. Wenn die Bürsten auf der Mitte dieser Klemmen stehen, wird die Erde am Unterbrecher entfernt, und das bis dahin kurzgeschlossene Prüf relais 213 spricht an. Das Relais 213 öffnet dann an seinem Ruhekontakt den Stromkreis des Magneten 310 und schließt an seinem Arbeitskontakt einen Stromkreis: von Erde über den linken Arbeitskontakt des Relais 205, Steuerschalterkontakt 262, für die Erregung des Haltemagneten 211 und parallel dazu einen Stromkreis über den unteren Steuerschalterkontakt 236 für den Sendersteuerschalter 230, der nach Stellung 4 gelangt. Wenn Steuerschalter 230 die Stellungen 2 und 3 durchläuft und sich in Stellung 4 befindet, spricht das Relais 253 über den rechten Ruhekontakt des Relais 247 und über den linken Steuerschalterkontakt 251 an und verbindet das Fortschalterelais 243 über die Bürsten 216 und 217 mit dem Verbindungsstromkreis.
Gleichzeitig werden die Senderprüfrelais 215 und 213 und Relais 150 des Verbindungsstromkreises über Erde, Steuerschalterkontakt 246, linker Anker und Ruhekontakt des Relais 247, Bürste 2iS, unterer Steuerschalterkontakt 144, Wicklung des Relais 143, Batterie kurzgeschlossen. Die Relais 213, 215 und 150 fallen ab. Das träge Relais 143 spricht an und öffnet den gemeinsamen Senderanlaßstromkreis und veranlaßt so die übrigen Innensucher, die Sucharbeit aufzugeben. Die Aberregung des Relais 150 löst die Relais 160, 161 und 164 aus. Das Relais 160 verbindet an seinen Ruhekontakten die rufende Leitung mit den Senderklemmen 216, 217 und schließt so den Stromkreis des Innenfortschalterelais 243. Wenn sich der Steuerschalter 230 in Stellung 4 befindet, wird Relais 243 erregt über Erde, eine Wicklung des Relais 243, eine Wicklung der Signalspule 248, äußeren Arbeitskontakt des Relais 253, Bürste 216, Steuerschalterkontakt 106 des Steuerschalters ioo, oberen Ruhekontakt des Relais 160, Bürste 153 des zweiten Anrufsuchers und von hier über die Teilnehmerstelle und die andere Ader der Leitung, Bürste 153 des zweiten Anrufsuchers, unteren Ruhekontakt des Relais 160, Bürste 217, inneren Kontakt des Relais 253, die andere Wicklung der Signalspule 248, die andere Wicklung des Relais 243, Batterie, Erde. Sobald der Innensucher 201 sich bewegt, folgt selbsttätig der entsprechende Außensucher 202. Der Stromkreis des Magneten 220 wird geschlossen über Erde, rechten Arbeitskontakt des Relais 205, Ruhekontakt des Relais 225, zweite Wicklung des Relais 205, Magnet 320, Batterie, Erde. Wenn die Bürsten des Suchers 202 die Klemme 226. bis 229 berühren, welche den durch den Anrufsucher 201 ausgesuchten Klemmen 216 bis 319 entsprechen, wird folgender Stromkreis geschlossen: Geerdete Batterie, Klemme 219, Klemme 229, Erde am Unterbrecher 222. Wenn die Bürsten des Suchers 202 auf der Mitte dieser Klemmen stehen, wird die Erde entfernt, go und der Stromkreis verläuft über Relais 225 und den rechten Arbeitskontakt des Relais 205 zur Erde. Das Relais 225 spricht an, erregt den Haltemagneten 221 und bewirkt das Abfallen des Magneten 220 und des Relais 205. Für gewohnlich kommen die Sucher 201 und 202 auf den sich entsprechenden Klemmen zur Ruhe. Sollte indessen einer dieser Sucher von Hand oder in anderer Weise bewegt werden, während er frei ist, so ist es möglich, daß der Sucher 201 den Verbindungsstromkreis einen Augenblick vor dem Sucher 202 auswählt. In diesem Falle kann der Steuerschalter 230 aus Stellung 2 geschaltet und der gemeinsame Anlaßstromkreis für den Sender am Steuerschalterkontakt 239 geöffnet werden. Das Relais 205 bleibt dann aber infolge seiner zweiten Wicklung erregt, bis der Sucher 202 die richtigen Klemmen erreicht. Sollte der Sucher 201 in Kontakt mit den Klemmen des Verbindungsstromkreises in dem Augenblick sich befinden, in welchem der gemeinsame Anlaßstromkreis geschlossen ist, so werden die Klemmen sofort mit Beschlag belegt und durch die Erregung seiner Prüfrelais 215 und 213 besetzt gemacht. Dieser Zustand tritt haufig ein.
Wenn Steuerschalter 130 des Verbindungsstromkreises Stellung 4 erreicht, so wird der kombinierte Zeitmeß- und Meldesteuerschalter 100 erregt über Erde, Ruhekontakt des Relais 163, unteren Kontakt 149 des Steuerschalters 130 und oberen Kontakt 108 des Steuerschalters
ioo. Dieser rückt nach Stellung 6 und dann nach Stellung 7 vermittels eines Stromkreises: von Erde über den oberen Kontakt 145 des Steuerschalters 130 und unteren Kontakt 107 des Steuerschalters 100. Wenn der Teilnehmer mit der Stromstoßsendung für eine gewisse Zeit aufhört oder in dem Falle eines mißlungenen Rufes, d. h. eines Rufes, der infolge Erdschlusses, gekreuzter Drähte usw.. mißlungen ist, so bleiben Steuerschalter 130 des Verbindungsstromkreises und Steuerschalter 230 des Senderstromkreises in Stellung 4. Unter solchen Umständen arbeitet der Zeitsteuerschalter 100 folgendermaßen :
Wenn der Steuerschalter 100 in Stellung 7, wie dies oben beschrieben wurde, sich befindet, so schließt und öffnet der dauernd umlaufende Unterbrecher 114 in gleichen Zeitabschnitten einen Stromkreis, der von Erde über Unterbrecher 114, unteren Kontakt 135 des Steuerschalters 130, Zeitsteuerschalterkontakt 104, Relais 136 zur Batterie und Erde verläuft. Relais 136 spricht an und schließt an seinem. Arbeitskontakt einen Stromkreis, der über den oberen Kontakt 102 (7) und den Steuerschaltermagneten 100 verläuft und.den Steuerschalter 100 nach Stellung 8 bringt. Wenn der Unterbrecher 114 diesen Stromkreis öffnet, fällt Relais 136 ab und schließt an seinem Ruhekontakt einen Stromkreis über den unteren Kontakt 102 des Steuerschalters 100 und erregt Steuerschalter 100, welcher nach Stellung 9 vorrückt. Durch das abwechselnde Ansprechen und Abfallen des Relais 136, wodurch entweder ein Stromkreis über den oberen oder den unteren Kontakt von 102 geschlossen wird, wird der Steuerschalter 100 schrittweise so lange weitergeschaltet, bis er die Stellung 12 erreicht, von wo er nach Stellung 13 vorrückt vermittels eines Stromkreises: Erde, oberer Kontakt 145 des Steuerschalters 130 und unterer Kontakt 107 des Steuerschalters 100. Von hier ab setzt Steuerschalter 100 seinen Weg unter dem Einfluß des Unterbrechers 114 in der oben beschriebenen Weise fort, bis er Stellung 17 erreicht.
Wenn Steuerschalter 100 die Stellung 17 erreicht, wird der Stromkreis des Fortschalterelais 243 am Kontakt 106 des Steuerschalters 100 geöffnet. Das Relais 243 fällt ab und läßt Relais 240 in den Stellungen 4, 6, 8, 11 und 13 des Steuerschalters 230 ansprechen. Die Erregung des Relais 240 bringt Relais 237 zur Erregung. In jeder dieser Stellungen wird ein . Stromkreis hergestellt: von Erde über Arbeitskontakt des Relais 237, Steuerschalterkontakt 236, Steuerschalter 230, Batterie und Erde. Durch diesen Stromkreis und durch den Strom über seinen Kontakt 231 wird Steuerschalter von Stellung 4 nach Stellung 15 gebracht, wo folgender Stromkreis geschlossen wird: Erde, Kontakt 366 des Steuerschalters 350, Kontakt 236 des Steuerschalters 230, und erregt Steuerschalter 230, welcher nach Stellung 16 gelangt. Wenn Steuerschalter 230 Stellung 15 verläßt, fällt Relais 253 ab. .
In Stellung 5 und 6 des Steuerschalters 230 wird folgender Stromkreis geschlossen: von Erde über den rechten Ruhekontakt des Relais 247, oberen Steuerschalterkontakt 232 und oberen Kontakt 353 über Steuerschalter 350, welcher nach Stellung 3 gelangt. In dieser Stellung wird er wiederum durch einen Stromkreis erregt: von Erde über Ruhekontakt des Relais 373, Steuerschalterkontakt 374, Kontakt 256 des Steuerschalters 230, Wicklung und Ruhekontakt des Relais 378 (ferner in Parallelschaltung über die andere Wicklung dieses Relais), Steuerschalterkontakt 364, oberen Kontakt 342 des Senders 340, Steuerschalterkontakt 365, und rückt nach Stellung 4 vor. In dieser Stellung wird der Steuerschalter 350 durch einen Strom über seinen Kontakt 353 und Kontakt 232 des y Steuerschalters 230 in Stellungen 7 bis 13 erregt und rückt nach Stellung 5 vor. In Stellung 5 des Steuerschalters 350 wird ein Stromkreis geschlossen: Erde, Ruhekontakt des Relais 373, Steuerschalterkontakt 374 oben, Steuerschalterkontakt 256, rechte Wicklung des Relais 378 (bzw. parallel hierzu über die linke Wicklung zur Batterie und Erde), Ruhekontakt des Relais 378, oberer Steuerschalterkontakt 362, oberer Kontakt 334, unterer Kontakt 364, oberer Kontakt 342, unterer Kontakt 365, Wicklung des Steuerschalters 350. Dieser bewegt sich unter der Einwirkung seines Kontaktes nach Stellung7. Dann wird folgender Stromkreis für den Steuerschalter 350 hergestellt: Erde, Kontakt 233 des Steuerschalters 230, oberer Steuerschalterkontakt 353 des Steuerschalters 350; Steuerschalter 350 gelangt nach Stellung 9, in welcher sein Erregerstromkreis ebenso wie in Stellung 3 geschlossen ist, nur daß dieser anstatt über den oberen Steuerschalterkontakt 364 usw. über den Steuerschalterkontakt 399, oberen Senderkontakt 323, Steuerschalterkontakt 362, Senderkontakt 334, unteren Steuerschalterkontakt 364, Senderkontakt 342 und Steuerschalterkontakt verläuft. Steuerschalter 350 gelangt nach Stellung 10, in welcher sein Stromkreis geschlossen wird, über seinen Kontakt 353 und Kontakt des Steuerschalters 230 oder über seinen oberen Kontakt 365 und Kontakt 233 des Steuerschalters 230. In Stellung 11 des Steuerschalters wird sein Erregungsstromkreis geschlossen über Steuerschalterkontakt 354, Senderkontakt 318, Steuerschalterkontakt 356 und von hier über den Ruhekontakt des Relais 378 usw. oder über Kontakt 251 des Steuerschalters 230 und Ruhekontakt des Relais 247. In Stellung 12 verläuft der Stromkreis über den oberen Steuer- laa schalterkontakt 365 und Kontakt 233 des Steuerschalters 230. In Stellung 14 über Steuer-
schalterkontakt 354, Senderkontakt 304, Ruhekontakt des Relais 355, Senderkontakt 302, unteren Steuerschalterkontakt 356 und Ruhekontakt des Relais 378 usw. oder Kontakt 251 des Steuerschalters 230. In Stellung 16 ist der Stromverlauf ebenso wie in Stellung 9 und in Stellung 17 ebenso wie in Stellung 11, ferner in Stellung 18 ebenfalls wie in Stellung 14. In den drei letztgenannten Fällen wird der Erdschluß über Steuerschalterkontakt 251 aufrechterhalten. Steuerschalter 350 geht infolgedessen in die Ruhestellung zurück.
Wenn Steuerschalter 350 durch Stellung 2 hindurchgeht, wird vorübergehend folgender Stromkreis geschlossen: von Erde über Steuerschalterkontakt 375, Bürste und Klemme 228, Kontakt 137 des Steuerschalters 130, Steuerschalter 130, Batterie und Erde. Steuerschalter 130 gelangt nach Stellung 5, wo der Stromkreis des Relais 136 am unteren Steuerschalterkontakt 135 geöffnet wird, so daß zur gleichen Zeit der Steuerschalter 100 nach Stellung 18 vorrückt, wo ein Erregerstromkreis von Erde über den unteren Steüerschalterkontakt 145 und den unteren Steuerschalterkontakt 108 geschlossen wird. In der Stellung 18 des Steuerschalters 100 wird der Stromkreis für die Lampe 119 geschlossen über Erde, unteren Steuerschalterkontakt 145, Zeitsteuerschalterkontakt 109, Haltetaste 115, Lampe 119, Batterie, Erde. Steuerschalter 130 bleibt in Stellung 5 und Steuerschalter 100 in Stellung 18, bis sie durch den Teilnehmer oder durch die Beamtin ausgelöst werden. Wenn der Senderstromkreis in der oben beschriebenen Weise ausgelöst wird, wird der Kurzschluß um Relais 150 über Bürste und Klemme 218 entfernt und Relais 150 spricht wieder an über Erde, Relais 150, Widerstand 157, oberen Steuerschalterkontakt 144, Wicklung des tragen Relais 143, Batterie, Erde. Infolgedessen sprechen die Relais 160, 161 und 164 wieder an.
Bis die Haltetaste 115 ausgelöst wird, kann der Teilnehmer durch Anhängen seines Hörers die Schalter 100 und 130 zu irgendeiner Zeit auslösen und dadurch folgenden Stromkreis schließen: Erde, Arbeitskontakt des Relais 161, Ruhekontakt des Relais 162, obere Steuerschalterkontakt 159, Auslöserelais 158, Haltetasteiis, Batterie, Erde. Auslöserelais 158 spricht an und hält sich über den linken Arbeitskontakt und den unteren Steuerschalterkontakt 155 und macht die rufende Leitung frei, indem es an seinem linken Ruhekontakt den Stromkreis der Leitung nach Klemme 154 öffnet. Das Relais 158 schließt an seinem rechten Arbeitskontakt einen Erregerstromkreis über den oberen Steuerschalterkontakt 132 für Steuerschalter 130, welcher in Ruhe zurückkehrt. Wenn Steuer-So schalter 130 die Stellungen 8 und 16 durchläuft, dann wird Relais 141 in diesen Stellungen über den Ruhekontakt des Unterbrechers 156, Steuerschalterkontakt 138 und Magnet 171, Batterie und Erde erregt. Der Stromkreis für Steuerschalter 130 wird in diesen Stellungen geschlossen über Erde, unteren Steuerschalterkontakt 142, Arbeitskontakt des Relais 141 und oberen Steuerschalterkontakt 140.
Wenn die Beamtin das Aufleuchten der Meldelampe 119 bemerkt, kann sie ihre Haltetaste 115 drücken. Dies bewirkt die Übertragung des Stromkreises der Meldelampe auf den Ruhekontakt des Rufüberwachungsrelais 162 und öffnet den Stromkreis des Auslöserelais 158, so daß, wenn die Leitung durch Anhängen des Hörers an der rufenden Stelle frei wird, die Lampe wieder aufleuchtet, während jedoch der Verbindungsstromkreis nicht ausgelöst wird. Während der Verbindungsstromkreis so gehalten wird, kann die Beamtin die Prüfklinke 118 stöpseln und die Leitung in üblicher Weise prüfen und, sofern es wünschenswert ist, ein Signal anlegen. Im Falle eines falschen Rufes wird die Beamtin nach einer bestimmten Zeit den Fehler dem Überwachungspersonal mitteilen. Es sei bemerkt, daß, wenn der Stromkreis nicht in seinem richtigen Zustand sich befindet, entweder die Lampe aufleuchtet oder sonst die Haltetaste 115 außerhalb ihrer Ruhestellung sich befindet. Eine dieser Bedingungen gibt an, daß ein Fehler vorliegt.
Die Kapazität des Amtes sei mit 100 000 angenommen; in diesem Falle enthält jede Rufnummer fünf Ziffern, und es werden fünf Sender angewendet, nämlich für j ede Ziffer einen Sender. Die Teilnehmerleitungen, die für Wähler zugänglich sind, welche durch die Sender des Amtes gesteuert werden, sind in drei Zonen eingeteilt: die Teilnehmer der ersten Zone, nämlich solche, welche erreicht werden, ohne daß man ein anderes Amt benutzt, werden bezeichnet mit Rufnummern, deren erste oder Zehntausenderziffer 1, 2, 3, 4, 7, 8 oder 9 ist; die Teilnehmer der zweiten Zone mit Nummern, deren erste Ziffer 5 ist, und diejenigen der dritten Zone mit Nummern, die mit Ziffer 6 beginnen.
Wenn Steuerschalter 230 in Stellung 4 sich befindet, wird ein Stromkreis hergestellt von Erde über Ruhekontakt des Relais 237, Arbeitskontakt des Relais 243, Differenzrelais 241, und von hier aus in der einen Richtung über die hochohmige Wicklung des Relais 241 und eine Drosselspule zur Batterie und in der anderen Richtung über die niedrigohmige Wicklung und den Ruhekontakt des Relais 241, unteren Steuerschalterkontakt 238, Zehntausendersender 340, Batterie und Erde. Wenn Sender 340 von Stellung 0 nach Stellung 1 kommt, sind die Differenzwicklungen des Relais 241 infolge der am Ruhekontakt des Relais 241, über Kontakt 341 des Senders 340, liegenden Erde nicht im Gleichgewicht. Relais 241 öffnet den Ruhekontakt
und bleibt über seine hochohmige Wicklung so lange erregt, als Relais 243 erregt bleibt. Angenommen, daß die erste Ziffer der Rufnummer 4 ist, was vier Unterbrechungen des Linienstromkreises infolge Betätigung der Nummernscheibe entsprechen würde. Hierbei ist die letzte Öffnung verhältnismäßig etwas langer. Bei jeder kurzen Öffnung des Linienstromes löst das Relais 243 aus und läßt Relais ίο 241 abfallen. Wenn der Linienstromkreis nach jeder kurzen Öffnung wieder schließt, spricht Relais 243 an, und der Sender 340 rückt um einen Schritt vor. Wenn die lange Öffnung stattfindet, so bleibt das Relais 243 lange genug unerregt, um die Erregung des Relais 240 durch den Strom: Erde, Ruhekontakte der Relais 237 und 243, Relais 240 und Steuerschalterkontakt 239, Batterie und Erde zu veranlassen. Relais 240 schließt einen Erregerströmkreis für Relais 237, welches sich über seinen Arbeitskontakt hält und einen Erregerstromkreis über den oberen Steuerschalterkontakt 236 für Steuerschalter 230 schließt. Der letztere rückt nach Stellung 5 vor und löst Relais 240 und 237 aus durch Öffnen der Kontakte 239, 236. Wenn Stellung 6 erreicht ist, wird der Linienstromkreis durch Relais 253 wieder geschlossen, und Relais 243 spricht an. In den Stellungen 6, 8, 11 und 13 werden der Tausendersender 330, der Hundertersender 320, der Zehnersender 310 und der Einersender 300 aufeinanderfolgend in ähnlicher Weise erfegt und nach Stellungen gebracht, die den Ziffern der gewünschten Rufnummer entsprechen. Wenn die Stromstoßabgabe beendet ist, wird der Steuerschalter 230 nach Stellung 15 fortgeschaltet zuerst durch einen Stromkreis von Erde über den Arbeitskontakt und linke Wicklung des Relais 237, Steuerschalterkontakt 236 und dann durch einen Stromkreis über den Kontakt 231. Wenn Steuerschalter 350 durch Stellung 15 hindurchgeht, schließt er Kontakt 366 und bringt Steuerschalter 230 nach Stellung 16. Wenn Steuerschalter 230 Stellung 15 verläßt; wird der Stromkreis des Relais 253 am Steuerschalterkontakt 251 geöffnet, und dieses Relais löst aus.
Um den Ruf nach der gewünschten Leitung weiterzuschalten, sind erste, zweite' und dritte Gruppenwähler und Leitungswähler vorgesehen. Ein erster Gruppenwähler ist im rechten Teil der Abb. ι dargestellt, und ein zweiter Gruppenwähler für Anrufe nach dem gleichen Amt ist in Abb. 4 zur Darstellung gebracht. Ein zweiter Gruppenwähler in einem fernen Amt, ebenso wie ein dritter Gruppenwähler und Leitungswähler sind nicht dargestellt, da sie sowohl in ihrer Bauart wie Arbeitsweise bekannt sind.
Wenn Steuerschalter 230 Stellung 5 erreicht hat, verläuft ein Strom von Erde über den rechten Ruhekontakt des Relais 247, Steuerschalterkontakt 232, Kontakt 353 des Steuerschalters 350 und erregt Steuerschalter 350, welcher von Stellung 1 nach Stellung 3 gelangt. In Stellung 2 des Steuerschalters 350 verläuft ein Strom von Erde über den oberen Steuerschalterkontakt 375, Klemme 228, Kontakt 137 des Steuerschalters 130 und erregt Steuerschalter 130, welcher von Stellung 4 nach Stellung 5 sich bewegt.
Der Zeitsteuerschalter 100 wird, nachdem er in oben beschriebener Weise nach Stellung 7 vorgerückt war, nach Stellung 1 zurückgeführt, wobei der Erregerstromkreis zuerst von Erde über Kontakt 145 des Steuerschalters 130, Kontakt 108 des Steuerschalters 100 und Steuerschalter 100 zur Batterie und Erde verläuft, dann (in Stellung 18 des Steuerschalters 100) von Erde über den rechten Ruhekontakt des Relais 150, unteren Kontakt 107 des Steuerschalters 100 und Steuerschalter 100 zur Batterie und Erde.
Wenn Steuerschalter 350 Stellung 3 erreicht, verläuft ein Stromkreis: von Erde über den unteren Steuerschalterkontakt 372, Ruhekontakt des Relais 370, Relais 373, Bürste und Klemme 227, unteren Kontakt 131 des Steuerschalters 130, Relais 136, Batterie und Erde. Die Relais 373 und 136 sprechen an. Relais 136 schließt an seinem Arbeitskontakt einen Stromkreis über Kontakt 105 des Steuerschalters 100, unteren Kontakt 140 des Steuerschalters 130 und erregt Steuerschalter 130, welcher nach Stellung 6 vorrückt. In dieser Stellung -wird ein Stromkreis geschlossen: von Erde über Ärbeitskontakt des Relais 136, Steuerschalterkontakt 193 und Magnet 160 der Bürstenauslösespindel, Batterie und Erde. Wenn die Spindel sich dreht, schließt sie am Kopfkontakt 1340 ihres Unterbrechers die Wicklung des Relais 373 bei jeder Kontaktstellung kurz, indem sie Erde an den Verzweigungspunkt 1341 an der das Relais 136 mit dem Relais 373 verbindenden Ader über den Steuerschalterkontakt 134 anlegt. Jedesmal, wenn Relais 373 kurzgeschlossen wird, fließt ein Strom von Erde über den Ruhekontakt des Relais 373, oberen Steuerschalterkontakt 374, Kontakt 256 des Steuerschalters 230, Differenzrelais 378 und von hier einerseits über die eine Wicklung 378 zur geerdeten Batterie und andererseits über die andere Wicklung und Ruhekontakt des Relais 378, oberen Steuerschalterkontakt 364, Kontakt 342 des Zehntausendersenders 340, Wicklung des Sendermagneten 340 zur Batterie und Erde. Der Sender 340 wird infolgedessen um einen Schritt aus seiner Ruhestellung bei jedem Stromstoß bewegt, wobei Relais 378 in derselben Weise arbeitet wie das Relais 241 des Fortschaltestromkreises. Wenn der Sender 340 seine Nullstellung erreicht hat und das Relais 373 kurzgeschlossen ist, ist der übliche Fortschaltestrom- kreis für den Sender hergestellt; aber anstatt über die Senderwicklung verläuft er über den
oberen Senderkontakt 342, über den unteren Kontakt 365 des Steuerschalters 350 zur geerdeten Batterie in paralleler Verzweigung über Relais 370 und über Steuerschalter 350. Der Sendestromkreis wird am Ruhekontakt des Relais 370 geöffnet, und der Steuerschalter 350 gelangt nach Stellung 4. Wenn die Welle des Steuerschalters 350 ihren Schritt vollendet und die Erde am oberen Kontakt ihres Unterbrechers 351 entfernt wird, löst das Relais 136 aus, da sein Stromkreis durch Auftrennen des Ruhekontaktes von Relais 370 geöffnet wird. Ein Stromkreis verläuft nun von Erde über Ruhekontakt des Relais 136, oberen Steuerschalterkontakt 137 und erregt Steuerschalter 130, welcher nach Stellung 7 vorrückt. Die Welle kommt jetzt zur Ruhe, da der Erregerstromkreis für dieselbe am Arbeitskontakt des Relais 136 geöffnet wird.
In Stellung 7 des Steuerschalters 130 verläuft der Erregerstromkreis für den Bürstenwagenmagneten 170 von Erde über den unteren Steuerschalterkontakt 142, Ruhekontakt des Relais 141 und Steuerschalterkontakt 139. Der Bürstenwagen sucht in bekannter Weise nach einer freien Verbindungsleitung zu einem zweiten Gruppenwähler. Wenn eine freie Leitung gefunden ist, wird folgender Stromkreis hergestellt: Geerdete Batterie (Abb. 4), Kontakt 425 des Steuerschalters 420, Klemme und Bürste 181, Kontakt 148 des Steuerschalters 130, hochohmige Wicklung des Prüfrelais 147, Steuerschalterkontakt 146, rechter Ruhekontakt des Relais 158, Erde. Relais 147 spricht an, erregt Prüfrelais 141 und bringt so in bekannter Weise den Bürstenwagen zur Ruhe, indem Magnet 170 abfällt und der Haltemagnet 171 über die Kontakte 138, 140, Arbeitskontakt des Relais 141 und Kontakt 142 erregt wird. Ferner wird ein Stromkreis hergestellt von Erde über Steuerschalterkontakt 142, Arbeitskontakt des Relais 141, oberen Steuerschalterkontakt 140 und erregt Steuerschalter 130, welcher nach Stellung 9 vorrückt.
Steuerschalter 350 bleibt in Stellung 4, bis die Zehntausenderziffer registriert ist und Steuerschalter 230 Stellung 7 erreicht hat. Dann wird ein Stromkreis geschlossen von Erde über den rechten Ruhekontakt des Relais 247, Kontakt 232 des Steuerschalters 230, Kontakt 353 des Steuerschalters 350 und erregt Steuerschalter 350, welcher nach Stellung 5 vorrückt. Ein Stromkreis wird dann hergestellt von Erde über Kontakt 427 des zweiten Gruppenwählersteuerschalters 420, Klemme und Bürste 182, oberen Ruhekontakt des Relais 164, Klemme und Bürste 226, Steuerschalterkontakt 372, Ruhekontakt des Relais 370, Relais 373, Klemme und Bürste 227, oberen Steuerschalterkontakt 131, unteren Ruhekontakt des Relais 164, Klemme und Bürste 183, unteren Steuerschalterkontakt 426, Relais 429, Batterie, Erde. Die Relais 373 und 429 sprechen an. Ein Stromkreis wird nun hergestellt von Erde über Arbeitskontakt des Relais 429, oberen Steuerschalterkontakt 422 ι und erregt Steuerschalter 420, welcher nach Stellung 2 vorrückt. In dieser Stellung wird der Magnet 430 der Bürstenauslösespindel erregt über Erde, Arbeitskontakt des Relais 429, Steuerschalterkontakt 434 und schließt das Relais 373 schrittweise kurz. Die Spindel 430 und der 'Tausendersender 330 rücken zusammen schrittweise vor, bis der Sender seine Ruhestellung erreicht. Dann spricht Relais 370 an über den unteren Steuerschalterkontakt 365, oberen Kontakt 342 des Senders 340, unteren Steuerschalterkontakt 364, oberen Kontakt 334 des Senders 330, oberen Steuerschalterkontakt 362, Ruhekontakt des Relais 378, Kontakt 256 des Steuerschalters 230, oberen Steuerschalterkontakt 374, Ruhekontakt des Relais 373, Erde. Der Steuerschalter 350 wird parallel zum Relais 370 erregt und rückt nach Stellung 7 vor. Der Sendestromkreis wird durch Auftrennen des Ruhekontaktes von Relais 370 geöffnet, und das Relais 429 fällt ab und stellt an seinem Ruhekontakt einen Stromkreis für Steuerschalter 420 her, welcher nach Stellung 3 vorrückt. Hier wird der Bürstenwagenmagnet 440 erregt, und der zweite Wähler sucht eine freie Leitung nach dem dritten Gruppenwähler. In gleicher Weise wird der Hundertersender 320 in Verbindung mit dem dritten Gruppenwähler in die Ruhestellung zurückgeführt, wobei Steuerschalter 350 in Stellung 9 sich befindet, und der Zehnersender 310 und der Einersender 300 gehen in Verbindung mit dem Leitungswähler in ihre Nullstellung zurück, wobei Steuerschalter 350 sich in Stellung ir und 14 befindet.
Da Sender 340 nicht in seiner Ruhestellung ist, wenn Steuerschalter 350 die Stellung 2 durchläuft, ist der Stromkreis für Relais 369 offen, und dieses bleibt unerregt. Infolgedessen wird, wenn Steuerschalter 350 Stellung 6 nach Betätigung des Tausendersenders 350 durchläuft, ein Stromkreis hergestellt: von Erde über den unteren Kontakt 363 des Steuerschalters 350, linken Ruhekontakt des Relais 369, Steuerschalterkontakt 375, Bürste und Klemme 228, Kontakt 137 des Steuerschalters 130, Steuerschalter 130, Batterie und Erde. Steuerschalter 130 geht nach Stellung 11, wo er bleibt. Nach Vollendung des Wahlvorganges wird Steuerschalter 350 über Erde (Abb. 2), rechten Ruhekontakt des Relais 247, Kontakt 251 des Steuerschalters 230 (welcher in beschriebener Weise nach Stellung 16 vorgerückt ist), Kontakt 356 des Steuerschalters 350, oberen Kontakt des Steuerschalters 302 des Einersenders 300, Ruhekontakt des Relais 355, Kontakt 304 des Sen- iao ders 300, Kontakt 354 des Steuerschalters 350 erregt. Er geht nach Stellung i6, und ein Strom-
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kreis wird hergestellt: von Erde über den rechten Ruhekontakt des Relais 247, Steuerschalterkontakt 251, Steuerschalterkontakt 399, oberen Kontakt 323 des Senders 320, unteren Steuer-S schalterkontakt 362, oberen Kontakt 334 des Senders 330, unteren Steuerschalterkontakt 364, oberen Kontakt 342 des Senders 340, unteren Steuerschalterkontakt 365 und Steuerschalter 350, Batterie und Erde. Steuerschalter 350 gelangt nach Stellung 17, in welcher ein gleicher Stromkreis über Kontakt 356, oberen Kontakt 318 des Steuerschalters 310, Steuerschalterkontakt 354 die Erregung des Steuerschalters 350 bewirkt, welcher nach Stellung 18 vorrückt Hier wird ein gleicher Stromkreis hergestellt über Steuerschalterkontakt 356, oberen Senderkontakt 302, Ruhekontakt des Relais 355, Senderkontakt 304 und Steuerschalterkontakt 354. Steuerschalter 350 gelangt nach Stellung 1, und ein Stromkreis verläuft von Erde über den oberen Kontakt 366 des Steuerschalters 350, oberen Kontakt 236 des Steuerschalters 230, Steuerschalter 230 und Batterie zur Erde. Der Steuerschalter 230 gelangt nach Stellung 1. Wenn Steuerschalter 230 Stellung 15 verläßt, wird der Kurzschluß um Relais 150 am Steuerschalterkontakt 246 aufgehoben, und Relais 150 und infolgedessen Relais 160, 161 und 164 sprechen wieder an.
Wenn der gerufene Teilnehmer antwortet, wird das Relais 163 über die gerufene Teilnehmerleitung erregt. Dadurch wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Arbeitskontakt des Relais 163, unterer Kontakt 151 des Steuerschalters 130, oberer Zeitsteuerschalterkontakt 107, Zeitsteuerschalter 100, Batterie, Erde. Steuerschalter 100 geht nach Stellung 6, und beim Durchlaufen der Stellungen 2 bis 5 einschließlich stellt er einen Stromkreis her von der geerdeten Zählerbatterie 120 über den unteren Zeitsteuerschalterkontakt in, oberen Kontakt 155 des Steuerschalters 130, linken Ruhekontakt des Relais 158, Bürste und Klemme 154 im zweiten Anrufsucher, entsprechende Bürste im ersten Anrufsucher und in paralleler Verzweigung über Trennrelais 57 und Zähler 58 der rufenden Leitung, Amtsbatterie zur Erde. Der Zähler spricht einmal an. Der Zeitsteuerschalter 100 bleibt in Stellung 6.
Wenn der rufende Teilnehmer anhängt, fällt Relais 162 ab und stellt folgenden Stromkreis her: Erde, Arbeitskontakt des Relais 161, Ruhekontakt des Relais 162, Steuerschalterkontakt 159, Auslöserelais 158, Haltetaste 115, Batterie, Erde. Das Relais 158 bewirkt einen Strom über seinen rechten Arbeitskontakt und den oberen Steuerschalterkontakt 132 für die Erregung des Steuerschalters 130, welcher nach Stellung 16 vorrückt, von wo aus die Auslösung der Verbindung in bekannter Weise vor sich geht. Sollte jedoch der gerufene Teilnehmer, nicht aber der rufende Teilnehmer anhängen, so verläuft ein Strom von Erde über den Ruhekontakt des Relais 163, oberen Steuerschalterkontakt 149, unteren Zeitsteuerschalterkontakt 110 und Zeitsteuerschalter 100, Batterie, Erde. Steuerschalter 100 gelangt nach Stellung 7, kommt hier unter Einwirkung des Unterbrechers 114 und wird nach Stellung 18 fortgeschaltet, wie in dem Falle eines falschen, oben beschriebenen Anrufes.
Sollte der rufende Teilnehmer nicht anhängen vor dem Ablauf der Zeitdauer, wie sie durch die Unterbrecher 114 und den Steuerschalter 100 bestimmt ist, so wird ein Stromkreis hergestellt von Erde über Ruhekontakt des Relais 163, oberen Steuerschalterkontakt 149, oberen Kontakt 110, Wicklung des Auslöserelais 158, Haltetaste 115, Batterie, Erde. Relais 158 führt die Auslösung herbei und macht die rufende und gerufene Leitung frei. Wenn die rufende Leitung geschlossen ist, so wird sie durch einen anderen Verbindungsstromkreis ausgewählt, und wenn sie in der vorbeschriebenen Zeit nicht geöffnet wird, so gilt dies, wie oben beschrieben wurde, als falscher Anruf.
Sollte der gerufene Teilnehmer während des Gesprächs für einen Augenblick den Linienstromkreis öffnen, so fällt Relais 163 ab und setzt den Zeitsteuerschalter 100 in Bewegung nach Stellung 18 Dieser Steuerschalter geht indessen jetzt nicht über die Stellung 12 hinaus, da sein über seinen unteren Kontakt 110 verlaufender Erregerstromkreis in dieser Stellung geöffnet ist und Relais 163 nur für einen Augenblick ausgelöst wurde.
Wenn der gerufene Teilnehmer besetzt ist oder nicht antwortet, wird das Relais 163 nicht erregt, und wenn der rufende Teilnehmer den Ruf aufgibt und seinen Hörer anhängt, wird das Auslöserelais 158 erregt und führt die Verbindung in Ruhelage zurück, ohne daß Zählung stattfindet. Die Anordnung gestattet Beamtinnen bei Hintereinanderschaltung der Verbindungsleitungen auf einem Kondensatorstromkreis oder auf einem anderen nicht Gleichstrom führenden Stromkreis abzufragen, um Informationen vom rufenden Teilnehmer zu erhalten und die Verbindung zur gewünschten Leitung zu bewirken und eine Zählung nur dann herbeizuführen, wenn die gerufene Sprechstelle antwortet.
Laßt man die Verbindung zwischen den Zeitsteuerschalterfedern 107 und 110 weg, so kann der Stromkreis so geändert werden, daß er die Auslösung verhindert, wenn der gerufene Teilnehmer anhängt, d. h. so, daß die Auslösung ollständig dem rufenden Teilnehmer untersteht.
Das allgemeine Verfahren, einen Ruf nach einer Teilnehmerleitung nach einem fernen Amt weiterzuführen, ist bekannt. Wie oben ange-
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nominell wurde, ist die erste oder Zehntausenderziffer einer solchen Leitung, wenn sie zur zweiten Zone gehört, 5. Wenn irgendeeine Zahl, die mit dieser Ziffer 5 beginnt, an der Xummernscheibe gedreht wird, dann wird der Zehntausendersender 340 in Stellung 5 in der oben beschriebenen Weise angehalten. Wenn Steuerschalter 350 Stellung 2 durchläuft, wird ein Stromkreis hergestellt: von Erde über Steuerschalterkontakt 366, Kontakt 345 des Senders 340, Relais 367, Batterie, Erde. Das Relais 367 hält sich über seinen rechten Arbeitskontakt und Steuerschalterkontakt 363, Erde. Wenn Steuerschalter 350 Stellung 6 durchläuft, nachdem die Welle des zweiten Gruppenwählers eingestellt wurde, wird Steuerschalter 130 nach Stellung 11 forgeschaltet, wie im Falle eines Rufes nach der ersten Zone. Wenn Steuerschalter 350 Stellung 8 durchläuft, wird folgender Stromkreis hergestellt: Erde, linker Arbeitskontakt des Relais 367, unterer Steuerschalterkontakt 388, Bürste und Klemme 228, Kontakt 137 des Steuerschalters 130 und Steuerschalter 130, welcher nach Stellung 13 vorrückt, wo er für den Rest der Verbindung bleibt.
Wenn der gerufene Teilnehmer antwortet, spricht Relais 163 an, Steuerschalter 100 gelangt nach Stellung 6 und verbindet die Zählbatterie 120 mit dem rufenden Zähler, als ob es sich um einen Ruf der ersten Zone handelt. In Stellung 6 verläuft ein Stromkreis von Erde über den oberen Kontakt 145 des Steuerschalters 130, unteren Zeitsteuerschalterkontakt 107 und schaltet Steuerschalter 100 nach Stellung 7.
Hier kommt der Zeitsteuerschalter 100 unter Einwirkung des Unterbrechers 113. Dieser schließt und öffnet absatzweise den Stromkreis zur Erde für Relais 136, und der Zeitsteuerschalter 100 wird nach Stellung 12 gebracht wie in dem Falle eines Rufes nach der ersten Zone. In Stellung 12 verläuft ein Strom von Erde über den oberen Kontakt 145 des Steuerschalters 130, unteren Zeitsteuerschalterkontakt 107, Zeitsteuerschalter 100, Batterie, Erde. Steuerschalter 100 gelangt nach Stellung 13 und dann unter Einwirkung des Unterbrechers 113 nach Stellung 18; In Stellung 18 fließt derselbe Strom wie in Stellung 12, und der Zeitsteuerschalter rückt nach Stellung 1 vor und beginnt eine neue Umdrehung. Der Zeitsteuerschalter dreht sich so lange, wie die beiden Teilnehmerhörer abgenommen sind. Der anrufende Zähler wird hierbei einmal für jede Umdrehung des Zeitsteuerschalters betätigt.
Wenn der rufende Teilnehmer anhängt, spricht Relais 158 an und löst in oben beschriebener Weise die Verbindung aus. Der Zeitsteuerschalter 100 kehrt in die Ruhestellung zurück, gleichgültig, in welcher Stellung er sich befindet.
wobei sein Erregerstromkreis in Stellung 7 bis 17 geschlossen ist von Erde über den unteren Kontakt 145 (16) des Steuerschalters 130, unterren Zeitsteuerschalterkontakt 108, Zeitsteuerschalter 100, Batterie, Erde, und in Stellung 18 von Erde über den rechten Ruhekontakt des Relais 150, Zeitsteuerschalterkontakt 107, Zeitsteuerschalter 100 zur Batterie und Erde verläuft.
Sollte der gerufene Teilnehmer, nicht aber der rufende Teilnehmer anhängen, so bleibt die Verbindung ungestört, bis der Zeitsteuerschalter 100 Stellung 18 erreicht. In dieser Stellung verläuft ein Strom von Erde über den Ruhekontakt des Überwachungsrelais 163, oberen Steuerschalterkontakt 149, oberen Zeitsteuerschalterkontakt 110, Auslöserelais 158. Taste 115, Batterie, Erde. Das Relais 158 spricht an. Wenn die rufende Leitung frei gemacht ist, so bewirkt sie einen anderen Anruf, und wenn in der vorgeschriebenen Zeit der rufende Stromkreis nicht durch Anhängen an der rufenden Stelle geöffnet wird, so wird der falsche Anruf in oben beschriebener Weise die Aufmerksamkeit der Beamtin erregen.
Bei der oben beschriebenen Anordnung wird
j der rufende Teilnehmer nicht mit einer Gebühr belastet, wenn die Gesprächsverbindung durch
ι irgendeinen der beiden Teilnehmer aufgehoben wird, und die rufende Partei braucht nicht auf eine wichtige Verbindung zu warten, wenn die gerufene Stelle angehängt hat.
Wenn der Zeitsteuerschalter 100 Stellung 161Z2 durchläuft, wird ein Stromkreis hergestellt über die sekundäre Wicklung des Transformators 180, Kondensator 191, Zeitsteuerschalterkontakt 117, nach der einen Ader der Leitung und über einen Kondensator 192, Zeitsteuerschalterkontakt 116, nach der anderen Ader, und ein Signal oder Summerzeichen wird vorübergehend auf die Leitung gelegt und zeigt dem rufenden Teilnehmer an, daß eine andere Gebühr in Frage kommen wird. Es ist klar, daß der Zeitzwischenraum vergrößert werden kann, indem man die Kontakte 116 und 117 in einer früheren Stellung als 161Z2 schließt. .
Wie oben festgestellt wurde, sind die Ziffern der Teilnehmerleitungen der dritten Zone so angenommen, daß die erste Ziffer 6 ist. Wenn diese Ziffer an der Nummernscheibe gedreht wird, dann wird der Zehntausendersender 340 in Stellung 6 gebracht, und wenn der Sendersteuerschalter 350 Stellung 2 durchläuft, fließt ein Strom von Erde über Steuerschalterkontakt 366, Senderkontakt 345, die Relais 367 und 376 in Vielfachschaltung, zur Batterie und Erde. Diese Relais sprechen an und halten sich über ihre rechten Arbeitskontakte. Die Erregung des Relais 367 bringt Steuerschalter 130 in die Stellungen 11 und 13 wie im Falle eines Rufes der ersten Zone. Wenn Steuerschalter 350 Stellung 13 durchläuft, fließt ein Strom von Erde über den linken Arbeitskontakt des Re-
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lais 376, Steuerschalterkontakt 388, Bürste und Klemme 228, Steuerschalterkontakt 137 und schaltet Steuerschalter 130 nach Stellung 15. In dieser Stellung bleibt der Steuerschalter 130 bis zur Auslösung der Verbindung.
Antwortet der gerufene Teilnehmer, so spricht das Überwachungsrelais 163 an, und der Zeitsteuerschalter 100 kommt unter die Einwirkung des Unterbrechers 114, wobei ein Stromkreis geschlossen ist von Erde über Unterbrecher 114, unteren Kontakt 135 des Steuerschalters 130, Zeitsteuerschalterkontakt 104 und Relais 136 zur Batterie und Erde. Das Relais 136 kann an seinem Arbeits- und Ruhekontakt andere Stromkreise über den oberen oder unteren Zeitsteuerschalterkontakt 102 schließen, um den Steuerschalter 100 zu erregen. Die gleichen Zeiträume, in welchen Unterbrecher 113 einen Erregerstromkreis für Relais 136 schließt und öffnet, sind kleiner als die entsprechenden Zeiträume, welche durch den Unterbrecher 114 bestimmt werden, und infolgedessen sind die Zeiträume für die Umdrehung des Zeitsteuerschalters 100 im Falle eines Rufes nach der dritten Zone kürzer als die Zeiträume im Falle eines Rufes nach der zweiten Zone, und der rufende Zähler wird in entsprechend kürzeren Zwischenräumen betätigt, d. h. die Gesamtgebühr für ein Gespräch gegebener Länge ist für Rufe der dritten Zone größer. Der Auslösevorgang usw. ist ebenso wie bei Rufen der zweiten Zone.
Auf diese Weise ist eine Anordnung vorgesehen, bei welcher für einen Ruf nach der ersten Zone eine Einheitsgebühr für unbegrenzte Gesprächsdauer besteht, während für einen Ruf nach der zweiten oder dritten Zone eine Einheitsgebühr für begrenzte Gesprächsdauer besteht, und zwar ist für den letzteren Fall diese Dauer größer bemessen als bei einem Ruf nach der zweiten Zone.
Es ist wünschenswert, daß besondere Rufe, wie z. B. solche, die der Benachrichtigung der Beamtin dienen, nicht gezählt werden. Bei derartigen Rufen dreht der rufende Teilnehmer eine Rufnummer, die mit Null beginnt, z. B. 01. Der Sender 340 rückt nach Stellung ο vor und der Sender 350 nach Stellung 1. Der Sendersteuerschalter 230 gelangt nach Stellung 8 und der Sender 350 nach Stellung 7 in der oben beschriebenen Weise. Wenn der Steuerschalter Stellung 2 durchläuft, fließt ein Strom von Erde über Kontakt 366 des Steuerschalters 350, Senderkontakt 344 und Relais 369 zur Batterie und Erde. Relais 369 hält sich über seinen linken Arbeitskontakt und den Steuerschalterkontakt 363. Wenn Steuerschalter 350 Stellung 2 durchläuft, wird ferner ein Stromkreis geschlossen von Erde über Kontakt 375 des Steuerschalters 350, Bürste und Klemme 228, Steuerschalterkontakt 137 und erregt Steuerschalter 130, welcher von Stellung 4 nach Stellung 5 vorrückt. Der erste Gruppenwähler (Abb. 1) wählt nun die der Ziffer Null entsprechende Kontaktreihe, worauf der zweite Gruppenwähler (Abb. 4) unter Beeinflussung des Senders 330 die der Ziffer 1 entsprechende Reihe auswählt. Steuerschalter 130 rückt während dieser Wahl nach Stellung 9 vor wie im Falle eines Rufes der ersten Zone. An dem besonderen Arbeitsplatz wird nunmehr ein geeignetes, nicht dargestelltes Signal gegeben, um die Beamtin von diesem Ruf zu benachrichtigen.
Wenn Steuerschalter 350 Stellung 6 durchläuft, fließt ein Strom von Erde über Ruhekontakt des Relais 373, unteren Steuerschalterkontakt 374, rechten Arbeitskontakt des Relais 369, Wicklung des Relais 247 zur Batterie und Erde. Relais 247 spricht an und hält sich über seinen rechten Arbeitskontakt und den unteren Steuerschalterkontakt 249. Am rech- ' ten Ruhekontakt des Relais 247 wird ein Erregerstromkreis für Relais 253 geöffnet. Dieses fällt ab und öffnet den Erregerstromkreis des Fortschalterelais 243, welches ebenfalls abfällt. Das Abfallen des Relais 243 erregt das Relais 240 in den Stellungen 4, 6, 8, 11 und 13, und in diesen Stellungen bewirkt Relais 240 das Ansprechen des Relais 237, wodurch Steuerschalter 230 in beschriebener Weise nach Stellung 15 vorrückt. Hier fließt ein Strom von Erde über Ruhekontakte der Relais 237 und 243, Steuerschalterkontakt 244, Steuerschalter 230, Batterie und Erde. Steuerschalter 230 gelangt nach Stellung 16, wo folgender Stromkreis hergestellt wird: Erde, linker Steuerschalterkontakt 233, oberer Kontakt 353 des Steuerschalters 350 und Steuerschalter 350, Batterie. Steuerschalter 350 gelangt nach Stellung 9, wo ein Strom fließt von Erde über den rechten Ruhekontakt des Relais 247 (welches durch Öffnen seines Erregerstromkreises am unteren Steuerschalterkontakt 249 beim Verlassen der Stellung 15 seitens des Steuerschalters 230 auslöste), Steuerschalterkontakt 251, Kontakt 399 des Steuerschalters 350, oberen Senderkontakt 323, unteren Steuerschalterkontakt 362, unteren ünken Senderkontakt 334, Sender 330, Batterie, Erde. Der Sender 330 wird dann in seine Ruhestellung zurückgebracht, worauf der Stromkreis vom unteren Steuerschalterkontakt 362 über Senderkontakt 334 zum unteren Steuerschalterkontakt 364 verläuft und, da Sender 340 in Stellung 0 gehalten wird, über den oberen Senderkontakt 342, unteren Steuerschalterkontakt 365 und Steuerschalter 350, zur Batterie und Erde. Steuerschalter 350 gelangt nach Stellung 10, wo ein Stromkreis hergestellt wird von Erde über Steuerschalterkontakt 233, oberen Steuerschalterkontakt 365, Steuerschalter 350, Batterie, Erde. Steuerschalter 350 gelangt nach' Stellung 11, und von hier wird er
weitergeschaltet durch Strom über Erde, Ruhekontakt des Relais 373, oberen Steuerschalterkontakt 374, Steuerschalterkontakt 256, Wicklung und Ruhekontakt des Relais 378, Steuerschalterkontakt 356, oberen Senderkontakt 318, Steuerschalterkontakt 354, Steuerschalter 350, Batterie, Erde. Steuerschalter 350 wird über Stellung 12 durch einen Stromkreis geschaltet: von Erde über den rechten Steuerschalterkontakt 233, Steuerschalterkontakt 365 und Steuerschalter 350, Batterie, Erde. Steuerschalter 350 kehrt dann in Stellung 1 zurück, wie dies bei seiner Auslösung nach Verbindung mit einer Teilnehmerleitung der ersten Zone beschrieben wurde, und Kontakt 366 (1) schließt einen Stromkreis und schaltet Steuerschalter 230 von Stellung ifi nach der Ruhestellung.
Die Erregung des Relais 247 beseitigt an seinem linken Kontakt den Kurzschluß des Relais 150, welches in Reihe mit Widerstand 157, Steuerschalterkontakt 144, dem trägen Relais 143 und Batterie erregt wird. Die Einschaltung des Widerstandes 157 in den Stromkreis des Prüfpotentials an den Senderklemmen 218 verhindert die Wahl dieses Verbindungsstromkreises durch andere Sender, welche in Kontakt mit den Sucherklemmen kommen. Durch die Erregung des Relais 150 wird ein Stromkreis geschlossen über dessen linken Arbeitskontakt und den 3.0 rechten Ruhekontakt des Auslöserelais 158, so daß die Relais i6o, 161 und 164 erregt werden. Durch die Erregung dieser drei Relais wird der Sprechstromkreis von den Bürsten des zweiten Anrufsuchers 152 und 153 nach den Bürsten 182 und 183 des ersten Gruppenwählers geschaltet, und weiterhin wird der Sprechstromkreis von den Sendersucherklemmen getrennt.
Sofern der Abfragestromkreis der Beamtin einen Stromweg, wie in Abb. 5, einschließen sollte, wird Relais 163 erregt, wenn die Beamtin nach Einführung ihres Stöpsels 501 in Klinke 502 antwortet und so die Wicklung des Auslöserelais 158 über den Arbeitskontakt 163 und den oberen Steuerschalterkontakt 151 kurzschließt. Der rufende Teilnehmer kann der Beamtin ein Signal geben und dadurch das Überwachungsrelais 162 betätigen, ohne die Verbindung auszulösen. Das Öffnen der Leitung am Arbeitskontakt des Relais 162 läßt Relais 503 im Stromkreis der Beamtin abfallen, und der Lampenstromkreis wird über die Buchsenkontakte der , Klinke 502 und des Stöpsels 501, Ruhekontakt des Relais 503, Lampe 504 zur Batterie und Erde hergestellt, so daß die Lampe 504 aufleuchtet. In dieser Weise befindet sich der rufende Teilnehmer vollständig unter Kontrolle der Abfragebeamtin.
Sofern der Abfragestromkreis der Beamtin
Kondensatoren einschließt, wie in Abb. 6, spricht das Überwachungsrelais 163 nicht an, und der rufende Teilnehmer kann zu irgendeiner ! Zeit vor dem Abfragen der Beamtin oder wäh- ; rend desselben auslösen. Das Aufhängen des ; Hörers seitens des rufenden Teilnehmers läßt ; das Überwachungsrelais 162 abfallen und bewirkt einen Strom: von Erde über Arbeitskontakt des Relais 161, Ruhekontakt des Relais 162, oberen Steuerschalterkontakt 159, Auslöserelais 158, Haltetaste 115, Batterie, Erde. Steuerschalter 130 spricht an in einem Stromkreis von Erde über den rechten Arbeitskontakt des Relais 158, oberen Steuerschalterkontakt 132 und schaltet den Steuerschalter nach Stellung ifi. Hier wird der Bürstenwagen zurückgeführt durch Strom von Erde über den Steuerschalterkontakt 142, Ruhekontakt des Relais 141, rech- : ten Steuerschalterkontakt 13g, Bürstenwagenmagnet 170, Batterie, Erde. Durch Schließen , des Ruhekontaktes am Unterbrecher 156 spricht Relais 141 an. Steuerschalter 130 wird durch ; einen Strom erregt von Erde über Steuerschalterkontakt 142, Arbeitskontakt des Relais 141, Steuerschalterkontakt 140 und Steuerschalter 130, Batterie, Erde und kehrt nach Stellung 1 j zurück. Auch die Spindel wird in Ruhe zurück-ι geführt durch den Strom von Erde über Wellenunterbrecher, Steuerschalterkontakt 132, Magnet 160, Batterie, Erde.
Es sei bemerkt, daß bei Verbindungen dieser Art der Zählersteuerschalter 100 nicht in Tätig- go keit tritt.
j Es ist wesentlich, daß, wenn zwei Sucher 201 j gleichzeitig Verbindung mit dem Verbindungsstromkreis herstellen, dieser nicht gestört wird, d. h. irgendwelche anderen Siicher sollen in der j Lage sein, den Verbindungsstromkreis unmittel-' bar danach auszuwählen. In diesem Falle werden die Relais 215 und 213 beider Sucher in Stellung 1 der zugehörigen Steuerschalter 230 in der oben beschriebenen Weise erregt. Wenn jeder der Steuerschalter 230 Stellung 2 durchläuft, wird die hochohmige Wicklung des Relais 215 am Steuerschalterkontakt 264 abgeschaltet, worauf die Relais 213 und 215 auslösen. In Stellung 2 des Steuerschalters 230 fließt ein Strom: von Erde über Steuerschalterkontakt 262, Ruhekontakt des Relais 213, ; Steuerschalterkontakt 249, Wicklung des Relais 247, Batterie, Erde. Relais 247, welches träge abfällt, so daß es während des kurzen Öffnens des Stromkreises angezogen bleibt (wenn ; Steuerschalterkontakt 249 beim Verlassen der j Stellung 3 geöffnet wird), hält sich über seinen Arbeitskontakt im Stromkreis: Erde, Arbeitskontakt des Relais 247, Steuerschalterkontakt 249, Batterie, Erde. Die Erregung des Relais 247 verhindert die Erregung des Relais 253 und verhindert infolgedessen auch die Erregung des Fortschalterelais 243. Relais 247 beseitigt auch den Kurzschluß zur Erde über Bürste und Klemme 218 und verhindert so das Abfallen des Relais 150 des Verbindungsstromkreises.

Claims (10)

4^8283 Relais 240 spricht an über den Ruhekontakt des Relais 243 in den Stellungen 4, 6, 8, 11 und des Steuerschalters, und infolgedessen wird in diesen Stellungen Steuerschalter 230 infolge j Erregung des Relais 237 über den Arbeitskon- I takt des Relais 240 erregt und gelangt nach ' Stellung 15. Hier fließt ein Strom von Erde über Kontakt 366 des Steuerschalters 350 in seiner Stellung 1, Kontakt 236 des Steuerschalters 230, Steuerschalter 230, Batterie, Erde. Der Steuerschalter 230 kehrt nach Stellung 1 zurück. Steuerschalter 350 wird nicht beeinflußt. ig Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit selbsttätigem Betrieb, bei welchen ein Ruf von einer rufenden Leitung nach einer gewünschten Leitung in Übereinstimmung mit der Einstellung eines die Einstellstromstöße aufnehmenden und weitergebenden Senders (Stromstoßs.peichers) fortgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gesprächszähler (58) der rufenden Leitung durch diesen Sender (Abb. 3) je nach seiner Einstellung verschieden beeinflußt wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender die Arbeitsweise von Zeitschaltvorrichtungen (100) regelt, welche ihrerseits den Zähler (58) beeinflussen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine derartige Schaltung, daß für vorher bestimmte Arten von Anrufen die Beeinflussung des Zählers seitens der Zeitschaltvorrichtungen (100) unterbleibt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei welcher die angerufenen Leitungen in eine Anzahl verschiedener Zonen gruppiert sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Sender für jede Zone eine verschiedene Arbeitsweise des Zählers bewirkt.
5. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Zähleinrichtungen nach Anspruch i, bei denen die Belastung und Weiterschaltung des Zählers durch einen Zeitschalter in bestimmten Zeitabschnitten her- !
beigeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Ablauf des Zeitschalters (100) durch andere Zeitschaltvorrichtungen (die verschieden schnell arbeitenden Unterbrecher 113, 114) geregelt wird.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, bei welcher die Weiterführung eines Rufes
in Übereinstimmung mit der Einstellung eines Senders erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß durch unter dem Einfluß des Senders stehende Schaltmittel (Steuerschalter 130, Stellung 11, 13 bzw. 15) die Anschaltung einer bestimmten Zeitschaltvorrichtung (113 oder 114) erfolgt.
7. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Zähleinrichtungen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitsweise der Zeitschaltvorrichtungen (113, 114) von einem Steuerschalter (130) abhängt, der während der Dauer der Verbindung in einer dem Werte der Verbindung entsprechenden Stellung verbleibt und die Auswahl der Zeitschaltvorrichtungen (113, 114) und ihre Verbindung mit dem Zeitschalter (100) bewirkt.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, bei welcher die Rufnummer der gewünschten Leitung auf einem Senderapparat aufgezeichnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellung des Steuerschalters (130) während einer Verbindungsherstellung bestimmt wird durch die Einstellung des Senderapparates (Abb. 3).
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, bei welcher der Senderapparat die Weiterleitung des Rufes über die Wähler beeinflußt, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschalter (130) in die der Klasse der gerufenen Leitung entsprechende Stellung (11, 13 oder 15) während der Verbindungsherstellung durch Schaltwerke des Senders gebracht wird.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung des Senders wahlweise die Erregung eines Relaissatzes (367, 376) beeinflußt, welcher die Einstellung des Steuerschalters (130) während der Verbindungsherstellung bestimmt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
DEB94392D 1919-05-26 1920-06-06 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit selbsttaetigem Betrieb Expired DE438283C (de)

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