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Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit halbselbsttätigem Betrieb.
Die Erfindung bezieht sich auf Fprnsprcchanlagen mit halbselbsttätigem Betneb, bei denen die Verbindung nicht nur von der Einstellung des Zahlengebers der Beamtin und von der Einstellung der Wähler abhängig ist, sondern auch noch von besonderen Schaltungsvorgängen.
Zu diesen besonderen Schaltungsvorgängen gehört z. B. die Anschaltung des Teilnehmers an eine Fernleitung, die Anschaltung der Verbindungsleitung zwischen A- und B- Platz. das Abschalten der Beamtin, deren Sprechapparat entweder unmittelbar oder unter Vermittlung eines Dienstwählers in Brücke zur Teilnehmerleitung Negt. Im letzteren Fall muss auch der Dienst wähler abgeschaltet werden, ehe eine Verbindung zustande kommt, da die Beamtin sonst das Gespräch mit anhören könnte.
Wird beispielsweise im Dienstleitungsverkehr von der J-Beamtin die Nummer des ge-
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Nummer eingestellt ist. Dazu ordnet man eine Auslösevorrichtung an, die unabhängig von der Stellung des Zahlengebers wirkt. Die Überwachungsstromkreise über die an verschiedenen Arbeitsplätzen hergestellten Verbindungen, namentlich diejenigen Stromkreise, an denen man erkennt, dass die Vollendung der Verbindung aus irgend welchen Gründen aufgehalten wurde, führt man vorteilhaft zu besonderen Beoabachtungspiätzen.
Es empfiehlt sich ferner, den Zahlengeber nur möglichst kurze Zeit für jeden einzelnen Anruf zu belegen und ihn nach Abgabe der Nummernstromstösse auch vor der Vollendung der Verbindung für andere Verbindungen wieder freizumachen. Da aber in diesem Fall bei Abschaltung des Zahlengebers die Wähler zusammenfallen würden, überträgt man beispielsweise einer Halte-
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Leitung a, b is eine von mehreren Verbindungsleitungen zwischen einem A- und B-Platz. DL ist eine Dienstleitung, über die nach Umlegen eines Schalters DS vom Platz A zum Platz B die Nummer der verlangten Sprechstelle mitgeteilt wird. Jeder Verbindungsleitung a, b ist ein
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ist ein Relais P, eine Lampe Lz und eine Taste Tz zugeordnet. Die übrigen, dem Zahlengeber ebenfalls zugeordneten Schaltorgane, wie Relais J und E, Dekanadenschalter DS und Zifferschalter ZS, wie auch der Zahlengeber selbst, entsprechen der Anordnung nach Fig. 2 der Patentschrift Nr. 63871, in welcher auch die Arbeitsweise des Zahlengebers eingehend beschrieben ist.
Ein Unterschied besteht nur darin, dass am Dekadenschalter die Kontakte kl und k2 angebracht sind, von denen beim Übergang des Schaltarmes von der dritten in die vierte Stellung ge-
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sind so eingerichtet, dass k3 erst nach Schliessen von geönnet und vor Schliessen von k3 geöffnet wird.
Arbeitsgang : Am Platz A nimmt die Beamtin die Nummer der gewünschten Sprechstelle entgegen und teilt sie nach Umleg n von DS über die Dienstleitung DL der Beamtin eines B-Platzes mit. Die B-Beamtin wählt nun eine freie Gruppenwählerzuleitung aus, d. i. eine solche, deren Lampe L1, L2 zurzeit nicht leuchtet, teilt die Nummer der gewählten freien als-Zuleitung der Beamtin am A-Platz mit, worauf diese den Stöpsel l'S in die Klinke K einzuführen hat
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Stromkreis geschlossen : Erde. 7,/.,,, L2 usw., Batterie, Erde. L1, L2 leuchten. Leitung c erscheint für die B-Plätzt besetzt. Zugleich wird durch T, ein Stromkreis geschlossen : Erde, Widerstand 2.
3, T, Batterie, Erde und T erregt. Bei 4, 5 wird C an a, b geschaltet. Bei 6, 7 wird die GW-Zu
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und M2 den Arm von ZS beim nachfolgenden Einstellen in der jeweils eingestellten Lage solange fest, bis die Arme nach Aberrpgen \ Mfj und M2 wieder in die Ruhelage zurückkehren. Der
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rotierrenden Unterbrechers C/j entsteht ein Stromkreis : Erde, 18, E, 19, 7, b1, Arm 20 des Steuerschalters von GW, Wicklung 21 von X, 17, Widerstand, Batterie. Das Relais E erhält einen Erregerstromstoss, schliesst 22 und 23, Öffnet 18 und 13 und bewirkt beim Ansprechen folgende
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2. Die a-Leitung wird bei 13 von der Erde ab-und über 23 an den Unterbrecher U1 an geschaltet.
3. Es wird ein Stromkreis : Batterie, Widerstand 24, 25, 26, U2, Erde geschlossen ; U2 macht synchron mit U I Kontakt.
Sobald us und U2 in Unterbrecherstellung gelangen, fliesst ein Strom über den bis dahin
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und dessen Arm geht auf Kontakt 1. Bei der darauffolgenden Stromunterbrechung durch U1 wird wieder A im GW stromlos und die Schaltwelle steigt um einen weiteren Schritt. Bei der darauffolgenden Stromschliessung erhält wieder D2 durch U2 einen Stromstoss und der Arm von Z. S geht auf den zweiten Kontakt. Da die Tausendertaste 2 gedrückt ist, ist nun ein Stromkreis für./ geschlossen : Erde, Arm und Kontakt von ZS, T2, Kontakt und Arm von DS, J, Batterie.
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bleibt. Im Anschluss hieran erfolgt das selbsttätige Drehen der Schaltwelle des GW zum Aufsuchen einer freien Leitung.
Ferner schaltet sich J über seinen Kontakt 30 in einen über
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stromlos wird, wodurch der unter Federspannung stehende Arm von ZS in die Anfangslage zurück- geht. In dieser Lage unterbricht der Arm bei k4 den Stromkreis für J, das daher stromlos wird.
Die Leitung a. b ist inzwischen auch von GW aus stromlos geworden, da der Steuerschalter von dt die Kontakte 15 und 20 verlassen hat. Sobald GW einen freien nachliegenden Wähler, z. B. einen zweiten Gruppenwiihler, gefunden hat. geht der Steuerschalter von GW in die dritte Stellung, wodurch die Leitung a1, b1 wieder stromführend wird.
Bei der nächstfolgenden Unterbrechung an U1 und U 2 spricht nun zunächst wieder E an und bewirkt dieselben Vorgänge wie bei der Einstellung des Gruppenwählers, nur mit dem Unterschiede, dass jetzt der Arm von DS vom ersten zum zweiten Kontakt weitetgedreht wird, und ddss jetzt in der Leitung 1 drei Stromunterbrechungen erfolgen, bis das Relais J anspricht, weil bei der Hunderterreihe des Zahiengebers ZG die dritte Taste gedrückt ist. Es wird hiebei die Schalt- welle des zweiten Gruppenwählers drei Schritte gehoben, worauf beim Ansprechen von J wieder wie vorhin der Ziffernschalter ausgelöst und der zweite Gruppenwähler umgesteuert wird.
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Nun wiederholen sich die beschriebenen Schaltvorgänge nochmals, mit dem Unterschied, dass diesmal der Arm von DS von Stellung 3 nach 4 geht und dass fünf Impulse zum Leitungs-
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nicht erst nach Abgabe der Stromstösse sämtlicher Ziffernreihen, d. i. nach Fig. 1 nach Abgabe der Einerschaltstromstösse, sondern bereits vorher, z. B. nach Abgabe der Zehnerstromstösse, erreicht ist. Hiebei hat der Zahlengeber nach Stöpseln von VS in K noch Schaltstromstösse abzugeben und damit den noch fehlenden Teil der Wählereinstellung zur Verbindung mit der gewünschten Sprechstelle zu vollenden.
Die Änderung der Fig. 2 gegenüber der Fig. 1 besteht in folgendem : Die Kontakte und k2
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wobei aber dus noch geschlossen bleibt. Ferner fällt der Kontakt 12 des Relais P und damit der durch diesen Kontakt hergestellte Parallelstromkreis für Kontakt 11 fort. P erhält dafür einen Kontakt 34, über welchen der nach Zurückgehen des Armes von ZS zustande kommende Haltestromkreis für J geführt ist.
Die Arbeitsweise dieser Anordnung ist folgende : Es sei angenommen, dass der Stöpsel}'ss noch nicht in K gesteckt ist, wenn der Arm des Dekadenschalters DS aus der Stellung 2 in J übergeht. Hiebei sind, wie für Fig. l beschrieben, die Relais T und P noch erregt. Nachdem der
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schlossen, so dass J durch den Stromkreis : Batterie, J, 30, k3, 34, Erde erregt bleibt. solange P noch erregt ist.
Wenn am Platz A der Stöpsel FS in K gesteckt wird, so wird C erregt. C unterbricht bei seiner Erregung bei 10 den Stromkreis für P. P wird damit stromlos und unterbricht heu. li den Stromkreis für J. J wird darauf stromlos und es wird in gleicher Weise wie bei Fig. l der Arm von DO auf Kontakt 4 weitergestellt. Hiebei wird k2 unterbrochen ; k, bleibt geschlofflen.
Zugleich wird durch D, über 27 der Drehmagnet D2 wieder mit U2 zusammengeschaltet. so dass
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von den Sprechadern unabhängige Ader zustande kommt. Der Zahlengeber NS ist in diesem Fall folgendermassen eingerichtet. Auf dem Rande einer feststehenden Scheibe. S ist eine der Anzahl der abzugebenden Stromstossreihen entsprechende Anzahl von je zehn Einschnitten angeordnet, Jede dieser Reihen mit zehn Einschnitten kann durch einen Hebe)//mit Kulisse F
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kontakt i an einem Hebel h läuft über sämtliche Einschnittreihen der Scheibe S und veranlasst Stromstösse, die in jeder Einschnittreihe der Anzahl der nicht verdeckten Zähne entsprechen.
Diese Stromstösse veranlassen die Einstellung der Wähler, von denen auf der Zeichnung nur ein erster Gruppenwähler angedeutet ist.
Am Zahlengeber ist mit dem Hebel h eine Scheibe s mit einem Einschnitt l'auf ihren Rand verbunden. In den Einschnitt greift das eine Ende eines zweiarmigen Hebels f unter der Einwirkung einer Feder y, entweder nachdem i sämtliche Zahnreiben überschritten hat, also nach Abgabe sämtlicher Stromstösse, oder aber auch bereits vorher, also bei noch nicht vollendeter Wählereinstellung und Verbindung ! der Leitung der verlangten Sprechstelle. Das andere Ende dieses Hebels dient als Anker eines i cktromagneten E. Dieser Magnet wird erregt beim Stecken des Stöpsels V8 in eine der Klinken K, deren Leitung c jeweils über einen Kontakt l eines Relais T mit E verbunden ist; er kann aber auch, wenn VS nicht gestöpselt wurde, durch Drücken einer Taste T2 erregt werden.
Statt von Stöpsel und Klinke kann man die Vollendung der Verbindung auch von der Einstellung eines Wählers auf die Verbindungsleitung abhängig machen. Jeder Verbindungsleitung, z. B. a, b, C, ist ein Relais T, eine Lampe LI und eine Taste T1 zugeordnet.
Die Leitungen von mehreren dieser Apparate sind in der in der Figur gezeigten Weise an den Zahlengeber NS angeschlossen. Jeder Verbindungsleitung a, b, c bzw. Zuleitung a1, b1 zum ersten Gruppenwähler a-ist eine Leitung c, zugeordnet, welche am Gruppenwähler über einen beim Heben der Schaltwelle desselben geschlossenen Kopfkontakt k1 an Batterie und an mehreren
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weise der Anordnung ist folgende :
Hachdem am Platz A nach Drücken einer Taste Ds über DL der Beamtin eines freien Platzes B die von der anrufenden Sprechatelle gewünschte Nummer mitgeteilt wurde, ist am Platz B eine freie Leitung, deren Lampe L2 also nicht leuchtet, auszusuchen und die Nummer dieser Leitung dem A-Platz mitzuteilen, an welchem dann VS in die Klinke der an A ausgesuchten Leitung, z. B. K, zu stecken ist. Am Platz A wird darauf die Taste T1 der ausgesuchten freien
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von NS zusammen geschaltet. Bei 5 wird der Stromkreis für LI geschlossen, der über einen Kontakt 6 führt. Dadurch leuchtet Li auf und die Erregung von T wird aufrecht erhalten.
Z, erlischt erst beim Stöpseln von VS in K und dient als Kontrollampe. Nachdem dann der Zahlengeber eingestellt ist, macht der Hebel h seinen Kreislauf und dreht hiebei auch die Scheibe 8.
Sobald der Hebel f i'1 deren Einschnitt e eingreift, sind die Beendigung des Ablaufes des Zahlengebers und die weiteren Schaltvorgänge abhängig gemacht von der Erregung des Relais E, d. h. der Anschaltung der anrufenden Sprechstelle an die Verbindungsleitung. Wird E erregt, indem VS in K gesteckt wird und damit ein Strom von Erde über VS, K, c, 1, 2, E. Batterie zustande kommt, so hebt es den Hebel f aus dem Einschnitt e heraus ; h und i beenden ihren Umlauf. Kurz vor Erreichen der Anfangslage öffnet Hebel h den Kontakt 6 und damit den Strom-
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von i abgeschaltet und mit a, b zusammengeschaltet. Damit ist die Verbindung hergestellt.
Wenn F'S nicht in K gestöpselt wird, so kann durch Drücken der Taste T 2 das Relais E erregt und damit der Zahlengeber freigemacht werden.
In Fig. 4 ist eine Anordnung gezeigt, bei welcher der Zalllengeber nach Abgabe der Nummernstromstoss ahgeschaltet, die Verbindung aber über eine Haltewicklung aufrecht erhalten wird. Nachdem der A-Beamtin die freie Verbindungsleitung mitgeteilt ist, drückt die B-Beamtin die Taste Ta. Dadurch wird Relais T erregt und schliesst für sich über den Kontakt 1 einen Haltestromkreis. Die Lampe L, leuchtet auf. Ferner unterbricht T die Sprechleitungen bei 23 und 24. Die B-Beamtin stellt ferner den Zahleugeber Z@ ein, der selbsttätig abläuft.
Nach Beendigung jeder der drei ersten Zahlenreihen wird der Kontakt 2 am Zahlengeber und damit die Sprech-
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zahnten Teilen der Scheibe s höher sind als das Stück A. das auf die Einschnitte für die vierte Dekade folgt. Beim Schliessen der Sprechleitungsschleift werden die Stromstossrelais A ebenfalls längere Zeit erregt, so dass umgeschaltet werden kann. Beim letzten Stromstoss der letzten Dekade wird aber der Kontakt 2 am Zahlengeber nicht wieder geschlossen. so dass am Leitungswähler LW das Relais A zunächst noch erregt bleibt und der Drehmagnet D seinen Anker noch angezogen hält. Ist die Leitung der verlangten Sprechstelle frei, so spricht am Leitungswähler das Prüfrelais P an, schliesst Kontakt 3 und bereitet den Stromkreis für das Läuterelats L vor.
Kurz vor Beendigung des Ablaufes des Zahlengebers wird der Kontakt 4 voi-übergehend geschlossen Dadurch wird Relais E erregt und hält sich über Kontakt 5. E öffnet ferner Kontakt 6, T wird aberregt und Lampe L, erlischt als Zeichen für die B-Beamtin, dass der Zahlengeber freigeworden ist. Beim Erregen von E leuchtet auch Lampe L2 auf (z. B. rot), woran die B-Beamtin
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Wenn die Stöpselung von VS SinK unterbleibt, die Lampe L, ; also nicht erlischt, weil beispielsweise der anrufende. Teilnehmer auf die Verbindung verzichtet hat, so drückt die B-Beamtin die Taste Tb, wodurch der Stromkreis für E und damit bei 22 auch für F unterbrochen wird.
Beim Stromloswerden von E und F werden auch die Relais A, Bs Ar am Leitungswähler stromlos, da C nicht erregt ist, und infolgedessen bei 15 und 16 nicht durchgeschaltet hat. Der Abfall der Anker von B schliesst bei 9 den Stromkreis für den Auslösemagnet M.
PATENT. ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit halbselbsttätigem Betrieb, wobei die Herstellung einer Verbindung ausser von den Wählern und vom Zahlengeber auch von Schaltungsvorgängen an anderen Stellen der Leitung abhängig ist (Stöpseln im Fern-oder B-Verkehr, Abschalten einer Beamtin), dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung erst dann vollendet wird (z. B. Weckstrom ausgesandt wird), wenn die zusätzlichen Schaltungsvorgänge ausgeführt, sind.