AT243557B - Vorrichtung zur Herstellung von Schweizer Käse - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Schweizer KäseInfo
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Description
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Vorrichtung zur Herstellung von Schweizer Käse
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Schweizer Käse (Gruyère-Käse, Greyer- zer Käse), mit einem den Käsebruch in einen unterhalb des Kessels befindlichen Behälter pressenden hin- und hergehenden kolbenartigen Organ.
Die drei letzten Operationen bei der Herstellung von solchem Schweizer Käse sind das Abschöpfen des im Kessel gebildeten Bruches, sein Einbringen in eine Form und sein Pressen. Das Abschöpfen des Bruches geschieht üblicherweise von Hand mit Hilfe eines mit einem Tuch versehenen Käsesäbels. Es dauert also lange und führt nicht nur zu Materialverlusten, sondern auch dazu, dass der Bruch mit der Luft in Berührung kommt, ehe er endgültig abgelagert wird, was nicht ratsam ist. Auf dieses Abschöpfen von Hand folgen üblicherweise noch zwei andere voneinander unabhängige und von Hand auszuführende Operationen : Das Einbringen des Bruches in eine Form und das Einsetzen dieser Form in eine Presse, was viel Zeit und Arbeitskraft erfordert.
Um hier Abhilfe zu schaffen, kennzeichnet sich die Vorrichtung nach der Erfindung dadurch, dass unmittelbar unterhalb des mit einer Ablauföffnung und einem diese beherrschenden Ablassventil versehenen Bodens des Kessels ein in Längsrichtung vom Stössel des Ablassventils durchsetzter und mit einem Überlauf für die Molke versehener feststehender Zylinder angeordnet und unterhalb dieses Zylinders die Form für den Bruch an der Oberseite eines Formträgers vorgesehen ist, wobei die Form mit dem Formträger in senkrechter Richtung zwischen einer in bezug auf den Kessel tiefsten und einer obersten Stellung auf und ab bewegbar ist und die Form in ihrer obersten Stellung, unter Mitnahme des Stössels, das Ablassventil im Boden des Herstellungskessels öffnet, hingegen in der tiefsten Stellung der Form,
nach Einlaufen des Bruches und Ablaufen der Molke aus dem Zylinder, ihre Oberseite zum Aufsetzen einer oberen Abschlusswand frei liegt, welch letztere, nach Rückkehr der Form in die oberste Stellung an der Unterseite des Zylinders unter Druck liegt.
Bei einer solchen Anordnung findet die Ablagerung des Käsebruches und das Ablassen der Molke unmittelbar in der Form statt, worauf ohne Druckvorbehandlung die Pressung für etwa 20 h vorgenommen wird. Hieraus ergibt sich der Vorteil, dass infolge der unmittelbar in die Form hinein stattfindenden Ablagerung des Käsebruches ohne Veränderung der Struktur die Abflusskanäle im Inneren des Formkörpers zwischen den Körnern des Bruches unbeschädigt bleiben, so dass die Molke schnell und einwandfrei abfliessen kann. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Anordnung besteht darin, dass die Bruchmasse, bevor sie in die Form gelangt, nicht hin und her verschoben werden muss, so dass sie auch nicht beschädigt werden kann.
Abgesehen davon sind die auszuführenden Bewegungen relativ einfach, so dass die Arbeit schnell ausgeführt werden kann und vor allem auch die hiefür erforderlichen mechanischen Mittel einen relativ einfachen, weniger kostspieligen Aufbau haben.
Eine bevorzugte erfindungsgemässe Ausführungsform besteht darin, dass der Kessel auf einem aus Metall oder Mauerwerk bestehenden, vom Stössel des Ablassventils durchsetzten Boden sitzt, an dessen Unterseite die vom Ventilstössel durchsetzte obere Abschlusswand des Zylinders befestigt ist, und dass sich an die Ablauföffnung des Kessels ein mit dem Stössel des Ablassventils konzentrisches, den den Kessel tra- genden Boden und die obere Abschlusswand des Zylinders durchdringendes Abflussrohr anschliesst, wobei in der Nähe des oberen Randes des Zylinders ein Anschluss für eine Röhre oder Leitung zum Abführen der Molke und knapp oberhalb des Abgiessspiegels an der Seite des Zylinders ein Entleerungshahn vorgesehen ist.
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befindliche Mischung im Kessel, die wässerige Flüssigkeit oder Milchserum und die Körner des Bruches, gelangt in den Zylinder 8 unter das Gitter 13. Durch die Wirkung des Ablenkorgans 7 und das Ein- strömen der Flüssigkeit wird der Bruch im Zylinder weiter in Rührbewegung gehalten. Während der ganzen Abfliessperiode werden die Körner des Bruches in ihrer Aufwärtsbewegung durch das Gitter 13 angehalten, da sie jedoch schwerer als die Flüssigkeit, in der sie schwimmen, sind, haben sie nicht die Tendenz, das Gitter zu verstopfen, und nur das Milchserum oder die Molke geht durch dieses hindurch und fliesst durch denAnschluss 11 in den Trog 21 ab, wie in Fig. 2 dargestellt ist.
Am Ende der Operation, wenn der Kessel leer ist, befindet sich die Mischung bestehend aus den Körnern des Bruches und der Molke im Zylinder 8 in Ruhe, worauf sich der Bruch niederschlägt.
Bis zu diesem Stadium besteht die einzige Tätigkeit der Bedienungsperson darin, die Aufwärtsbewegung des Hebers 15, z. B. hydraulisch zu veranlassen.
Wenn sich dann der Bruch gesetzt hat, öffnet die Bedienungsperson den kleinen Hahn 12, wie das in Fig. 3 angedeutet ist, um den grössten Teil der wässerigen Flüssigkeit oder Molke, die oberhalb der Bruchmasse verblieben ist, abzuleiten. Daraufhin schliesst er die Zufuhröffnung für die Druckluft oder das
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sam ab.
Wenn sich die Ablauföffnung allmählich öffnet, kommt die beladene Platte 16 in ihre untere Stellung und liegt mit Hilfe der Rollen auf den Schienen 17 auf, wie das in Fig. 4 gezeigt ist.
In diesem Augenblick füllt die Masse des Bruches den Formring 18 aus. Der die aus dem Formring 18 und dem Boden 19 gebildete und mit dem Bruch gefüllte Form tragende Wagen 16 wird nach vorn gezogen, um von dem Zylinder 8 freizukommen, wie das in Fig. 5 gezeigt ist. Die Bedie- nungsperson gleicht von Hand die obere Fläche des Bruches in der Form aus und legt einen Boden 24, der dem Boden 16 gleicht, darüber.
Jetzt kann im Hinblick auf einen zweiten Arbeitszyklus die Reinigung des Kessels und des Formzylinders vorgenommen werden, indem man die Reinigungsbrause 14 inTätigkeit setzt, gleichzeitig hiemit erfolgt jedoch die letzte Operation des Herstellungsvorganges.
Die aus der Platte 16, demFormring 18 und den Böden 19 und 24, zwischen denen sich die Bruchmasse 22 befindet, gebildete Einheit wird in ihre Ausgangsstellung zurückgeschoben, so dass ihre Achse mit der Achse des Hebers 15 zusammenfällt, wie das in Fig. 6 dargestellt ist.
Nachdem das Auslaufventil des Hebers wieder geschlossen und das Flüssigkeitseinlassventil geöffnet worden ist, bewegt sich die. darüber befindliche Einheit nach oben, bis der obere Boden 24 mit dem Rand des Formzylinders 8 in Berührung kommt, wie das in Fig. 7 gezeigt ist. In diesem Stadium wird der vom Heber ausgehende Druck auf die Masse des Bruches ausgeübt, und es beginnt das Pressen, das bis zum nächsten Ablassen dauert. Der obere Boden 24 ist mit einer zentralen, am unteren Ende ver- schlossenen Öffnung versehen, um die Schliessung des Ventils 4 während des Pressens aufrecht zu erhalten und um den Beginn eines zweiten Fabrikationszyklus zu ermöglichen.
Die erfindungsgemässe Einrichtung eignet sich selbstverständlich für Käsereien, die Kessel mit einem grossen Volumen verwenden, das der Herstellung von mehreren Käselaiben entspricht.
Jeder Kessel speist in diesem Falle mehrere Formen mittels der gleichen Anzahl von Zylindern. Um jedoch den Erfordernissen beim Ablassen und beim Formen zu entsprechen und damit die in jeder Form abgelagerten Bruchmassen identisch sind, müssen die Formzylinder unter dem Kessel so angeordnet werden, dass die Abflussröhren, die in diese Zylinder münden, genau denselben Durchmesser, dieselbe Länge und dasselbe Profil haben.
Wie teilweise in Fig. 8 gezeigt ist, mündet bei einer solchen Einrichtung das Ventil 25 mit grossem Durchmesser in einen Sammelbehälter 26 mit demselben Durchmesser, der durch eine leicht abnehm-
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Abdichtung durch die Mitte dieser Platte 27 hindurch. Von der Verschlussplatte dieses Sammelbehälters 26 gehen Röhren 29 aus, die zu den verschiedenen Formzylindern 31 führen. Die Abzweig- stellen der Rähren an dieser Platte sind in Übereinstimmung mit der Verteilung der Formzylinder gleichmässig verteilt. Die vertikalen Achsen der Abzweigstellen und diejenigen der Formzylinder liegen hiebei auf zwei mit dem Ventil konzentrischen Kreisen.
Die winkelmässige Anordnung der Abzweigstellen und der Formzylinder ist beispielsweise so, dass zwei Formen um 1800, drei Formen um 1200, vier Formen um 900 und fünf und sechs Formen etwa um 600 versetzt angeordnet sind.
Die Betätigung des Ventils, dessen Stössel 28 sich ausserhalb der Formzylinder befindet, kann durch einen kleinen besonderen Heber, durch ein von Hand zu betätigendes Hebelsystem oder durch die Bewegung von einem oder zweier Form-und Pressheber, wie weiter oben beschrieben wurde, bewirkt werden.
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Claims (1)
- <Desc/Clms Page number 5> undaus Metall oder Mauerwerk bestehenden, vom Stössel (5) des Ablassventils (4) durchsetzten Boden (3) sitzt, an dessen Unterseite die vom Ventilstössel durchsetzte obere Abschlusswand (9) des Zylinders (8) befestigt ist, und dass sich an die Ablauföffnung des Kessels ein mit dem Stössel des Ablassventils konzentrisches, den den Kessel tragenden Boden und die obere Abschlusswand des Zylinders durchdringendes Abflussrohr (6) anschliesst, wobei in der Nähe des oberen Randes des Zylinders (8) ein Anschluss (11) für eine Röhre oder Leitung zum Abführen der Molke und knapp oberhalb des Abgiessspiegels an der Seite des Zylinders ein Entleerungshahn (12) vorgesehen ist.3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Zylinder (8) etwa in der Mitte zwischen demEntleemngshahn (12) und dem Anschluss (11) für die Röhre oder Leitung ein den Bruch beim Ablassen des Gemisches zurückhaltendes Gitter (13) vorgesehen ist, dessen Aussenumfang dem Innenumfang des Zylinders entspricht und das an diesem befestigt ist.4. Vorrichtung nach Anspruch l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zurückhalten des Bruches beim Ablassen des Gemisches am Zylinder (35) ein stutzenartigesFilter (36) abnehmbar vorgesehen ist, das im Bereich des oberen Randes des Zylinders mit dem Anschluss (11) für die Ableitung zum Ablassen der Molke verbunden ist und an einem von aussen her leicht abnehmbaren Träger (37) sitzt. EMI5.1 der (35) aus zwei durch einen doppelkonischen Zwischenteil (35c) verbundenen zylindrischenTeilen (35a, 35b) mit verschiedenen Durchmessern zusammengesetzt ist, von denen der untere in den Ring der Form eindringende Teil (35a) einen kleineren Durchmesser als der Formring hat und der zur Erhöhung des Fassungsvermögens ohne Vergrösserung der Höhe dienende obere Teil (35b) einen grösserenDurchmesser besitzt.6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die z. B. aus Metall bestehende Form (18,19) auseinandernehmbar und abnehmbar und der Formträger (15, 16) als Wagen ausgebildet auf Schienen (17) verfahrbar ist, wobei sich die gesamte Einrichtung oberhalb eines zur Wiedergewinnung der Molke dienenden Troges (21) befindet und der Kessel (2) mittels Leitungen und Röhren mit verschiedenen Zylindern und Formen in Verbindung steht.
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