AT221516B - Verfahren zur Herstellung von neuen Tryptamin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Tryptamin-Derivaten

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AT221516B
AT221516B AT121961A AT121961A AT221516B AT 221516 B AT221516 B AT 221516B AT 121961 A AT121961 A AT 121961A AT 121961 A AT121961 A AT 121961A AT 221516 B AT221516 B AT 221516B
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indole
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acid
acid addition
methyl
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Hoffmann La Roche
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen Tryptamin-Derivaten 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Tryptamin-Derivaten der allgemeinen Formel : 
 EMI1.1 
 worin R eine Methyl- oder Äthylgruppe bedeutet, und von pharmazeutisch verwendbaren Säureadditionssalzen dieser Verbindungen. Unter den durch die vorstehende allgemeine Formel definierten Verbindungen sind das   3- (2'-Methylamino-propyl)-indol   und dessen Säureadditionssalze bevorzugt. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung besteht darin, dass man   3- (2'. Amino-propyl) -indol   mit einem   Formylierungs- oder   Acetylierungsmittel behandelt, die erhaltene Acylverbindung reduziert und die erhaltene Base erwünschtenfalls in ein Säureadditionssalz überführt. 



   Die erste Stufe des erfindungsgemässen Verfahrens, d. h. die Acylierung von 3- (2'-Amino-propyl)indol wird vorzugsweise durch Umsetzung von   3- (2'-Amino-propyl)-indol   mit a) Essigsäureanhydrid, im Falle eine Acetylverbindung gewünscht wird, oder b) mit einem gemischten Anhydrid, welches man durch Reaktion von Essigsäureanhydrid mit Ameisensäure erhält, durchgeführt, wenn eine Formylverbindung erhalten werden soll. Für die Acylierung eignen sich jedoch auch andere übliche Acylierungsmittel, wie z. B. Acetylhalogenide. Zur Durchführung der Reaktion ist ein Lösungsmittel nicht notwendig. Die erhaltene Acylverbindung hat die folgende allgemeine Formel : 
 EMI1.2 
 worin   RI,   Wasserstoff oder Methyl bedeutet. 



   Die Reduktion der Carbonylgruppe der vorstehend angegebenen Formyl- oder Acetylverbindung zur Methylengruppe wird vorzugsweise mit einem gemischten Metallhydrid aus der Gruppe I und Gruppe III des periodischen Systems durchgeführt, wie z. B. mit Natriumborhydrid und insbesondere Lithiumaluminiumhydrid. Bei der Durchführung der Reaktion ist es zweckmässig, ein inertes Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran oder ein   Kohlenwasserstofflösungsmittel   zu verwenden. 



   Säureadditionssalze können durch Umsetzung des vorstehend beschriebenen Reduktionsproduktes mit einer Säure erhalten werden, wobei man vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel arbeitet. Beispiele derartiger Säuren sind z. B. Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Weinsäure und Zitronensäure. 



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen neuen Tryptamin-Derivate zeigen eine Hemmwirkung   auf Monoaminoxydase   und die Serotonin-Oxydation und sind daher als psycho-motorische Stimulantien verwendbar. Sie können als Heilmittel z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 geeigneten pharmazeutischen, organischen oder anorganischen inerten Trägermaterial, wie z. B. Wasser,
Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Gummi, Polyalkylenglykole,
Vaselin usw. enthalten. Die pharmazeutischen Präparate können in fester Form, z. B. als Tabletten,
Dragées, Suppositorien, Kapseln oder in flüssiger Form, z. B. als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen, vorliegen.

   Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten   Hilfsstoffe, wie Konservierungs-,  
Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. 



   Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. 



   Die Erfindung ist an Hand der folgenden Beispiele veranschaulicht, welche keine Beschränkung dar- stellen. 



   Beispiel 1 : 48 ml Essigsäureanhydrid und 19, 1 ml Ameisensäure werden unter Schütteln und erforder-   lichenfalls 11D. ter   Kühlung vermischt. Die Mischung wird hierauf während 2 Stunden auf 60   C erhitzt und sodann auf 20   C abgekühlt. Das so erhaltene Acylierungsreagens wird unter Rühren und Kühlung in kleinen Anteilen mit   44,   4 g 3- (2'-Amino-propyl)-indol versetzt, bis eine klare Lösung erhalten wird. 



   Man lässt die Mischung sodann bei 20   C während 16-18 Stunden stehen. Die Hauptmenge des über- schüssigen Anhydrids wird hierauf durch Verdampfen bei   40  C/14 mm   entfernt. Der erhaltene Sirup wird mit Wasser und Diäthyläther ausgeschüttelt. Der Diäthyläther wird abgetrennt und die wässerige
Schicht neuerlich mit frischem Diäthyläther extrahiert, worauf die vereinigten Diäthylätherschichten mit   2 n-Essigsäure,   sodann mit wässeriger Natriumbicarbonatlösung und schliesslich mit Wasser gewaschen werden. Man trocknet über aktiviertem Calciumsulfat und dampft ein. Der Rückstand wird nunmehr durch Erhitzen auf   90-100  C/0, 1   mm während 20-30 Minuten und unter gelegentlichem Schütteln entgast. Man erhält   3- (2'-Formylamino-propyl)-indol.   



   Das erhaltene Produkt wird mit in 300 ml trockenem Tetrahydrofuran gelöst und im Verlaufe von
15 Minuten zu einer gerührten Aufschlämmung von 18, 5 g Lithiumaluminiumhydrid in 100 ml trockenem
Tetrahydrofuran zugesetzt. Die Mischung wird während des Zusatzes leicht gekühlt und durch eine
Stickstoffatmosphäre geschützt. Man vervollständigt die Reduktion durch Erhitzen am Rückfluss während
6 Stunden. Das überschüssige Hydrid wird in der üblichen Weise zerstört, die Mischung hierauf filtriert und die anorganischen Feststoffe gründlich mit weiterem Lösungsmittel gewaschen. Das Filtrat wird ein- gedampft und der Rückstand in Diäthyläther gelöst. Man extrahiert mehrere Male mit 2 n-Essigsäure, wäscht hierauf einmal mit frischem Diäthyläther und stellt hierauf durch Zusatz von 2 n-Natronlauge alkalisch.

   Die erhaltene ölige Base wird mit Diäthyläther extrahiert und der Extrakt mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft. Das erhaltene rohe Reaktionsprodukt wird aus einer Mischung von gleichen
Teilen von Benzol und Petroläther   (60-800 C) kristallisiert,   wobei man   3- (2'-Methylamino-propyl)-indol   als weissen Feststoff vom Schmelzpunkt   90-91   C   erhält. Durch Eindampfen der Mutterlaugen und nach- folgender Destillation erhält man weitere Mengen der Base als farblosen Sirup, welcher bei   110'C/10-5 mm   siedet und der in ähnlicher Weise, wie. vorstehend für die Hauptausbeute beschrieben, kristallisiert werden kann. 



   Beispiel 2 : 3, 55g 3- (2'-Amino-propyl)-indol werden portionsweise zu   10ml   Essigsäureanhydrid zugesetzt. Die erhaltene Lösung wird auf einem Dampfbad während 30-45 Minuten erhitzt. Nach der
Entfernung von überschüssigem Essigsäureanhydrid im Vakuum wird das erhaltene Reaktionsprodukt in Äther gelöst und mit verdünnter Säure, sodann mit Natriumbicarbonatlösung und schliesslich mit Wasser gewaschen. Hierauf trocknet man und dampft ein. Man erhält   3- (2'-Acetylamino-propyl) -indol,   welches in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise entgast wird. 



   Die so erhaltene acetyliert Base wird in 100 ml trockenem Diäthyläther gelöst und mit 1 g Lithium- aluminiumhydrid in 100 ml trockenem Diäthyläther durch Erhitzen unter Rückfluss während 5 Stunden 
 EMI2.1 
 (2'-Äthylamino-propyl) -indol-hydro-kristallisiert. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von neuen Tryptamin-Derivaten der allgemeinen Formel : EMI2.2 worin R eine Methyl- oder Äthylgruppe bedeutet und von deren pharmazeutisch verwendbaren Säureadditionssalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man 3- (2'-Amino-propyl)-indol mit einem Formylierungsoder Acetylierungsmittel umsetzt, die erhaltene acylierte Verbindung der Formel : <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1 worin R Wasserstoff oder Methyl bedeutet, reduziert und die erhaltene Base erwünschtenfalls in ein pharmazeutisch verwendbares Säureadditionssalz überführt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Formylierungsmittel das gemischte Anhydrid aus der Reaktion von Essigsäureanhydrid und Ameisensäure verwendet.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man das acylierte Produkt mit Lithiumaluminiumhydrid reduziert.
AT121961A 1960-03-01 1961-02-14 Verfahren zur Herstellung von neuen Tryptamin-Derivaten AT221516B (de)

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