AT212312B - Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Sulfonamidothiadiazol-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Sulfonamidothiadiazol-Derivaten

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AT212312B AT880458A AT880458A AT212312B AT 212312 B AT212312 B AT 212312B AT 880458 A AT880458 A AT 880458A AT 880458 A AT880458 A AT 880458A AT 212312 B AT212312 B AT 212312B
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  Verfahren zur Herstellung von neuen   2-Sulfonamidothiadiazol-Derivaten   
Es ist bekannt, dass   2-Sulfanilamido-5-alkyl-1,   3, 4-thiadiazole, deren Alkylrest 3 - 6 Kohlenstoffatome enthält, eine blutzuckersenkende Wirkung besitzen. Solche Verbindungen wurden erstmalig von Vonkennel und Kimmig (vgl. Klin. Wschr. 20 [1941], S. 2) hergestellt ; über ihre blutzuckersenkende 
 EMI1.1 
 



   Es ist weiterhin bekannt, dass verschiedenen Vertretern aus der Klasse der p-Aminobenzolsulfonyl- - harnstoffe, beispielsweise dem   N- (4-Aminobenzolsulfony ) -N' -n-butyl-harnstoff,   eine blutzuckersenkende Wirkung zukommt. Auch diese Verbindungsklasse besitzt infolge ihres Sulfonamidcharakters eine chemotherapeutische Wirksamkeit (Franke und Fuchs, vgl. Dtsch. med. Wschr. 80 [1955], S. 1449). 



   Es ist ferner bekannt, Sulfonylharnstoffe,' die an Stelle des Sulfanilylrestes einen gegebenenfalls ein-oder zweimal durch Alkylreste, Alkoxyreste und bzw. oder durch Halogenatome substituierten Benzolsulfonsäurerest oder einen aliphatischen bzw. cycloaliphatischen oder einen Naphthalin- oder   Tetrahydronaphthalinsulfonylrest   besitzen, als oral verabreichbare Heilmittel mit blutzuckersenkender Wirkung für die Therapie des Diabetes mellitus zu verwenden. Diese Sulfonylharnstoffe zeigen im Gegensatz zu den genannten Derivaten der Sulfanilsäure keine chemotherapeutische Wirksamkeit. 



   Es wurde nun gefunden, dass auch   2-Sulfonamido-5-alkyl-thiadiazole,   die an Stelle des 4-Aminobenzolsulfonylrestes den Rest   R-SO :- in   der Amidgruppierung enthalten und denen die Formel : 
 EMI1.2 
 zukommt, starke blutzuckersenkende Eigenschaften besitzen, wenn R für nachstehende Reste steht : einen Phenylrest, in dem 1 oder 2 Wasserstoffatome durch Alkyl-oder Alkoxygruppen mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen oder Halogenatome substituiert sind ; ferner einen Naphthalin-, Tetrahydronaphthalinrest oder einen Phenylalkylrest.

   Ri kann in der vorstehenden Formel für einen gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit   2 - 6   Kohlenstoffatomen bzw. für einen Cycloalkylrest mit   3 - 6   Kohlenstoffatomen bzw. für einen Cycloalkylalkylrest mit   4 - 8   Kohlenstoffatomen oder für einen gesättigten oder ungesättigten Phenylalkylrest mit bis zu 9 Kohlenstoffatomen stehen.

   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Herstellung dieser neuen Verbindungen und deren Salze, indem man Verbindungen der Formel R-X 

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 mit Verbindungen der Formel : 
 EMI2.1 
 zur Umsetzung bringt, in welchen Formeln R und   R   die angegebene Bedeutung besitzen und X und Y Reste darstellen, welche durch gegebenenfalls stufenweise Reaktion eine   Sulfonamidbrücke   zu bilden vermögen, und gegebenenfalls erhaltene Verbindungen der Formel : 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 mit Sulfonsäurehalogeniden der Formel RSOz-Hal, vorteilhaft in Gegenwart von säurebindenden Stoffen, umsetzt.

   Dabei kann man sowohl 1 Mol des Sulfonsäurehalogenids mit 1 Mol des 2-Amino-5-alkyl-   - 1, 3, 4-thiadiazols in Gegenwart   von säurebindenden Mitteln umsetzen,   als auch ZMöleSulfonsäure-   halogenid mit 1 Mol   2-Amino-5-alkyl-l, 3, 4-thiadiazol   kondensieren. Im letzteren Falle erhält man 
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   die 2-Sulfonamido-5-alkyl-l, 3, 4-thiadiazole überführen lassen. Die Reaktionsbedingungen können hiebei weitgehend variiert werden. So können als säurebindende Mittel zur Neutralisation der bei der Reaktion gebildeten Halogenwasserstoffsäure beispielsweise tertiäre Amine, wie Pyridin, Chinolin, Trimethylamin u. ähnl., verwendet werden. Auch anorganische säurebindende Mittel, beispielsweise Natriumbicarbonat, können Verwendung finden.

   AnStelle der Sulfonsäurehalogenide können auch ähnlich reagierende Verbindungen, wie Sulfonsäureanhydride und gemischte Anhydride von Sulfonsäuren und Carbonsäuren, Verwendung finden. Die Reaktionen werden vorteilhaft in organischen Lösungsmitteln durchgeführt, wobei man zweckmässig als Lösungsmittel einen Überschuss des säurebindenden tertiären Amins verwendet. Man kann aber auch die Reaktion in einem indifferenten Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, Chlorbenzol und ähnlichen aromatischen Kohlenwasserstoffen sowie in Methylenchlorid oder Aceton durchführen, wobei man der Reaktionslösung das säurebindende Mittel zusetzt. Als Reaktionstemperaturen kommen Temperaturen von zirka 20 bis 1000C und höher in Betracht. 



  Die zur Reaktion benötigten Ausgangsmaterialien, nämlich die Sulfonsäurehalogenide und die 2-Amino-5-alkyl-1, 3, 4-thiadiazole, sind zum grössten Teil bekannt bzw. können nach grundsätzlich bekannten Methoden leicht hergestellt werden. Als Sulfonsäurehalogenide kommen in Frage Sulfonsäure-   
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   Weiterhin sind beispielsweise auch solche   aromatische Sulfonsäurehalogenide   mit Vorteil verwendbar, welche durch zwei Alkylgruppen, durch zwei Alkoxygruppen oder durch eine Alkylgruppe und ein Halo- 
 EMI3.2 
 : 4-Dimethyl-sulfonsäurechlorid, 2-Äthyl-6-brom-benzolsulfonsäurechlorid, 4-Methoxy-3-chlor-benzyolsulfonsäurechlorid und 3-Chlor-4-äthoxy-benzolsulfonsäurechlorid. 



   Auch Naphthalin-2-sulfonsäurechlorid, 5,6,7,8-Tetrahydronaphthalin-2-sulfonsäurechlorid, Phenylmethan-sulfonsäurechlorid und Phenyläthan-sulfonsäurechlorid sind als Ausgangsstoffe nach dem Verfahren gemäss der Erfindung geeignet. 



   Als 2-Amino-5-alkyl-1,3,4-thiadiazole der Formel: 
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 kommen solche in Frage, deren Alkylrest Ri beispielsweise folgende Bedeutung   hat : Ri   = Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, Isobutyl, sek. Butyl, tert. Butyl, n-Amyl, iso-Amyl, sek. Amyl, tert. Amyl, Hexyl, Allyl, Crotyl, Cyclopropyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cyclohexyläthyl, Cyclopentyläthyl, Phenyläthyl, Phenyläthylen und Benzyl. 



   Die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung erhältlichen Verbindungen zeichnen sich durch grosse Stabilität aus. Gegenüber den in der Chemotherapie zur Bedeutung gelangten Aminobenzolsulfonamiden ist ihre Beständigkeit gegenüber oxydierenden Einflüssen bemerkenswert. 



   Die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung erhältlichen Verbindungen sind wertvolle Arzneimittel und zeichnen sich insbesondere durch eine gute blutzuckersenkende Wirkung aus. Sie unterscheiden sich von den bekannten Aminobenzolsulfonamiden mit vorzugsweise antibakterieller Wirksamkeit vor allem auch dadurch, dass sie infolge Fehlens einer p-ständigen Aminogruppe eine den Sulfanilamiden vergleichbare bakteriostatische Wirkung nicht besitzen. So wird beispielsweise die Darmflora nicht beeinflusst und weiterhin ist eine bei dem Dauergebrauch zu befürchtende Gewöhnung pathogener Keime nicht 

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 zu erwarten. Die neuen Verbindungen lassen sich auf einfachere Weise herstellen als die bekannten   2-p-Aminobenzolsulfonamido]-5-alkyl-1, 3, 4-thiadiazole.

   Pharmakologische Versuche am Kaninchen    haben ergeben, dass beispielsweise die Verfütterung von 400 mg   2- (4'-Methyl-benzolsulfonamido) -     - 5-amyl-l, 3, 4-thiadiazol   in Form des Natriumsalzes pro kg und per os eine Senkung des Blutzuckerwertes um durchschnittlich   25eo   bewirkt. Nach Verfütterung von beispielsweise   2- (4'-Methyl-benzol-     sulfonamido)-5-cyclohexyl-l, 3, 4-thiadiazol   beobachtet man eine Senkung des Blutzuckerwertes um durchschnittlich   30go,   bei Verfütterung von   2- (4' - Methoxy- benzolsulfonamido) -4- isopropyl-1, 3, 4-thia-   diazol um durchschnittlich   35je.   Die obigen Werte wurden durch Vergleiche mit Blutzuckerwerten gleichartig gehaltener, nicht behandelter Kontrolltiere ermittelt.

   Die Blutzuckerwerte können durch stündliche Analysen nach Hagedom-Jensen erhalten werden. 



   Die Verfahrenserzeugnisse sind wenig toxisch. Wie schon erwähnt wurde, besitzen sie keine p-ständigeAminogruppe im Benzolsulfonylrest und damit auch nicht die bei andern Sulfonamiden festgestellten Nachteile, von denen beispielsweise allergische Erscheinungen, insbesondere bei der Dauertherapie, oder die bei Sulfonamiden bekannten Nebenwirkungen auf das Blut und auf die Schilddrüse zu erwähnen sind. 



   Die Verfahrensprodukte sollen vorzugsweise zur Herstellung von oral verabreichbaren Präparaten mit blutzuckersenkender Wirkung zur Behandlung des Diabetes mellitus dienen. Sie können als solche oder in Form ihrer Salze bzw. in Gegenwart von Stoffen, die zu einer Salzbildung führen, Verwendung finden. 



  Zur Salzbildung können beispielsweise herangezogen werden : Ammoniak, Alkali-bzw. Erdalkalihydroxyde, -carbonate oder -bicarbonate, physiologisch verträgliche organische Basen. Als medizinische Präparate kommen vorzugsweise Tabletten in Betracht, die neben den Verfahrenserzeugnissen die üblichen   Hilfs- und Trägerstoffe.   wie Talkum, Stärke, Milchzucker, Tragant, Magnesiumstearat   usw.,   enthalten. 



     Beispiel l : 2- (4'-Chlor-benzolsulfonamido)-5-cyclohexyl-1,   3, 4-thiadiazol. 



     42, 2   g 4-Chlro-benzolsulfonsäurechlorid, 36, 6 g   2-Amino-5-cyclohexyl-1, 3. 4-thiadiazol   und 200 cm'absolutes Pyridin werden vermischt und 45 Minuten auf   600C   erhitzt. Der nach dem Abdampfen des Pyridins unter vermindertem Druck verbleibende flüssige Rückstand wird mit verdünnter Salzsäure auf dem Dampfbad erwärmt, wobei langsam Kristallisation einsetzt. Man saugt ab, erwärmt mit verdünnter Natronlauge, filtriert nach dem Abkühlen von wenig Ungelöstem ab und säuert das Filtrat, nachdem mit Kohle geklärt wurde, mit Salzsäure an. Der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt und aus Methanol umkristallisiert. Man erhält 2-(4'-Chlro-benzolsulfonamido)-5-cylcohexyl-1,3,4-thiadiazol in Form weisser Kristalle vom Schmelzpunkt 183 - 1850 C.

   Das Produkt ist in verdünnten Basen unter Salzbildung leicht löslich. 



   Beispiel2 :2-(5',6',7',8'-Tetrahydro-naphthalin-2'-sulfonamido)-5-isobutyl-1,3,4-thiadiazol.
46 g   Tetralin-6-sulfonsäurechlorid,     31, 4   g 2-Amino-S-isobutyl-thiadiazol und 150 cm'Pyridin werden 45 Minuten auf 650 C erhitzt und der nach dem Abdampfen des überschüssigen Pyridins verbleibende Rückstand wird mit Salzsäure erwärmt. Nachdem Kristallisation eingetreten ist, wird abgesaugt, in Natronlauge gelöst, mit Kohle geklärt und das Filtrat wieder angesäuert. Der ausfallende Niederschlag wird zweimal aus verdünntem Methanol unter Zusatz von Kohle umkristallisiert.

   Man erhält das 2-   (5',     6', 7', 8'-Tetrahydro-naphthalin-2'-sulfonamido)-5-isobutyl-l,   3,4-thiadiazol in Form weisser Nadeln vom Schmelzpunkt   171 - 1730 C.   Das Produkt ist in verdünntem Ammoniak und in verdünnter Natronlauge leicht unter Salzbildung löslich. 



   Beispiel 3: 2-(4'-tert. Butyl-benzolsulfonamido)-5-isobutyl-1, 3,4-thiadiazol. 



   Aus 48 g 4-tert.Butyl-benzolsulfonsäurechlorid und 31, 4 g 2-Amino-5-isobutyl-1,3,4-thiadiazol 
 EMI4.1 
 Fällung nach dem Abkühlen in Eis abgesaugt. Nach dem Waschen mit Wasser und Trocknen auf dem Dampfbad erhält man das oben genannte Calciumsalz des   2- (4'-tert. Butyl-benzolsulfonamido)-5-iso-   butyl-l, 3,4-thiadiazols vom Schmelzpunkt 250 - 2600 C (unter Zersetzung) ; Ausbeute   9rPlo   der Theorie. 



   Beispiel4 :2-(4'-Methyl-benzolsulfonamido)-5-isopropyl-1,3,4-thiadiazol. a) Das Gemisch von 28, 6 g   2-Amino-5-isopropyl-1. 3, 4-thiadiazol,   200 cm3 Pyridin und 38 g 4-Methyl-benzolsulfochlorid wird eine Stunde auf 1000C erwärmt. Man destilliert aus der dunkel gewordenen Lösung das Pyridin im Vakuum ab, behandelt den öligen Rückstand mit   l% gem   Ammoniak, 

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 filtriert die Lösung mit Kohle und säuert mit Salzsäure an. Die ausgefallene ölige Substanz kristallisiert nach dem Anreiben langsam durch und wird aus einem Gemisch von Äthanol und Wasser umgelöst.

   Das hartnäckig   Lösungsmittelanteile   festhaltende 2-(4'-methyl-benzolsulfonamido)-5-isopropyl-1, 3, 4-thiadiazol wird fünf Stunden im Vakuum der Ölpumpe bei ansteigender Temperatur   (70-115 C)   getrocknet und schmilzt dann bei   122 - 1230 C.   
 EMI5.1 
 thyl-benzolsulfochlorid unter Rühren am   Rückflusskühler   gekocht. Im Verlauf von etwa 30 Minuten tropft man die Lösung von 10,5 g Trimethylamin in 85 cm3 Benzol zu und rührt noch drei Stunden bei siedendem Lösungsmittel nach. Anschliessend wird das Methylenchlorid abdestilliert, der Rückstand mit etwa   lagern   Ammoniak behandelt, Ungelöstes abfiltriert, das Filtrat angesäuert und das ausgefallene 2-(4'-Methyl-benzolsulfonamido)-5-isopropyl-1,3,4-thiadiazol aus einem Gemisch von Benzol und Essigester umkristallisiert.

   Die Substanz wird im Vakuum der Ölpumpe bei ansteigender Temperatur (70-115  C) fünf Stunden getrocknet und schmilzt bei   122 - 1230 C.   



   Beispiel 5: 2-(4'-Methyl-benozlsulfonamido)-5-pentyl-1, 3, 4-thiadiazol. 



   59 g 2-Amino-5-pentyl-1, 3, 4-thiadiazol werden mit 67 g 4-Methyl-benzolsulfochlorid in 350 cm3 Pyridin eine Stunde auf   70 - 800 C   erwärmt. Aus der bräunlichen Lösung destilliert man das Pyridin im Vakuum ab und verrührt den öligen Rückstand mit Wasser und etwas Salzsäure, wobei die zähe Masse 
 EMI5.2 
 aus einem Gemisch von Äthanol und Wasser um. Der Schmelzpunkt der Substanz liegt bei 129-1310C. 



   In analoger Weise erhält man aus 46 g   2-Amino-5-cyclohexyl-l, 3, 4-thiadiazol   (dargestellt aus Thiosemicarbazid und Hexahydrobenzoylchlorid ; Schmelzpunkt 2500C) und 48 g 4-Methyl-benzolsulfochlorid in Pyridin das   2- (4'-Methyl-benzolsulfonamido)-5-cyclohexyl-1,   3,4-thiadiazol vom Schmelzpunkt 203 - 2050 C. 



     Beispiel 6 :   2-   (4'- Methoxy-benzolsulfonamido)-5-isopropyl-1,   3, 4-thiadiazol. 



   50 g 2-Amino-5-isopropyl-1,3,4-thiadiazol werden mit 73 g 4-Methoxy-benzolsulfochlorid in 300 cm3 Pyridin 11/2 Stunden auf   60 - 700C erhitzt.   Das Pyridin wird Im Vakuum abdestilliert und der Rückstand mit Wasser und Salzsäure versetzt. Da das Reaktionsprodukt beim Verreiben nicht kristallisiert, wird die wässerige Phase abgegossen und das zähe Öl mit   10/0igem   Ammoniak behandelt. Man filtriert unter Zusatz von Kohle und fällt mit Salzsäure. Das ausgeschiedene dicke Öl kristallisiert beim 
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43 g   2-Amino-5-isopropyl-1,   3,4-thiadiazol werden in 250 cm3 Pyridin mit 66 g Isopropyl-benzolsulfochlorid eine Stunde auf   800 C   erwärmt.

   Nach dem Erkalten wird das Gemisch in überschüssige 2n-Salzsäure gegossen und das abgeschiedene bräunliche Reaktionsprodukt durch Anreiben zur Kristallisation gebracht. Man saugt ab, behandelt die Substanz mit Ammoniak, filtriert unter Zusatz von Kohle 
 EMI5.4 
 vom Schmelzpunkt   144 - 1460 C.   



     Beispiel 8 :   2- (4'-methyl-benzosulfonamido-5-isobutyl-1,3,4-thiadiazol. 



   31 g   2-Amino-5-isobutyl-1, 3, 4-thiadiazol   werden mit 38 g   4-Methyl-benzolsulfochlorid   in 200 cm3 Pyridin eine Stunde auf   70 - 800   C erwärmt. Das Pyridin wird abdestilliert, der Rückstand mit Wasser und Salzsäure verrührt und die dadurch kristallin erhaltene Substanz abgesaugt. Man behandelt mit   10/0igem   Ammoniak, filtriert, fällt mit Salzsäure und kristallisiert das   2- (4' -Methyl-benzolsulfon-   
 EMI5.5 
 bindung schmilzt bei   170 - 1720 C.   



   In analoger Weise erhält man aus 2-Amino-5-isobutyl-1, 3, 4-thiadiazol und 4-Methoxy-benzolsulfochlorid das 2- (4'-Methoxy-benzolsulfonamido)-5-isobutyl-1, 3,4-thiadiazol vom Schmelzpunkt   144-146 C.   



     Beispiel 9 :   2-   (4'- Methoxy-benzolsulfonamido)-5- (8-cyclopentyl-äthyl)-1,   3, 4-thiadiazol. 



   20, 5 g 2-Amino-5-(ss-cyclopentyl-äthyl)-1,3,4-thiadiazol vom Schmelzpunkt   232-233 C,   hergestellt aus ss-Cyclopentyl-propionsäurechlorid und Thiosemicarbazid, werden in 150 cm3 Pyridin mit 21 g 4-Methoxy-benzolsulfochlorid eine Stunde auf   70 - 800C   erwärmt. Das Pyridin wird im Vakuum 

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 abdestilliert und der Rückstand mit Wasser und Salzsäure versetzt. Beim Verrühren wird das Reaktionsprodukt kristallin. Man saugt ab, behandelt mit   lloigem   Ammoniak, filtriert, fällt mit Salzsäure und kristallisiert aus einem Gemisch von Äthanol und Wasser um. Das erhaltene 2- (4'-Methoxy-benzol-   sulfonamido)-5- (6-cyclopentyl-äthyl)-l, 3,   4-thiadiazol schmilzt bei   167-169 C.   



   In analoger Weise erhält man 2-(4'-Methyl-benzolsulfonamido)-5-(ss-phenyl-äthyl)-1,3,4-thiadiazol vom Schmelzpunkt   138-140 c   aus 23, 7 g 2-Amino-5-   (ss-phenyl-äthyl)-l,   3, 4-thiadiazol und 19 g   4-Methyl-benzoISulfochlorid   in Pyridin. 
 EMI6.1 
 



   30 g 2-Amino-5-propyl-1, 3, 4-thiadiazol werden in 180   cm   Pyridin mit 44 g 3, 4-Dimethyl-   - benzolsulfochlorid l 1/2 Stunden   auf   60 - 700 Cerwärmt. Naéh   beendeter Reaktion zieht man das überschüssige Pyridin im Vakuum ab und behandelt den öligen Rückstand mit verdünnter Salzsäure. Man 
 EMI6.2 
 
FiltrierenBeispiel 11: 2-(3',4'-Dimethoxy-benzolsulfonamido)-5-porpyl-1, 3, 4-thiadiazol. 



   Ein Gemisch von 47,3 g 3,4-Dimethoxy-benzolsulfochlorid, 180 cm3 Pyridin und 28, 6g 2-Amino-   - 5-propyl-1, 3, 4-thiadiazol   wird im Ölbad 1 1/2 Stunden auf   60 - 700C   erhitzt. Man zieht nach beendeter Reaktion das Pyridin im Vakuum ab, behandelt den öligen Rückstand mit verdünnter Salzsäure, dekantiert die wässerige Flüssigkeit ab und löst den verbliebenen Rückstand In zirka   lagern   wässerigem Ammoniak auf. Man klärt mit Kohle, filtriert und säuert mit verdünnter Salzsäure an. Die gefällte Schmiere kristallisiert langsam durch. Man saugt ab, wäscht mit Wasser nach und löst das so erhaltene rohe 2- (3',4'-Dimethoxy-benzolsulfonamido)-5-propyl-1, 3,4-thiadiazol aus Methanol um. Das Produkt schmilzt bei   137 - 1390 C.   



   Beispiel12 :2-(2'-Methyl-6'-chlor-benzolsulfonamido)-5-isobutyl-1,3,4-thiadiazol. 



   39 g 2-Methyl-6-chlor-benzolsulfochlorid, 170 cm3 Pyridin und 27 g   2-Amino- 6 - isobutyl-     - 1, 3, 4-thiadiazol   werden vermischt. Das Gemisch wird 11/2 Stunden auf 60-70  C erhitzt. Man zieht das Pyridin im Vakuum ab und behandelt den Rückstand mit verdünnter Salzsäure. Nach Abdekantieren der wässerigen Schicht wird die erhaltene Schmiere in   feigem   Ammoniak aufgenommen. 



  Nach Klären mit Tierkohle und Filtrieren säuert man das Filtrat mit verdünnter Salzsäure an. Die erhaltene Schmiere kristallisiert langsam durch. Man saugt ab und löst das erhaltene   2- (2'-Methyl-   -6'-chlor-benzolsulfonamido)-5-isobutyl-1,3,4-thiadiazol aus verdünntem Äthanol um. Das Produkt schmilzt bei   155 - 1570C.   



     Beispiel 13 : 2- (Phenylmethan-sulfonamido)-5-isobutyl-l,   3, 4-thiadiazol. 



   38 g Phenylmethan-sulfonsäurechlorid, 180 cm3 Pyridin und 31, 4 g   2-Amfno-5-isobutyl-1,   3,4-thiadiazol werden im Ölbad 11/2 Stunden bei   60 - 700C   erhitzt. Das Pyridin wird im Vakuum abgezogen und der schmierige Rückstand mit verdünnter Salzsäure verrieben. Die Substanz kristallisiert durch. Man saugt die Kristalle ab, wäscht sie gut mit Wasser aus und löst das Produkt in 1%igem Ammoniak auf. Die braune Lösung wird mit Kohle geklärt und das Filtrat mit verdünnter Salzsäure angesäuert. Man saugt ab, wäscht gut mit Wasser aus und löst das 2-(Phenylmethan-sulfonamido)-5-isobutyl-1,3, 4-thiadiazol aus Äthanol um. Die Substanz schmilzt bei   205-2070 C.   



   Beispiel 14: 2-(4-Methyl-benzolsulfonamido)-5-äthyl-1, 3, 4-thiadiazol. 



   19 g   2-Amino-5-äthyl-thiadiazol   werden mit 28 g.   p-Toluolsulfochlorid in   100   cm*   Pyridin eine Stunde auf etwa   700C   erwärmt. Das Pyridin wird sodann im Vakuum abdestilliert und der zähflüssige Rückstand mit Wasser und Salzsäure versetzt, wobei er kristallisiert. Man saugt ab, behandelt mit etwa   Iigem   Ammoniak, filtriert unter Kohlezusatz und fällt die Substanz aus dem Filtrat mit verdünnter Salzsäure. Das 2- (4-Methyl-benzolsulfonamido)-. 5-äthyl-l, 3,4-thiadiazol schmilzt nach dem Absaugen und Umkristallisieren bei 165-1670C. 
 EMI6.3 
 

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Claims (1)

  1. EMI6.4 <Desc/Clms Page number 7> worin R einen Phenylrest, in dem ein oder zwei Wasserstoffatome durch Alkyl- oder Alkoxygruppen mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen oder Halogenatome substituiert sind, oder einen Phenylalkyl-, einen Naphthalin- bzw. einen Tetrahydronaphthalinrest und R einen gesättigten oder ungesättigten Alkylrest mit 2-6 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylrest mit 3 - 6 Kohlenstoffatomen, einen Cycloalkylalkyl- ren mit 4 - 8 Kohlenstoffatomen oder einen gesättigten oder ungesättigten Phenylalkylrest mit höchstens 9 Kohlenstoffatomen bedeuten, oder von deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel R-X mit Verbindungen der Formel :
    EMI7.1 zur Umsetzung bringt, in welchen Formeln R und Ri die angegebene Bedeutung besitzen und X und Y Reste darstellen, welche durch gegebenenfalls stufenweise Reaktion eine Sulfonamidbrücke zu bilden vermögen, dass man gegebenenfalls erhaltene Verbindungen der Formel : EMI7.2 mit Kaliumpermanganat oder Wasserstoffperoxyd behandelt sowie erforderlichenfalls einen zweiten in 3-Stellung eingetretenen Sulfonylrest wieder abspaltet und gegebenenfalls die so erhaltenen Sulfonamidverbindungen in Salze überführt.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfensäurechloride oder Sulfinsäurechloride der Formeln R-S-Cl oder R-SO-Cl mit Verbindungen der Formel : EMI7.3 worin R und R die angegebene Bedeutung besitzen, umsetzt und die Reaktionsprodukte mit Kaliumpermanganat oder mit Wasserstoffperoxyd behandelt.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäureamide der Formel R-SOz-NH in Gegenwart von Kaliumcarbonat und Kupfer als Katalysator mit Verbindungen der Formel : EMI7.4 worin R und R die angegebene Bedeutung besitzen, kondensiert.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonsäurehalogenide der Formel R-SOz-Hal mit Verbindungen der Formel : EMI7.5 worin R und Ri die angegebene Bedeutung besitzen, zur Umsetzung bringt und gegebenenfalls einen zweiten in 3-Stellung eingetretenen Sulfonylrest wieder abspaltet. EMI7.6
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4251664A (en) * 1978-05-24 1981-02-17 Henkel Corporation Sulfonamidothiadiazoles, metal complexes thereof, and solutions containing such compounds for use in extraction of metal values

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US4251664A (en) * 1978-05-24 1981-02-17 Henkel Corporation Sulfonamidothiadiazoles, metal complexes thereof, and solutions containing such compounds for use in extraction of metal values

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