AT167093B - Verfahren zur Herstellung des neuen, antiepileptisch wirkenden 1,3,3-Trimethyl-2,4-dioxopiperidins - Google Patents
Verfahren zur Herstellung des neuen, antiepileptisch wirkenden 1,3,3-Trimethyl-2,4-dioxopiperidinsInfo
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<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung des neuen, antiepileptisch wirkenden 1, 3, 3-Trimethyl-2, 4-dioxo- piperidins Als erstes nicht bromhaltiges Antiepileptikum wurde 1912 die Phenyläthylbarbitursäure in die Therapie eingeführt. Sie ist nicht nur gegen Epilepsie wirksam, sondern zugleich ein starkes Schlafmittel. Bei den für die Behandlung der Epilepsie üblichen hohen Dosen sind aber die schlafmachenden Eigenschaften eines Antiepileptikums unerwünscht. Um Epileptikern ein weder durch Anfälle noch durch ständige Schlafsucht gestörtes Arbeiten zu ermöglichen, muss ihnen ein spezifisches Antiepileptikum ohne schlafmachende Wirkung verabreicht werden. Die umfangreichen synthetischen Arbeiten auf diesem Gebiete haben zu wertvollen Präparaten, wie 1-Methyl-5-phenyl-5-äthylbarbitursäure, Diphenylhydantoin, 3,5, 5-Trimethyl-oxazolidion- (2, 4), geführt. Ein neues Antiepileptikum, das wohl eine auch für Schlafmittel gebräuchliche Konstitution und damit ähnliche physikalische Eigenschaften, aber keine schlafmachende Wirkung aufweist, wurde im 1, 3, 3-Trimethyl-2, 4-dioxo-piperidin gefunden. Mit geringen Dosen dieser nur wenig toxischen Verbindung (5'0 g/kg werden ertragen) vor- behandelte Tiere sind gegen normalerweise lebhaft auftretende Krämpfe nach Cardiazol-Verab- reichung (25 mg, Kaninchen i. v.) geschützt, ohne schläfrig oder benommen zu sein. Nach der gleichen Vorbehandlung muss ein stärkerer elektrischer Strom durch das Gehirn von Katzen geleitet werden, bis Krämpfe auftreten als ohne Vorbehandlung. Es ist bekannt, Aminomethylen-dialkyl-acet- essigester in 2,4-Dioxo-3, 3-dialkyl-tetrahydropyridine, diese durch Alkylierung in 1,3, 3-Trialkyl-2, 4-dioxo-tetrahydropyridine und diese durch Hydrierung in 1, 3, 3-Trialkyl-2, 4-dioxopiperidine überzuführen. Nach diesem Verfahren wurden aber bis jetzt nur Verbindungen hergestellt, die in 3-Stellung höhere Alkylreste, zum mindesten Äthylreste tragen. Diese Verbindungen sind indessen für die Behandlung der Epilepsie zufolge ihrer schlafmachenden Wirkung wenig geeignet. Es war nicht vorauszusehen, dass das EMI1.1 Antiepileptikum bewährt. Zufolge seiner Mischbarkeit in Wasser kann es in jeder gewünschten EMI1.2 EMI1.3 <Desc/Clms Page number 2> Y-Aminomethylen-a,'x-dimethylacetessigesters werden in eine kalte Lösung von 24 Gew.-Teilen Natrium in 300 Vol. - Teilen Methanol gegossen EMI2.1 tetrahydro-pyridins bildet. Die durch Ansäuern gewonnene freie Tetrahydropyridinverbindung schmilzt bei 99-100 C. Das rohe Reaktionsgemisch wird mit 400 Vol.- Teilen Methanol verdünnt und mit 132 Gew.Teilen Dimethylsulfat bei 25-30 C methyliert. Nach dem Abdampfen des Methanols wird der ölige Rückstand in Benzol aufgenommen und vom ungelösten Salz durch Filtration getrennt. Die Benzollösung wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand, das 1, 3, 3- Trimethyl-2, 4-di- oxo-tetrahydro-pyridin, als gelbes, wasserlösliches Öl bei 13 mm und 120-1500 C destilliert. 500 Gew.-Teile 1, 3, 3-Trimethyl-2, 4-dioxotetrahydro-pyridin werden in 1000 Vol.-Teilen Methanol gelöst und mit 1-5 Gew.-Teilen Palla- diummetaU (als Pd-Kohle 1%) bei 300 C und Atmosphärendruck hydriert. Nach dem Nutschen, Einengen und Destillieren bei 137-138 C und 13 mm bleibt das 1,3, 3-Tri- methyl-2, 4-dioxo-piperidin als Öl, das beim Stehen kristallinisch erstarrt, zurück. Durch Umlösen aus Butyloxyd erhält man durchsichtige Prismen vom Schmelzpunkt 37-38 .
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung des neuen, antiepileptisch wirkenden 1, 3, 3-Trimethyl-2, 4-dioxopiperidins nach für die Herstellung von 1,3, 3-T' ialkyl-2, 4-dioxo-piperidinen bekannten Arbeitsweisen, dadurch gekennzeichnet, dass man Dimethylacetessigester über seine Oxymethylenoder Aminomethylenverbindungen in 2, 4-Dioxo- 3,3-dimethyl-tetrahydropyridin überführt, dieses am Stickstoff methyliert und das entstehende 1, 3, 3- Trimethyl-2, 4-dioxo-tetrahydropyridin hydriert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH167093X | 1947-06-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT167093B true AT167093B (de) | 1950-11-10 |
Family
ID=4419552
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT167093D AT167093B (de) | 1947-06-12 | 1948-05-18 | Verfahren zur Herstellung des neuen, antiepileptisch wirkenden 1,3,3-Trimethyl-2,4-dioxopiperidins |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT167093B (de) |
-
1948
- 1948-05-18 AT AT167093D patent/AT167093B/de active
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