AT155904B - Verfahren zur Darstellung von 5-Äthyl- bzw. 5-Allyl-5-isobutyl-2-thiobarbitursäuren. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 5-Äthyl- bzw. 5-Allyl-5-isobutyl-2-thiobarbitursäuren.

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AT155904B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von   5-Äthyl- bzw. 5-Allyl-5-isobutyl-2-thiobarbitursäuren.   



   Es wurde gefunden, dass man zu neuen, therapeutisch wertvollen 5. 5-disubstituierten 2-Thiobarbitursäuren gelangt, wenn man   Äthyl-oder Allyl-isobutylcyanessigsäuren bzw.-malonsäuren   oder deren Abkömmlinge, wie deren Ester, Chloride, Nitrile, mit Thioharnstoff oder dessen   Äthern in   üblicher Weise kondensiert und in den so erhaltenen Verbindungen gegebenenfalls vorhandene unerwünschte Substituenten abspaltet. Verwendet man bei der Kondensation ein disubstituiertes Mono-oder Dinitril der Malonsäure bzw. Malonsäureesternitril (Cyanessigester) und an Stelle der Thioharnstoffe Thioharnstoffabkömmlinge, so erhält man zunächst Abkömmlinge der in der angegebenen Weise substituierten 2-Thiobarbitursäuren, z. B.

   Thioäther, Imino-oder Cyanderivate, die nach Abspaltung unerwünschter Substituenten nach an sieh üblichen Arbeitsweisen in die entsprechenden 2-Thiobarbitursäuren umgewandelt werden. 



   Die Alkalisalze der neuen   2-Thiobarbitursäuren   lassen sich in üblicher Weise, z. B. mit Hilfe der Alkalialkoholate gewinnen. 



   Die neuen 5-Äthyl- bzw. 5-Allyl-5-iso butyl-2-thio bar bitursäuren zeichen sich im Vergleich zu andern 2-Thiobarbitursäuren durch schnell einsetzende narkotische Wirkung und zugleich grosse therapeutische Breite aus. Die Verabreichung grösserer Dosen wirkt bei der intravenösen Narkose weniger vertiefend als verlängernd, so dass die Möglichkeit gegeben ist, durch nur eine Injektion nicht nur eine Kurznarkose, sondern auch eine Narkose von mittlerer Länge zu geben. Dabei ist der Nach- 
 EMI1.1 
 und 5. 5-Dipropyl-2-thiobarbitursäuren therapeutisch bedeutungslos, sie haben vielmehr nur als Zwischenprodukte für die Herstellung der entsprechenden Barbitursäuren gedient (österr. Patentschrift Nr. 52827). 



   Beispiel 1 :   10'3   Gewichtsteile Natrium werden in trockenem Alkohol gelöst, 25 Gewichtsteile Thioharnstoff und 49 Gewichtsteile Isobutyl-allylmalonsäurediäthylester zugegeben. Man erhitzt 6 Stunden zum Sieden unter   Rückfluss.   Nach dem Erkalten wird mit Essigsäure angesäuert und Eiswasser bis zur vollständigen Fällung der 5-Isobutyl-5-allyl-2-thiobarbitursäure zugegeben. Man saugt ab und kristallisiert aus Benzol oder verdünntem Alkohol um. Die so erhaltene 5-Isobutyl-5-allyl- 2-thiobarbitursäure (F   =     146-147 )   ist in Äther, Essigester, Chloroform und Azeton leicht löslich. 



  Das Natriumsalz lässt sich durch Zugabe von Natriumalkoholat zur alkoholischen Lösung und anschliessendes Verdampfen oder Ausfällen, z. B. mit Äther, leicht gewinnen ; es ist in Wasser leicht   löslich.   



   An Stelle des Thioharnstoffes kann man auch Thioharnstoffäther verwenden ; man gelangt so zu Thioäthern, die nachträglich in an sieh üblicher Weise zur   entsprechenden 2- Thiobarbitursäure   zerlegt werden. 



   Beispiel 2 : 6 Gewichtsteile Natrium werden in trockenem Alkohol gelöst und 22 Gewichtsteile Thioharnstoff sowie 50 Gewichtsteile   Isobutyl-aIIyl-cyanessigsäuremethylester   zugefügt. Man kocht hierauf 6 Stunden unter   Rückfluss.   Nach dem Abkühlen säuert man mit verdünnter Essigsäure an und fügt Wasser zu ; der Niederschlag wird abgesaugt und mit Wasser gewaschen. Die entstandene 4-Imino-5-isobutyl-5-allyl-2-thiobarbitursäure ist in der Kälte in den meisten Lösungsmitteln schwer löslich ; aus Dioxan umgelöst, schmilzt sie bei 278 . 

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 EMI2.1 
 die so erhaltene 5-Isobutyl-5-allyl-2-thiobarbitursäure kann aus wenig Benzol umgelöst werden (F = 146-147 ). 



   In entsprechender Weise kann auch die 5-Äthyl-5-isobutyl-2-thiobarbitursäure vom F = 173  erhalten werden. 



   Beispiel 3 : 22 Gewichtsteile Isobutylallylmalonylehlorid werden in ungefähr 100 Gewichtsteilen Benzol gelöst. Dann gibt man 24 Gewichtsteile 5-methyl-isothiohrarnstoff-Hydrojodid in wenig Wasser und unter Kühlung und ständigem starkem Rühren nach und nach 48   Gewiehtsteile     30% ige   Natronlauge zu. Nach Beendigung der Umsetzung übersättigt man mit konzentrierter Salzsäure, 
 EMI2.2 
 Zur Reinigung kann man nochmals in Essigester aufnehmen und mit Petroläther fällen ; man erhält so die 5-Isobutyl-5-allyl-2-thiobarbitursäure vom F = 1460 .

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : EMI2.3 Weise kondensiert und in den so erhaltenen Verbindungen gegebenenfalls vorhandene unerwünschte Substituenten abspaltet.
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