DE646706C - Verfahren zur Darstellung substituierter 6, 7-Dioxy-1, 2, 3, 4-tetrahydroisochinolin-1-carbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Darstellung substituierter 6, 7-Dioxy-1, 2, 3, 4-tetrahydroisochinolin-1-carbonsaeuren

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DE646706C
DE646706C DEH146331D DEH0146331D DE646706C DE 646706 C DE646706 C DE 646706C DE H146331 D DEH146331 D DE H146331D DE H0146331 D DEH0146331 D DE H0146331D DE 646706 C DE646706 C DE 646706C
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tetrahydroisoquinoline
substituted
dioxy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D217/00Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems
    • C07D217/22Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to carbon atoms of the nitrogen-containing ring
    • C07D217/26Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D217/00Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems
    • C07D217/12Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems with radicals, substituted by hetero atoms, attached to carbon atoms of the nitrogen-containing ring
    • C07D217/18Aralkyl radicals
    • C07D217/20Aralkyl radicals with oxygen atoms directly attached to the aromatic ring of said aralkyl radical, e.g. papaverine

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Es ist bekannt (C. Schöpf und H. Bayer Ie, Liebigs Annalen der Chemie, Bd. 513 [1934], S. 190), daß sich Oxyphenyläthylamine mit Acetaldehyd unter physiologischen Bedingungen zu Tetrahydroisochinolinen kondensieren lassen gemäß
CH2
NH,
+ C-H I
CH3 HO
HO-1
Diese Kondensation erfolgt jedoch nur dann in nennenswertem Ausmaße, wenn sich in ParaStellung zu dem am Ringschluß beteiligten H-Atom eine freie phenolische Hydroxylgruppe befindet. Verwendet man z. B. Dimethoxy- oder Methylendioxyphenyläthylamine, dann sinkt die Ausbeute bei sehr verlängerter Umsetzungsdauer auf etwa 5 bis 10% herab (Hahn und Schales; Berichte der Deutschen! Chemischen Gesellschaft, Bd. 68 [!93S]) S. 24). Wie a.a.O., S. 26, weiterhin festgestellt wird, verläuft die Kondensation in zwei Schritten, deren erster zu einer leicht spaltbaren Anlagerungsverbindung führt
i. Schritt
HO-/
HO-'
CH2
NH CH9
C=
CH3 HO
HO
Die Entstehung derselben ist stark vom ph der Lösung abhängig; auch, wenn die Hydroxylgruppen im Phenyläthylamin blockiert sind, wird sie fast quantitativ gebildet. Der zweite Schritt
2. Schritt
CH., CH.,
HO-"' / XCH„ HO -, OH NH —
CH
ι CH,
also der Ringschluß unter Wasseraustritt, erfolgt dagegen praktisch nur dann, wenn das Kernwasserstoffatom durch eine p-ständige, freie, phenolische Hydroxylgruppe aufgelokkert ist.
Dies ist indessen nicht die einzige Bedingung zum Zustandekommen der Umsetzung, sondern es kommt sehr wesentlich auch auf die Beschaffenheit des verwendeten Aldehyds an. Es zeigte sich nämlich, daß der zweite
H2O HO
HO
NH \/ CH
CH3
Verfahrensschritt versagt bzw. äußerst niedrige Ausbeuten liefert, wenn man vom Acetaldehyd zu oxy- und methoxysubstituierten Phenylacetaldehyden übergeht, auch dann, wenn in p-Stellung freie Hydroxylgruppen S0 vorhanden sind. Man kann also auf diesem Wege die wichtigen Verbindungen der Papaverinreihe, z. B. nachfolgender Zusammensetzung, nicht aufbauen.
CH3O CH3Oi
CH2
CH2 NH
CH CH, OCH3
-OCH3
Es wurde nun gefunden, daß auch der zweite Schritt, also der Ringschluß zum Isochinolin, glatt erfolgt, wenn man an Stelle der Aldehyde α-Ketocarbonsäuren verwendet. Auch hier ist es natürlich erforderlich, daß sich p-ständige, freie OH-Gruppen im Phenyl-
äthylaminmolekül befinden, andernfalls, wie Hahn und Schales in der obengenannten Arbeit gezeigt haben, die Kondensation nur bis zur Anlagerungsverbindung führt. Nach der Gleichung
HO-,'':, CH2
CH2
HO ρ CO2H R H0-z CH2
H0~x -" NH2 + CH HO--
H2O
XiCH
R NH
Q QQ
CH2 CH2
HO _ S s CH2 XR
HO — -- OHNH
C —COOH
CH2
entstehen hierbei Tetrahydroisochinolin-i-carbonsäuren, die bisher unbekannt sind und als Arzneimittel verwendet werden sollen. ., . . ....
Beispiele
Darstellung von i-Methyl-i, 2, 3, 4-tetrahydr0-6, 7-dioxyis.ochinolin-
i-carbonsäure
CHo
NH2 -1-C-CO2H CH, CH0
CH2
NH
C —COOH
I
CH3
0,930 g (=4,8 Millimol) 3, 4-Dioxyphenyläthylaminhydrochlorid wurden in 5 ecm Wasser gelöst, dann 0,5 g (=rund 6 Millimol) Brenztraubensäure zugesetzt und durch tropfenweisen Zusatz von Ammoniak das pH der Lösung auf etwa 4,2 gebracht. Nach 2tägigem Stehen (im Thermostaten bei 250) war die Lösung vollkommen zu einem Brei gut ausgebildeter, farbloser Kristalle der oben bezeichneten Isochinolincarbonsäure erstarrt, der abgesaugt und ohne Nachwaschen auf Ton getrocknet wurde. Ausbeute: 0,84 g = 76,6 °/0. Unter Berücksichtigung der Löslichkeit der Säure in Wasser, die bei 200 zu 40 mg im ecm ermittelt wurde, erhöht sich die Ausbeute auf 1,04 g = 94,8% der Theorie.
Die Säure kann gut aus Wasser umkristallisiert werden. Sie zeigt dann den Zersetzungspunkt 2400, der sehr stark von der Geschwindigkeit des Erhitzens abhängig ist.
Bei 18 mm Druck und ioo° bis zur Gewichtskonstanz getrocknet, ergaben 4,465 mg Substanz: 9,655 mg CO2; 2,220 mg H2O; C11H13O4N (Molekulargewicht 223,01).
Ber.: 059,2 H 5,83,
Gef.: 058,98 H 5,57.
Darstellung von i-[4'-Oxy-5'-methoxybenzylj- 1,2, 3,4-tetrahydro-6, 7-di-
,oxyisochinolin-1-carbonsäure
CH.,
NH1 + C-CO2H 1 CH,
0,378 g (= 2 Millimol) 3, 4-Dioxyphenyläthylaminhydrochlorid wurden in 2 com Was^, ser gelöst und mit der unter tropfenweisem Zusatz von Ammoniak hergestellten Lösung von 0,450 g (=2,1 Millimol) 3-Methoxy-4-oxyphenylbrenztraubensäure in 4 ecm Wasser versetzt. Das pH dieser Lösung wurde darauf durch erneuten Zusatz von Ammoniak auf etwa 4,2 gebracht und das Gemisch bei 25° im Thermostaten stehengelassen. Schon nach 12, Stunden trat beim Reiben mit dem Glasstab starke Kristallabscheidung ein. Nach 4 Tagen wurde abgesaugt, mit Wasser gewaschen und auf Ton getrocknet.
Erhalten: 0,458 g =66,5% der Theorie.
CH,
C-CO2H
CH0
Die Säure liegt als in Wasser fast unlösliches, inneres Salz vor. Sie wurde in etwa 2n-Salzsäure unter Aufkochen gelöst. Die uo Auflösung erfolgt nur langsam, aber schließlich vollständig. Nach dem Filtrieren wurde so viel von einer gesättigten, filtrierten Lösung reinen Natriumacetats zugefügt, bis die Reaktion gegen Kongopapier neutral geworden war. Hierdurch wird das Hydrochlorid der Säure zerlegt, und die Säure selbst scheidet sich, insbesondere beim Aufkochen und Reiben mit dem Glasstabe, in schönen, farblosen Prismen ab. Abgesaugt und mit WTasser gut nachgewaschen ist die Verbindung nach einmaliger Wiederholung dieser Behandlung
analysenrein. Zersetzungspunkt
falls wieder stark von der
geschwindigkeit abhängig)-.
Bei 6o° und" iS-njin. Druck über-^iril|.ph©rpentoxyd, bis zur Ge\vichtskonstanz .getrocknet, ergaben 5,020 mg Substanz: 11,530 mg CO2; 2,5SnIgH2O; C18H19O6N (Molekulargewicht 345'25)·
Ber.: C 62,69 H 5,55,
Gef.: C 62,66 H 5,75.
Darstellung von i-[4'-Oxybenzyl]-i, 2, 3, 4-tetrahydro-6, 7-dioxyisochi-
nolin-i-carbonsäure
Dreimal je 284 mg 3, 4-Dioxyphenyläthylaminhydrochlorid und 230mg (4-Oxyphenyl)-brenztraubensäure wurden zusammen je in 4 ecm Wasser gelöst und das ρ η der drei Lösungen durch Zusatz von Ammoniak auf 3,8; 5,0 und 6,6 gebracht.
PH" Abhängigkeit Abgeschiedene der Kondensation % der Theorie
4 Tagen Menge Kondensat nach 41
84
PH 112 mg :
300 mg
220 mg j
12 Tagen
3.8
5.0
6,6
165 mg
337 mg
270 mg
Die kristallinisch abgeschiedene Säure wurde abgesaugt, zur Reindarstellung in heißer, konzentrierter Salzsäure gelöst, die Lösung filtriert und abgekühlt. Das schön kristallisierende Hydrochlorid der Säure war analysenrein. Vor der Analyse wurde es über Phosphorpentoxyd bei 12 mm Druck und ioo° ibis zur Gewichtskonstanz getrocknet.
52,5 mg Substanz ergaben 7,4mg H2O; COCO
Ber.: H2O 13,33°/o.
Gef.: H2O 14,0 «/„.
(Molekulargewicht 405,5).
Die wasserfreie Substanz ist hygroskopisch.
3,500 mg Substanz: 7,406mg CO2, 1,53 mg H2O. C17H18O5NCl (Molekulargewicht 351.5)·
351.5)·
Ber.: C 58,1 H 5,1 ,
Gef.: C 57,7 H 4,85.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Darstellung substituierter 6, 7-Dioxy-i, 2, 3, 4-tetrahydroisochinolin-1-carbonsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man 3, 4-Dioxyphenyläthylamin mit enolisierbaren a-Ketocarbonsäuren bei einem ph zwischen 3 und 7 bei gewöhnlicher Temperatur (250) und in wäßriger Lösung umsetzt.
DEH146331D 1936-01-25 1936-01-25 Verfahren zur Darstellung substituierter 6, 7-Dioxy-1, 2, 3, 4-tetrahydroisochinolin-1-carbonsaeuren Expired DE646706C (de)

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