DEV0009812MA - - Google Patents

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DEV0009812MA
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 30, November 1955 Bekanntgemadnt am 25. Oktober 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
..Die .Erfindung1 bezieht sich auf eine Anordnung zur gleichzeitigen Anzeige und Weitergabe von Zeichen und/oder Ziffern in Signalanlagen, insbesondere von Zugnummern in Ei.senbahnanlagen. Es hat sich im Laufe der. Entwicklung von Gleisbild'anlägen, und1 der Überwachung sowie Fernsteuerung von großen Eisenbahnstreckenabschnitten mit mehreren Bahnhöfen gezeigt, daß eine fehlerfreie Überwachung nicht allein durch eine Anzeige derGleisbesetzung durch ein Schienen- fahrzeug gewährleistet ist. Es entstand deshalb die Forderung, eine unterschiedliche Kennzeichnung der Gleisbelegung durch das· jeweilige Fahrzeug mit einem Anzeigegerät zu'bewirken*. Allgemein hat es sich in den letzten Jahren ein- 15"; geführt, neben der eigentlichen Gleisbelegungsanzeige die Nummer des betreffenden Zuges, der den, Gleisabschnitt besetzt hat", anzuzeigen. Um in jedem Abschnitt, der mit einem Zug besetzt werden kann, jede Zugnummer anzeigen zu können, muß ein dementsprechendes Gerät so beschaffen sein, daß in jedem Abschnitt jede mögliche Zugnummer erscheinen kann. ■./.'.
Derartige Geräte nebst den zugehörigen Schaltungsanordnungen zur Anzeige der Zugnummer sind in den'verschiedensten Ausführungen bekannt; sie werden in der Mehrzahl durch Impulse gesteuert, wobei meist mehrere Stoßklinkensysteme
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zur Anwendung gelangen. Diese Systeme sind jedoch mit einem hohen mechanischen Aufwand: verbunden. Ein wesentlicher Nachteil der bisherigen
■> -Bauarten .besteht weiterhin darin, daß meistens mehrere Zahlentrommeln in loser mechanischer -Verbindung stehen; die: Impulsfolge gibt daher keine Gewähr für die Richtigkeit der Anzeige, da ein Zurückbleiben oder Voreilen, der Zahntrommel möglich ist. Des weiteren sind Zugniümmernanzeigegeräte optischer Bauart bekannt, deren Aufwand und Platzbedarf nach dem derzeitigen Stand der Technik technisch, nicht vertretbar sind. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, einen Eisenkern in eine stufenweise unterteilte Spule hineinzuziehen und diese Spule mit einem Kontaktsatz zu versehen^, der-.die Spulen nacheinander, entsprechend der jeweiligen Kernlage, ein- oder ausschaltet. Diese Lösung ist zweckentsprechend, jedoch mit einem hohen Aufwand an Material verbunden und in ihrer Betriebsweise sehr empfindlich. ' " -.■.·.■■■.
, In bezug auf die zugehörige Zugnummernweiterschaltung von Abschnitt zu Abschnitt sind bisher zwei verschiedene Wege beschriften worden. jS.p/.ist .· es bekannt, die Impulsweitergabe der Zugnummern
. ... mittels Drehwähler und die Zugnummernweitergabe mittels Relais vorzunehmen. Wird die Anzeige einer sechsstelligen Zugnummer in jedem Gleisabschnitt gewünscht, so erfordert die Impuls-" weitergäbe einer z.B. sechsstelligen : Zahl jedoch sechs· Drehwähler und die unmittelbare Weitergabe mittels Relais dreißig Relais, je Zugnummernfeld, hinzu kommen die Relais, die der Steuerung dienen. Die unmittelbare Weitergabe durch· Relais hat nach
dem derzeitigen Stand der Entwicklung den Vorrang vor der Impulsweitergabe, da die schrittweise Weitergabe eine Schrift Vermehrung oder Schrittminderung an den Übertragungsteilen zur Folge haben kann.
Erfmdüngsgemäß wird vorgeschlagen, die genannten Mängel, insbesondere den bisherigen umfangreichen technischen Aufwand zu vermeiden. Dies geschieht in der Weise, daß ein vom Antrieb bewegtes Band, BiIm, Folie od. dgl. mittels eines Elementes Kontakte derart nacheinander abtastet, daß der der vorher festgelegten Ziffer zugeordnete Kontakt geschlossen wird, so daß eine Bremseinrichtung wirksam wird, die das Band unter Sichtbarmachen der vorher festgelegten Ziffer stillsetzt, und daß ein oder mehrere weitere, durch das. Element'gleichzeitig geschlossene Kontakte das Spannungspotential der Ziffer an die gleiche, im nächsten Blockabschnitt liegende Anordnung weitergibt.
Die hiermit erreichbaren Vorteile gegenüber den bekannten Ausführungen sind insbesondere darin zu erblicken, daß nunmehr die gesamte Vorrichtung für die direkte Übertragung einer z. B. sechsstelligen Zugnummer von Zugnummernfeld zu Zugnummernfeld ohne den bisher benötigten, technischen Aufwand (mindestens dreißig Relais oder sechs Drehwähler und die zugehörige Verdrahtung) für die gesamte, aus Anzeige und Weitergabe bestehende Anordnung , direkt;, im Gleisbildtisch,, : -.j z.B. in einem oder zwei Feldern desselben, untergebracht werden kann. ,·■'
Im folgenden sei die.. Erfindung an Hand mehrerer zeichnerischer Ausfühirüngsbeispiele näher erläutert. J y. :
Abb. ι stellt ein Zeichen und/oder Ziffernanzeigegerät in einer leicht auswechselbaren Ausführungsart dar. Dabei bedeutet 1 ein, von einem Antrieb 2 bewegtes Band, Film, Folie od. dgl., welches mittels eines Elementes 3 Kontakte 4 nacheinander abtastet. Wird nun dabei ein bestimmter, einer vorher festgelegten Ziffer zugeordneter Kontakt geschlossen, so wird eine Bremseinrichtung in der Weise wirksam, daß beispielsweise ein Magnet 5 das Bandi,: welches in Abständen angeordnete ferro- ■ magnetische Ein- oder Anlagerungen 6 aufweist, unter Sichtbarmachen 7 der vorher festgelegten Ziffer stillsetzt. Dabei geben ein oder mehrere weitere, durch das Element 3 gleichzeitig geschlossene Kontakte (senkrecht zur Zeichnungs-. ebene angeordnet) ': das .; Spannungspotential der Ziffer an die gleiche, im nächsten vor- oder rück-,liegenden Blockabschnitt eingebaute Anordnung weiter.
·■ Obwohl- das Band stillsteht, läuft der Antrieb ' weiter, bis auf allen, zu dem vorzugsweise qua-. dratischen Schaubild gehörenden:-Einzelfeldern die entsprechenden Anzeigen auf die gleiche Weise erfolgt sind und der Motorstrom mit bekannten Mitteln unterbrochen wird. Das hat zur Voraussetzung, daß die Antriebsrollen 8 der jeweiligen Bänder Reibungssitz haben. Diese Reibungskupplung, -kann, in bekannter "Weise·; ausgefiibrt sein. 'Lichtquellen 9 leuchten die Anzeige aus'. "
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung kann der Einblick 7 noch mit einem Linsensatz, der in der Zeichnung nicht besonders dargestellt ist, versehen, sein. Desgleichen kann der Magnet 5 an Stelle des Bandes gesteuert sein und das; Band bewegen. Abb. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des anzeigenden Teiles der Gesamtanordnung, das den Vorteil einer besonders leichten Auswechselbarkeit hat. Dabei ist der Kontaktsatz 10 mit Messer- oder Schleifkontakten versehen. Das Gegenstück 11 ist fest mit dem Gerät verbunden, z. B. also mit dem Gleisbildtisch, so daß die Schaltdrähte am Gegenstück angelötet bleiben können.
Das Band kann gemäß Abb. 3 auch in de,r Weise stillgesetzt' werden, daß der Magnet 5 mit einem von ihm betätigten Stößel 12 in einer Perforierung 13 des Bandes eingreift. Dabei kann nach Abb. 4 gleichzeitig noch ein Kontaktsatz 14 zur Wirkung kommen.
In Abb. 5 ist die Schaltungsanordnung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Sie zeigt den Stromlaufplan für eine Zugnummer; für die weiteren fünf Nummern ist die Schaltung sinngemäß gleich. Wird eine Taste des Zugnummerneinwählers X betätigt, z. B. 3, und der Stellwerkskontakt vSTTo geschlossen, so wird der Antrieb Mi, der ein Motor- oder Stoßklinkensystem sein kann, einen oder mehrere Kontaktauslöser KA antreiben,
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bis dieser in der Stellung 3, unter Einwirkung auf seinen Magnet 5, zum Stehen kommt Dabei kann der Kontaktauslöser beispielsweise auch als lochartige Unterbrechung eines nichtleitenden Bandes ausgebildet sein. Der Kontaktauslöser KA legt gleichzeitig Spannung an die gleiche Stelle des folgenden Zugnummernfeldes; wird hier ebenfalls der Kontakt SK 1 geschlossen, so wird der Antrieb AT2 wirksam und bringt den Kontaktauslöser KB an die gleiche Stelle wie KA. Angenommen, im Feld ι wird eine zweite Nummer eingewählt, z. B. die Zahl 2, so ist ein) Erscheinen dieser Zahl 2 im Feld ι erst dann möglich, wenn die Zahl 3 im Feld2 erschienen ist, da Relais S1 (Feld 2) erst dann abfällt, nachdem die Zähl 3 im Feld 2 erschienen ist. Alsdann wählt M1 automatisch die Zahl 2 ein, da der Anker des Magnets 5 (Feld 1) abgefallen ist und der Motor M 1 von neuem laufen kann.
Ein Zusatzrelais SB (Feld 2) wird dann nötig, wenn deir Kontakt SK1 vor dem Schließen des Kontaktes SK2 geöffnet wird, um die eingewählte Zahl aufrechtzuerhalten und in Feld 3 erscheinen zu- lassem, wenn SK 2 (Feld 3) geschlossen wird.
Um den Magnet 5 auch während der Weitergabe der Zugnummern an Spannung legen zu können, wird beispielsweise im Feld 3. ein weiteres Relais EC nötig, das z. B. eine Haltewicklung und eine Anzugwicklung aufweist. EC legt unter Mitwirkung der Kontakte 5" 3 und/oder ,S" 2 an den Antrieb M 3 erst dann Spannung, wenn der Magnet 5 stromlos geworden ist. Der Magnet 5 kann weiterhin über einen vom Stellwerk abhängigen Kontakt SK o, SK ι ... und über eigene Kontakte a, b . . . des Kontaktsatzes 14 (Abb. 4) an Potential liegen.
Eine Zugnummernweitergabe in entgegengesetzter Richtung, also statt von Feld 2 nach Feld 3 (Abb. 5), von Feld 2 nach Feld 1, geschieht durch entsprechende Steuerung der Stellwerkskontakte SK oder durch Kontakte der von SK ausgelösten Hilfsrelais. Hierzu kann beispielsweise noch eine weitere Kontaktanordnung 15 nebst entsprechender Verbindung zu den anderen Feldern (Blockabschnitten) dienen.

Claims (7)

  1. , PATENTANSPRÜCHE:
    i. Anordnung zur gleichzeitigen Anzeige und Weitergabe von vorher durch Spannungspotentiale festgelegten Ziffern unid/oder Zeichen in Signalanlagen,' insbesondere von Zugnummern in Eisenbahnanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß ein vom Antrieb (2) bewegtes Band (1) mittels eines Elementes (3) Kontakte (4) derart nacheinander abtastet, daß der der vorher festgelegten Ziffer zugeordnete Kontakt geschlossen wird, so daß eine Bremseinrichtung (5) wirksam wird, die das Band unter Sichtbarmachen (7) der vorher festgelegten Ziffer still· setzt, und daß ein· oder mehrere weitere, durch das Element (3) gleichzeitig geschlossene Kontakte (4) das Spannungspotentiäl der Ziffer an die gleiche, im nächsten Blockabschniitt liegende Anordnung weitergibt.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch' 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (1) ferromagnetische Ein- oder Anlagerungen (6) aufweist, die in Abständen angeordnet sind und im Zusammenwirken mit einem gesteuerten Magnet (5) zum Stillsetzen bzw. Bewegen des Bandes dienen, und daß dieser Magnet einen Kontaktsatz (14) betätigt.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (5) einen in ein perforiertes Band (1) eingreifenden Stößel (12) auslöst und gleichzeitig einen Kontaktsatz (14) betätigt. , ,
  4. 4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sie räumlich ein bzw. mehrere vorzugsweise quadratische Gleisbildelemente einnimmt und durch Anwendung von Messerkontakten (10, 11) auswechselbar ist.
  5. 5. Schaltungsanordnung zur Inbetriebnahme beispielsweise der Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (2) der alle Zeichen und/oder Ziffern· des Schaubildes verändert, so lange in Funktion bleibt, bis alle Magnete (5) angesprochen1 haben und über jedem Magnet zugeordnete, parallel liegende Kontakte den Motorstrom abschalten.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zusatzrelais (EC) den Magnet (5) auch während der Zugnummernweitergabe an Spannung legt und die Relaiskontakte (S 3 und/oder S2) erst dann wirksam werden, wenn die Zugnummer richtig übergeben ist, so daß erst dann der Magnet (5) stromlos wird.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5 und 6,' dadurch gekennzeichnet, daß der Magnet (5) über einen vom Stellwerk abhängigen Kontakt (SKo, SKi...) und über einen eigenen Kontakt (a, b . . .) des Kontaktsatzes (14, Abb. 4) an Potential liegt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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