DEP0045938DA - Zählvorrichtung zur Zählung von Impulsen unter Benutzung von Schrittschaltern insbesondere für die Achszählung bei Eisenbahnen - Google Patents
Zählvorrichtung zur Zählung von Impulsen unter Benutzung von Schrittschaltern insbesondere für die Achszählung bei EisenbahnenInfo
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Description
Die Verwendung von Schrittschaltern als Zählvorrichtung für Impulse bietet besondere Vorteile. Schrittschalter sind verhältnismäßig einfache Apparate, die nur wenig Einbauraum benötigen. Die Stellung, welche ihr Einstellglied jeweils erreicht hat, und die für das Ergebnis der Zählung charakteristisch ist, bleibt bie ihnen beliebig lange Zeit erhalten, ohne daß Energie angewendet werden muß. Außerdem werden Schrittschalter als Drehwähler in Fernsprechanlagen allgemein verwendet. Sie lassen sich daher stets verhältnismäßig leicht beschaffen. Die in Fernsprechanlagen gebräuchlichen Drehwähler werden in der Regel f+r 3 x 12, 25 oder 50 Stellungen gebaut. In manchen Fällen, so vor allem in Achszählanlagen für Eisenbahnen genügt diese Zahl von Stellungen nicht. Wenn nämlich die Zahl der zu zählenden Impulse größer ist als die Zahl der verschiedenen Stellungen, die das Einstellglied der Wähler einnehmen kann, durchlaufen die Wähler die bereits vorher schon einmal eingenommenen Stellungen von neuem, so daß das Zählergebnis nicht richtig angegeben werden kann. Insbesondere bei Achszählanlagen muß gefordert werden, daß die Zahl der verschiedenen Stellungen, welche die Zählvorrichtung einnehmen kann, mit Sicherheit größer ist, als die Zahl der Achsen, die sich in dem zu überwachenden Gleisabschnitt befinden können. Es könnte sonst
z.B. der Fall eintreten, daß ein einfahrender Zug soviel Achsen hat, wie die Zählvorrichtung verschiedene Stellungen einnehmen kann. Dann würde nach Einfahrt der letzten Achse der Gleisabschnitt wieder als frei gemeldet werden, obgleich er nun von dem ganzen Zug besetzt ist.
Um die Schrittschalter als Zählvorrichtung trotzdem benutzen zu können, wenn die zu zählende Anzahl von Impulsen gleich oder größer ist, als die Zahl der verschiedenen Stellungen, die ihr Einstellglied einnehmen kann, wird erfindungsgemäß die Anordnung so getroffen, daß mindestens zwei in der Schaltung gestaffelt angeordnete Schrittschalter benutzt werden, von denen der erste bei jedem Zählimpuls einen Schritt ausführt, während der zweite und jeder weitere nur in bestimmten Stellungen vorgeordneten Schrittschalters, vorzugsweise nur einmal bei einem Umlauf dieses Schrittschalters einen Impuls erhält. Durch diese Maßnahme erhöht sich die Aufnahmefähigkeit der Zählvorrichtung für Impulse beträchtlich; denn es ist nunmehr die Gesamtzahl der Impulse, nach denen die Zählvorrichtung wieder die Ausgangsstellung einnimmt, gleich dem Produkt der verschiedenen möglichen Stellungen der einzelnen Schrittschalter.
In der Figur ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert. Dieses Beispiel erstreckt sich auf eine Achszählanlage, die aus zwei gleichen Zählvorrichtungen besteht. Die eine Zählvorrichtung dient zur Zählung der einfahrenden, die andere zur Zählung der ausfahrenden Achsen. Sind die Ergebnisse beider Zählungen gleich, so gilt der Gleisabschnitt als frei.
Die Einzählvorrichtung besteht aus den Schrittschaltern EA und EB, von denen EA, der erste Schrittschalter, bei jedem Zählimpuls einen Schritt ausführt, während EB, der zweite Schrittschalter, bei einem Umlauf von EA nur einen Impuls erhält. Zur Einzählvorrichtung gehören außerdem die Relais F und C. Die Wicklung 50 des Impulsrelais F ist mit einer einzigen Lamelle der Kontaktebene von EA verbunden, die der Kontaktarm 102 bestreicht. F gibt die Impulse auf den Drehmagneten 30 von EB. Das Sperrelais S hat die Aufgabe, die dauernde Stromgabe auf den Drehmagneten 30 von EB zu verhindern, wenn EA zufällig auf dem Kontakt stehen bleiben sollte, an den F angeschlossen ist. Die Auszählvorrichtung ist ebenso aufgebaut wie die Einzählvorrichtung. Sie besteht aus dem 1. Schrittschalter AA, dem 2. Schrittschalter AB, dem zugehörigen Impulsrelais G und dem Sperrelais T. Zur Überprüfung ob Einzähl- und Auszählvorrichtung gleiche Stellung haben, dient das Relais X. Befindet sich die Achszählanlage in der Nullstellung, d.h. sind keine Achsen in dem zu überwachenden Gleisabschnitt, so haben entsprechende Schrittschalter der Ein- und Auszählvorrichtung gleiche Relativstellung. Es ist dann der Stromkreis für X geschlossen, da seine Wicklung mit je einem Kontaktarm jedes Schrittschalters in Reihe geschaltet ist, wobei gleichliegende Kontaktlamellen von Schrittschaltern, die sich in Einzähl- und Auszählvorrichtung einander entsprechen, miteinander leitend verbunden sind.
Die Schaltvorgänge vollziehen sich im einzelnen in folgender Weise: Bei freiem Gleis erhält X Strom über Kontaktarm 201 von AA, Kontaktarm 301 von EB
und Kontaktarm 401 von AB. X ist angezogen, während alle übrigen Wicklungen stromlos sind. Bei der Einfahrt der ersten Achse schließt das Impulsrelais i kurzzeitig seinen Kontakt 1 und gibt einen Impuls auf den Drehmagneten 10 von EA. EA bewegt seine Kontaktarme 101 und 102 weiter und unterbricht hierbei den Stromkreis für X. Gelangt bei der Einfahrt weiterer Achsen der Kontaktarm 102 auf diejenige Lamelle, an die der Umschaltkontakt von S angeschlossen ist, so fließt Strom über 102, 601 auf die Wicklung 50 von Relais F. Dieses gibt mit Kontakt 501 Strom auf den Drehmagneten 30 des 2. Schrittschalters EB. Dieser zieht seinen Anker an und schließt dabei seinen Ankerkontakt 305, über den der Wicklung 60 des Sperrelais S Strom zugeführt wird. S unterbricht mit Kontakt 601 den Stromkreis für F. F fällt ab und schaltet mit Kontakt 501 den Drehmagneten 30 von EB aus. Außerdem hat S einen Selbsthaltekreis mit Kontakt 602 geschlossen. Es hält sich über diesen Kreis solange in angezogener Stellung, wie der Schaltarm 102 von EA auf der besetzten Lamelle steht. Es verhindert während dieser ganzen Zeit die weitere Stromgabe auf den Drehmagneten von EB. Dies ist notwendig, da die Drehmagnete der gebräuchlichen Schrittschalter in der Regel nicht für Dauereinschaltung bemessen sind. Bei der Ausfahrt von Achsen arbeitet die Auszähleinrichtung in entsprechender Weise. Ist die Zahl der ausgefahrenen Achsen gleich der Zahl der eingefahrenen Achsen, so haben die Schrittschalter EA und AA sowie EB und AB die gleiche Relativstellung zueinander. Das Relais X zieht wieder an und meldet die Nullstellung der Zählvorrichtung.
In gleicher Weise, wo im Beispiel an den ersten Schrittschalter EA ein 2. Schrittschalter EB angehängt worden ist, so kann auch an den 2. Schrittschalter EB ein 3. Schrittschalter angehängt werden, wobei dieser die gleiche Schaltung erhält, wie EB in der oben beschriebenen Figur. Es kann in dieser Weise durch Zusetzen einer entsprechend großen Zahl von Schrittschaltern die Zählvorrichtung für eine beliebige Zahl von Impulsen eingerichtet werden.
Die Anwendung der Erfindung ist nicht auf Achszählanlagen beschränkt, sondern auch bei anderen mit Schrittschaltern arbeitenden Zählvorrichtungen zweckmäßig, in denen die Anzahl der zu zählenden Impulse größer ist, als die Zahl der Stellungen, welche die zu benutzenden Schrittschalter einnehmen können.
Claims (5)
1. Zählvorrichtung zur Zählung von Impulsen unter Benutzung von Schrittschaltern, insbesondere für die Achszählung bei Eisenbahnen, dadurch gekennzeichnet, daß die Zählung durch mindestens zwei, in der <Nicht lesbar> gestaffelt angeordnete Schrittschalter (EA, EB) bewirkt wird, von denen der erste (EA) bei jedem Zählimpuls einen Schritt ausführt, während der zweite (EB) und jeder weitere nur in bestimmten Stellungen des vorgeordneten Schrittschalters vorzugsweise nur einmal bei einem Umlauf dieses Schrittschalters einen Impuls erhält.
2. Zählvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem zweiten und jedem weiteren Schrittschalter je ein Impulsrelais (F, G) zugeordnet ist, dessen Wicklung mit dem Kontaktsatz des vorgeordneten Schrittschalters in der Weise verbunden ist, daß sie nur in einer oder mehr bestimmten Stellungen dieses Schrittschalters Strom erhält.
3. Zählvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem zweiten und jedem weiteren Schrittschalter je ein Sperrelais (S, T) zugeordnet ist, dessen Wicklung mit einem in Arbeitsstellung geschlossenen Ankerkontakt des zugehörigen Schrittschalters, sowie unter Zwischenschaltung eines Selbstschlußkontaktes mit dem oder den Kontakten des vorgeordneten Schrittschalters verbunden ist, die dem zugehörigen Impulsrelais Strom zuführen.
4. Zählvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kontakt (601, 801) des Sperrelais im Stromkreis der Wicklung des zugehörigen Impulsrelais liegt.
5. Zählvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das die Nullstellung der Zählvorrichtung überwachende Relais (X) mit je einem Kontaktarm jedes Schrittschalters in Reihe geschaltet ist, wobei gleichliegende Kontaktlamellen von Schrittschaltern, wie sich in Einzähl- und Auszähleinrichtung einander entsprechen, miteinander leitend verbunden sind.
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