DEP0043526DA - Verfahren und Vorrichtung zum Aufzeichnen und zum Betrachten lebender plastischer Bilder - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufzeichnen und zum Betrachten lebender plastischer Bilder

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DEP0043526DA
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Rudolf Dipl.-Ing. Busselmeier
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Description

Auf der einen Seite sind bereits in den verschiedensten Formen Geräte bekanntgeworden, mit denen Stereoskopbilder betrachtet werden können; diese Bilder sind meist als Diapositive, als Diapositiv-Filme oder als auf Papier aufgebrachte Bilder hergestellt und werden in diesem Zustande zur Betrachtung in das Gerät eingebracht. Diese Art der Aufzeichnung und der Betrachtung kennt keine lebenden Bilder.
Auf der anderen Seite kennt man Aufnahme- und Wiedergabegeräte für plastisch wirkende Bilder, die auf einer Leinwand erscheinen und dort betrachtet werden; diese Systeme arbeiten nach dem Zweifarbensystem, nach dem Linsenrastersystem oder mit polarisiertem Licht. Sie bedingen eine komplizierte Aufnahmetechnik und eine ebenso umständliche Art der Wiedergabe und der Betrachtung mit besonderen Hilfsmitteln wie verschiedenfarbigen Brillen, polarisierenden optischen Zusatzgeräten u.dgl.
Abweichend von diesem Stande der Technik stellt sich die Erfindung die Aufgabe, ein Verfahren und ein Gerät zur Aufzeichnung und insbesondere zum Betrachten von lebenden plastischen Bildern zu schaffen, bei dem weder eine Leinwand noch besondere Hilfsmittel wie die genannten Brillen o.dgl. für den Betrachter notwendig sind.
Die Erfindung schlägt zur Lösung dieser Aufgabe vor, die lebenden Vorgänge in der Form einer Folge von je zwei zusammengehörigen Stereobildern nach dem an sich bekannten Prinzip des Kinematografen auf einen Film o.dgl. aufzuzeichnen bzw. festzuhalten. Das Verfahren zum Betrachten solcher Bilder ist gemäss der Erfindung so geartet, dass mit an sich bekannten oder zum Teil bekannten Mitteln, insbesondere mittels eines geeigneten optischen Systems, für jedes Auge des Betrachters die ihm zugeordnete Folge von Einzelbildern sichtbar gemacht wird. Ein Gerät zur Durchführung dieses Verfahrens gemäss der Erfindung enthält in Kombination unter anderem folgende zum Teil bekannte Merkmale: einen Antriebs- und Schaltmechanismus für die ruckweise Durchführung des Stereofilms mit entsprechender Abblendung der Bilder während des Schaltvorganges; ein optisches System zur Betrachtung der Bilder mit entsprechender Scharfeinstellungsvorrichtung und Mitteln zur Anpassung an den Augenabstand; eine Beleuchtungs- bzw. Durchleuchtungsvorrichtung für die Bilder.
Ein praktische Ausführungsform der Erfindung sieht beispielsweise so aus, dass jeweils zwei zusammengehörige Bilder, etwa nebeneinander als Diapositive, auf einem Film angeordnet sind, wobei der Film in einer solchen Weise durch das Gerät durchgeführt wird, dass die Bilder jeweils in der Ruhelage in einem den optischen Daten von je einem, insgesamt als zwei vorzugsweise achromatischen Objektiven entsprechend Abstand liegen, dass hinter den Objektiven Prismen angeordnet sind, die den Strahlengang jedes Bildes zu je einem Okular o.dgl. weiterleiten, wobei diese beiden Betrachtungsokulare in Augenabstand angeordnet sind. Man erreicht also auf diese Art, dass die Bildaufzeichnungen selbst nicht in Augenabstand voneinander entfernt liegen müssen, sie können unmittelbar benachbart auf dem Film angeordnet sein. Ein solches Gerät ist unter entsprechender, dem Fachmann geläufiger Abänderung ohne weiteres geeignet, als Aufnahmekamera zu dienen, wobei etwa anstelle der Okulare Objektive treten und wobei der Augenabstand zwecks Erhöhung der plastischen Wirkung bei der Aufnahme übertrieben gross, z.B. bei Mikroaufnahmen aber auch kleiner gewählt werden kann.
Ein solches Gerät eignet sich in erster Linie als hochwertiges Spielzeug, besonders aber auch für Schulungszwecke.
Bei der Aufnahmekamera ist es übrigens in Sonderfällen möglich, die Strahlenführung so vorzusehen, dass die jeweils zusammengehörigen Einzelbilder vertauscht sind.
Ein weiteres Merkmal und gleichzeitig ein weiterer Vorteil der Erfindung ist es, dass bei diesem Verfahren das Format der Einzelbilder der Stereobildfolgen ausserordentlich klein gewählt werden kann; so ist es möglich, bei dem handelsüblichen 16 mm-Film auf der nutzbaren Breite, die 10 mm beträgt, jeweils zwei Bildpaare nebeneinander anzuordnen; hierbei kann man dann den Film nach Betrachtung der einen Hälfte, also der einen Bildfolge in der einen Richtung, anschliessend nach seitlicher Verschiebung des Films oder nach einer ähnlichen Maßnahme die andere Bildfolge auf der anderen Filmhälfte bei Rücklauf des Films betrachten, wobei natürlich auf diese Bewegungsfolge bei der Aufnahme bereits Rücksicht genommen ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt; es zeigen
Abb. 1 ein Betrachtungsgerät von oben teilweise im Schnitt mit angesetzter Filmkassette,
Abb. 2 und 3 in Seitenansicht und Schnitt bzw. in Vorderansicht die Filmkassette,
Abb. 4 und 5 die Anordnung der Bildfolgen auf Filmen,
Abb. 6 eine Prinzipskizze eines Betrachtungsgerätes für in besonderer Weise angeordnete Bilder,
Abb. 7 eine besondere Bildanordnung auf dem Film.
Das Gerät nach Abb. 1 arbeitet in der Art, dass die jeweils zusammengehörigen zwei Einzelbilder einer Stereoaufnahme aus einer Folge von solchen Aufnahme mittels einer auf dem Prinzip des Mikroskops beruhenden optischen Anordnung betrachtet werden, die noch dadurch ergänzt ist, dass in den Strahlengang Prismen oder Spiegel eingeschaltet sind, so dass die auf dem Film in kleinem Abstande nebeneinanderliegenden Bilder bis auf den Augenabstand auseinandergedrückt werden.
Im einzelnen ist das Gerät, das nur ein Ausführungsbeispiel von vielen möglichen darstellt, mit einem Gehäuse 1 versehen, das zur Aufnahme der Optik eine Kammer 2 und zur Aufnahme der mechanischen Bauteile eine Kammer 3 besitzt. Die Kammer 2 enthält in geeigneten Halterungen 4 in an sich bekannter Weise zwei in Augenabstand 5 angeordnete Okulare 6. Diese Okulare 6 oder vorzugsweise eines der beiden ist zur Scharfeinstellung in Richtung des Doppelpfeiles 7 verstellbar; sofern eine Anpassung an verschiedene Augenabstände notwendig ist, kann auch eine Verstellbarkeit beider Okulare, u.U. auch nur eines Okulars 6 in Richtung des Doppelpfeiles 8 vorgesehen sein. Ferner sind in der Kammer 2 zwei Prismen 9 angeordnet, weiter zwei Prismen 10, die nicht notwendiger-, aber zweckmässigerweise mit je einer vorzugsweise achromatischen Optik bzw. je einem Objektiv 11 verkittet sind. Diese beiden Prismen 10 und Objektive 11 sind vorteilhafterweise gemeinsam auf einer beweglichen Platte o.dgl. angeordnet, die zwecks Scharfeinstellung mit einer nicht dargestellten Verstelleinrichtung betätigt wird und zwar in Richtung des Doppelpfeiles 12; eine solche Verstellmechanik kann z.B. durch Schlittenführung mit von aussen betätigter Schraube gebildet sein. Die Stirnwand 13 der Kammer 2 besitzt ein Bildfenster 14, vor dem bzw. zwischen dem und der Optik eine rotierende Segmentblende 15 angeordnet ist. Die Kammer 2 ist gegenüber der Kammer 3 durch einen Teil der Wand 13 getrennt, in der sich etwa ein Lager 16 für die Welle 17 der Segmentblende 15 befindet. Diese Welle 17 kann zusätzlich bei der nur angedeuteten Lagerstelle 18 nochmals abgestützt sein. Die einseitig angebrachte Kammer 3 enthält den Antriebsmechanismus. Abweichend von der gezeigten Ausführungsform kann natürlich auch ein Antrieb mittels Elektromotors, Federmotors o.dgl. erfolgen. Der Antriebsmechanismus besteht zunächst aus einer Kurbel 19, deren Welle 20 in der Seitenwand 21 der Kammer 3 gelagert ist und im Innern der Kammer 3 ein Zahnrad 22 trägt, das mit dem Zahnrad 23 ds seinerseits auf der Hauptwelle 24 sitzt. Diese Hauptwelle 24 in der Wand 21 ist in dem Lager 25 gelagert und besitzt ein weiteres nur angedeutetes Stützlager 26. Auf dieser Hauptwelle 24 sitzt ausserdem eine Schwungmasse 27, ferner eine Riemenscheibe o.dgl. 28 sowie ein Kreuz- oder Kegelzahnrad 29. Das linke Ende der Welle 24 arbeitet mit einem geeigneten Element auf das Malteserkreuz 31, dessen Welle 30 in der linken Seitenwand 32 der Kammer 3 gelagert und durch diese hindurchgeführt ist. Das Ende der Welle 30 ist mit einer Kupplung, z.B. einer Aufsteckkupplung versehen, die federnd ausgebildet ist oder sein kann. Diese Kupplung dient zum Anschluss an die Transportrollen der Kassette. Die Riemenscheibe 28 arbeitet mit einer Rutschkupplung, z.B. einer Federpese 33 auf eine Riemenscheibe o.dgl. 34, die auf einer Welle 35 angeordnet ist; diese Welle 35 ist einerseits in einem Lager 36 abgestützt, andererseits tritt sie durch die Seitenwand 32 durch, ihr linkes, also äusseres Ende ist ebenfalls mit einer Kupplung in der Art der Welle 30 versehen und greift auf die Welle der in der Kassette befindlichen Spule. An der Kammer 3 ist zweckmässigerweise ein Arm 37 angebracht, der eine Lichtquelle 38 trägt; diese Lichtquelle kann in einem Tageslichtspiegel bestehen, es ist aber auch möglich und zweckmässig, sie als elektrische Lichtquelle mit Kondensor-Optik auszubilden; gegebenenfalls können beide Möglichkeiten austauschbar vorgesehen sein. Die Kassette 39, die im einzelnen noch zu beschreiben ist, wird mittels geeigneter Haltevorrichtung so vor die Optik 10, 11 und an die Kammer 3 angesetzt, dass dank entpsrechender Ausschnitte usw. in der Kassette selbst eine Durchleuchtung von der Lichtquelle 38 durch die Kassette und den Film stattfindet.
Bemerkenswert ist bei dieser Anordnung, dass am Betrachtungsgerät selbst jede Spulenanordnung usw. vermieden ist; grundsätzlich ist der gesamte Bewegungsmechanismus am Betrachtungsgerät angebracht, und nur die unbedingt notwendigen Bewegungsteile sind in der Kassette vorhande3n; durch entsprechende Kupplung ergibt sich jedoch automatisch beim Einsetzen der Kassette die entsprechende Verbindung, die den Antrieb der Kassette einleitet.
Die Kassette selbst besteht aus einem Gehäuse 40, das zur Aufnahme von zwei Spulen 41 und 42 geeignet geformt ist. Eine Flachwand der Kassette in abnehmbar oder abklappbar ausgebildet; vorzugsweise ist auch eine Verschlussvorrichtung in der Weise vorgesehen, dass das Öffnen der Kassette nur mittels eines Schlüssels oder in ähnlicher Weise möglich ist. Die Vorführbereitschaft der staubdichten Kassette wird hierdurch nicht beeinträchtigt. Die Spulen 41 und 42 haben Wellen 43 und 44; das auf ihnen auf- bzw. ablaufende Filmband 45 läuft über zwei Transportrollen 46 und 47; diese Transportrollen 46 und 47 besitzen an beiden Enden, die aus dem Gehäuse 40 austreten, Kupplungsorgane; desgleichen die Spulenwellen 43 und 44. Der jeweils zu betrachtende Filmausschnitt des Filmstreifens 45 liegt zwischen den Transportrollen 46 und 47; in seinem Bereich ist in das Gehäuse 40 ein Bildfenster 48 eingelassen; auf der anderen Schmalseite des Gehäuses 40 ist ein Beleuchtungsfenster 49 eingearbeitet. Das Bildfenster 48 ist mindestens so breit, wie die ausnutzbare Breite des Films 45. Zur Befestigung an der Wand 13 des Gehäuses 1 ist eine Schwalbenschwanzführung o.dgl. 50 an der Kassette angeordnet, die in entsprechende Bauteile 51 der Wand 13 eingeschoben werden kann.
Die Trennung des Gerätes in das eigentliche Betrachtungsgerät mit den optischen Mitteln und dem wesentlichen Teil des Mechanismus einerseits und in eine Kassette andererseits hat u.a. den Vorteil, dass eine Vielzahl von Kassetten unmittelbar nacheinander eingesetzt und somit eine Vielzahl von Filmen ohne zeitraubende Arbeiten am Gerät und ohne die Notwendigkeit der Rückspulung des Films betrachtet bzw. vorgeführt werden kann.
Es ist selbstverständlich auch möglich, bei dem Gerät ohne Kassette auszukommen, ohne dass deshalb der Rahmen der Erfindung verlassen würde. Man wird in einem solchen Falle Spulvorrichtungen der üblichen Bauart am Gerät selbst vorsehen; der Film muss dann jeweils als Spule aufgesetzt bzw. aufgesteckt und eingefädelt werden. Verschiedene Vor- teile gehen dann allerdings verloren; insbesondere die schnelle Vorführbereitschaft und die jederzeit staubsichere Lagerung des Films; auch sind Beschädigungen infolge unsachgemässer Handhabung dann leichter möglich.
Die Wirkungsweise des Gerätes ist wie folgt: Es sein angenommen, dass auf dem Film 45 in der Art der Abb. 4 zwei Reihen von Stereobildfolgen 52 und 53 aufgezeichnet sind, die jeweils aus einer Folge von je zwei nebeneinander liegenden und einander zugeordneten Einzelbildern 54 und 55 bestehen, die im gleichen Zeitpunkt entstanden sind, und zwar als Stereobilder. Die Richtung der Bildfolge 52 sei mit dem Pfeil 56 versinnbildlicht; diejenige der Bildfolge 53 mit dem Pfeil 57. Die Perforation 58 des Films ist gestrichelt angedeutet. Selbstverständlich tragen die Transportrollen 46 und 47 der Perforation entsprechende Mitnehmerwarzen, die aber der Einfachheit halber nicht dargestellt sind. Die Wellen 43 und 44 bzw. die Spulen 41 und 4r2 sind vorteilhafterweise leicht abgebremst, damit die aufwickelnde Spule fest wird und kein Flattern des Films 45 eintritt. U.U. kann eine besondere Spannvorrichtung bekannter Bauart vorgesehen sein.
Die Kassette 39 wird in der beschriebenen Weise an das Betrachtungsgerät 1 angeschlossen. Hierbei kuppeln sich die Wellen 43 und 35 und die Wellen 47 und 30. Die eine, in der Darstellungsweise der Abb. 1 rechte Hälfte des Bildfensters befindet sich vor dem Ausschnitt 14 der Wand 13, das Beleuchtungsfenster 49 vor der Lichtquelle 38. Bringt der Betrachter seine beiden Augen vor die Okulare 6 und betätigt die Kurbel 19, so versetzt er hierdurch über das Getriebe 22, 23 die Hauptwelle 24 in Drehung, die infolge der Schwungmasse 27 gleichförmig verläuft. Über die Rutschkupplung 28, 33, 34 und über die Welle 35 wird die Spulenwelle 43 gedreht und versucht den Film 45 aufzuspulen; dies geschieht jedoch nur in dem Maße, wie es die Bewegung der Transportrolle 47 erlaubt, die mit der Welle 30 des Malteserkreuzes 31 gekuppelt ist. Diese Welle macht die dem Malteserkreuz eigentümliche Drehschaltbewegung, da das Malteserkreuz von der Hauptwelle 24 angetrieben wird. Das
Kegelzahnrad 29 versetzt die Welle 17 der Segmentblende 15 in Bewegung, da es mit dem entsprechenden Zahnrade 59 der Welle 17 kämmt. Der Betrachter sieht nun entsprechend dme Strahlengange 60, 61 in der Art des Kinematografen das lebende Bild, das jedoch plastisch erscheint. Nachdem die eine Bildfolge, z.B. 52 durchgelaufen und somit die Spule 41 aufgespult ist, wird die Kassette 39 gelöst, umgedreht und wieder eingesetzt; jetzt kuppeln sich die Wellen 44 und 46 und es folgt nun eine Betrachtung durch die linke Hälfte des Bildfensters 48 (s. Abb. 3); es läuft also nun die Bildfolge 53 durch, nach deren Beendigung der Film wieder in der gleichen Weise in der Kassette aufgespult ist wie vor dem Gesamtvorgang.
Es bereit der heutigen Aufnahmetechnik und der neueren optischen Technik keine überragenden Schwierigkeiten mehr, mit kleinen Bildformaten auszukommen. Sehr kleine Formate sind jedoch noch nicht vorgeschlagen worden; die Erfindung macht diesen Schritt unter bewusster Überwindung der noch bestehenden Vorurteile und ordnet, wie die Abb. 4 zeigt, z.B. auf einem 16 mm-Film zwei Bildfolgen nebeneinander in Längsrichtung des Films an. Wie ferner aus der Abb. 4 zu ersehen ist, beträgt das Format bei quadratischem Bild 2,5 x 2,5 mm für das Einzelbild. Die Ausleuchtung dieser Bilder ist allerdings nur bei einem Gerät gemäss der Erfindung möglich, und zwar ohne dass für den Film Brandgefahr o.dgl. auftritt.
Die Erfindung schlägt weiter für Fälle, bei denen die Anordnung von Prismen aus irgendwelchen Gründen untunlich ist, eine eigenartige und neue Art der Bildanordnung vor. Diese Anordnung ist in der Abb. 5 dargestellt. Der Film 45, bei dem nur die nutzbare Breite gezeigt ist, trägt z.B. vier vorzugsweise jeweils gegenläufige Bildfolgen 62, 63, 64, 65. Die Eigenart hierbei ist, dass, wie bei der Bildfolge 62 gezeigt, zwei jeweils zusammengehörige Bilder, also Einzelbilder a(sub)1 und a(sub)2, in Augenabstand angeordnet sind; diese beiden Einzelbilder sind also gleichzeitig aufgenommen und gleichzeitig zu betrachten. Auf der Zeichnung sind die dem linken Auge zugeordneten Einzelbilder mit einem waagerechten Strich, die dem rechten
Auge zugeordneten Einzelbilder mit einem waagerechten Doppelstrich kenntlich gemacht. Das Maß des Augenabstandes ist gleich der (2n - 1)-fachen Einzelbildbreite; der Schaltschritt beträgt zwei Einzelbildbreiten. Es erscheinen also vor dem linken Auge jeweils nacheinander folgende Einzelbilder: a(sub)1, b(sub)1, c(sub)1, d(sub)1 usw., vor dem rechten Auge: a(sub)2, b(sub)2, c(sub)2 usw. Auf der Abb. 6 ist nur prinzipiell eine Betrachtungsvorrichtung für einen solchen Film dargestellt; für jedes Auge ist ein Okular 67 mit zugehöriger Optik 68 in Augenabstand 66 angeordnet; gegebenenfalls kann der Augenabstand variabel sein; in diesem Falle wird zweckmässigerweise der Film 45 im Bereiche des Augenabstandes 66 eine veränderliche Schleife beschreiben können; im allgemeinen wird sich dies aber erübrigen. Der Durchlauf des Films 45 durch eine solche Vorrichtung geschieht also in der Art eines Schreibmaschinenfarbbandes, sodass nacheinander beim Durchgang von rechts nach links und beim nächsten Durchgang von links nach rechts usw. jeweils die nächst höhere Bildfolge sichtbar wird, wobei die entsprechende Umschaltung von Hand oder automatisch geschehen kann.
Eine andere Möglichkeit der Anordnung der Einzelbilder auf einem Film zeigt die Abb. 7. Dieser Film besitzt zwei Bildreihen 69 und 70; die Bildreihe 69 trägt in unmittelbarer Folge hintereinander alle für das linke Auge bestimmten Bilder, während die andere Bildreihe 70 die für das rechte Auge bestimmten Einzelbilder in gleicher Weise besitzt. Die Sehachse des linken Auges 71 befindet sich im Augenabstand von der Sehachse 72 des rechten Auges; die einander zugeordneten Einzelbilder der beiden Bildreihen 69 und 70 sind jeweils in Augenabstand voneinander entfernt angeordnet; diese Anordnung bedingt jeweils eine gewissen Versetzung der Einzelbilder 75 gegeneinander sowie leicht verkantete Bildlage gegenüber der Filmkante und ein Durchlaufen des Films gegenüber der Waagerechten 73 unter einem bestimmten Winkel 74. Die jeweils einander zugeordneten Einzelbilder sind gleichartig auf der Zeichnung mit ein, zwei, drei usw. Schraffurstrichen kenntlich gemacht.
Selbstverständlich können in diesen Geräten gemäss der Erfindung Vorrichtungen vorgesehen sein, die die Betrachtung eines bestimmten einzelnen Stereobildes durch Stillsetzung des Films für eine bestimmte Zeit ermöglichen, was insbesondere für Schulungszwecke von Bedeutung ist.
Man kann das Betrachtungsgerät optisch auch so ausbilden, dass eine Mehrzahl, z.B. zwei Betrachtungsstellen vorgesehen sind. Optische Mittel, die den Strahlengang entsprechend führen, sind zwar nicht ganz unkompliziert, an sich jedoch bekannt, z.B. auf dem Gebiete der Mikroskop-Optik. In bestimmten Fällen wird man diese Komplizierung wegen der einleuchtenden Vorteile in Kauf nehmen können.

Claims (18)

1. Verfahren zur Aufzeichnung lebender Bilder zwecks räumlich wirkender Wiedergabe, dadurch gekennzeichnet, dass eine Folge von je zwei zusammengehörigen Stereobildern nach dem an sich bekannten Prinzip des Kinematografen auf einen Film o.dgl. aufgenommen und festgehalten wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass je zwei zusammengehörige Stereobilder unmittelbar nebeneinander und die Bildpaare unmittelbar hintereinander in Richtung der Filmlänge bzw. der Bewegungsrichtung des Filmstreifens o.dgl. aufgenommen werden.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Filmband parallel zueinander und vorzugsweise gegenläufig zwei oder mehrere Bildpaarfolgen aufgenommen werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelbilder je eines Stereobildpaares auf den Film in Augenabstand voneinander aufgenommen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaltschritt des Films zwei Bildbreiten beträgt und das Maß des Augenabstandes bzw. des Abstandes der beiden Bilder eines Bildpaares die (2n - 1)fache Einzelbildbreite ist.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Film parallel zueinander zwei Einzelbildreihen aufgenommen werden, derart, dass die eine Bildreihe alle dem linken Auge zugeordneten Einzelbilder und die andere Bildreihe alle dem rechten Aufge zugeordneten Einzelbilder in unmittelbarer Reihenfolge trägt, wobei je zwei einander zugeordnete Einzelbilder eines Stereobildpaares in Augenabstand voneinander angeordnete sind.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder ff., dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelbilder ein ausserordentlich kleines Format aufweisen, vorzugsweise ein solches mit etwa den Maßen 2,5 x 2,5 mm.
8. Gerät zur Aufnahme oder Betrachtung von den den Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 3 hergestellten Stereobildern, gekennzeichnet durch ein optisches System, in dessen Strahlengang Prismen eingeschaltet sind, die den Bildabstand auf Augenabstand auseinanderdrücken.
9. Gerät zur Betrachtung von nach einem der Verfahren gemäss den Ansprüchen 1 bis 7 aufgenommenen Stereobildern, gekennzeichnet durch seine Aufteilung in der Weise, dass das eigentliche Betrachtungsgerät den Antriebsmechanismus und die Betrachtungsoptik enthält, und dass für die Aufnahme des Films eine vorzugsweise leicht lösbar ausgebildete bzw. leicht auswechselbare Kassette vorgesehen ist, die zum Bewegen des Filmbandes erforderliche Filmspulen und Führungs-und Antriebsrollen enthält und vorzugsweise verschliessbar ausgebildet ist.
10. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette und das Betrachtungsgerät mit Mitteln zur leichten, vorzugsweise beim Ein- oder Ansetzen der Kassette selbsttätig in Wirkung tretenden Kupplung der einander zugeordneten mechanischen für den Filmtransport bzw. das Auf- und Abspulen des Films dienenden Teile versehen ist.
11. Gerät nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kassette Kupplungen auf beiden Flachseiten trägt.
12. Gerät nach den Ansprüchen 9 und ff., gekennzeichnet durch solche Befestigungsmittel und eine solche Ausbildung der Kupplungen, dass eine Parallelverschiebung der Kassette und ein Feststellen der Kassette in verschiedenen Stellungen möglich ist.
13. Gerät nach den Ansprüchen 9 und ff., dadurch gekennzeichnet, dass in den Schmalseiten der Kassette Bild- und Durchleuchtungs- bzw. Beleuchtungsfenster vorgesehen sind.
14. Betrachtungsgerät nach den Ansprüchen 9 und ff., dadurch gekennzeichnet, dass in dem eigentlichen Betrachtungsgerät die optischen Mittel einerseits und die mechanischen bzw. Antriebsmittel andererseits im wesentlichen in getrennten Kammern angeordnet sind.
15. Betrachtungsgerät nach den Ansprüchen 9 und ff., gekennzeichnet durch an sich bekannte Mittel zur Scharfeinstellung der Optik und/oder zur Verstellung und Einstellung des Augenabstandes.
16. Betrachtungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass für den Filmtransport in an sich bekannter Weise ein Malteserkreuzgetriebe vorgesehen ist, dass eine in den Strahlengang eingeschaltete an sich bekannte Segmentblende mit dem Antrieb gekuppelt ist und dass die Aufspulung des Films vorzugsweise über eine Rutschkupplung erfolgt.
17. Betrachtungsgerät nach den Ansprüchen 9 und ff., dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchleuchtung der Kassette bzw. des in dieser befindlichen Films bei eingesetzter Kassette hinter dieser eine Lichtquelle angeordnet ist, z.B. ein Tageslichtspiegel, eine ausgeleuchtete Milchglasscheibe o.dgl.
18. Betrachtungsgerät nach den Ansprüchen 9 und ff., dadurch gekennzeichnet, dass in an sich bekannter Weise der Strahlengang durch entsprechende optische Mittel so geteilt bzw. verzweigt ist, dass eine Mehrzahl von Betrachtungsstellen an einem Gerät vorhanden ist.

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