DEP0038564DA - Kontakteinrichtung für elektrische Uhrenanlagen - Google Patents

Kontakteinrichtung für elektrische Uhrenanlagen

Info

Publication number
DEP0038564DA
DEP0038564DA DEP0038564DA DE P0038564D A DEP0038564D A DE P0038564DA DE P0038564D A DEP0038564D A DE P0038564DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
mercury
master clock
contact device
tubes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ewald Bremen Ebenhan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Publication date

Links

Description

Parenlcnwöli1©
Dipl. Ing. W. Meissner
Büro Di i. rvi β ii
@ Bremen, l'iornerstr. 38
Ruf; Λ ei
Ewald übenhan in Bremen
Kontakteinrichtung für elektrische Uhrenanlagen
Die Erfindiang "besieht sich auf Eontc-lcteinrichtungen für elektrische Uhreinlegen, bei denen von einer Hauptuhr periodisch Kontakte gesteuert werden, v/oclurch sn die Nebenuhren Strominpulse abgegeben werden, um diese laufend weiterzuochalten.Meist wird dabei jede Minute ein Stromstoss an das Zeigernystem der nebenuhren gegeben und es ist auch bekannt, die Stromstösse mit jeweils wechselnder Richtung abzugeben.
An sich könnten von einer Hauptuhr aus beliebig viele Nebenuhren angetrieben werden, jedoch ist praktisch zu berücksichtigen, dass bei steigender ZpIiI der Nebenuhren sich die für die Schaltung derselben sufzuwendende elektrische Leistung erhöht. Dadurch werden die Kontakte, die far die dauernden Stromstö'ese geschlossen und geöffnet werden müssen, erheblich beansprucht. Bei su vielen Nebenuhren führt dies schliesnlich zu überrnässigen Funkenbildungen und damit zum Verschmoren der Kontakte, wobei besonders zu berücksichtigen ist, dass allein schon innerhalb 24 Stunden bei Minutenschaltung 1440 Kontaktschaltungen erfolgen müssen.
Die Bedeutung einer sauberen Kontaktgebung ist seit langem erkannt "'orden, es wurde daher schon verschiedentlich vorgeschlagen, Quecksilberkontakte zu verwenden. Abgesehen von napfe.rtigen mit Quecksilber gefüllten Gpfässen, in die einzelne Kontakthebel eintauchen, sind geschlossene Quecksilberkontaktrohren vorgesehenworden, die, vom Gang -der Hauptuhr beeinflusst, absatzweise geschwenkt v/erden, sodass das in den Kontaktröhren befindliche Queckcilber die Kontaktgebung bewirkt. Diese Quecksilberkontakte sind auch schon bei den Uhrenanlagen mit wechselnder Stromrichtung angewendet worden, jedoch in einer Weise, die keine praktisch brauchbare Losung darstellt. Bei der Erzeugung der Stromstösse Kit laufend wechselnder Richtung ist es bekanntlich möglich, mit einem Doppelhebelsystem zu arbeiten, das entweder mechanisch oder elektromagnetisch betätigt wird. Eine solche Anordnung ist nun mit Quecksilberkontakten versehen worden, derart, dass die schwenkbaren Doppelhebel abwechselnd in mit Quecksilber gefüllte Kontaktnäpfe eintauchten. Diese offenen Quecksilbergefässe sind aber im Gebrauch, insbesondere beim Transport und bei der Montage praktisch nicht brauchbar, weil das Quecksilber zu leicht auslaufen kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer Kontakteinrichtung für elektrische Uhrenanlagen mit wechselnder Stromrichtung die bekannten Quecksilberkontakte in Form geschlossener Rohre einzusetzen. Gemäss der Erfindung sind zu diesem Zwecke zwei derartige Quecksilberkontaktröhren gemeinsam schwenkbar angeordnet und mit ihren Mittelkontakten an die Pole der Gleichstromquelle angeschlossen, während die Aussenkontskte derselben wechselweise mit den Ausgangsklemmen der Schalteinrichtunge verbunden sind, derart, dass die Stromrichtung wechselt, je nachdem die einen oder die anderen Auscenkontakte beim Hin-und Herschwenken
der Quecksilberröhren zur Wirkung kommen. Da die Schwenkung dieser Ooppelrohrensnordnung nur geringen Kraftaufwand erfordert, wird die Schwenkbewegung der Kontaktröhren einfach durch einen a n sich bekannten Exzenterantrieb vom Uhrenwerk der Hauptuhr aus gesteuert.
Ein weiteres wesentliches Merkmal der Erfindung liegt dsrin, dass die erwähnte Doppelröhrenanordnung der Kontaktröhren sehr günstig in Zwischenrelais verwendet werden kann, die als Nebenzentrs.len von der Hauptuhr gespeist werden und ihrerseits den erst an sie angeschlossenen Nebenuhren wechselnde Stroastösse zuführen. Damit int es möglich, von einer Hauptuhr aus zahlreiche Nebenzentrelen zu betätigen, an denen die Nebenuhren gruppenweise hängen. Es kann deiner bei der praktischen Ausführung des Erfindungsgedankens mit einer Hauptuhr beispielsweise ein ganzes Stadtgebiet zentral versorgt werden, indem die Nebenzentralen immer für einen ganzen Gebäudekomplex o-dergl. arbeiten. Es ist sogar denkbar,von den Nebenzentrale^L aus nochmals Zwischenrelais als Unterzentralen zu betätigen.
Trotz dieser erheblichen Vorteile ist die Schalteinrichtung nach der Erfindung von einfachem Aufbau, auch die Nebenzentralen erfordern keinen wesentlichen Aufwand, wie im einzelnen die nachfolgende Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung erkennen lässt, die auf der Zeichnung dargestellt ist. Es
Abb. 1 eine Kontakteinrichtung an einer Hauptuhr in Ansicht,
Abb. 2 eine Seitenansicht zu Abb. 1, teilweise im Schnitt,
Abb. 3 eine Ansicht einer Quecksilberkontaktröhre bei der Kontaktgebung,
Abb. 4 ein Zwischenrelais als Nebenzentrale.
Nach ATdId. 1 und 2 wird durch das Uhrwerk der Hauptuhr eine Welle 1 mit einem daran befindlichen Exzenterantr-ieb 2 gedreht. Durch den Exzenterpntrieb 2 wird ein plattenförmiger Halter 3 für die beiden Quecksilberkontaktröhren 4,5 fangetrieben. Hierzu greift der Exzenterentrieb 2 in einen Schlitz 6 eines Armes 7 am. Halter 3 ein, der auf einer Achse 8 schwenkbar gelagert ist, so dass der Halter 3 beim Betrieb der Schalteinrichtung eine hin- und hergehende Belegung ausführt, Die '»"eile 1 macht eine halbe Umdrehung pro Minute, mithin nimmt der Halter 3 jede" Minute einmal seine nach links und einmal seine nach rechts geneigte Stellung· ein.
Die beiden Quecksilberkontaktröhren 4,5 sine! auf beiden Seiten des Halters 3 in geeigneter Weise befestigt. Jede Kontaktröhre 4,5 ist in ihrem mittleren Teil nach unten etwas ausgewölbt oder vertieft, damit sich in der waagerechten Stellung der Kontaktröhren 4,5 das darin befindliche Quecksilber in der Mitte der Kontaktröhren 4,5 einstellen kann, vergl. hierzu Abb. 1. An dieser Stelle haben die Kontaktröhren 4,5 je einen Mittelkontakt 9,lo. Mit diesen Kontakten 9,Io sind die beiden Kontaktröhren 4,5 an die Polkontakte 11,12 einer Gleichstromquelle 13 angeschlossen. In der Mitte jeder Kontaktröhre 4,5 liegt ferner innen an der oberen Wandung ein Staudamm 16„
Die Aussenkontakte 14,15 der Kontaktröhren 4,5 sind jeweils mit Klemmen 17,18 und 19,2o verbunden, die ihrerseits en die Ausgongsklemmen 21,22 der Schalteinrichtung angeschlossen sind und zwar so, dass die Klemme 17 bezw. 19 mit der Ansgangsklemroe 21 bezw. 22 und die Klemme 18 bezw. 2o umgekehrt mit der Ausgangsklemme 22 bezw. 21 verbunden sind. An die Ausgangsklemmen
21,22 werden in üblicher Weise die Nebenuhren angeschlossen.
Damit ergibt sich die folgende Wirkungsweise der Einrichtung:
In der Mittelstellung des Hplters 3 nach Abb. 1 liegt die. ganze Quecksilberfüllung 23 in der Mitte der Kontaktröhren 4,5. es ist keine "Verbindung mit den Aussenkontakten 14,15 vorhanden und die Ausgangsklemmen 21,22 sind stromlos. Gelangt der Hplter 3 in die eine Schwenklage, beispielsweise in die Lage nach Abb.3 , wo sich die Aussenkontakte 14 gesenkt haben, so läuft das Quecksilber 23 bis zu. den Aussenkontakten auseinander. Der Kontakt zwischen den Mittelkontakten 9,Io und dem Aussenltontskt 14 ist hergestellt. Es flieset nun Strom durch die beiden Kontaktröhren 4,5 zu den Klemmen 17,18 und weiter zu den Ausgangsklemmen 21,??. Da jede Kontaktröhre 4,5 an einen Pol der Stromquelle 13 angeschlossen ist, ivird. unter der Annahne, dass die vordere in Abb. 1 sichtbare Kontaktröhre 5 die positive Röhre ist, die Klemme 17 und damit auch die Ausgengsklemme 21 positiv. Dementsprechend wird die Ausgangsklemme 22 negativ. Kippt der !felter 3 nsch der anderen Seite, so wird von den positiven Aussenkontakt 15 der Kontaktrohre 5 aus die Klemme 19 und damit die Ausgangskiamme positiv, wahrend diesmal die Klemme 21 negativ wird. Durch &en ivechsel"|«ii€e4i Anschluss, der auf der Zeichnung durch die kreuzweise Vorbindung der Klemmen 18,22 und 2o,21 sinngemäss veranschaulicht wird, gelangen also zu den Ausgangsklemmen 21,22 bei jedesmaligem Kippen der Kontnktröhren 4,5 nach der einen oder anderen Spite Stromstösse von wechselnder Richtung über die Ausgangsklemmen 21,22 in das Npbenuhrennetz.
Der Staudamm 16 sichert ein ruhiges Ueberfliessen dee Quecksilbers nach beiden Seiten der Kontakträhren 4,5 und. gewährleistet, dasR der Kontakt mit den einen Paar Aussenkontakte 14 unterbrochen ist, bevor der Kontakt mit den anderen Aussenkontakten 15 entsteht, da anderenfalls Kurzschlüsse auftreten.
Die beschriebene Kontakteinrichtung ist mit besonderem Vorteil zum Aufbau von ZwiBch.enrele.is zu benutzen, die als Nebenzentralen arbeiten. Wie Abb. 4 zeigt, können die von den Ausgangsklemmen 21,22 ausgehenden Stromstosse wechselnder Richtung zur Speisung eines Relais 24 dienen, das mit der gleichen Kontakteinrichtung 25 ausgerüstet ist, derart, dass jeweils durch die Stroms to'sse das Hin-und Herwippen der Dop ρ el Anordnung der Kontaktröhren bewirkt wird. Die Wirkungsweise dieser Nebenzentrale nsch Abb. 4, die im übrigen nur ganz schernatisch gezeichnet ist, entspricht genau der oben beschriebenen. An die Ausgangsklemmen 26,27 des Relais 24 werden dann wieder die einzelnen Nebenuhren angeschlossen.
Die Quecksilberkontaktröhren arbeiten ohne Beeinträchtigung durch Funkenbildung selbst bei grösserer Belastung vollkommen einwandfrei. An eine mit einer solchen Kontakteinrichtung versehene Hauptuhr können ohne weiteres etwa 200 Nebenuhren angehängt werden, wobei sich bei einer Stromstärke von 10 Milliampere je Nebenuhr nur eine Belastung der Kontaktröhren mit 2 Ampere ergibt. Diese Werte entsprechen den Verhältnissen der Praxis. Bei einer Benutzung der beschriebenen Nebenzentralen lässt sich demgemäss eine fast unbegrenzte Anzahl von Nebenuhren von einer einzigen Hauptuhr aus betreiben.

Claims (4)

  1. Patentansprüche
    1β) Kontakteinrichtung fur elektrische 'Uhrenanlagen rait einer
    Hauptuhr und einzelnen Nebenuhren, die von der Hauptuhr durch Stromstösse wechselnder Richtung über Quecksilberkontakte fortgeschaltet v/erden, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Quecksilberkontaktröhren (4,5) gemeinsam schwenkbar angeordnet sind, die mit ihren Mittelkontakten (9>10) an die Pole der Gleichstromquelle (13) angeschlossen sind, während ihre Aussenkontekte (14,15) wechselweise mit den Ausgangsklemmen (?l,22jj der Schalteinrichtung verbunden sind, sodass die Stromrichtung wechselt,je nachdem die einen (14) oder die anderen Aussenkontekte (15) beim Hin-und Herschrvenken der Quecksilberkontaktröhren (4,5) zur Wirkung kommen.
  2. 2.) Kontakteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kontaktröhren (4,5) auf einem schwenkbaren Halter (3) befestigt sind, der in an sich bekannter Weise über einen Exzenterantrieb (2) vom Uhrwerk der Hauptuhr angetrieben wird.
    3.) Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch, gekennzeich
  3. net, dass der Halter (3) plattenförmig ausgebildet ist und die beiden Kontaktröhren (4,5) auf je einer Seite des HrIters (3) ngebracht sind.
  4. 4.) Kontakteinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die KontaktrÖhren (4,5) in der Mitte nach unten ausgewölbt oder vertieft sind und oben einen Staudamm $16) haben'.
    Kontakteinrichtung noch Anspruch 1 bis 4
    in Zv/ischonrelp.is, die als Npbenzentralen von der Hauptuhr gespeist werden und ihrerseits den nn sie fmgeschlossenen Nebenuhren wechselnde Stromstöase zuführen.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE832449C (de) Wendeschalter
DEP0038564DA (de) Kontakteinrichtung für elektrische Uhrenanlagen
DE822076C (de) Kontakteinrichtung fuer elektrische Uhrenanlagen
DE1173576B (de) Zeitverzoegerungsschalter
DE330959C (de) Schaltungsanordnung zur Ferneinstellung von Signalen, insbesondere fuer Zugabrufer
DE735652C (de) Elektromagnetischer Blinkschalter
DE2314597A1 (de) Reversierschuetz
DE344509C (de) Elektromagnetischer Ein-, Aus- und UEmschalter fuer elektrische Leitungen
DE702353C (de) Fahrtrichtungsanzeiger, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE214483C (de)
DE425119C (de) Drehschalter
CH254287A (de) Vorrichtung zum Mischen von Flüssigkeiten.
AT227437B (de) Vorrichtung zur beliebig feinstufigen Sollwertvoreinstellung der Mischkomponenten bei einer digitalen Mischungsregelung
DE637105C (de) Pendelwinker, insbesondere fuer Torausfahrten
DE728587C (de) Elektromagnetischer Strombegrenzer
DE45626C (de) Elektrischer Controltelegraph
DE457515C (de) Blinklicht-Reklamevorrichtung fuer eine beliebige Anzahl Gluehlampen oder Gluehlampenserien
DE100510C (de)
AT86633B (de) Elektrizitäts-Selbstverkäufer.
AT82304B (de) Stromstoßgeber für Fernsprechanlagen mit selbsttätigem Betrieb.
DE220562C (de)
AT146351B (de) Vibrierendes Rasier- und Massagegerät.
DE1938463C (de) Koordinatenschalter fur Fernmelde , insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen mit Speicherschaltern
DE824514C (de) Zeitschalter
Marckhl DAS KAMMERORCHESTER AM STEIERMÄRKISCHEN LANDESKONSERVATORIUM