DEP0001623DA - Schaltungsanordnung für handbediente schnurlose Vermittlungseinrichtungen - Google Patents
Schaltungsanordnung für handbediente schnurlose VermittlungseinrichtungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für handbediente schnurlose Vermittlungseinrichtungen, bei denen für Haus- und Amtsverbindungen gesonderte Verbindungswege vorgesehen sind, an die die Teilnehmerstellen durch die Vermittlungsperson mittels Schalter angeschaltet werden und bei denen für die ein Amtsgespräch führenden Teilnehmerstellen Rückfragemöglichkeit besteht.
Bei bekannten Anordnungen dieser Art sind für die Herstellung einer Rückfrageverbindung Rückfrageschalter vorgesehen, die den amtsberechtigten Teilnehmerstellen in der Vermittlungseinrichtung zugeordnet sind und mit deren Hilfe die Vermittlungsperson eine Rückfrageverbindung zumeist über besondere Rückfragewege herstellt.
Die Erfindung vermeidet sowohl Rückfrageschalter als auch besondere Rückfragewege. Sie benutzt vielmehr für die Rückfrageverbindungen einen Weg, der durch die bestehende Amtverbindung ohnehin der Benutzung von anderer Seite entzogen ist. Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die beiden an einer geheimen Rückfrageverbindung beteiligten Gesprächspartner mittels der ihnen für die Anschaltung an die Amtsleitung zugeordneten Schalter in Parallelschaltung an die für das Amtsgespräch benutzte Amtsleitung angeschaltet sind und diese Schalter aller an die Vermittlungseinrichtung angeschlossenen Teilnehmerstellen in der Weise zusammenwirken, daß bei Betätigung von mindestens zwei Schaltern Schaltmittel wirksam werden, die die Amtsleitung nach der Amtsseite hin unter Aufrechterhaltung der bestehenden Amtsverbindung auftrennen.
Die Erfindung wird im Folgenden an Hand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert, das eine handbediente schnurlose Vermittlungseinrichtung mit einer Amtsleitung AL, einem Hausweg BL und einer Abfrageleitung Abl zeigt. Dabei ist die Vermittlungseinrichtung mit der Vermittlungsstelle Vst nur soweit dargestellt, wie es zum Verständnis der Erfindung erforderlich ist. N, 1 und Nx sind zwei der an die Vermittlungseinrichtung angeschlossenen Nebenstellen, die sowohl Haus- als auch Amtsgespräche führen können.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Es wird angenommen, daß vom Amt her ein Anruf erfolgt. Dieser wird in nicht näher dargestellter Weise durch ein optisches und akustisches Signal in der Vermittlung gekennzeichnet. Die Vermittlungsstelle schaltet sich daraufhin durch Betätigung des Schalter AR an die Amtsleitung an und fragt nach Abheben des Hörers ab. Die Speisung für das Mikrofon verläuft über das Relais MR, das im Schleifenstromkreis erregt wird und mit seinem Kontakt mr s Relais A 1 einschaltet in dem Stromkreis:
+, mr, 6 AR, 1 a, A 1, Wi 2, -.
Wünscht der Amtsteilnehmer eine Verbindung mit der Nebenstelle N 1, so betätigt die Vermittlungsstelle den der gewünschten Stelle zugeordneten Schalter A1 und drückt die Ruftaste RT 1, wodurch die Nebenstelle N 1 Rufstrom erhält. Nach dem Melden der Nebenstelle legt die Vermittlungsstelle den Schalter AR in die Ruhelage zurück und hängt ihren Hörer ein. Die Nebenstelle N 1 ist über die Schalterkontakte 1 A 1 und 2 A 1 an die Amtsleitung angeschaltet und kann das Gespräch mit dem Amtsteilnehmer aufnehmen. Der Mikrofonspeisestromkreis für die Nebenstelle verläuft über die Relais A und Ax, von denen das Relais A erregt wird und das Relais Ax infolge Differenzwirkung seiner beiden Wicklungen unerregt bleibt. Der Kontakt 1a hält nach dem Zurücklegen des Schalters AR die Erregung des Relais A 1 aufrecht.
Wünscht die Nebenstelle N 1 im Verlauf des Amtsgespräches eine Rückfrage mit der Nebenstelle Nx, so betätigt sie kurzzeitig ihre Erdungstaste T 1, so daß nunmehr das Differenzialrelais Ax anspricht und in nicht näher dargestellter Weise in der Vermittlungs-
stelle ein Signal einschaltet, das die Vermittlungsstelle Vst durch Betätigung des Schalters AR zur Anschaltung an die Amtsleitung veranlaßt. Da somit die Schalter A 1 und AR betätigt sind, kommt folgender Stromkreis für das Relais HR zustande:
+, 5 AR, 4 A 1, 4 AR, a 1, HR, -.
Das Relais HR spricht an und trennt mit seinen Kontakten 1 hr und 2 hr die Amtsleitung auf, so daß der Amtsteilnehmer abgeschaltet ist. Die Verbindung im Amt wird jedoch über den durch den Kontakt a geschlossenen Schleifenstromkreis aufrecht gehalten. Die Nebenstelle N1 übermittelt über den in der Vermittlungseinrichtung verlaufenden Teil der Amtsleitung der Vermittlungsstelle VSt den Wunsch einer Rückfrage mit der Nebenstelle Nx. Die Vermittlungsstelle betätigt daraufhin den Schalter Ax und ruft die Nebenstelle Nx durch Drücken der Ruftaste RTx an. Nach dem Melden der gewünschten Nebenstelle scheidet die Vermittlungsstelle durch Zurücklegen des Schalters AR aus der Verbindung aus. Das Relais HR bleibt indessen weiter erregt, weil weiterhin zwei Schalter, nämlich A 1 und Ax, betätigt sind. Der Stromkreis für Relais HR ist über
+, 5 AR, 4 A 1, 4 Ax, 3 A 1, a 1, HR, -
geschlossen, so daß die Auftrennung der Amtsleitung bestehen beleibt.
Nach Beendigung der Rückfrage betätigt die Nebenstelle N 1, die das Amtsgespräch fortsetzen will, kurzzeitig die Erdungstaste T 1 und veranlaßt dadurch die Vermittlungsstelle, den Schalter Ax der Nebenstelle Nx, die durch Einhängen des Hörers aus der Verbindung ausgeschieden ist, in die Ruhelage zurücklegen. Da somit nur noch ein Schalter, nämlich A 1, betätigt ist, wird der Stromkreis für das Relais HR unterbrochen, so daß dieses abfällt und die Amtsleitung wieder durchschaltet. Nach Gesprächsschluß legt die Nebenstelle N 1 den Hörer auf und bewirkt hierdurch in nicht dargestellter Weise die Einschaltung eines Signals, das die Vermittlungsstelle zum Zurücklegen des Schalters A 1 in die Ruhelage veranlaßt.
Abgehende Verbindungen seitens der Nebenstellen werden durch die Vermittlungsstelle über die Abfrageleitung abgefragt.
Für Hausverbindungen steht der Hausweg HL zur Verfügung, an den die Gesprächspartner mittels der Schalter H 1, Hx, HR angeschaltet werden.
Um zwei Gesprächspartnern, die ein Rückfragegespräch führen kenntlich zu machen, wenn die Vermittlungsstelle sich oder eine dritte Nebenstelle durch Betätigen des Schalters AR bzw. des der dritten Nebenstelle zugeordneten Schalters an die Amtsleitung anschaltet, ist die Kondensator-Widerstandsanordnung C 4 - Wi 1 vorgesehen, die durch den Kontakt t eines Relais T gesteuert wird. Dieses Relais T spricht über seine Wicklung I an, wenn das Relais A 1 erregt ist. Es trennt mit seinem Kontakt t die Erde von der Kondensator-Widerstandsanordnung ab. Eine Gegenwicklung II des Relais wird eingeschaltet, wenn ein Schalter, beispielsweise A 1, betätigt ist. Die über den Widerstand Wi 5 erfolgende Magnetisierung der Gegenwicklung ist jedoch so schwach, daß das Relais T weiter erregt bleibt. Ist ein weiterer Schalter z.B. Ax betätigt, was der Fall ist, wenn die Nebenstellen N 1 und Nx eine Rückfrage halten, so bleibt das Relais ebenfalls erregt, weil auch die durch Parallelschaltung der Widerstände Wi 4 und Wi 5 erhöhte Magnetisierung noch nicht ausreicht, um das Relais T zum Abfall zu bringen. Erst beim Umlegen eines dritten Schalters wird die Gegenmagnetisierung so stark, daß das Relais T abfällt. Es schaltet dadurch ein nicht dargestelltes Relais F1 ein. Das Relais F1 unterbricht mit seinem Kontakt f1 den Stromkreis für die Gegenwicklung II des Relais T, das über seine Wicklung I erneut anzieht. Durch das Wechselspiel beider Relais und damit bewirkter wechselnder Oeffnung und Schließung des Kontaktes t wird der Kondensator C 4 abwechselnd geladen und wieder entladen und verursacht hierdurch auf der Amtsleitung ein Tickerzeichen, an welchem die Gesprächspartner erkennen, daß ein Dritter an die Leitung angeschaltet ist.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Vermittlungseinrichtung mit einer Amtsleitung und einem Hausweg angenommen. Selbstverständlich läßt sich die Erfindung auch bei Anlagen verwenden, die mehrere solcher Verbindungswege aufweisen.
Claims (5)
1) Schaltungsanordnung für handbediente schnurlose Vermittlungseinrichtungen, bei denen für Haus- und Amtsverbindungen gesonderte Verbindungswege vorgesehen sind, an die die Teilnehmerstellen durch die Vermittlungsperson mittels Schalter angeschaltet werden, und bei denen für die ein Amtsgespräch führenden Teilnehmerstellen Rückfragemöglichkeit besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden an einer geheimen Rückfrageverbindung beteiligten Gesprächspartner mittels der ihnen für die Anschaltung an die Amtsleitung zugeordneten Schalter(<Nicht lesbar> ) in Parallelschaltung an die für das Amtsgespräch benutzte Amtsleitung angeschaltet sind und diese Schalter aller an die Vermittlungseinrichtung angeschlossenen Teilnehmerstellen in der Weise zusammenwirken, daß bei Betätigung von mindestens zwei Schaltern Schaltmittel (HR) wirksam werden, die die Amtsleitung nach der Amtsseite hin unter Aufrechterhaltung der bestehenden Amtsverbindung auftrennen.
2) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der zur Anschaltung an eine Amtsleitung dienenden Schalter (A 1 ... Ax bzw. <Nicht lesbar> ) einen Umschalte- und einen Arbeitskontakt aufweist und diese Kontakte aller Schalter in der Weise zusammengeschaltet sind, daß 1.) die einander entsprechender Federn der Arbeitskontakte in Parallelschaltung verbunden sind,
2.) die anderen Federn dieser Arbeitskontakte jeweils sowohl mit der Ruhefeder des zugehörigen Umschaltekontaktes als auch mit der Umschaltefeder des in der Reihe nachfolgenden Umschaltekontaktes verbunden sind und 3.) die Arbeitsfedern der Umschaltekontakte wiederum in Parallelschaltung verbunden sind, und daß die Umschaltefeder des in der Reihe zuerst liegenden Umschaltekontaktes mit dem einen Potential (+) verbunden ist, während die parallelgeschalteten Federn der Arbeitskontakte Zugang zu einem mit dem anderen Potential verbundenen Relais (HR) haben, dessen Stromkreis bei Betätigung von mindestens zwei Schaltern geschlossen wird und durch seine Erregung die Amtsleitung auftrennt.
3) Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Betätigung von mehr als zwei Schaltern Schaltmittel (T) wirksam werden, die ein Tickerzeichen oder dergl. an den betreffenden Verbindungsweg anschalten.
4) Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein bei Betätigung eines Schalters erregtes Relais (T) mit einer Gegenwicklung versehen ist, die erst bei Betätigung von mehr als zwei Schaltern so stark magnetisiert wird, daß das Relais abfällt.
5) Schaltungsanordnung nach Anspruch 3 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Relais (T) bei Betätigung von mehr als zwei Schaltern wechselweise aberregt und wieder erregt wird und in diesem Rhythmus einen Kondensator (C 4) auf- und entladet, der an den Verbindungsweg (AL) angeschaltet ist.
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