DE974326C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und Rueckausloesesteuerung ueber eine Ader zwischen 1. und letztem Nummernstromstossempfaenger - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und Rueckausloesesteuerung ueber eine Ader zwischen 1. und letztem Nummernstromstossempfaenger

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DE974326C
DE974326C DED16648A DED0016648A DE974326C DE 974326 C DE974326 C DE 974326C DE D16648 A DED16648 A DE D16648A DE D0016648 A DED0016648 A DE D0016648A DE 974326 C DE974326 C DE 974326C
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Josef Dirr
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

AUSGEGEBEN AM 24. NOVEMBER 1960
D 16648VIIIa j'21 a*
Josef Dirr, München
ist als Erfinder genannt worden
Josef Dirr, München
Nummernstromstoßempfänger
Die Erfindung befaßt sich mit einer Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb und Rückauslösesteuerung über eine Ader zwischen i. Und letztem Nummernstromstoßempfänger.
Schaltungsanordnungen dieser Art für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb gehören bereits schon zum Stande der Technik. Bei einer bekannten Anordnung erfolgt die Auslösung dadurch, daß beim Einhängen des rufenden Teilnehmers über die a- und fr-Ader je ein Kriterium übertragen werden muß, um die Auslösung herbeizuführen. Es sind bei dieser bekannten Anordnung zwei Relais erforderlich, die über ein weiteres Relais die Prüf-■und Belegungsader auftrennen und die aufgebaute Verbindung nach rückwärts auflösen. Diese Schaltungsanordnung weist den Nachteil auf, daß für die Übertragung des Auslösekriteriums zwei Adern benötigt werden. Zweck der Erfindung ist es jedoch, mit einer Ader auszukommen und die Zahl der auswertenden Schaltmittel im Leitungswähler gegenüber dem Bekannten zu verringern und dabei beim Einhängen zwischen Zehner- und Einerimpulsserie einen fälschlichen Ruf bei einem auf dem ersten Einerschritt befindlichen Teilnehmer zii verhindern.
009 644/2
Bei einer weiteren bekannten Schaltung, bei der alle einander folgenden Nummernstromstoßempfänger über Schleife eingestellt werden, ist die Auslösung auch des LeitungsWählers vom Schleifenstrom abhängig. Diese wird von nur einem an beide Sprechadern angeschlossenen Relais bewirkt, jedoch ist für die Auslösung der Abfall dieses Relais bestimmend.
Gemäß der Erfindung wird nach dem Erreichen
ίο des Leitungswählers das Einhängen des Rufenden als Dauerstromstoß im Stromstoßübertragungsweg auf das Impulsrelais im Leitungswähler gegeben, und dieses allein bewirkt unmittelbar, z. B. durch Kurzschluß des Belegungsrelais im ankommenden Prüfast, die Auslösung des Leitungs Wählers auch vor der Rufaussendung beim Einhängen zwischen Zehner- und Einerwahl.
Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß mit dem Auslösekriterium zugleich eine Prüfung erfolgt, ob ein Fangen vorliegt.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den schematischen Zeichnungen dargestellt und nachstehend an Hand deren ausführlich beschrieben.
In Fig. ι ist ein I. Gruppenwähler dargestellt, der auch die Speisung des rufenden Teilnehmers übernimmt. Die Belegung erfolgt in üblicher Weise über die c-Ader. Über die Wicklung AIII spricht -4-Relais im " Belegungsstromkreis an und bindet sich über die Teilnehmerschleife. Durch 8a-Kontakt wird C-Relais freigegeben, das sich dann über 14c weiter hält, wenn durch den ißi-Kontakt der Stromkreis des ^4111-Relais unterbrochen wird. /-Relais wird durch einen c-Kontakt eingeschaltet und hält sich, bis der Wähler die Ruhestellung verlassen hat. Diese /-Wicklung ist im Beispiel nicht dargestellt. F-Relais spricht über den Belegungsstromkreis an und hält sich bis nach der ersten Wahlimpulsserie. Weiter wird das F-Relais als Steuerrelais verwendet und spricht während jeder Wahlimpulsserie an. Nach Einstellung des I. Gruppenwählers werden die Wählziffernwerte in Form von Erdimpulsen über die α-Ader zu den nachfolgenden Gliedern weitergegeben. Über 19/» hält sich das Prüfrelais P über die niederohmige Wicklung FII. Beim Melden des gerufenen Teilnehmers wird Spannung an die b-Ader gelegt. Z-Relais im I. Gruppenwähler spricht dann an und gibt mit loz eine Stromverstärkung über die c-Ader. Dieser Impuls kann auch im I. Gruppenwähler gespeichert werden und erst am Ende des Gesprächs weitergegeben, werden. Über 29 ζ wird /-Relais gebracht, das mit 2 i die Erde vom Z-Relais wegnimmt. Bei Zählung während des Gesprächs bleibt die Erde über ι rk bestehen, rk ist ein Dekadenkontakt des Wählers. Bei Mehrfachzählung am Ende des Gesprächs wird die Erde an 1 rk noch von einem Ruhekontakt des Belegungsrelais C abhängig gemacht. Hängt der rufende Teilnehmer ein, so· fällt C-Relais ab, die Vorwahlstufe wird jedoch noch über 7p, 15 q gehalten, damit noch geprüft werden kann, ob ein Fangen erforderlich ist. Durch die Unterbrechung der Teilnehmerschleife ist auch ^4-Relais abgefallen; mit δα wurde C-Relais kurzgeschlossen, und mit 3 α wird im Beispiel als Auslösekriterium eine Dauererde an die α-Ader gelegt. Soll der Teilnehmer nicht gefangen werden, so findet Q I-Relais Spannung in einer der Aufbaustufen und spricht an. Mit 15 g wird der Belegungsstromkreis aufgetrennt und dadurch die Vorwahlstufe freigegeben. Durch das Auslösekriterium, im Beispiel eine Dauererde, wird eine rückwärtige Auslösung in die Wege geleitet. Der Prüfstromkreis des I. Gruppenwählers wird im nachfolgenden Glied durch die rückwärtige Auslösung aufgetrennt, P-Relais fällt ab, der Wähler wird in die Ausgangsstellung gebracht, und der I. Gruppenwähler ist wieder belegungsfähig.
In Fig. 2 ist der Auslösekreis anders geschaltet. Mit einer solchen Anordnung wird erreicht, daß eine Nachwahl nach dem Melden des gerufenen Teilnehmers unterdrückt wird. Durch das Meldekriterium wird /-Relais mit 29 ^-Kontakt (vgl. Fig. 1) gebracht. Dieses hält sich nun bis zur Auslösung der Verbindung. In dem Beispiel gemäß Fig. 2 wird mit 41 die Wahlerde von der α-Ader abgetrennt.
In Fig. 3 ist ein II. Gruppenwähler mit den Belegungs- und Auslösestromkreisen dargestellt. Die Belegung erfolgt über die c-Ader. C-Relais spricht an und hält sich über 3 c weiter, wenn der Kontakt 4-k geöffnet hat. 4k ist ein Wählerkontakt, der betätigt wird, wenn der Wähler die Ausgangsstellung verläßt, und bleibt dann in der Lage, bis die Ausgangsstellung wieder erreicht ist. Die Wählziffernwerte zur Einstellung des Wählers werden als Erdimpulse über die α-Ader gegeben. £1 nimmt dieselben auf und stellt den Wähler entsprechend ein. Nach der gesteuerten Wahl wird dann der Wähler auf Freiwahl umgeschaltet. Bei einem freien Ausgang spricht das Prüfrelais P an, das sich mit Jp über seine niederohmige Wicklung Pl hält. Zugleich wird die ajb-Aaex mit gp und 10 p zur nächsten Stufe durchgeschaltet. Mit 1 p wird das Belegungsrelais abgeschaltet. Dieses fällt ab. Bei der Auslösung wird der Prüfstromkreis in der nachfolgenden Aufbaustufe aufgetrennt, P-Relais fällt ab, der Belegungsstromkreis dieses Wählers wird daher ebenfalls mit ι ρ unterbrochen. Der Wähler geht wieder in die Ausgangsstellung. Findet dieser Wähler bei der Freiwahl keinen freien Ausgang, so wird dieser auf dem letzten Schritt stillgesetzt. Über die Wicklung EIII, 6 w 11 erhält der Teilnehmer das Besetztzeichen. Das Auslösekriterium wird durch die Wicklung EI aufgenommen, mit 2e wird C-Relais kurzgeschlossen. Der Wähler ist aus der Ruhestellung, 4k hat also geöffnet, und nach Abfall von C-Relais ist der Belegungsstromkreis wieder unterbrochen. Sobald der Wähler die Ausgangsstellung wieder erreicht hat, ist er wieder belegungsfähig.
In Fig·. 4 ist ein Leitungswähler mit rückwärtiger Auslösung dargestellt. Die Belegung erfolgt wieder über die c-Ader in üblicher Weise. Die Wählziffernwerte werden durch Erdimpulse über die α-Ader übertragen und mit Hilfe des £ I-Relais aufgenommen und damit der Wähler eingestellt.
Wählt der Teilnehmer nicht, so kann nach einer bestimmten Zeit eine rückwärtige Auslösung in die Wege geleitet werden. Diese Zeit wird im Beispiel durch ein Abzählglied, das aus Kondensatoren und einer Glimmlampe besteht, gemessen. Über einen zentralen Impulsgeber werden über den 5-Sekunden-Ausgang Zeitimpulse aufgenommen und mit jedem Impuls ein Speicherkondensator C 6 mit Hilfe eines Schöpfkondensators geladen oder entladen. Nach einer vorbestimmten Zahl von Impulsen ist eine solche Spannung am Speicherkondensator, daß die Glimmlampe zündet. Das Relais FI im Zündstromkreis spricht an und bindet sich über seine Wicklung FII. Über 143/ wird C-Relais kurzgeschlossen, das abfällt. Bis zum Abfall des F-Relais entsteht im Belegungsstromkreis eine Lücke, dadurch wird dann die rückwärtige Auslösung eingeleitet. In der davorliegenden Stufe fällt das Prüfrelais ab. Nach Abfall des FIT-Relais ist der Wähler wieder belegungsfähig.
Im Beispiel ist als Wähler ein Hebdrehwähler verwendet. Nach Einstellung desselben wird kurzzeitig über 43 z/, 42 &, 41 c, 40 w Prüferde an das F-Relais angelegt. Ist der gewünschte Teilnehmer frei, so spricht P-Relais an und bindet sich über 45/>. Während der Abfallzeit von [/-Relais, das sich über 73^, 72 u, γ τ ν während der Einerwahl gehalten hatte, wird über igu,2op, 21c der Kondensator C 7 entladen und R II-Relais zum Anzug gebracht. Die Ladezeit von C 7 bestimmt dann die Länge des Rufes, der über 39 r angelegt wird. Der Weiterruf wird mit Hilfe eines Zählgliedes ausgeführt. Nach einer bestimmten Zahl von Entladungen, die durch einen Hilfskondensator über 57 P> 55 s< 54C erfolgen, zündet die Glimmlampe GH, FI-Relais spricht an und bindet sich über 69 V. Zugleich wird über So 2, 77 y, 74 p tZ-Relais eingeschaltet. Über 191/ wird wieder das Rufrelais i?II angelassen. Meldet sich der Teilnehmer, so spricht
4.0 über die Schleife ^-Relais an und schaltet, falls gerade Rufstrom gesendet wird, über 22 a den Rufstrom ab. Durch 46a wird der Kurzschluß des ZI-Relais aufgehoben. Z-Relais spricht an und hält sich über 61 s. 6 a und Ja schalten die Sprechädern durch, so daß beide Teilnehmer miteinander sprechen können. Über 20,32 wird Zählspannung an die &-Ader gelegt.
Hängt der rufende Teilnehmer ein, so wird im Beispiel als Auslösekriterium Dauererde an die α-Ader gegeben. £-Relais spricht an und schließt mit 12 e C-Relais kurz, das dann abfällt. Durch den Wählerkontakt 17 k entsteht eine Lücke im Belegungsstromkreis, so daß das Prüfrelais der vorhergehenden Stufe abfällt. Nach Einhängen des gerufenen Teilnehmers geht der Wähler wieder in die Ruhelage. Soll der rufende Teilnehmer gefangen werden, so ist die Brücke ΛΓ i-iV 2 aufgetrennt, so daß Ε-Relais nicht ansprechen kann und der Wähler gehalten wird. Über 1 z, N 7 wird das Fangen signalisiert. Hängt der gerufene Teilnehmer zuerst ein, so erfolgt die rückwärtige Auslösung durch Kurzschluß des C-Relais mit 13 α, ϊ$ζ. In Fig. 5 wird die rückwärtige Auslösung nur wirksam, wenn der rufende Teilnehmer einhängt. Mit 8e wird dann C-Relais kurzgeschlossen. Hängt der gerufene Teilnehmer zuerst ein, so wird derselbe freigeschaltet. Pi wird über 2,3,33/, 4a kurzgeschlossen.
In den vorstehenden Erläuterungen der Figuren wurde eingehend die Wirkungsweise des Fern-Sprechwählsystems dargestellt. Nachfolgend wird nun die Wirkungsweise des Systems beim Einhängen zwischen Zehner- und Einerwahl zur Vermeidung eines fälschlichen Rufes erläutert.
Hängt der rufende Teilnehmer zwischen Zehner- und Einerwahl ein, so fällt im I. Gruppenwähler in Fig. ι v4-Relais ab. Über 30, 4 c bzw. nach Abfall von C-Relais über Qi, SP wird ein Dauerstrom als Auslösekriterium zum Leitungswähler LW, Fig. 4, gegeben. Im Leitungswähler spricht das Relais E dauernd an. Der I2£-Kontakt schließt das C-Relais kurz. Das Umsteuerrelais U ist bereits schon nach Ende der Zehnerwahl über 79 c, 76 k, 78 w, 75 ν zum Anzug gekommen. 40 «-Kontakt bereitet den Prüfstromkreis und 29 w-Kontakt den Stromkreis für den Drehmagneten vor. Über 37 e ist aber auch F-Relais zum Anzug gekommen. 43^-Kontakt trennt den Prüfstromkreis auf. Der Drehmagnet bekommt zwar noch bis zum Abfall von C-Relais einen Impuls und schaltet auf den ersten Dreh- go schritt. Dies bleibt jedoch ohne Wirkung, da ein Aufprüfen auf den ersten Ausgang nicht möglich ist. Nach Abfall des C-Relais löst der Leitungswähler aus. Ein Ruf zum Teilnehmer auf Schritt 1 wurde vermieden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb und Rückauslösesteuerung über eine Ader zwischen 1. und letztem Nummernstromstoßempfänger, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Erreichen des Leitungswählers das Einhängen des Rufenden als Dauerstromstoß im Stromstoßübertragungsweg auf 10; das Impulsrelais im Leitungswähler gegeben wird und dieses allein, z. B. durch Kurzschluß des Belegungsrelais im ankommenden Prüfast, die Auslösung des Leitungswählers auch vor der Ruf aussendung beim Einhängen zwischen Zehner- und Einerwahl unmittelbar bewirkt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fangprüfung gleichzeitig durch das Auslösekriterium erfolgt, indem ein Relais im Auslösekriteriumsübertragungskreis angeordnet ist und im Leitungswähler durch ein vom Normalfall abweichendes Kennzeichen, beispielsweise eine Veränderung des Gleichstromwiderstandes, angelegt wird, so daß im Fangfall kein die Auslösung bewirkendes Schaltmittel betätigt wird.
3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Kontakt des das Auslösekritefium im Endglied markierenden Relais, das vorzugsweise auch für die Aufnahme der Steuerkennzeichen
in den einzelnen Wahlstufen dient, das Belegungsrelais kurzgeschlossen und damit die Einleitung der rückwärtigen Auslösung vorgenommen wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 281 338, 704414, 554768,674741, 715488,856460,874611,875052; österreichische Patentschrift Nr. 99 356;
I. Kleemann, Grundzüge der Fernmeldetechnik, München und Berlin, 1943. S. 257, 268;
»Fernmeldepraxis«, Bd. 29, Jahrgang 1952, Nr. 5, S. 131 bis 134, 153.
F. Lubberger, »Die Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb«, 1926, Berlin, S. 223, 225.
A. Flad & J. Kirch, Berlin, 1948, Eisenbahnfernsprechtechnik, S. 36, 45;
R. Krause, Einführung in die Fernsprechtechnik, 1952, I. Teil, S. 209;
Dienstanweisung der Deutschen Reichspost, 1924, »Die Selbstanschlußämter«, Teil III, S. 12;
Telegraphen- und Fernsprechtechnik TFT, 1943, Heft 2 und 3, »Das Fernsprechwählsystem 40« von E. Stutins;
I moderni sistemi di telefonia automatica,, 1937, Fig. 8.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 617/195 8.56 (009 644/2 11.60)
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