DED0016648MA - - Google Patents

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DED0016648MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 23. Dezember 1953 Bekanntgemacht am 6. September 1956
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Selbstwählanlagen mit Abriegelungsgliedern im I. Gruppenwähler und im Leitungswähler oder entsprechend arbeitenden Stufen, bei der die Auslösung entgegen der Aufbaurichtung der Verbindung vorgenommen wird.
Schaltungsanordnungen dieser Art für Selbstwählanlagen mit rückwärtiger Auslösung gehören zum Stand der Technik. So ist beispielsweise eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb bekannt, bei der die Auslösung von dem letzten zu einer Verbindung gehörenden Nummernstromstoßempfänger eingeleitet wird und bei der Schaltmittel angeordnet sind, welche bei Verzicht des Anrufenden auf eine teilweise hergestellte Verbindung in Tätigkeit treten und zur Vollendung einer Verbindung eine selbsttätige Einstellung der weiteren erforderlichen Nummernstromstoßempfänger zum Zwecke der Auslösung veranlassen.
Ein großer Nachteil dieser Anordnung besteht darin, daß bei teilweise aufgebauten Verbindungen immer die gesamte Verbindung bis zum Leitungswähler aufgebaut werden muß. Hierfür ist dem I. Gruppenwähler ein umfangreicher Impulssender zugeordnet. Auch ist eine wesentliche längere Belegung der Verbindungswege notwendig.
Deshalb ist man bei solchen Systemen wieder zu einer Vorwärtsauslösung übergegangen. Diese erfolgt durch Auftrennung der Prüfader. Solche Anordnungen haben aber den Nachteil, daß bei der Auslösung bis zum Abfall des jeder Stufe zuge-
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ordneten Belegungsrelais ein anderer Wähler auf die noch bestehende Verbindung aufprüfen kann, so daß Falschverbindungen zustande kommen können.
Bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung werden die zuvor erwähnten Nachteile der bisher verwendeten und vorgeschlagenen Anordnungen dadurch vermieden, daß eine rückwärtige Auslösung beim Einhängen des rufenden Teilnehmers
ίο durch ein Kriterium eingeleitet wird, das von der ersten, die Steuerkennzeichen des Teilnehmers umsetzenden Wahlstufe zur jeweiligen letzten Stufe der teilweise oder ganz aufgebauten Verbindung übertragen wird und in dieser eine rückwärtige Auslösung der Verbindung einleitet. Das Auslösekriterium wird dabei vorzugsweise durch ein Dauerpotential markiert, das über dieselbe Ader übertragen und mit demselben Potential gekennzeichnet wird wie die Steuerkennzeichen für den Aufbau der Verbindung.
Weitere Merkmale der Erfindung sind, daß mit dem Auslösekriterium zugleich eine Prüfung erfolgt, ob ein Fangen vorliegt, und daß ein von den normalen Steuerkennzeichen abweichendes Auslösekriterium vorgesehen ist, durch das im Leitungswähler die Prüf- und Rufstromkreise aufgetrennt werden, so daß keine Rückkontrolle mehr erforderlich ist.
Der Gegenstand der Erfindung ist in den schematischen Zeichnungen dargestellt und nachstehend an Hand deren ausführlich beschrieben.
In Fig. ι ist ein I. Gruppenwähler dargestellt, der auch die Speisung des rufenden Teilnehmers übernimmt. Die Belegung erfolgt in üblicher Weise über die c-Ader. Über die Wicklung AIII spricht ^4-Relais im Belegungsstromkreis an und bindet sich über die Teilnehmerschleife. Durch Sa-Kontakt wird C-Relais freigegeben, das sich dann über 14 c weiter hält, wenn durch den ißj-Kontakt der Stromkreis des A IH-Relais unterbrochen wird. /-Relais wird durch einen c-Kontakt eingeschaltet und hält sich, bis der Wähler die Ruhestellung verlassen hat. Diese /-AVicklung ist im Beispiel nicht dargestellt. F-Relais spricht über den Belegungs-Stromkreis an und hält sich bis nach der ersten Wahlimpulsserie. Weiter wird das ^-Relais als Steuerrelais verwendet und spricht während jeder Wahlimpulsserie an. Nach Einstellung des I.Gruppenwählers werden die Wählziffernwerte in Form von Erdimpulsen über die α-Ader zu den nachfolgenden Gliedern weitergegeben. Über 19^ hält sich das Prüfrelais P über die niede.rohmige Wicklung FII. Beim Melden des gerufenen Teilnehmers wird Spannung an die &-Ader gelegt. Z-Relais im L Gruppenwähler spricht dann an und gibt mit 102 eine Stromverstärkung über die c-Ader. Dieser Impuls kann auch im I. Gruppenwähler gespeichert werden und erst am Ende des Gesprächs weitergegeben werden. Über 29 ζ wird /-Relais gebracht, das mit 21 die Erde vom Z-Relais wegnimmt. Bei Zählung während des Gesprächs bleibt die Erde über ι rk bestehen, rk ist ein Dekadenkontakt des Wählers. Bei Mehrfachzählung am Ende des Gesprächs wird die Erde an 1 rk noch von einem Ruhekontakt des Belegungsrelais C abhängig gemacht. Hängt der rufende Teilnehmer ein, so· fällt C-Relais ab, die Vorwahlstufe wird jedoch noch über 7 p, 15g gehalten, damit noch geprüft werden kann, ob ein Fangen erforderlich ist. Durch die Unterbrechung der Teilnehmerschleife ist auch ^4-Relais abgefallen; mit 8a wurde C-Relais kurzgeschlossen, und mit 3 α wird im Beispiel als Auslösekriterium eine Dauererde an die α-Ader gelegt. Soll der Teilnehmer nicht gefangen werden, so findet Q I-Relais Spannung in einer der Aufbaustufen und spricht an. Mit 15 g wird der Belegungsstromkreis aufgetrennt und dadurch die Vorwahlstufe freigegeben. Durch das Auslösekriterium, im Beispiel eine Dauererde, wird eine rückwärtige Auslösung in die Wege geleitet. Der Prüfstromkreis des I. Gruppenwählers wird im nachfolgenden Glied durch die rückwärtige Auslösung aufgetrennt, /^-Relais fällt ab, der Wähler wird in die Ausgangsstellung gebracht, und der I. Gruppenwähler ist wieder belegungsfähig.
In Fig. 2 ist der Auslösekreis anders geschaltet. Mit einer solchen Anordnung wird erreicht, daß eine Nachwahl nach dem Melden des gerufenen Teilnehmers unterdrückt wird. Durch das Meldekriterium wird /-Relais mit 29 2-Kontakt (vgl· Fig. 1) gebracht. Dieses hält sich nun bis zur Auslösung der Verbindung. In dem Beispiel gemäß Fig. 2 wird mit 41 die Wahlerde von der α-Ader abgetrennt.
In Fig. 3 ist ein H. Gruppenwähler mit den Belegungs- und Auslösestromkreisen dargestellt. Die Belegung erfolgt über die c-Ader. C-Relais spricht an und hält sich über 3 c weiter, wenn der Kontakt 4k geöffnet hat. 4k ist ein Wählerkontakt, der betätigt wird, wenn der Wähler die Ausgangsstellung verläßt, und bleibt dann in der Lage, bis die Ausgangsstellung wieder erreicht ist. Die Wählziffernwerte zur Einstellung des Wählers werden als Erdimpulse über die α-Ader gegeben. EI nimmt dieselben auf und stellt den Wähler entsprechend ein. Nach der gesteuerten Wahl wird dann der Wähler auf Freiwahl umgeschaltet. Bei einem freien Ausgang spricht das Prüfrelais P an, das sich mit Jp über seine niederohmige Wicklung PI hält. Zugleich wird die a/b-Ader mit gp und 10p uo zur nächsten Stufe durchgeschaltet. Mit 1 p wird das Belegungsrelais abgeschaltet. Dieses fällt ab. Bei der Auslösung wird der Prüfstromkreis in der nachfolgenden Aufbaustufe aufgetrennt, P-Relais fällt ab, der Belegungsstromkreis dieses Wählers wird daher ebenfalls mit 1 p unterbrochen. Der Wähler geht wieder in die Ausgangsstellung. Findet dieser Wähler bei der Freiwahl keinen freien Ausgang, so wird dieser auf dem letzten Schritt stillgesetzt. Über die Wicklung £111, 6wn erhält der Teilnehmer das Besetztzeichen. Das Auslösekriterium wird durch die Wicklung EI aufgenommen, mit 2e wird C-Relais kurzgeschlossen. Der Wähler ist aus der Ruhestellung, 4k hat also geöffnet, und nach Abfall von C-Relais ist der Belegungsstromkreis wieder unterbrochen. Sobald
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der Wähler die Ausgangsstellung wieder erreicht hat, ist er wieder belegungsfähig.
In Fig. 4 ist ein Leitungswähler mit rückwärtiger Auslösung dargestellt. Die Belegung erfolgt wieder über die c-Ader in üblicher Weise. Die Wählziffernwerte werden durch Erdimpulse über die α-Ader übertragen und mit Hilfe des Ei-Relais aufgenommen und damit der Wähler eingestellt. Wählt der Teilnehmer nicht, so kann nach einer
ίο bestimmten Zeit eine rückwärtige Auslösung in die Wege geleitet werden. Diese Zeit wird im Beispiel durch ein Abzählglied, das aus Kondensatoren und einer Glimmlampe besteht, gemessen. Über einen zentralen Impulsgeber werden über den 5-Sekunden-Ausgang Zeitimpulse aufgenommen und mit jedem Impuls ein Speicherkondensator C6 mit Hilfe eines Schöpfkondensators geladen oder entladen. Nach einer vorbestimmten Zahl von Impulsen ist eine solche Spannung am Speicherkondensator, daß die Glimmlampe zündet. Das Relais YI im Zündstromkreis spricht an und bindet sich über seine Wicklung FII. Über 143' wird C-Relais kurzgeschlossen, das abfällt. Bis zum Abfall des F-Relais entsteht im Belegungsstromkreis eine Lücke, dadurch wird dann die rückwärtige Auslösung eingeleitet. In der davorliegenden Stufe fällt das Prüfrelais ab. Nach Abfall des FII-Relais ist der Wähler wieder belegungsfähig.
Im Beispiel ist als Wähler ein Hebdrehwähler verwendet. Nach Einstellung desselben wird kurzzeitig über 43 w, 42 k, 41 c, 40 u Prüferde an das P-Relais angelegt. Ist der gewünschte Teilnehmer frei, so spricht P-Relais an und bindet sich über 45 p. Während der Abfallzeit von [/-Relais, das sich über ysp, y2u, yiv während der Einerwahl gehalten hatte, wird über igu, 20p, 21 c der Kondensator Cy entladen und 7?II-Relais zum Anzug gebracht. Die Ladezeit von Cy bestimmt dann die Länge des Rufes, der über 397' angelegt wird.
no Der Weiterruf wird mit Hilfe eines Zählgliedes ausgeführt. Nach einer bestimmten Zahl von Entladungen, die durch einen Hilfskondensator über 57 P> 55 2> 54 c erfolgen, zündet die Glimmlampe GH, FI-Relais spricht an und bindet sich über 6gy.
Zugleich wird über 805, yyy, 74/> [/-Relais eingeschaltet. Über ΐο,ίί wird wieder das Rufrelais RII angelassen. Meldet sich der Teilnehmer, so spricht über die Schleife ^/-Relais an und schaltet, falls gerade Rufstrom gesendet wird, über 22 a den Rufstrom ab. Durch 46a wird der Kurzschluß des ZI-Relais aufgehoben. Z-Relais spricht an und hält sich über 61 z. 6 a und ya schalten die Sprechadern durch, so daß beide Teilnehmer miteinander sprechen können. Über 2 a, 32 wird Zählspannung an die £>-Ader gelegt.
Hängt der rufende Teilnehmer ein, so wird im Beispiel als Auslösekriterium Dauererde an die α-Ader gegeben. Ε-Relais spricht an und schließt mit 12 e C-Relais kurz, das dann abfällt. Durch den Wählerkontakt iy k entsteht eine Lücke im Belegungsstromkreis, so daß das Prüfrelais der vorhergehenden Stufe abfällt. Nach Einhängen des gerufenen Teilnehmers geht der Wähler wieder in die Ruhelage. Soll der rufende Teilnehmer gefangen werden, so ist die Brücke N 1 -N 2 auf getrennt, so daß £-Relais nicht ansprechen kann und der Wähler gehalten wird. Über τζ, Ny wird das Fangen signalisiert. Hängt der gerufene Teilnehmer zuerst ein, so erfolgt die rückwärtige Auslösung durch Kurzschluß des C-Relais mit 13 a, 15 z.
In Fig. 5 wird die rückwärtige Auslösung nur wirksam, wenn der rufende Teilnehmer einhängt. Mit 8e wird dann C-Relais kurzgeschlossen. Hängt der gerufene Teilnehmer zuerst ein, so wird derselbe freigeschaltet. PI wird über 2s, ^y, 4a kurzgeschlossen.
Es ist noch zu erwähnen, daß eine Rückkontrolle nicht erforderlich ist, da mit Ε-Relais das Steuerrelais V über 37 <? ebenfalls anspricht, und somit der Prüfweg für das P-Relais durch 43 v. aufgetrennt wird.

Claims (7)

  1. PaTENTANSPRÜCHE:
    ι. Schaltungsanordnung für Selbstwählanlagen mit Abriegelungsgliedern im I. Gruppenwähler und im Leitungswähler oder entsprechend arbeitenden Stufen, bei der die Auslösung entgegen der Aufbaurichtung der Ver- g0 bindung über eine Steuerader vorgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtige Auslösung von der jeweiligen Endstufe einer teilweise aufgebauten Verbindung oder von der Endstufe (Leitungswähler) der aufgebauten Verbindung durch ein von der Anfangsstufe, beispielsweise dem I. Gruppenwähler der Verbindung, übertragenes Kriterium, vorzugsweise Dauerkriterium, eingeleitet wird, indem jeder Endstufe der teilweise oder ganz hergestellten Verbindung Schaltmittel zugeordnet sind, die das Auslösekriterium aufnehmen und in dieser durch Auftrennung des Belegungsstromkreises eine rückwärtige Auslösung einleiten.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslösekriterium mit demselben Potential und über dieselbe Ader zum jeweiligen Endglied gegeben wird wie die Steuerkennzeichen zum Aufbau u0 der Verbindung.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fangprüfung gleichzeitig durch das Auslösekriterium erfolgt, indem ein Relais im Auslösekriteriumsübertragungskreis angeordnet ist und im Leitungswähler durch ein vom Normalfall abweichendes Kennzeichen, beispielsweise eine Veränderung des Gleichstromwidcrstandes, angelegt wird, so daß im Fangfall kein die Auslösung bewirkendes Schaltmittel betätigt wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Kontakt des das Auslösekriterium im Endglied markierenden Relais, das Vorzugs-
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    weise auch für die Aufnahme der Steuerkennzeichen in den einzelnen Wahlstufen dient, das Belegungsrelais kurzgeschlossen und damit die Einleitung der rückwärtigen Auslösung vorgenommen wird.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Vermeidung einer Rückkontrolle als Auslösekriterium ein von den Steuerkennzeichen abweichendes Kriterium verwendet wird, vorzugsweise ein Dauerkriterium, das im Leitungswähler alle weiteren Prüfvorgänge unterbindet.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine rückwärtige Auslösung vorzugsweise durch Kurzschluß des Belegungsrelais bei Nichtweiterwahl des rufenden Teilnehmers eingeleitet wird (Fig. 4, 16 k, I4y).
  7. 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Einhängen des gerufenen Teilnehmers eine Freischaltung desselben vorgenommen und die.Auslösung des Leitungswählers erst mit dem Auslösekriterium des rufenden Teilnehmers eingeleitet wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Patentschriften Nr. 281 338, 704414; österreichische Patentschrift Nr, 99 356;
    I. Kleemann, Grundzüge der Fernmeldetechnik, München und Berlin, 1943, S. 257, 268;
    »Fernmeldepraxis«, Bd. 29, Jahrgang 1952, Nr. 5, S. 131 bis 134, 153.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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