DE276607C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf vorzugs-. . weise mehrere Ämter oder Verbindungsgruppen
umfassende Fernsprechanlagen mit selbsttätigem oder halbselbsttätigem Betriebe. Sie bezweckt insbesondere, eine Ersparnis an
Verbindungsleitungen zwischen den verschiedenen Ämtern der Anlage zu erzielen.
Die Beamtinnen der Anlage besitzen Schaltvorrichtungen,
mittels deren sie sich mit
ίο einem anrufenden Teilnehmer in Verbindung
setzen, diesen abfragen und ihn an einen Vtrbindungsstromkreis
anschalten können, über den er ohne Mithilfe einer anderen Beamtin ■mit der verlangten Stelle in Verbindung gelangt.
Der Stromkreis, über den die Verbindung mit der verlangten Leitung hergestellt
wird, ist gemäß der Erfindung mit einem selbsttätigen Wähler verbunden, der Zugang
zu Anschlußkontakten der verlangten Leitung besitzt. Dieser Wähler steht unter Kontrolle
eines »Senders«, den die abfragende Beamtin bedient. Nach Aufnahme eines Anrufes setzt
die Beamtin ihren Sender in Tätigkeit. Hat sie A^erbindung mit der Verbindungsleitung
hergestellt, die zu einer Teilnehmerleitungsgruppe geht, zu der die verlangte Leitung gehört,
so wird der selbsttätige Wähler am anderen Ende der Verbindungsleitung unter Einfluß
des Senders auf die verlangte Leitung eingestellt; die Verbindung ist damit hergestellt.
In dem gemäß der Erfindung vorzugsweise angewendeten System besitzt jede Teilnehmerleitung
Vielfachanschlußkontakte in jedem Wähler einer Gruppe von End- oder Leitungs-Wählern,
die in an sich bekannter Art die Verbindung mit der betreffenden Leitung herstellen.
Der Anschluß einer anrufenden Teilnehmerleitung an Verbindungseinrichtungen oder
»Schnurstromkreise«, die der den Anruf aufnehmenden und weitergebenden Beamtin zugeordnet sind, kann durch beliebige bekannte
Mittel erfolgen. Bei dem unten beschriebenen Beispiel besitzt jede Teilnehmerleitung wie
bei einem Handamt eine Abfrageklinke und ein Anrufsignal am Platz der Beamtin. Die
Verbindungseinrichtungen am Beamtinnenplatz bestehen aus einem Schnurpaar. Außer
den Abfrageklinken befinden sich an jedem Platz Klinken, die die abfragenden Enden von
zu anderen Ämtern führenden Verbindungsleitungen darstellen. Jede dieser Verbindungsklinken
am Beamtinnenplatz bildet das abgehende Ende entweder einer »unmittelbaren« oder Hauptverbindungsleitung, die
vorzugsweise zu einem Leitungswähler führt, oder aber das abgehende Ende einer Aushilfsleitung,
die an einen »Aushilfswähler« angeschlossen ist. Dieser »Aushilfswähler« ist ein
Zwischenwähler, mittels dessen eine freie Hauptverbindungsleitung aus einer solchen
Gruppe derartiger Leitungen gewählt werden kann, die nicht in Klinken auf dem Platz der
betreffenden Beamtin endigen.
Die Aufeinanderfolge der zur Verbindung mit einer bestimmten Leitung erforderlichen
Schaltmaßnahmen wird durch einen selbst-
tätigen Sender hervorgebracht und gesteuert; an dem die Nummer der verlangten Leitung
durch die Beamtin eingestellt wird, und zwar vorzugsweise in bekannter Weise durch einen
Satz von Zifferntasten.
Wenn die Beamtin einen Anruf aufgenommen und abgefragt hat, drückt sie die Nummer der verlangten Teilnehmerstelle entspre-'
chenden Tasten des Senders. Darauf steckt ίο sie den Verbindungsstöpsel desjenigen Schnurpaares,
dessen Abfragestöpsel sie zum Abfragen benutzt hat, in die Klinke einer »Hauptverbindungsleitung«,
die zu einer Gruppe von Leitungswählern führt, für welche die verlangte Leitung erreichbar ist. Ist eine solche
Hauptleitung nicht frei, so stöpselt sie auf die Klinke einer Aushilfsleitung. Der Sender
veranlaßt in jedem Falle selbsttätig die Schaltvorgänge, durch die die Wählereinstellung auf
die verlangte Leitung bewirkt wird.
In einem 10000-Amt werden die Leitungen
beispielsweise in 20 Gruppen zu je 500 Leitungen eingeteilt, so daß die Leitungswähler ja
500 Anschlüsse enthalten. Die Anzahl der ■ 25 Leitungswähler einer solchen 500-Gruppe entspricht,
wie üblich, der erfahrungsmäßigen Höchstzahl gleichzeitig geführter Gespräche.. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden
durch die Zeichnung veranschaulicht. · Es zeigt . ■ .. . .
Fig. ι die Erfindung in Anwendung auf eine
Anlage, die eine größere Zahl von Ämtern
'■■: umfaßt, von denen jedes beispielsweise ein
10000-Amt ist und wobei die einzelnen Ämter
durch Amtsverbindungsleitungen verbünden sind.
Fig. 2 zeigt die Erfindung in Anwendung auf eine nur zwei Ämter umfassende Anlage;
die Aushilfswähler sind in diesem Falle im Amt des »anrufenden« Teilnehmers untergebracht.
Fig. 3 und 4 geben zusammen ein vollständiges Schaltungsschema eines »Senders«, und
zwar zeigt Fig. 3 das Tastenbrett (die Tasten sind in vier Reihen: Tausender-, Hunderter-,
Zehner- und Einertasten angeordnet), Fig. 4 die Steuer- und Schalteinrichtungen des Senders.
In Fig. 5 ist die anrufende Teilnehmerleitung und ein Beamtinnenschnurstromkreis
dargestellt.
Fig. 6 zeigt die Aushilfsleitungen mit einem Aushilfswähler..
Fig. '7 zeigt eine Hauptverbindungsleitung und ihren Leitungswähler.
Fig. 8 endlich zeigt eine Anzahl von Teilnehmerstationen,
mit denen der Leitungswähler verbinden kann.
Fig. 5 bis 8 geben aneinandergelegt ein vollständiges
Schaltuhgsschema. Die Leitungen, . die*· vonfl dem Schnurstromkreis Fig. 5 (links
unten) ausgehen, führen zu dem Sender der Fig. 3 (rechts unten). Fig. 3 bis 8 zeigen alle
zur Herstellung einer Verbindung in Benutzung kommenden Einrichtungen.
Allgemeine Übersicht.
Bei Aufnahme eines Anrufes bzw. Stecken des Verbindüngsstöpsels gelangt der Sender
selbsttätig in Bereitschaft für den betreffenden Verbindungsstromkreis. Zugleich wird
ein Impulsstromkreis zwischen einem Regelrelais am Wähler und einem Magneten des
Senders hergestellt, der ein Schrittschaltwerk beeinflußt. Über den Impulsstromkreis flie- 75
ßende Ströme veranlassen, daß Wähler und Schrittschaltwerk des Senders sich im Gleichschritt
bewegen. Durch das Fortschreiten des Schrittschaltwerkes des Senders nach Maßgabe
der Stromstöße wird im Sender die Schaltarbeit des entfernten Wählers genau
abgemessen.1 Sobald eine bestimmte Anzahl von Stromstößen übermittelt und entsprechend
der Sender zu einem festgelegten Punkt fortgeschritten ist, wird der Impulsstromkreis
selbsttätig geöffnet und der betreffende Wahlvorgang damit beendigt. Dann findet in gleicher
Weise der nächste Wahlvorgang statt Ist der Verbindungsstöpsel in eine Hauptverbindungsleitungsklinke
gesteckt, so wird die Verbindung über einen einzigen Wähler hergestellt, während bei Verbindungen über eine
Aushilfsleitung zunächst ein Aushilfswähler und dann ein Leitungswähler eingestellt wird.
Stets wird zwischen dem gerade einzustellen^ den Wähler und dem Sender die erwähnte Beziehung
(Impulskreis) hergestellt.
.; Der Weg des Senders wird durch das Auftreffen eines durch das Schrittschaltwerk über Schleifkontakte hinweg bewegten Fühlers auf bestimmte Kontakte festgelegt. Die Kontaktpaare für jeden bestimmten Wahlvorgahg sind vorher durch das Niederdrücken von Tasten : seitens der Beamtin in geeigneter Weise beeinflußt worden. Im Beispiel bestimmt von den vier Tastenreihen, die je mit den Ziffern 0 bis 9 versehen sind, eine Tausendertaste in Verbindung rnit der 100-Taste die Auswahl einer bestimmten Kontaktebene in dem Aushilfswähler. Eine 100-Taste in Verbindung mit einer ΙΟ-Taste bestimmt die Auswahl einer Kontaktebene eines Leitungswählers, und eine io-Täste in Verbindung mit einer Einertaste bestimmt die Wahl einer Einzelleitung im Leitungswähler.
.; Der Weg des Senders wird durch das Auftreffen eines durch das Schrittschaltwerk über Schleifkontakte hinweg bewegten Fühlers auf bestimmte Kontakte festgelegt. Die Kontaktpaare für jeden bestimmten Wahlvorgahg sind vorher durch das Niederdrücken von Tasten : seitens der Beamtin in geeigneter Weise beeinflußt worden. Im Beispiel bestimmt von den vier Tastenreihen, die je mit den Ziffern 0 bis 9 versehen sind, eine Tausendertaste in Verbindung rnit der 100-Taste die Auswahl einer bestimmten Kontaktebene in dem Aushilfswähler. Eine 100-Taste in Verbindung mit einer ΙΟ-Taste bestimmt die Auswahl einer Kontaktebene eines Leitungswählers, und eine io-Täste in Verbindung mit einer Einertaste bestimmt die Wahl einer Einzelleitung im Leitungswähler.
Der Fühler des Senders besteht aus einem Arm mit zwei Bürsten, die über zwei Reihen
von Kontakten mittels des erwähnten Schrittschaltwerkes hi η weggeführt werden. Die
Kontakte bilden drei Abteilungen, von denen die erste die Kontaktebenenwahl im Aushilfswähler,
die zweite die Ebenenauswahl eines
Leitungswählers und die dritte die Einzelauswahl einer Leitung in diesem Wähler bestimmt.
Durch jede Tastenkombination (Tausender-, Hunderter, Hunderter-Zehner, Zehner-Einer)
wird ein bestimmtes Kontaktpaar ausgewählt, im Beispiel dadurch, daß der eine Kontakt mit Erde, der andere mit Batterie
verbunden wird. Sobald der Fühler auf das
ίο ausgewählte Kontaktpaar trifft, Schließt er
einen Stromkreis für ein Halterelais. Dieses Relais unterbricht den Impulsstromkreis und
beendet auf diese Weise den betreffenden Wahlvorgang. Das Ansprechen des Halterelais
bringt zugleich das Senderwerk in die für die nächste Auswahl geeignete Stellung,
bis die nächste Auswahl stattgefunden hat, worauf beim Ansprechen des Halterelais der
Senderapparat von der hergestellten Verbindung abgeschaltet wird. Anrufende und verlangte
Leitung sind dann über den Verbindungsstromkreis und den oder die Wähler miteinander
verbunden.
Bei dem dargestellten System wird der Strom für die Auswahlstromstöße einer Batterie
am Wähler entnommen. Die Stromstöße werden durch Unterbrecherkontakte hervorgerufen,
die beim Fortschreiten eines Wählers periodisch die Leitung kurzschließen. Die Energiezuführung zu dem beweglichen Teil
des Wählers (Welle mit Kontaktarmen) ist abhängig von einem Linienrelais, das in einem
durch den Unterbrecher nicht kurzgeschlossenen Teile des Impulskreises liegt und das
stromlos gemacht wird, wenn der Kreis durch das Halterelais des Senders geöffnet wird.
Die Steuerstromkreise der Wähler und der Sender werden durch sogenannte Steuer- oder
Folgeschalter geregelt. Jeder Wähler besitzt einen Steuerschalter und ebenso der Sender.
Der Steuerschalter besteht in bekannter Weise aus einer Welle, die auf Kontaktfedern einwirkende
Nöckenscheiben trägt und die elektromagnetisch mit einem Antriebswerk gekuppelt werden kann. Der Steuerschalter kann
Schaltvorgänge des eigenen oder verschiedener Apparate regeln.
Wenn der Teilnehmer U (s. die schematische Fig. 1) 'das Amt anruft, so stöpselt dia
Beamtin, nachdem sie abgefragt hat, zunächst auf eine Klinke χ einer zu einem Leitungswähler
x2 im anderen Amt führenden Hauptverbindungsleitung x1. Danach findet die Aus-
'.- wahl der verlangten Teilnehmerleitung U1
durch den so belegten Leitungswähler x2 statt. Statt dessen kann zunächst die Klinke y einer
Aushilfsleitung y1 gestöpselt werden, die zu einem Aushilfswähler y2 führt. Durch diesen
Aushilfswähler wird eine freie Verbindungsleitung aus einer Gruppe von Hauptverbindungsleitungen
xa ausgewählt, die an einem Ende mit Leitungswählern xl in dem Amt des
verlangten Teilnehmers und am anderen Ende mit Klinken a'5 in einem dritten Amt verbunden
sind. Diese Leitungen xs sind in Vielfachschaltung
an die Kontakte der Aushilfswähler angeschlossen. Der ausgewählte Leitungswähler
λ·4 der durch Y2 gefundenen Leitung
xs vollendet dann die Auswahl der Teilnehmerleitung
U1.
In Fig. 2 ist eine Ausführungsform der Erfindung schematisch dargestellt, bei der nur
zwei Ämter durch Amtsverbindungsleitungen x", x"' verbunden sind, die in Klinken xs an
zwei verschiedenen Beamtinnenplätzen in einem Amt und in Leitungswählern im anderen
Amt endigen. Die verlangte Teilnehmerleitung U1 des zweiten Amtes ist wieder in
Vi el fach schaltung an Leitungswähler angeschlossen, die von den beiden Beamtinnen des
ersten Amtes erreicht werden können. Jeder Beamtinnenplatz ist mit einer Aushilfsklinke Z
ausgestattet, an die ein Aushilfsschalter Z1 angeschlossen ist, mittels dessen eine freie Verbindungsleitung
ausgewählt werden kann, dio zu dem anderen Beamtinnenplatz gehört.
Wenn an einem Platz alle Hauptverbindungsleitungen zu einer bestimmten Teilnehmergruppe
besetzt sind, so stöpselt die Beamtin auf eine Aushilfsklinke, über die sie eine andere
Verbindungsleitung zu einem Leitungswähler der gleichen Teilnehmergruppe erreichen
kann.
Die Erfindung ist nicht auf Einzelheiten der Fig. 1 und 2, also auf Amtsverbindungsleitungen,
die im einen Amt in Klinken, im anderen in Leitungswählern endigen, beschränkt. Vielmehr bezweckt sie allgemein, mittels der
Aushilfsleitungen eine Ersparnis an Verbindungsleitungen zu erzielen. Während sonst,
um das Verkehrsmaximum zu bewältigen, ein Vielfaches der für den Durchschnittsverkehr
ausreichenden Verbindungsleitungszahl erforderlich ist, braucht; bei Anwendung der Erfindung
die für den Durchschnittsverkehr ausreichende Leitungszahl nur durch einige Aushilfsleitungen ergänzt zu werden, um dem
außergewöhnlichen Anwachsen des Verkehrs gerecht zu werden. Die Gesamtzahl der Verbindungsleitungen
wird dabei erheblich geringer.
Bau der Wähler,
Die in den Fig. 6 und 7 dargestellten Wähler können in beliebiger bekannter Weise gebaut
sein, z. B. nach Patent 235487. Somit : kann von einer Beschreibung aller Einzelheiten
abgesehen werden.
Der in Fig. 6 dargestellte Aushilfswähler besitzt als Besonderheit zwei Unterbrecherhebel
oder Kontaktapparate 167, 16ja. Dieser
dient bei einem ioooo-Amt für den Anschluß
an die Teilnehmernummern über 4999, jener für den Anschluß an die Nummern unter 5000.
Ein Relais 170 bestimmt, welcher von den beiden Unterbrechern zur Wirkung kommt.
Das Relais wird von den 1000-Tasten überwacht, und zwar wird es erregt, wenn eine die
Ziffern 5 bis 9 tragende 1000-Taste gedrückt wird. Die Art der Beeinflussung wird unten
erläutert.
no In dem dargestellten System kann ein Aushilfswähler
eine von 20 verschiedenen Leitungswählergruppen auswählen; j eder Leitungswähler
umfaßt 500 Anschlüsse. Somit kann jeder Leitungswähler eine von 500 Leitungen erreichen und mit Hilfe jedes Aushilf
swählers jede beliebige Leitung eines 10000-Amtes ausgewählt werden, die einer der
20 verschiedenen Teilnehmergruppen zugeordnet ist.
In den Leitungswählern entspricht jede Kontaktreihe 50 Teilnehmeranschlüssen. Die
Ebene ο der ersten Leitungswählergruppe umfaßt z. B. die Teilnehmeranschlüsse ο bis 49,
die Ebene 9 desselben Wählers die Anschlüsse 450 bis 499. Die Ebene ο der zweiten Leitungswählergruppe
umfaßt in gleicher Weise die Teilnehmeranschlüsse 500 bis 549, Ebene 9 die Anschlüsse 950 bis 999 usw.
In den Aushilfswählern entspricht jede Kontaktreihe 1000 Teilnehmern, und zwar beispielsweise
die Ebene ο den Teilnehmeranschlüssen ο bis 499 und 5000 bis 5499, die Ebene 1 den Anschlüssen 500 bis 999 und 5500
bis 5999 usw. Die Ebene 9 entspricht den Anschlußnummern 4500 bis 4999 und 9500
bis 9999.
Die ungeraden Kontakte 1, 3, 5, 7, 9 einer bestimmten kontaktreihe im Aushilfswähler
sind mit Leitungswählern derselben 50(>
Gruppe, die geraden Kontakte 2, 4, 6, 8, 10 mit den Leitungswählern einer anderen 500-Teilnehmergruppe
verbunden. Z. B. sind in der Reihe 9 die Kontakte 1, 3, 5 ... mit Leitungswählern in der Gruppe 45°° bis 4999>
die Kon- takte 2, 4 ... mit Leitungswählern der Gruppe 9500 bis 9999 verbunden.
Je nachdem der eine oder der andere Unterbrecher des Aushilfswählers in Tätigkeit ist,
stellt der Wähler eine A^erbindung mit der
einen oder anderen 500-Gruppe (über bzw. unter 5000) der betreffenden Kontaktreihe
her. Der Unterbrecherhebel 167 (s. Fig. 6) läuft beim Arbeiten des Wählers über ein gezahntes
Segment, das in der gebräuchlichen Weise zehn Zähne besitzt, die Stromstöße für die Ebenenwahl des Wählers übermitteln, und
zwar ist es dabei belanglos, ob ein Teilnehmeranschluß über oder unter 5000 verlangt
wird. Darauf folgt in gebräuchlicher Weise ein längerer Zahn, darauf kürzere Zähne, die
versetzt gegen Zähne eines zweiten Segments angeordnet sind, über das der Hebel 167" hinweggeführt
ist. Durch diese Einrichtung wird bewirkt, daß beim Auswählen einer freien Verbindungsleitung in Abhängigkeit vom Hebei
167 nur jede zweite Leitung erreicht werden kann, während die dazwischenliegenden
Anschlüsse nach Maßgabe der Arbeit des Hebels 1670 erreicht werden. Das erwähnte Relais
170 bestimmt durch seinen Zustand, weleher
der Unterbrecher 167 bzw. i6ya zur Wirkung
kommt. Nur die diesem erreichbaren Kontakte, z. B. 1, 3, 5, werden geprüft, während
die anderen, z. B. 2, 4... ., die einer anderen Leitungswählergruppe entsprechen, unbeeinfiußt
bleiben.
DerSender.
Das Senderwerk ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt. Ein auf einer drehbaren Welle 202
befestigter Arm 211 trägt am Ende zwei Bürsten 201,2OI01·, die über zwei konzentrische,
feststehende Kontaktreihen 203, 203" hinweggeführt werden. Diese sind nebeneinander
gezeichnet, werden aber bei der wirklichen Ausführung besser übereinander angeordnet.
Die Bürsten sind leitend miteinander verbunden, so daß sie einen Stromschluß zwischen
den Kontakten 203° der äußeren Reihe, und den Kontakten 203 der inneren Reihe in ihrer
jeweiligen Stellung hervorbringen. Die Ruhestellung des drehbaren Armes ist in der Fig. 4
dargestellt; dabei befinden sich die Bürsten bei j1, einen Schritt vor dem ersten Kontaktpaar
derjenigen Kontaktgruppe, die zur Steuerung desVerbindungsleitungs- oder Aushilfswählers dient.
Wie erwähnt, bilden die Senderkontakte drei Gruppen, die bei einer vollen Umdrehung
des Armes 211 von den Fühlerbürsten 201, 2Oifl nacheinander bestrichen werden. Die
erste Abteilung, die die Aushilfsabteilung genannt werden möge, besitzt zehn Kontaktpaare
und dient dazu, die Bürstenwahl im Aushilfswähler zu bewirken. Auf die Abteilung
folgt zunächst ein Paar toter Kontakte, dann ein Kontaktpaar, das die zweite Ausgangsstellung
52 für die Bürsten bestimmt und der
zweiten Abteilung, der Abteilung für unmittelbare Verbindungen, unmittelbar vorhergeht.
Auch diese zweite Abteilung, die die Bürstenwahl eines Leitungswählers bestimmt,
besitzt wieder zehn Kontaktpaare. Es folgen wieder ein Paar Leerkontakte und ein Kontaktpaar
ss (dritte Ausgangsstellung), das der zur Regelung der Einzelleitungswahl (Drehschritte
der Leitungswähler) bestimmten dritten Kontaktabteilung vorausgeht. Jedesmal
auf ein Kontaktpaar ί folgt unmittelbar der erste oder Nullkontakt der betreffenden
Kontaktgruppe.
Der Arm 211 wird durch ein Schrittschalt-
werk bewegt, das von einem Hemmwerk 204 beeinflußt wird; eine Hin- und Herbewegung
des Hemmwerkankers entspricht einem Bürstenschritt. Die Antriebskraft für die Welle
202 kann z. B. mit Hilfe einer Spiralfeder 208 zugeführt werden, die auf ein Rad 207 einwirkt,
das in Eingriff mit einem auf der Welle 202 befestigten Rad 206 steht. Die Bewegung
des Hemmwerkankers 204 wird durch den Anker 215 eines Magneten 205 hervorgerufen.
Der Magnet 205 liegt in einem durch ein Schrittschaltrelais 218 (Fig. 3) gesteuerten
Lokalstromkreis. Das Relais 218 wird durch die Wahlstromstöße beeinflußt, die über die
Impulsleitung durch die Tätigkeit des Unterbrechers an dem an der anderen Leitungsseite
liegenden einzustellenden Wähler ausgesendet werden.
Die. Senderwelle 202 trägt eine Nockenscheibe 222, die auf Kontakte 223, 224 einwirkt,
während die Bürsten 201, 20ia über die
festen Kontakte hinweggeführt werden, und zwar öffnet sie die beiden Kontakte, wenn die
Bürsten sich in einer der Ausgangsstellungen s befinden.
Die Feder 208 wird zweckmäßig nach jeder vollen Umdrehung des Fühlerarmes aufgezogen.
Das Spannwerk ist in Fig. 4 unten dargestellt. Ein Ende der Feder ist an einer
Welle 210 befestigt, um die sich das Rad 207 drehen kann. Die Welle 210 trägt eine Eisenscheibe
212, die mit einer eisernen Reibscheibe 213 in Berührung gebracht werden kann, wobei
dann die Welle 210 so mitgenommen wird, daß sich die Feder spannt. Die Treibrolle 213
wird dauernd mechanisch angetrieben durch die Welle 211'. Ein Kupplungsmagnet 214
bringt durch seine Erregung die Berührung zwischen den Scheiben 212 und 213 hervor.
In eine Kerbe am äußeren Rand der Scheibe 212 greift eine Sperrklinke 216 ein, die eine
Rückdrehung der Platte verhindert, wenn der Magnet 214 aberregt ist. Die Klinke 216
schließt, wenn die Scheibe 212 die Ruhelage verlassen hat, einen Kontakt 215, der einen
Lokalstromkreis für den einmal erregten Kupplungsmagneten 214 so lange geschlossen
hält, bis die Scheibe 212 eine volle Umdrehung gemacht hat. Das Aufwinden der Feder 208
beginnt, wenn die Scheibe Q in den Stellungen 2,3 und 4 des zugehörigen Folgeschalters
einen Stromkreis für 214 schließt und wird über den Kontakt 215 aufrechterhalten, bis die.
Scheibe einen ganzen Umlauf vollendet hat.
Dann fällt die Klinke 216 in die Kerbe und wird stromlos.
Der Schrittschaltmagnet 205 liegt in einem Stromkreis, der über den Ruhekontakt 249
eines durch das Halterelais 219 (Fig. 3) beherrschten Relais 250 und über den Arbeitskontakt 247 des Schrittschaltrelais 218 ge-.
führt ist. Das Relais 218 wird in den Impulsstromkreis
gelegt, in dem auch das Leitungsrelais des einzustellenden entfernten Wählers liegt. Der erwähnte Impulsstromkreis
ist abhängig von einem Kontakt 246 des Halterelais 219 im Sender. Das Relais 219
liegt in einem Stromkreis, den die Bürsten 201,201° schließen, wenn sie dasjenige Kontaktpaar
203, 203* erreichen, das in jeder Abteilung
durch Drücken der Tasten ausgewählt wird. Beim Ansprechen schließt das Relais 219 auch einen Lokalstromkreis für den' Magneten
205 über einen Unterbrecher 221, wodurch die Bürsten von der Stellung, wo sie
die durch Drücken der entsprechenden Tasten geerdeten Kontakte gefunden haben, bis zu
einer der Stellungen s2 oder ss am Anfang der
jeweils folgenden Kontaktabteilungen bzw. zur Ruhestellung s1 weiterbewegt werden.
Eine mit Nuten versehene Scheibe 222 der Welle 202 wirkt auf Kontakte 223, 224. 223
ist nur in der Stellung s1 der Kontaktbürsten
geöffnet, 224 auch, wenn sich die Bürsten in den Stellungen s2 und ss befinden. Über den
Kontakten 224 wird ein Lokalstromkreis für den Magneten 205 vom Unterbrecher 221 aus
geführt. Durch das Öffnen dieses Kreises in den Stellungen i1, s2, s3 werden die Bürsten des
Senders während des normalen Ganges des go Werkes zum Stillstand gebracht. Der Kontakt
223 wirkt ebenfalls auf einen Lokalstromkreis für den Magneten 205, der bewirkt,
daß im Falle einer Störung oder eines Zusammenfallens der Verbindung während der
Einstellvorgänge der Sender in die Ruhelage' zurückgeht.
Dem Sender ist ein Folgeschalter zugeordnet, der das Halterelais 219 nacheinander in
Abhängigkeit von den Senderbürsten und den gewählten Kontaktpaaren in den verschiedenen
Senderabteilungen bringt.
Verbindung der Tasten mit
den Sender kontakten.
den Sender kontakten.
Die Tasten (Fig. 3) werden elektromagnetisch
in der Arbeitslage gehalten; die rechts gelegenen Kontakte jeder der 1000-Tasten
schließen Stromkreise für die Tastenmagnete K0 bis Ks. Der rechte Kontakt der 1000-Tasten
5 bis 9 schließt außerdem einen Stromkreis für ein Relais C'1, welches in unten näher
erläuterter Weise bestimmt, welcher der oben erwähnten Unterbrecher des Aushilfswählers
wirksam wird. Die linken Kontakte der 1000-Tasten ο und 5 bewirken die Anlegung
von Erde an die ersten beiden inneren Kontakte des Senders, die entsprechenden Kontakte
der Tasten 1 und 6 erden die beiden folgenden Kontakte der Reihe usw.
Die rechts gelegenen Kontakte der 100-Tasten ο bis 4 legen Batterie an die Kontakte
o,2,4,6,8 der ersten Kontaktabteilung des Senders, die Kontakte der ioo-Tasten 5 bis 9
an die dazwischenliegenden Kontakte. Die ioo-Tasten ο und 5 legen durch ihre linken
Kontakte Batterie an die ersten beiden Kontakte der äußeren Reihe in der zweiten Kontaktabteilung,
die linken Kontakte der Tasten 1 und 6 an die beiden folgenden usw.
Die rechten Kontakte der io-Tasteno bis 4
erden die inneren Kontakte o, 2, 4, 6, 8 der zweiten Kontaktabteilung des Senders,
die entsprechenden Kontakte der übrigen 10 - Tasten die verbleibenden Kontakte der
inneren Reihe. Die linken Kontakte von Taste ο und 5 erden die inneren Kontakte ο
bis 9 der dritten Senderabteilung, die linken Kontakte der 10 - Tasten 1 und 6 erden die
inneren Kontakte 10 bis 19 usw. (s. Fig. 4).
Der rechte Kontakt der Einertaste ο legt Batterie an die äußeren Kontakte o, 10, 20, 30,
40 der äußeren Reihe der dritten Senderabteilung, der rechte Kontakt der Taste 1 verbindet
in gleicher Weise 1, 11, 21, 31, 41 mit Batterie
usw. Die linken Kontakte der Einertasten wirken auf Stromkreise der Magnete K0 bis Ks
sowie von Magneten D, C ein.
Steuerschalter.
Die Steuerschalter sind in an sich bekannter Weise gebaut. Die verschiedenen Kontaktscheiben
sind der Übersichtlichkeit halber in der Zeichnung verteilt dargestellt; die einzelnen
Schalterstellungen sind durch Ziffern bezeichnet. Die Scheiben /, /, K, L, M, N, O1
■ P, Q, R, S, V und W gehören zum Schalter
des Senders und werden gemeinsam mittels des Magneten 225 bewegt. Die einzelnen Scheiben bestehen aus Metall und sind teils
leitend mit der Welle verbunden (durch Erdverbindung angedeutet), teils isoliert.
■ Kurze Beschreibung der
Wirkungsweise.
Wirkungsweise.
Wenn ein anrufender Teilnehmer seinen Hörer abhebt, so erscheint in einem Amt ein
Signal; die bedienende Beamtin wendet sich durch Stecken eines Stöpsels eines Schnurpaares
in . die Abfrageklinke der anrufenden Leitung zu. Dabei wird ein Trennrelais erregt,
das das Anrufsignal wieder zum Verschwinden bringt. In gleicher Weise wird, beiläufig bemerkt, das Trennrelais erregt,
wenn die Teilnehmerleitung in einem Leitungswähler belegt wird. Die Beamtin fragt
ab, stellt den Sender entsprechend der verlangten Teilnehmernummer ein und steckt darauf
den dem Abfragestöpsel zugeordneten Verbindungsstöpsel in die Klinke einer unmittelbar
zu der Teilnehmergruppe des verlangten Teilnehmers führenden Leitung oder, wenn eine
solche nicht frei ist, in die Klinke einer Aushilf sleitung. In jedem Falle gelangt dadurch
der Sender in Beziehung zu einem selbsttätigen Wähler am anderen Verbindungsleitungsende.
Darauf findet die Einstellung des oder der Wähler in Abhängigkeit vom Sender statt.
Nachdem die verlangte Leitung so entweder über eine Hauptverbindungsleitung oder erst
über eine Aushilfs- und dann eine Hauptverbindungsleitung ausgewählt ist, tritt ein Prüfrelais
in Tätigkeit, das die Herstellung der Verbindung mit der verlangten Leitung nur zuläßt, wenn diese frei ist. Die verlangte Leitung
wird dann selbsttätig angerufen, und beim Melden des Teilnehmers wird der Rufstrom
abgeschaltet. Zugleich wird damit der Sprechstromkreis an diesem Ende hergestellt,
und da inzwischen die Einrichtungen am anderen Verbindungsleitungsende den Sender
abgetrennt und den Stromkreis hergestellt haben, sind rufender und verlangter Teilnehmer
verbunden.. Während des Gespräches können die Teilnehmer auf am Beamtinnenplatz
angebrachte Überwachungssignale einwirken. Wenn sie ihre Hörer anhängen, so trennt die Beamtin die Verbindung, wobei infolge
der Änderung des Stromflusses die Wähler in die Ruhelage zurückkehren.
In dem dargestellten System dient zur gegenseitigen Steuerung der selbsttätigen
Wähler und Sender, zur Beeinflussung des Überwachungszeichens des verlangten Teilnehmers,
zur Übermittlung des Besetztsignals bei Besetztsein der verlangten Teilnehmerleitung
und zur Sprechverbindung ein einziges Leiterpaar.
Wirkungsweise im einzelnen.
Die Zeichnung wendet die übliche Darstellungsweise an. Der Einfachheit halber sind
an verschiedenen Stellen Batterien gezeichnet; sie bezeichnen jedoch, soweit sie im gleichen
Amt liegen und gleiches Potential sowie gleiche Pole aufweisen, eine einzige, die Zentralbatterie
des Amtes.
Es sei angenommen, daß der Teilnehmer 500 (Fig. 5) den Teilnehmer 3249 (Fig. 8) zu
sprechen wünscht. Durch Abheben seines Hörers schließt er den Linienstromkreis, erregt
dadurch in bekannter Weise ein Anrufrelais und bringt die Anruflampe 340 zum
Aufleuchten. Die Beamtin meldet sich, fragt ab und drückt dann die der Ziffer 3249 entsprechenden
Tasten. Es sei angenommen, daß alle »unmittelbaren« Verbindungsleitungen zu der betreffenden Teilnehmergruppe besetzt
sind und daß die Beamtin die Verbindung deshalb über eine »Aushilfsleitung« durch
Stöpseln der entsprechenden Klinke herstellen muß. Sie schließt dabei einen Stromkreis über
das Relais C (Fig. 3), das anspricht und den
Folgeschalter des Senders in Bewegung setzt. Der Stromverlauf ist dabei folgender: Batterie,
Wicklung des Relais C2 (Fig. 6), Leitung 151, Klinkenbuchse, Leitung 152 (Fig. 5), Relaiswicklung
C3, Kontakt 153 von Cs, Leitung
127, C, Leitung 129, Wicklung des polarisierten
Relais D, Leitung 130, linker Kontakt der gedrückten Einertaste 9, Leitung 74, rechter
Kontakt der 1000-Taste Nr. 3, Leitung 131
und Steuerschalterscheibe N nach Erde. Das ... Relais C2 schaltet die Besetztlampe für die
Verbindungsleitung ein. Das Relais C3 spricht nur bei stärkerem Strom an. Das Relais D
wird ebenfalls nicht erregt; es erfordert zum Ansprechen Strom entgegengesetzter Richtung.
Das Relais C spricht an und schließt einen Stromkreis von Erde über Scheibe K in
Stellung i, Arbeitskontakt 128, Wicklung des
Steuerschaltermagneten 225 nach Batterie.
Der Steuerschalter verläßt seine Ruhelage, Avorauf die Scheibe / einen Kontakt 226 zwischen
der ersten und fünften Steuerschalterstellung schließt, über den ein Lokalstromkreis
für den Magneten 225 geschlossen wird; der Steuerschalter schreitet daher ohne Pause bis
zur Stellung 5 weiter.
In der fünften Stellung des Senderfolgeschalters ist ein Stromkreis für das Schrittrelais
218 und für das Linienrelais C4 (Fig. 6).
geschlossen, der von der Batterie über C4,. den durch die Scheibe d in Stellung 1 des Folgeschalters
des »Aushilfswählers« (im folgenden der Einfachheit halber als »Aushilfsfolgeschalter«
bezeichnet) geschlossenen Kontakt 154, die Drähte 52, 54, die vordere (kurze)
Feder der Klinke der Aushilfsleitung, die Stöpselspitze, die Leitung 75, den Kontakt 155
des Relais C3, Leitung 76, die Scheibe V des Senderfolgeschalters in Stellung 5, den Draht
71, die Wicklung des Schrittrelais 218, den Draht 73, den Ruhekontakt 246 des Relais 219,
den Draht 72, den Kontakt 156. des Relais C3 (Fig. 5), die Leitung yj, den Hals des Stöpsels
und die zweite Klinkenfeder, den Draht 57 und den durch die Scheibe i des Aushilfsfolgeschalters
in der ersten Stellung geschlossenen Kontakt 157 nach Erde verläuft. Das
Schrittrelais 218 spricht an und schließt einen Stromkreis von Erde über die Scheibe / des
Senderfolgeschalters in Stellung 5, Arbeitskontakt 247 von 218, Draht 78, Ruhekontakt
249 des Relais 250, Draht 34, Wicklung des Schrittmagneten 205 (Fig. 4) zur Batterie.
Der Magnet 205 zieht seinen Anker 215 an und setzt dadurch das Senderhemmwerk so in
Bewegung, daß der Arm 211 einen halben Schritt ausführt, wobei die Bürsten 201, 2θΐα
eine Stellung zwischen den festen Kontakten einnehmen.
Nach Schließung des eben verfolgten Stromkreises spricht auch das Linienrelais C4 an und
schließt an seinem Arbeitskontakt. 158 folgenden Stromkreis für den Aushilfsfolgeschalter:
Erde, Kontakt 158, Draht 51, in der Stellung 1
des Aushilfsfolgeschalters durch die Scheibe α geschlossener Kontakt 159, Drähte 50,49,
Wicklung des Folgeschaltermagneten 160, Batterie. Der Aushilfsfolgeschalter wird unter
Mitwirkung der Scheibe g in die zweite Stellung gebracht. In dieser wird der Arbeitsmagnet
161 des Aushilfswälilers durch folgenden
Stromkreis erregt: von Erde über den Arbeitskontakt 158 des Relais C4, den Draht
51, den in der zweiten Stellung durch die Scheibe α geschlossenen Kontakt 162, den
! Draht 42, den in der zweiten Stellung der Scheibe 1 geschlossenen Kontakt 163, den
Draht 45 und den Magneten 161 zur Batterie. Der Bürstenrahmen des Aushilfswählers wird
infolgedessen gedreht. Sobald die Scheibe 164 an der Wählerwelle den Kontakt 165 schließt,
wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Kontakt 165, Draht 39, durch die Scheibe / in
der zweiten Stellung geschlossener Kontakt 166, Draht 49, Folgeschaltermagnet 160, Batterie.
Der Folgeschalter geht in die dritte Stellung.
Sobald der Unterbrecherhebel 167 des Aushilfswählers
den ersten Zahn erreicht, schließt er einen Stromkreis von Erde über den von der Scheibe h geschlossenen Kontakt 168, den
Ruhekontakt 169 des die Gruppenwahl in der Kontaktreihe bestimmenden Relais 170, den
Draht 64, den vom Unterbrecherhebel 167 geschlossenen Kontakt 339, den Draht 171, den
Ruhekontakt 172 des Bürstenauslöserelais 173. den Draht 62, den von der Scheibe c geschlossenen
Kontakt 174 und den Draht 53 zu dem von der Stöpelspitze ausgehenden Verbindungsleitungsdraht.
Dieser Stromkreis stellt, einen Batterienebenschluß zum Schrittrelais
218 her, welches aberregt wird und seinen Arbeitskontakt 247 öffnet. Dadurch wird
im Sender der Stromkreis . des Schrittmagneten 205 unterbrochen, der seinen Anker losläßt
und dadurch das Hemmwerk bewegt; der Arm 211 des Senders führt die zweite Schritthälfte
aus und bringt die Bürsten 201/201°
auf das Kontaktpaar Nr. ο im Sender. Wenn der Unterbrecher 167 beim Verlassen des
ersten Zahnes den Kontakt 339 wieder öffnet, wird der Nebenschluß zum Schrittrelais 218
wieder aufgehoben. Dieses spricht von neuem an und schließt den Stromkreis für den Magneten
205, der den Senderarm 211 einen weiteren halben Schritt ausführen läßt. In gleicher
Weise schließt und öffnet sich der Kontakt 339 des Unterbrechers wiederholt und bringt dadurch die Aberregung und Erregung
des Schrittrelais und infolgedessen das schrittweise Vorrücken des Senderarmes 211 so lange
hervor, bis die Senderbürsten das durch die
lOOO-Taste geerdete bzw. durch die ioo-Taste
an Batterie gelegte Kontaktpaar erreichen. Bei der angenommenen Nummereinstellung wird
dieses das Kontaktpaar Nr. 6 der ersten Kontaktabteilung des Senders sein.
Wenn die Bürsten 201, 20ift das ausgewählte
Kontaktpaar Nr. 6 erreichen, wird das polarisierte Halterelais 219 erregt durch einen
Stromkreis von Erde, linken Kontakt der Tooo-Taste Nr. 3, den Draht 2, den inneren
Kontakt Nr. 6 des Senders, die Bürste 201, den Draht 31, die Wicklung des Relais 219,
den Draht 30, die Bürste 201 a des Senderarmes, den äußeren Kontakt Nr. 6, den
Draht 6, den rechten Kontakt der ioo-Taste Nr. 2 zur Batterie. Das ansprechende Relais
219 legt sich in folgenden. Haltestromkreis:
von der Batterie über seine linke Wicklung, den Draht 135, seinen Arbeitskontakt 245, den
Draht 32, das Relais 250, den Draht 33 und die jetzt in der fünften Stellung stehende
Scheibe/ nach Erde. Die Erregung des in diesem Stromkreis liegenden Relais 250 bewirkt
die Schließung eines Stromkreises für den λΐ^ηεΐεη 225 des Senderfolgeschalters,
der wie folgt verläuft: von Erde durch die Scheibe ο in Stellung 5, den Arbeitskontakt
175 von 250 und die Wicklung von 225 zur Batterie. Der Senderfolgeschalter rückt aus
der Stellung 5 nach Stellung 6 weiter.
Das in der beschriebenen Weise erregte Relais 219 unterbricht den Stromkreis für das
Schrittrelais 218. Nunmehr schließt das Relais 250 einen Stromkreis, dessen Ergebnis
das Vorwärtsschreiten des Senderarmes zur zweiten Ruhestellung s2 ist und der wie folgt
verläuft: von Erde über den Unterbrecher 221 des Senders, den Draht 37, die Kontakte
223, 224, den Draht 35, den Draht 136, den Arbeitskontakt 244 von 250, den Draht 34
und die Wicklung des Schrittmagneten 205 zur Batterie. Unter Einwirkung des Unterbrechers
221 setzt 205 das Senderhemmwerk in Tätigkeit, und der Arm 211 rückt so lange
weiter, bis die Scheibe 222 den darauf ruhenden Arm in eine Nut einfallen läßt, die der
Stellung j2 der Bürsten 201, 201α entspricht.
Dann wird der Unterbrecherstromkreis bei 223 geöffnet, und der Senderarm kommt in
der Stellung s2 unmittelbar vor der zweiten Kontaktabteilung zur Ruhe; in dieser Abteilung
findet, wie erwähnt, die Kontaktreihenwahl über die unmittelbaren Verbindungsleitungen
statt.
Beim Erreichen der Stellung s2 wird das polarisierte Relais 219 in die Anfangslage zurückgebracht,
und zwar wird ein Stromkreis dafür geschlossen von Erde über den äußeren Kontakt bei sz, den Draht 30, die rechte Wic.klung
von 219, 31, 201, innerer Kontakt bei s2
zur Batterie 243. Die Batterie 243 ist so geerdet, daß der Strom über das polarisierte
Relais 219 in dem Erregerstrom entgegengesetzter Richtung fließt, so daß dessen Anker
in die ursprüngliche Lage zurückgebracht wird.
Bei dieser Rückstellung öffnet das Relais 219 an seinem Kontakt 245 den Stromkreis
für das Relais 250, welches aberregt wird und seinen Ruhekontakt 192 schließt. Hierdurch
wird ein Stromkreis geschlossen, von Erde über die Scheibe P in Stellung 6, 192, Folgeschaltermagnet
225 zur Batterie. Der Senderfolgeschalter geht in die Stellung 7. Das Relais 219 hat bei seiner Rückstellung zugleich
über seinen Ruhekontakt 246 den Stromkreis für das Schrittrelais 218 geschlossen. Der
Sender kann nunmehr die Stromstöße für die Kontaktreihenwahl "im Leitungswähler in
Empfang nehmen.
In dem Augenblick, wo die Erregung des polarisierten Relais 219 den Stromkreis über
das Schrittrelais 218 öffnete, wurde der Aushilfswähler, soweit es sich um seinen Vorwärtsgang
handelt, zu einem rein örtlich wirkenden Apparat. Es wurde oben die Betrachtung in dem Augenblick abgebrochen, wo sein
Arbeitsmagnet 161 erregt war und den Bürstenrahmen
bewegte, wobei Stromstöße für die Kontaktreihenwahl ausgesendet wurden. Die. letzte Schließung des Kontaktes 339 verursachte
in der oben beschriebenen Weise, daß der Senderarm das ausgewählte Kontaktpaar
erreichte; infolgedessen wurde das Halterelais 219 erregt und öffnete den Linienstromkreis.
Das Relais C4 blieb jedoch noch so lange erregt, wie der Kontakt 239 des Unterbrechers
geschlossen war. Bei Öffnung dieses Kontaktes wird auch das Relais C4 aberregt.
Der Stromkreis des Arbeitsmagneten 161 bleibt auch dann noch geschlossen, wenn das
Relais C1 seinen Arbeitskontakt 158 öffnet,
und zwar ist dann ein Stromkreis für ihn geschlossen von Erde über den Kontakt 165 der
Scheibe 164, die Drähte 39, 44, die Wicklung des Magneten 173, die Drähte 40, 41 und 42,
den Kontakt 163, der in Stellung 3 der Scheibe 1 geschlossen ist, den Draht 45 und
die Wicklung von t6i zur Batterie. Hierdurch wird der Anlaßmagnet 173 erregt, öffnet
seinen Kontakt 172 und verhindert, daß durch Wiederschließen des Kontaktes 339 am
Unterbrecher 167 das Relais C4 wieder erregt wird, welches sonst die Wicklung von 173
kurzschließen würde, wenn 339 wieder geschlossen wird.
Bei seiner Erregung bringt 173 die Bürstenauslösevorrichtung
338 in die Bahn des Bürstenrahmens, so daß bei dessen Weiterschreiten ein Bürstensatz 337 ausgelöst wird. Die
Prüfbürste gelangt dabei in Kontakt mit der geerdeten Stange 336 und schließt einen
Stromkreis von Erde über die Drähte 43,41, j 42, Kontakt 163, Draht 45 und Wicklung von
161 zur Batterie im Nebenschluß zum Magneten
173. Infolgedessen wird 161 weiter erregt
gehalten. Der Magnet 173 wird durch den Nebenschluß aberregt und bringt die Auslösevorrichtung
338 in die Ruhelage zurück; auf diese Weise wird die Auslösung eines zweiten Bürstensatzes vermieden.
Bei der Aberregung schloß das Relais C4 folgenden Stromkreis für den Magneten 160
des Aushilfsfolgeschalters: von Erde über den Ruhekontakt. 177 von C4, in der Stellung 3 der
Scheibe b geschlossenen Kontakt 178 und die Wicklung von 160 zur Batterie. Der Folgeschalter
geht in die Stellung 4, in welcher das Aufsuchen einer freien Verbindungsleitung
stattfindet. Die Sprechadern, die an die Bürsten 337 angeschlossen sind, sind an den Kontakten
179 und 180 unterbrochen, welche von . den Scheiben e und k abhängig sind. Ferner
ist in der vierten Stellung des Folgeschalters an dem von der Scheibe d abhängigen Kontakt
154 die Batterieverbindung zu der von der Stöpselspitze ausgehenden Ader unterbrochen.
Der Magnet 161 erhält in seinem zuletzt
angegebenen Stromkreis so lange Arbeitsstrom, bis die Prüfbürste den ersten Kontakt
trifft. Ist dieser besetzt, so hat er in der unten noch näher beschriebenen Weise Verbindung
mit Erde, und diese Erde tritt an Stelle der in dem erwähnten Stromkreis vorhandenen
Erdung über die Stange 336. Der Unterbrecherkontakt 339 wird geschlossen, bevor die Prüfbürste diesen ersten Kontakt
verläßt und stellt den folgenden Ersatzstromkreis für den Magneten 161. her: von Erde
über Kontakt 168, den die Scheibe h in der vierten Stellung schließt, den Ruhekontakt 169
des Relais 170, den Draht 64, den Kontakt 339 des oberen Unterbrecherhebels 167, Draht 171,
Kontakt 172, Draht 62, den in der vierten Stellung durch die Scheibe c geschlossenen
Kontakt 181, den von der Scheibe / geschlossenen
Kontakt 163, Draht 43 und Wicklung von 161 nach Batterie. Das Suchen nach einer
freien Leitung wird so lange fortgesetzt, bis die Prüfbürste eine'freie, d.h. eine nicht geerdete
Prüfleitung findet. Beim Auftreffen auf diese wird der Kupplungsmagnet 161 aberregt,
und der Bürstenrahmen bleibt stehen. Hat der Aushilfswähler in dieser Weise eine unmittelbare Verbindungsleitung gewählt,
so wird der Beamtin, an deren Platz diese Leitung als Hauptverbindungsleitung in
einer Klinke endigt, das Besetztsein der Leitung durch Aufleuchten einer Lampe 236 angezeigt.
Sobald nämlich eine unmittelbare A^erbindungsleitung gewählt wird, verläßt, wie
sogleich erläutert werden wird, der zugehörige Folgeschalter seine erste Stellung. Dann
wird ein Stromkreis geschlossen von Erde über den Kontakt 262 der Scheibe n' (Fig. 7),
die Drähte 83, 285 und das Relais C6 zur Batterie. Dieses spricht an und schaltet die
Lampe 286 ein.
Während der Erregung des Kupplungsmagneten 161 war auch in Parallelschaltung
dazu das Relais 182 erregt; in der vierten Stellung des Wählerfolgeschalters hält es
einen Nebenschluß zu dem Haltemagneten 183 über den Draht 60 und seinen Arbeitskontakt
185 nach Erde geschlossen, der die Erregung des Haltemagneten über den von der Scheibe i
in der vierten Stellung geschlossenen Kontakt 184 verhindert. Wenn das Relais 182 bei Öffnung
des Stromkreises für 161 infolge Auffindens einer freien Leitung in der beschriebenen
Weise aberregt wird und seinen Arbeitskontakt 185 öffnet, so wird durch Aufhebung
des Nebenschlusses der Haltemagnet 183 erregt und wirkt als Bremse, die ein Weiterlaufen
des Bürstenrahmens über den frei gefundenen Kontakt hinaus verhindert. An seinem
Ruhekontakt 186 schließt das Relais 182 ferner einen Stromkreis von Erde über 61, den
in Stellung 4 der Scheibe j geschlossenen Kontakt 187, den Draht 49, den Folgeschaltermagneten
160 und zur Batterie. Der Folgeschalter verläßt die vierte Stellung. Durch die
Scheibe g wird nun ein Stromkreis für 160 so lange aufrechterhalten, bis der Schalter die
neunte oder Durchsprechstellung erreicht hat. Der Folgeschalter wird in der neunten Stellung
durch einen Nebenschluß zum Magneten 160 festgehalten, der über die Leitung 46, den
in der Stellung 9 durch die Scheibe / geschlossenen Kontakt 163"·, die Drähte 42,41
und 43, die Prüfbürste des Bürstensatzes 337, den Draht 83 und den in der zweiten und
dritten Stellung der Scheibe n' des Folgeschalters am Leitungswähler geschlossenen
Kontakt 262 nach Erde geführt ist.
In der siebenten Stellung des Senderfolgeschalters ist der Linienstromkreis wie folgt
geschlossen: von der Batterie über das Linienrelais 193 (Fig. 7), Draht 87, Übertragerspule,
Drähte 79,81, Bürste 337 des Aushilfswählers, Draht 55, in der neunten
Stellung der Scheibe e geschlossenen Kontakt
179, Draht 54, Stöpselspitze, Draht 75, Kontakt 155 des Relais C3, Draht 76, Feder und
Scheibe V am Senderfolgeschalter, Draht 71, Schrittrelais 218, Draht 73, Ruhekontakt 246
des Relais 219, Draht 72, Kontakt 156 des Relais C3, Draht JJ, Stöpselhals, Aushilfsklinke
und Leitung, Drähte 57, 56, in der neunten-Stellung der Scheibe k geschlossenen Kontakt
180, Bürste 337, Drähte 82,80, Übertragerspule,
Draht 85, in der ersten Stellung der Scheibe /' des Leitungswählerfolgeschalters
geschlossenen Kontakt 194 und Erde. Das Relais 218 (Fig. 3) wird erregt und schließt,
wie früher beschrieben, einen Stromkreis für den Magneten 20.5 (Fig. 4), so daß der Senderarm
um einen halben Schritt vorrückt. Das ebenfalls erregte Linienrelais 193 (Fig. 7)
läßt den Folgeschalter des Wählers der Hauptverbindungsleitung durch Schließung des folgenden
Stromkreises aus der ersten in die zweite Stellung gehen: von Erde über den
Arbeitskontakt 195 von 193, den Draht 90, den in Stellung 1 durch die Scheibe a' geschlossenen
Kontakt 196, den Draht 109 und die Wicklung des Folgeschaltermagneten 197
zur Batterie.
In dieser Stellung 2 des Folgeschalters ist ein Stromkreis für den Kraftmagneten 200
des Bürstenrahmens wie folgt geschlossen: von Erde über den Arbeitskontakt 195 des Relais
193, den Draht 90, den in der Stellung 2 durch die Scheibe a' geschlossenen Kontakt
198, den Draht 113 und die Wicklung des Magneten
200 zur Batterie. Der Bürstenrahmen beginnt sich zu drehen. Sobald der Unterbrecherhebel
199 den ersten Zahn erreicht und seinen Kontakt 227 schließt, kommt folgender
Stromkreis zustande: Erde, durch Scheibe i' geschlossener Kontakt 228, Draht 119, Unterbrecherhebel
199, Kontakt 227, Draht 118, Kontakt 229 des Anlaßmagneten '230, Draht
ii6, Kontakt 231 der Scheibe ei', Wicklung
von 193, Batterie. Der so gebildete Batterienebenschluß bringt die Aberregung des Schrittrelais
218 hervor, das wieder den Stromkreis für den Magneten 205 öffnet. Dadurch wird
wieder der Bürstenarm des Senders um einen halben Schritt weiterbewegt, und die Bürsten
erreichen das Kontaktpaar Nr. ο in der zweiten Abteilung. Durch öffnen und Schließen
des Kontaktes 227 bewirkt der Unterbrecher am Wähler die Abtrennung und Anlegung
eines Nebenschlusses zum Relais 218; dadurch wird der Magnet 205 in Tätigkeit gesetzt und
der Arm 211 schrittweise weiterbewegt, bis die Bürsten 201, 201" die Kontakte 204 erreicht
haben, die infolge Niederdrückens der ioo-Taste Nr. 2 und der 10-Taste Nr. "4 »vorbereitet«
sind. Es kommt ein Stromkreis zustande von der Batterie über den linken Kontakt der zweiten ioo-Taste, den Draht 10, den
äußeren Kontakt Nr. 4 in der zweiten Kontaktabteilung am Sender, 2010, 30, 219, 31, 201,
innerer Kontakt Nr. 4, 13, rechter Kontakt der vierten ίο-Taste, Erde. Das Relais 219
wird erregt und öffnet durch seinen Kontakt 246 den vorher beschriebenen Linienstromokreis.
Über seinen Arbeitskontakt 245 schließt das Relais 219 einen Haltestromkreis für sich
über das Relais 250.
Nach Öffnen des Linienstromkreises und nachdem der Unterbrecherhebel 199 den Kontakt
227 geöffnet hat, wird das Linienrelais 193 aberregt und öffnet den zuletzt angegebenen
Stromkreis für den Antriebsmagneten 200. Dieser wird jedoch in einem Stromkreis weitererregt von Erde über die von der
Wähler welle beeinflußten Federn m?, ms } Draht
117, Wicklung des Bürstenauslösemagneten 230, 115 und die Wicklung von 200 zur Batterie.
Der in diesem Stromkreis ebenfalls erregte Auslösemagnet 230 bringt den Auslösehebel
338« in die Bahn des sich drehenden Bürstenrahmens und löst einen Bürstensatz
aus. Ferner öffnet 230 an seinem Ruhekontakt 229 den Unterbrecherstromkreis und ver-.
hindert dadurch, daß das Relais 193 durch die Unterbrechertätigkeit von neuem erregt wird.
Die ausgelöste Prüfbürste schließt einen Stromkreis von Erde über den in der zweiten
Stellung der Scheibe i' geschlossenen Kontakt 228, den Draht 122, die Federn m*, m5, den
Draht 123, die Prüfbürste, die isolierte Stange 335, den Draht 89 und die Wicklung des
Linienrelais 193 zur Batterie. Somit wird das Linienrelais erregt und schließt über seinen
Arbeitskontakt 195 den Erdstromkreis für , den Magneten 200 von neuem. Die Erregung
von 200 wird dadurch aufrechterhalten, der Magnet 230 dagegen wird aberregt und die
Auslösung eines weiteren Bürstensatzes ver- go
hindert. Wenn der Unterbrecherhebel auf den längeren Zahn seines Segments trifft
(s. Figur), so wird eine Erdverbindung zu dem von der Stöpselspitze ausgehenden Sprechleitungsdraht hergestellt; zugleich ist
die Erdverbindung von der Prüfbürste an den Federn ml, iw>
unterbrochen. Somit hat der Unterbrecher eine Ersatzerdung für die vorher von der Prüfbürste bewirkte Erdung vorgenommen.
Wie oben ausgeführt wurde, verläuft der Haltestromkreis des Relais 219 über das Relais
250, welches erregt wird und durch Schließen seines Arbeitskontaktes 175 veranlaßt
wird, daß der Senderfolgeschalter aus der siebenten in die achte Stellung durch einen
von der Scheibe ο in der siebenten Stellung geschlossenen Stromkreis bewegt wird.
Das erregte Relais 250 schließt ferner wieder einen Unterbrechefstromkreis über die
Kontakte 223,224, der das Vorrücken der Bürsten in die Stellung s% veranlaßt; in dieser
Stellung wird der Stromkreis durch die Scheibe 222 unterbrochen, so daß die Bürsten
stehenbleiben. Der innere Kontakt der Stellung ss weist dieselbe Batterieverbindung auf
wie der innere Kontakt von s2 ; infolgedessen wird in der beschriebenen Weise das Relais
219 in die Ruhelage gebracht. Danach wird 250 aberregt und schließt an seinen Ruhekontakt
einen Stromkreis für den Kupplungsmagneten 225 über Scheibe P in Stellung 8,
Kontakt 192, 225, Batterie. Der Folgeschalter geht dann in die Stellung 9, in der der Sender
die Stromstöße zur Einzelleitungswahl erhält. Bei seiner Rückführung in die Ruhelage stellte
das Relais 219 den Linienstromkreis wieder her.
Wenn der Unterbrecherhebel 199 (Fig. 7) den langen Zahn verläßt und dabei den Kontakt
227 öffnet, so hebt er die Kurzschließung
ίο des Schrittrelais 218 wieder auf, welches von
neuem anspricht. Erreicht der Hebel den nächsten Zahn, so wird der Kurzschluß wieder
hergestellt und das Schrittrelais aberregt.. Diese Beeinflussung des Schrittrelais durch
den Unterbrecherhebel 199 dauert an, und das Schrittrelais öffnet und schließt in der schon
beschriebenen Weise den Stromkreis des Magneten 205, der den Arm 211 des Senders so
lange vorrücken läßt, bis seine Bürste die Senderkontakte 49 auffinden, worauf folgender
Stromkreis zustande kommt: von Erde über den linken Kontakt der ίο-Taste Nr. 4, Leitung
15, innerer Kontakt Nr. 49 des Senders, 201, 31, 219, 30, 2oia, äußerer Kontakt 49, 29,
rechter Kontakt der Einertaste Nr. 9, Batterie. Das Relais 219 wird erregt, öffnet den
Linienstromkreis und schließt wieder den eigenen Haltestromkreis über das Relais 250.
Das ansprechende Relais 250 schließt einen Stromkreis von Erde über die Scheibe ο in
Stellung 9, Arbeitskontakt 175 und die Wicklung des Magneten 225 zur Batterie. Infolgedessen
geht der Folgeschalter unter Einwirkung der Scheibe / von der neunten in die erste
Stellung.
Während der Senderfolgeschalter durch die Stellung 12 geht, schließt er die Relais C
und D kurz, da in der zwölften Stellung eine Verbindung nach Erde vom Draht 132 über
die Scheibe M in Stellung 12 geschlossen ist. Die Ausschaltung des Widerstandes der Relais
C und D bewirkt, daß das Schnurrelais C3 (Fig. 5) anspricht, sich selbst in einen Haltestromkreis
von Erde über die Überwachungslampe 270, eigenen Kontakt 234 und seine Wicklung einschaltet und an seinen Ruhekontakten
155, 156 die Sprechleitungszweige vom Sender abtrennt und an die Übertragerspule
der Schnur schaltet. Diese Seite des Verbindungsstromkreises gelangt damit in dieDurchsprechstellung.
Der Sender beginnt nunmehr unter dem Einfluß des Unterbrechers 221 bei der vorbeschriebenen
Erregung des Relais 250 seinen Weitergang in die Ruhelage. Da jedoch das
Relais 250 aberregt wird, wenn der Folgeschalter die Stellung 11 verläßt, so wird ein
Ersatzstromkreis für die Senderrückführung gebildet, der von Erde über 221, Draht 37, 223,
Draht 36, Ruhekontakt 235 des Relais C1 Draht 34 und die Wicklung des Magneten 205
zur Batterie verläuft. Die Öffnung des Kontaktes 223 bei Erreichung der Stellung s1
bringt den Senderarm in der Ruhestellung zum Stillstand.
In dem Leitungswähler sind die Kontakte verschiedenartiger Leitungen durch verschiedene
Potentiale gekennzeichnet. Die ersten und die Zwischenkontakte von Privatamtsanschlüssen
weisen negatives Batteriepotential auf, der Schlußkontakt derartiger Privatanlagen
und die nur mit einer Sprechstelle verbundenen Leitungen positives Batteriepotential.
Die Spanmmg an den Kontakten ist bei Freisein der zugehörigen Leitung hoch;
beim Besetztsein der Leitung tritt ein Spannungsabfall ein. Das Ansprechen des polarisierten
Prüfrelais 253 zeigt das Auffinden eines Privatamtsanschlusses an. Das Prüfrelais
257 ist wenig empfindlich und spricht nur an, wenn die ausgewählte Leitung frei ist,
während sonst die Spannung an den ausgewählten Kontakten nicht genügt, die Erregung
herbeizuführen.
Bei Öffnung des Linienstromkreises durch das Relais 219 in der oben beschriebenen
Weise und beim Öffnen des Kontaktes 227 am Unterbrecherhebel 199 wurde das Linienrelais
193 aberregt, öffnete seinen Arbeitskontakt 195 und unterbrach damit den Stromkreis für go
den Magneten 200. Sind die von den Wählerbürsten erreichten Leitungskontakte frei, so
wird der Magnet 200 aberregt, und die Bürsten bleiben auf den Kontakten der gewählten
Leitung stehen. Gehören die Kontakte jedoch zu einer besetzten Einzelleitung, so werden
Stromkreise geschlossen, die den Folgeschalter des Leitungswählers in die achte oder Besetztstellung
bringen. Dieser Vorgang spielt sich in folgender Weise ab: . Die Aberregung des Relais 193 bewirkt an dessen-Ruhekontakt
236 die Schließung des folgenden Stromkreises für den Magneten 197: von Erde über
236, Draht 91, Federn m"', mü, Draht 121, den
in der zweiten Stellung durch die Scheibe b' geschlossenen Kontakt 237, Draht 109, Magnet
197, zur Batterie. Der Folgeschalter rückt in die dritte Stellung vor, in der folgender
Stromkreis für den Magneten 197 geschlossen ist: von Erde über den Ruhekontakt
258 des Prüfrelais 257, den Draht 263, den Ruhekontakt 282 des Relais 253, den Draht 92,
den von der Scheibe /' von der dritten bis zur siebenten Stellung geschlossenen Kontakt 264,
den Draht no und die Wicklung des Relais 197 zur Batterie. Der Folgeschalter wird dadurch
in Abhängigkeit von der Scheibe V zur achten Stellung gebracht, in der ein Besetztsigna]
zur Beamtin übermittelt wird.
Ist dagegen die verlangte Leitung ein Privatamtsanschluß, so wird das polarisierte
PrüfreJais 253 durch einen Stromfluß von der
negativen Batterie 254 (Fig. 8) über die Wicklung des Trennrelais 255, den Prüfdraht
256, die Prüfbürste, den Draht 101, die beiden
Wicklungen des Prüfrelais 257, den Draht 102, die rechte Wicklung des polarisierten
Prüf relais 253, die Drähte 124, 119, den in der
Stellung 2 durch i' geschlossenen Kontakt 228 und Erde geschlossen. Das erregte Relais 253
legt sich selbst in einen Haltestromkreis von Batterie über seine linke Wicklung, seinen Arbeitskontakt
260, Leitung 84, Kontakte 261, 262, die in der zweiten Stellung durch n' geschlossen
sind, nach Erde.
Da die Prüfbürste in Kontakt mit dem ausgewählten Anschluß gelangt, bevor der Unterbrecherhebel
199 den Stromkreis des Relais 193 öffnet, so daß dieses am Kontakt 195 den
Stromkreis für den Magneten 200 unterbrechen kann, und da ferner die Spannung am
Prüfkontakt bei Besetztsein der Privatamtsleitung zu niedrig ist, um die Erregung des
gering empfindlichen Relais 257 zu bewirken, so wird der Stromkreis für den Magneten 200
in folgender Weise aufrechterhalten: von Erde über den Ruhekontakt 258 des Prüfrelais
257, den Draht 263, den Arbeitskontakt 259 des Relais 253, den Draht 114, die Wicklung
des Magneten 200, Batterie. Wenn . in dieser Weise das Prüfrelais 257 aberregt und das
Prüfrelais 253 erregt ist, setzt der Bürstenrahmen seine Drehbewegung fort. Die Aberregung
des Relais 193 und die Schließung von dessen Ruhekontakt 236 veranlaßt einen
Stromfluß über den Kupplungsmagneten 197 des Folgeschalters in dem oben bereits beschriebenen
Stromkreise. Infolgedessen geht der Folgeschalter in die Stellung 3.
Es sei zunächst angenommen, daß der Leitungswähler die ganze Gruppe der Privatamtsanscblüsse
besetzt findet. Dann kommt der Bürstenrahmen zum Stillstand, wenn die Bürsten die letzten Kontakte der Privatamtsgruppe
erreichen, und das polarisierte Relais wird infolge der jetzt den Bürsten zugeführten
entgegengesetzten Spannung aberregt. Es öffnet dabei den Stromkreis des Magneten 200.
Das Relais 257 bleibt infolge der geringen Spannung an dem letzten besetzten Kontakt
ebenfalls unerregt. Jetzt kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Ruhekontakt 258
von 257, Draht 263, Ruhekontakt 282 von 253, Draht 92, in Stellung 3 geschlossener Kontakt
264 an der Scheibe /', Draht 110, Wicklung des
Magneten 197, Batterie. Dieser Stromkreis bleibt am Kontakt 264 geschlossen, bis der
Folgeschalter zur Stellung 8 gelangt ist.
Während der Folgeschalter durch die sechste oder Anläutestellung in die siebente
oder Durchsprechstellung geht, sind die Sprechleitungszweige an den Arbeitskontakten
265, 266 des Relais 257 unterbrochen, so daß eine Störung der besetzten Leitung, auf deren
Kontakten sich die Wählerbürsten gerade befinden, vermieden wird.
Wenn der Folgeschalter infolge des Besetztseins entweder einer einfachen Leitung oder
aller Privatamtsleitungen die Stellung 8 erreicht, so wird der Beamtin durch einen Un1
terbrecherstromkreis von Erde über den zur Besetztmeldung dienenden Unterbrecher 267, 70 ■
den in der achten Stellung durch die Scheibe /'
geschlossenen Kontakt 268, den Draht 85, die zum Stöpselhals führende Sprechader und
über das Überwachungsrelais 269 der Schnur zur Batterie ein Besetztsignal gegeben. Das
in diesem Stromkreis liegende Relais bewirkt durch wechselndes Ein- und Ausschalten ein
das Besetztsein meldendes Flackern der Lampe 270 am Beamtinnenplatz.
Finden dagegen die Wählerbürsten die verlangte Teilnehmerleitung frei, so wird infolge
des an den Kontakten vorgefundenen hohen Potentials das Relais 257 ansprechen, das Relais
253 dagegen wird keinerlei Tätigkeit ausüben, auch wenn die ausgewählte Leitung zu
einem Privatamt führt.
. Es möge noch angenommen werden, daß die Wählerbürsten entweder beim Suchen in
einer Gruppe von Privatamtsanschlüssen an einer Leitung hohes Potential vorfinden oder
daß die verlangte Einzelleitung an ihren Kontakten ein hohes Potential aufweist, was in
beiden Fällen dem Freisein des betreffenden Anschlusses entspricht. In beiden Fällen
spricht das gering empfindliche Relais 257 an und öffnet an seinem Ruhekontakt 258 den
Stromkreis für den Arbeitsmagneten 200; die Bürsten bleiben >auf den ausgesuchten Kontakten
stehen. Bei dem Aussuchen eines freien Privatamtsanschlusses bestand während
der Zeit, wo die Rolle am Unterbrecherhebel auf dem Kopf eines Zahnes aufruht, ein
augenblicklicher Stromschluß für den Magneten 200 von Erde . über Kontakt 228 an der
Scheibe*', den Draht 119, den Unterbrecherkontakt 227, den Draht 118, den Ruhekontakt
229 des Relais 230, Draht 116, den von der Scheibe d' geschlossenen Kontakt 23ia (Stellung
3 des Folgeschalters), Draht 113 und Wicklung des Magneten 200 zur Batterie. In- n0
folgedessen setzt der Bürstenrahmen beim Aufsuchen eines freien Privatamtsanschlusses
seinen Weg so lange fort, bis der Hebel vom Zahn abgleitet, und durch die vorübergehende
Schließung des Stromkreises für den An- ng triebsmagneteri 200 wird eine genaue Einstellung
der Wählerbürsten auf die ausgewählte freie Leitung gesichert.
Das ansprechende Prüfrelais 257 schließt folgenden Stromkreis für den Folgeschalter,
durch den dieser aus der dritten in die sechste, die Anläutestellung, gebracht wird: von Erde
über den Arbeitskontakt 271 von 257, Drähte
■104, 105, in der dritten Stellung der Scheibe c'
geschlossenen Kontakt 272, Drähte 107, 110,
Wicklung des Magneten 197, Batterie. Der Stromkreis für den Magneten 197 bleibt an
dem von c' abhängigen Kontakt 272 geschlossen, bis die sechste Stellung erreicht ist.
Dann wird eine Rufstrommaschine 273 über den von der Scheibe g' in Stellung 6 geschlossenen
Kontakt 274 und über den von der Scheibe f in der Stellung 6 geschlossenen
Kontakt 275 an die Sprechleitung angelegt. In der sechsten Stellung des Schalters wird
ein Stromkreis geschlossen von Erde über den Arbeitskontakt 271 des Prüf relais 257,
den Draht 104, den durch die Scheibe W in Stellung 6 geschlossenen Kontakt 276, den
Draht 103, die untere Wicklung von 257 und den Draht 101 zur Prüfbürste. Durch diesen
geringen Widerstand, auf weisenden Stromweg wird die Spannung am Prüfkontakt der
Leitung herabgesetzt und der Besetztzustand für andere Wähler hergestellt. Es fließt jedoch
noch genügender Strom für die Aufrechterhaltung der Erregung des gering empfindlichen
Prüfrelais 257 und des Trennrelais der besetzten Leitung, so daß, wenn der verlangte
Teilnehmer sich durch Abheben seines Hörers meldet, seine Anruflampe nicht zum Aufleuchten gebracht werden kann.
Die Meldung des verlangten Teilnehmers bewirkt eine Erregung des Überwachungsrelais 277; dieses schließt an seinem Arbeitskontakt einen Stromkreis von Erde über den
Draht 93, den in der' sechsten Stellung durch e' geschlossenen Kontakt 278, den Draht io6,
den von c' geschlossenen Kontakt 279, die Drähte 107. 110 und die Wicklung des Magneten
197, zur Batterie. Der Folgeschalter geht von der sechsten in die siebente Stellung. . In
dieser Stellung ist an den einen Leitungsdraht der verlangten Leitung Erde über die Übertragerspule,
den Draht 95 und den von der Scheibe g' geschlossenen Kontakt 279 und an den anderen Sprechleitungsdraht Batterie über
die Übertragerspule, den Draht 94 und den durch /' geschlossenen Kontakt 280 angelegt.
Diese siebente Stellung des Folgeschalters ist die Durchsprechstellung. In ihr ist ein Stromkreis
von Erde über den Arbeitskontakt des Überwachungsrelais 277, 93, 281, 86, 85, zu
der zum Stöpselhals führenden Leitungsader und von dort über das Überwachungsrelais
269 (Fig. 5) der Schnur zur Batterie hergestellt. Das Relais 269 wird in diesem Stromkreis
erregt und schaltet die Überwachungslampe 270 aus. Während des Gesprächs haben beide Teilnehmer die Möglichkeit, auf das
Überwachungssignal am Beamtinnenplatz einzuwirken.
Es sei nunmehr der Fall betrachtet, daß der obere Unterbrecherhebel am Aushilfswähler
statt des unteren zur Wirkung kommt. Es möge z. B. der verlangte Teilnehmer die Nummer
8249 haben. In diesem Falle ist die Kontaktreihe im Aushilfswähler die gleiche wie
bei dem oben angenommenen Beispiel, wo der Teilnehmer die Nummer 3249 hatte und auch
die Kontaktreihe im Leitungswähler ist die gleiche, sie liegt jedoch in einer anderen
Gruppe, da jetzt eine Nummer über statt unter 5000 verlangt wird.' '
Durch Drücken der 1000-Taste Nr. 8 bringt die Beamtin die Erregung des Relais C1
(Fig. 3, oben) im folgenden Stromkreis hervor: von der geerdeten Scheibe N des Folgeschalters über C1, 68, rechten Kontakt der
1000-Taste Nr. 8, 74, Wicklung- der Tastenmagnete K, K1 usw., Batterie. Hat die Beamtin
alle der Teilnehmernummer entsprechenden Tasten gedruckt, so stöpselt sie eine
Aushilfsklinke. Genau wie bei der Verbindung mit dem Teilnehmer 3249 wird ein Stromkreis geschlossen, der das Relais C erregt.
Dieses bringt den Folgeschalter in die Stellung 5. Bei dem früheren Beispiel wurde
der Linienstromkreis erst geschlossen, wenn der Folgeschalter in Abhängigkeit von der
Scheibe / die fünfte Stellung erreichte. Jetzt wird schon beim Durchgang durch die zweite
und dritte Stellung der Linienstromkreis wie folgt geschlossen: von der Batterie durch das
Relais C* (Fig. 6), den in der ersten Stellung der Scheibe d geschlossenen Kontakt 154,
Drähte 52, 54, Stöpselspitze, Leitung 75, Kontakt 155, Drähte 76 und 70,. Arbeitskontakt
187 des Relais C1, Draht 69, Scheibe W des Folgeschalters (Stellung 2), Draht 73, Ruhekontakt
246 des Relais 219, Draht 72, Ruhekontakt 156 des Relais C3, Draht 1Jj, Stöpselhals,
Draht 57, Kontakt 157 (Stellung 1 der Scheibe i des Aushilfsfolgeschalters), Erde.
Das Linienrelais C4 spricht an und schließt an
seinem Arbeitskontakt 158 folgenden Stromkreis für den Magneten 160: Erde, 158, 51,
159 (in Stellung I der Scheibe α geschlossen), 50,49, 160, Batterie. Der Folgeschalter des
Aushilfswählers geht in die Stellung 2. Der Linienstromkreis ist hierbei an der Scheibe W
des Senderfolgeschalters unterbrochen, so daß das Relais C4 aberregt wird und seinen Ruhekontakt
177 schließt. Dadurch kommt ein Stromfluß zustande von Erde über 177, den in
der zweiten Stellung durch Scheibe b geschlossenen Kontakt 188 und die Wicklung
des die Kontaktreihenwahl bestimmenden Relais 170 zur Batterie. Das Relais 170 legt sich
selbst in einen Haltestromkreis von Erde über den in Stellung 2 durch h geschlossenen Kontakt
168, seinen linken Arbeitskontakt 189 und seine Wicklung zur Batterie. Wie ersichtlich
ist, bestimmt der Zustand der rechts
gelegenen Kontakte 169, 190 des Relais 170,
welcher von den beiden Unterbrechern tätig sein wird, und zwar erhält der obere Unterbrecherhebel
ΐ67α Erde vom Arbeitskontakt
190 und der untere Unterbrecherhebel 167 Erde über den Ruhekontakt 169 des Relais.
Da das Relais 170 erregt wird, bevor der Bürstenrahmen zu laufen beginnt, und da es
den Stromkreis für den Unterbrecherhebel 167 an seinem Kontakt 169 öffnet, bevor dieser
Stromstöße zur Kontaktreihenwahl aussenden kann, so müssen noch Einrichtungen vorgesehen
werden, die weiterhin einen Stromkreis für den Unterbrecherhebel 167° herstellen.
Diesem Zwecke dient die Scheibe m des Aushilfsfolgeschalters,
die in ihrer zweiten und dritten Stellung den Kontakt 287 schließt,
über den der Unterbrecher 167" durch den
Draht 66 und den Arbeitskontakt 190 des Relais 170 anstatt über dessen Ruhekontakt 169
mit Strom versorgt wird.
Es kann jetzt angenommen werden, daß der Senderfolgeschalter die fünfte Stellung erreicht
und in der früher beschriebenen Weise den Linienstromkreis geschlossen hat. Dadurch
wird das Relais C4 wieder erregt und schließt über seinen Arbeitskontakt 158 folgenden
Stromkreis für den Motormagneten 161: Erde, 158, 51, Kontakt 162 (Stellung 2
der Scheibe α), 42, Kontakt 163 (Scheibe /), 45, 161, Batterie. Der Bürstenrahmen beginnt
sich zu drehen. Von diesem Augenblick an ist die Wirkung die gleiche wie früher,
nur wird jetzt der obere Unterbrecherhebel 1670 zur Übersendung der Stromstöße für die
Verbindungsleitungswahl benutzt an Stelle des unteren Hebels 167. Durch diese Verschiedenheit
wird natürlich die Auswahl eines zu einer anderen Gruppe gehörigen Leitungswählers
bewirkt. Der auf diese Weise ausgewählte Leitungswähler wird in der früher beschriebenen
Weise in die neunte oder Durchsprechstellung bewegt.
Nunmehr sei angenommen, daß die Beamtin nach Drücken der der Nummer 3249
entsprechenden Tasten nicht auf eine Aushilfsklinke, sondern auf die Klinke einer
Hauptverbindungsleitung (Fig. 7) stöpselte. Dann entsteht folgender Stromfluß: von Batterie
über das Relais CG (Fig. 7), Draht 126, dritte Stöpselader, Draht 152 (Fig. 5), Wicklung
und Kontakt 153 des Relais C3, Drähte 127 (Fig. 3), 132, Relais C, Draht 129, polarisiertes
Relais D, Draht 130, linker Kontakt der Einertaste Nr. 9, Draht 74, rechter Kontakt
der 1000-Taste Nr. 3, Draht 131, Folgeschalterscheibe
N, Erde: Das Relais Ce spricht an und schaltet die Besetztlampe ein. Das
gering empfindliche Relais C3 im Schnurstromkreise wird dagegen nicht erregt. Das Relais
C spricht an und läßt den Senderfolgeschalter in der schon beschriebenen Weise
(1. Beispiel) in die fünfte Stellung gehen. Auch das polarisierte Relais D erhält Strom
der geeigneten Richtung, spricht an und schließt einen Stromkreis für das Halterelais
219 von Erde über die Folgeschalterscheibe S}
bei deren Durchgang durch Stellung 2 und 3. den Draht 133, den Arbeitskontakt 191 von D1
Drähte 134, 135, linke Wicklung von 219, Batterie.
219 schließt sich wieder selbst in einen Haltestromkreis über das Relais 250, der von
Erde über die Scheibe J, Draht 33, 250, Draht 32, eigenen Arbeitskontakt 245, 135 und seine
Wicklung nach Batterie verläuft. Das in diesem Stromkreis ebenfalls ansprechende Relais
250 schließt für den Kupplungsmagneten 225 des Folgeschalters einen Stromkreis von Erde
über Scheibe ο in Stellung 5, Arbeitskontakt 175 von 250, 225, Batterie. Der Folgeschalter
geht in die Stellung 6.
Die Erregung des Relais 250 bewirkt ferner die Einschaltung des Schrittmagneten 205
(Fig. 4) in ,einen Stromkreis von Erde über Scheibe R beim Durchgang durch die Stellungen
3 und 4, Draht 136, Arbeitskontakt 244 von 250, Draht 34, 205, Batterie. Der Magnet
205 wirkt auf das Hemmwerk ein, so daß die Senderbürsten einen halben Schritt ausführen.
Verläßt der Folgeschalter die vierte Stellung, so wird der Stromkreis bei R unterbrochen,
der Magnet 205 wird aberregt, und der Sen-« derarm führt wiederum einen halben Schritt
aus. Dadurch werden die Unterbrecherkontakte 223, 224 am Sender geschlossen und es
entsteht ein Stromkreis für den Magneten 205 von Erde über den Unterbrecher 221, Draht
37, 223, 224, Drähte 35, 136, Kontakt 244 des Relais 250, Draht 34, 205, Batterie. Unter
dem Einfluß der Unterbrecherstromstöße setzt 205 das Hemmwerk des Senders in Gang, und
der Senderarm geht so lange weiter, bis die Bürsten die Stellung s2 einnehmen. In dieser
Stellung läßt die Scheibe 222 die Unterbrechung des Stromkreises für 205 an den 1(>5
Kontakten 223,224 eintreten. Da nun die Kontakte in der Stellung s2 mit Batterie bzw.
Erde verbunden sind, so ist jetzt ein Stromkreis geschlossen von Erde über 201°, 30, Relais
219, 31/201, Batterie. Durch diesen110
Stromfluß wird das polarisierte Relais in die Ruhelage zurückgebracht.
Bei der Rückkehr in,.die Ruhelage öffnet
219 seinen Arbeitskontakt-'245. Dadurch wird
das Relais 250 aberregt und schließt über seinen Ruhekontakt 192 folgenden Stromkreis:
Erde, Scheibe P in Stellung 6, 192, Magnet 225, Batterie. Der Folgeschalter geht in die
siebente Stellung, in der die Stromstöße zur Kontaktreihenwahl im Leitungswähler in
Empfang genommen werden; in die gleiche Stellung ist der Folgeschalter auch gebracht,
wenn in der früher beschriebenen Weise die Wahltätigkeit im Aushilfswähler beendet
worden ist.
Wie ersichtlich ist, ist der Linienstromkreis vom Ruhekontakt 246 des Relais 219 abhängig
und wurde während der Erregung des Relais geöffnet gehalten. Daraus ergibt sich, daß
die bisherigen Vorgänge keinen Einfluß auf den Leitungswähler oder seinen Folgeschalter
ausüben konnten. Somit sind nur die Senderbürsten zur Stellung s2 vorgerückt, d. h. zu
der Stellung, auf die unmittelbar die zur Kontaktreihenwahl im Leitungswähler dienenden
Senderkontakte folgen, und der Senderfolgeschalter ist ebenfalls in die zur Empfangnahme
der Stromstöße für die Kontaktreihenwahl geeignete Stellung gebracht worden. Von die-,
sem Augenblick an ist die Tätigkeit der verschiedenen Einrichtungen die schon früher
beschriebene.
Auslösung.
Es kann vorkommen, daß, nachdem die Beamtin einen Verbindungsstöpsel gesteckt hat
und bevor die Verbindung endgültig hergestellt worden ist, der Anrufstöpsel gezogen
wird. Auch kann aus irgendwelchen Gründen in einem der Hauptstromkreise eine Unterbrechung
auftreten. Tn allen solchen Fällen, wo der ordnungsmäßige Gang der Verbindungsherstellung
unterbrochen wird, soll durch die hier beschriebene Anordnung, im allgemeinen unter Mitwirkung rein örtlicher Stromkreise,
eine Rückführung der Einrichtung in die Ruhelage herbeigeführt werden.
Jeder selbsttätige Wähler arbeitet mit seinem Steuer- oder Folgeschalter zur Regelung
der örtlichen Arbeitsstromkreise in solcher . Weise zusammen, daß, wenn der drehbare Teil
eines Wählers infolge einer Teilbewegung sich außerhalb der Ruhelage befindet, in bestimmter
Folge Stromkreise für die Arbeitsmagnete geschlossen werden, die Wähler und Schalter
in die Ruhelage bringen, indem jeder Apparat in verschiedenen Stufen seiner Bewegung
Stromkreise für den Antriebsmagneten des anderen herstellt, bis -sie beide zurückgestellt
sind. Bei dem normalen Arbeiten der Anlage wird diese Bewegimgsfolge der beiden Einrichtungen,
die schließlich die Rückstellung beider in die Ruhelage herbeiführt, in gewissen
Verbindungsstufen durch ■Kontrollvorrichtungen zum Stillstand gebracht. Diese.
Kontrollvorrichtuhgen sind dabei abhängig von einem Stromfluß in einem der z. B. zu
einer entfernten Stelle führenden Hauptstromkreise. Wird dieser Stromfluß absichtlich
oder unabsichtlich dauernd unterbrochen, während der Wähler oder der Folgeschalter
sich außer Ruhestellung befindet, so kann die Bewegungsfolge der beiden Einrichtungen
nicht langer gehemmt werden, und sie führen selbsttätig die erforderliche Reihe von Tätigkeiten
aus, deren -Ergebnis die Rückstellung beider in die Ruheläge ist. Eine gleiche An-Ordnung
ist auch bezüglich des Senders und se'ines Folgeschalters getroffen.
Die Möglichkeit der Rückstellung der sämtlichen Apparate in die Ruhelage ist besonders
wesentlich, wenn sich der Leitungswählerschalter in der sechsten oder Anläutestellung,
in der siebenten oder Durchsprechstellung und in der achten oder Besetztmeldestellung befindet.
Es möge deshalb zuerst die Rückführung der Vorrichtungen nach Ziehen des Verbindungsstöpsels
durch die Beamtin betrachtet werden, wenn der verlangte Teilnehmer nicht antwortet oder wenn die Beamtin das übliche
Trennsignal oder Besetztsignal erhält. Wenn die Beamtin den Verbindungsstöpsel zieht, so
wird Erde von der von der vorderen Klinkenfeder ausgehenden Leitungsader abgetrennt.
Dadurch wird das Linienrelais 193 (Fig. 7) in der Hauptverbindungsleitung aberregt und
schließt an seinem Ruhekontakt 236 einen 85' Stromkreis: Erde, 236, 91, Federn m1, mß,
121, Kontakt 237, den die Scheibe V in der sechsten, siebenten und achten Stellung geschlossen
hält, 109, Wicklung des Arbeitsmagneten 197, Batterie. In Abhängigkeit von
der Scheibe h1 geht infolgedessen der Folgeschalter,
mag er sich in der sechsten, siebenten oder achten Stellung befinden, bis zur Stellung
9 weiter. In dieser Stellung halten die Scheiben g' und f die Sprechadern offen und
verhüten dadurch, daß die besetzten Leitungen, über, deren Kontakte die Wählefbürsten
bei ihrer Rückführung in die Ruhelage etwa hinwegstreichen, durch Knacken gestört werden können.
In der neunten Stellung des Folgeschalters am Leitungswähler ist ein Stromkreis von
Erde über 283 an der Scheibe V', den Draht 115
und den Arbeitsmagneten 200 des Wählers nach Batterie geschlossen; der Bürstenrahmen
dreht sich zurück in die Ruhelage, und wenn er diese erreicht, wird ein Stromkreis geschlossen
von Erde über die Federn m1, fn2
(diese sind nur in der Ruhelage der Scheibe 840 in Kontakt), den Draht 120, Kontakt 284 no
(Stellung 9 der Scheibe?)'), Draht 109 und
Kupplungsmagnet 197 des Folgeschalters zur Batterie. Der Folgeschalter verläßt die neunte
Stellung, und die Scheibe ¥ schließt den Kontakt 133, wodurch 197 so lange erregt gehalten
wird, bis der Schalter die Anfangsstellung erreicht hat.
Beim Verlassen der neunten Stellung öffnet der Folgeschalter mittels der Scheibe i' am
Kontakt 283 den Stromkreis des Magneten 200. Infolgedessen bleibt der Bürstenrahmen
in der Anfangslage stehen. Der Leitungs-
wähler befindet sich jetzt also in der Ruhelage.
Die Rückstellung der Einrichtungen des Aushilfswählers in die Ruhelage findet in folgender
Weise statt: Wenn der Folgeschalter des Leitungswählers die achte Stellung verläßt,
unterbricht er am Kontakt 262 der Scheibe n' (Fig. 7) den Stromkreis von Erde
über 262, 83, Prüfbürste 337 des Aushilfs-Wählers (Fig. 6), Drähte 43, 41, 42, in der
neunten Stellung der Scheibe / geschlossenen Kontakt 163" und den Draht 46 zur Batterie.
Dieser Stromkreis schloß vorher den Kupplungsmagneten 160 des Aushilfsfolgeschalters
kurz, so daß dieser Folgeschalter in der oben beschriebenen Weise in der Stellung 9 stehenblieb.
Durch die Aufhebung des Nebenschlusses geht der Folgeschalter jetzt in die zehnte Stellung, und in dieser wird das Relais
C4 über den Kontakt 154 bei Scheibe d an
die von der Stöpselspitze ausgehende Ader angelegt. Da jedoch die Erde von dieser Ader
abgetrennt ist, \vird C4 jetzt nicht erregt, und der Stromkreis für den Kupplungsmagneten
160 von Erde über den Ruhekontakt 177 von C4, den Kontakt 178 der Scheibe b in Stellung
10, den Draht 49 und 160 zur Batterie bleibt bestehen. In Abhängigkeit von der
Scheibe'& rückt der Folgeschalter in die Stellung
11 vor. Jetzt ist ein Stromkreis für den Bürstenwagenmagneten 161 geschlossen, der
von Erde über 284 (Scheibe h in Stellung 11),
Draht 4.5 und 161 zur Batterie verläuft. Der Bürstenrahmen des Aushilfswählers kehrt infolgedessen
in die Ruhelage zurück. Sobald er eine Lage erreicht hat, in der die Scheibe 164 der AVählerwelle den Kontakt 165 schließt,
wird der Kupplungsmagnet 160 auf dem Wege von Erde über 165, 39, Kontakt 166 (Scheibe /
in Stellung 11), 49, 160, Batterie erregt. Der
Folgeschalter geht in die Stellung 12. Ein Einfluß auf den Stromkreis des Magneten 161
wird nicht ausgeübt. . Sobald der Aüshilfswähler jedoch die Ruhelage erreicht, entsteht
ein Stromfluß von Erde über den Kontakt 165"
der Scheibe 164, den in der zwölften Stellung durch Scheibe f geschlossenen Kontakt i66ffi,
49, Kupplungsmagnet 160, Batterie. Der Folgeschalter verläßt die zwölfte Stellung und
geht in die Ruhelage. Beim Verlassen der zwölften Stellung wird der Stromkreis für
161 an dem von der Scheibe h abhängigen Kontakt 284 unterbrochen. Somit ist auch
der Aushilfswähler in der Ruhestellung und damit sind sämtliche Einrichtungen der ganzen
Anlage in den Anfangszustand gebracht. Es sollen nun andere Voraussetzungen, unter denen die Rückstellung der Einrichtungen
durch Ziehen des Verbindungsstöpsels bewirkt wird, besprochen werden. Oben wurde
erläutert, daß beim Stöpseln einer Hauptoder Hilfsklinke der Senderfolgeschalter in
die fünfte Stellung geht, und daß der Senderarm die Ruhelage verläßt. Wird jetzt der
Abfragestöpsel gezogen, so wird der Sichrittmagnet 205 in einen Stromkreis von Erde
über den Unterbrecher 221, 37, Kontakt 223, 36, Ruhekontakt 235 des Relais C (das durch
Ziehen des Abfragestöpsels aberregt ist), Draht 34, Magnet 205 nach Batterie gelegt.
Die Senderbürsten gehen bis zur Ruhelage weiter, und wenn sie über ein ausgewähltes
Kontaktpaar hinwegschreiten, so sprechen in der geschilderten Weise die Relais 219 und
250 an. Der Senderfolgeschalter rückt infolgedessen in Abhängigkeit von der Scheibe 0
von der fünften in die sechste Stellung weiter. Verlassen die Bürsten das Kontaktpaar, so
wird 250 aberregt, der Folgeschalter geht unter Einwirkung der Scheibe P in die siebente
Stellung und von hier aus unter der gemeinsamen Einwirkung der Scheiben L und 1
in die Anfangsstelhvng. Somit wird der Sender durch Ziehen des Abfragestöpsels aus
jeder beliebigen in die Ruhestellung gebracht.
Wird der Abfragestöpsel gezogen, während sich der Folgeschalter des Äushilfswählers in
der Stellung 3 befindet, so entsteht ein Stromkreis von Erde über den Ruhekontakt 177
von C4, in der dritten .Stellung durch Scheibe b
geschlossenen Kontakt 178 und die Wicklung des Magneten 160 zur Batterie, so daß der
Folgeschalter zur vierten Stellung vorrückt, in der das Aufsuchen einer freien Leitung
stattfindet. In dieser Stellung schließt der von der Scheibe h abhängige Kontakt den bereits
erwähnten Stromkreis für den Arbeitsmagneten des Wählers. Dieser setzt .seine
Suchbewegung fort, bis er eine freie Leitung findet, und dann findet die Rückstellung der
Einrichtungen des Aushilfswählers in der schon geschilderten Weise statt.
Wird der Abfragestöpsel gezogen, während der Folgeschalter. des Leitungswählers sich in
der zweiten Stellung befindet, so wird eine Störung der oben beschriebenen Bewegungsfolge nicht eintreten. Wähler und Folgeschalter
gehen weiter, und die Auslösung in der beschriebenen Weise tritt erst ein, wenn
der Folgeschalter die sechste Stellung erreicht no hat.
Claims (7)
- Patent-Ansprüche:i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen, insbesondere für Anlagen mit halbselbsttätigem Betrieb, bei denen je zu einer Gruppe von Wählern führende Leitungsgruppen von bestimmten Stellen (Arbeitsplätzen) ausgehen, gekennzeichnet durch an jeder Stelle vorgesehene Schalteinrichtungen, mittels deren einer Stelle (Arbeitsplatz), wenn sämtliche Leitungeneiner ihr zugeordneten, zu einer bestimmten Wählergattung (Leitungswähler) führenden Leitungsgruppe besetzt sind, Zugang zu Leitungen einer anderen, zu gleichwertigen Wählern führenden Leitungsgruppe verschafft wird.
- 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die der .Stelle unmittelbar zugeordneten, zuίο einer bestimmten Wählergruppe führenden Leitungen je in einem besonderen Kontaktsatz (Klinke) endigen, während die Zuleitungen von anderen Gruppen gleichwertiger Wähler über den Zuleitungen je einer Gruppe gemeinsame Kontaktsätze (Hilfsklinken) erreichbar sind.
- 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine der Stelle zugängliche Hilfsleitung, die zu einem Hilfswähler führt, der die Verbindung mit der Zuleitung eines freien, nicht unmittelbar zugänglichen Wählers vermittelj:.
- 4. Schaltungsanordnung nach An-Spruch ι und 3 für mehrere Fernsprechämter mit -selbsttätigen Wählern umfassende Anlagen, bei denen von Beamtinnenplätzen jedes Amtes Verbindungsleitungen unmittelbar zu Leitungs-Wählern der anderen Ämter führen, gekennzeichnet durch Hilfsverbindungsleitungen, die derart in Zwischenwählern endigen, daß sie durch diese selbsttätig mit einem freien Leitungswähler aus der Zahl der anderen Arbeitsplätzen des gleichen Amtes oder der übrigen Ämter unmittelbar zugänglichen Leitungswähler verbunden werden können.
- 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι für Anlagen, bei denen eine Beamtin von Hand die Verbindung mit der Zuleitung zu einem Wähler in einer verlangten Gruppe oder in einem verlangten Amt herstellt, dadurch gekennzeichnet, daß am Beamtinnenplatz ein optisches Signal angebracht ist, das den Zustand (Freioder Besetztsein) der Verbindungsleitung und des Wählers am ankommenden Leitungsende anzeigt.
- 6. Schaltungsanordnung nach An-Spruch ι und 3, bei der die Wählerarbeit durch einen nach Maßgabe der verlangten Anschlußnummer eingestellten Sender geregelt wird, gekennzeichnet durch eine derartige Ausbildung des Senders und der damit zusammenwirkenden Stromkreise, daß die Art der Stromstoßsendung sich selbsttätig den Erfordernissen der Leitung anpaßt, mit welcher der Sender jeweils verbunden wird.
- 7. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι und 6, gekennzeichnet durch ein Relais (219) am Sender, das beim Stöpseln einer zur unmittelbaren \^erbindung dienenden Klinke derart beeinflußt wird. daß es den Impulsstromkreis zwischen Sender und Leitungswähler so lange unterbrochen hält, bis der Sender in die zur Regelung der Einstellung dieses Wählers dienende Lage (s2) gelangt ist.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US191225174XA | 1911-11-03 | 1911-11-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE276607C true DE276607C (de) |
Family
ID=32597108
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT276607D Active DE276607C (de) | 1911-11-03 |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE276607C (de) |
| FR (1) | FR452368A (de) |
| GB (1) | GB191225174A (de) |
| NL (1) | NL1860C (de) |
-
0
- DE DENDAT276607D patent/DE276607C/de active Active
- NL NL1860D patent/NL1860C/xx active
-
1912
- 1912-10-30 FR FR452368A patent/FR452368A/fr not_active Expired
- 1912-11-02 GB GB191225174D patent/GB191225174A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB191225174A (en) | 1913-09-25 |
| NL1860C (de) | |
| FR452368A (fr) | 1913-05-15 |
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