DE586336C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren Vermittlungsstellen und Stromstossspeichern - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren Vermittlungsstellen und Stromstossspeichern

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DE586336C
DE586336C DEA45212D DEA0045212D DE586336C DE 586336 C DE586336 C DE 586336C DE A45212 D DEA45212 D DE A45212D DE A0045212 D DEA0045212 D DE A0045212D DE 586336 C DE586336 C DE 586336C
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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    • H04M19/00Current supply arrangements for telephone systems
    • H04M19/02Current supply arrangements for telephone systems providing ringing current or supervisory tones, e.g. dialling tone or busy tone

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Description

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf
Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb und mehreren; Vermittlungsstellen, bei welchen Stromstoßspeicher zur Herstellung von Verbindungen benutzt werden.
Es sind schon Anordnungen dieser Art bekanntgeworden, bei denen zur Herstellung von Verbindungen in andere Vermittlungsstellen besondere Stromstoß reihen, entsprechend der Kennziffer der gewünschten Vermittlungsstelle, vom Stromstoßspeicher ausgesandt werden. Die Stromstoßspeicher sind dann mit einer Anzahl Aufnahmeschaltwerke versehen, deren Zahl sich nach der Größe des Fernsprechnetzes und damit der Rufnummer der Teilnehmerstellen richtet.
Bei diesen Anordnungen ist die ordnungsgemäße Kennzeichnung der Verkehrsrichtung und die Abschaltung des Speichers immer
20; von der Beeinflussung aller Aufnahmeschaltwerke des Speichers abhängig.
Es sei denn, daß durch Verzögerungseinrichtungen bereits eine Umschaltung der die Stromstoßgabe vom Speicher einleitenden Einrichtungen herbeigeführt wird, wenn nach Aussendung einer bestimmten Anzahl von Stromstößen eine weitere Einstellung der übrigen Schaltwerke des Speichers nicht erfolgt. Derartiges hat aber den Nachteil, daß in den Fällen, in denen ein Teilnehmer mit der Wahl zögert und die Weiterwahl erst vornimmt, wenn die Verzögerungseinrichtung wirksam geworden ist, eine Fehlverbindung zustandekommt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, eine einfache Anordnung zu schaffen, die es ermöglicht, daß die Kennzeichnung der Verkehrsrichtung und die Abschaltung des Speichers unbedingt sicher gewährleistet ist, ganz unabhängig von der Anzahl der im Speicher aufgenommenen Stromstoßreihen. Erreicht wird dies dadurch, daß bei Einstellung nur eines Teiles der Aufnahmeschaltwerke des Stromstoßspeichers Schaltmittel zur Wirkung kommen, "welche an den Stromstoßsendeein- 4-5 richtungen des Speichers eine bei anderen Verbindungen durch weitere Aufnahmeschaltwerke erfolgende Kennzeichnung von die abgehenden Stromstoß reihen bestimmenden Leitungen selbsttätig herbeiführen. Durch die erfindungsgemäße Anordnung wird ermöglicht, Speicher auch bei teilweiser Einstellung der vorhandenen Aufnahmeschaltwerke zur Herstellung von Verbindungen benutzen zu
können, was insbesondere in großen Netzen von Vorteil ist, sobald Rufnummern verschiedener Stellenzahl vorhanden sind.
Ferner wird durch die erfindungsgemäße Anordnung ermöglicht, daß bei Verkehr in großen Netzen mit mehreren in Reihe liegenden Ämtern die Teilnehmernummer eines Teilnehmers immer dieselbe sein kann, ganz gleichgültig, von welchem Amt aus der Anruf ίο erfolgt; denn trotzdem der Speicher z. B. nur zum Teil eingestellt wird, kann eine zusätzliche Aussendung von Stromstößen durch Umrechnung bei der erfindungsgemäßen Anordnung in einfachster Weise beim Wirksamig werden der die Leitungen, die auch nach Einstellung sämtlicher Aufnahmeschaltwerke die Kennzeichnung der gewünschten Verkehrsrichtung übernehmen, beeinflussenden Schaltmittel erfolgen, ohne aber bereits alle Aufnahmeschaltwerke einstellen zu müssen.
In den Abb. ι bis 6 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei welchem jedoch nur die zum Verständnis der Erfindung unbedingt erforderlichen Schaltungen gezeigt sind.
Die Abb. 1 stellt den Schaltplan einer großen Stadtanlage dar. Die Vermittlungsstellen A bis E sind große Stadtvermittlungsstellen mit den Kennziffern 31 bis 38, S, 7, 4 und 61 bis 69 und haben eine fünfstellige Numerierung. Diese Vermittlungsstellen sind durch Verbindungsleitungen untereinander verbunden, über welche Verbindungen ohne Speicherung und Umrechnung hergestellt werden. Mit F und G sind kleine, außenliegende Handvermittlungsstellen bezeichnet, deren Kennziffer 601 und 606 ist. Die Vermittlungsstelle H ist eine von der Vermittlungsstelle^ weit entfernt gelegene selbsttätige Vermittlungsstelle mit den Kennziffern 301 bis 305, an welche eine Untervermittlungsstelle / mit den Kennziffern 306 bis 309 angeschlossen ist. Für jede ioooer-Gruppe 306, 307, 308 und 309 verlaufen besondere Gruppen von Verbindungsleitungen zu der Hauptvermittlungsstelle ff und umgekehrt für jede ioooer-Gruppe 301 bis 305 der Vermittlungsstelle H eine Gruppe von Verbindungsleitungen zur Untervermittlungsstelle 7. In der Vermittlungsstelle £ sind die Arbeitsplätze für den Fernverkehr, für die Prüfung und für die Auskunftei angeschlossen. ■
Die Vermittlungsstellen H und 7 sind mit Stromstoßspeichern und Umrechnern versehen. Wünscht der Teilnehmer 309100 (Abb. 2) der Vermittlungsstelle 7 einen Teilnehmer der Handvermittlungsstelle F anzurufen, so wählt er nur die Zahl 601. Die Kennziffer 60 muß in 3060 umgerechnet werden, während die 1 unverändert weitergegeben wird. Wenn der Teilnehmer 309 100 die Teil- j nehmerstelle 61 100 der Vermittlungsstelle E anruft, so wird die Kennziffer 61 in 3061 umgerechnet, während die Teilnehmernummer 100 unverändert weitergegeben wird. Beim Anrufen des Fernplatzes in der Vermittlungsstelle E braucht der Teilnehmer 309 100 nur die Nummer ο zu wählen, welche in die Kennziffer 300 umgerechnet wird. Wünscht ein Teilnehmer der Untervermittlungsstelle 7, z. B. der Teilnehmer mit der Nummer 309 100, eine Verbindung mit einem Teilnehmer der Hauptvermittlungsstelle 7-7, z. B. mit dem Teilnehmer 302 100, herzustellen, so wird die Kennziffer 30 unterdrückt und die Verbindung über die zweite ioooer-Gruppe der von der Untervermittlungsstelle 7 zur Hauptvermittlungsstelle H führenden Verbindungsleitungen hergestellt. Soll eine Verbindung mit einem Teilnehmer der eigenen Untervermittlungsstelle 7, z. B. mit dem Teilnehmer 308 212, hergestellt werden, so wird die Kennziffer 30 unterdrückt und die Verbindung ausschließlich über Verbindungseinrichtungen der eigenen Vermittlungsstelle hergestellt. Sollte ein Teilnehmer der Untervermittlungsstelle 7 irrtümlich eine Nummer wählen, welche nicht belegt ist, z. B. 1, so soll die Verbindung zum Störungsschrank der Vermittlungsstelle £ gelangen und wird in die Nummer 306 1119 go umgerechnet.
In der Abb. 2 ist die Teilnehmerstelle A der Untervermittlungsstelle 7 dargestellt, welcher ein Vorwähler LS in bekannter Weise zugeordnet ist. GS ist ein erster Gruppenwähler, welcher über den Vorwähler LS und über die" Relaisgruppe TC erreichbar ist. Über die Kontakte 430 und 433 in der zum Gruppenwähler GS führenden Verbindungsleitung verlaufen die Stromstoßadern zum Stromstoßspeicher über einen Dienstwähler DS, welcher die belegte Verbindungsleitung mit einem freien Stromstoß speicher verbindet.
Die Abb. 3 zeigt die Schaltarme 718 und
719 eines Steuerschalters S, welcher die aufeinanderfolgende Anschaltung der Aufnahmeschaltwerke regelt, und die ihm zugeordneten Schalteinrichtungen. Die Schaltarme 722,723 und 724 stellen mit dem Antriebsmagneten
720 den Steuerschalter S1 des Stromstoßsenders dar.
In der Abb. 4 sind der Abgreifschalter CS des Senders mit den Schaltarmen 819 und 820 und die Schalteinrichtungen des Stromstoßsenders dargestellt. 803 ist eine Unterbrecherscheibe, welche ihren Kontakt in jeder Minute einmal schließt.
In der Abb. S ist mit OR ein iooteiliger Hebdrehwähler des Stromstoßspeichers bezeichnet. 909 ist der Hubmagnet, 910 der Drehmagnet und 912 der Auslösemagnet dieses Wählers, während 941 bis 944 die vier
Schaltarme des Wählers sind. Von den 4 X ioo Bankkontakten dieses Wählers sind nur 4, nämlich 961 bis 964 in der Abb. 5 dargestellt. JDF ist ein Zwischenverteiler.
Die Abb. 6 zeigt vier Aufnahmeschaltwerke DR1 bis DRt des Stromstoßspeichers. Das Aufnahmeschaltwerk DR1 dient zur Aufnahme der ioooer-Stromstoß reihen, DR2 zur Aufnahme der iooer-Stromstoßreihen, DR3 zur Aufnahme der ioer-Stromstoßreihen und DR1 zur Aufnahme der Einer-Stromstoßreihen. Diese vier Aufnahmeschaltwerke sind ioteilige Drehwähler. Die oberhalb der Drehmagnete 1004 usw. dargestellten Magnete dienen zur Auslösung der Aufnahmeschaltwerke DR1 bis DR1.
Der in der Abb. 5 dargestellte Hebdrehwähler OR dient zur Aufspeicherung und Umrechnung der Kennziffer einer gewählten Nummer, während die Aufnahmeschaltwerke DR1 bis DRi (Abb. 6) die aufgenommenen Stromstoßreihen lediglich aufspeichern.
Nachdem der Verbindungsaufhau, die Verbindungseinrichtungen und deren allgemeine Wirkungsweise zur Herstellung von Verbindungen kurz beschrieben worden sind, sei nun die Herstellung einiger Verbindungen an Hand der Abb. 2 bis 6 näher erläutert. Zu diesem Zweck wird zunächst angenommen, daß die Teilnehmerstelle A der 'Untervermittlungsstelle / eine Verbindung mit einem Teilnehmer der Handvermittlungsstelle F herzustellen wünscht.
Beim Abheben des Hörers auf der Teilnehmerstelle A wird der Vorwähler LS (Abb. 2) in bekannter Weise durch Erregen des Relais 405 angelassen, welcher eine fr.eie weiterführende Verbindungsleitung, z. B. die Verbindungsleitung mit den Adern 415 bis 417 der Relaisgruppe TC aussucht. Jetzt spricht das Relais 421 über die Leitungsschleife der anrufenden Teilnehmerleitung an und erregt über seinen Kontakt 425 das Relais 422. Dieses bereitet an seinem Kontakt 427 den Einstellstromkreis für die Aufnahmeschaltwerke des Stromstoßspeichers vor, schließt am Kontakt 428 einen Stromkreis für das Relais 435 des Dienstwählers DS in Reihe mit dem Drehmagneten 440 und verbindet den Prüfarm 443 von DS am Kontakt 429 mit der Verbindungsleitung zwischen dem Relais 435 und dem Drehmagneten 440. Hierauf wird der Dienstwähler DS in derselben Weise wie der Vorwähler LS auf eine freie weiterführende Leitung eingestellt. Die freie Leitung sei die über die Adern 449 bis 452 zu dem Stromstoßspeicher (Abb. 3 bis 6) führende. Jetzt spricht das Relais 435 an, bleibt über 440 erregt, nachdem es am Kontakt 438 den Prüfstromkreis geöffnet hat, und legt' Erde an den Prüfarm 443 des Dienstwählers DS an. Der Kontakt 439 im Einstellstrom.7 kreis wird geschlossen, während an den Kontakten 436 und 437 die vom Stromstoßspeicher kommenden Stromstoßadern 449 und 450 über die Schaltarme 441 und 442 mit den Sprechadern 445 und 448 des ersten Gruppenwählers 6* verbunden werden. Dieser Stromkreis verläuft von Batterie über die obere Wicklung des Relais 461 von S, Kontakt 472, Leitung 445, Kontakt436, Schaltarm441, Leitung449, Kontakte 854, 841, Leitung 450, Schaltarm 442, Kontakt 437, Leitung 448, Kontakt 475, untere Wicklung des Relais 461, Erde. In diesem Stromkreise spricht das Relais 461 des Gruppenwählers .S* an und erregt über seinen Kontakt 466 das Verzögerungsrelais 462. Das Relais 462 legt über seinen Kontakt 467 Erde an die Sperrader 447 an und bereitet am Kontakt 468 den Stromkreis für den Hubmagneten 480 vor.
Im Stromstoß speicher (Abb. 4) wird das Relais 806 über die Leitung 451 und über den geerdeten Schaltarm 443 von DS (Abb. 2) erregt. Dieses legt über seinen Kontakt 839 die durch die Zeitschalteinrichtung 803 jede Minute einmal geerdete Leitung 804 über die Kontakte 852 und 847 an die obere Wicklung des Stufenrelais 808 an, bereitet am Kontakt 838 einen Haltestromkreis für dieses Relais vor, legt über den Kontakt 836 die vom Schaltarm 819 des Abgreifschalters CS bestrichenen Kontakte an Erde, trennt die Auslöseadern 730 und 743' an seinen Kontakten 834 und 835 von Ende an der Wicklung des Relais 805 ab, öffnet am Kontakt 833 den Rückstellstromkreis des Abgreifschalters CS und schließt am Kontakt 837 einen Stromkreis für den Unterbrecher 811 in Reihe mit der Wicklung des unempfindlichen Relais 810, wodurch das Pendel 812 des Unterbrechers 811 in Bewegung gesetzt wird. In diesem Stromkreis wird das Relais 810 über den hohen Widerstand der Wicklung 811 nicht erregt. Wird jedoch der Kurzschlußkontakt des Unterbrechers 811 durch das Pendel 812 geschlossen, so ist die Wicklung 811 kurzgeschlossen und das Relais 810 spricht an.
Beim Ansprechen des Relais 435 im Dienstwähler DS (Abb. 2) wurde weiterhin folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Wicklung des Relais 422, Kontakte 427 und 439, Schaltarm 444, Leitung 452, Kontakt 850 (Abb. 4), Leitung 725 (Abb. 3 und-5), Kontakt 904, Leitung733,Wicklung desRelais7O2 (Abb.3), Leitung 739, Kontakte 916 und 923 (Abb. 5), Leitung 740, Schaltarm 719 des Steuerschalters 51 (Abb.3), Leitung741, Wicklung des Hubmagneten 909 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5), rechte Wicklung des Übertragers 908, Batterie, Erde. Über diesen Stromkreis kann der Hubmagnet 909 nicht
erregt werden, da die Wicklung des Relais 422 (Abb. 2) einen hohen Widerstand besitzt. Zu dem oben beschriebenen Stromkreis liegt ein Kondensator 434 (Abb. 2) im Nebenschluß an der Leitung 417, so daß der anrufenden Teilnehmerstelle durch den in der rechten Wicklung des Übertragers 908 (Abb. 5) hervorgerufenen Summerstrom das Amtszeichen übermittelt wird.
Die anrufende Teilnehmerstelle beginnt nun ■mit der Aussendung der gewünschten Stromstoßreihen. Um die Handvermittlungsstelle F ' zu erreichen, muß der Teilnehmer die Nummer 601 wählen. Durch die erste Stromstoßreihe von sechs Stromstößen wird das Relais 421 von TC (Abb. 2) sechsmal zum Abfall gebracht. Bei jedem Abfall der Kontaktfeder 425 werden die Ruhekontakte dieses Relais geschlossen,. wodurch die Wicklung des Relais 422 kurzgeschlossen wird, so daß der Hubmagnet 909 von Oi? (Abb. 5) über den oben beschriebenen Stromkreis erregt wird. Das Relais 422 bleibt während der Stromstoßreihe erregt, da es durch Kurzschließen seiner Wicklung bei jedem Stromstoß als Verzögerungsrelais wirkt. Nach Beendigung der Stromstoßreihe sind die Schaltarme 941 bis 944 des Aufnahmeschaltwerkes. OR auf die sechste Kontaktreihe gehoben worden. In Reihe mit dem Hubmagneten 909 wurde das Relais 702 (Abb. 3) über den oben beschriebenen Stromkreis erregt. Dieses schließt an seinem Kontakt 706 einen Stromkreis für das Relais 701, welches anspricht, und am Kontakt 705 einen Stromkreis für den Antriebsmagneten 717 des Steuerschalters S vorbereitet. Nach Beendigung der erster Stromstoßreihe fällt das Relais 702 ab und schließt am Kontakt 706 folgenden Stromkreis für den Magneten 717: Erde, Kontakte 706 und 705, Wicklung des Magneten 717, Batterie, Erde. Der Magnet 717 spricht an und bringt die Schaltarme 718 und 719 von 5 mit den zweiten Anschlußkontakten in Berührung. Über den Schaltarm 719 wird der Einstellstromkreis auf den Drehmagneten 910 des Aüfnahmeschaltwerkes OR über die Leitung 742 umgeschaltet. Am Arbeitskontakt 706 wird der Stromkreis des Relais 701 unterbrachen, so daß dieses nach kurzer Zeit abfällt und am Kontakt 705 den Stromkreis des Magneten 717 öffnet.
Bei Aussendung der zweiten Stromstoßreihe von zehn Stromstößen seitens der anrufenden Teilnehmerstelle wird der Drehmagnet 910 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5) zehnmal betätigt, wodurch die Schaltarme.941 bis 944 mit den zehnten Kontakten der sechsten Kontaktreihe 961 bis 964 in Verbindung So gebracht werden. Das Relais 702 (Abb. 3) wird wieder über den Einstellstromkreis erregt und schließt nach Beendigung der Stromstoßreihe den Stromkreis für den Antriebsmagneten 717 des Steuerschalters S, welcher die Schaltarme 718 und 719 mit den dritten Kontakten in Verbindung bringt.
Bei Aussendung der dritten Stromstoßreihe, welche im vorliegenden Falle aus einem einzigen Stromstoß besteht, verläuft der Einstellstromkreis über den Schaltarm 719, die Wicklung des Relais 712 und über die Leitung 751 zum Drehmagneten 1004 des Aufnahmeschaltwerkes DR1 (Abb. 6). Hierdurch wird der Schaltarm 1005 mit dem ersten Kontakt in Berührung gebracht.
Die Schaltarme 718 und 719 des Steuerschalters S werden in der oben beschriebenen Weise um einen Schritt weitergeschaltet, so daß der Einstellstromkreis über den Schaltarm 719 und über die Leitung 752 zum Antriebsmagneten des Aufnahmeschaltwerkes DR2 (Abb. 6) weitergeschaltet wird. Dieses Schaltwerk wird jedoch nicht mehr eingestellt, da die Verbindung zu einer Handvermittlungsstelle verläuft und die Teilnehmernummern von der anrufenden Teilnehmerstelle der Beamtin dieser Vermittlungsstelle nach deren Melden mitgeteilt werden müssen.
In Stellung 3 des Steuerschalters 61 wird Erde am Kontakt 840 des Relais 807 (Abb. 4) über die Leitung 727 und den Schaltarm 718 von 6" (Abb. 3) an den Schaltarm 722 des Steuerschalters S1 angelegt. Durch diese Erdverbindung wird folgender Stromkreis geschlossen: Erde, Schaltarm 722 in Stellung 1, Kontakt 708, Leitung 738 (Abb. 5 und 6), Kontakte 849, 851 und 859 (Abb. 4), Wicklung des Drehmagneten 817 des Abgreifschalters CS, Batterie, Erde. Sobald der Kontakt 849 des Relais 810 geschlossen wird, spricht der Drehmagnet 817 an und schaltet die Schaltarme 819 und 820 um einen Schritt weiter. Jetzt wird das Verzögerungsrelais 815 auf folgendem Wege erregt: Batterie, Wicklung des Relais 815, Schaltarm 819, Erde am Kontakt 836. Am Kontakt 855 bereitet das Relais 815 einen Haltestromkreis für das Relais 816 vor und unterbricht am Kontakt 854 den Kurzschluß über den Kontakt 813 des Unterbrechers 811.
Sobald das Pendel 812 des Unterbrechers durch Bewegung nach rechts den Kurzschluß der Wicklung des Unterbrechermagneten aufhebt, fällt das Relais 810 ab und schließt am Kontakt 849 den Stromkreis des Drehmagneten 817 von CS, während am Kontakt 813 der Schleifenstromkreis für die Stromstoßgabe über die Leitungen 449 und unterbrochen wird. Nach Beendigung dieser Unterbrechung schwingt das Pendel 812 wieder nach links und schließt die Wicklung des Relais 811 kurz, so daß das Relais 810
anspricht und am Kontakt849 den Stromkreis des Drehmagneten 817 unterbricht.- Hierauf werden die Schaltarme 819 und 820 des Abgreifschalters CS um einen Schritt weitergeschaltet. Diese Wirkungsweise setzt sich so lange fort, bis der Schaltarm 820 von CS den Kontakt berührt, an welchem die Leitung 953 angeschlossen ist. Jetzt wird das Relais 816 auf folgendem Wege erregt: Erde am Schaltarm 722 des Steuerschalters S1, Schaltarm 724 desselben, Leitung 761, Schaltarm 941 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5), Anschlußkontakt 961 desselben, Rangierdraht 971 des Zwischenverteilers JDF, Leitung 953, Schaltarm 820 von CS (Abb. 4), Wicklung des Relais 816, Batterie, Erde. Das Relais 816 spricht an, schließt am Kontakt 858 einen Haltestromkreis für sich selbst, trennt am Kontakt 859 die Leitung 738 von der Wiclclung des Drehmagneten 817 von CS ab, schließt den Stromstoßkontakt 813 über den Kontakt 856 kurz und schließt am Kontakt 857 einen neuen Stromkreis für den Drehmagneten 817 von CS über den Unterbrecherkontakt 818. Es sei noch erwähnt, daß der Drehmagnet 720 des Steuerschalters S1 (Abb. 3) über die Leitung 726 parallel zur Wicklung des Relais 816 geschaltet ist, so daß auch dieser über den oben beschriebenen Stromkreis zum Ansprechen gebracht wird.
Der Abgreifschalter CS wird über den Kontakt 857 und über den Selbstunterbrecherkon-• takt 818 seines Drehmagneten 817 in die Ruhelage zurückgebracht. Sobald die Schaltarme 819 und 820 ihre Ruhestellung erreicht haben, sind die Stromkreise für die Relais 815 und 816 und für den Drehmagneten 817 unterbrochen.
Im ersten Gruppenwähler GS (Abb. 2) fällt das Stromstoßempfangsrelais 461 bei jeder Unterbrechung seines Schleifenstromkreises am Stromstoßkontakt 813 (Abb. 4) ab und schließt folgenden Stromkreis für den Hubmagneten 480: Erde, Kontakte 474, 466, 468, Wicklung des Relais 463, Drehmagnet 480, Leitung 446, Kontakt 431, Batterie, Erde. Die Schaltarme 482 bis 484 des Gruppenwählers GvS* werden durch den Hubmagneten 480 auf die dritte Kontaktreihe gehoben. Nach Beendigung der ersten auf den Gruppenwähler wirkenden Stromstoßreihe fällt das Relais 463 ab und leitet die freie Wahl des Gruppenwählers in bekannter Weise ein. Hierauf werden die Schaltarme 482 bis 484 so lange schrittweise über die Anschlußkontakte der gewährten Kontaktreihe hinweggeschaltet, bis eine freie weiterführende Verb.indungsleitung gefunden worden ist.
Kurze Zeitnach Unterbrechung seines Stromkreises fällt das Relais 815 (Abb. 4) imStrom- - stoßspeicher ab und unterbricht die Haltestromkreise des Relais 816 und des Fortschaltemagneten 720 des Steuerschalters S' (Abb. 3) am Kontakt 858. Am Kontakt 854 stellt das Relais 815 den Kurzschluß über den Kontakt 813 wieder her. Der Magnet 720 des Steuerschalters S1 fällt ab und bringt die Schaltarme 722 bis 724 mit den zweiten Kontakten ihrer Kontaktreihe in Verbindung. Über den Schaltarm 724 wird Erde an die Ader 762 angelegt. Dieser Schaltvorgang hat jedoch für den vorliegenden Fall keinerlei Wirkung, da die zweite auszusendende Stromstoß reihe aus zehn Stromstößen besteht und daher an den entsprechenden Kontakten im Zwischenverteiler JDF kein Rangierdraht angeschlossen ist. Der Kontakt 962 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5), welcher mit dem Schaltarm 942 dieses Wählers in Berührung steht, ist mit keinem Kontakt der linken Seite des Zwischenverteilers JDF verbunden.
Im Sender fällt das Relais 816 kurze Zeit nach Unterbrechung' eines Stromkreises am Kontakt 855 ab und verbindet den Drehmagneten8i7 des Abgreif schalters CS amKontakt 859 von neuem mit der Leitung 738. Da die zweite auszusendende Stromstoßreihe aus zehn Stromstößen besteht, so ist keine der Leitungen 951 bis 959 geerdet und der Abgreifschalter wird auf den zehnten Kontakt go stillgesetzt, da der zehnte Kontakt der von dem Schaltarm 820 bestrichenen Kontaktreihe direkt an Erde liegt und über den Schaltarm 820 des Relais 816 erregt wird. Durch das Ansprechen des Relais 816 werden dieselben Schaltvorgänge, wie weiter oben schon beschrieben, hervorgerufen, durch welche der Abgreifschalter CS in die Ruhelage zurückgeführt und die Relais 815 und 816 und der Fortschaltemagnet des Steuerschalters S1 (Abb. 3) aberregt werden.
Durch die zweite Stromstoßreihe wird ein weiterer Gruppenwähler in der Untervermittlungsstelle 7 eingestellt, welcher in den Abbildungen nicht dargestellt ist und eine freie zur Hauptvermittlungsstelle H führende Verbindungsleitung belegt.
Im Stromstoßspeicher wird der Steuerschalter S1 (Abb. 3) in der oben beschriebenen Weise um einen Schritt weitergeschaltet, wodurch über den Schaltarm 724 Erde an die Ader 763. angelegt wird. Hierauf wird der Abgreifschalter CS (Abb. 4) von neuem angelassen und das Relais 816 nach sechsmaliger Unterbrechung des abgehenden Stromstoßkreises am Kontakt 813 erregt. Der Stromkreis für das Relais 816 verläuft jetzt über folgenden Weg: Erde am Schaltarm 724 des Steuerschalters S1 (Abb. 3), Leitung 763, Schaltarm 943 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5), Kontakt 963, Rangierdraht 972, Leitung 956, Schaltarm 820 von CS, Wick-
lung des Relais 816, Batterie, Erde. Durch die dritte Stromstoßreihe wird ein nicht dargestellter Gruppenwähler in der Hauptvermittlungsstelle H in bekannter Weise eingestellt, welcher eine freie, zur Vermittlungsstelle A führende Verbindungsleitung und den an diese angeschlossenen Gruppenwähler in A belegt.
Nach Beendigung der Aussendung dieser ίο Stromstoßreihe wird der Steuerschalter S1 (Abb. 3) in seine Stellung 4 fortgeschaltet. Jetzt wird über den Schaltarm 724, Leitung 764, Schaltarm 944 und Kontakt 964 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5), Rangierdraht 973 und über einen eigenen Ruhekontakt das Relais 901 erregt. Am Kontakt 914 schließt das Relais 901 einen Haltestromkreis für sich selbst über die geerdete Leitung 451, trennt am Ruhekontakt 913 die Leitung 772' von der Leitung 772 ab und schaltet am Arbeitskontakt 913 die Leitung 772 auf die Leitung 731 durch, um das Durchschalterelais zu erregen, wenn der Steuerschalter ,S1 nach Aussendung der ersten Teilnehmernummer weitergeschaltet wird.
Da die vierte Stromstoßreihe aus zehn Stromstößen besteht, so ist für diesen Fall keine Rangierung am Zwischenverteiler JDF erforderlich, so daß der Abgreifschalter stillgesetzt wird, sobald der Schaltarm 820 desselben seinen zehnten direkt an Erde liegenden Kontakt berührt. Durch die vierte Stromstoßreihe wird ein Gruppenwähler in der Vermittlungsstelle A auf die zehnte Kontaktreihe gehoben und belegt eine zu einem freien Gruppenwähler der Vermittlungsstelle E führende Verbindungsleitung.
Im Stromstoßspeicher wird der. Steuerschalter S1 in der oben beschriebenen Weise nach Beendigung der vierten Stromstoßreihe um einen Schritt weitergeschaltet, so daß die Leitung 771 über den Schaltarm 724 mit Erde verbunden wird. Der Schaltarm 722 dieses Steuerschalters wird von der Leitung 738 entfernt und legt Erde über den Kontakt 713 an die Leitung .743 an, so daß jetzt die Leitung 738 über den Kontakt 1001 des Aufnahmeschaltwerkes DR1 (Abb. 6) geerdet ist.
Diese Umschaltung ist aus dem Grunde getroffen, um die Aussendung einer Stromstoßreihe vor der Einstellung des Aufnahmeschaltwerkes DR1 zu verhindern. Unter der Annahme, daß das erste Aufnahmeschaltwerk DR1 für die Teilnehmernummer bereits vor Beendigung der Aussendung der Kennziffer eingestellt ist, findet keine Unterbrechung des Anlaßstromkreises für den Sender statt, da der Kontakt 1001 am Seitenschalter von DR1 geschlossen wird, sobald dieses seine Ruhelage verläßt.
Der Abgreifschalter CS des Senders wird nun in der oben beschriebenen Weise von neuem angelassen und das Relais 816, sobald der Schaltarm 820 den mit der Leitung 951 in Verbindung stehenden Kontakt erreicht hat, auf folgendem Wege erregt: Erde am Schaltarm 724 des Steuerschalters S1, Leitung 771 (Abb. S und 6), Schaltarm 1005 des Aufnahmeschaltwerkes DR1, Leitung 951, Schaltarm 820 von CS (Abb. 4), Wicklung des Relais 716, Batterie, Erde. Hierdurch wird der Abgreifschalter CS stillgesetzt und der Stromstoßkontakt 813 durch den Kontakt 856 überbrückt, worauf die Relais 815 und 816 und der Fortschaltemagnet 720 des Steuerschalters S1 aberregt und der Abgreifschalter CS in die Ruhelage zurückgeführt wird. Auf diesem Wege wurde ein einziger Stromstoß über die Stromstoßleitungen übertragen, wodurch in der Vermittlungsstelle £ ein nicht dargestellter Gruppenwähler auf die erste Kontaktreihe gehoben wird, welcher dann in bekannter Weise eine freie, zur gewünschten Handvermittlungsstelle F führende Verbindungsleitung aussucht.
Der Steuerschalter S1 wird wieder um einen Schritt weitergeschaltet und bereitet die Aussendung der zweiten Stromstoßreihe der gewünschten Teilnehmernummer vor. Im vorliegenden Falle ist jedoch nur das erste Aufnahmeschaltwerk DR1 (Abb. 6) für die Teilnehmernummern eingestellt, während das Relais 901 (Abb. 5) erregt ist. Hierdurch wird folgender Stromkreis für das Relais 814 (Abb.4) geschlossen: Erde am Schaltarm 724 des Steuerschalters S1, Leitung 772, Kontakt 913 des Relais 901 (Abb. 5), Leitung 731 (Abb. 5, 3 und 4), von der Kontaktfeder 853 gesteuerte Ruhekontakte des Relais 814, 'Wicklung dieses Relais, Batterie, Erde. Das Relais 814 schließt einen Haltestromkreis für sich selbst über den Kontakt 853 zur geerdeten Leitung 451, trennt am Kontakt 852 die mit Unterbrechungen geerdete Leitung 804 von den Wicklungen des Stufenrelais 808 ab, unterbricht am Kontakt 851 den Stromkreis des Drehmagneten 817 von CS, trennt am Ruhekontakt 850 die Leitung 452 von der Leitung 725 ab und legt die Leitung über den Arbeitskontakt 850 an Erde. Hierdurch wird das Durchschalterelais 423 der Relaisgruppe TC erregt, welches die Sprechadern 415 und 417 mit den Sprechadern 445 und 448 an den Kontakten 430 und 433 in Verbindung bringt und an den Ruhekontakten das Stromstoßempfangsrelais 421 abtrennt. Hierauf fällt das Relais 422 ab, unterbricht den Stromkreis des Relais 435 im Dienstwähler DS am Kontakt 428 und den Erreger-Stromkreis des Relais 423 am Kontakt 427. Das Relais 435 trennt an seinem Kontakt 438
Erde von der Ader 451 ab, während das Relais 423 über seinen Kontakt 453 und die geerdete Leitung 447 gehalten wird.
Im Stromstoßspeicher spricht das Relais 809 (Abb. 4), welches bisher über die geerdete Leitung 451 kurzgeschlossen war, auf folgendem Wege an: Erde am Kontakt 714 des Seitenschalters am Steuerschalter S, Leitung 729, Wicklung des Relais 809, Kontakt 832, Wicklung des Relais 806, Batterie, Erde. Es sei noch erwähnt, daß der Widerstand der Wicklung des Relais 809 niedrig genug ist, um ein genügend großes Besetztpotential über die Leitung 451 an den Prüfkontakt des belegten Stromstoßspeichers aufrechtzuerhalten. Beim Ansprechen des Relais 809 wird Erde über die niedrigohmige Wicklung des Relais 805 und über den Kontakt 848 an die Auslöseader 743' des Stromstoßspeichers angelegt, wodurch über den Kontakt 1002 des Seitenschalters von DR1 (Abb. 6) der Auslösemagnet desselben betätigt wird. Dieser führt das Aufnahmeschaltwerk DR1 in bekannter Weise in die Ruhelage zurück.
Gleichzeitig wird über die Leitung 743' der Auslösemagnet 911 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5) betätigt. Über den Kontakt ■715 des Seitenschalters am Steuerschalter 6" wird der Auslösemagnet 716 dieses Steuerschalters erregt. Das Relais 805 (Abb. 4) unterbricht am Kontakt 832 den Stromkreis für das Relais 806, welches über seinen Kontakt 834 Erde an der Wicklung des Relais 805 an die Leitung 730 anlegt, wodurch über den Schaltarm 723 des Steuerschalters S1 (Abb. 3) und über seinen Unterbrecherkontakt 721 der Drehmagnet 720 von S1 erregt wird, welcher den Steuerschalter in bekannter Weise in die Ruhelage zurückbringt.
Hierauf befinden sich sämtliche für die Herstellung der oben beschriebenen Verbindung erforderlichen Schalteinrichtungen wieder im Ruhezustand.
Nachdem sich die Beamtin der Handvermittlungsstelle F gemeldet hat, stellt diese in bekannter Weise die Verbindung mit der gewünschten Teilnehmerstelle her. Nach Beendigung des Gespräches werden die im Sprechweg der hergestellten Verbindung Hegenden Verbindungseinrichtungen in bekannter Weise in die Ruhelage zurückgeführt.
Es sei nun die Herstellung einer Verbindung zwischen einem Teilnehmer der Untervermittlungsstelle / und einem Teilnehmer der selbsttätigen Vermittlungsstelle B näher beschrieben. Unter der Annahme, daß die in der Abb. 2 dargestellte Teilnehmerstelle A eine solche Verbindung herzustellen wünscht, der Vorwähler LS über die Relaisgruppe TC den Dienstwähler DS an die anrufende Teilnehmerstelle in der oben beschriebenen Weise angeschlossen hat und der Dienstwähler DS den in den Abb. 3 bis 6 dargestellten Stromstoßspeicher belegt, wird beim Aussenden der ersten Stromstoßreihe von sechs Stromstößen des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5) auf die sechste Kontaktreihe gehoben. Beim Wählen der zweiten Ziffer 1 werden die Schaltarme von OR mit den ersten Kontakten der sechsten Kontaktreihen in Verbindung gebracht. Nach Beendigung der Drehbewegung wird der Steuerschalter S (Abb. 3) in der oben beschriebenen Weise nach Stellung 3 weitergeschaltet.
Da die vorher beschriebene Verbindung zur Handvermittlungsstelle F über die Vermittlungsstelle E verläuft, so müssen im vorliegenden Falle dieselben Stromstoßreihen für die Kennziffer ausgesandt werden wie bei der oben beschriebenen Verbindung. Der Strom-Stoßspeicher muß also im vorliegenden Falle die Kennziffern 3, o, 6 und, da die zweite Ziffer der Rufnummer 1 ist, einen Stromstoß an Stelle der zehn Stromstöße im ersten Beispiel aussenden. Der dem in der Abb. 5 dargestellten Kontakt 964 des Aufnahmeschaltwerkes OR für die vorliegende Verbindung entsprechende Kontakt muß also mit der Leitung 951 über den Zwischenverteiler JDF verbunden sein. Da im vorliegenden Falle go drei Ziffern für die Teilnehmerwahl vom Stromstoßspeicher ausgesandt werden müssen, braucht keines der Relais 901, 902 oder 903. der Abb. 5 erregt zu werden, um die Aussendung der Stromstoßreihen für die Teilnehmerwahl einzuleiten.
Nach Aussendung der ersten drei Stromstoßreihen von drei, zehn und sechs Stromstößen werden die Schaltarme des Steuerschalters S1 (Abb. 3) in der oben beschriebenen Weise um einen Schritt fortgeschaltet, worauf über den Schaltarm 724 Erde an die Leitung 764 angelegt wird. Sobald der Angreifschalter CS von neuem angelassen wird, erfolgt die Übertragung eines Stromstoßes in der üblichen Weise, worauf das Relais 816 auf folgendem Wege erregt wird: Erde am Schaltarm 724 (Abb. 3), Leitung 764, Schaltarm 944 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. s), nicht dargestellter Bankkontakt, mit welchem dieser Schaltarm in Verbindung steht, Leitung 951, Schaltarm 820 des Abgreifschalters CS (Abb. 4), Wicklung des Relais 816, Batterie, Erde. Hierauf wird der Abgreifschalter CS in seine Ruhelage zurückgebracht, während der Steuerschalter S1 seine Schaltarme mit den folgenden Kontakten in Berührung bringt, so daß die Leitung 771 über den Schaltarm 724 mit Erde verbunden wird.
Es sei nun angenommen, daß die anrufende Teilnehmerstelle inzwischen die drei Teilneh-
mernummern ι, ο und ο gewählt hat, und daß durch diese Stromstoßreihen die Aufnahmeschaltwerke DR1, DR2 und DR3 (Abb. 6) eingestellt worden sind. Die Aussendung der ersten im Aufnahmeschaltwerk DR1 aufgespeicherten Stromstoßreihe geschieht in derselben Weise wie oben beschrieben. Nach Aussendung der ersten Stromstoßreihe der . gewünschten Teilnehmernummer wird der ίο Abgreifschalter CS in die Ruhelage zurückgeführt und der Steuerschalter S1 um einen Schritt fortgeschaltet. Jetzt wird über den Schaltarm 722 des Steuerschalters S1 Erde an die Leitung 744 angelegt. Der Anlaß-Stromkreis für den Sender erstreckt sich nun von der geerdeten Leitung 744 über den oberen Kontakt des Seitenschalters am Aufnahmeschaltwerk DR3 und über die Leitung 738. Der Abgreifschalter CS (Abb. 4) des Senders wird nun zehn Schritte vorwärts geschaltet, wodurch zehn Stromstöße zur Einstellung der Wähler ausgesandt werden. Auf dem elften Kontakt wird über den Schaltarm 820 von CS das Relais 816 erregt, welches die üblichen Schaltvorgänge hervorruft.
Nachdem der Abgreifschalter CS in die Ruhelage zurückgekehrt ist, wird er zur Aussendung der dritten und letzten Stromstoßreihe von zehn Stromstößen über die Leitung 738 angelassen, welche über den Schaltarm 722 des Steuerschalters JT1, den Kontakt 709, Leitung 744 und über den oberen Kontakt des Seitenschalters am Aufnahmeschaltwerk DR3-(Abb. 10) mit Erde verbunden ist. Nach Aussendung der dritten Stromstoß reihe wird der Abgreifschalter CS wieder in die Ruhelage zurückgeführt und der Steuerschalter S' um einen Schritt weitergeschaltet, wodurch Erde über den Schaltarm 24 an die Leitung 774 angelegt wird. Im vorliegenden Falle sind jedoch nur drei Teilnehmernummern auszusenden, so daß der Stromstoßspeicher abgeschaltet werden kann. Daher wird jetzt fol- ' gender Stromkreis geschlossen: Geerdete Leitung 774, Leitung 737 (Abb. 5), Kontakt 711, Leitung 731, von der Kontaktfeder 853 gesteuerte Ruhekontakte des Relais 814, Wicklung dieses Relais, Batterie, Erde. Das Relais 814 bringt das Durchschalterelais 423 der Relaisgruppe TC in der oben beschriebenen Weise zur Wirkung, so daß die Sprechadern zum ersten Gruppenwähler durchgeschaltet werden. Durch die vom Stromstoßspeicher ausgesandten Stromstoß reihen wurden die Wähler in den Vermittlungsstellen J, H, A und JS in bekannter Weise eingestellt. Es sei nun die Herstellung einer Fernverbindung seitens der Teilnehmerstelle A der Untervermittlungsstelle / beschrieben. Zu diesem Zweck wählt der anrufende Teilnehmer die Nummer o. Unter der Annahme, daß der in den Abb. 3 bis 6 dargestellte Stromstoßspeicher über den Vorwähler LS und den Dienstwähler DS an die anrufende Teilnehmerleitung angeschlossen worden ist, werden durch die von der anrufenden Stelle ausgesandten zehn Stromstöße die Schaltarme des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5) auf die zehnte Kontaktreihe gehoben. In dieser Stellung werden die Kopfkontakte 904 und 905 von OR umgelegt. Durch das Öffnen des Kontaktes 904 wird eine weitere Beeinflussung der Aufnahmeschaltwerke des Stromstoßspeichers beim Aussenden weiterer Stromstoßreihen seitens der anrufenden Teilnehmerstelle verhindert. Sobald das Relais 702 (Abb. 3) nach Beendigung der Stromstoßreihe abfällt, öffnet es am Kontakt 707, welcher parallel zum Kopfkontakt 904 liegt, den Einstellstromkreis für die Aufnahme-Schaltwerke des Stromstoßspeichers und schließt am Ruhekontakt 706 den Stromkreis für den Fortschaltemagneten 717 des Steuerschalters S. Gleichzeitig wird über den Kontakt 706, Leitung 735, Kopf kontakt 905, Leitung 734, Arbeitskontakt 704 und über die Leitung 742 ein Stromkreis für den Drehmagneten 910 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5) geschlossen. Hierdurch werden die Schaltarme 941 bis 944 des Wählers OR mit den ersten Kontakten der zehnten Kontaktreihe in Verbindung gebracht.
Kurze Zeit darauf fällt das Relais 701 (Abb. 3) ab, öffnet am Arbeitskontakt 704 den Stromkreis des Drehmagneten 910 und legt Erde über seinen Ruhekontakt 704, Leitung 734, Kopfkontakt 905, Leitung 735 an die Schaltarme 722 und 724 des Steuerschalters S1 an, wodurch über den Schaltarm 722 und die Leitung 738 der Abgreifschalter CS des Senders in der oben beschriebenen Weise angelassen wird. Da die Fernverbindungen über die Vermittlungsstelle C hergestellt werden müssen, so werden vom Stromstoßspeicher die Ziffern 3 und ο ausgesandt, um die Verbindung zur Vermittlungsstelle^ weiterzuleiten und die Ziffer 0 um den Gruppenwähler auf eine zum Fernschrank der Vermittlungsstelle C führende Leitungsgruppe einzustellen. Aus diesem Grunde ist der erste Kontakt der belegten Kontaktreihe im Aufnahmeschaltwerk OR (Abb. 5) mit der Leitung 953 über den Zwischenverteiler JDF verbunden, wodurch für die erste Stromstoßreihe drei Stromstöße ausgesandt werden. Die mit den Schaltarmen 942 und 943 in Verbindung stehenden Bankkontakte liegen im Zwichenverteiler JDF tot, da die beiden weiteren Stromstoßreihen aus zehn Stromstößen bestehen müssen. Der andere Bankkontakt, weleher mit dem Schaltarm 944 des Aufnahmeschaltwerkes OR in Verbindung steht, ist
über den Zwischenverteiler JDF mit der Leitung 731 verbunden. Nach Aussendung . der drei Stromstoßreihen wird das Relais 814 (Abb. 4) auf folgendem Wege erregt: Erde am Schaltarm 724 des Steuerschalters S1 (Abb. 3), Leitung 764, Schaltarm 944, Kontakt des Wählers OR1 Rangierdraht im Zwischenverteiler JDF1 Leitung 731, von der Kontaktfeder 853. gesteuerte Ruhekontakte ίο des Relais 814, Wicklung desselben, Batterie, Erde. · Das Relais 814 spricht über diesen Stromkreis an und bewirkt die Durchschal-" tung der Sprechverbindung und die Abschaltung des Stromstoßspeichers in der oben beschriebenen Weise.
Es sei nun die Herstellung einer Verbinj dung von der Teilnehmerleitung A der Untervermittlungsstellej mit einem Teilnehmer der Hauptvermittlungsstelle H1 welcher die Numao mer 301100 besitzt, näher beschrieben. Durch die erste von der Teilnehmerstelle A (Abb. 2) gewählte Nummer wird das Aufnahmeschaltwerk OR (Abb. 5) des Stromstoßspeichers auf die dritte Kontaktreihe gehoben und durch die zweite Stromstoßreihe um zehn Schritte gedreht. , Im vorliegenden Falle müssen die Kennziffern im Stromstoßspeicher unterdrückt werden, da beide Teilnehmer zu derselben 10 oooer-Gruppe gehören. Nach dem zehnten Drehschritt der Schaltarme des Schaltwerkes OR wird der Wellenkontakt 945 (Abb. 5) geschlossen, wodurch Erde an die Leitung 736 (Abb. 3) angelegt und da,s Relais 703 erregt wird.
Nach Beendigung der Drehbewegung des Aufnahmeschaltwerkes OR werden die Schaltarme 718 und 719 des Steuerschalters J? in der bereits beschriebenen Weise um einen Schritt weitergeschaltet, so daß der Schaltarm 718 Erde an die Schaltarme 722 und 724 des Steuerschalters S1 anlegt. Der Anlaßstromkreis für den Abgreifschalter CS (Abb. 4), welcher über den Schaltarm 722 verläuft, wird jedoch im vorliegenden Falle nicht geschlossen, da der Kontakt 708 des Relais 703 geöffnet ist. Da nun vom Stromstoßspeicher keine Kennziffern auszusenden sind, soi sind die zehnten Bankkontakte in der dritten Reihe des Aufnahmeschaltwerkes OR go (Abb. 5), welche jetzt mit den Schaltarmen 941 bis 944 in Verbindung stehen, über den Zwischenverteiler JDF mit der Leitung 732 verbunden. Daher kommt über den Schaltarm 724 des Steuerschalters 6Ί (Abb. 3), Leitung 761, Schaltarm 941 von OR (Abb. 5), Leitung 732 und über den Unterbrecherkontakt 721 ein Stromkreis für den Drehmagneten 720 zustande. Der »Drehmagnet 720 wird erregt, unterbricht an seinem Kontakt 721 den Erregerstromkreis und schaltet 'die Schaltarme 722 bis 724 des. Steuerschalters S1 um einen Schritt weiter, Da nun die übrigen drei Drehkontakte ebenfalls über den Zwischenverteiler JDF mit der Leitung 732 in Verbindung stehen, so wird der Steuerschalter S1 um drei weitere Schritte fortgeschaltet, so daß er in Stellung 5 stehenbleibt.
Sobald die anrufende Teilnehmerstelle die erste Teilnehmernummer 1 gewählt hat und das Relais 712 (Abb. 3), welches-in Reihe mit dem Magneten 1004 des Aufnahmeschaltwerkes DR1 (Abb. 5) erregt worden ist, abgefallen ist, wird der Anlaßstromkreis für den Abgreifschalter CS zur Aussendung der ersten Stromstoßreihe für die Teilnehmerwahl geschlossen, worauf in der oben beschriebenen Weise der Stromstoßkreis im Sender des Stromstoßspeichers einmal unterbrochen wird. Nachdem die Aufnahmeschaltwerke DR2 und DR3 (Abb. 6) durch die zweite und dritte vom anrufenden Teilnehmer gewählte Nummer 1 und 0 eingestellt worden sind, wird der Anlaßstromkreis für den Abgreifschalter CS geschlossen, so daß die vom Schaltwerk DR2 aufgenommene Stromstoßreihe ausgesandt und 8g durch Erregen des Relais 816 (Abb. 4) über folgenden Weg beendet wird: Erde, Schaltarm 724 des Steuerschalters S1, Leitung 772, Kontakt 913 (Abb. 5), Leitung 772', Schaltarm des Aufnahmeschaltwerkes DR2, erster Kontakt dieses Schaltwerkes, Leitung 951, Schaltarm 820 von CS1 Wicklung des Relais 816, Batterie, Erde. Das Relais 816 schließt den.Stromstoßkontakt 813 des Senders kurz und bringt den Abgreif schalter CS in der oben beschriebenen Weise in die Ruhelage zurück. Jetzt ist jedoch der Anlaßstromkreis für den Schalter CS nicht geschlossen, da die Leitungen 744 und 745 am Kontakt 709 des Relais 703 unterbrochen sind. Daher kann der Abgreifschalter CS erst angelassen werden, wenn das Aufnahmeschaltwerk DR4^ beim Einlangen der vierten Teilnehmerstromstoßreihe aus seiner Ruhelage herausbewegt wurde. Dann kommt folgender Anlaßstromkreis für den Abgreif schalter CS zustande: Erde, Schaltarm 722 des Steuerschalters S1, Leitung 745, oberer Kontakt des Seitenschalters von DRtl Leitung 738, Kontakte 849, 85I und 859 (Abb. 4), Wicklung des Drehmagneten 817 no von CS, Batterie, Erde.
Der Steuerschalter S1 wird nach Aussendung der dritten Stromstoßreihe von zehn Stromstößen in der üblichen Weise um einen Schritt weitergeschaltet. Der Anlaß-Stromkreis für den Abgreifschalter CS zur Aussendung der vierten Stromstoßreihe ist der gleiche wie der vorhergehende, da die siebenten und achten Kontakte in der Kontaktreihe des Schaltarmes 722 im Steuerschalter S1 miteinander verbunden sind. Durch die letzte, vom anrufenden Teilnehmer
IO
ausgesandte Stromstoßreihe wurde das Aufnahmeschaltwerk DR4, um zehn Schritte fortgeschaltet, so daß keine der Leitungen 951 bis 959 im Kontaktfeld des Schaltarmes 820 von CS geerdet ist und das Abschalterelais 816 des Senders über den letzten, direkt mit Erde verbundenen Kontakt und über den Schaltarm 820 erregt wird. Daher werden zehn Stromstöße zur Einstellung des Leitungswählers in der Hauptvermittlungsstelle H ausgesandt.
Nach Beendigung der Stromstoßreihe werden die Schaltarme des Steuerschalters S1 um einen Schritt weitergeschaltet, so daß über den Schaltarm 724 die Leitung 731 geerdet wird. Jetzt kommt folgender Stromkreis für das Relais 814 (Abb. 4) zustande: Batterie, Erde, Wicklung des Relais 814, Kontakt 853, Leitung 731, Schaltarm 724 von S1, ao Erde. Das Relais 814 bringt das Durchschalterelais 423 der Relaisgruppe TC (Abb. 2) in der oben beschriebenen Weise zum Ansprechen und bewirkt die Auslösung der bei Herstellung dieser Verbindung benutzten Schalteinrichtungen des Stromstoßspeichers. Wird von der Teilnehmerstelle A eine ,Nummer gewählt, welche nicht erreichbar ist, so werden die im folgenden beschriebenen Schaltvorgänge zur Wirkung gebracht. Beispielsweise beginnt keine der über die verschiedenen Vermittlungsstellen dieses Netzes erreichbaren Teilnehmernummern mit der Zahl i. Die Kontakte der ersten Kontaktreihe des Aufnahmeschaltwerkes OR sind daher im Zwischenverteiler JDF derart verbunden, daß die Nummer 61 110 angerufen wird, um die Verbindung zu dem Störungsplatz in der Vermittlungsstelle £ zu leiten. Wird also von der anrufenden Teilnehmerstelle zuerst die Nummer 1 gewählt, so wird das Aufnahmeschaltwerk OR auf die erste Kontaktreihe gehoben und durch die zweite von der anrufenden Stelle ausgesandte Stromstoßreihe auf einen Kontakt dieser Kontaktreihe eingestellt. Der erste Kontakt dieser Kontaktreihe ist über den Zwischenverteiler JDF mit der zur Wicklung des Relais 902 führenden Leitung 982 verbunden. Wird nun der Schaltarm 724 des Steuerschalters -S1 geerdet, so kommt folgender Stromkreis für das Relais 902 zustande: Erde, Schaltarm 724, Leitung 761, Schaltarm 941 und belegter Kontakt in der ersten Kontaktreihe des Aufnahmeschaltwerkes OR, Rangierdraht im Zwischenverteiler JDF, Leitung 982, von der Kontaktfeder 918 gesteuerte Ruhekontakte des Relais 902, Wicklung dieses Relais, Batterie, Erde. Das Relais 902 spricht über diesen Stromkreis an und schließt am Kontakt 918 einen Haltestromkreis für sich selbst, wodurch gleichzeitig sein Erregerstromkreis unterbrochen wird. Am Kontakt 919 wird die Leitung 982 mit der Leitung 983 verbunden. Weiter öffnet das Relais 902 am Kontakt 916 den Einstellstromkreis für die Aufnahme-Schaltwerke des Stromstoßspeichers, so daß durch weitere von der anrufenden Stelle ausgesandte Stromstoßreihen die Aufnahmeschaltwerke DR1 bis DR1 nicht eingestellt werden können, und legt über den Kontakt 917 Erde an die Leitung 738 an, Der Kontakt des Schaltwerkes OR, mit welchem der Schaltarm 941 in Verbindung steht, ist jetzt über die Leitung 982 und den Kontakt 919 mit der Leitung 983 und über den Rangierdraht 984 mit der Leitung 953 verbunden. Unter der Steuerung des Abgreifschalters CS werden also drei Stromstöße ausgesandt, worauf das Relais 816 über die Leitung 953 und den Schaltarm 820 von CS erregt wird.
An dem Kontakt des Aufnahmeschaltwerkes OR, welcher mit dem Schaltarm 942 in Verbindung steht, ist keine Leitung angeschlossen, während der mit dem Schaltarm 943 in Verbindung stehende Kontakt von OR über den Zwischenverteiler JDF mit der Leitung 956 und der vierte Kontakt mit der Leitung 951 verbunden ist. Vom Sender des Stromstoßspeichers werden daher die Kennziffern 3, o, 6 und ι ausgesandt, worauf der Steuerschalter S1 seine Schaltarme 722 bis 724 mit den fünften Kontakten in Berührung bringt. Die Leitungen 771, 772 und 773 stehen jetzt über die Kontakte 920, 921 und 922 des Relais 902 mit Kontakten auf der rechten Seite des Zwischenverteilers JDF in Verbindung. Die Leitung 771 ist über den Rangierdraht 979 mit der Leitung 951, die Leitung 772 über den Rangierdraht 980 ebenfalls mit der Leitung 951 und die Leitung 773 durch den Rangierdraht 981 mit der Leitung 959 verbunden. Daher werden nun nacheinander die Stromstoßreihen von einem, einem und neun Stromstößen ausgesandt, worauf die Schaltarme des Steuerschal- log ters S1 mit ihren achten Kontakten in Verbindung gebracht werden. Über den Schaltarm 724 kommt folgender Stromkreis zustande: Erde, Schaltarm 724, Leitung 774, Leitung 737 (Abb. 5 und 3), Kontakt 711, Leitung 731, Kontakt 853, Wicklung des Relais 814, Batterie, Erde. Das Relais 814 bewirkt wieder die Durchschaltung der Sprechleitungen im Sprechweg und die Auslösung der zur Herstellung dieser Verbindung benutzten Schalteinrichtungen des Stromstoßspeichers.
Es sei nun der Fall betrachtet, daß der Stromstoßspeicher unnötig lange belegt wird. Zu diesem Zweck wird angenommen, daß ein anrufender Teilnehmer, z. B. der Teilnehmer A1 eine Verbindung einleitet, wodurch
der Vorwähler LS, der Dienstwähler DS und der in den Abb. 3 bis 6 dargestellte Stromstoßspeicher belegt wird. Der Teilnehmer sendet nun zwei Stromstoßreihen aus und läßt bis zur Aussendung weiterer Stromstoßreihen eine längere Zeit verstreichen. Wie oben beschrieben, wird die Leitung 804 (Abb. 4) durch eine Zeitschalteinrichtung 803 jede Minute einmal geerdet und über den Kontakt 839 des Relais 806 beim Belegen des Stromstoßspeichers mit den Wicklungen des Stufenrelais 808 verbunden. Der Haltestromkreis dieses Relais verläuft über die untere Wicklung desselben und über die Kontakte 846 und 838 sowie über die Leitung 860 (Abb. 5), Leitung 73 5 und über die Kontakte 705. Während der Aussendung jeder Stromstoßreihe seitens der anrufenden Stelle wird der Haltestromkreis des Relais 808 am Kontakt 706 geöffnet. Wartet nun der anrufende Teilnehmer zwischen zwei Stromstoßreihen so lange, bis die Leitung 804 von neuem geerdet wird, nachdem das Relais 808 seinen Haltestromkreis geschlossen hat, so kommt folgender Stromkreis für das Relais 807 zustande: Erde, Unterbrecher 803, Leitung 804, Kontakte 839, 852 und 847, von der Kontaktfeder 845 gesteuerte Ruhekontakte des Relais 807, Leitung 862, Kopfkontakt 907 des Aufnahmeschaltwerkes OR (Abb. 5); Leitung 861, Wicklung des Relais 807, Batterie, Erde. Das Relais 807 spricht an, sobald die Leitung
804 geerdet wird, und schließt am Kontakt 845 einen Haltestromkreis für sich selbst. Am Kontakt 844 wird der Kontakt 832 des Relais
805 überbrückt, um ein Abschalten des Relais
806 von der Auslöseader 451 beim Ansprechen des Relais 805 zu verhindern, und Relais 807 trennt am Ruhekontakt 840 Erde von der Leitung yzy ab, wodurch der Abgreifschalter CS stillgesetzt wird, und legt über seinen Arbeitskontakt 840 Erde an die Leitung 728 an, wodurch das Relais 903 (Abb. 5) erregt wird. Dieses schließt am Kontakt 925 einen
+5 Haltestromkreis für sich selbst und legt über seine Kontakte 926 bis 932 die Leitungen 761 bis 764 und 771 bis 773 an die rechten Kontakte des Zwischenverteilers IDF an, welche derart mit den linken Kontakten· von IDF verbunden sind, daß Stromstoßreihen entsprechend der Nummer 306 1110 vom Sender des Stromstoßspeichers ausgesandt wird. Das Relais 807 (Abb. 8) öffnet' weiterhin bei seinem Ansprechen den Kontakt 841 im Sendestromkreis des Stromstoßspeichers, um die teilweise hergestellte Verbindung auszulösen, legt über seinen Kontakt 842 und über die Wicklung des Relais 805 Erde an die Leitung 743' an, wodurch die Aufnahme-Schaltwerke OR und DR1 bis DR1, soweit sie bereits eingestellt sind, ausgelöst werden, und erdet über seinen Kontakt 843 die Leitung 730, so daß der Steuerschalter S1 ebenfalls in seine Ruhelage zurückgebracht wird.
Sobald Erde von der Leitung 804 entfernt wird, fällt das Relais 807 ab und legt über seinen Kontakt 840 wieder Erde an die Leitung γ2γ an, wodurch über den Kontakt 924 des Relais 903 (Abb. 5) die Anlaßleitung 738 für den Abgreifschalter CS geerdet wird. Die erste an die vom Schaltarm 724 bestrichene Kontaktreihe des Steuerschalters S1 angeschlossene Leitung 761 ist über den Kontakt 926 des Relais 903 und über den Rangierdraht 974 mit der Leitung 953 verbunden, die zweite Leitung 762 über den Kontakt 927 an die rechte Seite des Zwischenverteilers geführt, aber dort nicht weiter verbunden, die dritte Leitung 763 steht über den Kontakt 928 und über den Rangierdraht 975 mit der Leitung 956 und die vierte Leitung 764 über den Kontakt 929 und über den Rangierdraht 984 mit der Leitung 951 in Verbindung. Daher werden von dem Sender des Stromstoßspeichers die Kennziffern 3, o, 6 und 1 ausgesandt. Die fünfte von der Kontaktreihe des Schaltarmes 724 des Steuerschalters S1 abgehende Leitung 771 ist über den Kontakt 930 und über den Rangierdraht 976 mit der Leitung 951, die Leitung 772 über den Kontakt 931 und über den Rangierdraht 977 ebenfalls mit der Leitung 951 und die Leitung 773 über den Kontakt 932 nur mit der rechten Seite des Zwischenverteilers IDF verbunden. Die drei weiteren vom Sender des Stromstoß-Speichers ausgesandten StromstO'ßreihen bestehen also aus den Ziffern 1, 1 und 0 und werden in der üblichen Weise- weitergegeben. Nach Beendigung der letzten Stromstoßreihe wird das Relais 814 (Abb. 4) in der oben beschriebenen Weise erregt, schaltet die Sprechverbindung durch und löst die zur Herstellung der Verbindung benutzten Schalteinrichtungen des Stromstoßspeichers aus. Durch die Aussendung der Nummer 306 1110 vom Stromstoßspeicher werden die Wähler in den Vermittlungsstellen I, H, A und E eingestellt, wodurch die Verbindung zu einem Arbeitsplatz in der Vermittlungsstelle E geleitet wird.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Wählerbetrieb, mehreren Vermittlungsstellen und Stromstoßspeichern, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einstellung nur eines Teiles der Aufnahmeschaltwerke {OR, DR1 bis DR4) des Stromstoßspeichers Schaltmittel (z. B. Relais 703, 901, 902, 903) zur Wirkung kommen, welche an den Stromstoßsende-
    einrichtungen (ζ. B. S1, CS) des Speichers eine bei anderen · Verbindungen durch weitere Aufnahmeschaltwerke erfolgende Kennzeichnung von die abgehenden Stromstoßreihen bestimmenden Leitungen (z.B. 761 bis 764, 771 bis 773) selbsttätig herbeiführen.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein Aufnahmeschaltwerk (Oi?) mit zwei Bewegungsrichtungen (Heben und Drehen) nach seiner Einstellung durch nur eine Stromstoßreihe auf eine bestimmte Dekade (Wahl der Ziffer ο für Fernverbindungen) durch eine vorübergehend betätigte Schalteinrichtung (Relais 701 und Kopf kontakt 905) zur Ausführung einer selbsttätigen Bewegung in der zweiten Bewegungsrichtung (Drehen) veranlaßt wird.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι für Stromstoßspeicher, welche bei Herstellung von Verbindungen in die eigene Vermittlungsstelle die Kennziffer der Vermittlungsstelle unterdrücken, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einstellung der Aufnahmeschaltwerke (ORs, DR1 bis DR4) auf die Kennziffer der eigenen Vermittlungsstelie (/) ein Schaltmittel (Relais 703) zur Wirkung kommt, welches den die aufeinanderfolgende Aussendung der einzelnen Stromstoßreihen regelnden Steuerschalter (S1) selbsttätig über die Stellungen zur Aussendung der der Kennziffer entsprechenden Stromstoßreihen hinwegschaltet.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι für Anlagen, bei welchen besondere Überwachungsplätze nur in einigen der Vermittlungsstellen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß bei nicht ordnungsmäßiger Einstellung des Stromstoßspeichers (ζ. B. zu lange Pausen nach dem Belegen oder zwischen den Stromstoßreihen) Schaltmittel (Relais 903) wirksam werden, durch welche der Speichersender zur Abgabe von Stromstößen veranlaßt wird, die gegebenenfalls unter Auslösung des bereits eingestellten Sprechweges die Verbindung der anzurufenden Stelle mit dem in einer anderen go Vermittlungsstelle (z. B. E) angeordneten Überwachungsplatz herbeiführen.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
DEA45212D 1924-06-12 1925-06-13 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren Vermittlungsstellen und Stromstossspeichern Expired DE586336C (de)

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