DE414667C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen

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DE414667C
DE414667C DEA37002D DEA0037002D DE414667C DE 414667 C DE414667 C DE 414667C DE A37002 D DEA37002 D DE A37002D DE A0037002 D DEA0037002 D DE A0037002D DE 414667 C DE414667 C DE 414667C
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Description

In größeren Fernsprechnetzen mit mehreren für Wählerbetrieb ausgerüsteten Vermittlungsstellen werden aus wirtschaftlichen Gründen die ersten Nummemstromstoßempfänger in Hauptvermittlungsstellen angeordnet. Bei der Herstellung einer Verbindung zwischen Teilnehmern einer Vermittlungsstelle ohne erste Nummernstromstoßempfänger erfolgt eine Umschaltung der Verbindung von den Verbindungsleitungen zu der Hauptvermittlungsstelle auf Verbindungseinrichtungen in der anrufenden Vermittlungsstelle. Bei den bekannten Anordnungen sind zu diesem Zweck in den Untervermittlungsstellen sogenannte Mitlaufschaltwerke vorgesehen, welche durch die Stromstoßreihen zur Einstellung der Nummernstromstoßempfänger in der Hauptvermittlungsstelle betätigt werden und bei Einstellung auf einen Kontakt, welcher der Bezifferung der anrufenden Vermittlungsstelle entspricht, die Umschaltung selbsttätig herbeiführen.
Es sind nun Anordnungen bekannt geworden, durch welche einem anrufenden Teilnehmer bei Besetztsein aller Verbindungsleitungen zum Hauptamt ein Besetztsignal selbsttätig übermittelt wird. Hierbei kann nun der Fall eintreten, daß bei Besetztsein aller Verbindungsleitungen zur Hauptvermittlungsstelle der anrufende Teilnehmer infolge Einschaltung des Besetztsignals auf eine Verbindung verzichtet, obgleich! ein Teilnehmer seiner eigenen Vermittlungsstelle gewünscht wird, der Sprechverkehr also gar nicht über eine Verbindungsleitung zur Hauptvermittlungsstelle verläuft.
Dieser Übelstand wird nun erfindungsgemäß dadurch, beseitigt, daß an den Verbindungseinrichtungen der anrufenden Vermittlungsstelle Schalteinrichtungen vorgesehen sind, welche die Einschaltung eines das Besetztsein aller zur Hauptvermittlungsstelle führenden Verbindungsleitungen anzeigenden Signals verhindern, wenn die Verbindimg in der anrufenden Vermittlungsstelle verbleibt. Das Besetztsignal wird erst nach, der Abgabe derjenigen Stromstoßreihe eingeschaltet, welche die anzurufende Vermittlungsstelle bestimmt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das einem 100 oooer-System entnommen ist, in dem nur 90 000 Leitungen im Betrieb sind, die auf 9 Hauptämter mit je 10 000 Anschlüssen verteilt sind. An eines dieser Hauptämter ist ein Unteramt angeschlossen, das 100 Leitungen umfaßt. Es sei angenommen, daß die für ein 10. Hauptamt unbenutzt gelassene zehnte Stufe für ein Fernamt verwendet ist, das durch die Wahl der Ziffer ο erreicht wird. Im 100 oooer-System entscheidet die erste Ziffer, zu welcher 10 oooer-Gruppe der Ruf geht, die zweite Ziffer, zu welcher ι oooer-Gruppe, während die dritte Ziffer dafür ausschlaggebend ist, zu welcher 100er-Gruppe der Ruf gelangen, soll. Da nun das Unteramt nur 100 Leitungen umfaßt und also die dritte Ziffer diese iooer-Gruppe be-
stimmt., müssen im Unteramt Übertragergruppenwähler vorhanden sein, die in der Lage sind, auf den dritten Scheibenaufzug hin zu wählen.
Die allgemeine Verbindungsleitungsführung ist bekannt und infolgedessen nicht darge-'stellt, wie überhaupt in den Zeichnungen nur so viel der Anlage dargestellt ist, wie zur Erläuterung der Merkmale der Erfindung ίο gebraucht wird.
A in Abb. ι und Ä in Abb. 8 sind gewöhnliche Sprechstellen für selbsttätigen Betrieb. A ist eine von ioo gleichen Sprechstellen, die an ein Unteramt angeschlossen sind. Jede Teilnehmerleitung hat im Unteramt ihren eigenen Vorwähler, einen Drehwähler bekannter Art, der in der Zeichnung mit C bezeichnet ist. Der Vorwähler des Teilnehmers A' ist mit C bezeichnet. Diese Vorwähler im Unteramt haben sämtlich Zugang zu einer Gruppe von etwa 10 Übertragergruppenwählern, deren einer in Abb. 2 mit D bezeichnet ist.
Dieser als Mitlaufschaltwerk wirkende Übertragergruppenwähler Z> ist ein Hebe- und Drehwähler der bekannten Strowger schen Bauart, dem besondere Relais und Stromkreise zugeordnet sind, um ihn als Übertrager arbeiten zu lassen. In vorliegender Erfindung sind die Wählertätigkeiten des ■■ Übertragergruppenwählers D dieselben wie die eines dritten Gruppenwählers, denn er wählt auf den dritten Scheibenaufzug, zu dem Zweck, einen freien Leitungswähler zu belegen, wenn er für eine Ortsver'bindung verwendet wird.
Mit E ist ein zweiter Vorwähler bezeichnet, wie er einem jeden Mitlaufschaltwerk zugeordnet ist, der den Zweck hat, eine freie, zum Hauptamt führende Verbindungsleitung aufzusuchen, um die Verbindung dorthin weiterzuführen, wenn sie für ein Hauptamt oder eine andere Vermittlungsstelle außer für das Unteramt bestimmt ist. Eine dieser nach dem Hauptamt verlaufenden Verbindungsleitungen, zu der der zweite Vorwähler E und andere zweite Vorwähler in Vielfachschaltung Zugang haben, besteht aus den Adern 138 und 139. Diese: Verbindungsleitung endigt im Hauptamt in dem ersten Gruppenwähler F. Die zehnte Stufe dieses t ersten Gruppenwählers F hat über einen ! Übertrager L Zugang zu einem Fernamt, wie aus Abb. 8 ersichtlich ist, und das in einiger Entfernung von dem Hauptamt zu denken ist, in dem der erste Gruppenwähler F aufgestellt ist. Die dritte Stufe des ersten Gruppenwählers F hat zu zweiten Gruppenwählern des gleichen Amtes Zugang, während die anderen nicht dargestellten Stufen durch Übertrager und zugehörige Verbindungsleitungen zu zweiten Gruppenwählern verschiedener anderer Hauptämter führen.
In Abb. 8 sind bei ο die Relais und jeder Verbindungsleitung zum Fernamt zugeordneten Schalt einrichtungen und auch der Apparat der Fernbeamtin dargestellt.
Zur Vervollständigung der allgemeinen Beschreibung der Anlage sei bemerkt, daß Rufe vom Hauptamt zum Unteramt über eine Gruppe von Verbindungsleitungen hergestellt werden, die in Leitungswählem im Unteramt endigen.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung , ist angenommen, daß die 345. Hundertergruppe der Leitungen an das Unteramt angeschlossen ist, oder mit anderen Worten ein Leitungswähler des Unteramtes durch Wählen der ersten Ziffern 345 erreicht werde. Es ist ferner angenommen, daß der Teilnehmer A eine Verbindung mit einem Teilnehmer herzustellen wünscht, dessen Rufnummer 34567 ist, und dessen Leitung demnach an dasselbe Unteramt angeschlossen ist.
Wenn der Hörer in der Sprechstelle yl abgenommen wird, wird ein Stromkreis für das Linienrelais 15 des ersten Vorwählers C über die Adern 11 und 12 geschlossen. Relais 15 spricht an und schließt an seinem Kontakt 20 einen Stromkreis, in dem die Wicklung des Schaltrelais 14 und des Drehmagneten 16 in Reihe liegen. An seinem Arbeitskontakt 21 schaltet Relais 15 den Prüf arm 26 an eine zwischen dem Schaltrelais 14 und dem Drehmagneten 16 gelegene Stelle an. Es kommt nun darauf an, ob die Verbindungsleitung, auf die der erste Vorwähler mit seinen Schaltarmen eingestellt ist, besetzt oder frei ist. Ist die Verbindungsleitung besetzt, so liegt ein Erdpotential an dem Prüfkontakt, mit dem der Prüf arm 26 in Berührung steht, das Schaltrelais 14 ist kurzgeschlossen, und der Drehmagnet 16 wird in bekannter Weise veranlaßt, seine Schaltarme zum Suchen einer freien Verbindungsleitung vorwärts zu bewegen. Es sei jedoch für den vorliegenden Fall angenommen, daß die von dem Vorwähler berührten Kontakte zu einer freien Verbindungsleitung gehören. In diesem Fall wird das Schaltrelais 14 nicht kurzgeschlossen, und der Drehmagnet 16 wird wegen des hohen Widerstandes des Relais 14 nicht erregt. Relais 14 spricht an, erdet den Prüf arm 26 am Kontakt 18, schaltet an den Kontakten 17 und 19 die Teilnehmerleitungen 11 und 12 von der Wicklung des Relais 15 und von der Erde ab und über die Schaltarme 25 und 27 und deren Kontakte 28 und 30 und die Verbindungsleitung 31 und 33 nach dem Übertragergruppenwähler D durch. Dadurch kommt folgender Stromkreis zustande: Von der Erde über die linke Spule der Summermaschine T,
Ruhekontakt 73, Ruhekontakt 77, untere Wicklung des Linienrelais 35, Ruhekontakt 56 des Relais 44, Ruhekontakt 58, Ader 33, Kontakt 30, Schaltarm 27, Arbeitskontakt 19, Teilnehmerleitung 12, 11, Arbeitskontakt 17, Schaltarm 25, Kontakt 28, Leitung 31, Ruhekontakt 54, Ruhekontakt 55 des Relais 44, obere Wicklung des Linienrelais 35 zur Batterie und Erde. Linienrelais 35 spricht an und schließt am Arbeitskontakt 57 den Erregerstromkreis für das Auslöserelais 36. Relais 36 schließt an seinem Arbeitskontakt 61 einen Haltestromkreis für das Relais 14 des Vorwählers C: Erde, untere Wicklung der Induktionsspule I, Arbeitskontakt 61, Ader 32, Prüfkontakt 29, Prüfarm 26, Arbeitskontakt 18, Schaltrelais 14, Drehmagnet 16, Batterie. Dieser Stromkreis ist hergestellt, noch ehe das mit Verzögerung ausgestattete Linienrelais 15 Zeit hat, abzufallen. Mit Hilfe des Erdpotentials an dem Prüfkontakt 29 und den ihm entsprechenden Mehrfachkontakten dient dieser Haltestromkreis dazu, den Übertragergruppenwähler D für die übrigen Vorwähler als besetzt zu kennzeichnen. Dasselbe Besetztpotential tritt über Ader 13 an den dem Teilnehmer A zugeordneten Mehrfachkontakten der ihn erreichenden Leitungswähler auf, dadurch die Teilnehmerleitung gegen Belegung von dort aus sichernd. In dem Übertragergruppenwähler D verläuft eine Abzweigung dieses Haltestromkreises von der geerdeten Ader 32 durch die obere Wicklung des durch Strom polarisierten Relais 44 zur Batterie. Diese Wicklung hat hohen Widerstand und wenig Windungen, weshalb das Relais ohne gleichgerichtete Unterstützung seiner unteren Wicklung nicht ansprechen kann. Der Wähler D ist jetzt für den Empfang von Stromstößen vorbereitet, vor der Erläuterung der weiteren Vorgänge aber seien die Stromkreise betrachtet, die für den zweiten Vorwähler E geschlossen wurden. Wenn das Linienrelais 35 anspricht, wird zwischen die Leitungsadern 101 und 105 eine Brücke gelegt, die das Linienrelais 119 des zweiten Vorwählers E zum Ansprechen bringt. Der Stromkreis für das Linienrelais 119 ist folgender : Von Erde durch Linienrelais 119, Ruhekontakt 125, Ader 105, Arbeitskontakt 93, Ruhekontakt der Feder S3 des elften Drehschrittes, die durch den Nocken 94 beeinflußt wird, untere Wicklung des polarisierten Relais 44, Relais 38, Ruhekontakt 66, Ader 101, Ruhekontakt 122, Widerstand R%, Amtsbatterieleitung 146, über Ruhekontakt 145 zur Batterie und Erde. Die Relais 119 und 38 sprechen beide in diesem Stromkreis an, der in der unteren Wicklung des Relais 44 aber fließende Strom ist dem der oberen Wicklung entgegengerichtet und läßt dieses Relais nicht ansprechen. Gleichzeitig mit der Er-■ regung des Relais 119 ist der schon beschriebene Stromkreis für das Auslöserelais 36 über Arbeitskontakt 57 des Linienrelais 35 geschlossen. Relais 36 schließt an seinem Kontakt 62 folgenden Stromkreis: Erde, Arbeitskontakt 62, Kontaktfeder 49 des elften Drehschrittes, Ader 102, Relais 118, Drehmagnet 117, Batterie, Erde. Mit dem Ansprechen des Relais 119 wurde, wie ersichtlich, der Prüf arm 132 des zweiten Vorwählers an eine zwischen dem Schaltrelais 118 und dem Drehmagneten 117 gelegenen Stelle des eben erwähnten Stromkreises angeschaltet. Die Aufgaben dieser Schaltung sind in der Hauptsache die gleichen wie die bereits für den ersten Vorwähler beschriebenen, so daß der zweite Vorwähler eine freie Verbindungsleitung zum Hauptamt auswählt. Angenommen, die ', abgehende Verbindungsleitung 138 und 139 ! sei die erste frei befundene Verbindungsleitung. Wenn der Prüfarm 132 an dem Prüfkontakt 136 ankommt, hört die Drehbewegung auf, weil das Erdpotential am Prüfkontakt 8g
136 fehlt, und das Schaltrelais 118 wird erregt. Infolgedessen werden die Adern 101 und 105 und von der Amtsbatterieleitung 146 einerseits und der Wicklung des Linienrelais 119 anderseits abgetrennt und über die Arbeitskontakte 122 und 125, 129 und 126, die Schaltarme 130 und 133, Kontakte 134 und
137 und die Verbindungsleitung 138 und 139 nach dem ersten Gruppenwähler F des Hauptamtes durchgeschaltet, wo die Adern
138 und 139 der Verbindungsleitung über die Ruhekontakte 168 und 171 nach der oberen und unteren Wicklung des Linienrelais 151 verlaufen und den Stromkreis mit Erde bzw. Batterie schließen. Die obenerwähnte Brücke zwischen den Adern 101 und 105 ist nun wiederhergestellt, was die Erregung des Linienrelais 151 des ersten Gruppenwählers F zur Folge hat. Dadurch wird das Auslöserelais 152 in bekannter Weise eingeschaltet und damit der erste Gruppenwähler F für die Aufnahme von Stromstößen vorbereitet. Vor der weiteren Beschreibung sind noch einige Einzelheiten im zweiten Vorwähler E zu betrachten.
Als das Schaltrelais 118 erregt wurde, wurde dadurch der Stromlauf für das Linienrelais 119 unterbrochen, aber Relais 118 öffnete am Ruhekontakt 124 den Prüfstromkreis und schloß einen Haltestromkreis für das verzögert arbeitende Linienrelais 119, bevor es Zeit hatte, abzufallen, der vom Arbeitskontakt 124 ausging und über Arbeitskontakt 127 und den Drehmagneten 117 zur Batterie verlief. Der Drehmagnet 117 spricht wegen geringer Windungszahl und seiner Unempfindlichkeit in diesem Stromkreise nicht an.
Ferner schließt das Schaltrelais 118 am Arbeitskontakt 121 einen Stromkreis von der über Kontakt 62 geerdeten Ader 102 durch das Relais 120 zur Batterie. Relais 120 spricht an und legt Erde an den Prüfeontakt 136 und seine entsprechenden Vielfachkontakte in den Kontaktsätzen anderer zweiter Vorwähler, um die abgehende Verbindungsleitung besetzt zu machen. Am Arbeitskontakt 140 bereitet Relais 120 einen Stromkreis für Relais 144 vor, dessen Wirkungsweise später erläutert werden wird. Die rufende Leitung erstreckt sich jetzt bis zum Übertragergruppenwähler D, wovon eine Abzweigung über den zweiten Vorwähler E nach dem ersten Gruppenwähler F im Hauptamt abgeht. Von diesem Stande aus betrachtet sind die sich aus der ersten Ziffernwahl des rufenden Teilnehmers ergebenden Vorgänge leicht verständlich. Wenn die zuerst zu wählende Ziffer 3 an der Nummernscheibe 5 der Teilnehmerstation A abläuft, werden drei Unterbrechungen in dem Stromkreis des Linienrelais 35 des Übertragergruppenwählers D hervorgerufen. Relais 35 fällt stoßweise ab und gibt die Stromstöße an den Hebemagneten 47 über folgenden Stromkreis weiter: Von Erde über Ruhekontakt 60, ' Ruhekontakt 57, Arbeitskontakt 63, Ruhekontakt 69, Verzögerungsrelais 40 und Hubmagnet 47 zur Batterie. Das Verzögerungs- · relais 40 wird in Reihe mit dem Hubmagneten ' erregt und" behält seine Erregung während der Dauer der Stromstoßreihe. Das Verzögerungsrelais 37 wird parallel mit Relais 40 . und dem Hubmagneten erregt und behält : ebenfalls seine Erregung während der Dauer der Stromstoßreihe. Während des ersten Hub- j Schrittes werden die Kopf kontakte 51 und 52 geschlossen. 52 schließt den Stromkreis für das Kopfkontaktrelais 39, das an seinem Arbeitskontakt 69 den Stromstoßkreis so umschaltet;, daß er über Arbeitskontakt 69 und Arbeitskontakt 74 auf dem oben beschriebenen Stromweg zum Hubmagneten 47 verläuft. Der Hubmagnet hebt die Schaltwelle mit ihren Schaltarmen auf die dritte Stufe (Abb. 3).
Linienrelais 35 überträgt die Stromstöße nicht nur, wie eben beschrieben, auf den Hubmagneten 47, sondern gibt sie auch über seinen Kontakt 93 an die obenerwähnte j Brücke zwischen Ader ior und 105 weiter. I Dadurch wird das Linienrelais 151 des ersten \ Gruppenwählers F im Hauptamt dreimal ab- ί erregt, wodurch der Wähler in bekannter Weise seine Schaltarme ebenfalls auf die dritte Stufe hebt. Der Übertragergruppenwähler D und der erste Gruppenwähler F gehen also gleichzeitig auf die gleiche Stufe. Wie schon erwähnt, ist während der Stromstoßabgabe das Verzögerungsrelais yj erregt und schließt am Arbeitskontakt 66 die Brücke zwischen Ader 10r und 105 auf einem kürzeren Wege unter Ausschluß der Wicklungen der Relais 38 und 44. Dies ist die übliche Schaltung, deren man sich bedient, um eine zuverlässige Stromstoßabgabe zu erzielen. : Es seien jetzt zunächst die Vorgänge im ersten Gruppenwähler F betrachtet. Dieser Wähler arbeitet in bekannter Weise, indem er entsprechend der ersten Stromstoßreihe in die dritte Stufe steigt und hier in freier Wahl eine freie Leitung auswählt. Angenommen, diese freie Verbindungsleitung sei am Prüf kontakt 176 gefunden worden, so schaltet Relais 155 die Sprechadern nach der Ver-, bindungsleitung durch, die in den Kontakten 175 bis 177 endet und nach dem zweiten Gruppenwähler Q (durch punktiertes Rechteck dargestellt) führt. Ehe das verzögerte Auslöserelais 152 Zeit hat, abzufallen und die Erde vom Stromkreis des Relais 155 abzuschalten, sprechen die Linien- und Auslöse- ; relais (nicht dargestellt) des zweiten Gruppen-Wählers G an und erden in bekannter Weise die Auslöseader am Prüfkontakt 176, wodurch ein Haltestromkreis ^für das Relais 155 her- : gestellt wird.
Im Übertragergruppenwähler D kommen mit dem Abschluß der Hebebewegung die mit Verzögerung ausgestatteten Relais 37 und 40 zum Abfallen. Relais 37 schaltet am Ruhekontakt 66 die Relais 38 und 44 wieder in die Brücke zwischen den Adern 101 und 105, während Relais 40 am Ruhekontakt 74 den Stromstoßkreis umschaltet. Es sei hier bemerkt, daß die Kopfeontakte 97 und 98 an dem Wähler so angebracht sind, daß sie wie in vorliegendem Fall betätigt werden, wenn die Wählerwelle drei Schritt aufwärts gehoben wird.
Kurz zusammengefaßt ergibt sich aus dem ersten Scheibenaufzug der Ziffer 3 der gewünschten Nummer, daß die Schaltarme 251 bis 254 des Übertragergruppenwählers D vor der dritten Stufe seines Kontaktsatzes (Abb. 3) stehen und die Schaltarme 171 bis 174 des ersten Gruppenwählers F im Hauptamt eine freie in den Kontakten 175 bis 177 der dritten Stufe endende Verbindungsleitung belegt haben, die zu einem zweiten Gruppenwähler G führt.
Der rufende Teilnehmer betätigt jetzt seine Nummernscheibe S zur Abgabe der der zweiten Ziffer entsprechenden Stromstoßreihe 4, wodurch unter Vermittlung des Linienrelais 3 5 des Übertragergruppenwählers D in bekannter Weise der zweite Gruppenwähler G im Hauptamt auf eine freie Verbindungsleitung der vierten Stufe eingestellt wird; gleichzeitig aber veranlaßt das Linienrelais 35 den Drehmagneten 46 des Wählers D1 dessen Schaltarme um vier Schritt zu drehen durch folgenden Stromkreis: Von Erde am Kontakt 60 über den vorerwähnten Stromstoßkreis
zum Ruhekontakt 74 des Relais 40, und dann über den Kopfkontakt 97, Ruhekontakt 99, Drehmagnet 46 zur Batterie und Erde, wobei Verzögerungsrelais 37 in Parallelschaltung erregt wird. Am Schlüsse der Stromstoßreihe J fällt Relais 37 wieder ab und stellt über Ruhekontakt 65 folgenden Stromkreis für das Relais 43 her: Vom geerdeten Schrittkontakt 25s (Abb. 3), Schaltarm 251, Ader 95, Ruhekontakt 65 und Relais 43 zur Batterie, Erde. Relais 43 spricht an und schließt am Arbeitskontakt 86 folgenden Stromkreis für den Auslösemagneten 48: Vom geerdeten Kontakt 255 über den eben für Relais 43 be- j schriebenen Stromkreis, Arbeitskontakt 86, Arbeitskontakt 70 des Kopfkontaktrelais 39, Ruhekontakt 79, Auslösemagnet 48, Batterie, Erde. Der Auslösemagnet spricht an und bringt dadurch Schaltwelle und Schaltarme wieder in die Ruhelage. Um zu verhüten, daß der Schaltarm 251 die Erde von den Stromkreisen des Relais 43 und des Auslösemagneten 48, wenn er den Kontakt 255 verläßt, wegnimmt, ehe die S ehalt welle in der Ruhelage angekommen ist, schließt der Auslösemagnet für sich selbst und Relais 43 folgenden Haltestromkreis: Erde, Arbeitskontakt des Auslösemagneten 48, Arbeitskontakt 70 und über die oben beschriebenen Stromkreise zum Auslösemagneten 48 und Batterie, Erde. Eine Abzweigung dieses Haltestromkreises verläuft über Arbeitskontakt 86 durch Relais 43 nach der Batterie und Erde. Die auslösende Schalt welle öffnet den Kopfkontakt 52, wodurch das Kopfkontaktrelais 39 zum Abfall kommt. Dadurch wird an dessen Kontakt 70 die unmittelbare Verbindung zur Erde vom Stromkreis des Auslösemagneten 48 weggenommen, der infolgedessen mit der unteren Wicklung des Relais 42 in Serie in folgenden Stromkreis gelegt wird: Erde, Arbeitskontakt 84, untere Wicklung des Relais 42, Ruhekontakt 79, Auslösemagnet 48, Batterie, Erde. Wegen des verhältnismäßig hohen Widerstandes der unteren Wicklung des Relais 42 fällt der Auslösemagnet 48 ab, während das Relais 42 an-
■-■ spricht und sich mit Hilfe seiner oberen Wicklung über seinen Arbeitskontakt 82 in einen Haltestromkreis über die geerdete Auslöseader 32 legt. Dies wird erreicht durch eine solche Einstellung des Relais 42, daß der Kontakt 82 auf seiner Arbeitsseite Kontakt macht, bevor der Kontakt 79 von seiner Ruheseite abgehoben wird. Auslösemagnet 48 unterbricht an seinem Arbeitskontakt mit seiner Aberregung den Stromkreis des Relais 43.
Zusammenfassend betrachtet ist jetzt folgender Stand des Verbindungsaufbaues erreicht:
Der zweite Gruppenwähler G im Hauptamt hat in der vierten Stufe eine nach einem dritten Gruppenwähler H (durch punktiertes Rechteck dargestellt) führende und freie Verbindungsleitung belegt. Im Unteramt hatte der Übertragergruppenwähler D in der dritten Stufe auf den vierten Schritt gedreht und dort ein Erdpotential vorgefunden, was die Auslösung seiner Schaltwelle zur Folge hatte. Wenn der rufende Teilnehmer seinen Nummernschalter 5 zur Wahl der dritten Ziffer S betätigt, werden fünf Stromstöße nach dem dritten Gruppenwähler H im Hauptamt übertragen, die ihn seine Schaltwelle auf die fünfte Stufe heben und eine freie Verbindungsleitung in freier Wahl belegen lassen. Angenommen, daß die in den Kontakten 197, 198 und 199 endigende Verbindungsleitung die erste frei befundene sei, so muß sie, da sie durch Wahl der Ziffer 345 erreicht wurde, zu dem Unteramt Zugang haben. Demgemäß führt sie zu einem Übertrager und von dort zu einem im Unteramt aufgestellten Leitungswähler. Wenn der Übertragergruppenwähler D die fünf Stromstöße zum dritten Gruppenwähler im Hauptamt überträgt, betätigt er seinen Hubmagneten 47 über denselben Stromkreis und in derselben Weise, wie dies für die erste Stromstoßreihe beschrieben wurde, bis seine Schaltarme auf die fünfte Stufe eingestellt sind. Die Kopfkontakte bringen dabei wie vorher das Kopfkontaktrelais 39 zur Erregung, das an seinem Arbeitskontakt 72 den folgenden Stromkreis schließt: Erde, Arbeitskontakt 62, Arbeitskontakt 64, Ruhekontakt des elften Drehschrittkopfkontaktes 50, Arbeitskontakt 72, Ruhekontakt 85, Arbeitskontakt 80 und Schrittschaltrelais 41 zur Batterie, Erde. Relais 41 spricht an und legt sich über Kontakt 76 in folgenden Haltestromkreis: Erde, Ruhekontakt 60, Arbeitskontakt 76, Ruhekontakt des Drehmagneten 46 und dann über den vorerwähnten Stromkreis zum Schrittschaltrelais 41. Am Schlüsse der Hebebewegung wird das Verzögerungsrelais 37 aberregt und schließt dabei am Ruhekontakt 64 einen Stromkreis für den Drehmagneten 46, der folgenden Verlauf hat: Von der Erde über Arbeitskontakt 62, Ruhekontakt 64, Arbeitskontakt 75, Drehmagnet 46 zur Batterie, Erde. Der Drehmagnet 46 wird erregt und bringt die Schaltarme 251 bis 254 in Kontaktberührung mit den ersten Kontakten der fünften Stufe und unterbricht im gleichen Augenblick an seinem Arbeitskontakt den Haltestromkreis des Schrittschaltrelais 41. Relais 41 fällt dadurch ab und unterbricht am Kontakt 75 den Drehmagnetenstromkreis, so daß dessen Unterbrecherkontakt wieder in die Ruhelage geht. Es kommt nun darauf an, ob die erste Verbindungsleitung besetzt oder frei ist; ist sie besetzt, so liegt Erde über Leitung 258 an dem Prüfkontakt 265, wo-
durch ein Stromkreis durch den Prüf arm 252, Leitung 96, Ruhekontakt 88, Ruhekontakt 59, Arbeitskontakt 81, Ruhekontakt des Drehmagneten 46 und über den vorerwähnten Stromkreis zum Relais 41 geschlossen wird. Relais 41 wird erregt und schließt am Kontakt 75 wieder den vorher beschriebenen Stromkreis für den Drehmagneten 46, der nun die Schaltarme auf den nächsten Kontakt weiterbewegt. Dies Spiel wiederholt sich so lange, bis eine freie Verbindungsleitung gefunden ist. Ist sie gefunden, so wird Schaltrelais 45 in Reihe mit dem Schrittschaltrelais 41 über folgenden Stromkreis erregt: Geerdete Ader 32, Schalt relais 45, Ruhekontakt des Drehmagneten 46 und über den obenerwähnten Stromweg durch Relais 41 zur Batterie, Erde. Relais 41 spricht wegen seiner verhältnismäßig geringen Windungszahl in Reihe mit dem Relais 45 nicht an. Angenommen, die im ersten Kontakt endende Verbindungsleitung sei frei, so wird infolgedessen Relais 45 über die geerdete Ader 32 erregt, wie vorher beschrieben, verbindet den Prüf arm 252 mit der Ader 32 über den Arbeitskontakt 59, trennt an den Kontakten 54 und 58 die ankommenden Leitungsadern von der oberen und unteren Wicklung des Linienrelais 35 ab und schaltet sie auf die Adern 91 und 92, Schalt arme 253 und 254, Kontakte 256 und 257 zu den Verbindungsleitungsadern 259 und 260 durch, die in dem Linienrelais eines örtlichen Leitungswählers, wie vorher ausgeführt, endigen. Die Linien- und Auslöserelais des Leitungswählers sprechen an, so daß Erde an die nach rückwärts verlaufende Ader 32 gelegt wird und dadurch Relais 14 des ersten Vorwählers C und Relais 45 des Übertragergruppenwählers £> erregt gehalten werden, wobei selbstverständlich dieser Haltestromkreis hergestellt ist, bevor das mit Verzögerung ausgestattete Auslöserelais 36 Zeit hat, abzufallen. Was den zweiten Vorwähler E anbetrifft und die über ihn verlaufende Verbindung zum Hauptamt, so wird diese Verbindung durch die andauernde Aberregung des Linienrelais 35 des Wählers E ausgelöst. Das Verzögerungsrelais 36 fällt bald nach der Aberregung des Linienrelais 35 ab und schaltet am Kontakt 62 die Erde von der Halteader 102 ab, wodurch der Stromkreis für. die Relais 118 und 120 unterbrochen wird. Relais 118 fällt sofort ab und unterbricht den Stromkreis für das Relais 119. Relais 119 und 120 indessen fallen als Verzögerungsrelais nicht unmittelbar ab, so daß der Drehmagnet 117 erregt wird und die Schaltarme des zweiten Vorwählers auf den nächsten Kontakt weiterschaltet. Diese Einrichtung dient nicht nur zur Sicherung einer besseren Rufverteilung, sondern auch um zu verhüten, daß Rufe über eine gestörte Verbindungsleitung verlorengehen. Wenn z. B. die Adern 138 und 139 der Verbindungsleitung aus irgendeinem Grunde gestört wären, könnte ein Teilnehmer ' wiederholt vergeblich versuchen, eine Nummer \ im Hauptamt zu bekommen, wenn er für jeden erneuten Versuch auf dieselbe gestörte Verbindungsleitung angewiesen bliebe. Bei der veranschaulichten Einrichtung wird nun der erste Versuch, bei dem eine gestörte Verbindungsleitung getroffen wurde, unwirksam, wenn aber der Teilnehmer aufhängt und von neuem die Verbindung herzustellen versucht, bekommt er so eine andere Verbindungsleitung.
Der Verbindungsaufbau war jetzt also zu einem örtlichen Leitungswähler im Unteramt fortgeschritten, und die Verbindungsleitung zum Hauptamt, die nur vorübergehend wäh- 8c rend der ersten drei Scheibenbewegungen belegt war, ist durch ihre und des zweiten Vorwählers E Auslösung wieder freigegeben worden. Der rufende Teilnehmer braucht jetzt nur mit seiner Nummernscheibe die Stromstoße der beiden letzten Ziffern 6 und 7 der gewünschten Nummer zu geben, und der örtliche Leitungswähler stellt die Verbindung zu dem gewünschten Teilnehmer her. Diese Vorgänge sind hinreichend bekannt und deshalb nicht beschrieben.
Es sei jetzt angenommen, daß derselbe Teilnehmer A eine andere Verbindung, und zwar diesmal mit einem Teilnehmer der Nummer 34467 herzustellen wünscht, dessen Leitung demnach in einem Hauptamt angeschlossen ist. Dieser Fall ist bis einschließlich der zweiten Stromstoßreihe genau derselbe wie der vorhergehende Fall. Es ist dann einerseits der Übertragergruppenwähler D nach der zweiten Einstellbewegung wieder in die Ruhestellung zurückgekehrt und zur Übertragung weiterer Stromstoßreihen bereit, anderseits ist der Verbindungsaufbau nach dem Hauptamt bis zur Belegung des dritten Gruppenwählers H fortgeschritten. In diesem Zustand ist im Übertragergruppenwähler D das Relais 42 erregt und hält sich über die Prüfader 32. Dieser Stand des Verbindungsaufbaues soll als Ausgangspunkt für das fol- gende dienen. Wenn der rufende Teilnehmer mit seiner Nummernscheibe die dritte Stromstoßreihe 4 gibt, überträgt das Linienrelais 3 5 des Wählers D die Stromstöße über die Verbindungsleitung 138, 139 zum dritten Gruppenwähler H im Hauptamt, der in bekannter Weise seine Schaltarme auf die vierte Stufe hebt und dort in freier Wahl eine freie Verbindungsleitung zu dem Leitungswähler M aufsucht. Das Linienrelais 182 und Auslöserelais 183 dieses Leitungswählers sprechen sofort an, und dieses erdet in bekann-
ter Weise die Auslöseader, um die rückwärts gelegenen Wähler in der erreichten Einstellung zu halten. Im Unteramt hebt der Übertragergruppenwähler D seine Schaltarme ebenfalls auf die vierte Stufe und dreht sie auf den ersten Kontakt. Bei Betrachtung der Abb. 3 bemerkt man, daß die Kontakte in der fünften Stufe, mit denen der Schaltarm 251 im vorhergehenden Fall in Verbindung kam, tote Kontakte sind. Der entsprechende Kontakt 261 jedoch in der vierten Stufe ist geerdet. Wenn jetzt der Wähler D seine Schaltarme in der vierten Stufe dreht, berührt der Prüfarm 252 den toten Kontakt 262, so daß die Arme nicht weiter gedreht werden. Ehe aber das Schaltrelais 45 ansprechen kann, wird sein Stromkreis am Kontakt 85 des Relais 43 unterbrochen, das auf folgendem Wege erregt wird: Geerdeter Kontakt 261 (Abb. 3), Prüfarm 251, Ader 95, Ruhekontakt 65 und Relais 43 zur Batterie und Erde. Relais 43 überbrückt an seinem Kontakt 87 den eben erwähnten Kontakt 65, um sich gegen Aberregung zu sichern, wenn das Relais 37 bei der nächsten Stromstoßreihe erregt wird.
Infolge der "dritten Stromstoßreihe 4 also, durch die endgültig bestimmt ist, daß der Ruf nach einem Hauptamt geht, ist der Übertragergruppenwähler D auf den ersten Kontakt der vierten Stufe eingestellt, hat Relais 43 betätigt und verhindert dadurch, daß das Relais 41 über Kontakt 75 den Drehmagneten 46 einschaltet, und daß die weitere Bedienung der Nummernscheibe erneute Schaltbewegungen am Wähler D bewirkt. Der Wähler D kann jedoch weiter als Übertrager zum Hauptamt tätig sein. Im Hauptamt war die Verbindung bis zum Leitungswähler M fortgeschritten, der rufende Teilnehmer braucht jetzt also nur noch die beiden letzten Ziffern 6 und 7 der gewünschten Nummer zu wählen, um den Leitungswähler M so einzustellen, daß er über die Leitungen 192 bis 194 den gewünschten Teilnehmer Ä erreicht. Vom Leitungswähler M ist in Abb. 8 nur so viel dargestellt, wie zum Verständnis der vorliegenden Erfindung gebraucht wird.
Es sei jetzt angenommen, daß derselbe Teilnehmer A die Nummer 35567 ruft, die also am Hauptamt angeschlossen sein muß. Da schon die zweite Ziffer dieser Nummer nicht mehr mit den an das anrufende Unteramt angeschlossenen Nummern übereinstimmt, braucht der Übertragergruppenwähler D seine Schaltarme nach Ablauf der zweiten Stromstoßreihe nicht mehr zu bewegen. Wenn der Teilnehmer A die erste Ziffer 3 gewählt hat, hat er dadurch mit demselben Schaltgliede wie vorher Verbindung erhalten. Der Übertragergruppenwähler D hat also seine Schaltarme zur dritten Stufe gehoben, und die WeI-lenkontaktfeder 97 hat Verbindung mit ihrem Arbeitskontakt, so daß der Wähler vorbereitet ist, auf Veranlassung der nächsten Stromstoßreihe zu drehen. Der erste Gruppenwähler F im Hauptamt hat infolge der ersten Stromstoßreihe 3 seine Schaltarme auf die dritte Stufe gehoben und dort in freier Wahl eine zu einem zweiten. Gruppenwähler G führende freie Verbindungsleitung aufgesucht. Auf die Wahl der zweiten Ziffer 5 der gewünschten Nummer steigt der zweite Gruppenwähler G auf die fünfte Stufe und wählt dort in freier Wahl eine zu einem dritten (nicht dargestellte) Gruppenwähler führende freie Verbindungsleitung. Im Unteramt dreht der Übertragergruppenwähler D seine Schaltarme, bis sie auf dem fünften Kontakt der dritten Stufe stehenbleiben. Sobald das Verzögerungsrelais 37 abgefallen ist, wird folgender Stromkreis hergestellt: Von der Erde durch den Widerstand R' (Abb. 3), Kontakt 263, Schaltarm 251, Ader 95, Ruhekontakt 65 des Relais 37, Relais 43 zur Batterie, Erde. Relais 43 spricht an und legt sich über Arbeitskontakt 87 in einen vom Kontakt 65 unabhängigen Haltestromkreis und schließt am Arbeitskontakt 84 einen Stromkreis für das Relais 42, der von der Erde über Kontakt 84, die untere Wicklung des Relais 42, den Ruhekontakt 79 und den Auslösemagneten 48 zur Batterie und Erde verläuft. Relais 42 spricht an und legt sich über Kontakt 82 mit Hilfe seiner oberen Wicklung in einen Haltestromkreis an die geerdete Auslöseader 32, kurz bevor es am Ruhekontakt 79 seinen Erregerstromkreis unterbricht. Am Kontakt 99 wird gleichzeitig der Stromkreis für den Drehmagneten 46 geöffnet, um den Wähler stillzusetzen. Hinter dem Widerstand R' spricht der Auslösemagnet 48 nicht an, weil seine Wicklung aus einer geringen Anzahl von Windungen besteht und er eine unempfindliche Einstellung besitzt.
Die Wahl der verbleibenden Ziffern 5, 6 und 7 hat keine Bewegung der Schaltarme des Übertragergruppenwählers D mehr zur Folge. Der Wähler überträgt also nur noch die Stromstoßreihen nach dem Hauptamt, wo nicht dargestellte Schalteinrichtungen die Verbindung vollenden. Nach Beendigung des Gesprächs hängen die Teilnehmer ihre Hörer auf und lösen die Verbindung in der bekannten Weise aus.
Es sei jetzt angenommen, daß der Teilnehmer A seinen Hörer für einen anderen Ruf abhebt und wie vorher Verbindung mit dem Übertragergruppenwähler D erhält, der ihm mit Hilfe des zweiten Vorwählers E Zugang zum Gruppenwähler F im Hauptamt gibt.
Dieser Ruf soll einem Teilnehmer mit der Nummer 44567 gelten. Da, wie oben erwähnt, alle an das Unteramt angeschlossenen Nummern mit der Ziffer 3 beginnen, ist es ersieht lieh, daß dieser Ruf nicht in demselben Unteramt verbleibt: infolgedessen ist auch nach Ablauf der ersten Stromstoßreihe keine weitere Schaltbewegung im Übertragergruppenwähler D erforderlich.
Auf die erste von A ausgehende Stromstoßreihe 4 hin stellt der Wähler D seine Schaltarme auf die vierte Stufe ein, während der erste Gruppenwähler F im Hauptamt seine Schaltarme ebenfalls zur vierten Stufe hebt und sofort in freier Wahl eine freie Verbindungsleitung aufsucht, die zu einem Übertrager (nicht dargestellt) und dann zu einem zweiten Gruppenwähler des Hauptamtes führt, dessen Nummern sämtlich mit der Ziffer 4 beginnen. Wellenkontaktfeder 97 im Übertragergruppenwähler D, die, wie oben erwähnt, nur betätigt wird, wenn sich der Wähler auf die dritte Stufe einstellt, ist also jetzt offen, so daß auch der Stromkreis für den Drehmagneten an diesem Federkontakt 97 offen gehalten wird. Dies ist eine Schaltung, in der der Übertragergruppenwähler D nur als Übertrager wirken kann, wenn der rufende Teil- I nehmer A die verbleibenden Ziffern 4, 5, 6 und 7 wählt, so überträgt der Übertragergruppenwähler D die Stromstöße zu dem Über- '■ trager im Hauptamt, der sie wiederum an die Schalteinrichtungen des betreffenden Hauptamtes weitergibt, an das die gewählte : Nummer angeschlossen ist. Dieser Teil des Verbindungsaufbaues ist bekannt und braucht nicht weiter betrachtet zu werden.
Nach Vorstehendem mußte ein Teilnehmer, . um eine Verbindung mit einem örtlichen Lei- , tungswähler im Unteramt zu erhalten, drei erste Ziffern wählen, von denen nicht zwei dieselben waren. In der Praxis kann jedoch zuweilen eine Bedingung auftreten, die es erforderlich macht, daß zwei oder zuweilen alle drei ersten Ziffern dieselben sind, für Anrufe, die in demselben Unteramt verbleiben, d.h. daß an Stelle der drei ersten, in vorliegendem Beispiel gewählten Ziffern 345 die Ziffern 333 oder 343 oder 444 oder eine andere Zahlenzusammenstellung gewählt werden muß, in der also womöglich drei Ziffern die gleichen sind. Ohne besondere Maßnahmen ergibt sich, wenn die erste Ziffer dieselbe wie die dritte ist, folgende Schwierigkeit: Die Kontaktreihe, zu der der Schaltarm 251 ! Zugang hat, wird bestimmt durch die erste Ziffer, und bei einem im Bereiche des eigenen Hauptamtes verbleibenden Anruf die Kontakte dieser Reihe mit einer Ausnahme Erde über '' einen Widerstand haben, und der eine ausgenommene muß unmittelbar geerdet sein. Am ' Ende der dritten Stromstoßreihe jedoch dürfen die Kontakte, die vom Schaltarm 251 berührt werden, für den Fall, daß der Ruf einem Unteramtsteilnehmer gilt, nicht geerdet sein, weil sonst der Schaltarm 251 an einem von ihnen zur Ruhe käme und einen Stromkreis für Relais 43 herstellen würde, wie oben in dem Beispiel, wo der Teilnehmer A die Nummer 34467 rief, weiter ausgeführt wurde. Dies würde den Übertragergruppenwähler daran hindern, die Verbindung nach dem Unteramt durchzuschalten. Um diese Schwierigkeit zu überwinden, ist der geerdete Kontakt 83 dem Relais 42 des Übertragergruppen-Wählers D beigefügt und die Ader 271 an diesem Ruhekontakt angeschlossen und einerseits unmittelbar verbunden mit einem der Kontakte, auf denen der. Schaltarm 251 am Ende der zweiten Stromstoßreihe einer Unteramtsnummer haltmacht, während sie anderseits über einen Widerstand R2 i-n Abb. 4 mit den übrigen neun Kontakten derselben Kontaktreihe in Verbindung steht. Um diese Schaltung einwandfrei verständlich zu machen, sei angenommen, daß die Leitungswähler des Unteramtes über die ersten Ziffern 333 erreicht werden. Für diesen Fall muß man sich den Kontaktsatz der Abb. 4 an Stelle des oberen Kontaktsatzes der Abb. 3 gesetzt denken und die in der fünften Kontaktreihe des unteren in Abb. 3 dargestellten Kontaktsatzes gezeigte Verdrahtung auf die dritte Kontaktreihe des gleichen Kontaktbildes verlegt denken. Durch die Wahl der ersten Ziffer 3 werden die Schaltarme des Übertragergruppenwählers D auf die dritte Stufe gehoben. Durch die Wahl der zweiten Ziffer 3 erreicht der Schaltarm 251 den geerdeten Kontakt 264 und stellt dadurch den Stromkreis für das Relais 43 in der schon geschilderten Weise her mit dem Enderfolg, daß der Wähler ausgelöst, Relais 42 erregt und über die Auslöseader in einen Haltestromkreis gelegt wird, und Relais 43 veranlaßt wird, abzufallen. Relais 42 trennt nun die Erde von der Ader 271 ab, so daß, wenn die dritte gewählte Ziffer wiederum 3 ist, der Schaltarm die dritte Stufe überstreichen kann, um eine freie Verbindungsleitung zu suchen; denn die vom Schaltarm 251 überstrichenen Kontakte liegen tot. Es geht daraus hervor, daß die Unteramtsnummern nicht an eine besondere Ziffernzusammenstellung gebunden sind, und es ebenso möglich ist, die das eigene Hauptamt kennzeichnende Ziffer wiederholt zur Wahl eines dem eigenen Unteramte angeschlossenen Teilnehmers zu verwenden.
Der vorstehende Teil der Beschreibung soll nun durch eine noch eingehendere Betrachtung einiger Schalteinzelheiten der Stromkreise der Wähler D und E ergänzt werden.
In dem unteren Teil der Abb. 2 ist eine sogenannte Suarnmermaschine T dargestellt. Der Zweck dieser Maschine ist folgender: Wenn ein Teilnehmer seinen Hörer zum Anruf abhebt und sein Vorwähler ist auf die erste einer Anzahl von besetzten Verbindungsleitungen eingestellt, so daß er über einige Kontakte drehen mußr so würde eim zu schnell einsetzendes Wählen des. Teilnehmers zu Fehlverbindungen führen, wenn der Vorwähler bis zur Abgabe der ersten Stromstoßreihe nachkeine freie Verbindnngsleitung gefunden hat. Um nun dem Teilnehmer anzuzeigen, wann er seine Nummernscheibe betätigen, darf, ist die untere Wicklung des Linienrelais 35. des Wählers E im Ruhezustand über die Sekundärwicklung der Summermaschine T geerdet. Die Teilnehmer sind verpflichtet, auf dieses Amtszeichen zu warten,, ehe sie zu wählen beginnen.
In gewöhnlichen Fernsprechanlagen, die au Stelle vom Übertragergruppenwählern mit gewöhnlichen Gruppenwählern ausgestattet sind, ist der erste Gruppenwähler befähigt,- dieses Amtszeichen abzugeben, und wenn, die Ver- - 25 bindung nach einem zweiten Gruppenwähler fortgeschritten ist,, ist die Leitung wieder tonlos. Um jetzt diese Einrichtung auf den Übertragergruppenwähler anzuwenden, wird das Kopfkantaktrelais 39, das auf Veranlassung der ersten Stromstoßreilie in Tätigkeit gesetzt wird, dazu verwendet,, die erwähnte Wicklung der Summermaschine T von der unteren Wicklung des Linienrelais 3.5 abzutrennen und die Erde unmittelbar am Kontakt 73 anzulegen. Wenn der Übertragergruppenwähler D. auslöst, was mit der Wahl der zweiten Ziffer einer Unteramtsnummer erreicht wird,, fällt das Kopfkontaktrelais 39 ab und schaltet die Sammerwicklung wieder an die untere Wicklung des Relais. 35 an, aber Relais 42^ das unmittelbar darauf, wie schon erläutert,- anspricht, setzt am Kontakt 77 wieder die Erde an Stelle der Summerwicklung..
la einer Anlage dieser Art wird, also ein Teilnehmer im Unteramt davon in Kenntnis gesetzt, wenn er eine Verbindung zum Hauptamt nicht bekommen kann,- weil alle Verbindungsleitungen, dahin besetzt sind. Es ist für jeden Fachmann verständlich, daß man für diesen Zweck nur das wohlbekannte Besetztsigmal in einer Weise hinzuzusehalten brauchte, daß es von jedem Teilnehmer, der eine Verbindung mit einem Übertragergruppenwähler anstrebt, so lange gehört wird,- als alle Verbindungsleitungen zum Hauptamt besetzt sind; aber der Teilnehmer hört dieses Besetztsignal auch dann,, wenn er eine Nummer des Unteramtes rufen will, und bis er weiß,, oh die
ig Nummer,, die er wünscht, eine Unteramtsnummer ist oder nicht, hat er keine Möglichkeit, zu entscheiden, ob das Bcsetzisignal bedeutet, daß er die gewünschte Verbindung bekommen kann oder nicht.
Wenn nach der vorliegenden Erfindung, wo die Verbindung über eine nach dem Hauptamt führende VerbffidrerrigsleitBng hergestellt werden muß, ein Teilnehmer eines Unteramtes anruft,, und wenn alle Verbindongsleitungen zum Hauptamt besetzt sind, kann das Besetztsignal von dem rufenden Teilnehmer so lange nicht gehört werden,, als er so viel Ziffern gewählt hat, daß· dadurch endgültig entschieden ist, daß die Verbindung nicht zu einem Unteramtsteilnehmer geht. Nach der Zeichnung (Abb·. 1) ergibt sich, daß, wenn alle Verbindungsleitungen, wie 138 und 139, besetzt sind, Relais 120· und auch alle den übrigen Verbindungsleitungen zugeordneten Relais 142, 143 usw. erregt sind, und dadurch ein Stromkreis vervollständigt wird, der von Erde über den Arbeitskontakt 140 und die entsprechenden Kontakte an dem Relais 142, 143 zur Batterie durch Relais 144 verläuft. Relais 144 spricht an und trennt die gemeinsame Batterieleitung 146 von der Batterie ab. Wenn in diesem Fall der Teilnehmer A über den Übertragergruppenwähler anruft, schließt die Erregung des Linienrelais 35' eine Brücke zwischen den Adern 101 und 105, aber da die Batterie von der gemeinsamen Batterieleitung 146· ab-" getrennt ist, kann das Relais 119 des zweiten Vorwählers E nicht ansprechen. Schaltrelais 118 spricht jedoch an und schaltet entgegen der gebräuchlichen Schaltung die Sprechadern durch, wenn auch Linienrelais 119 nicht angesprochen hat. Es sei bemerkt, daß hierbei die gebräuchliche mechanische Zwangsläufigkeit zwischen den Ankern der Linien- und Schaltrelais weggelassen ist, um mit Hilfe der nun offenen, vom Linienrelais 119 beherrschten Kontakte 1-26 und 129. störende Einflüsse auf nachgeordnete, in diesem Fall schon belegte Schaltmittel auszuschließen.
Dieselbe Schaltung der mehrfachen Schließung der Sprechadern im Abhängigkeit von sowohl dem Schaltrelais als auch Linienrelaiskönnte auch in dem ersten Vorwähler Verwendung finden, wie C (Abb. 1), aber der großen Zahl von ersten Vorwählern wegen ist die mechanische Vorrichtung ihrer Wirtschaftlichkeit wegen für gewöhnlich vorzuziehen. Der rufende Teilnehmer dreht jetzt seine Nummernscheibe für die erste Ziffer irgendeiner Nummer. Ist diese Zifiier eine andere als 3, jedenfalls nicht die erste Stelle von Unteramtsnummern, so wird die Kontaktfeder 98 nicht von ihrem Ruhekontakt abgehoben, und ein Stromkreis ist infolgedessen geschlossen, der von der Sekundär-
IO
wicklung der Besetztzeichenmaschine B über Arbeitskontakt 71 des Kopfkontaktrelais 39, Kontaktfeder 98 und ihren. Ruhekontakt, Adei ^104, Ruhekontakt 128, Arbeitskontakt 122,
■" Ader 101, Ruhekontakt 66 und dann über .den oberen Sprechkondensator zurück nach fidem Apparatsatz des rufenden Teilnehmers )ver läuft. Der Teilnehmer erkennt daraus, daß kr die gewünschte Verbindung nicht bekomfinen kann.
Wenn jedoch die erste Ziffer 3 ist, dann ist daraus noch nicht zu erkennen, ob der Teilnehmer eine Verbindung mit einem an ein Unteramt angeschlossenen Teilnehmer oder mit einem über ein Hauptamt zu erreichenden Teilnehmer wünscht. In diesem Fall ist die Kontaktfeder 98 von ihrem Ruhekontakt abgehoben und unterbricht so den eben erwähnten Besetztzeichenstromkreis. Es sei angenommen, die erste gerufene Ziffer ist 3, und die in Abb. 3 dargestellte Kontaktsatzschaltung wird verwendet. Wenn jetzt ' die an zweiter Stelle gewählte Ziffer eine andere als 4 ist, ist damit entschieden, daß der Anruf nach dem Hauptamt verläuft, und die Relais 43 und 42 arbeiten wie vorher beschrieben. Relais 42 schließt einen Nebenschluß zur Kontaktfeder 98 an seinem Arbeitskontakt 78, so daß der Teilnehmer das Besetztzeichen auf dem vorher beschriebenen Wege hört. Ist jedoch die zweite Ziffer 4, so löst der Übertragergruppenwähler D wie vorher beschrieben aus, Kopfkontaktrelais 39 fällt ab und unterbricht den Besetztzeichen-Stromkreis am Kontakt 71. Wenn nun die dritte Ziffer eine andere als 5 ist, dreht der , Wähler D auf den ersten Kontakt und bleibt dort verriegelt stehen, bis der Teilnehmer -, das Besetztzeichen hört und die Verbindung I durch Anhängen eines Hörers auslöst. Wenn | aber die dritte Ziffer 5 ist, dreht der Wäh- ; ler, um eine freie Verbindungsleitung in der I fünften Stufe zu finden, die zu einem ort- j liehen Leitungswähler führt. Schaltrelais 45 [ spricht an, schaltet an den Kontakten 54, 58 j und 59 die Verbindung mit dem gewählten I Leitungswähler durch und trennt infolgedessen | die Verbindung über Kontakt 154 zwischen der Besetztzeichenmaschine B und der rufen- i den Leitung.
In der Darstellung des Übertragergruppenwählers D (Abb. 2) bemerkt man, daß drei Nocken mit dem Bezugszeichen 94 bezeichnet sind. In Wirklichkeit sind alle drei Kontaktfedern 49, 50 und 53 zusammen angeordnet und werden durch einen einzigen Nocken 94 gesteuert. Sie sind nur der Übersichtlichkeit halber in der Zeichnung auseinandergezogen. Der Zweck dieser Kontaktfedern ist, dem [ rufenden Teilnehmer ein Besetztzeichen zu- ; kommen zu lassen, wenn er eine Unteramtsnummer ruft und alle örtlichen Verbindungs- . leitungen besetzt findet, und ferner, um den \ zweiten Vorwähler E und die durch ihn zum ; Hauptamt führende Verbindung auszulösen. ; Wäre dies nicht vorgesehen, so bestände die ; Möglichkeit, daß ein Teilnehmer eine Unteramtsnummer ruft und, obwohl alle örtlichen Leitungswähler besetzt sind, es unterläßt, unverzüglich aufzuhängen und dadurch eine Verbindungsleitung zum Hauptamt, einen ersten, einen zweiten und einen dritten Gruppenwähler im Hauptamt und ebenso eine Verbindungsleitung vom Hauptamt zurück zum Unteramt unnütz belegt. Diese Möglichkeit ■ ist nach vorliegender Erfindung gänzlich ausgeschlossen auf eine Art und Weise, die jetzt beschrieben werden soll.
Wenn der Übertragergruppenwähler D für einen Ruf zu einem Unteramtsteilnehmer verwendet wird, steigt er entsprechend der dritten Stromstoßreihe der Unteramtsnummer und ' dreht seine Schaltarme, um eine freie zu einem örtlichen Leitungswähler führende Verbindungsleitung aufzusuchen. Wird eine solche nicht gefunden, so werden die Schaltarme durchgedreht, bis sie auf den letzten Kontakt kommen, wo der an der Schaltwelle angebrachte Nocken 94 die Federn 49, 50 und 53 bewegt. An der Kontaktfeder 50 wird der Stromkreis für das Schaltrelais 45 unterbrochen, um es am Ansprechen und Öffnen des Stromkreises des Linienrelais 35 zu verhindern. Kontaktfeder 53 öffnet die Brücke zwischen Ader 101 und 105 und löst dadurch die Verbindung zum Hauptamt aus, während Kontaktfeder 49 den Haltestromkreis des zweiten Vorwählers E öffnet, der auf den nächsten Kontakt weitergeht und zur Ruhe kommt, wodurch er die Verbindungsleitung zum Hauptamt für einen anderen Ruf freigibt. Kontaktfeder 53 schließt außer der Öffnung der Brücke noch einen Stromkreis von der Besetztzeichenmaschine B nach dem unteren Sprechkondensator und dann rückwärts nach dem rufenden Teilnehmer, um ihn davon zu unterrichten, daß er die gewünschte Verbindung nicht bekommen kann, ehe eine Verbindungsleitung frei wird, und daß er später rufen muß. Aus Vorstehendem ist ersichtlich, daß die zum Hauptamt führende Verbindungsleitung ausgelöst wird, wenn eine Nummer des Unteramtes gerufen wird, ob nun die Verbindung zum Unteramt erreicht wird oder nicht.
In vorstehender Beschreibung war angenommen, daß der Übertragergruppenwähler D in einem 100 oooer-System Verwendung findet, daß das Unteramt nicht mehr als 100 Leitungen umfaßt und die Unteramtsleitungswähler von den Kontaktsätzen der Übertragergruppenwähler zugänglich sind. Wie oben
erläutert wurde, müssen unter diesen Umständen die Übertragergruppenwähler befähigt sein, auf die dritte Stromstoßreihe der gerufenen Nummer zu wählen. Wenn sie in einem iooooer- oder Vierziffernsystem Verwendung finden, in dem ioo Leitungen an das Unteramt angeschlossen sind, müssen sie in der Lage sein, auf die zweite Stromstoßreihe weiterzuverbinden, weil in solch einem System
ίο die zweite Stromstoßreihe diejenige ist, die bestimmt, zu welcher Gruppe von ioo Leitungen der Ruf gehen soll. Aus diesem Grunde sind beim Vierziffernsystem die beiden Enden 90 miteinander verbunden, und die Kontaktfeder 97 ist so eingestellt, daiß sie ihren Arbeitskontakt nicht berühren kann. Es sei angenommen, daß die 45. Hundertergruppe der Leitung an das Unteramt angeschlossen sei oder mit anderen Worten, daß eine Verbindung mit einem Unteramtsleitungswähler durch Wahl der ersten Stellen 45 zu erreichen ist. In diesem Fall tritt an die Stelle des in Abb. 3 gezeigten oberen Kontaktsatzes der in Abb. S dargestellte Kontaktsatz. Wenn der rufende Teilnehmer seine Nummernscheibe betätigt, steigt der Übertragergruppenwähler D entsprechend der ersten Ziffer der gewünschten Nummer um die ihr entsprechende Anzahl Höhenschritte, und da die freien Enden 90 miteinander verbunden sind, sind für das Schrittschaltrelais 41 dieselben Bedingungen geschaffen, wie am Ende der dritten Stromstoßreihe nach Wahl der Ziffer 5, in dem Beispiel, wo der Teilnehmer A den Teilnehmer mit der Nummer 34567 rief. Sobald nun das Verzögerungsrelais 37 abfällt, wird am Kontakt 64 der Stromkreis für den Drehmagneten 46 hergestellt, der die Schaltarme auf den ersten Kontakt in der eingestellten Stufe bewegt. Wenn die gewählte Ziffer eine andere als 4 ist, berührt der Schaltarm 251 einen Kontakt, der durch entweder den Widerstand /?4 oder Re geerdet ist, mit dem Erfolg, daß die Relais 43 und 42 ansprechen und sich selbst in der schon beschriebenen Weise halten und weitere Bewegungen des Drehmagneten 46 verhindern. Der Übertrager D ist dadurch verriegelt und wirkt dann für die folgenden Ziffern wieder nur als Übertrager der Stromstöße nach dem Hauptamt.
Angenommen, die erste gewählte Ziffer sei 4, so kommt der Schaltarm 251 bei der Drehung in freier Wahl auf den geerdeten Kontakt 273 und stellt für das Relais 43 folgenden Stromkreis her: Von Erde durch Kontakt 273, Schaltarm 251, Ader 96, Ruhekontakt 65 und Relais 43 zur Batterie und Erde. Relais 43 spricht an und schließt am Kontakt 86 folgenden Stromkreis für den Auslösemagneten 48: Von Erde über den eben für Relais 43 beschriebenen Stromkreis, Arbeitskontakt 86, Arbeitskontakt 70, Ruhekontakt 79 und Auslösemagnet 48 zur Batterie und Erde. Der Auslösemagnet 48 zieht an und bringt die Schaltarme in die Ruhelage. Dann wird Relais 42, das vorher über 273 kurzgeschlossen war, erregt und wird über die Auslöseader 32 am Kontakt 82 gehalten, Relais 43 ist aberregt. Wenn die nächste gewählte Ziffer 5 ist, kommt der Schaltarm 251 auf den Kontakt 275, der jetzt infolge Öffnung des Kontaktes 83 tot liegt, und da der Stromkreis des Prüf armes 252 an Kontakt 81 des Relais 42 geschlossen ist, dreht der Wähler, um einen freien Leitungswähler zu belegen. Gleichzeitig wird die Verbindung zum Hauptamt durch Relais 45 ausgelöst, und die örtliche Verbindung wird durch den gewählten Leitungswähler in bekannter Weise hergestellt. Wäre die zweite Ziffer nicht 5 gewesen, dann hätte der Schaltarm 251 einen Kontakt berührt, der durch Widerstand geerdet war. Berührt aber Schaltarm 251 einen über /?4 geerdeten Kontakt, so spricht Relais 43 an und öffnet am Kontakt 85 die Stromkreise der Relais 41 und 45, wodurch es verhütet, daß die nachfolgenden Stromstoßreihen weitere Bewegungen der Schaltarme veranlassen.
Die in Abb. 5 dargestellte Schaltung des Konfaktsatzes ist nur so lange ausreichend, als die erste und zweite Ziffer der Unteramtsnummer verschieden sind. Es sei jetzt angenommen, daß die ersten Ziffern dieser Nummer gleich, und zwar 5, 5 seien. Für diesen Fall muß der in Abb. 6 dargestellte Kontaktsatz an Stelle des in Abb. 3 dargestellten oberen Teiles gesetzt werden. Da alle Kontakte, von denen der Schaltarm 251 einen am Ende des ersten Drehschrittes belegen muß, wenn eine Nummer außer 5 gewählt wurde, durch den Widerstand R5 mit Erde verbunden sind, so hat die Wahl einer ersten Ziffer, die nicht 5 ist, dieselbe Wirkung wie die Wahl einer ersten Ziffer außer 4 im vorhergehenden . Falle, und der Wähler löst nicht aus, sondern wirkt für die restlichen Stromstoßreihen nur als Übertrager. Ist jedoch die erste gewählte Ziffer S, so kommt der Schaltarm 251 mit Kontakt 274 in Berührung, der über Ader 271 am Kontakt 83 des Relais 42 geerdet ist und folglich die Auslösung des Wählers in der üblichen Weise herbeiführt. Relais 42 spricht dabei an, trennt die Erde von der Ader 271 am Kontakt 83 ab, womit auch die Erde vom Kontakt 274 weggenommen wird. Es ergibt sich nun, daß, wenn die zweite Stromstoßreihe wiederum 5 ist, der Übertragerwähler D in der üblichen Weise eine freie, zu einem örtlichen Leitungswähler führende Verbindungs-
leitung auswählen muß. Ebenso zeigt sich, daß, wenn die zweite Stromstoßreihe eine andere Ziffer als 5 ist, der Schaltarm 251 einen durch Widerstand R5 geerdeten Kontakt berührt und Relais 43 in der bekannten Weise anspricht, sich am Arbeitskontakt 87 hält, während es am Kontakt 85 die Stromkreise für die Relais 41 und 45 trennt, um wiederum zu verhüten, daß die Schaltarme infolge der nachfolgenden Stromstoßreihen noch Bewegungen, ausführen.
Es ist nun beschrieben, wie der Übertragergruppenwähler D auf die dritte Stromstoßreilie und ebenso auf die zweite Stromstoßes reihe arbeitet. Es soll jetzt beschrieben werden, wie er geschaltet sein kann, um auf die erste Stromstoßreihe weiterzuverbinden. Zu diesem Zweck sei angenommen, daß es sich um ein 10000er- oder Vierziffernsystem handele, in dem 2000 Leitungen, und zwar das vierte mnd fünfte Tausend, an das Unteramt angeschlossen sind. Im Unteramt sind dann zwei Gruppen zweiter Gruppenwähler vorhanden, die von der vierten bzw. fünften Stufe der Übertragergruppenwähler aus erreicht werden. Diese zweiten Gruppenwähler belegen bei der Drehung einen freien Leitungswähler innerhalb ihrer Gruppen. In diesem Falle tritt der in Abb. 7 dargestellte Kontaktsatz an Stelle des oberen Teiles von Abb. 3, während der untere Teil nach Abb. 3 auch seine vierte Kontaktreihe ebenso geschaltet hat wie die fünfte. Der Übertragergruppenwähler D bleibt genau so geschaltet, wie er es für die Weiterschaltung auf die zweite Rufziffer war, mit der Ausnahme, daß die freien Enden 89 jetzt miteinander verbunden werden. Es ist leicht ersichtlich, daß, sobald der Übertragergruppenwähler belegt wird, Relais 42 über seine obere Wicklung anspricht und der Übertrager sich in genau denselben Schaltbedingungen befindet wie im. vorhergehenden Falle, als er nach der ersten Stelle der Unteramtsnummer ausgelöst hatte. Se bestimmt die erste Ziffer, ob der Ruf zum Hauptamt geht oder nicht. Ist die erste Ziffer 4 oder 5, so dreht der Wähler D nach bekannter Art bis auf eine freie Verbindungsleitung, und wenn sie gefunden ist, wird die Verbindung zum Hauptamt getrennt und der Anruf in bekannter Art weiterverbunden. Wenn aber die zuerst gewählte Ziffer eine andere als 4 oder 5 ist, erreicht der Schaltarm 251 einen geerdeten Kontakt, Relais 43 spricht an, und der Übertragergruppenwähler arbeitet während der folgenden Stromstöße nur als- Übertrager zum Hauptamt, wo die Verbindung in der üblichen Weise vervollständigt wird.

Claims (5)

Patent-Ansprüche.:
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen, Zusammenfassung der ersten Nummernstromstoßempfänger in Hauptvermittlungsstellen und Freigabe dieser Nummernstromstoßempfänger bei Herstellung von Verbindungen zwischen Teilnehmern einer Untervermittlungsstelle, dadurch gekennzeichnet, daß beim Besetztsein aller zur Hauptvermittlungsstelle führenden Verbindungsleitungen das Besetztzeichen erst nach Abgabe derjenigen Stromstoßreihe eingeschaltet wird, durch welche die anzurufende Vermittlungsstelle- bestimmt wird.
2. Schaltungsanordnung nach- Anspruch i, gekennzeichnet durch Sehalteinrichtungen (98, 78) in der anrufenden Untervermittlungsstelle-, welche die Einschaltung des das Besetztsein· aller zu einer Hauptverrnittlungs&telle führenden Verbindungsleitungen (138·, 139) anzeigende Signal (B) verhindern, wenn die Verbindung in der Vermittlungsstelle des Anrufenden verbleibt und noch freie Nummernstromstoßempfänger in dieser zur Verfügung stehen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι für Anlagen, bei welchen die Umschaltung der Verbindung auf Verbindungseinrichtungen der anrufenden Vermittlungsstelle nur nach dem Zurwirkung- go kommen mehrerer- Stromstoßreihen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß beim Besetztsein aller zur Hauptvermittlungsstelle führenden Verbindungsleitungen die Einschaltung des Besetztzeichens über eine der Schalteinrichtungen (Kontakt 98) sofort nach der ersten Stromstoßreihe erfolgt, wenn durch diese eine fremde Hauptvermittlungsstelle gekennzeichnet wird, über welche die anrufende Vermittlungsstelle nicht erreichbar ist.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schalteinrichtung (Kontakt 78) die Einschaltung des- Besetztsignals nacli Abgabe derjenigen Stromstoßreihe bewirkt, welche anzeigt, daß die Verbindung in der- von der anrufenden Vermittlungsstelle unmittelbar erreichbaren Hauptvermittlungsstelle verbleibt, der gewünschte Teilnehmer aber nicht an die anrufende Untervermittlungsstelle angeschlossen ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide Schalteinrichtungen (98, 78) parallel geschaltet sind..
Hierzu 1. Blatt Zeichnungen.
DEA37002D 1921-01-21 1922-01-22 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen Expired DE414667C (de)

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FR (1) FR545782A (de)
GB (1) GB174332A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4495940A (en) * 1982-06-09 1985-01-29 Hiroshi Takaishi Massager

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Publication number Publication date
FR545782A (de) 1922-10-20
US1542958A (en) 1925-06-23
GB174332A (en) 1922-11-02

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