DE94352C - - Google Patents

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DE94352C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L23/00Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
    • B61L23/08Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only
    • B61L23/10Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only manually operated, e.g. block arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand des Haupt-Patentes kennzeichnet sich in kurzen Worten folgendermafsen:
Ein Blockapparat, der zur Freigabe eines Signales benutzt und dabei selbst blockirt worden ist, wird durch das Ziehen und Rücklegen des Signales selbsttätig wieder freigegeben. Die im Anspruch 2 des genannten Patentes gebotenen Mittel zur Erreichung dieses Arbeitsganges bestehen im wesentlichen in drei Contacten, die alle drei geschlossen sein müssen, wenn der Freigabestrom zu Stande kommen soll. Es sind dies: 1. ein durch Verschiebung der Drucktaste beeinflufster Contact A1; 2. ein Contact, der durch einen elektrischen Strom hergestellt wird, der durch Ziehen des Signales in die Fahrtstellung entsteht (k); 3. ein durch Rücklegung des Signales in die Haltstellung zu Stande kommender Contact A:3.
Von diesen Contacten haben die beiden letztgenannten (k und ks) den Zweck, die Thatsache der erfolgten Fahrtstellung und Rückstellung des Signales zu gewährleisten, der erstgenannte aber führt bei erfolgender Freigabe selbsttätig die Unterbrechung desjenigen Stromes herbei, welcher die Freigabe bewirkt hat.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet nun eine Vereinfachung der im Haupt-Patente beschriebenen Einrichtung, welche zunächst darin besteht, dafs von den beiden der Fahrt- und Haltstellung des Signales entsprechenden Contacten einer unterdrückt wird, indem man die Freigabe nicht dadurch bewirken läfst, dafs bei der Fahrtstellung der Strom durch Schliefsung des ersten dieser beiden Contacte vorbereitet, bei der Haltstellung aber durch Schliefsen des zweiten der Strom geschlossen wird, sondern indem man bereits durch den ersten Contact bei der Fahrtstellung des Signales den Strom schliefsen und durch die Haltstellung dann diesen Strom wieder unterbrechen läfst, und dafs man den eigentlichen Freigabemechanismus (die Sperrung) so einrichtet, dafs er nur dann in Wirksamkeit tritt, wenn diese Stromschliefsung und Unterbrechung stattgefunden hat.
Es kann also aus der Anordnung des Haupt - Patentes zunächst derjenige Contact fortbleiben, welcher durch die Haltstellung des Signales zu Stande kam (k3). An seine Stelle tritt einfach die Stromunterbrechung. Für den Gontactschlufs aber bei Fahrtstellung diente im Haupt-Patente der Contact k, der jedoch indirect dadurch herbeigeführt wurde, dafs durch die Fahrtstellung ein Contact A-4 zu Stande kam und einen Hülfsstrom entstehen liefs. Für die Contactstellung sind also k und yt4 gleichwerthig; sie sind deshalb in der gegenwärtigen Erfindung zu einem Contact k vereinigt, der an der gleichen Stelle sitzt wie vorher A:4.
Eine nothwendige Folge der Contactverminderung ist auch eine Einschränkung der Anzahl der Elektromagnete, indem der Zwischenelektromagnet, der den Contact k im Haupt-Patente bediente (E2), fortfällt und nur die Elektromagnete E und E1 übrig bleiben.
Es bleibt noch der Freigabemechanismus zu besprechen, welcher nur dann ausgelöst werden soll, wenn der Elektromagnet E erst Strom bekommen hat und wenn dieser Strom dann wieder unterbrochen worden ist. Die von der Drucktaste gesteuerte Klinke h erhält hier eine zweizinkige Form, ebenso trägt der die Sperrung dieser Klinke bewirkende Anker a zwei Zähne. Die Fig. ι zeigt die Ruhelage dieser Theile. Wird die Drucktaste bedient, so fängt sich der Zahn ι der Klinke h hinter dem Zahn n1 des Ankers a, nachdem die Zähne 2 und ra2 an einander vorbeigestrichen sind (s. Fig. 2).
Wird nun der Anker α vom Elektromagneten E angezogen, so weicht der Zahn n1 dem Zahn 1 aus und die Klinke h schlägt nach links; hierbei trifft aber der Zahn 2 gegen den Zahn w2, der ja durch die Drehung, die der Anker α bei der Anziehung vollführt hat, hervorgetreten ist. Infolge dessen verharrt jetzt die Klinke h in der in Fig. 3 dargestellten Lage.
Wird jetzt der Elektromagnet E stromlos, so legt sich der Anker α wieder in die in Fig. ι gezeigte Lage, der Zahn 2 kann am Zahn ri1 vorbei, die Klinke h schlägt ganz nach links, und die Freigabe der Taste D ist erfolgt.
Es ist nun noch der wichtige Umstand zu erwähnen, dafs auch der dritte der früheren Contacte, der durch die Verschlufsstange beeinflufste k1, hier ganz fortbleiben kann, denn da in dem Momente, wo die Freigabe erfolgt, jetzt nicht ein Strom geschlossen ist, sondern gerade die Stromunterbrechung den letzten Anstofs zur Freigabe giebt, braucht naturgemäfs auch kein besonderer Contact vorhanden zu sein, der, wie es bei kl der Fall war, den Zweck hat, gleichzeitig mit erfolgender Freigabe eine selbstthätige Stromunterbrechung zu bewirken.
Der gesammte Arbeitsgang ist nun kurz wiederholt folgender:
Druckknopf D wird gedrückt und die Erlaubnifs zum Signalziehen in der bei Blockapparaten üblichen Weise ertheilt. Die Stange q s wird hierbei in der gedrückten Stellung festgehalten, indem der Zahn 1 der Klinke h hinter den Zahn nl des Ankers α schnappt (Fig. 2).
Das Signal wird gezogen, wodurch ein mit ihm oder dem Signalhebel verbundener Contact k2 eintritt, der einen Strom B, I, k'2,1, E1,1, B schliefst. Dieser zieht den Anker des Elektromagneten E1 an, stellt die Scheibe auf »Frei«, und es wird der Contact k geschlossen. Dadurch kommt ein Strom B, II, k, II, E, II, B zu Stande und der Elektromagnet zieht seinen Anker α an. Klinke h fällt so weit nach links, dafs Zahn 2 sich an n2 fängt.
Wird jetzt das Signal auf »Halt« zurückgelegt, so wird der Contact A:2 und dadurch auch k unterbrochen. Der Strom B, II, Ar, II, E, II, B hört auf zu fliefsen, Elektromagnet E läfst seinen Anker α los, Klinke h schlägt wieder nach links in die Anfangsstellung zurück und die Stange q s kann unter dem Einflufs ■ ihrer Feder sich wieder nach rechts bewegen, der Stationsapparat ist also wieder in freiem Zustande.
Wie leicht zu übersehen, sind die beiden Contacte k2 und k in ihrer Wirksamkeit ganz gleichbedeutend, so dafs man auch unmittelbar von A:2 aus die Leitung I durch den Elektromagneten E statt durch E1 legen könnte, ohne dafs die Wirkung hierdurch geändert werden würde (Fig. 4). Wenn das in Fig. 1 nicht geschehen ist, so hat das seinen Grund darin, dafs man nicht gern in die zum Signal führende Fernleitung einen Elektromagneten einschaltet, der eine Auslösearbeit zu verrichten hat, die immerhin einen gewissen Kraftaufwand erfordert. Deshalb ist in Fig. 1 der Stromkreis B, II, k, II, E, II, B gewissermafsen als ein mittelst des Contactes k eingeschaltetes Relais für den Stromkeis B, I, k2, I, E\ I, B angeordnet.
Zum Schlufs soll noch erwähnt werden, dafs der Sperrmechanismus h α auch insofern anders gestaltet werden kann, als die Klinke h nur mit einem Zahn ausgerüstet zu sein braucht.
Die 'den Fig. 1 bis 3 entsprechenden Stellungen sind in den Fig. 5 bis 7 wiederholt. Die Ausführung mit zwei Zähnen ist aber vorzuziehen, weil dort bei erfolgender Anziehung des Ankers α (Uebergang von Fig. 2 zu 3 oder von Fig. 6 zu 7) der Weg des sich bewegenden Hebels h geringer und daher der gegen den Ankerzahn w2 erfolgende Stofs nicht so erheblich wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. EineAusführungsformderinPatentNr. 91 598 geschützten elektrischen Freigabevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs durch die Verstellung des Signales auf »Fahrt« ein Stromkreis geschlossen und durch die Rückstellung auf »Halt« wieder unterbrochen wird und dafs in Verbindung hiermit die durch die Benutzung des Stationsapparates hervorgerufene Sperrung eines Verschlufselementes (q s) durch einen solchen Mechanismus (a h) geschieht, der
    durch einmaliges Auftauchen und Wiederverschwinden des eben genannten Stromes zur Auslösung kommt.
    Eine Ausführungsform des in Anspruch ι genannten Sperrmechanismus (a h), gekennzeichnet durch einen mit zwei Sperrzähnen versehenen Elektromagnetanker (α η1 η 2J, dessen Zähne zu verschiedenen Seiten des Ankerdrehpünktes liegen, derart, dafs der eine Zahn bei stromdurchfiossenem Zustande des Elektromagneten, der andere bei stromlosem, einer Sperrklinke (h) den Weg verlegt, wobei die Sperrklinke selbst ein- oder mehrzinkig sein kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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