DE227944C - - Google Patents
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- DE227944C DE227944C DENDAT227944D DE227944DA DE227944C DE 227944 C DE227944 C DE 227944C DE NDAT227944 D DENDAT227944 D DE NDAT227944D DE 227944D A DE227944D A DE 227944DA DE 227944 C DE227944 C DE 227944C
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H71/00—Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
- H01H71/10—Operating or release mechanisms
- H01H71/66—Power reset mechanisms
- H01H71/68—Power reset mechanisms actuated by electromagnet
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- Physics & Mathematics (AREA)
- Electromagnetism (AREA)
- Keying Circuit Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ M 227944 -KLASSE 21c. GRUPPE
Arbeitsbewegung unterbricht.
Elektrische Schalter mit selbsttätiger elektromagnetischer
Auslösung bei Überstrom müssen häufig aus der Ferne gesteuert werden, wozu ein Elektromotor oder Elektromagnet verwendet
wird, der an Stelle der steuernden Hand tritt. Im folgenden ist immer ein einfacher Elektromagnet
zum Steuern vorausgesetzt; die Anwendung eines Motors ist ohne Einfluß auf das
Wesen der zu beschreibenden Einrichtung.
ίο Damit ein selbsttätiger Ausschalter nicht bei
bestehendem Anlaß zu Überstrom in der Schlußstellung festgehalten werden kann, wird bei
Handschaltern die sogenarinte Freiauslösung angewendet, d. h. eine Kupplung zwischen dem
Handgriff und dem Schalthebel, die während des Einschaltens in jeder Stellung durch den
Auslösemagneten gelöst werden kann. Eine solche Freiauslösung könnte auch bei selbsttätigen
Fernschaltern angewendet werden. Sie ist aber nicht erforderlich, weil man bei ihnen
den die Hand ersetzenden Elektromagneten ohnehin in der Endstellung sich selbst ausschalten
läßt. Das geschieht, um den Elektromagneten nur für ganz kurze Einschaltdauer bemessen zu müssen, ihn also möglichst billig
herstellen zu können. Der sich in der Schlußstellung des Schalters selbst ausschaltende
Magnet muß natürlich in der Anfangslage die Unterbrechungsstelle wieder schließen, damit
er von der Kommandostelle her Strom erhalten kann. Ist dann aber, wie leicht vorkommen
kann, da man an der Kommandostelle die Vorgänge am Schalter nicht sehen kann, die Steuerleitung
noch geschlossen, so würde der Elektromagnet vielleicht längere Zeit wie ein periodischer
Selbstunterbrecher arbeiten und damit nicht nur sich selbst, sondern den ganzen Schalter
gefährden.
Diesen Übelstand zu vermeiden ist der Zweck der nachfolgend beschriebenen Einrichtung.
Das Wesentliche der neuen Einrichtungen besteht darin, daß die Steuerleitung an der
Kommandostelle durch eine besondere, von dem Auslöserelais des Schalters zu schließende Stromleitung
unterbrochen wird, sobald Überstrom besteht. Dann muß erst durch eine neue Betätigung
an der Kommandostelle der Stromkreis des Schaltmagneten wieder geschlossen werden, und damit ist das periodische Arbeiten
des Schaltmagneten vermieden.
Eine besondere Einrichtung für diesen Zweck ist in Fig. 1 schematisch dargestellt. Darin
bedeutet s den bei Überstrom selbsttätig sich öffnenden Schalter, α die Auslöserelais, e den
Einschaltmagneten, der entgegen den Federn f in seiner Endstellung durch das durchgedrückte
Kniegelenk k gehalten wird. Der Rückgang des Ankers β unter Wirkung der Federn f erfolgt,
wenn durch den Elektromagneten A1 das Kniegelenk in die gezeichnete Stellung zurück-
geschlagen ist. Die Steuermagnete erhalten Strom aus der Stromquelle g; das Unterbrechen
seines Erregerstromes in der Schlußstellung bewirkt der Elektromagnet e vermittels
des Umschalters M2.
An der Kommandostelle ist der Umschalter U1 mit Handhebel c angeordnet. Federn
suchen den Umschalter immer in die Mitte zwischen die beiden Kontaktstücke I und II zu
ίο stellen. Der Handgriff c des Umschalters ist
durch ein Klinkwerk mit der Schalterachse gekuppelt. Nach der Bauweise mit Freiauslösung
kann diese Kupplung in jeder Stellung des Handhebels c durch den Elektromagneten A2
mit Hilfe des Bügels b an seinem Anker gelöst werden. Die Elektromagnete A1 und A2
sind parallel geschaltet. Ihre Stromkreise wer-
■ den geschlossen durch die ebenfalls unter sich parallel von dem Auslöserelais α gesteuerten
. Kontakte m, m.
Der Schalter s wird elektromagnetisch geschlossen, sobald der Handhebel c an der Kommandostelle
im Pfeilsinne gedreht wird. Dann ist der Kontakt bei I geschlossen. Der Elektromagnet
e erhält über Kontakt III Strom aus der Stromquelle g, legt den Schalter s ein
und wird gesperrt durch den durchgedrückten Kniehebel k. Auf der letzten Strecke des Weges
hat der Elektromagnet durch den Umschalter #2 seinen Stromkreis bei III geöffnet, der
Handhebel c kann in die Mittelstellung zurückgehen. Soll der Schalter s wieder geöffnet
werden, so wird der Handhebel c umgekehrt gedreht, der Kontakt II kommt zur Wirkung,
und über den jetzt auf Kontakt IV stehenden Umschalter M2 erhält der Elektromagnet A1
Strom, um, wie früher beschrieben, die Sper-
. rung des Ankers von e aufzuheben.
Der Stromschluß für den Elektromagneten A1
kann aber, solange der Schalter s geschlossen ist, bei beliebiger Stellung des Schalters Ux
auch durch einen · der Kontakte m bei eintretendem Überstrom erfolgen. Der Elektromagnet
A1 dient also zum Lösen der Schaltersperrung sowohl beim Öffnen von Hand wie
bei Überstrom. Bei Stromschluß durch die Kontakte m wird aber auch immer der A1
parallel geschaltete Elektromagnet A2 erregt. Dieser löst das Klinkwerk zwischen dem Handhebel
und der Schalterachse des Umschalters U1. Ebenso wie dies bei der Freiauslösung an selbsttätigen
Schaltern unmittelbar geschieht, wird also auch hier an entfernter Stelle unmöglich
gemacht, mit dem Handhebel eine dem augenblicklichen Betriebszustande nicht entsprechende
Stellung der Schaltteile festzuhalten.
Vielfach wird -man an der Kommandostelle den Schalthebel nicht unmittelbar von Hand
bewegen, sondern dazu wieder Elektromagnete benutzen, die durch einen besonderen Schalter
gesteuert werden. Das ist der Vollständigkeit wegen in Fig. 2 dargestellt, wo die entsprechenden
Teile von Fig. 1 gleich bezeichnet sind, und wo ein Doppelschalter, t nach Bedarf
einen der beiden Magnete η, η zu erregen gestattet. Im übrigen ist dabei der sonstige
Vorgang ganz wie bei dem an Fig. 1 geschilderten.
Während in den beiden beschriebenen Beispielen die Unterbrechung der Steuerleitung mit
Hilfe eines Freiauslösers geschah, wird bei der Einrichtung nach Fig. 3 derselbe Zweck nur
durch Elektromagnete erreicht. Das Schließen der Kontakte I und II zum Schließen und
öffnen des Schalters s geschieht hier unmittelbar durch die beiden Elektromagnete η, η der
Fig. 2, die wieder von dem Umschalter t abhängig sind. Die Unterbrechung des Steuerstromkreises
erfolgt hier wieder durch den Elektromagneten A2, der aber nicht auf eine
Freiauslösung wirkt, sondern auf einen Schalthebel mit dem Kontakt III. Der Kontakt
auf III bleibt dann unterbrochen. Soll er wiederhergestellt werden, so muß zunächst der
Umschalter t umgelegt werden, damit der Elektromagnet A3 erregt wird. Dieser stellt erst
den elektrischen Schluß bei III wieder her, so daß durch den Kontakt bei I Strom zu den
Schaltmagneten gegeben werden kann. Bei bestehendem Kurzschluß muß also, wenn der
Umschalter t im Sinne des Schließens des Schalters s eingestellt war und durch den Elektromagneten
A2 ein Öffnen erfolgte, immer erst der Schalter t nach der anderen Seite umgelegt
werden, um einen neuen Stromschluß beim Umlegen nach der entgegengesetzten Seite
zu ermöglichen. Damit ist also ausgeschlossen, durch Festhalten des Kommandogebers den
Hauptschalter zum periodischen Hin- und Herbewegen zu bringen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Fernsteuerung für Schalter mit selbsttätiger elektromagnetischer Auslösung bei Überstrom und einer Schalteinrichtung, die ihren Stromkreis am Ende der Arbeitsbewegung unterbricht, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Auslösemagnete (a) der Erregerstromkreis der Einschaltvorrichtung (z. B. e) bei Überstrom unterbrochen wird, no zu dem Zweck, ein selbsttätiges periodisches Arbeiten der Schaltvorrichtung bei festgehaltenem Kommandoschalter zu verhüten.2: Fernschaltung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Kommandoschalter mit Freiauslösung, der mit Hilfe einer besonderen Steuerleitung eingestellt wird (Fig. 2 und 3).3. Fernschaltung nach Anspruch 1 mit einem Umschalter an der Kommandostelle,durch den elektromagnetisch die Kontaktgebung zum Schließen und Öffnen des Hauptschalters erfolgt, gekennzeichnet durch eine elektromagnetisch bei Überstrom geöffnete Kontaktstelle der Steuerleitung, die elektromagnetisch beim Umlegen des Umschalters im Sinne des öffnens des Hauptschalters wieder geschlossen wird, so daß nach dem selbsttätigen Auslösen des Hauptschalters sein Wiederschließen nur nach jedesmaliger entgegengesetzter Bewegung des Steuerschalters möglich ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE227944C true DE227944C (de) |
Family
ID=488369
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT227944D Active DE227944C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE227944C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0276348A1 (de) * | 1987-01-28 | 1988-08-03 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Auslösevorrichtung mit Schalter zum Verhindern des Durchbrennens der Spule |
| US4945329A (en) * | 1987-01-28 | 1990-07-31 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Tripping device with burning prevention switch |
-
0
- DE DENDAT227944D patent/DE227944C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0276348A1 (de) * | 1987-01-28 | 1988-08-03 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Auslösevorrichtung mit Schalter zum Verhindern des Durchbrennens der Spule |
| US4945329A (en) * | 1987-01-28 | 1990-07-31 | Mitsubishi Denki Kabushiki Kaisha | Tripping device with burning prevention switch |
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