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Mit Rückstrahler ausgerüsteter Fahrtrichtungsanzeiger für Fahr- und
Motorräder, der am Pedal schwenkbar gelagert ist Es ist üblich, die Pedale von Fahrrädern
mit Rückstrahlern auszurüsten, die im Sonnen- oder Scheinwerferlicht gelb aufleuchten.
Ebenfalls zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurde auch bereits vorgeschlagen,
an Fahr- und Motorrädern, vorzugsweise an deren Lenker und deren Hinterradgabel,
von Hand mechanisch ausschwenkbare Winkerarme anzubringen, die mit rot aufleuchtenden
Rückstrahlern ausgerüstet sein sollten.
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Nach einem bekannten Vorschlag ist an jedem Pedal eine Lichtquelle
als Fahrrichtungsanzeiger unverstellbar angebracht, die durch eine im Pedal angeordnete
Trockenbatterie gespeist und durch den Fuß des Fahrers ein- und ausgeschaltet wird.
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Nach einem anderen Vorschlag soll durch ein am Fahrradpedal durch
den Fuß zu bedienendes Verstellglied ein in einem Gehäuse unter dem Fußauflagegestell
gelagerter Winkerarm über letzteres seitlich dadurch herausbewegbar sein, daß er
in einer zur waagerechten Mittelebene des Gestelles parallelen Ebene schwenkbar
angeordnet ist.
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Nach dem gleichen Vorschlag besitzt der zweiarmig ausgebildete Winkerarm
am einen Ende eine elektrische Lichtquelle, die von einer im Arm untergebrachten
Batterie gespeist wird, und am Ende des .anderen, kürzeren Armes einen doppelseitigen
Rückstrahler. Beim übergang aus der Ruhe- in die Wirkstellung vollführt der Winkerarm
eine Schwenkbewegung um r8o°, die ausgelöst wird durch die axiale Verschiebung eines
vertikalen Bolzens, der ein steiles Gewindegangstück aufweist, in das ein im Winkerarm
sitzender Stift eingreift.
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An einem Fahrtrichtungsanzeiger nach diesem Vorschlag ist zu bemängeln,
daß der über das Fußauflagegestell seitlich herausgeschwenkte Winkerarm
Beschädigungen
im besonderen Maße ausgesetzt ist, daß bei einer sich über i8o°- erstreckenden Schwenkung
die dafür benötigte Arbeits- und Kraftleistung insbesondere an dem für deren Übertragung
dienenden Verschiebebolzen und Eingriffstift unverhältnismäßig groß sind und dadurch
zu einem vorzeitigen Verschleiß der arbeitenden Teile führen müssen.
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Die Erfindung betrifft einen ebenfalls mit Rückstrahlern ausgerüsteten,
vom Fuß des Radfahrers zu betätigenden und am Pedal schwenkbar gelagerten Fahrtrichtungsanzeiger,
dem aber die vorstehend behandelten Mängel des bekannten Winkerarmes nicht anhaften.
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Eine besonders zweckvolle und geschützte Lage des Anzeigers ist dadurch
erreicht, daß sein Schwenkkörper, dessen Länge etwa der in Richtung der Tretachse
gemessenen Pedallänge entspricht und der vorzugsweise flach und in Rechteckform
mit einer Breite gestaltet ist, die weniger als die halbe Pedalbreite beträgt, unter
dem in Fahrtrichtung hinten liegenden der beiden Fuß,auflageteile des Pedals angeordnet
ist.
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Ferner besitzt der Anzeiger erfindungsgemäß eine zur Pedalachse koaxiale
Schwenkwelle. Diese Welle befindet sich zweckmäßig an der hinteren Längskante des
mit ihr starr verbundenen Schwenkkörpers und ist über .ein vom Fuß des, Fahrers
zu betätigenden Hebelgetriebe, das nach einem weiteren Merkmal der Erfindung quer
zu ihr an die Schwenk`velle angelenkt ist, innerhalb von Grenzlagen des Schwenkkörpers
drehbar. In der einen Grenzlage ist die mit Rückstrahler .ausgerüstete Fläche des
Schwenkkörpers der unter ihm sich befindenden Fahrbahn zugekehrt, in der anderen
Grenzlage steht sie etwa lotrecht, und die Rückstrahler sind der hinter dem Fahrrad
liegenden Fahrbahnstrecke zugekehrt.
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Die Schwenk-,velle ist an den Querstegen vom Pedal gelagert und das
Hebelgetriebe ist seitlich von dem dem Kurbelarm benachbarten Quersteg angeordnet.
Durch diese Maßnahmen sind einerseits eine recht geschützte und damit betriebssichere
Anordnung des Hebelgetriebes erreicht und andererseits die Fußauflage auf dem Pedal
nicht durch Teile vom Hebelgetriebe beeinträchtigt.
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Das Hebelgetriebe, dessen Hauptteile ein mit der Schwenkwelle uridrehbar
verbundener Exzenterteil und ein an diesem angelenkter Fußhebel sind, besitzt am
Trethebel noch ein kulissenartiges Steuerungsglied, das mit einem am Pedal befestigten
Kulissenstein zusammenwirkt. Durch das Steuerungsglied wird insbesondere eine Übersetzung
des Ausschlagwinkels vom Trethebel gegenüber dem des Exzenterteiles erreicht. Die
Augenfälligkeit des mit dem Fahrtrichtungsanzeiger gegebenen Zeichens kann dadurch
verstärkt sein, daß in ihm am Schwenkkörper eine elektrische Lichtquelle zugeordnet
ist, die sich hinter den Lichtstrahlern befindet und deren Lichtstrahlen durch sie
in bekannter Weise hindurchscheinen.
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Die Lichtquelle kann einfach über eine .am Pedal, vorzugsweise unter
dessen vorderem Fußauflageteil befestigte Trockenbatterie gespeist werden. Es ist
unter Verwendung besonderer Stromabnehmer auch möglich, der Lichtquelle elektrischen
Strom von einer Lichtmaschine zuzuleiten.
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Ein Unterbrecherkontakt, der zweckmäßig über die Welle des Schwenkkörpers
vom Fahrtrichtungsanzeiger betätigt wird, stellt eine Verbindung zwischen Strom-
und Lichtquelle nur in der ausgeschwenkten Stellung des Anzeigers her.
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Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des neuen Fahrtrichtungsanzeigers.
Es zeigt Fig. i eine kurbelseitige Ansicht auf das Pedal mit beigeklapptem Fahrtrichtungsanzeiger,
Fig. a eine Draufsicht auf das Pedal der Fig. i, Fig. 3 die kurbelseitige Ansicht
des Pedals mit ausgeschwenktem Fahrtrichtungsanzeiger, Fig. q. eine Teilansicht
auf die Hinterseite des Pedals nach Fig. 3, Fig. 5 eine Vorderansicht auf ein Pedal
mit einem elektrisch beleuchtbaren Fahrtrichtungsanzeiger, Fig. 6 eine- Unteransicht
auf das Pedal der Fig. 5, Fig. 7 eine Seitenansicht .auf den äußeren Quersteg des
gleichen Pedals.
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Der kurbelseitige Quersteg i und der äußere Quersteg a des gezeichneten
linken Pedals 3 besitzen an ihrer Hinterkante je ein Lagerauge bzw. 5 für die Schwenkwelle
6, an ader der Schwenkkörper 7 uridrehbar befestigt ist. Der Schwenkkörper kann
aus einem flachen Metallstreifen von einer der Größe des hinteren Fußauflageteiles
8 vom Pedal etwa entsprechenden Rechtecksform gefertigt sein. Am Schwenkkörper 7
sind Rückstrahler 9 vorzugsweise aus rotgefärbtem Glas befestigt, die in der ausgeschwenkten
Stellung des Anzeigers (Fig. 3, q.) der hinter dem Fahrrad liegenden Fahrbahn zugewendet
sind. In der beigeklappten Stellung befindet sich ,der Schwenkkörper 7 unter dem
Fußauflageteil B. An dem aus dem Quersteg i herausragenden Ende io der Schwenkwelle
6 ist urdrehbar auf ihr der Exzenter ii befestigt, an dem bei i-- der Trethebel
13 angelenkt ist. Dessen freies Ende 14 überragt zwischen Tretkurbel und Pedalsteg
i den vorderen Fußauflageteil. 15, wenn der Schwenkkörper beigeklappt ist (Fig.
i).
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Der Trethebel 13 besitzt eine Steuerkulisse 16. Ihre Lenkung wird
über den am Quersteg i als Kulissenstein befestigten Schraubbolzen 17 bewirkt, wenn
das Hebelende 13 von der Fußspitze niedergetreten wird (Fig.3, q.). Hierbei vollführt
der Schwenkkörper einen Drehwinkel von etwa 9o°, während der des Trethebels wesentlich
geringer ist.
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Die Rückkehr von Trethebel und Schwenkkörper in die beigeklappte Ruhestellung
vom Anzeiger bewirkt die Feder 18, deren eines Ende 18' am Lagerauge q. und deren
anderes Ende 18" sich am Exzenter i i abstützen. Die Endpunkte i 9 und ao der Kulissenbahn
a1 dienen als Rastanschläge für den Schraubbolzen 17. Sie bestimmen den Ausschlagwinkel
des Schwenlckörpers.
Der gezeichnete Fahrtrichtungsanzeiger ist
mit spiegelbildlicher Ausführung vom gezeichneten Trethebel auch an einem rechten
Pedal montierbar. Die Pedale können an ihren Fußauflageteilen gelbe Rückstrahler
aufweisen. Erforderlich ist das aber zur Deutung des vom Anzeiger gegebenen Zeichens
nicht, denn da für jedes Fahr- und Motorrad ein rückwärtiges Schlußlicht vorgeschrieben
ist, ist in jedem Fall auch bei Dunkelheit erkennbar, welche Änderung der Fahrtrichtung
durch den neuen Fahrtrichtungsanzeiger bei seinem Sichtbarwerden an der linken oder
rechten Seite der Radmitte beabsichtigt ist.
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Das durch die Fig.5 bis 7 dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung
zeigt wiederum ein linksseitiges Pedal unter dessen hinterem Fußauflageteil 8 der
mit Rückstrahler 9 ausgerüstete Schwenkkörper 7 an der Schwenkwelle 6 befestigt
ist.
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Hinter jedem der auf Schwenkkörperlänge verteilten zwei Rückstrahler
9 ist eine elektrische Glühlampe 22 auswechselbar in eine einsteckbare Fassung 23
eingeschraubt, deren Lichtstrahlen die Rückstrahler durchdringen können. Die Trockenbatterie
24 für die Glühlampen wird von einem Klemmbügelhalter 25, der unter dem vorderen
Fußauflageteil 15 an den Querstegen i und 2 mittels des Schraubbolzen
17 bzw. 26 befestigt ist, getragen. Der Halter 25 besitzt am kurbelseitigen
Ende die Kontaktzunge 27 und am äußeren Ende die Haltezunge 28 für den gegenüber
Masse isolierten Federkontakt 29. An diesen ist die isolierte, zum Unterbrecher
30 führende Leitung 31 angeschlossen. Der Unterbrecher 3o ist ebenfalls isoliert
am Quersteg 2 nahe der Schwenkwelle 6 befestigt. Die Schwenkwelle trägt einen auf
einem exzentrischen Isolierstück 32 aufgebrachten Kontaktring 33, der nur bei ausgeschwenktem
Schwenkkörper die federnde Zunge 34 des Unterbrechers 3o stromleitend berührt. An
den Kontaktring 33 sind die isolierten Stromzuführungen 35, 36 für die zentralen,
Innenpole der Lampen 22 angeschlossen. Deren Außenpole haben über die Fassungen
23 Masseschluß mit der Kontaktzunge 27.
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Wird der Trethebel 13 niedergetreten, so schwenkt der Schwenkkörper
7 des Anzeigers in seine vertikale Anzeigestellung, und zugleich leuchten in jedem
Falle die Rückstrahler auf.