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Fahrtrichtungsanzeiger für mit Tretkurbeln versehene Fahrzeuge Die
Erfindung bezieht sich auf einen Fahrtrichtungsanzeiger für mit Tretkurbeln versehene
Fahrzeuge, wie Fahr- und Motorräder, bestehend aus einem unter der Tretkurbelfußauflage
meinem Gehäuse gelagerten Winkarm, der durch ein in Reichweite des Fußes angeordnetes
Verstellglied über die seitliche Außenkante des Fußauflagegestelles herausbewegt
werden kann.
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Es ist bekannt, Verkehrszeichen, wie z. B. Rückstrahler, an bzw. unter
den Fußauflagestellen von Fahrrädern anzubringen und damit winkende Bewegunge% hervorzurufen.
Man hat aber auch schon einen Fahrtrichtungsanzeiger der oben erläuterten Art vorgeschlagen,
der zu der Gattung von Richtungsanzeigern gehört, die .einen in einem Gehäuse untergebrachten
und durch Federwirkung seitlich in die Gebrauchsstellung herausschiebbaren Weiserarm
haben.
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Ein durch Federwirkung axial verschiebbarer Winkarm bedarf schon bei
Anordnung in einem ortsfesten Gehäuse einer Führung an -wenigstens zwei Stellen,
damit der Arm sich nicht so verlagern kann, daß seine axialen Bewegungen leiden.
Die Führungsfäch,en müssen auch möglichst breit sein, damit sie den Winkarm in vollständig
herausgeschobener Stellung noch waagerecht halten. Die Abhängigkeit von der Führung
ist aber besonders groß, wenn das Wimkarmgehäuse nicht ortsfest ist, sondern mit
dem Fußauflagegestell der Tretkurbel umläuft. Spielräume können für die Führungen
nicht
zugelassen werden, weil sonst die. Gefahr des Eckeins des
Winkarmes und des Versagens der Feder besteht und auch das Zurückschieben erschwert
oder verhindert werden kann.
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Die Mängel lassen sich durch gute Schmierung der den Winkarm führenden
Flächen abschwächen. aber eine gute Schmierung ist nur schwer oder nicht erreichbar.
Es genügt nicht, an den zur Führung vorgesehenen Flächen eine ölhaut zii haben,
sondern eine solche muß sich an der ganzen Innenfläche des Winharmgehäuses, vom
Federraum ahgesehen, und auf der ganzen Umfläche des Winkarmes befinden. Der f@,inkarm
wird aber im ausgefahrenen Zustande jedesmal durch Straßenstaub usw. verunreinigt,
woran eine einwandfreie Schmierung scheitert.
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Ein weiterer Mangel des unter Federwirkung heraus:schiebbaren Winkarmes
besteht darin, daß die Feder notwendig am inneren Ende des Fußauflagegestelles sitzen
muß. Das zwingt dazu, das Verstellglied zum Herausbewegen des Winkarmes, d. h. zum
Entsperren der Feder, ebenfalls an denn inneren Ende des Fußauflagegestelles anzuordnen.
Das Verstellglied ist infolgedessen schwer mit dem Fuß erreichbar und läßt sich,
da es seitlich bewegt werden muß, -nicht bequem bedienen. Das Zurückschieben des
Winkarmes in seine Ruhelage ist besonders schwierig, -,,weil man den Fuß vom Auflagegestell
herunternehmen, neben das Fußauflagegestell bringen und den Winkarm durch seitlichen
Druck mit dem >Fuß zurückbewegen muß.
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Die Mängel werden gemäß der Erfindung dadurch völlig behoben, daß
der Winkarm unter dem Fußauflagegestell, z. B. hinter der Achse des Kurbelzapfens,
in einer zur waagerechten Mittelebene des Gestelles parallelen Ebene schwenkbar
angeordnet ist. An die Stelle der axialen Verschiebung des Winkarmes tritt dessen
Verschwenkung, und zwar um i 8o- aus seiner Ruhelage in seine Anzeigestellung. Damit
ist die Abhängigkeit von einer zum Herausschieb.en des -Winkarmes dienenden Druckfeder,
auf der die bisherigen Mängel beruhen, restlos beseitigt; denn für die Schwenkung
ist nur ein Drehlager nötig, das leicht geschmiert werden kann und dessen ölflächen
der Verschmutzung nicht ausgesetzt sind.
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Das Winkarmgehäuse gestaltet sich :erfi:ndungsgemäß außerordentlich
einfach. Es ist an dien beiden Seitenschilden des Fußauflagegestelles aufgehängt
und hat z. B. einen U-förmigen Querschnitt. Zur H:erbeiführung der Schwenkung trägt
das Gehäuse gemäß der Erfindung an dem am äußeren Seitenschild des Fußauflagegestelles
be--festigten Ende einen den Winkarm von oben nach unten durchgreifenden und axial
verschiebbaren federnden Bolzen, der ein steiles Gewindegangstück aufweist, in das
ein im Winkarm sitzender Stift eingreift.
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Für eine Schwenkung des Winkarmes um i 8o- muß der federnde Bolzen
einen halben Gewindegang aufweisen, und um die Höhe des halben Gewindeganges ist
der gewöhnlich durch eine Schraubenfeder in seiner höchsten Lage gehaltene Bolzen
axial verschiebbar. Der als Verstellglied dienende Bolzen befindet sich an dem äußeren
Seitenschild des Fußauflagegestelles, läßt sich daher sehr bequem mit dem Fuß erreichen,
ohne daß dieser von dem Fußauflagegestell weggenommen zu «>erden braucht. Die Betätigung
besteht nicht in einer Seitwärtsbewegung, sondern auf einfache Weise in einem Niedertreten
des Bolzens um einen kleinen Betrag. Um den Winkarm in seine Ruhelage zurückzubringen,
hat man nur den federnden Bolzen wieder loszulassen.
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Gemäß der Erfindung kann der Winkarm über seine Schwenkachse hinaus
verlängert sein und an dem kurzen Verlänb@-rungsarnn einen doppelseitigen Rückstrahler
tragen. Dabei kann das Gehäuse des Winkarmes an der Aufnahmestelle für den Rückstrahler
durchbrochen und aufgeiveitet sein. Die Vereinigung des Winkarmes mit einem ebenfalls
schwenkbaren Rückstrahler bietet den Vorteil, daß letzterer der Sicht im wesentlichen
entzogen ist, während der Winkarm benutzt wird, und frei liegt, also besser als
bisher sichtbar ist, während der Winkarm sich in seiner Ruhelage befindet.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
Es zeigen die Fig. i bis 3 das Fußauflagegestell einer Tretkurbel mit der neuen
Vorrichtung in Aufriß, Grundriß und Seitenansicht.
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In der Fi.g. i ist der Winkarm e ausgeschwenkt, dagegen in den Fig.
2 und 3 eingeschwenkt.
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Der Winkarm .e ist unterhalb des Fußauflagegestelles c-c'-c" (Gummitritte
c, Seitenschilde e' und c") angeordnet, und zwar z. B. hinter dem Kurbelzapfen b'
der Tretkurbel b. Gemäß dem halbkreisförmigen Pfeil läßt der Winkarm e sich aus
der in Fig. z angegebenen Ruhelage in die Fahrtrichtungsanzeigestellung nach Fig.
i hineinschwenken. Die Schwenkebene ist der waagerechten Mittelebene des Gestelles
c-c'-c" parallel.
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Das an den beiden Seitenschilden c' und c" dies Fußauflagegestelles
aufgehängte '*vVinkarmgehäuse :d' hat im Beispiel einen U-förinige:n Querschnitt
und ragt bei der in Fig. z mit vollen Linien gezeichneten Ausführungsform
über
den äußeren Seitenschild c' hinaus. An diesem Ende trägt das Gehäuse d einen axial
verschiebbaren undrehbaren Bolzen f, der den Winkarm e von oben nach unten durchgreift
und von einer Feder i gewäbnhch in seiner höchsten (in Fig. i strichpunktiert angedeuteten)
Lage gehalten wird. Der Bolzen f hat innerhalb des Winkarmes e ein steiles Gewindegangstück,
z. B. einen halben Gang g zum Schwenken um 18o°, und in ,dieses Gewindestück greift
ein im Winkarme befestigter Stift h.
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Fig. 3 zeigt den Schwenkbolzen i, t in seiner Ruhelage. Um
ihn in die Lage nach Fig. i niederzutreten, verschiebt man den leicht schräg nach
oben gestellten Fuß etwas nach außen und stellt ihn wieder waagerecht. Wenn die
Kurve durchfahren ist, schiebt man den Fuß wieder ganz auf die Tretgummi c zurück.
Die Feder i hebt dann den Bolzen f, und dieser legt den Winkarm @e in die Lage nach
Fig. 2 zurück.
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Durch strichpunktierte Linien ist in Fig. 2 auch .ein Ausführungsbeispiel
angedeutet,. bei dem das Wimkarmgehäuse d den äußeren Seitenschild c' nicht überragt.
Der Bolzen i, f sitzt dann auf der Innenseite des Schildes c', jedoch treten
an dem übrigen Aufbau und an der Wirkungsweise keine Änderungen ein. Der Winkarme
kann beliebig eingerichtet sein. Im Beispiel hat er eine von :einer Stabzelle h
gespeiste Glühlampe j. Statt dessen kann auch die Winkarmspitze m aus rot rückstrahlendem
Werkstoff bestehen.
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Wie *insbesondere aus Fig. i ersichtlich, kann :der Winkarm e über
den Schwenkbolzen i, f hinaus verlängert sein und an dem kurzen Verlängerungsarme'
einen doppelseitigen Rückstrahler n tragen. Er liegt unter der Tretkurbel, wenn
der Winkarm e ausgeschwenkt ist, und liegt frei seitlich neben der Tretkurbel, wenn
der Winkarm e eingeschwenkt ist. Das Gehäuse d des Winkarmes @e kann an der Aufnahmestelle
o für den Rückstrahlern durchbrochen und aufgeweitet sein.