DE897545C - Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern des Zirkons, Thoriums, Titans oder Urans - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern des Zirkons, Thoriums, Titans oder Urans

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DE897545C
DE897545C DEL3878D DEL0003878D DE897545C DE 897545 C DE897545 C DE 897545C DE L3878 D DEL3878 D DE L3878D DE L0003878 D DEL0003878 D DE L0003878D DE 897545 C DE897545 C DE 897545C
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DE
Germany
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zirconium
thorium
uranium
titanium
production
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Expired
Application number
DEL3878D
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English (en)
Inventor
Wolfgang Dipl-Chem Schirmer
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Alcatel Lucent Deutschland AG
Original Assignee
Standard Elektrik Lorenz AG
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F9/00Making metallic powder or suspensions thereof
    • B22F9/16Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes
    • B22F9/18Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds
    • B22F9/20Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds starting from solid metal compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacture Of Metal Powder And Suspensions Thereof (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren .zur Herstellung von Metallpulvern des Zirkons, Thoriums, Titans oder Urans Die Metalle Zirkon, Thorium, Titan und Uran werden häufig in besonderer Feinheit für technische Aufgaben benötigt. Beispielsweise wird das Zirkon als Gettermaterial in der Hochvakuumtechnik verwendet und findet in Elektronenröhren zum Bedecken von hochbelasteten Anoden als Getter- und Schwärzungsmaterial vielfach Anwendung. Dieses Zirkonpulver muß einer ganzen Reihe besonderer Ansprüche genügen. So muß die chemische Reinheit besonders groß sein, insbesondere muß das Material frei von den verunreinigenden Metallen Blei-, Wismut, Mangan, Magnesium usw, sein, die einen hohen Dampfdruck besitzen. Außerdem ist eine besonders kleine Korngröße erwünscht, der größere Teil soll zumindest unter io ,u liegen. Weiterhin. soll das Metallpulver eine genügende Schwärze aufweisen. Als weitere gute Eigenschaft ist ein möglichst niedriger Oxydgehalt zu fordern.
  • Es ist bekannt, Zirkon durch Reduktion mit Alkalimetall aus Kaliumzirkonfluorid bei hohen Temperaturen herzustellen. Bei der technischen Durchführung dieses Verfahrens können unerwünschte Explosionen auftreten., die meistens durch Natrium-Zirkon-Legierungen und deren Weiterbearbeitung bedingt sind. Außerdem ist es bei diesem Verfahren schwierig, die letzten Reste des Fluorids durch Waschungen zu entfernen. Weiterhin geht bei den Säurewaschungen der Anteil des Zirkons mit feinster Korngröße verloren, da die nicht entfernbaren Mengen Fluorid Fluorwasserstoffsäure bilden und diese die besonders feinen Kornanteile angreift. In bekannter Weise lassen sich diese Nachteile durch ein Verfahren vermeiden, bei dem das Zirkon durch Reduktion aus Zirkonoxyd unter Beimischung von Erdalkalimetallen gewonnen wird. Dabei wird dä,s Zirkonoxyd beispielsweise mit Magnesium bei einer Temperatur von etwa iooo'°,in 2 Stunden reduziert. Es bildet sich dabei ein Zirkonpulver, das eine Korngröße von io bis 30,u aufweist. Dieses Zirkonpulver ist jedoch zum Auftragen auf Elektrodenteile auf Grund des verhältnismäßig groben Kornes nicht geeignet. Es bereitet Schwierigkeiten, einigermaßen haltbare Suspensionen herzustellen, außerdem werden bei dem Auftragen nach dem Spritzverfahren die Düsen der Spritzapparate leicht verstopft. Um aus einem Metallpulver mit verschiedener Korngröße den Anteil mit sehr kleiner Korngröße zu erhalten, ist es bekanntgeworden, das Metallpulver durch Sieben, Windsichten od. dgl. zu trennen.
  • Um ein Metallpulver des Zirkons, Thoriums, Titans oder Urans zu erhalten, das die gestellten Anforderungen ohne besondere Behandlung erfüllt, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, bei der Gewinnung des Metalls aus dem Oxyd durch Reduktion mit Erdalkalimetallen oder Mischungen derselben das Erhitzen und Abkühlen des Reaktionsgutes während der Reduktion besonders schnell durchzuführen, so d'aß die Reaktionsdauer nicht mehr als 2o Minuten beträgt. An Stelle der Erdalkalimetalle können auch pulverisierte Legierungen der Erdalkali- und Alkalimetalle verwendet werden.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren, das im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels noch näher beschrieben wird, wird ein Metallpulver erhalten, das sich durch besondere Feinheit auszeichnet und eine Korngröße besitzt, deren größter Anteil unter 3,u liegt. Auf Grund dieser kleinen Korngröße ist das Metallpulver tiefschwarz; weiterhin ist es weitgehendst frei von Verunreinigungen. Zur Durchführung des Verfahrens werden beispielsweise 5oo g Zirkonoxy.d mit Salzsäure gewaschen, getrocknet und nach dem völligen Entfernen der Säure mit 3oo g Magnesiumpulver größter chemischer Reinheit (Reinheitsgrad 99,8°/a) innig vermischt und in den Reaktionstiegel gefüllt. Der Reaktionstiegel besteht aus einem verschraubbaren Eisengefäß "und' ist so bemessen, daß nach Einfüllung des Reaktionsgutes nur noch ein geringer freier Raum vorhanden ist. Der Tiegel wird dann in einen auf die Reaktionstemperatur von iooo°i vorgeheizten elektrischen Ofen gebracht. Dieser Ofen muß so dimensioniert sein, daß er in der Lage ist, das eingebrachte Reaktionsgut während einer Zeit von etwa i bis 2 Minuten ebenfalls auf die erforderliche Reaktionstemperatur zu bringen. Die eigentliche Reaktionsdauer, während der die Reduktion erfolgt, beträgt hierbei ungefähr 2o Minuten. Nach der Reduktion wird der Eisentiegel aus dem Ofen herausgenommen und durch Abschrecken mit Wasser abgekühlt. Die Abkühlung erfolgt dabei wiederum sehr schnell. Nach öffnung des Tiegels wird das Reaktionsgut mit Salzsäure und Wasser aufgearbeitet, um das bei der Reduktion entstandene Magnesiumoxyd und das restliche Magnesium zu entfernen. Um eine derartig kurze Reduktionsdauer technisch zu erreichen, werden die Reduktionsbestandteile in besonders feinpulverisiertem Zustand und innig gemischt zur Anwendung gebracht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern des Zirkons, Thoriums, Titans oder Urans von besonderer Feinheit aus den Oxyden der betreffenden Metalle durch Reduktion mit Erdalkalimetallen oder Mischungen derselben, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Reduktion das Erhitzen und Abkühlen des Reduktionsgutes besonders schnell erfolgt und die Reaktionsdauer nicht mehr als 2o Minuten beträgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Reduktionsmittel eine Legierung aus Erdalkali- und Alkalimetallen dient.
DEL3878D 1944-07-05 1944-07-05 Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern des Zirkons, Thoriums, Titans oder Urans Expired DE897545C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1102415B (de) * 1957-05-20 1961-03-16 Commissariat Energie Atomique Vorrichtung zur Herstellung pulverfoermigen Urans oder Thoriums
DE1124248B (de) * 1956-11-05 1962-02-22 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zur Reduktion von Oxyden stark reaktionsfaehiger Metalle

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1124248B (de) * 1956-11-05 1962-02-22 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zur Reduktion von Oxyden stark reaktionsfaehiger Metalle
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