DE894114C - Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen des 4, 4'-Diaminostilbens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen des 4, 4'-Diaminostilbens

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DE894114C
DE894114C DED4501D DED0004501D DE894114C DE 894114 C DE894114 C DE 894114C DE D4501 D DED4501 D DE D4501D DE D0004501 D DED0004501 D DE D0004501D DE 894114 C DE894114 C DE 894114C
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DE
Germany
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aryl
diaminostilbene
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parts
aliphatic
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Expired
Application number
DED4501D
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English (en)
Inventor
Heinz-Joachim Dr Engelbrecht
Winfried Dr Hentrich
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Deutsche Hydrierwerke AG
Original Assignee
Deutsche Hydrierwerke AG
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/48Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups having nitrogen atoms of sulfonamide groups further bound to another hetero atom

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Abkömmlingen des 4, 4'-Diaminostilbens Nach dem Verfahren des Patents 855 7o6 gelangt man zu Substitutionsprodukten des .4, 4.'.-Diaminostilbens von der allgemeinen Formel in der R einen Kohlenwasserstoffrest der aliphatischen, cy cloaliphatischen, aromatischen oder aliphatischaromatischen Reihe bedeutet. Es handelt sich dabei beispielsweise um das 4, 4'-Diaminostilben-2, 2'-di-(sulfon-rnethylsulfon-imid) oder andere 4, 4'-Diaminostilben-2, 2'-di-(sulfon-alkylsulfon-imide), das 4, 4'-Diaminostilben-2, 2'-di-(sulfon-phenylsulfon-imid) und andere 4, 4'-Diaminostilben-2, 2'-di-(sulfon-arylsulfonimide).
  • Es wurde nun gefunden, daß man, ausgehend von diesen Disulfonimidreste enthaltenden 4, 4'-Diaminostilbenen, zu einer neuen Verbindungsgruppe mit wertvollen technischen Eigenschaften gelangt, wenn man die Aminostilbene mit acylierenden Mitteln behandelt, die aromatische Reste enthalten und bei der Acylierung die Aminogruppen in entsprechend substituierte Carbonamid-, Urethan-, Harnstoff-, Thioharnstoff- oder Guanidingruppen überführen. In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens kann man auch solche acylierenden Mittel der genannten Art verwenden, welche aromatisch gebundene Nitrogruppen enthalten, kann diese im Acylierungsprodukt zu Aminogruppen reduzieren und dann die erhaltene Aminoverbindung erneut mit acylierenden Mitteln behandeln.
  • Die auf diesem Wege erhältlichen Verbindungen sind vor allem in Form ihrer Salze mit Alkali, Ammoniak oder organischen Aminen wasserlöslich und besitzen die Eigenschaft, ultraviolette Strahlen zu absorbieren, so daß man sie beispielsweise Verpakkungsmaterialien, wie Papier, Pappe, Holzwolle, Holzmehl, Spänen, Bändern oder Folien aus Cellulosederivaten, Gelatine oder Kunstharzen bzw. -massen zusetzen kann. Man kann-diese Verpackungsmaterialien dann für lichtempfindliche Nahrungsmittel oder andere Gebrauchsgüter verwenden, um sie vor schädlichen Lichteinflüssen zu schützen.
  • Als acylierende Mittel kommen für das Verfahren Arylcarbonsäuren und besonders ihre funktionellen Derivate, wie Halogenide, Anhydride, Ester u. dgl., ferner Chlorkohlensäurearylester, Arylcarbamidsäurechloride, Aryliso- und -isothiocyanate oder Carbodiarylimide in Betracht. Beispielsweise sind hierfür zu nennen: Benzoesäurechlorid, Benzoesäureanhydrid, Naphthoesäurechloride, Diphenylcarbonsäurechloride, Isatosäureanhydrid, Anthrachinon - ? - carbonsäurechlorid, Zimtsäurechlorid, Chlorkohlensäure-phenylester, Diphenyl-carbamidsäurechlorid, Phenyliso- und -isothiocyanate, Carbodiphenylimid, ihre Homologen und ihre Kernsubstitutionsprodukte.
  • Die Einwirkung der acylierenden Mittel erfolgt nach an sich bekannten Methoden. Man kann z. B. in wäßrigem Medium arbeiten in Gegenwart säurebindender Mittel, wie z. B. Natriumacetat, Natriumbicarbonat, Calciumcarbonat u. dgl. Gegebenenfalls kann man die Umsetzung auch in organischen Verdünnungsmitteln, wie z. B. Benzol, Toluol, Chlorbenzol, Pyridin usw., vor sich gehen lassen. Als Lösungsmittel, die gleichzeitig säurebindend wirken, können Pyridin, Chinolin, Dimethylanilin oder andere geeignete Tertiärbasen verwendet werden.
  • Die erhaltenen Acylierungsprodukte werden entweder in Form ihrer Imidsalze, z. B. in Form ihrer Natriumverbindungen, oder auch als freie Imidverbindungen, isoliert. Die freien Imidverbindungen eignen sich zur Reindarstellung, weil sie meist gut kristallisierbar sind.
  • Nach einer Ausführungsform des Verfahrens kann man auch solche acylierende Mittel verwenden, die aromatisch gebundene Nitrogruppen enthalten, wie z. B. 3-Nitrobenzöesäurechlorid, 3-Nitrobenzoesäureanhydrid, Nitronaphthoesäurehalogenide, q.'-Nitrodiphenyl-q.-carbonsäurechlorid, 3- oder 4-Nitrophenylisocyanat u. dgl. Die Umsetzung erfolgt hier in der gleichen Weise wie oben beschrieben. Im Anschluß daran werden im Acylierungsprodukt die Nitrogrüppen nach bekannten Verfahren zu Aminogruppen reduziert, wobei man zu den entsprechenden Aminoverbindungen gelangt, die mit Hilfe beliebiger Acylierungsmittel acyliert werden können. Als Acylierungsmittel kann man die vorerwähnten Acylierungsmittel verwenden, aber auch andere bekannte Acylierungsmittel, wie z. B. nieder- oder höhermolekulare aliphatische Carbonsäurechloride, Carbonsäureanhydride, Chlorkohlensäureester von Alkoholen, aliphatische oder cycloaliphatische Isocyanate, Phosgen u. dgl. Durch die Einführung weiterer Acylreste erreicht man eine Vergrößerung des Moleküls und damit ein noch besseres Ziehvermögen der erfindungsgemäßen Verbindungen auf das damit behandelte Material.
  • Zur Erläuterung werden nachstehend die Strukturformeln einiger Verbindungen angegeben, die man nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhalten kann Beispiel i In eine Lösung aus 56,8 Gewichtsteilen der Dinatriumverbindung des 4, 4'-Diaminostilben-2, 2'-di-(sulfon-methvlsulfon-imids) und goo Volumteilen Wasser werden unter Kühlung und Rühren 4o Gewichtsteile i-Naphthoesäurechlorid, in wenig Aceton gelöst, langsam eingetropft. Durch gleichzeitige Zugabe einer io-n-Natronlauge wird dafür gesorgt, daß die Reaktionsmischung ständig schwach alkalisch gehalten wird. Nach Verbrauch von etwa 2o Volumteilen io-n-Natronlauge wird allmählich angeheizt, nachneutralisiert und das entstandene Reaktionsprodukt der Formel durch Behandlung der Reaktionslösung mit Kochsalz ausgesalzen. Es wird in Form eines leicht gelb gefärbten wasserlöslichen Pulvers erhalten, das die Eigenschaft besitzt, ultraviolette Strahlen zu absorbieren. Beispiel 2 65 Gewichtsteile der Dinatriumverbindung des 4, 4'-Diaminostilben-2, 2'-di-(sulfon-butylsulfon-imids) werden in goo Volumteilen Pyridin suspendiert und bei Zimmertemperatur unter gutem Rühren allmählich mit 3o Gewichtsteilen Phenylisocyanat versetzt. Sobald die Temperatur zu steigen aufhört, wird langsam angeheizt und schließlich noch einige Zeit bei etwa ioo° gerührt. Nach dem Abdestillieren des Pyridins wird in Wasser aufgenommen, zum Sieden erhitzt und die erhaltene Lösung filtriert. Durch Aussalzen mit Kochsalz wird ein graubraun gefärbtes wasserlösliches Kondensationsprodukt der Formel erhalten. Die Substanz soll zur Imprägnierung von Verpackungspapier oder -folien verwendet werden. Beispiel 3 In eine Lösung aus 56,8 Gewichtsteilen der Dinatriumverbindung des 4, 4'-Diaminostilben-2, 2'-di-(sulfon-methylsulfon-imids), goo Volumteilen Wasser und 8 Gewichtsteilen Ätznatron wird bei etwa o° allmählich und unter Rühren eine Lösung aus 39 Gewichtsteilen 3-Nitrobenzoylchlorid und 2o Volumteilen Aceton eingetropft. Nachdem noch i Stunde bei Zimmertemperatur nachgerührt war, erwärmt man auf 5o bis 6o°, fügt Sodalösung hinzu, bis bleibend lackmusalkalische Reaktion erreicht ist, und salzt das entstandene Kondensationsprodukt mit Kochsalz aus. Hierauf werden in üblicher Weise die Nitrogruppen mit Eisenspänen in Gegenwart von Essigsäure reduziert. 8o Gewichtsteile des aus der eisenfrei gemachten Reduktionsbrühe erhaltenen Aussalzungsproduktes werden in goo Volumteilen Wasser gelöst, worauf unter gutem Rühren nach Zusatz von 4o Gewichtsteilen kristallisiertem Natriumacetat allmählich 3o Gewichtsteile Benzoylchlorid unter Kühlung eingetragen werden. Zur Beendigung der Reaktion wird kurz erwärmt. Wenn eine Probe nicht mehr diazotierbar ist, wird mit Soda neutralisiert und das erhaltene Endprodukt, welches der Formel entspricht, durch Aussalzen isoliert. Es stellt ein bräunliches, wasserlösliches Pulver dar, das zur Imprägnierung von Papier oder Cellulosefolien Verwendung findet. Die imprägnierten Materialien sind für ultraviolette Strahlen undurchlässig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Abkömmlingen des 4, 4'-Diaminostilbens, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise substituierte 4, 4'-Diaminostilbene der allgemeinen Formel in der R einen aliphatischen, cycloaliphatischen, aromatischen oder aliphatisch-aromatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, a) mit Acylierungsmitteln, welche aromatische Reste enthalten und bei der Acylierung die Aminogruppen in entsprechend substituierte Carbonamid-, Urethan-, Harnstoff-, Thioharnstoff- oder Guanidingruppen überführen, insbesondere mit Arylcarbonsäuren, ihren funktionellen Derivaten, Chlorkohlensäurearylestern, Arylcarbamidsäurechloriden, Aryliso- oder -isothiocyanaten oder Carbodiarylimiden, umsetzt oder b) mit solchen acylierenden Mitteln der obengenannten Art umsetzt, die gleichzeitig aromatisch gebundene Nitrogruppen enthalten, im Acylierungsprodukt die Nitrogruppen zu Aminogruppen reduziert und diese acyliert.
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