DE956043C - Verfahren zur Herstellung von 4, 4'-Dioxy-diphenyl-pyridyl-methanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4, 4'-Dioxy-diphenyl-pyridyl-methanen

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DE956043C
DE956043C DET7244A DET0007244A DE956043C DE 956043 C DE956043 C DE 956043C DE T7244 A DET7244 A DE T7244A DE T0007244 A DET0007244 A DE T0007244A DE 956043 C DE956043 C DE 956043C
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DE
Germany
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pyridyl
diphenyl
dioxy
preparation
methanes
Prior art date
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Expired
Application number
DET7244A
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English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Ernst Seeger
Dipl-Chem Dr August Kottler
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH and Co KG
Original Assignee
Dr Karl Thomae GmbH
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von 4,4'-Dioxy-diphenvl-pyridyl-methanen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 4, 4'-Dioxy-diphenyl-pyridyl-rnethanen oder deren 0-acvlierten bzw. 0-alkylierten Derivat.-n.
  • Es wurde gefunden, daß man 4, 4'-Dioxydiph,enyl-pyridyl-methane oder deren 0-acyl,ierte bzw. 0-alkylierte Derivate in guter Ausbeute erhält, "venn man 4, 4'-Diamino-diphenyl-pyridylmethane, die am Pvridinring durch Alkyl-, Aryl-oder Aralkylreste ;ubstituiert sein können, in an sich bekannter Weise diazotiert und die Diazoniumverbindungen verkocht, Gewünschtenfalls können anschließend die Hydroxylgruppen teilweise oder völlig acyliertoder alkyhert werden.
  • Die als Ausgangsmaterial verwendeten 4, 4#-Diamino-diphenyl-pyridyl-methane können durch Kondensation von Pvridinaldehyden oder Pyridylketonen oder der-en Acetalen oder Bisulfitanlagerungsverbindungen mit Anilin in Gegenwart wassenentziehender Mittel erhalten werden.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen besitzen eine ausgezeichnete laxative Wirkung. Sie unterscheiden sich von den bisher bekannten Ab- führmitteln dadurch, daß sie weder eine (bekanntermaßen für entscheidend gehaltene)*Lactongruppi,erung, wie sie im Phenolphthalein vorliegt, besitzen, noch eine Amidgruppierung, wie sie das Diphenolisatin aufweist, enthalten. Auch von anderen Diphenylrnethand-erivaten, wie sie in dem Buch von H. P. Kaufmann, »Arzneirnittelsynthes,-,«, 1953, S.259 und 2,6o, erwähnt werden, sind die Substanzen durch das Vorhandensein eines Pyridvlrestes, der als solcher bislang in Abführmitteln noch nicht anzutreffen war, unterschieden. Auch in der Wirksamkeit besteht ein wesentlicher Unterschied insofern, als die bisher bekanntgewordenen Diphenyltnethanderivate, nur eine sehr mäßige laxative Wirkung, dagegen beträchtliche Nebenwirkungen besitzen. Es war daher überraschend, daß die neuen Verbindungen neben ihr-er gut-en Verträglichkeit sehr stark wirksam und praktisch atoxisch sind, wobei sie eine spezifische Wirkung auf den Dickdarm zeigen. Die therapeutische Breite beispielsweise des 4, 4#-Diacetoxydiphenyl-pyridyl-(2 - )-methans betrügt 1 : 200; die Wirkdosis für den Menschen liegt mit 5 bis 15 mg besonders günstig.
  • Die Durchführun ' £F des erfin-dungsgemüßen. Verfahrens soll im folgenden an Hand einiger Ausführungsbeispiefe näher erläutert werden. Beispiel i 4, 4'-Dioxy-diphenyl-(pyridyl-:2)-methan 55 9 4"4!-Di-aminch-diphenyl- (pyridyl-2)-methall werden in 1500 CCM 25%#iger Schwefelsäure gelöst, und die Lösung wird zum Sieden erhitzt. Unter lebhaftem Rühren läßt man langsam in die im Sieden gehaltene Lösung 500 ccm einer io%igen Natriumnitritlösung einfließen und setzt das Erhitzen noch einige Zeit fort. Nach derri Abkühlen wir-d'die filtrierte Lösung mit Natronlauge abgestumpft und mit Natriumbicarbonat neutralisiert, wobei sich ein Niederschlag abscheidet, dür abgesaugt und durch Umfällen aus 5%iger Natronlauge mittels verdünnter Salzsäure gereinigt wird.
  • Nach Umkristallisieren aus Methanol erhält man farblose, Kristalle vom F. 254'. Die Ausbeute betrug 35 g.
  • Beispiel 2 4, 4'-Dioxy-diph-enyl-(6-meth,vl-pyridVI-2)-methan Eine Lösung von 5o g 4, 4-Diamino-diphenyl-(6-methyl-pyri-dyl-2)-m-ethan in i5oo ccm 25%ig-er Schwefelsäure wird, wie im Beispiel i angegeben, behandelt. Man erhält nach dem Umkristallisieren aus -'#l#ethanol-Äthan-ol farblose Kristalle vom F. 239'. Die Ausbeute betrug 27 g.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 4, 4'-Dioxydiphenyl-pyridyl-methanen, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise 4, 4'-Diamin-o-diph,enyl-pyridyl-m#ethan"-, die am Pyridinring durch Alkyl-, Aryl- oder Aralkylreste substituiert sein können, diazotiert, die Diazoniumverbindungen verkocht und gegebenenfalls die Hydroxylgruppe#n, der erhaltenen Verbindungen acyliert oder alkyliert werden.
DET7244A 1953-01-13 1953-01-13 Verfahren zur Herstellung von 4, 4'-Dioxy-diphenyl-pyridyl-methanen Expired DE956043C (de)

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