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Absperrvorrichtung für die Zündflamme einer Zentralzündeinrichtung
Die Erfindung betrifft eine Absperrvorrichtung für die Zündflamme einer Zentralzündeinrichtung,
insbesondere von Herden mit einer Düse für den .Austritt des Zündgases.
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Damit die Zündflamme ihrer Aufgabe gerecht wird, muß ihr Gasdurchgang
so gering wie möglich sein. In der Praxis hat sich zu diesem Zweck ein Gasdurchgang
bewährt, der etwa zwischen 5 bis to 1/h liegt. Für die Bemessungen dieser Gasmenge
ist weitgehend der Durchmesser der Austrittsdüse maßgebend, der daher nur einige
Zehntel Millimeter groß sein darf. Aus diesem Grund besteht die Gefahr, daß die
Düsenholirung durch äußere Einflüsse oder durch Absetzungen aus dem Gas verengt
und verstopft wird. Gemäß der Erfindung betätigt zur Behebung dieses Mangels eine
gemeinsame Betätigungsspindel einerseits ein Absperrventil und andererseits eine
Düsennadel, die bei geschlossenem Absperrventil von innen her durch die Düsenöffnung
hindurchtritt. Auf diese Weise sind die beschriebenen Mängel vollständig vermieden,
indem die mit der Betätigungsspindel verbundene Nadel ständig dafür sorgt, d@aß
die Düsenbohrung nicht verstopft oder verengt ist.
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Vorzugsweise ist die Betätigungsspindel zusätzlich mit einem Ventilkegel
versehen, der sich bei geöffnetem Absperrventil gegen einen Ventilsitz des Gehäuses
legt. Es sind demgemäß zwei Ventile vorhanden, von denen das eine als Absperrventil
be
zeichnete Ventil dazu dient, den Zutritt des Gases zu der Düse
abzusperren. Das aridere Ventil, das im nachfolgenden auch als Öffnungsventil bezeichnet
wird, dient nur dazu, bei geöffnetem Absperrventil den Kanal zur Verbindung seiner
Durchtrittsöffnung mit der Düse nach außen hin abzusperren, so daß die Betätigungsspindel
nicht nach außen hin abgedichtet zu werden braucht.
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Es empfiehlt sich hierbei, die Bewegungsachse des Absperrventils winklig
zu der Achse der Betätigungsspindel anzuordnen. Hierdurch ist es besonders leicht
möglich, die Zündflamme in der günstigsten Lage an den Enden der Überzündrohre für
die einzelnen Brennstellen anzuordnen und ein gutes Überzünden zu gewährleisten.
Außerdem ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung der bewegliche
Teil des Absperrventils als Kugel, insbesondere aus nicht rostendem Stahl ausgebildet,
die zwecks Schließung des Absperrventils durch die Betätigungsspindel auf seinen
Sitz gedrückt wird. Auf diese Weise steht die Kugel ohne feste mechanische Anlenkung
zu der Betätigungsspindel. Neben dem Sitz des Absperrventils ist zweckmäßigerweise
eine nach unten geneigte Fläche angeordnet. Dadurch wird erreicht, daß bei geöffnetem
Absperrventil die Kugel unter dem Einfluß ihres Gewichts und durch den Druck des
Strömungsmittels von dem Ventilsitz wegrollt und auf diese Weise das Absperrventil
öffnet. Die Betätigungsspindel braucht also nur in Richtung der Schließbewegung
auf das Absperrventil zu wirken. Die Öffnungsbewegung erfolgt selbsttätig durch
das Gewicht der Kugel.
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Dieser Gedanke wird am einfachsten dadurch ausgeführt, daß der Ventilsitz
senkrecht angeordnet ist, während die Achse der Betätigungsspindel geneigt sowohl
zu der Senkrechten als auch zu der Waagerechten angeordnet ist. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform beispielsweise ist die Betätigungsspindel um 30° gegenüber der Waagerechten
geneigt angeordnet. Der Gaszutrittskanal selbst kann dann vorzugsweise senkrecht
angeordnet sein, indem an seinem Ende ein waagerechter Kanal vorgesehen ist, der
in den Ventilsitz für das Absperrventil mündet. Das Absperrventil selbst benötigt
keine Zwischenstellungen, sondern braucht nur voll geöffnet und voll geschlossen
werden. Aus diesem Grund wird erfindungsgemäß die Betätigungsspindel mittels einer
federnden Schnappvorrichtung zwischen diesen beiden Endstellungen bewegt. Diese
Schnappvorrichtung besteht vorzugsweise aus zwei in einer Fläche gekrümmten Federdrähten,
die sich einerseits in dem Ventilgehäuse und andererseits auf -der Betätigungsspindel
abstützen.
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Weitere Verbesserungen und zweckmäßige Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes
sind an Hand der Abbildung beschrieben, in der vereinfacht ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung im Schnitt dargestellt ist.
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Mit i ist das Zündventilgehäuse z. B. aus Aluminiumkokillenguß bezeichnet,
das in bekannter Weise durch eine Flanschverbindung auf ein nicht gezeigtes Gaszuleitungsrohr
geklemmt ist. Im Ventilgehäuse -i ist ein Ventilsitz 2 eingegossen, der in der Darstellung
als Scheibe ausgebildet, aber auch als Hülse ausgeführt sein kann. Das Material
für diese Scheibe 2 ist wärme- und korrosionsbeständig. Vorzugsweise besteht die
Scheibe aus nichtrostendem Stahl.
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Mit,dem Ventilsitz 2 arbeitet eine Ventilkugel 3 aus gehärtetem, rostbeständigem
Material zusammen. Das Innere des Ventilgehäuses ist durch einen Gewindenippel4verschlossen,
in dem zwei 5-förmig gebogene Springfedern 5 gelagert sind, die sich einerseits
in entsprechenden Aussparungen des Nippels 4 und andererseits in einer Ausdrehung
6 einer Betätigungsspindel ? abstützen. Nach außen hin sind die Springfedern 5 durch
ein Deckblech 8 abgeschlossen. Fest mit der Betätigungsspindel 7 ist ein Ventilkegel
9 verbunden, der mit einem entsprechenden Sitz 21 auf der Innenseite des Gewindenippels
4 die Abdichtung des Zündventils im geöffneten Zustand nach außen bewirkt. Unmittelbar
neben dem Ventilkegel 9 ist eine Tellerscheibe ioangeordnet, -die bei hineirigedrückterBetätigungsspirxdel
7 die Ventilkugel 3 auf ihren Ventilsitz 2 drückt.
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Die Betätigungsspindel 7 ist einerseits durch den Gewindenippel 4
und die beiden Schnappfedern 5 geführt. Eine zweite Führungsstelle ist bei i i vorgesehen;
hinter dieser Führungsstelle ist die Betätigungsspindel zu dem Nadelhalter 12 verjüngt.
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Die Teile 7, 9, @10, i i und 12 können aus einem Drehteil hergestellt
werden. Da es jedoch zweckmäßig ist, den Ventilkegel 9 und/oder die Tellerscheibe
io aus korrosionsbeständigem Material anzufertigen, werden diese Teile als Scheibe
ausgebildet und durch eine nicht dargestellte Gewindeverschraubung zwischen der
Betätigungsspindel 7 und dem Nadelhalter 12 etwa in dem Bereich der Tellerscheibe
io verschraubt.
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Die Ausströmöffnung 14 des Zündventilgehäuses ist in einer Zünddüse
20 vorgesehen, die aus Keramik, insbesondere Steatit oder gebranntem Speckstein,
hergestellt und in einem Düsenhalter 13, beispielsweise aus :Messing, z. B. durch
Verschraubung, befestigt ist, der wiederum mit dem Ventilgehäuse i verschraubt ist.
Auf diese Weise wird vermieden, daß irgendwelche Absetzungen in oder in der Nähe
der Ausströrnöffnung 14 das Material angreifen, in das die Öffnung hineingearbeitet
ist. Durch die Düsenöffnung 14 kann eine Nadel 15 hindurchtreten, die fest mit dem
Nadelhalter 12. insbesondere durch Lötung, verbunden ist. Falls der Ventilkegel
9 und die Tellerscheibe iti aus getrennten Stücken hergestellt sind, die nachträglich
mit der Betätigungsspindel? verschraubt werden, kann gleichzeitig mit dem Einlöten
der Nadel 15 auch das Schraubstück, das die Tellerscheibe io und den Ventilkegel
9 ,bildet, mit der Betätigungsspindel 7 verlötet werden.
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In der gezeigten Stellung ist die Betätigungsspindel 7 vorgeschoben,
wodurch der Ventilkegel 9 von seinem Sitz 21 wegbewegt worden ist. Die Ventilkugel
3 wird durch die Tellerscheibe io auf ihren Sitz 2 gedrückt. In der anderen Endstellung
der
Spindel 7 wird der Kegel 9 gegen den Sitz 21 gedrückt. Die Tellerscheibe
io hat sich von der Kugel 3 wegbewegt, so daß die Kugel nunmehr die geneigte Fläche
16 hinabzurollen vermag, so daß das Absperrventil geöffnet ist und das Gas durch
den Kanal 17 in den Raum i8 eintreten kann. Von hier aus tritt das Gas an der Führung
vi vorbei durch einen nicht gezeigten Kanal zu dem Ringraum i9 und von hier aus
durch die Düsenbohrung 14 ins Freie. In dieser geöffneten Stellung ist die Düsennadel
15 aus der Bohrung 14 herausgezogen.
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Um das Ventil zu schließen, braucht nur die Bet äti-uiicsspiiidel
unter Cberwindung der Spannung b n der S-förmigen Federn 5 hineingestoßen
zu werden. Die Tellerscheibe io drückt nunmehr die Ventilkugel 3 auf ihren Sitz
2, wodurch der Zutritt des Gases abgesperrt wird. Gleichzeitig tritt, wie gezeigt,
die Nadel 15 in die Düsenbohrung 14 hinein und verhindert hierdurch zwangsläufig
eine Verstopfung dieser Bohrung oder reinigt diese von sich evtl. bildenden .'11isetzungen.