DE32480C - Gasdruckregulator - Google Patents
GasdruckregulatorInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D16/00—Control of fluid pressure
- G05D16/14—Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power
- G05D16/18—Control of fluid pressure with auxiliary non-electric power derived from an external source
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 26: Gas-Bereitung und -Beleuchtung.
J. H. HAYES in LONDON. Gasdruck-Regulator.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. November 1884 ab.
Der betreifende Regulator gehört zu derjenigen Art, bei welcher die erstrebte Regulirung
vermittelst einer abgeschlossenen Kammer erreicht wird, in welche das Gas oder sonstige
Fluidum von dem Zuleitungsrohr eingelassen wird und aus welcher Kammer dasselbe bei
jedem Druck in stets gleichmäfsiger Menge entweicht.
Als Beispiel des zu regulirenden Fluidums sei Leuchtgas angenommen, dessen Zuflufs zu
den Brennern oder Gasmessern regulirt werden soll.
Die bisherigen Regulatoren der erwähnten Art, deren Verbesserung Zweck dieser Erfindung
ist, sind so construirt, dafs die genannte abgeschlossene Kammer aus dem zwischen
zwei concentrischen Rohren liegenden Raum besteht.
Das innere Rohr ist mit der Zuführung in Verbindung; in diesem Rohr wird das einströmende
Gas abgeschlossen, und zwar befinden sich oberhalb und unterhalb der Abschlufsstelle
Oeffnungen, welche in den das innere Rohr umgebenden Raum einführen.
Durch einen Hebel wird die Oeffnung und der Schlufs dieser Ein- und Ausströmungsöffnungen bewirkt.
Die Bewegung des genannten Hebels ist aber abhängig von dem stets wechselnden
Druck in der Zuleitung, der Kammer und dem zu den Brennern führenden Ausströmungsrohr. Die erwähnte Hebelbewegung ist nun
eine solche, dafs die Kammer abwechselnd von der Communication mit dem Zuleitungsrohr und dem Ausströmungsrohr abgeschlossen
wird, so dafs zeitweilig die Zuströmung des Gases zu der Kammer ganz abgeschlossen ist
und nur eine unterbrochene Speisung stattfindet.
Diese Anordnung erfordert, wenn sie als Regulator gute Dienste leisten soll, dafs der
zum Schliefsen der Zuleitung dienende Theil sofort nach jedem Schlufs wieder gehoben
wird, um die Einströmungsöffnung frei zu lassen. Es ist aber ein Fehler bei den Regulatoren
dieser Art, dafs bei niederem Druck und wegen desselben die Einströmungsöffnung noch geschlossen bleibt und hierdurch nicht
die genügende Gasmenge zu den Brennern gelangen kann.
Dieser Uebelstand ist bei dem vorliegenden Regulator dadurch vermieden, dafs die Einströmungsöffnung
des Apparates s_tets geöffnet bleibt, und dafs zwischen der Einströmungsöffnung und Ausströmungsöffnung keine Regulirkammer
angebracht ist, welche zeitweise von der Verbindung mit der Zuleitung abgeschlossen
ist.
Die regulirenden Theile sind bei diesem Regulator so angeordnet, dafs sie nur in beschränktem
. Mafse die Ausströmungsöffnung nach den Brennern hin reguliren, während die Verbindung mit dem Zuführungsrohr gar nicht
beeinflufst wird.
Die Erfindung besteht ebenfalls in der Anordnung an dem neuen, sowie an Regulatoren
jeder Art von verstellbaren, doppelten Drähten, welche entweder bei starkem oder schwachem
Gasdruck gebraucht werden, so dafs es mit Hülfe derselben möglich ist, nur eine bestimmte,
genau abgemessene Gasmenge in der Zeiteinheit nach den Brennern durch den Apparat gehen zu lassen.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Druckregulator dargestellt, und zwar in:
Fig. ι und 2 im Verticalschnitt und Aufrifs.
Fig. 3 zeigt die Regulirvorrichtung im Verticalschnitt
und Aufrifs an einem der bisher gebräuchlichen gröfseren Druckregulatoren für
Gasmesser angebracht.
Der. Regulator ist in einem Rohr 1, welches in das Einströmuiigsrohr eingeschaltet ist, eingeschlossen.
In diesem Rohr ist ein herausnehmbarer Behälter 2 eingesetzt; letzteres trägt
den beweglichen Theil des Regulators oder den Regulirhebel 3, ebenso wie die zum Adjustiren
dieses Hebels bestimmten Regulirdrähte 14 und ι 5. Der Behälter hat eine Ausströmungsöffnung 4 und wird in das Rohr 1 eingeschraubt
oder auf sonstige Weise befestigt.
Fig. 3 zeigt die Anordnung des Regulators in einem der älteren, zu demselben Zwecke
gebrauchten Apparate mit innerem und äufserem Rohr 5 und 6, der oberen und unteren Verschlufskappe
7 und 8 und einer zwischen beiden liegenden Regulirkammer 9.
Bei dem Regulator Fig. 1 und 2, ebenso
wie bei dem Regulator Fig. 3, sind die vorspringenden Enden 10 und 11 mit Gewinde
versehen zum Anschrauben an die Leitung einerseits und den Brenner andererseits.
3 ist die adjustirbare Vorrichtung, welche
nur die Ausströmungsöffnung controlirt; dieselbe besteht aus einem mit dem Ventil 13
versehenen drehbaren Hebel, der ein verstellbares Gegengewicht 16 trägt. Die Drehachse
dieses Hebels ist an der Kammer 2 befestigt, und die Gröfse der Bewegung desselben wird
nach Belieben vermittelst . der verstellbaren Drähte 14 und 15 regulirt, wie später beschrieben
wird.
Das Ventil 13 ist konisch, d.h. nach dem
Innern der Kammer 2 verjüngt, so dafs es, je nach seiner, Stellung, die Oeffnung 4 für das
ausströmende Gas mehr oder weniger verengt. Es ist auf seiner äufseren Seite becherförmig
ausgehöhlt, damit der Druck des zuströmenden Gases besser auf das Ventil einwirkt.
Statt eines verstellbaren Gegengewichtes am unteren Ende des Hebels 3 läfst sich auch
eine Feder oder ein anderes Mittel an demselben anbringen, wodurch die Ausströmungsöffnung 4 offen gehalten wird, so lange der
Apparat nicht in Betrieb ist, und durch welches Mittel das Ventil sofort geöffnet wird,
wenn der Druck nachläfst. Dieses Mittel in Combination mit den auf den Hebel wirkenden
Drähten 14 und 1 5 machen das Spiel des
•Hebels aufserordentlich wirksam in Bezug auf die Regulirung der Gasausströmung.
Die genannten Regulirdrähte sind mit konischen Muttern versehen, welche in der Wand
der Kammer 2 eingeschraubt sind. Diese Muttern sind von der Klappe 7 überdeckt, um
zu verhindern, dafs dieselben unberufener Weise verstellt werden.
Dieselben können jedoch auch in irgend einem anderen entsprechenden Theil des Apparates
angebracht sein. Die Muttern sind auf der Zeichnung vierkantig, so dafs die Drähte
gedreht und in die gewünschte Stellung zu dem Hebel 3 gebracht werden können, wodurch
eine äufserst genaue Regulirung der Hebelbewegung möglich ist.
Strömt das Gas unter hohem Druck durch die Leitung, so dient der Draht 14 zum Reguliren
der Hebelbewegung, während man bei niederem Druck den Draht 15 zu demselben
Zwecke gebraucht.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Anordnung, welche sich mehr für Gasmesser und ähnliche
Apparate eignet, ist als Zwischenglied zwischen dem Ventilhebel 12 und dem Regulirdraht 15
eine in der oberen und unteren Kappe 7 und 8 leicht drehbar angebrachte verticale
Stange 18 eingeschaltet, in welcher die Drähte 19
und 20 befestigt sind.
Letztere treten rechtwinklig aus genannter Stange heraus, und von denselben legt sich
der mit 20 bezeichnete an den Regulirhebel 12
an, während der andere in Berührung mit dem Regulirdraht 15 ist.
Mit Bezug auf die Anwendung und Wirkungsweise der zur Adjustirung der Bewegung
des Ventilhebels dienenden Drähte sei noch Folgendes bemerkt:
Schraubt man die obere Kappe 7 ab, so sieht man die vierkantigen, auf die Enden der
Regulirdrähte fest aufgeschraubten Muttern 17, durch deren Drehung man den unteren, quer
vor dem Arm des Ventilhebels liegenden dünneren Theil des betreffenden Drahtes weiter
oder näher an den Arm des Hebels heranbringen, also auch demselben einen gröfseren
oder kleineren Ausschlag gestatten kann. Man ist also im Stande, durch Drehen eines Drahtes
die Bewegung des Ventils so einzurichten, dafs die in der Zeiteinheit durch den Regulator
strömende Menge des Gases oder sonstigen Fluidums stets dieselbe bleibt innerhalb gewisser
Druckgrenzen, welche durch die Stellung des Regulirdrahtes bestimmt werden.
Strömt das zu regulirende Fluidum mit nur schwachem Druck durch die Ausströmungsöffnung, so bedient man sich zum Reguliren
der Ventilbewegung des Drahtes 15.
Derselbe wird so gedreht, dafs, wenn das Druckmaximum erreicht ist, das mit Gegengewicht
belastete Ende des Hebels an das dünne, umgebogene Ende des Drahtes anschlägt
und die Bewegung des Ventils in der Ausströmungsöffnung hemmt.
Der andere Draht 14 ist alsdann so gedreht,
dafs sein unteres, umgebogenes Ende nicht, in Berührung mit dem Hebel kommt.
Strömt dagegen das zu regulirende Fluidum mit hohem Druck durch die Ausströmungsöffnung, so wird Draht 15 so gedreht, dafs er
nicht mit dem Ventilhebel in Berührung kommt, während der Draht 14 so gestellt wird, dafs
das Ventil die Ausströmungsöffnung nur bis zu einem gewissen, dem in der Zeiteinheit
durchströmenden Fluidum entsprechenden Grade geschlossen wird.
Aus Obigem geht hervor, dafs der Zweck der fraglichen Drähte 14 und 15 in einer Regulirung
der Ausströmungsöffnung in beschränktem Mafse besteht und dafs durch die
Stellung der einen oder anderen dieser Drähte die geringste zulässige Oeffnung für die Ausströmung
bestimmt wird, wobei sofort beim Nachlassen des Druckes sich diese Oeffnung durch das zur Wirkung kommende Hebelgewicht
wieder vergröfsert.
Claims (2)
1. Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Anord-"
nung des Ventilhebels 3 mit den verstellbaren, die Bewegung des Hebels hemmenden
Regulirdrähten 14 und 15.
2. Die in Fig. 3 dargestellte Anordnung des Ventilhebels 12, dessen Bewegung durch
die verstellbaren Drähte 14 und 15 in Verbindung mit der mit den Drähten 19
und 20 versehenen drehbaren Stange 18 gehemmt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE32480C true DE32480C (de) | 1885-07-28 |
Family
ID=308496
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT32480D Expired DE32480C (de) | Gasdruckregulator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE32480C (de) |
-
0
- DE DENDAT32480D patent/DE32480C/de not_active Expired
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