DE855360C - Fotografisches Material - Google Patents

Fotografisches Material

Info

Publication number
DE855360C
DE855360C DEP30667D DEP0030667D DE855360C DE 855360 C DE855360 C DE 855360C DE P30667 D DEP30667 D DE P30667D DE P0030667 D DEP0030667 D DE P0030667D DE 855360 C DE855360 C DE 855360C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silver
group
solution
water
hydrogen
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP30667D
Other languages
English (en)
Inventor
Newton Heimbach
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GAF Chemicals Corp
Original Assignee
General Aniline and Film Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by General Aniline and Film Corp filed Critical General Aniline and Film Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE855360C publication Critical patent/DE855360C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/76Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers
    • G03C1/825Photosensitive materials characterised by the base or auxiliary layers characterised by antireflection means or visible-light filtering means, e.g. antihalation
    • G03C1/83Organic dyestuffs therefor
    • G03C1/831Azo dyes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

Auf dem Gebiete der Herstellung fotografischer Materialien, wie z. B. vielschichtiger Farbenfilme, ist es bekannt, daß Farbentrennung durch die verschiedenen Schichten durch den Gebrauch von Filtern erleichtert wird, die entweder direkt den Emulsionsschichten einverleibt sind oder als benachbarte Schichten in der richtigen Reihenfolge hinzugefügt sind. So muß ζ. B. blaues Licht, das die nicht sensibilisierte, für blaue Strahlen empfindliche Schicht durchdrungen hat, durch ein minusblaues, d. h. gelbes Filter absorbiert werden, bevor es die für den grünen und roten Teil des Spektrums empfindlichen Schichten erreicht, da diese ebenfalls für blaues Licht empfindlich sind. In ähnlicher Weise sind im grünen Spektralgebiet absorbierende Filter häufig erwünscht, um eine bessere Trennung zwischen den für grünes und rotes Licht empfindlichen Schichten zu erreichen. Andere Filter mit besonderen charakteristischen Eigenschaften werden gelegentlich benutzt, je nachdem, welche Absorption gewünscht wird. In ähnlicher Weise werden gefärbte, Licht absorbierende Schichten häufig einer fotografischen Unterlage benachbart angeordnet, um Lichtstreuung oder Lichthofbildung zu verhindern, wie sie durch die Reflektion von Lichtstrahlen von der Unterlage auf die empfindliche Schicht verursacht werden. Solche Schichten sind als Lichthofbildung verhindernde Schichten allgemein! bekannt.
Um die von ihnen erwartete Wirkung ausüben zu können, müssen Filter- und Lichthofbildung verhindernde Substanzen die Eigenschaft haben, in einer kolloidalen Trägermasse verhältnismäßig stabil zu sein. Sie müssen nlchtdiffundierend sein
und sich in den gebräuchlichen fotografischen Bädern leicht entfernen lassen. Überdies ist es wesentlich, daß sie keine schädlichen Einflüsse auf die Emulsionsschichten aufweisen, z. B. keinen Schleier hervorrufen. Viele der auf diesem Gebiet für Filterschichten verwendeten Materialien erfüllen nicht vollständig alle die obenerwähnten Erfordernisse.
Farbige organische Verbindungen! mit freien ίο Imino-(=NH-) oder Mercapto-(—SH-)Gruppen sind in Gestalt ihrer Silbersalze als Filter- und Lichthofbildung verhindernde Schichten verwendet worden. Die Eigenschaft von Imino- oder Mercaptogruppen, Silbersalz zu bilden, ist wohl bekannt und wird bei vielen fotografischen Verfahren benutzt. Überdie's sind diese Silbersalze im allgemeinen unlöslich, was ihnen die für den· Gebrauch solcher Verbindungen in Licht absorbierenden Filterschichten· notwendigen Eigenschaften des Nichtdiffundierens verleiht. Leider haben Imino- und Mercaptosilbersalze häufig die Eigenschaft, stark desensibilisierend zu wirken, besonders in Konzentrationen, wie sie für eine angemessene Absorption des Lichtes benötigt werden, und infolgedessen ist ihre Eignung durch diesen Nachteil stark beschränkt. Andererseits trifft man selten Verbindungen mit anderen geeigneten salzbildenden Gruppen, da ihre Silbersalze gewöhnlich nicht hinreichend unlöslich sind, um Diffusion zu verhindern. So haben z. B. die Silbersalze von Verbindungen mit Carboxyl- oder Sulfonsäuregruppen im allgemeinen eine erhebliche Löslichkeit in Wasser.
Die vorliegende Erfindung liefert nun eine neue Klasse von Silbersalzen, die sich als Filterschichten und Lichthofbildung verhindernde Schichten für fotografische Materialien gut eignen.
Im Kernpunkt der Erfindung steht die Entdeckung, daß Oxyazaindolizine, die außer einer oder mehreren chromophoren Gruppen eine oder mehrere wasserlöslichmachende Gruppen enthalten, die Fähigkeit haben, unlösliche, stabile Silbersalze zu bilden, die sich ganz besonders als Filterschichten und Lichthof bildung verhindernde Schichten für fotografische Materialien eignen. Gemäß der vorliegenden Erfindung werden Analoge der Oxyazaindolizine in Form ihrer Silbersalze einer Schicht einverleibt oder auf den Film aufgebracht. Diese Oxyazaindolizine haben eine der folgenden allgemeinen Formel entsprechende charakteristische Struktur:
OH
R1-C
R,-C
R4-R3-
worin R1 und R2 Wasserstoff, Alkyl, z. B. Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, Amyl; Aryl, z.B. Phenyl, Naphthyl; Aralkyl, z.B. Benzyl, Methylnaphthyl bedeuten und entweder R1 oder R2 oder alle beide mindestens eine chromophore Gruppe, wie Azo-, Nitro- oder Nitrosogruppen enthalten, sowie auch eine oder mehrere wasserlöslichmachende Gruppen, wie Arsen-, Carbon- oder Sulfonsäuregruppen, wobei R2 immer Aryl oder Aralkyl ist, wenn R1 Wasserstoff oder Alkyl ist und umgekehrt. So können z. B. spezifische R1- und R2-Gruppen mit geeigneten chromophoren und löslichmachenden Substituenten die folgenden seine Nitrophenyl, Sulfophenylazo-, Sulfonaphthylazo-, Dicarboxyphenylazo-, (Oxyazaindolizinazo)-sulfotolylazo-, Sulfonaphthylazosulfophenylazo- usw. R3 und R4 sind entweder Stickstoff oder Kohlenstoff, und Z repräsentiert die Atome, die zur Vollendung eines Azaindolizinringes notwendig sind.
Der Indolizinanteil der Formel, der durch
;Z
dargestellt ist, kann beispielsweise die folgenden allgemeinen Strukturen enthalten:
1V
C = N-
N-N
= N-
C-R1
:n
worin R1 dieselben Werte wie oben besitzt.
Die Hydroxylgruppe an dem Kohlenstoffatom nächst R4 in den oben angegebenen allgemeinen Strukturen ist in der Lage, unlösliche, stabile Silbersalze in Gegenwart von Silberionen zu bilden:
C —OH + Ag +
Diese Bildung von unlöslichem Silbersalz ist ganz und gar unerwartet und überrascht bei Oxyverbindungen, die wasserlöslichmachende Substituenten, wie Arsen-, Carbon- oder Sulfonsäuregruppen, enthalten.
Die unlöslichen Silbersalze, die von den Oxyazaindolizinfarbstoffen gebildet werden, sind nichtdiffundierend und eignen sich ohne weiteres als Filter- und Lichthofbildung verhindernde Substanzen. Überdies ist ihre Brauchbarkeit unabhängig von der Natur der R1- undR2-Substituen<ten, solange sie die gewünschten chromophoren Gruppen sowie auch die geeigneten wasserlöslichmachenden Gruppen enthalten, wobei die letzteren die vollständige Entfernung der letzten Reste von Azaindolizinfarbstoff erleichtern, nachdem das Silber seines Silbersalzes in den fotografischen iao Bädern entfernt worden ist. Fernerhin können sie in guter Ausbeute von leicht verfügbaren Zwischenprodukten mittels der unten beschriebenen Reaktionen erhalten werden.
In der Zeichnung stellen die zwei Figuren vergrößerte Querschnittsansichten von fotografischen
Elementen dar, die gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellte Filterschichten und Lichthofbildung verhindernde Schichten haben.
Fig. ι zeigt eine Erfindungsform, bei der die Filterschicht zwischen die Emulsion und die Unterlage eingelagert ist;
Fig. 2 veranschaulicht eine Form der Erfindung, bei der die die Lichthofbildung verhindernde Schicht als Rückschicht angebracht ist.
In Fig. ι und 2 ist ι die Unterlage, 2 die lichtempfindliche Halogensilberemulsionsschicht und 3 die Gelatine-, Filter- oder Lichthofbildung verhindernde Schicht.
Spezifische Oxyazaindolizinfarbstoffe, die sich in Form ihrer Silbersalze für die Zwecke der vorliegenden Erfindung eignen, sind die folgenden, wobei es wohlverstanden sein soll, daß diese nur Beispiele sind und daß sie auch andere Substituenten als die in diesen· Formeln erwähnten enthalten können. Auch kompliziertere Farbstoffe mit beispielsweise zwei oder noch mehr Azogruppen vom Bis-(oxyazaindolizin)-Typ, wie in Formel 3 veranschaulicht, oder vom Typus der (Naphthylazophenylazo)-oxyazaindolizine, wie in Formeln 4 und 11 veranschaulicht, gehören in den Bereich der vorliegenden Erfindung.
Formeln der Oxyazaindolizine Farbe des Silbersalzes
OH
N =
HO3S-
\ H3C-C C=N-
(i)
SO,H
HOOC
HOOC
OH
/N = C N-N = N-
^ CH-N C-CH3
OH
N = N —C :N
H,C — C N-CH-"
(2)
CH3 OH
N = N-C C
:n
SO,H
HO,S OH
SO3H
H1C-C N-CH^
(3)
N = N N=N-C N-N
CH
H,C —C (4)
SO3H
"N
Gelb
Gelb
Orange
Purpur
Formeln der Oxyazaindolizirae Farbe des Silbersalzes
OH
HO3S —( X>- N=N ■- c" N - N s
C C = N-
OH
N = N-C N-N
SO3H
HOOC
HOOC
H3C-C C = N-
OH
-N = N-C N-N;
H3C-C
OH
N —N —C
HO3S-/
HO3S
\ H3C-C N-CH-
^SN X OH
^-N = N-C C=Nv
C N-CH
NO, (5)
(6)
(7)
Gelb
Gelb
Gelb
Gelb
Gelb
100
105
115
125
Formeln der Oxyazaindolizine Farbe des
Silbersalzes
HO3S
O2N -<
OH C,
HC N-Nn
:
— C C = N-
V ' N
CH (10)
SO3H
SO,H
OH
Cn
N = N —{
— so, H
>— N = N — C N — H3C-C C =
OH
\ C — C H3
— C Ν—N>
:ch
H2O3As
/ N
CH8
SO8H
OH
\_ N = N-C N — ί C C =
I V (12)
(13)
OH
N = N-C N-Nnx
H^ C3 — C C =
XH (14)
SO,
Hellgelb
Purpurrot
Gelb
Gelb
Gelb
100
105
tio
115
120
125
Die Azogruppen enthaltenden Oxyazaindolizinfarbstoffe können so hergestellt werden, daß man zunächst ein geeignetes Amin diazotiert, das Diazoniumsalz mit einem /9-Ketoester kuppelt und dann den so erhaltenen Azo-/?-ketoester mit einem Aminotriazol oder Tetrazol kondensiert.
Die Herstellung der Azo-/?-ketoester ist ferner in der chemischen Literatur beschrieben. So ist z. B. der Carboxyphenylazoacetessigester und ίο seine Herstellung in Bd. 41, S. 2365, beschrieben. Im allgemeinen können die verschiedenen gewünschten Azo-/?-ketoester in ähnlicher Weise hergestellt werden, wie in dieser Literaturstelle ausgeführt.
Als typische Beispiele primärer Amine, die sich für die Herstellung der Azo-/J-ketoester als brauchbar erwiesen haben, können erwähnt werden Sulfanilsäure, i-Naphthylamin-5-sulfonsäure, Diaminotoluolsulfonsäure, Nitroanilinsulfonsäure, ao i-Amino^naphthol^-sulfonsäure, i-Naphthylamin-5, 7-disulfonsäure, i-Naphthylamin-4-sulfonsäure, 1 -Naphthylamine-3, 6-, 8-trisulfonsäure, 2-Naphthylamin-6-sulfonsäure und Arsanilsäure.
Als geeignete /S-Ketoester können erwähnt wera5 den Acetessigester, Benzoylessigester und p-Nitrobenzoylessigester.
Geeignete Aminoazole, die mit den Azoesterzwischenproduktem kondensiert werden können, sind 4-Amino-1, 2, 4-triazol, 3-Amino-i, 2, 4-triazol, 5-Aminotetrazol und 3-Amino-5-methyl-i, 2, 4-triazol. Die Indolizinkondensation wird am bequemsten in einem Lösungsmittel, wie Eisessig, ausgeführt.
Die Herstellung von Oxyazaindolizinfarbstoffen, die chromophore Gruppen, wie z. B. Nitro- oder Nitrosogruppen, enthalten, kann mittels derselben Kondensation von Aminotriazolen oder Aminotetrazolen mit dem passenden, mit nitro- oder nitrososubstituierten Benzoylessigester bewerkstelligt werden. Formel (10) der obenerwähnten Verbindungen veranschaulicht ein typisches Oxyazaindolizin, das eine chromophore Nitrogruppe enthält.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen Verfahren, die sich als geeignet für die Herstellung verschiedener hier offenbarter farbiger Oxyaza-.
indolizine eignen, wie auch deren Verwendung in Gestalt ihrer Silbersalze als Filterschichten.
-0 B e i s ρ i e 1 ι
0,1 Mol (30,3 g) a-Naphthylamin-5,7-disulfonsäure wurde mit 0,11 Mol (7,7 g) Natriumnitrit und 0,3 Mol (11,0 g). Salzsäure bei ο bis 5'0|C diazotiert. Das Diazoniumsalz wurde mit einer Lösung von 0,1 Mol (13,0 g) Acetessigester und 0,2 Mol (8,0 g) Natriumhydroxyd bei o'° C gekuppelt. Nach 15 Minuten Stehen wurde das gelbe Natriumsalz des Azoketoesterzwischenproduktes durch Hinzufügung von Natriumacetat in 90% Ausbeute ausgefällt. Das rohe Esterzwischenprodukt wurde im Vakuum bei Zimmertemperatur getrocknet und dann in Eisessig (150 ecm) mit 0,1 Mol (8,4 g) 3-Amino-1, 2, 4-triazol während 6 Stunden unter Rückfluß behandelt. Das der Formel ι entsprechende Natriumsalz von Oxyazaindolizin fiel im Laufe der Reaktion aus. Reindarstellung wurde erreicht durch Umkristallisieren aus Wasser in Gegenwart von Natriumacetat. Die Gesamtausbeute an reinem Farbstoff betrug 75%. Der Farbstoff ist wasserlöslich und bildet ein tiefgelbes, unlösliches Silbersalz.
Beispiel 2
Das Azoesterzwischenprodukt der Formel (2) wurde auf die gleiche Weise wie nach Beispiel 1 hergestellt mit der Ausnahme, daß die Verbindung aus der kalten Lösung als freie Säure ausfiel ohne Hinzufügung von Natriumacetat. Das Azoesterzwischenprodukt wurde wie in Beispiel 1 kondensiert, wobei in diesem Fall 8,4 g von 4-Amino-i, 2, 4-triazol benutzt wurden. Das Natriumsalz löst sich zu einer gelben) Lösung und bildet ein gelbes Silbersalz.
Beispiel 3
Der Oxyazaindolizinfarbstoff gemäß der Formel (3) wurde auf ähnliche Weise wie in Beispiel 1 hergestellt. 20 g 2, 6-Diaminotoluol-4-sulfonsäure wurden mit 15 g Natriumnitrit in Gegenwart von Salzsäure diazotiert. Das Diazoniumsalz wurde mit 26 g Acetessigester in alkalischer Lösung bei o° C gekuppelt. Das erhaltene orangerote Azoesterzwischenprodukt wurde mit 16,8 g 4-Amino-i, 2, 4-triazol in 150 ecm Eisessig über 8 bis 10 Stunden am Rückflußkühler erhitzt. Der Farbstoff wurde 9S durch Zufügen von Äther niedergeschlagen und aus einer kleinen Wassermenge umkristallisiert. Der Farbstoff hatte eine rote Färbung, löste sich zu einer orangefarbenen Lösung und bildete ein orangefarbenes Silbersalz.
B e i s ρ i e 1 4
Der Oxyazaindolizinfarbstoff gemäß der Formel (4) wurde auf folgende Weise hergestellt: p-Nitroanilin-o-sulfonsäure (21,8 g) wurde mit einem Äquivalent (7,5 g) Natriumnitrit und Salzsäure diazotiert. Das so gebildete Diazoniumsalz wurde dann mit Acetessigester gekuppelt wie in den vorhergehenden Beispielen. Das Natriumsalz des Azoesterzwischenproduktes fiel im Form von tief gelben Kristallen aus nach Zugabe von Natriumacetat. Das Azoesterzwischenprodukt wurde mit 8,4 g 3-Amino-1, 2, 4-triazol in 150 ecm Eisessig durch Erhitzen am Rückflußkühler während 6 bis 8 Stunden gekuppelt. Das Produkt wurde in Form von Natriumsalz erhalten und aus Wasser in Gegenwart von Natriumacetat umkristallisiert. ■
Das Natriumsalz der Nitrophenylazooxyazaindolizinverbindung wurde in einem Überschuß · von wäßrigem Ammoniak gelöst und mit Schwefel- iao Wasserstoff bei 30 bis 400 C gesättigt. Man ließ das Gemisch während 2 Stunden bei 400 C ziehen und über Nacht bei Zimmertemperatur stehen.
Während dieses Zeitraumes erfolgte eine Färbungsänderung von Tiefrot auf Gelb. Über- 1*5 schüssiges Ammoniak und Schwefelwasserstoff
wurden dann durch Verdampfen auf einem Dampfbad entfernt. Nach Zusatz von Natriumacetat fiel das reduzierte gelbe Aminophenylazooxyazaindolizin aus der Lösung aus.
Die getrocknete rohe Aminoverbindung wurde mit einem Äquivalent von Natriumnitrit in Salzsäurelösung diazotiert und direkt mit einer alkalischen Lösung von a-Naphthol^, 8-disulfonsäure zu einer tief purpurfarbenen Lösung gekuppelt. Der ίο Farbstoff wurde mit Natriumacetat niedergeschlagen und aus Wasser umkristallisiert. Er hatte eine dunkelgrüne Farbe, löste sich in Wasser in Gestalt einer leuchtenden purpurfarbenen Lösung und bildete ein purpurfarbenes Silbersalz.
Beispiel 5
Eine fotografische Filterschicht wurde dadurch hergestellt, daß man die folgenden Ingredienzen zusammenmischte, um eine gefärbte Silbersalzao dispersion in Gelatine zu bilden:
Lösung A
6- (5, 7-Disulfonaphthyl-i-azo)~7-oxy-5-methyl-i, 3, 4-triazaindolizin
a5 (Formel 1) 4,7 g
Wasser 100 ecm
Natriumcarbonat (wasserfrei) 2,1 g
Gelatine (io°/o Lösung) 25 ecm
Lösung B
Wasser 100 ecm
Silbernitrat 1,7 g
Lösung C
Gelatine (io°/o Lösung) 100 ecm
Lösung B wurde der Lösung A unter raschem Rühren hinzugefügt. Nach einigen Minuten wurde Lösung C dazugegeben. Das Silber des Silbernitrats bildete ein Silbersalz mit der Hydroxylgruppe des Farbstoffes in der Gelatinelösung. Die schließlich so erhaltene Gelatinesuspension wurde dann in üblicher Weise auf einen fotografischen Film aufgebracht, um als gelbe Filterschicht zum Absorbieren von blauem Licht zu dienen. Das Silbersalz des Farbstoffes ist nichtdiffundierenid.
Die gemäß der vorliegenden Erfindung gebrauchte
Menge an Oxyazaindolizinfarbstoff schwankt innerhalb gewisser Grenzen in Abhängigkeit von der gewünschten Farbe. Im allgemeinen kann ein größerer oder kleinerer Betrag wie der in Beispiel 5 angegebene mit zufriedenstellenden Resultaten benutzt werden.
Zur Herstellung Lichthofbildung verhindernder Überzüge werden die Oxyazaindolizine gemäß der vorliegenden Erfindung Gelatine einverleibt, mit Silbernitrat behandelt und die so erhaltenen Dispersionen in üblicher Weise als Überzüge unter die Emulsionsschicht gegossen oder auch als Zwischenschicht zwischen Unterlage und Emulsion oder als Rückschicht auf der Rückseite der Emulsionsunterlage oder als eine Oberflächenschicht auf der Emulsion, wenn es beabsichtigt ist, das Material durch die Unterlage hindurch zu belichten·. In ähnlicher Weise können die Dispersionen auf eines der Vielschichtenelemente, wie sie für Zwecke der Farbenfotografie Verwendung finden, aufgetragen werden, die üblicherweise aus einer mit zwei oder drei lichtempfindlichem Emulsionen überzogenen Grundlage bestehen, wobei jede dieser Emulsionen einen der gewünschten Spektralbereiche festhält.
Beispiel 6
Eine fotografische, Lichthofbildung verhindernde Schicht wurde dadurch hergestellt, daß man die folgenden Bestandteile vermischte, um eine farbige Silbersalzdispersion in Gelatine zu bilden:
Lösung A
5~(3> 5-Dicarboxyphenyl-i-azo)-4-oxy-
6-methyl-2, 3, 7-triazaindolizini
(Formel 2) 7,0 g
Wasser 200 ecm
Natriumlauge (4%) 7,5 ecm
Gelatine (10% Lösung) 100 ecm 8_
Lösung B
Wasser 100 ecm
Silbernitrat 3,4 g
Lösung C
Gelatine (10% Lösung) 300 ecm
Lösung B wurde der Lösung A unter raschem Rühren zugefügt. Nach einigen Minuten wurde Lösung C hinzugefügt. Die schließlich so erhaltene Gelatinesuspension des Silbersalzes wurde in üblicher Weise als Überzug auf eine Unterlage aufgetragen, um als Lichthofbildung verhindernde Schicht zu wirken.
Die Filter- und Lichthofbildung verhindernden l°° Überzüge, die auf obige Weise hergestellt wurden, zeigten besonders gute Filter- und Lichthofbildung verhindernde Eigenschaften, ohne einen unerwünschten Einfluß auf die normalen Haltbarkeitseigenschaften der lichtempfindlichen Schicht zu haben.
Der in den folgenden Ansprüchen vorkommende Ausdruck Filterschicht ist so gemeint, daß er auch eine Lichthofbildung verhindernde Schicht mitumfaßt, "ο

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Fotografisches Material, gekennzeichnet durch eine Unterlage, eine lichtempfindliche Gelatine-Halogensilber-Emulsionsschicht und X15 eine Filterschicht, die ein Silbersalz einer Oxyazaindoliziniverbindung enthält, in der das Ringkohlertstoffatom, das dem fünfgliedrigen heterozyklischen Ring des Azaindolizinkernes benachbart ist, durch eine Hydroxylgruppe substituiert ist, deren Wasserstoffatom durch Silber ersetzt ist und daß die genannte Verbindung mindestens eine chromophore Gruppe und mindestens eine wasserlöslichmachende Gruppe enthält.
2. Fotografisches Material· nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Filterschicht ein Silbersalz der folgenden allgemeinen Formel enthält:
OAg
R2-C
R4 R3 in der R1 und R2 Wasserstoff, Alkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppen bedeuten, die wenigstens eine chromophore Gruppe und wenigstens eine wasserlöslichmachende Gruppe enthalten und hierbei R1 immer entweder eine Aryl- oder Aralkylgruppe bedeutet, wenn R2 Wasserstoff oder Alkyl bedeutet und R2 immer eine Aryl- oder Aralkylgruppe bedeutet, wenn R1 Wasserstoff oder Alkyl bedeutet, R3 und R4 entweder Kohlenstoff oder Stickstoff bedeuten und Z die zur Vervollständigung eines Azaindolizinringes notwendigen Atome darstellt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
O 5465 11.52
DEP30667D 1944-04-19 1949-01-01 Fotografisches Material Expired DE855360C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US531770A US2390707A (en) 1944-04-19 1944-04-19 Photographic filter and antihalation layers

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE855360C true DE855360C (de) 1952-11-13

Family

ID=24118973

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP30667D Expired DE855360C (de) 1944-04-19 1949-01-01 Fotografisches Material

Country Status (3)

Country Link
US (1) US2390707A (de)
DE (1) DE855360C (de)
GB (1) GB596990A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1015683B (de) * 1955-06-15 1957-09-12 Agfa Ag Verfahren zur Verbesserung der Farbwiedergabe in farbenphotographischen Mehrschichtenmaterialien
DE1146753B (de) * 1959-06-26 1963-04-04 Ilford Ltd Photographisches Material mit einem Traeger, der eine oder mehrere Halogensilberemulsionsschichten sowie eine Filterschicht traegt, fuer Verfahren, bei denen eine Verarbeitung des Materials in einem alkalischen Ferricyanidbad erfolgt

Families Citing this family (14)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2444607A (en) * 1945-12-15 1948-07-06 Gen Aniline & Film Corp Stabilizers for photographic emulsions
US2444605A (en) * 1945-12-15 1948-07-06 Gen Aniline & Film Corp Stabilizers for photographic emulsions
US2444609A (en) * 1946-05-18 1948-07-06 Gen Aniline & Film Corp Stabilizers for photographic silverhalide emulsions
US2553500A (en) * 1946-08-01 1951-05-15 Gen Aniline & Film Corp Production of photographs in blue-black tones and compositions thereof
US2450397A (en) * 1946-10-22 1948-09-28 Gen Aniline & Film Corp 5-hydroxy-1, 3, 4-triazaindolizines as stabiliziers for photographic silver-halide emulsions
US2449225A (en) * 1946-10-22 1948-09-14 Gen Aniline & Film Corp 7-amino and 7-hydroxy-1, 3, 4-triazaindolizines as stabilizers for photographic silver-halide emulsions
US2696438A (en) * 1950-04-11 1954-12-07 Gaspar Light screening photographic layer
BE507136A (de) * 1950-11-18
US2843486A (en) * 1954-12-14 1958-07-15 Eastman Kodak Co Photographic filter and anti-halation layers
US2852376A (en) * 1955-03-09 1958-09-16 Eastman Kodak Co Integral filter for color photography
BE547136A (de) * 1955-04-26
US4336323A (en) * 1979-12-07 1982-06-22 Minnesota Mining And Manufacturing Company Decolorizable imaging system
US4373020A (en) * 1979-12-07 1983-02-08 Minnesota Mining And Manufacturing Company Decolorizable imaging system
JP5435886B2 (ja) * 2008-04-30 2014-03-05 キヤノン株式会社 色素化合物並びに該色素化合物を含有するインク

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1015683B (de) * 1955-06-15 1957-09-12 Agfa Ag Verfahren zur Verbesserung der Farbwiedergabe in farbenphotographischen Mehrschichtenmaterialien
DE1146753B (de) * 1959-06-26 1963-04-04 Ilford Ltd Photographisches Material mit einem Traeger, der eine oder mehrere Halogensilberemulsionsschichten sowie eine Filterschicht traegt, fuer Verfahren, bei denen eine Verarbeitung des Materials in einem alkalischen Ferricyanidbad erfolgt

Also Published As

Publication number Publication date
GB596990A (en) 1948-01-15
US2390707A (en) 1945-12-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE855360C (de) Fotografisches Material
DE2439551C2 (de) Verfahren zur Härtung photographischer Schichten
DE1930215C3 (de) Farbfotografisches Diffusionsübertragungsverfahren und zugehöriges fotografisches Material
DE812874C (de) Verfahren zur Herstellung von photographischen Farbbildern
EP0694586A1 (de) Verwendung von Indolenincyanindisulfonsäure-Derivaten als infrarotabsorbierende Verbindungen
EP0018530A2 (de) Verfahren zur Herstellung farbphotographischer Bilder
DE2453217A1 (de) Lichthofschutz- und filterfarbstoffe fuer photographische materialien
DE2215720A1 (de) Verfahren zum Vernetzen hydrophiler Kolloide
DE1769614A1 (de) Verbessertes photographisches Material
DE2422069A1 (de) Tetrazolium-c-oxybetainverbindungen und ihre verwendung als schleierverhuetungsmittel
DE1285882B (de) Verfahren zum Schutze von photographischem Material vor der Einwirkung ultravioletter Strahlung
DE1953355A1 (de) Nichtsensibilisierende Methinfarbstoffe
DE1622283C3 (de) Spektral sensibilisierte photographische Halogensilberemulsionen
DE969374C (de) Gegen Einwirkung der ultravioletten Strahlung geschuetztes photographisches Material mit einer Ultraviolett absorbierenden Schicht
DE874702C (de) Stabilisatoren fuer photographische Emulsionen
DE2613120A1 (de) Verfahren zur entwicklung von farbphotographischen bildern mit p-dialkylaminoanilin-farbentwicklern
DE2737142A1 (de) Verfahren fuer die verarbeitung von silberfarbbleichmaterialien und fuer die farbbleichung geeignete zubereitungen
DE1154345B (de) Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Bilder nach der Silberfarbbleichmethode mit Hilfe von Katalysatoren
DE1146753B (de) Photographisches Material mit einem Traeger, der eine oder mehrere Halogensilberemulsionsschichten sowie eine Filterschicht traegt, fuer Verfahren, bei denen eine Verarbeitung des Materials in einem alkalischen Ferricyanidbad erfolgt
DE1028425B (de) Verfahren zur Herstellung von Lichthofschutz- und Filterschichten
EP0002763B1 (de) Photographisches Material mit Stabilisatoren und Umkehrverfahren zur Herstellung photographischer Bilder
DE1295365B (de) Farbphotographisches Material, das in mindestens einer Silberhalogenidemulsionsschicht einen blaugruenen Azofarbstoff enthaelt, fuer das Silberfarbbleichverfahren
DE1167652B (de) Farbbleichkatalysatoren fuer das Silberfarbbleichverfahren
DE926586C (de) Supersensibilisierte photographische Halogensilberemulsionen
DE2162778C2 (de) Farbphotographisches Aufzeichnungsmaterial