DE848983C - Verfahren zur Einfuehrung von Alkylgruppen in ringfoermige Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Einfuehrung von Alkylgruppen in ringfoermige Verbindungen

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DE848983C
DE848983C DEB9030A DEB0009030A DE848983C DE 848983 C DE848983 C DE 848983C DE B9030 A DEB9030 A DE B9030A DE B0009030 A DEB0009030 A DE B0009030A DE 848983 C DE848983 C DE 848983C
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Germany
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ring
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alkyl groups
melt
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DEB9030A
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English (en)
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Willy Dr Braun
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BASF SE
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BASF SE
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • C09B3/22Dibenzanthrones; Isodibenzanthrones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

  • Verfahren zur Einführung von Alkylgruppen in ringförmige Verbindungen Es wurde gefunden, daß man in einfacher Weise in ringförmige Verbindungen Alkylgruppen einführen kann, wenn man ringförmige Verbindungen, die = O- oder ` = N-Gruppen enthalten, in geschmolzenem, wasserfreiem Aluminiumchlorid gelöst, mit Alkoholen oder Nfetallalkoholaten umsetzt. Dabei ist es zweckmäßig, dem Aluminiumchlorid schmelzpunkterniedrigende Verbindungen, z. B. Alkalisalze, zuzusetzen.
  • Geeignete Ausgangsstoffe sind beispielsweise Benzoesäuren und deren funktionellen Abkömmlinge, Benzaldehyde, Benzophenone, Benzanthrone, Dibenzanthrone, Isodibenzanthrone, i, 2-Bertzanthrachinone, Dibenzpyrenchinone, Anthanthrone, Anthrachinonbenzacridone, Phthalocyanine, wie Kupfer-, Kobalt-oder Eisenphthalocyanine oder metallfreie Phthalocyanine, oder Indigo und seine Abkömmlinge.
  • Als Alkohole eignen sich ein- oder mehrwertige Alkohole, wie Methanol, Äthanol, Glykol, Glycerin, Isopropylalkohol, Octylalkohol, Stearylalkohol, Cyclohexanol oder Benzylalkohol; auch die entsprechenden Metallalkoholate sind brauchbar.
  • Die Umsetzung bewirkt man am einfachsten in der Weise; daß man den Ausgangsstoff in der Aluminiumchloridschtnelze löst und unter Erwärmen und unter Rühren den Alkohol langsam einträgt. Im allgemeinen verläuft die Umsetzung zwischen ioo und Z50°.
  • Die Endstoffe sind meist sehr rein und kristallisiert, gewünschtenfalls kann man sie in der üblichen Weise, z. B. durch Umlosen oder über ihre Salze oder in manchen Fällen durch Behandlung mit Hypochlorid, weiterreinigen.
  • Die Endstoffe sind je nach den angewandten Ausgangsstoffen Farbstoffe oder Zwischenprodukte zur Herstellung von Farbstoffen, Weichmachern, Netz-und Dispergiermitteln.
  • Die in den folgenden Beispielen genannten Teile sind Gewichtsteile.
  • Beispiel i 2ooTeile wasserfreies Aluminiumchloridund 3oTeile Natriumchlorid werden zusammen erhitzt, bis eine gleichmäßig dünnflüssige Schmelze entstanden ist. Nach dem Abkühlen auf 13o bis 135° werden 25 Teile Isodibenzanthron eingetragen, hierauf läßt man im Verlauf von etwa i Stunde 8 Teile Methanol zutropfen. Man rührt die Schmelze bei der gleichen Temperatur weiter, bis entnommene Proben keine weitere Farbtonänderung mehr zeigen. Die Schmelze wird hierauf mit Wasser zerlegt, der ausgeschiedene Farbstoff abgesaugt, mit Wasser ausgewaschen, bis er keine anorganischen Bestandteile mehr enthält, und getrocknet. Er färbt Baumwolle aus der Küpe in klaren, kräftigen, violetten Tönen von ausgezeichneten Echtheitseigenschaften. Nach der Analyse sind etwa vier Methylgruppen in den Ausgangsstoff eingetreten.
  • Aus Dibenzanthron erhält man auf die gleiche Weise einen marineblau färbenden Farbstoff.
  • Beispiel 2 In eine Schmelze aus Zoo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 4o Teilen Natriumchlorid werden bei 13o bis 135° unter Rühren langsam 15 Teile wasserfreies Glykol, dann 25 Teile Dibenzanthron eingetragen und die Schmelze noch einige Stunden bei 13o bis 135°, dann noch kurz bei 15o bis 155° weitergerührt. Man erhält nach dem in Beispiel i angegebenen Aufarbeiten einen Farbstoff, der Baumwolle aus der Küpe in violetten Tönen färbt. Die Farbtöne sind rotstichiger als die des Ausgangsstoffes.
  • Beispiel 3 Zoo Teile wasserfreies Aluminiumchlorid, 15 Teile Natriumchlorid und 9 Teile Kaliumchlorid erhitzt man, bis eine gleichmäßige Schmelze entstanden ist, trägt bei 13o bis 135° unter Rühren 25 Teile Pyranthron ein und läßt schließlich 8 Teile Methanol zutropfen. Nach Beendigung der Umsetzung wird die Schmelze in der üblichen Weise aufgearbeitet. Man erhält einen Farbstoff, der Baumwolle aus der Küpe in außerordentlich klaren, orangen Tönen von ausgezeichneten Echtheitseigenschaften färbt. Der Farbstoff färbt deutlich stärker und rotstichiger als der Ausgangsstoff. Nach der Analyse sind etwa zwei Methylgruppen in das Pyranthron eingetreten.
  • Farbstoffe mit ähnlichen Eigenschaften erhält man mit Äthanol oder Isopropylalkohol. Beispiel ¢ Zu einer Lösung von 4o Teilen Kupferphthalocyanin in einer Schmelze aus Zoo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid und 3o Teilen Natriumchlorid läßt man bei 13o bis Z35° unter Rühren 4o Teile Octylalkohol langsam zutropfen und erhitzt unter Rühren weiter, bis die Umsetzung beendet ist. Man erhält nach dem üblichen Aufarbeiten einen grünstichigblauen Farbstoff, der in organischen Lösungsmitteln mit grüner Farbe löslich ist.
  • Führt man die Umsetzung bei 165 bis 170° durch, so erhält man einen Farbstoff, der in organischen Lösungsmitteln noch leichter löslich ist.
  • Einen Farbstoff, der in Alkohol mit blaugrüner Farbe löslich ist, erhält man, wenn man an Stelle von Octylalkohol 2o Teile Cyclohexanol verwendet und die Umsetzung bei 165 bis 17o° durchführt. Mit 12 Teilen Monoäthanolamin an Stelle von Cyclohexanol erhält man unter analogen Bedingungen einen Farbstoff, der sich in Alkohol mit blauer Farbe löst.
  • Beispiel 5 In eine Schmelze aus Zoo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid, 2o Teilen Natriumchlorid, io Teilen Kaliumchlorid und 3o Teilen Kobaltphthalocyanin läßt man bei ioo bis iio° unter Rühren 22 Teile wasserfreies Glycerin eintropfen und rührt die Schmelze einige Stunden bei 130 bis 13j` und schließlich bei i5o bis 155° weiter, bis die Umsetzung beendet ist. Nach dem üblichen Aufarbeiten erhält man einen Küpenfarbstoff, der Baumwolle aus olivgrüner Küpe in klaren blauen Tönen von ausgezeichneter Lichtechtheit färbt. Beispiel 6 In eine Schmelze aus Zoo Teilen wasserfreiem Aluminiumchlorid, 15 Teilen Natriumchlorid und 9 Teilen Kaliumchlorid werden bei 13o bis 135° unter Rühren 25 Teile Indigo eingetragen. Hierauf läßt man im Verlauf von etwa 1/2 Stunde 6,7 Teile Methanol einfließen und rührt die Schmelze bei der gleichen Temperatur noch einige Stunden weiter. Nach dem üblichen Aufarbeiten erhält man einen Farbstoff, der Baumwolle aus der Küpe bedeutend grünstichiger blau färbt als Indigo, dem der neue Farbstoff in den übrigen Eigenschaften etwa entspricht.
  • Einen noch grünstichiger blauen Farbstoff erhält man, wenn man die doppelte Menge an Methanol (13,2 Teile) verwendet.
  • Ebenfalls grünstichigblaue Farbstoffe erhält man, wenn man an Stelle von !Methanol Äthanol, Glykol oder Glycerin, verwendet.
  • Beispiel 7 25Teile des nach Beispiel i der Patentschrift 651750 aus Pz-Chloroxy-i, 2-pyrazinoantlirachinon und m-Toluidin hergestellten Farbstoffs trägt man in eine im vorigen Beispiel beschriebene Schmelze bei 13o bis 135° ein und läßt 4,7 Teile Methanol einfließen. Man rührt dann das Gemisch noch mehrere Stunden bei 13o bis 135° weiter und arbeitet dann wie üblich auf. Man erhält so einen Farbs#off, der aus der Küpe Baumwolle in orangefarbigen Tönen von ausgezeichneten Echtheiten färbt. Einen gleichfalls orangefärbenden Farbstoff erhält man, wenn man an Stelle von Methanol Äthanol verwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Einführung von Alkylgruppen in ringförmige Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daB man ringförmige Verbindungen, die = O- oder = N-Gruppen enthalten, in geschmolzenem, wasserfreiem Aluminiumchlorid gelöst, mit Alkoholen oder Metallalkoholaten umsetzt.
DEB9030A 1950-08-31 1950-08-31 Verfahren zur Einfuehrung von Alkylgruppen in ringfoermige Verbindungen Expired DE848983C (de)

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