DE194252C - - Google Patents

Info

Publication number
DE194252C
DE194252C DENDAT194252D DE194252DA DE194252C DE 194252 C DE194252 C DE 194252C DE NDAT194252 D DENDAT194252 D DE NDAT194252D DE 194252D A DE194252D A DE 194252DA DE 194252 C DE194252 C DE 194252C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dye
dyes
blue
addition
violet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT194252D
Other languages
English (en)
Publication of DE194252C publication Critical patent/DE194252C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • C09B3/02Benzathrones
    • C09B3/06Preparation from starting materials already containing the benzanthrone nucleus

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
g 194252-KLASSE 22 ö. GRUPPE
Zusatz zum Patente 185221 vom 29. Juni 1904.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. August 1906 ab. Längste Dauer: 28. Juni 1919.
Im Patent 185221 sowie dem Zusatz 5046 zum französischen Patent 349531 ist gezeigt worden, daß Benzanthron und eine Anzahl von Derivaten desselben beim Erhitzen mit kaustischem Alkali in Küpenfarbstoffe übergeführt werden.
Es wurde nun gefunden, daß auch die im Zusatz 6719 zum französischen Patent 349531 beschriebenen Halogenbenzanthrone, die durch Behandlung von Benzanthron mit Halogen oder Halogen entwickelnden Mitteln entstehen und die aller Wahrscheinlichkeit nach Halogen im Benzanthronring enthalten, beim Erhitzen mit Alkalien oder Alkalialkoholaten überraschend leicht und glatt in Küpenfarbstoffe übergehen. Diese Farbstoffe unterscheiden sich wesentlich von den in der britischen Patentschrift 22519 vom Jahre 1905 beschriebenen Farbstoffen, die durch Halogenisierung der aus Benzanthron oder Benzanthronderivaten gewonnenen Farbstoffe dargestellt werden. Während die nach diesem Verfahren dargestellten Farbstoffe sämtlich halogenhaltig sind, ist beispielsweise der nach Beispiel I vorliegender Erfindung aus Monochlorbenzanthron dargestellte Farbstoff halogenfrei. Obschon letzterer die gleiche empirische Zusammensetzung wie der durch Verschmelzen von Benzanthron mit Alkali erhaltene Farbstoff »Violanthren« besitzt, ist er nicht mit diesem identisch, so daß man ihn als »Iso -Violanthren« bezeichnen könnte. Daraus geht hervor, daß die Reaktion bei der Alkalibehandlung der bei vorliegendem Verfahren verwendeten Halogenbenzanthrone anders verläuft als beim Verschmelzen von Benzanthron selbst oder seinen kernsubstituierten Derivaten.
Die neuen Farbstoffe zeichnen sich durch hervorragend echte, leuchtend rotstichig violette Nuancen aus.
Die Überführung in die Farbstoffe kann sowohl mittels Ätzalkalien wie auch mit Hilfe von Alkoholaten mit oder ohne Zusatz von. Lösungs- oder Verdünnungsmitteln ausgeführt werden.
Beispiel I.
20 Teile Ätzkäli werden mit 20 bis 25 Teilen absolutem Alkohol erhitzt, bis eine leichtflüssige homogene Schmelze sich gebildet und die Temperatur derselben 1400 erreicht hat. Man trägt alsdann fünf Teile Chlorbenzanthron (erhalten nach Beispiel V des Zusatzes 6719 zum französischen Patent 349531) ein und erhitzt etwa Y2 Stunde lang auf 1500. Das Chlorbenzanthron löst sich mit schöner blauer Farbe sofort auf, die mit der Zeit langsam unter. Bildung des Farbstoffs in ein Rotviolett übergeht. Nach Beendigung der Reaktion nimmt man die Schmelze mit heißem Wasser auf, in dem sich der Farbstoff bzw. seine Leukoverbindung mit rotvioletter Farbe löst. Durch längeres Kochen der Lösung oder schneller durch Einleiten von Luft wird der Farbstoff ausgeschieden, alsdann wird derselbe abfiltriert und mit heißem Wasser gewaschen.
Man erhält so den Farbstoff, der frei von Chlor ist, in Form einer violettschwarzen
Paste oder in getrocknetem Zustand als dunkelviolettes Pulver, das in Wasser, verdünnten Säuren und Alkalien unlöslich ist. In kristallisiertem Zustand löst er sich in konzentrierter Schwefelsäure mit rein grüner Farbe, die sich auf Zusatz von Borsäure nicht verändert. In den meisten organischen Lösungsmitteln löst sich der Farbstoff nur sehr schwer; in Nitrobenzol z. B. mit schön rotvioletter Farbe
ίο und intensiv braunroter Fluoreszenz. Mit Alkalien bei Gegenwart von Reduktionsmitteln liefert er eine blaue Küpe, die auf Baumwolle blaue Färbungen liefert, dieselben gehen an der Luft in ein schönes rotstichiges Violett über.
Beispiel II.
In eine Lösung von 6 Teilen metallischen Natriums in 50 Teilen absolutem Alkohol werden 3 Teile Monobrombenzanthron (erhalten nach Beispiel I des Zusatzes 6719 zum französischen Patent .349531) eingetragen. Es löst sich mit blauer Farbe auf; man erhitzt im Ölbad 3 bis 4 Stunden auf 120 bis 1300, wobei die Masse allmählich erstarrt. Man nimmt mit heißem Wasser auf und gewinnt den Farbstoff-wie in Beispiel I.
Man erhält denselben in Form eines violett-' schwarzen Teiges, der sich in seinen Reaktionen kaum von dem nach Beispiel I erhaltenen unterscheidet. In konzentrierter Schwefelsäure löst sich der rohe Farbstoff mit grünblauer Farbe, die in ein schmutzig Olivgrün übergeht,' in reinem Zustand jedoch ebenfalls mit rein grüner Farbe. Der Farbstoff ist bromfrei. : . .
In Alkalien bei Gegenwart von Reduktionsmitteln löst er sich zu einer blauen Küpe, die Baumwolle in rotstichig violetten Tönen anfärbt.
Beispiel III.
Wird im Beispiel II das Monobrombenzanthron durch das Dibrombenzanthron vom Schmelzpunkt 2570 (erhalten nach Beispiel IV des Zusatzes 6719 zum französischen Patent 349531) ersetzt und sonst genau wie dort beschrieben weiter verfahren, so erhält man einen Farbstoff, der sich in seinem Aussehen von dem nach vorigem Beispiel erhaltenen nicht unterscheidet. In seinen Reaktionen und Eigenschaften zeigt er jedoch nicht unwesentliche Unterschiede; so löst er sich in konzentrierter Schwefelsäure in rohem Zustand mit rötlichbrauner Farbe, in reinem Zustand mit grüner Farbe, in Nitrobenzol rotviolett mit braunroter Fluoreszenz. Er ist bromhaltig. Mit Alkalien bei Gegenwart von Reduktionsmitteln liefert der Farbstoff eine blaue Küpe, die Baumwolle in blauen Tönen anfärbt; beim Waschen gehen dieselben in Rotviolett und beim Trocknen an der Luft wieder in Blau über.
Beispiel IV. ^
Wird im Beispiel I das Monochlorbenzanthron durch das Dibrombenzanthron (erhalten nach Beispiel IV des Zusatzes 6719 zum französischen Patent 349531) ersetzt und wie dort beschrieben mit alkoholischem Kali verschmolzen, so erhält man einen ebenfalls bromfreien Farbstoff, der in seinem Aussehen, seinen Reaktionen und Eigenschaften mit dem dort erhaltenen übereinstimmt.
Auf Baumwolle erhält man in der Küpe ebenfalls rotstichig violette Färbungen.
Beispiel V.
5 Teile absoluter Alkohol werden mit 100 Teilen wasserfreiem Xylol vermischt, allmählich mit 2 Teilen metallischem Natrium versetzt und am Rückflußkühler, der mit einem Natronkalkrohr verschlossen ist, im Ölbad bei HO bis 120° erhitzt. Das Natrium löst sich langsam unter Wasserstoffentwicklung auf, und das gebildete Natriumalkoholat ist, da es in Xylol unlöslich ist, in dem Verdünnungsmittel als äußerst fein verteilte, gelatinöse Masse suspendiert. Man gibt nun 10 Teile Chlorbenzanthron (dargestellt nach Beispiel V des Zusatzes 6719 zum französischen Patent 349531) zu und erhitzt im Ölbad bei etwa 140 bis 1500 so lange zum Sieden, bis alles Chlorbenzanthron in den Farbstoff umgesetzt ist.
Der gebildete Farbstoff ist im Xylol als fein verteilte violettblaue Masse suspendiert, die nach dem Erkalten abgesaugt, mit Xylol, dann mit Alkohol und schließlich mit heißem Wasser gewaschen wird. .
Man erhält so ein indigoblaues Pulver, das in seinen Eigenschaften und Reaktionen mit dem nach Beispiel II erhaltenen identisch ist.
In obigen Beispielen lassen sich an Stelle der dort genannten Halogenbenzanthrone auch die übrigen gemäß dem Verfahren des Zusatzes 6719 zum französischen Patent 349531 erhältlichen Halogenbenzanthrone verwenden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: .
    Neuerung in dem Verfahren des Patentes 185221, darin bestehend, daß man an Stelle der dort verwendeten Kondensationsprodukte hier die gemäß dem Verfahren des Zusatzes 6719 zum französischen Patent 349531 erhältlichen Halogenbenzanthrone : mit Ätzalkalien oder Alkalialkoholaten be-.■· handelt.
DENDAT194252D Active DE194252C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE194252C true DE194252C (de)

Family

ID=457409

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT194252D Active DE194252C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE194252C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE194252C (de)
DE210828C (de)
DE567922C (de) Verfahren zur UEberfuehrung carbocyclischer oder mehrkerniger heterocyclischer Halogen-verbindungen in halogenaermere oder halogenfreie Verbindungen
DE213505C (de)
DE541265C (de) Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Kondensationsprodukte
DE589639C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kuepenfarbstoffen
DE172609C (de)
DE413738C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Dibenzanthronreihe
DE113011C (de)
DE731425C (de) Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Anthrachinonfarbstoffen
DE237546C (de)
DE653319C (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonabkoemmlingen
DE507344C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe
DE253714C (de)
DE1164003B (de) Verfahren zur Herstellung von Anthrachinonfarbstoffen
DE190292C (de)
DE491429C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
DE481598C (de) Verfahren zur Herstellung indigoider Farbstoffe und deren Zwischenprodukte
DE648111C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen der Chrysenchinonreihe
DE133686C (de)
DE248996C (de)
DE270334C (de)
DE185223C (de)
DE878997C (de) Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Farbstoffen
DE745464C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen