DE7828783U1 - Untermatratze fuer liegemoebel - Google Patents
Untermatratze fuer liegemoebelInfo
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Description
Dint. -Ing. H. MITSCIIERLICH
Dipl.-Ing. K. GUNSC :l M Λ f) N
Or. rer. nat. V/. K Ö R B E R Dlpl.-lng. J. SCHMIDT-EVERS
MÜNCHEN 22, Steinsdorfstr. 10
Untermatratze für Liegemöbel·
Die Erfindung .betrifft eine Untermatratze für Liegemöbel·, mit einem Rahmen, welcher zwei Längssch&nkel
aufweist, an deren Innenseite, paarweise einander gegenüberliegend,
el·astische Abstützkörper für in Querrichtung
zur Liegemobe^Langsaehse angeordnete Federbrücken befestigt
sind.
Seit etwa andertha^ Jahrzehnten sind Bettenunterfederungen
auf dem Markt, mittel·st welchen eine anato-
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misch verbesserte Liegefläche gegenüber den alten herkömmlichen Sprungfederrahmen erzielt worden ist. Diese
weisen quer zur Körperlängsachse liegende federnde Holzleisten
auf, welche an ihren beiden Enden in Lagerkörpern gehalten werden, die aus elastischem Material bestehen,
und sich so flexibel, d.h. der Körperkontur folgend, bewegen können. Diese Betten weisen einen Portschritt auf
gegenüber allen früheren Systemen und auch gegenüber solchen mit starrer seitlicher Lagerung. Für solche Lattenunterfederungen
werden vorwiegend Schäumstoff-Obermatratzen
als Auflage verwendet. Diese Obermatratzen eignen sich durch ihre Einfederungs-Eigenschaften· cowie ihre Wäriuehalhaltungsvermögen
hervorragend. Allerdings muss man bestrebt sein, die Druckauflage so grossflächig wie nur möglich zu
halten. Mit der Lattenfederung bietet das einige Schwierigkeiten. Eine Federleiste braucht eine bestimmte Dicke, damit sie ihre Stabilität behält, und muss andererseits eine
gewisse bestimmte Tragkraft aufweisen, die dann mit den bisher bekannten Systemen nur durch Variierung der Federleistenbreite
geregelt werden kann.
Die konventionellen, zur Zeit auf dem Markt erhältlichen Liegemöbel bilden ferner bekanntlich eine funktioneile
Einheit verschiedener zusammenwirkender Systeme, die zwar dem Liegemöbel als Ganzes sein Gepräge geben, je~
doch einzeln konstruiert und eingebaut werden und auch beim
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Gebrauch separat zur Wirkung kommen. Demgemäss unterscheidet man an herkömmlichen Liegemöbeln, unter anderem
1) das Abstützsystem, das die nachgiebige Lagerung der Querlatten bewirkt,
2) die Möglichkeit der Härteregulierung (Federeharak-
2) die Möglichkeit der Härteregulierung (Federeharak-
teristik) der Querlatten (z.B. bei Uebergewicht) und
3) Vorrichtungen zur Höhenverstellung einzelner Querlattengruppen (Lenden- oder Schulterpartien), wobei
die stufenlose Höhenregulierung einzelner Querlatten
(zur orthopädischen Anwendung an beliebiger Stelle
des Liegemöbels bisher nicht realisierbar war.
Jedes einzelne dieser drei Systeme wurde im Laufe der beiden letzten Jahrzehnte von relativ primitiven Anfängen
unter ständiger Verbesserung des Liege- und Schlafkomforts wexterentviickelt, ohne dass es Jedoch gelungen wäre,
die dreifache Wirksamkeit zu einem einzigen System zusammenzufassen.
Vom zweifachen Gesichtspunkt der Lastaufnahme und \ der Durchlüftung her gesehen muss die Pederleistenanordnung
eines Ldegemöbels zwei einander widersprechenden Kriterien (
angepasst sein: Bei gegebener Leistendicke sollte die Federleiste im Hinblick auf die Aufnahme auch grosser Kräfte
und die Vermeidung übermässiger Durchbiegungen möglichst breit sein; gut durchlüftet is-t die Liegefläche aber dann,
wenn schmale Leisten mit grossen, der Luft Zutritt gewäh-
renden Zwischenräumen gewählt werden.
Da die spezifische Druckaufnahme und Biegefähigkeit einer Federleiste wesentlich durch deren Dicke mitbestimmt
ist und diese bei der Wahl der Federleisten-Parameter
eine gegebene Grosse darstellt, bleibt rür den Liegemöbel-Konstrukteur
noch die Wahl der Breite und gegenseitigen Abstände der Federleisten. Hier cetzt aber das
oben angedeutete zweifache Kriterium eine deutliche Grenze, so dass die bisher bekannten Liegemöbel in den meisten Fällen
entweder schlecht durchlüftet waren, oder ungenügende Abstützeiger.schaften aufwiesen.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Untermatratze für Liege- und Sitzmöbel in Vorschlag
zu bringen, welche die drei Funktionen der Abstützung sowie der stufenlosen Härte- und Höhenregulierung in einem
einzigen System vereinigt, einen grossen Variationsbereich in der Anpassung an individuelle Gegebenheiten bietet und
überdies eine Aufteilung der die Obermatratze tragenden Abstützfläche gestattet, welche sowohl eine genügende
Durchlüftung als auch eine allen Anforderungen gerecht werdende Abstützcharakteristik gewährleistet.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass
jede Federbrücke mindestens eine in ihrer Längsrichtung verlaufende, schlitzartige Ausnehmung aufweist, welche
die Federbrücke mindestens auf einem Grossteil ihrer Ge-
- ίο -
samtlänge in parallele Federleisten unterteilt.
Schon von der Aufgabenstellung her unterscheidet sich das neue System in wesentlicher Hinsicht von allen bisher
bekannten Liegemöbel-Bauarten: Während die bekannten elastischen Stützorgane lediglich eine elastische - und im
besten Falle der Körperform sich anpassende - Trag- und Gegenhaltefunktion
realisieren, muss bei dem neuen Abstützorgan von einer dreifachen Hauptfunktion gesprochen werden,
die ferner noch durch weitere sekundäre, jedoch im ganzen gesehen nicht unwichtige HdIfsfunktionen ergänzt wird. Das
neue elastische Stützorgan
- stützt den ruhenden bzw. schlafenden Körper auf breiter und dennoch gut durchlüfteter Auflage
elastisch ab, indem es sich den Körperformen
■*·5 und der sich im Schlafen ändernden Körperlage
selbsttätig anpasst,
- gestattet die stufenlose Regulierung der Federcharakteristik jeder einzelnen Federbrücke In
einem weiten Regelbereich und
^Q - ist ferner gemäss einer bevorzugten Variante
so konstruierbar, dass jede einzelne Federbrücke für sich um ein beträchtliches Mass in der Höhe ■
verstellbar ist und damit den natürlichen Körpereinbuchtungen sov/ie speziell anzuhebenden
2^ Körperteilen bei Patienten leicht angepasst vier-
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den kann.
Diese drei an einem einzigen konstruktiven System, ψ-
d.h. der neuen geteilten Federbrücke, verwirklichten Haupt- U
funktionen, werden durch weitere Vorteile, wie z.B. die brei-f
tere Abstützfläche der Obermatratze, die Vermeidung breiter : Spalte, in welchen Teile der Obermatratze strapaziert
v/erden j die wirksame Durchlüftung etc. ergänzt. 1
Auf der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungs-'
beispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt anhand einer perspektivischen Teil- )
darstellung der neuen Untermatratze eine Federbrücke vor ;
deren Montage, \
Fig. 2 bis h sind Vertikalschnitte des elastischen ■
Abstützkörpers, f
Fig. 5 zeigt perspektivisch eine Konstruktions- I
Variante des elastischen Abstützkörpers, J
Fig. 6 ist ein Vertikalschnitt durch eine Feder- $
brücke quer zur Längsachse der Untermatratze, |:
Fig. 7 zeigt die Federbrücke in perspektivischer Ansicht von unten nach deren Montage,
Fig. 8 und 9 veranschaulichen eine Ausführungsform eines zur Verstellung der Höhe und/oder Härte der
Federbrücke dienenden Distanzvariators, Fig. 10 bis 16 zeigen die konstruktive Ausbildung
sowie die Montage eines Stabilisierungsgurtes und die
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Fig. 17 bis 20 veranschaulichen einige konstruktiv
tive Varianten.
Gemäss Fig. 1 ist am Längsschenkel 1 eines Liegemöbels
ein elastischer Stützkörper 2 befestigt, der seinerseits zur elastischen Abstützung einer aus drei Federleisten
Ja3 3b, 3c bestehenden Federbrücke 3 dient. Die »
Federleisten 3a, 3b und 3c weisen an ihren beidseitigen Enden je eine zentrale Nut 4 auf, mittels welcher sie jeweils
in zwei identischen Abstützkörpern 2 verankert wer-
10 den können.
Die je einem Abstützkörperpaar 2 zugeordnete Feuerbrücke 3 besitzt somit eine Ausnehmung A (Fig. 1),
welche die Federleisten 3a/3b voneinander trennt und die sich bei der beschriebenen Ausführungsform über die Gesamtlänge
der Federleisten 3a/3b erstreckt. Gemäss einer Variante wäre es auch möglich, dass die beiden Federleisten
3a./3b an ihren Enden miteinander verbunden sind und sich - die Ausnehmung A somit nur über einen Grossteil der Federleistenlänge
erstreckt.
Jeder elastische Stützkörper 2 besitzt ein Unterteil 5s das in bekannter Weise auf zwei seitlich aus dem
Längsschenkel 1 herausragenden Zapfen 6, die in Oeffnungen
7 hineinragen, verankert ist. Das nach oben konvex gekrümmte Unterteil 5 trägt einen in seiner Gesamtheit mit 8 be-
- 13 -
zeichneten Federleistenträger, welcher seine konvex nach
unten gekrümmte Fläche dem Unterteil 5 zuwendet. Unterteil 5 und Federleistenträger 8 sind in ihrem gemeinsamen Mittelbereich
über eine Zone M miteinander verbunden, vorzugsweise sogar einteilig hergestellt, und bilden eine
Art Doppelwippe, deren vielfältige Funktion sich aus der nachfolgenden Beschreibung noch ergeben wird.
Der Federleistenträger 8 weist zwei auf der gleichen Horizontalebene liegende, praktisch quaderförmige
elastische Nocken 9 auf, die als Kalteorgane für die Federleisten 3a/3b dienen und in ihrem oberen Bereich durch
ein Deckband 10 miteinander verbunden sind. Bei der Montage werden die beiden Federleisten 3a und 3b mit ihren
Nuten 1I über die Nocken 9 geschoben und sind dann in denselben
sicher arretiert.
Der Federleistenträger 8 besteht somit einerseits aus einem elastischen Werkstoff, vorzugsweise Gummis und
ist ausserdem so auf dem Unterteil 5 gelagert, dass er parallel
zur angrenzenden Seitenfläche des LängsSchenkels 1 wippende Bewegungen ausführen und sich damit um die Längsachse
der Federbrücke 3 in beschränktem Ausmasse drehen kann. Dank seiner vielseitigen Bewegungsmöglichkeiten kann
sich der Federleistenträger jeder beliebigen Belastung anpassen und diese dttrch eine entsprechende elastische Reaktion
abfangen. Diese elastisches selbsttätig sich einstel-
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!ende Reaktion ist zur Erzielung der gewünschten Anpassung
des Abstützsystems an die von Liegezone zu Liegezone unterschiedlichen
Lastverhältnisse von ausschlaggebender Bedeutung.
Gegenüber den bekannten Federlattensystemen entsteht hier dank der Unterteilung der bekannten Federlatte
in zwei Federleisten für die Obermatratze bei gleichgebliebenem Abstand und gleichgebliebenem Federwiderstand
eine breite Abstützfläche, die durch den Zwischenraum der Federleisten 3a/3b dennoch eine gute Durchlüftung zulässt.
Ausserdem wird das Ueberzugsmaterial der Obermatratze geschont, da der Abstand der Federleisten 3a/3b relativ schmal
ist und ferner auch die gegenseitigen Abstände zweier benachbarter Federbrücken 3 gegenüber den bekannten Sytemen
kleiner geworden sind, so dass somit das Risiko des iJtr'apazierens
von Matratzenmaterialien verringert ist.
Gemäss einer Ausführungsvariante können die beiden
Haltenocken 9 leicht, z.B. um 2 bis 7°, gegen die zentrale Symmetrieachse des Abstützkörpers 2 geneigt sein, so dass
sie bei Belastung die Vertikallage nach Fig. 2 und 3 einnehmen. Im praktischen Belastungsfall wird sich allerdings
je nach Grosse und Angriffswinkel der Last jede Federbrükke
individuell einstellen (vergl. beispielsweise Fig. 4), wobei die beiden Federleisten 3a/3b derselben Federbrücke
je nach Beanspruchung ohne weiteres auch verschieden rea-
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- 15 -
gieren können.
Wie Fig. 1 zeigt, weist der Federleistenträger 8 im Mittelbereich eine Mulde 11 auf, in deren Mitte ein
weiterer Haltenocken 12 angeordnet ist. Dank dieser Massnähme lässt sich unterhalb der beiden Federleisten 3a/3b
die dritte Federleiste J>c verankern, Vielehe der Federbrücke
3 eine Reihe weiterer Anpassungsmöglichkeiten gestattet.
Durch die Anbringung dieser zusätzlichen dritten Federleiste 3c lässt sich einerseits die Härte der Untermatratze
an beliebiger Stelle nach Wunsch verändern. Andererseits kann durch eine weitere konstruktive Variante
nicht nur eine weitere Härteversteliung, sondern auch eine Höhenregulierung der Federbrücke 3 erzielt werden,
wie dies die Fig. 6 bis 9 zeigen. Zu diesem Zwecke sind zwischen den beiden oberen Federleisten 3a/3b und der
unteren Federleiste 3c zwei Distanzvariatoren 13 so angeordnet, dass diese sich in Richtung der Doppelpfeile 1H
aufeinander zu bzw. voneinander weg verschieben lassen. Die Distanzvariatoren 13 bestehen vorzugsweise aus einem
gleitfähigen Kunststoff. Beim Verschieben derselben werden die beiden oberen Federleisten 3a/3b um so stärker angehoben,
je mehr sich die Distanzvariatoren ihrer äusseren Extremlage gemäss Fig. 6 annähern.
Die Distanzvariatoren 13 sind so konstruiert,
dass sie rittlings auf der unteren Federleiste 3c sitzen
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und sowohl auf dieser selbst als auch im Zwischenraum der beiden oberen Pederleisten 3a/3b geführt sind. Bei
der gezeigten Ausführungsform'weist jeder Distansvariator
13 einen nach oben zwischen die beiden Federleister* 3a/3b
ragenden Führungszapfen 15 auf und ist im unteren Bereich
mit zwei sich rechtwinklig kreuzenden, auf verschieden hohen Ebenen liegenden Führungsnuten l6 und 17 versehen.
Ist der Distanzvariator 13 beispielsweise auf der unteren Federleiste 3c mittels der Führungsnut 16 geführt, so
lässt sich durch einfaches Umsetzen um 90 eine weitere Höhenverstellung der Federbrücke erreichen.
Eine zusätzliche Möglichkeit der Höhenregulierung und individuellen Häx-teeinstellung jeder einzelnen
Brücke kann gemäss Fig. 8 und 9 auch dadurch erzielt werden, dass die Distanzvariatoren 13 stapelbar ausgebildet |
sind und zu diesem Zwecke an ihrer Unterseite jeweils eine f
Bohrung 18 aufweisen, in welche der Zapfen 15 hineinpasst; f.
so lassen sich zwei oder menrere Distanzvariatoren 13 nach Fig. 9 übereinanderstecken.
Eine Verschiebung der Distanzvarxatoren 13 wird übrigens stets eine kombinierte Verstellung der Höhe und
ider Härte der Federbrücke mit sich bringen. Die geringste Beeinflussung der Federhärte bei gleichzeitiger grösstmöglicher
Höhenlage ergibt die Exfcremposition nach Fig. 6,
in welcher die Distanzvariatoren 13 ihren grössten gegen-
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- 17 - .
seitigen Abstand aufweisen.
Gegenüber der Unterseite der beiden obern Federleisten
3a/3b ist die untere Aufnahmeflache der Mulde 11
höchstens um das Dickenmass der Federleiste 3c nach unten
versetzt. Vorzugsweise ist dieses zur Aufnahme der dritten Federleiste 3c bestimmte Mass etwas kleiner als die Federleistendicke gehalten. Dadurch wird die dritte, untere Federleiste
3c in der Mulde 11 verklemmt und übt dementsprechend auf den darunterlxegenden Abschnitt des Federleistenträgers
8 einen steten Druck aus. Der Federleistenträger 8 wird dadurc'^ in sich verhärtet und gibt den senkrecht oder
schräg einwirkenden Belastungen weniger nach.
Durch das Einklemmen der dritten Federleiste 3c wird aber auch erreicht, dass die beiden oberen Federleisten
3a/3b, ja die gesamte Federbrücke, eine kompaktere Einheit bilden. Während die beiden oberen Federleisten 3a/3b normalerweise
auch unabhängig voneinander auf verschieden angreifende Kräfte reagieren können, werden dieselben durch
die von der unteren Federleiste 3c ausgeübten Klemm- und Spannkräfte funktionell miteinander gekoppelt. Dies kann
für bestimmte orthopädische Anwendungen zwecks lokaler Erhöhung der Federhärte von Bedeutung sein. i
Die beschriebene Konstruktion kann vom Fachmann in mannigfaltiger Weise abgewandelt werden. So kann es beispielsweise
möglich sein, den Federleistenträger 8 (Fig. 1)
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im Hinblick auf eine andere Montageart der Federleisten mit einer separaten Sicherungsspange 19 (Fig. 5) zu versehen,
die an die Stelle des Deckbandes 10 tritt. Die Sicherungsspange 19 ist an ihren Enden mit Haltebügeln 19a
versehen, Vielehe die entsprechend ausgebildeten Randpartien des Federleisterrträgers 8a umfassen. Bei dieser Variante
können die Enden der Federleisten 3a/3b somit von oben auf die Nocken 9 aufgesetzt und dann mictels der Sicherungs- I
spange 19 arretiert werden.
Um die elastischen Reaktionskräfte der Abstützkörper 2 auszugleichen, eine gewisse Synchronisierung der
elastischen Reaktion zweier benachbarter Federleisten zu erzielen und auch im Mittelbereich der Federbrücken die erwünschten
Gegenfederungs- bzw. Rückstellkräfte wirksam werden zu lassen, kann die Anbringung eines Stabilisierungs-
) gurtes 20 zweckmässig sein. Gemäss einer in Fig. 10 bis 12
dargestellten Ausführungsform weist ein solcher, aus Gummi hergestellter Stabilisierungsgurt 20 im Bereich jeder Federbrücke
zwei zu seiner Längsachse parallele Schlitze 21 auf, deren Länge L in etwa der oberen Gesamtbreite L' (Fig.l)
der Feuerbrücke 3 entspricht. Wie ?ig. 10 zeigt, werden die
beiden Federleisten 3a und 3b nach dem Einschieben cjurch die
beiden Schlitze 21 elastisch arretiert, indem ein Stift 2£
oberhalb der zwischen den Schlitzen 21 liegenden Gurt zunge 23 durch zwei seitlich angebrachte Oesen 2*1 geschoben wird.
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- 19 -
Fig. 12 zeigt den montierten Stabilisierungsgurt 20 an «
der mit 25 bezeichneten Untermatratze. Bei der dargestell- I
ten Ausführungsform ist der Stift 22 zylindrisch. Da sich I
I'1' die beiden beidseits des Stiftes 22 angeordneten Pederlei- |
sten 3a/3b immer wieder bewegen und dabei durchaus ver- J
schieden grossen und unterschiedlich gerichteten Kräften ,
ausgesetzt sein können, rollt die Gurtzunge bei jeder ge- !r
genseitigen Winkelbewegung der Tsderleisten etwas auf dem '■
Stift 22 ab, so dass die auftretente Reibung sehr gering ;
gehalten wird. f
Die Gurtausbildung nach Fig.. 10 bis 12 stellt le- f
diglich ein Ausführungsbeispiel dar, das in verschiedener | Weise variiert werden kann. So wäre es möglich, für jede <
Federleiste 3a/3b eine oder mehrere Gurtzungen 23 auszu- j
-L-) stanzen, um damit die Federleisten elastisch ohne zusatz- f
liehe Sicherungselemente 22 zu halten. §
ί Eine weitere Ausbildungsform des Stabilisierungs- fe
gurtes zeigen die Figuren 13 bis 16. Gemäss dieser kon- fi
struktiv unkomplizierten und doch sehr funktionstüchtigen Variante weist der Gurt 38 an seiner Kreuzungsstelle mit
den beiden Federleisten 3a/3b einen in seiner Mittelachse liegenden Längsschlitz 39 auf. Die beiden Federleisten
3a/3b werden dabei so durch diesen Schlitz 39 geführt, dass sie abwechselnd einen der den Schlitz begrenzenden
Gurtabschnitte 38a bzw. 38b unter- bzw. übergreifen. Durch
- 20 -
entsprechende Bemessung der Schlitzlänge kann eine feste elastische Umschlingung der Federleisten und eine sichere
Dxstanzhalterung sowie elastische Stabilisierung derselben erreicht werden. Um der Gefahr des Ausreissens zu begegenen,
wird der Schlitz 39 an seinen Enden durch je eine gerundete Erweiterung 39a begrenzt.
Wie ferner Fig. 15 und 16 zeigen, können die
Gurtabschnitte 38a/38b an ihren Unterseiten im Kreuzungsbereich mit Nocken ^40 versehen sein, welche an den benach-
barten Kanten der Federleisten 3a/3b anliegen und zur weiteren Verbesserung der Stabilität und Dxstanzhalterung
beitragen.
Gemäss Fig. 17 könnte der Erfindungsgedanke auch an einem relativ einfachen Ausführungsbeispiel realisiert
werden. Die Figur zeigt ein bekanntes Profil 26 (vgl. CH-PS ff·
388.561), an dessen Steg 27 beidseits jeweils eine Federleiste 3a, 3b anliegt. Die beiden Federleisten werden durch i
eine Klammer 28 am Steg 27 geha.1ten. Die zwischen den Feder-1
leisten 3a/3b befindliche Ausnehmung A entspricht hier der Breite des Steges 27. Die Klammer 28 kann beispielsweise aus §
Kunststoff oder Stahl bestehen und selbstverständlich wäre
- 21 -
es für den Fachmann keine Schwierigkeit, anstelle der dargestellten
Klammerkonstruktion ein anderes Halteglied für die beiden Pederleisten zu entwerfen.
Fig. 18 zeigt eine Variante zu dem in Fig. 1 dargestellten Abstützkörper 2. Während das Unterteil 5 gleichgeblieben
ist, weist der hier mit 29 bezeichnete Federleistenträger zur Aufnahme der Federleisten 3a,3b,3c drei Taschen
30, 31j 32 auf. Diese Taschen werden vorzugsweise im
Querschnitt etwas knapper als der Federleistenquerschnitt gehalten, damit die Endabschnitte der Federleisten elastisch
eingeklemmt werden können. Auch diese Variante des Abstützkörpers 2 besteht aus elastischem Material, vorzugsweise
Gummi, und lässt sich entweder einteilig spritzen oder aus mehreren Teilen zusammensetzen.
Wie ferner Fig. IQ zeigt, lässt sich der Abstützkörper
2 auch so ausbilden, dass er rohrförmige Federelemente 33 aufnehmen kann. Zu diesem Zwecke sind zwecks
Aufnahme der rohrförmigen Federelemente 33 drei kreiszylin-. dresche Taschen 3*1, 35, 36 vorgesehen, in welche sieh die
Enden der rohrförmigen Federelemente 33 einpressen lassen. Die Rohre 33 können aus Plastik oder Holz bestehen und gemäss
einer weiteren Variante liessen sich statt Rohre auch massive Holz- oder Plastikstäbe von kreisförmigem, ova.lem
oder beliebig polygonalem Querschnitt verwenden.
Auch zu dieser zuletzt beschriebenen Variante
■ · · t J ί I
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lässt sich ein Paar Distanzvariatoren 37 verwenden, deren Querschnitt Fig. 20 zeigt. Die Distanzvariatoren 37 lassen
sich auch hier gleitend an den Aussenflächen der rohrförmigen
Pederelemente 33 verschieben, womit sich die Härte und Höhe der Federbrücke in bereits beschriebener Weise
regulieren lassen.
Der Fachmann wird den Erfindungsgedanken in verschiedener
Hinsicht weiter ausgestalten können, ohne dadurch den in den Patentansprüchen definierten Schutzbereich
zu überschreiten. So könnten die Abstützkörper 2 beispielsweise auch zweiteilig hergestellt werden und die
beiden Teile in ihrem Mittelbereich miteinander verbunden sein.
Während die drei Federleisten 3a, 3b, 3c zwar
grundsätzlich hinsichtlich Breite, Dicke und Profil voneinander abweichen können^ weisen sie gemäss einer bevorzugten
Ausführungsform die gleichen Abmessungen auf.
Auch wäre es möglich, statt der beiden oberen Federleisten 3a3 3t>
mehrere solcher Federleisten anzuordnen, die dann zwei oder mehr Ausnehmungen A aufweisen würden.
Der Patentanwalt
■/ι
Claims (1)
- Patentanwälte _ —,Dip!.· ing. H. fcHTSCHERUCH XJDipl -!ng. K. SUNSCHfJANN ·· ·"*· .**· **T .*'..". ^Dr. XZT. XBLVI. KORBER · .". ' ί ί ". ' .**. .*DipL-fcg. J. SCHMIDT-EVERS .1.'..* "..**..' "..'.:.. Steinsdorfstr.10.8000 MÖNCHEN 22 18. März 1982Gebrauchsmusteranmeldung G 78 28 783.9 MAEPAL AGSchutsansprüche1) Untermatratze für Liegemöbel, mit einem Rahmen, welcher zwei Längsschenkel aufweist, an deren Innenseite, paarweise einander gegenüberliegend, elastische Abstutzkörper für in Querrichtung zur Liegemöbel-Längsachse angeordnete federbrücken befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede Federbrücke (3) mindestens eine in ihrer Längsrichtung verlaufende, schlitzartige Ausnehmung (A) aufweist, welche die Federbrücke (3) mindestens auf einem Grossteil ihrer Gesamtlänge in parallele Federleisten (3a/3b) unterteilt, wobei sämtliche, eine Federbrücke (3) bildende Federleisten (3a/3b/3e) in einem Abstützkörperpaar (2) lösbar verankert sind.2) Untermatratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Federbrücke (3) durch eine zentrale durchgehende Ausnehmung (A) in zwei voneinander getrennte Federleisten (3a/3b) unterteilt ist, deren Endabschnitte jeweils am Oberteil eines einzigen Abstützkorperpaares (2) verankert sind.3) Untermatratze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Abstützkörper an seinem Unterteil zwei im gegenseitigen Abstand angeordnete Halteorgane (7) aufweist, die sich lösbar auf zwei entsprechend geformte, an der Innenfläche der betreffenden Längszarge (1) befestigte Aufnahmeorgane (6) aufschieben lassen.4) Untermatratze nach einem der Ansprüche 2 und 3 j dadurch gekennzeichnet, dass jeder Abstützkörper aus einem gummielastischen Material besteht und an seinem Oberteil Aufnahmeorgane (9/12) aufweist, an welchen sich mindestens zwei Pederleisten (3a3 3b, 3c) lösbar durch ReibSchluss verankern lassen.5) Untermatratze nach einem der Ansprüche 2 bis \ wobei jeder Abstützkörper einen auf zwei seitlich am Längsschenkel des Liegemöbels herausragenden Zapfen gelagerten Unterteil besitzt, dadurch gekennzeichnet, dass die nach oben weisende Aussenflache des Unterteils (5) konvex nach oben gekrümmt ist, in deren Mittelbereich ein nach Art einer Wippe ausgebildeter, nach unten konvex gekrümmter Federleistenträger (8) angeordnet ist, der mindestens zwei zur Verankerung der Federleistenenden dienende Halteorgane (9) aufweist.6) Untermatratze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Halteorganen (9), um höchstens eine Federleistendicke nach unten versetzt, ein weiteres Halteorgan (10) für eine dritte Federleiste (3c) angeordnet ist, welche somit symmetrisch zur Längsachse der Federbrücke (3) unterhalb der beiden erstgenannten Federleisten (3a/3b) liegt und deren Enden jeweils in eine Mulde (11) entsprechender Breite des Gederleistenträgers (8) hineinragen.7) Untermatratze nach Anspruch 63 dadurch gekennzeichnet, dass die genannte dritte Federleiste (3c) als Ab-Stützung für zwei lose gleitend verschiebbare Distanzvaria- itoren (13) dient, und dass jeder dieser Distanzvariatoren ^ (13), die vorzugsweise aus einem gleitfähigen Kunststoffhergestellt sind, einen nach oben, in die Ausnehmung (A) ?zwischen den beiden oberen Federleisten (3a, 3b) hineinra- fjgenden Führungszapfen (15) aufweist und an seiner Unter- tef seite mindestens eine dem Profil der unteren Federleiste I(3c) angepasste Führungsnut (16, 17) besitzt, derart, dass \ sich die Distanzvariatoren (13) im Zwischenraum zwischen
den beiden oberen Federleisten (3a/3b) einerseits und der fi dritten, unteren Federleiste (3c) andererseits nach Belieben zwecks Einstellung der Höhe bzw. der Härte der Federbrücke (3) verschieben lassen.8) Untermatratze nach Anspruch 7, dadurch ge-kennzeichnet, dass jeder Distanzvariator (13) an seiner |Unterseite zwei sich rechtwinklig kreuzende und auf ver- '!schieden hohen Ebenen liegende Führungsnuten (16, 17) auf- !weist. I9) Untermatratze nach einem der Ansprüche 7 und jji 8j dadurch gekennzeichnet, dass jeder Distanzvariato-r (13) |an seiner Unterseite eine zentrale Bohrung (18) besitzt, fderen Durchmesser mindestens demjenigen des Führungszap- ■
fens (15) entspricht, zu dem Zwecke, dass sich zwei oder
mehrere Distanzvariatoren (13) übereinanderstecken lassen.
10) Untermatratze nach Anspruch 53 dadurch gekennzeichnet, dass die Halteorgane des Federleistenträgers (8)
als praktisch quaderförmige, elastische Nocken (9) ausge-bildet und an ihren Oberteilen durch ein Abdeckelement (10) miteinander verbunden sind, welches sich praktisch über die Gesamtlänge des Federleistenträgers erstreckt, beidseits über die beiden Haltenocken (9) hinausragt und somit als obere Halterung der Federleisten-Endabschnitte dient.11) Untermatratze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement als lösbare Spange (19) ausgebildet ist, die an ihren Enden Sicherungsmittel (19a) zur beidseitigen Verankerung am Federleistenträger (8a) besitzt.12) Untermatratze nach Anspruch 2, wobei in Längsrichtung des Liegemöbels mindestens ein sämtliche Federbrücken überdeckender und elastisch miteinander verbindender Stabilisierungsgurt angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabilisierungsgurt (20) im Bereich jeder Federbrücke (3) zwei parallele Schlitze (21) aufweist, welche sich etwa über die obere Gesämtbreite (L1) der Federbrücke erstrecken, und dass ferner auf den im Mittelbereich der Schlitze verbleibenden Randabschnitten des Stabilisierungsgurtes je eine Oese (22I) zur lose drehbaren Aufnahme eines zylindrischen Arretierungsstiftes (22) angeordnet ist.13) Untermatratze nach Anspruch 2, wobei in Längsrichtung des Liegemöbels mindestens ein sämtliche Federbrükken überdeckender und elastisch miteinander verbindender Stabilisierungsgurt angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stabilisierungsgurt <33) an seiner Kreuzungsstellemit den beiden Federleisten (3a/3t>) einen in seiner Mittelachse liegenden Längsschlitz (39)-aufweist, und dass die Federloisten (3a/3b) so durch den Längsschlitz (39) geführt sind, dass sie abwechselnd einen der den Längsschlitz (39) begrenzenden Gurtabschnitte (38a,38b) unter- bzw. übergreifen.IH) Untermatratze nach Anspruch 13, dadurch gekenn zeichnet, dass die Gurtabschnitte (38a, 38b) an ihren Unter-Seiten im Kreuzungsbereich mit mindestens je einer Nocke(20) versehen sind, welche an den Kanten der Federleisten (3a, 3b) anliegen.15) Untermatratze nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Halteorgane in dem Federleistentrager ausgesparte Taschen (30, 31, 32, J>h, 35, 36) sind.16) Untermatratze nach Anspruch 15 3 dadurch gekennzeichnet, dass die Federleisten als Holz- oder Plastik-(j rohre C33) ausgebildet sind.17) Untermatratze nach Anspruch 1, dadurch ge-kennzeichnet, dass zwei getrennte Federleisten (3a, 3b) mit «ihren beidseitigen Enden am Steg (?7) eines Abstützkörpers (26) anliegen und durch mindestens zwei Klammern (28) gehalten sind.
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