DE747667C - Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen fettfreien hochmolekularen Produkten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen fettfreien hochmolekularen Produkten

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DE747667C
DE747667C DEO22156D DEO0022156D DE747667C DE 747667 C DE747667 C DE 747667C DE O22156 D DEO22156 D DE O22156D DE O0022156 D DEO0022156 D DE O0022156D DE 747667 C DE747667 C DE 747667C
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DEO22156D
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Dr Arno Russe
Dr Johannes Zickermann
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07KPEPTIDES
    • C07K1/00General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length
    • C07K1/107General methods for the preparation of peptides, i.e. processes for the organic chemical preparation of peptides or proteins of any length by chemical modification of precursor peptides

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  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen fettfreien hochmolekularen Produkten Es wurde gefunden, daß man sehr wertvolle, in den mannigfachsten Industrien v ercvendbare wasserlösliche hochmolekulare Produkte, die sich dadurch auszeichnen, daß man von fettfreien Rohstoffen ausgeht, erhalten kann, wenn man Rückstände der sauren bzw. alkalischen Mineralölraffination in Form ihrer Sulfonsäurechloride auf wäßrige Lösungen von natürlichen Eiweißstoffen in alkalischem Medium einwirken läßt.
  • Als natürliche Eiweißstoffe kommen alle hochmolekularen Eiweißstoff e in Frage, z. B. I_.eim,Gelatine,Casein,Blutalbumin,Eialbumin, Hefeeiweiß. Sie werden zur Durchführung des Verfahrens in Wasser gelöst; bei in neutraler Lösung unlöslichen Eiweißstoffen, wie Casein, wird der wäßri,gen Flotte so viel Alkali zugesetzt, daß eine Lösung des wasserunlöslichen Eiweißstoffes unter Bildung des entsprechenden Salzes stattfindet.
  • Die Sulfochloride werden aus den alkalischen bzw. sauren Raffinationsprodukten in behannter Weise hergestellt und mit den er-«-ähnten Eiweißstoffen in alkalischem Medium umgesetzt. Hierbei können Alkalien der verschiedensten Art, im besonderen Natrium-, Kaliutnhydroxyd. Natrium- und Kaliumcarbonat, angewandt werden. Es kann bei erhöhter Temperatur kürzere oder längere Zeit gearbeitet werden. Man hat dabei immer dafür Sorge zu tragen, daß das Umsetzungsgemisch alkalisch reagiert.
  • Sämtliche aus den obenerwähnten Rohstoffen nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Sulfortsäurederiv ate. wie ihreAlkalisalze, lösen sich in Wasser, in Salzlösungen und Laugen auf, ohne Abscheidungen zu geben. Sie schäumen stark und besitzen Netz-, Wasch-, Emulgier-, Dispergier-, Egalisier-und Weichmachungsvermögen. Die Verfahrensprodukte zeichnen sich bei guter Wirksamkeit vor allem auch dadurch aus, daß sie aus reichlich zur Verfügung stehenden fettfreien Rohstoffen hergestellt «-erden. Die Produkte sind darüber hinaus, da sie aus Ab- fallstoffen zu gewinnen sind, auch sehr wohlfeil. Sie können in den verschiedensten Industrien, bei .denen die obenerwähnten Eigenschaften eine Rolle spielen, z. B. in den Arbeitsprozessen der Farben-, Papier--. Textil- und Lederindustrie, angewandt werden. Sie lösen sich unter starker Schaumbildung auf und lassen sich z. B. im Zerstäubungstrockner in pulverförmige Produkte überführen. Bei geeigneter Wahl der Ausgangsstoffe kann man vollkommen Belle, geruchlose Pulver erhalten. Beispiel i io Gewichtsteile Casein werden in iao Gewichtsteilen heißen Wassers gelöst, wobei zur Neutralisation allmählich iRauinteil 32,5°!oiger Natronlauge zugesetzt wird. Nach dem Abkühlen der erhaltenen Caseinnatriumlösung setzt man io Gewichtsteile saurer 1lineralölraffinationsrückstände (Säer eharze) in Form ihrer Sulfochloride und gleichzeitig Natronlauge bis zur alkalischen Reaktion hinzu. Das Umsetzungsgemisch wird 2 Stunden lang auf 5° erwärmt und, gegebenenfalls unter Zusatz von Natriumsulfat, in ein Pulver übergeführt. Beispiel 2 io Gewichtsteile Hautleimpulver werden in °5o Gewichtsteilen heißen Wassers gelöst und mit io Gewichtsteilen alkalischer Mineralölraffinationsrückstände (Seifenöl) in Form ihrer Sulfoc hloride unter Wahrung alkalischer Reaktion bei 8o' vermischt. Danach hält inan 3 Stunden lang die Temperatur auf 75° und führt das Umsetzungsgut in ein Pulver über. Beispiel 3 io Gewichtsteile Casein werden in 5o Gewichtsteilen heilien Wassers unter Zusatz von 1,2 Raumteilen 37,8°Iloiger Kalilauge gelöst. Nach dem Abkühlen auf 7o° vermischt man mit ioGewichtsteilen alkalischerRaffinationsrückstände, wie sie bei der @@'eißölfabrikation abfallen, in Form ihrer Sulfochloride bei alkalischer Reaktion, worauf das Gemisch 3 Stunden lang bei 75° belassen wird. Das Umsetzungsgut wird zti einem Pulver zerstäubt.
  • Die Verfahrensprodukte werden in den verschiedensten Arbeitsprozessen derFarben-, Papier-, Textil- und Lederindustrie benutzt. Sie dienen als Anteigemittel für Farben aller Art und wirken infolge ihrer starken Kapillaraktivität als Schaum-, Egalisierungs- un<i Durchdringungsinittel. Sie werden insbesondere in der Wäscherei, Färberei, Bleicherei, @,Valkerei, 1lercerisation, Appretur, zum Avivieren und Weichmachen, zum Entwickeln und Reibechtinachen von Farben sowie als sogenannte Vornetzmittel verwendet. Sie dienen in der Lederindustrie zum Aufwalken von Häuten und .Ledern, zum Reinigen und Auswalken. zum Netzen und Egalisieren in der Färberei sowie in der Fettung und Appretur. t@tich beim Waschen, Töten und Färben von Pelzwerk finden die Produkte sinngemäß Verwendung. Besonders hervorzuheben ist ihr Vermögen, tierische Fasern, wie Wolle und Seide, infolge Fehlens jeder -f-l.ydroly se und Vorhandenseins eines ausgesprochenen Faserschutzvermögens äußerst schonend zu waschen. Aus dein gleichen Grunde sind sie auch zürn Reinigen von Kunstseide, speziell von Acetatseide, sehr geeignet, wie sie überhaupt bei allen Prozessen, i;ei denen ein Angriff auf die Faser stattfinden kann, als Schutzstoffe angewandt werden können. Außer bei den erwähnten Waschverfahren von tierischen Fasern leisten sie z B. bei Küpenfärbungen und Beuchprozessen ausgezeichnete Dienste. Die Produkte besitzen weiter infolge ihres hervorragenden Dispergierungsv erniögens ein bemerkenswerte Kalkseifenschutzvermögen, so daß sie mit Vorteil in allen Prozessen angewandt werden, bei denen Seife vorhanden ist oder sich, wie in der Stückwäsche, durch Unisetzung mit Alkalien bildet.
  • Das bemerkenswerte Schaumvermögen stacht die Produkte weiter geeignet für die Flotation von Metallen und für das Feuerh')schwesen. Sie können ferner in der Haarwäsche und in der Kosmetik verwendet wercien und sind auch für die Haus- und Weißwäsche sehr gut geeignet.
  • Wie aus diesen Aufzählungen hervorgeht, ist die Verwendung der Verfahrensprodukte nicht auf die Textil-, Papier-, Leder- und Rauchwarenindustrie beschränkt. Die Produkte linden in allen den Fällen Anwendung: bei denen Reinigungs-, Netz- und Egalisierungsprozesse eine Rolle spielen.
  • Es war bereits -1>2kannt, aus Eiweißstoffen und X-lineralölsulfons.iuren in saurein 11leditun nasserunlösliche Produkte herzustellen. Die bekannten Produkte können infolge die#er Eigenschaft nur für solche Zwecke verwendet werden, bei welchen M'asserunlöslichkeit gewünscht ist. Bei dem vorliegenden Verfahren hingegenwerden durchArbeiteninalkalischem 1ledium wasserlösliche Produkte gewonnen, welche als Netz-, Wasch-, I.)ispergier- usw. Mittel verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen, fettfreien hochmolekularen Pro dukten, dadurch reltennzriclinet, daß inan Rückstände der sauren bzw. alkalischen 1lineralülraftin<itioninF'orm ihrerSulfons:itiruclilot-icle auf wälrige Lösungen voii tIatürlichen Eiweißstoffen in alkalischem Nlc-dium einwirken lil:,t.
DEO22156D 1935-12-15 1935-12-15 Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen fettfreien hochmolekularen Produkten Expired DE747667C (de)

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