AT146333B - Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Netz- und Dispergiermitteln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Netz- und Dispergiermitteln.

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  • Emulsifying, Dispersing, Foam-Producing Or Wetting Agents (AREA)
  • Peptides Or Proteins (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


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  Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Netz-und Dispergiermitteln. 



   Gemäss der vorliegenden Erfindung werden den hochmolekularen Eiweissspaltungsprodukten, z. B. vom Typ der Lysalbin-und Protalbinsäure, wie sie nach der deutschen Patentschrift Nr. 341264 erzielt werden, und andern durch stärkeren oder schwächeren Abbau gewonnenen Eiweissprodukten neue wertvolle Eigenschaften verliehen, welche sie zur Verwendung als Wasch-, Netz-, Dispergier-, Durchdringungs-und Schutzmittel besonders befähigen. Zu diesem Zwecke werden derartige Eiweissspaltungsprodukte mit Halogeniden der höheren gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren kondensiert. 



  Naturgemäss kann man bei dem neuen Verfahren auch Gemische der verschiedenen Fettsäuren verwenden. 



   Zur Herstellung der gewünschten Erzeugnisse kann man sich beispielsweise einer technischen Aufschlusslauge bedienen, wie sie beim alkalischen oder sauren Abbau von Lederabfällen irgendwelcher Art erhalten werden. Ferner lässt sich das Verfahren auch unter Verwendung von Horn, Casein, pflanzlichen Eiweissstoffe sowie auch von Gelatine ausüben. 



   Praktisch wird zweckmässig z. B. in folgender Weise vorgegangen : In eine Lösung der Eiweissabbauprodukte lässt man unter kräftigem Rühren das Chlorid der betreffenden Fettsäure einfliessen. 



  Dabei wird durch Zugabe von Alkali dafür Sorge getragen, dass die Lösung bis zum Schluss alkalisch bleibt. Die Umsetzungsprodukte sind entweder klare Öle oder Pasten, bei welchen die Eiweissabbauprodukte wahrscheinlich am Stickstoff acyliert sind. 



   Die Erzeugnisse lassen sich in der Form, in der sie anfallen, benutzen, oder man kann aus ihnen durch Eindunsten, Zerstäuben oder in einer sonstigen geeigneten bekannten Weise Trockenpräparate herstellen. Die Reaktionsprodukte sind in Wasser klar löslich. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Schaumwirkung und durch ihre Beständigkeit gegen die meisten bei ihrer Verwendung in Betracht kommenden Chemikalien aus. Die Erzeugnisse sind ferner imstande, die schädliche Kalkseifenbildung zu verhindern. 



  Daneben besitzen sie eine sehr gute Schutzwirkung für Textilfasern und Leder. 



   Beispiel1 : Zu einer Lösung von 80 Teilen   techn.   lysalbinsaurem Natrium in 400 Teilen Wasser werden unter gutem Rühren 30 Teile   Ölsäureehlorid   zugefügt. Gleichzeitig lässt man Natronlauge, die 6 Teilen Natriumhydroxyd entspricht, derart in die Lösung einfliessen, dass die Masse dauernd alkalisch bleibt. Durch   nachträgliches   Erwärmen auf etwa   600 vervollständigt   man die Umsetzung. Es entsteht eine helle, seifenähnliche Masse, die gegebenenfalls getrocknet werden kann. 



   Beispiel 2 : Zu 27 Teilen einer Aufschlusslauge von Lederabfällen mit 300 Be und einem Gehalt von 50% Lysalbinsäure und Protalbinsäure lässt man bei. guter Durchmischung 9 Teile   Ölsäureehlorid   zulaufen und hält durch gleichzeitige Zugabe von   6'3   Teilen Natronlauge (32'5 Gewichtsprozent) die Mischung dauernd alkalisch. Durch Stehenlassen bei mässiger Wärme verwandelt sich die schaumige Masse in ein klares Öl, welches völlig kalkbeständig ist. 



   Beispiel 3 : Zu 27 Teilen einer 250 Be starken Lauge von sauer aufgeschlossenen Lederabfällen, welche 45% Eiweissabbauprodukte enthält, setzt man gleichzeitig eine Mischung (etwa 6 Teile) von   Olsäurechlorid   mit Chloriden fester   Fettsäuren-wie Palmitinsäurechlorid-und   etwa 4 Teile einer Natronlauge von   32'5   Gewichtsprozent hinzu. Die Aufarbeitung erfolgt wie im Beispiel 2. Das erhaltene ölige Produkt wird in einem Zerstäubungstrockner getrocknet. Man erhält ein helles, in Wasser klar lösliches Pulver. Die daraus hergestellten Lösungen sind kalk-und säurebeständig. 



   Beispiel 4 : 81 Teile einer vom alkalischen Abbau von Chromlederabfällen herrührenden Aufschlusslauge, welche 48 Gewichtsprozent eines Gemisches von Lysalbin-und Protalbinsäure enthält, werden mit 18 Teilen der Chloride von   Palmitin-und Stearinfettsäure   und etwa   11'7   Teilen einer äquivalenten Mischung von Natron-und Kalilauge von etwa   400 Bé   umgesetzt. Im Laufe von ungefähr vier Stunden ist die Umsetzung beendet. Man rührt noch einige Zeit nach und klärt die salbenartige Masse durch Zusatz von 2% Äthanol. Man erhält ein gelbes, klares Öl, welches alkali-, kalk-und bittersalzbeständig ist. 



   Beispiel 5 :   Hornspäne werden   mittels Kalk in der Hitze abgebaut. Man filtriert und entfernt den überschüssigen Kalk mittels Ammonkarbonat. Durch Einengen erhält man die Hornalbumose. 



  17 Teile dieser Hornalbumose werden in 80 Teilen Wasser gelöst und dann mit 12 Teilen   Ölsäureehlorid   und so viel Natronlauge umgesetzt, dass die Mischung dauernd Phenolphtaleinrot bleibt. Die Umsetzung wird   bei etwa 200 durchgeführt. Die Aufarbeitung erfolgt durch Troclmung auf Horden in einem Vakuum-   trockenschrank, worauf man 28 Teile einer schuppigen Masse erhält. 



   Beispiel 6 : Gelatine wird in der fünffachen Menge Wasser eingeweicht und im Autoklaven bei Temperaturen über   1000 längere   Zeit aufgeschlossen. Die entstandene Lösung wird zwecks Entfernung von metallischen Verunreinigungen mit geringen Mengen Natriumhydroxyd oder-karbonat versetzt 

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 und nach dem Filtrieren zu einem etwa 70% igen Gelatosesirup eingedampft. 20 Teile eines solchen Sirups werden mit Wasser verdünnt und sodann gleichzeitig mit 9 Teilen Fettsäurechlorid und etwa 4 Teilen konz. Natronlauge versetzt. Man hält die Temperatur zwischen 15 und   170   und erhitzt etwa eine Stunde auf 700 nach. Die erhaltene Reaktionsmasse wird auf Horden getrocknet. 



   Beispiel 7 : Casein wird mit Natronlauge behandelt. 17 Teile dieser Lösung werden nach Verdünnen mit Wasser mittels 12 Teilen   Olsäurechlorid   bei dauernd alkalisch gehaltener Reaktion bei Zimmertemperatur umgesetzt. Die Umsetzung wird durch nachträgliches Erhitzen vervollständigt, und die Reaktionsmasse wird wie im Beispiel 6 aufgearbeitet. 



   Beispiel 8 : Man löst 160 Gewichtsteile techn. lysalbinsaures Natrium in der gleichen Menge Wasser auf und lässt unter gutem Rühren abwechselnd in entsprechenden Unterteilungen zirka 35 Teile einer Natronlauge von   32. 5 Gewichtsprozent   und 70 Teile Palmitinsäurebromid zulaufen. Man hält die Temperatur zweckmässig unter 230 und rührt nach Beendigung des Zulaufes noch einige Stunden 
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   Beispiel 9 : Zu 27 Teilen einer Aufschlusslauge von Lederabfällen, welche   30  B6   spindelt und   50%   Eiweissstoffe enthält, lässt man unter gutem Rühren bei 1006'6 Teile Chlorstearinsäurechlorid und gleichzeitig so viel Natronlauge zulaufen, dass die Lauge dauernd schwach phenolphtaleinrot bleibt. Der Zulauf ist nach sechs Stunden beendet, worauf noch zwei weitere Stunden gut   nachgerührt   wird. Nunmehr versetzt man die stark schaumige Masse mit 5% ihres Gewichtes an Äthanol, worauf sie sich allmählich klärt. Man erhält ein hellbraunes klares   01.   



   Die auf diese Weise hergestellten chemischen Verbindungen zwischen hochmolekularen Eiweissabbauprodukten und höheren Fettsäuren besitzen ein überlegenes Schaum-, Wasch-, Netz-und Emulgiervermögen. Diese Verbindungen sind daher hervorragende Hilfsmittel bei vielen in der Technik vorkommenden Arbeitsweisen, für welche diese Eigenschaften von Bedeutung sind. 



   Die günstige Wirkung der erfindungsgemäss hergestellten neuen Verbindungen beruht nach den Ergebnissen der Versuche der Erfindern darauf, dass dieselben mit den Härtebildnern des Wassers nicht nur keine Ausfällungen geben, sondern sogar in der Lage sind, etwaige auf andere Stoffe   zurückzuführende   Niederschläge zu dispergieren, eine Eigenschaft, die sie zu wertvollen Hilfsstoffen in der Textil-und Ledertechnik macht. 



   Wie die Erfindern gefunden hat, kann unter Verwendung dieser Hilfsstoffe z. B. sehr vorteilhaft Rohwolle gewaschen und Wollgarn entschlichtet werden, ohne dass es zur Bildung von schmierigen Kalkseifen kommt. Weiters hat sich gemäss der vorliegenden Erfindung ergeben, dass die neuen Verbindungen sich ausserdem durch ihre vorzügliche Wirkung in der Walke bei hervorragender Klarheit der Farben auszeichnen. In der Färberei von Baumwolle, Wolle, Seide und Kunstseide lässt sich, wie die Erfindern erkannt hat, mit Hilfe dieser Produkte die Durehfärbung und Egalisierung ausserordentlich befördern. 



   Die neuen Verbindungen eignen sieh ferner, wie die Erfinderin ermittelt hat, mit sehr günstigem Erfolg für die Herstellung von Emulsionen beispielsweise mit Fetten oder Mineralölen. Ihre Beständigkeit gegen starke Alkalien ist ausgezeichnet, weshalb die Verbindungen ein hervorragendes Hilfsmittel bei der Mercerisierung bilden. Schliesslich hat die Erfindern gefunden, dass die Produkte zur Verwendung in der   Rauch-und Ledertechnik vorzüglich   geeignet sind. Beispielsweise wird beim Waschen, Töten, Färben und beim Bleichen ein günstiger Einfluss auf Haar und Haut ausgeübt. 



   Die Überlegenheit der neuen Hilfsmittel gegenüber andern, die ebenfalls die Reste höherer Fettsäuren enthalten, beruht in erster Linie darauf, dass sich die neuen Präparate von hochmolekularen Sehutzkolloidcharakter aufweisenden Eiweissabbauprodukten ableiten. Hierauf ist wohl in erster Linie die hervorragende Beständigkeit der neuen Präparate gegen Kalk-, Magnesium-, Aluminium-und Chromsalze, ferner ihre Verwendbarkeit in sauren und alkalischen Lösungen und ihre vorzügliche Netzfähigkeit zurückzuführen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Netz-und Dispergiermitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man hochmolekulare Eiweissspaltprodukte, insbesondere vom Typ der Protalbin- und Lysalbinsäure, und Fettsäurehalogenide in Gegenwart von alkalischen Verbindungen zur Kondensation bringt.
AT146333D 1932-02-16 1932-12-16 Verfahren zur Herstellung von Wasch-, Netz- und Dispergiermitteln. AT146333B (de)

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