DE708461C - Verfahren zur Herstellung von Alkalinitrat und Chlor aus Alkalichlorid und Salpetersaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkalinitrat und Chlor aus Alkalichlorid und Salpetersaeure

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DE708461C DEP77643D DEP0077643D DE708461C DE 708461 C DE708461 C DE 708461C DE P77643 D DEP77643 D DE P77643D DE P0077643 D DEP0077643 D DE P0077643D DE 708461 C DE708461 C DE 708461C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D9/00Nitrates of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D9/04Preparation with liquid nitric acid

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Alkalinitrat und Chlor aus Alkalichlorid und Salpetersäure Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Alkalinitrat und Chlor durch Einwirkung von Salpetersäure auf das betreffende Alkalichlorid. Diese Einwirkung kann auf verschiedene Weise vorgenommen werden. Gemäß bekannten Verfahren (Patentschriften 242 oha, und 385 558) wird sie bei tiefer Temperatur und im Vakuum vorgenommen oder besser in Gegenwart eines großen überschusses von Wasserdampf. Man erhält dann Alkalinitrat und Salzsäure. Andere Verfahren streben die gleichzeitige Gewinnung von elementarem Chlor und Alkalinitrat an. Zu diesem Zweck hat man bereits vorgeschlagen (Patentschrift 636 98z), die Salpetersäure in großem Überschuß zum Alkalichlorid zu verwenden und diesen *Überschuß schließlich durch Destillation wieder abzutrennen. Die gleichzeitige Herstellung von Alkalinitrat und Chlor bietet jedoch stets Schwierigkeiten bei der praktischen Durchführung, besonders wenn man einen hohen Umsetzungsgrad der Salpetersäure in Nitrat anstrebt sowie eine saubere und vollständige Trennung des Chlors von dem im Verlauf der Reaktion gebildeten Nitrosylchlorid. Die vorliegende Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Schwierigkeiten und die Ausbildung eines Kreislaufverfahrens, derart, daß das gesamte in dieses Verfahren eingeführte Chlor in Form von elementarem Chlor das Verfahren verläßt, während der gesamt eingeführte Stickstoff als Alkalinitrat gewonnen wird, so daß Verluste an@Chlor und Stickstoff in Form von geringwertigen Produkten vermieden werden. Diese Zwecke werden erfindungsgemäß beim Kreislaufverfahren durch die folgenden Verfahrensstufen erzielt: a) Festes Kochsalz wird in Berührung mit den aus dem Zersetzer kommenden Gasen (NO., Ch, N O Cl), die vorher vom Wasserdampf befreit wurden, gebracht; b) das feste Natriumchlorid wird nach Absorption des NO. aus dem Gasgemisch der Einwirkung von unterschüssiger Salpetersäure unterworfen, wodurch einerseits das in Stufe a eingeführte Gasgemisch und andererseits eine Lösung von Natriumnitrat und Natriuinchlorid entsteht; c) das aus dem Absorber kommende Gemisch von etwa äquimolekularen Mengen an
    1('hlor und @itrosvlcliloT"id wird in lickannter
    @'t'eise durch @-e rflüssigung und Abdestillieren
    des Chlors getrennt. nährend das Nitrosyl-
    chlorid in all sich bekannter Weise unter l3il-
    (hillg von _\ O= zersetzt wir(Ld) (fas Alkaliizitrat aus Stufe h wird volle
    Kochsalz getrennt, letzteres in Stufe a rück-
    ,sefi:ihrt, während ein Teil des Natriunmitrats
    vorweggenommen wird, uzn das Chlor des
    N O C 1 als N atriumchlori(i ztz binden, wobei
    (las ans delle N Ol'I stammende NO-, 1l1 Sal-
    petersäure unigetvandelt und das regenerierte
    Clilctrnatritizn liebst Salpetersäure in Stufe b
    rückgeführt wird, zugleich znit frisch ein-
    geführter Salpetersäure.
    Das Verfahren wird hierbei so geleitet, daß
    (las Sticl:stofffperozyd aus seiner Mischung
    finit -litrosylchlorld und Chlor stets vollstazl-
    dl" v2117 Alkalichlorzd absorbiert wird, wo-
    durch zufolge der konstanten Gelnischzusam-
    inellsetztlllg die Trennung des Chlors vorn
    Nitros@-lrhiori(1 -,vesentlich erleichtert wird.
    Zur @erj>illigung des @-erfahrens ist es er-
    @i-LiTl#clit, wellte ertnldtnlgsgenläß der Cber-
    sclitil.i an Natriunichlorid in bezog auf die
    Salpr_tersätzz-e derart gewühlt wird, daß die
    zu Ezi(le der Reaktion gebildete Lösung stets
    an Kochsalz gesättigt ist, wobei die Zer-
    setzuzlgstemperaturallmählich im Verlauf der
    Reaktion bis zum Kochen der Lösung gestei-
    gert wird. -Nach der Abtrennung des Chlors
    l_ann erfindungsgemäß das Nitrosylchlorid in
    an sich bekannter «'eise durch feuchte Zer-
    setzung in Königswasser verwandelt und vor-
    zugsweise im Zersetzer finit dein vorweg-
    genommenen Alkalinitrat in hinreichender
    Menge zur Einwirkung gebracht werden, uni
    mit dein Chlorwasserstoff zu reagieren, oder
    in bekannter -`'eise trocken zersetzt werden,
    u"obei (las vorweggenommene Alkalinitrat in
    hinreichen(ler Menge, um znit dein Nitrosyl-
    chlorid ztz reagieren, direkt in dessen Gegen-
    wart in den Zersetzungsofen eingeführt wird,
    vorzugsweise hei einer übet" 300- liegenden
    Temperatur. Vorteilhaft werden erfindungs-
    gemäl,l die Mutterlaugen aus der Nitrat-
    kristallisation nach dein Abkühlen der aus
    dein Zersetzer kommenden Flüssigkeit in be-
    kannter Welse in't dein Carbonat des nänl-
    liclien Metalles wie das Nitrat neutralisiert
    ,lud zweck: Abscheidung des =Mkalichlorides
    e r(lampft, w(lch letzteres in den Kreislauf
    zurückkehrt, worauf die hierbei erhaltene
    1'ltzs-i"kelt 7111" hI'7lelti@l.:; eileer weiteren Aus-
    beute all Alkalinitrat durch Kristallisation
    abgekühlt und die hierbei verbleibende Rest-
    flüssigkeit den neutralisierten Mutterlaugen
    vor Eindampfen derselben zugefügt wird.
    in der Zeichnung ist in den Fig. i und 2 je
    ein Fließschema für die beispielsweise Durch-
    führung des @"erfahrens gemäß der Erfindung
    dargestellt, welche sich lediglich durch die Art der Zersetzung des Nitrosvlclilorides unterscheiden.
  • Gemäß Fig. i und 2 findet die Umsetzuilg des festen Alkalichlorides, beispielsweise des Chlornatriums, bei z statt: diese Umsetzung beginnt bei gewöhnlicher Temperatur und wird in der Wärnze beendet, wobei die "Temperatur allmählich durch Erwä rlnen erhöht wird. Es finden die nachstehenden Reaktionen statt: 3 Na f'1 -1- 3 H N 0;1 3 Na N 03 -+- 3 kt t'l 3HCl+HN03 C1=+NOCI+2H.0 ,HC1+2HN03 Cl=+zN0_+aH20.
  • Vorzugsweise verwendet man einen Überschoß an Natriumchlorid,derart, daß die austretende Lösung all Kochsalz gesättigt ist.
  • Die Lösung, welche Natriumnitrat und Natriunichlorid enthält, wird bei 3 abgekühlt, um (las Nitrat auszukristallisieren, welches weniger löslich ist, als das Chlorid. Nach Abtrennung des kristallisierten Nitrats in Filter .l werden die Mutterlaugen in 5 durch Natriumcarbonat neutralisiert und gelangen zur Eindainpfung nach 6. Das kristallisierte Natriunichlorid wird im Filter; abgetrennt und dem frischen Chlornatrium im Kreislauf zugefügt. Die verbleibende Lösung, welche noch Natriumchlorid und Natriunmitrat enthält, wird bei S abgekühlt, wo sich eine neue Menge Nitrat abscheidet. Nach Filtration bei 9 wird dieses Nitrat als Endprodukt zugleich mit dem von Filtez" 1 kommenden gewonnen, während die Mutterlaugen, welche noch Natriumchlorid und Natriumnitrat enthalten, dem Verdampfer 6 rückgeführt werden.
  • " Die während der Unisetzung bei a entwickelten Gase, welche, wie bereits erwähnt, aus NO, N O C 1 und Cl., bestehen, werden abgekühlt und im Behälter i in Berührung mit dein festen Chlornatrium gebracht, bevor dieses der Umsetzung bei 2 unterworfen wird. Das Stickstoffperoxyd unll das Chlornatrium reagieren gemäß der nachstehenden Gleichung: Na C'l+z NO==NaN0g@ NOCl. Die all.-; i austretenden Gase sind frei von Stickstoffperoxyd und enthalten außer etwas Wasserdampf technisch äquiniolekulare Mengen voll Chlor und N itrosylclilorid. Man ist so in der Lage, nach Verflüssigung eine Flüssigkeit konstanter Zusammensetzung zwecks Abtrennung des Chlors der Destillation zu unterwerfen.
  • Die Gase werden sodann bei io abgekühlt. Das Wasser scheidet sich in Form kleiner Mengen Königswasser ab, welche man in das Reaktionsgefäß 2 wieder zurückführt. Die Gase werden sodann bei i i verflüssigt und in die Destillationskolonne 12 geschickt, aus welcher man reines Chlor abzieht.
  • Das verbleibende Nitrosylchlorid wird sodann zwecks Wiedergewinnung seines Stickstoffgehalts behandelt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. i wird es bei 13 in Berührung mit Wasser gebracht, welches Stickoxyd entwickelt. Letzteres wird bei 14 in Gegenwart von Luft und Wasser allmählich in Stickstoffperoxyd und Salpetersäure umgewandelt. Die hierbei stattfindenden geaktionen können wie folgt ausgedrückt werden: 3 NOC1+2H90=HN03+3HC1 +2N0 2 N O + Luft (02) = 2 NO.
  • 2 N 02 + H.0 + Luft (%Q.,) = 2 H N O3. Aus 14 tritt eine Mischung von Salpetersäure und Chlorwasserstoffsäure aus, welche man in den Reaktionsbehälter 2 schickt, zwecks Zersetzung des Natr iumchlorides. Um die in Nitrat umgewandelte Säure zu ersetzen, fügt man frische Salpetersäure zu, welche vorzugsweise bei 14 in Form von handelsüblicher Salpetersäure eingeführt wird, deren Konzentration durch Absorption von N02-Dämpfen noch verstärkt wird, die ' auf Kosten des Nitrosylchlorides gebildet wurden. Diese erhöhte Konzentration an H N 0, ist auch für eine erhöhte Umwandlung zu Nitrat bei der Zersetzung günstig.
  • Um die in das Zersetzungsgefäß 2 mit der Salpetersäure rückgeführte Chlorwasserstoffsäure zu zerstören, schickt man in dieses Gefäß einen Teil des bei 4 gewonnenen Natriumnitrates.
  • Der Kreislauf wird so dergestalt verwirklicht, daß die stickstoffhaltigen Verbindungen so lange im Kreislauf verbleiben, bis sie zu" Alkalinitrat umgesetzt sind.
  • Bei der abgeänderten Verfahrensweise gemäß Fig. 2 wird das Nitrosylchlorid, dessen Chlorgehalt bei 12 abgetrennt worden ist, in einen Ofen 13' geschickt, beispielsweise einen Drehofen, wo es bei einer vorzugsweise bei über 3oo° liegenden Temperatur in Berührung mit Alkalinitrat gebracht wird, das beispielsweise bei Filter 4 abgetrennt wurde. Es findet die nachstehende Reaktion statt: NOCI+NaN03=2 NO, +NaCl.
  • Das gebildete Stickstoffperoxyd wird bei 14 durch Zusatz von Wasser in Gegenwart @, an Luft in Salpetersäure umgewandelt. Die Salpetersäure und das Natriumchlorid werden dem Zersetzer rückgeführt, wie es im Fließschema angedeutet ist. Ein Vorteil dieser Arbeitsweise besteht darin, daß der gesamte im N O Cl und Alkalinitrat enthaltene Stickstoff in Form von NO, entwickelt wird, welches unmittelbar zur Anreicherung der Salpetersäure verfügbar ist.
  • Andererseits wird, da für die Zersetzung des Nitrosylchlorides kein Wasser mehr eingeführt wird, die zu verdampfende Wassermenge um etwa 50 '1, verringert.
  • Schließlich ergibt die Konzentrationserhöhung der Zersetzersäure eine vollständigere Umsetzung in 2 unter Bildung einer weniger sauren Flüssigkeit, so daß eine entsprechende Verringerung der zur Neutralisation in 5 benutzten Sodamenge erfolgt.
  • Bei den beiden dargestellten Ausbildungsformen des Verfahrens gemäß der Erfindung liegen die erzielten Ausbeuten nahe der theoretischen, wie es die nachstehenden Beispiele zeigen, welche zur Erläuterung der Erfindung dienen, ohne jedoch deren Schutzumfang einzuschränken.
  • Ausführungsbeispiele Beispiel 1 i. Man oxydiert mittels Luft in Gegenwart von 353-,k,- einer Lösung, die 21621,i- 1-1 N 03 enthält, die gasförmigen Zersetzungsprodukte von 923 kg Nitrosylchlorid mittels Wasser; man erhält so 3987 kg einer Lösung mit 2683 kg H N 0, und i o kg H Cl. Diese Lösung wird der aus der Zersetzung des Nitrosylchlorides kommenden Flüssigkeit zugefügt, und man erhält eine Zersetzersäure mit 3o49 kg H N 0, und 514 kg H Cl.
  • 2. Man fügt. zu 1646 kg Natriumchlorid 899 kg des im Laufe des Verfahrens durch Filtration gewonnenen Kochsalzes hinzu; man unterwirft das feste Salz der Einwirkung der im Laufe der Zersetzung entwickelten gasförmigen Produkte. Diese Gase werden so von 156 kg darin enthaltenem N 02 befreit. Man erhält ein festes Gemisch, welches 2446 kg Natriumchlorid und 144 kg Natriumnitrat enthält.
  • 3. Man hält die gemäß i erhaltene Lösung und das gemäß 2 erhaltene feste Gemisch bereit und fügt io54 kg festes Nitrat, welches bei der ersten Kristallisation abgetrennt worden war, hinzu. Man erhitzt auf 114' C.
  • Die erhaltene Lösung wird bei 25° C abgekühlt. Ein Teil des Natriumnitrates wird zur Kristallisation gebracht. Man trennt durch Filtration i449 kg Nitrat, von welchem tnan i054 kg wegnimmt, die in den Zersetzungsbehälter rückgeführt werden. Man neutralisiert bei 2o° die Mutterlaugen mit 3 i i kg Natriumcarbonat und dampft die erhaltene Lösung ein. Man trennt durch Filtration 899 kg Natriumchlorid, welche ebenfalls in den Zersetzungsbehälter rückgeführt werden. Das Filtrat wird auf 25" abgekühlt, worauf man durch Filtration 2q.89 kg Natriumnitrat abtrennt, während das Filtrat zur Eindampfung rückgeführt wird.
  • 5. Die im Zersetzer entwickelten Gase, welche Stickstoffperoxyd enthalten, werden mittels des zur Zersetzung bestimmten Salzes absorbiert, und man erhält ein Mischung von feuchtem Chlor und N itrosylchlorid. Diese Gase werden abgekühlt und das darin enthaltene `Wasser in Form einer kleinen Menge Königswasser abgeschieden, welches in den Zersetzer rückgeführt wird.
  • Die Gase werden sodann verflüssigt und fraktioniert. Man erhält so iooo kg reines Chlor.
  • Das '#,itrosylclilorid, «-elches geringe Mengeil nicht abgetrennten Chlors enthält, wird mit `Wasser behandelt, wodurch 316o kg Königswasser gebildet werden, welche 366 kg Salpetersäure und 5o.1 kg Salzsäure enthalten. Die Gase, welche außer dem Stickoxyd Spuren von Nitrosylchlorid enthalten, «-erden vermittels Luft in Gegenwart von in den Kreislauf eingeführter Salpetersäure oxydiert und von letzterer absorbiert, wie es unter i beschrieben wurde. Die Zersetzungsprodukte des Nitrosylelilorids kehren zugleich mit der frischen Salpetersäure in den Kreislauf zurück.
  • 6. 'Man erhält mithin, ausgehend voll 1646 kg trockenem Na Cl, ? 162 kg H N 03 in Lösung und 311 kg Natriumcarbonat für die Neutralisation, als Endprodukte iooo kg reilies Chlor und 28b.1 kg Natriumnitrat. Die Ausbeute des Verfahrens entspricht praktisch der theoretischen.
  • Beispiel 11 i. Eine Salpetersätirelösung mit 20551,9 H N O3 wird mittels des aus der Zersetzung von 923k- N O C1 durch 1197 kg N a N O3 und Luftsauerstoff konzentriert. Man erhält so eine Salpetersäurelösung von einem Gesamtgewicht von 5.12 i kg und einem Gehalt von H N O3 voll 3828 kg.
  • 2. Man fügt zu 1648 kg frischem Natriumchlorid 825 kg von aus der Zersetzung des N O Cl stammendem Kochsalz und 3-q. kg von durch Filtration im Laufe des Verfahrens wiedergewonnenem Chlornatrium hinzu. Man unterwirft das feste Salz der Einwirkung der bei der Zersetzung entwickelten Gase. Die Gase werden hierbei von ihrem Gehalt an 156 kg N0_ befreit. Man erhält eine feste Mischung aus 2715 kg Na Cl und 1.1q. kg N a N 03- 3. Man vermischt die aus i erhaltene Lösung mit dein aus = erhaltenen festen Gemisch. Man erhitzt auf i ig°. .1. Die erhaltene Lösung wird auf 25' abgekühlt und ein Teil des Nitrates auskristallisiert. 'Man trennt durch Flltratloll 2555 kg NaN03 ab. Man neutralisiert 1>e1 2o° die erhaltene Mutterlauge mittels 243kg Na2C03 und dampft die erhaltene Lösung ein. Man trennt durch F iltratioli 3q.4 kg Natriumchlorid ab, welches in den Zersetzer rückgeführt wird. Das Filtrat wird auf 25° abgekühlt; niati trennt durch Filtration 1392 kg Natriumnitrat ab, von welchem t 197 kg für die Zersetzung des Nitrosylchlorides dielen.
  • 5. Die im Zersetzer entwickelten Gase enthalten Stiekstottperoxv(l, «-elches durch das für die Zersetzung bestimmte Salz absorbiert wird, wodurch nian eine Mischung von Chlor und N itrosylchlorid erhält, deren Trocknung und Trennung gemäß Beispiel 1 bewirkt wird. Das erhaltene Nitrosylchlorid wird in Gegenwart von festem Natriumnitrat erhitzt; es entstehen hierbei 1295 kg NO., und 825 kg Na (.'I.
  • Das NO., dient in Gegenwart von Luft zur Anreicherung der Salpetersäure, wie es unter i beschrieben wurde. Die Zersetzungsprodukte des Nitrosylclilorids kehren zugleich ilit der frischen Salpetersäure in den Kreislauf zurück.
  • 6. Man erhält mithin, ausgehend von 1618 kg trockenem Kochsalz, 2055 kg 11N 0, in Lösung und 2431,9 Natriunlcarhotiat für die Neutralisation, als Endprodukte iooo kg reines Chlor und 275ofg NaN03. Die Ausbeute des Verfahrens ist voll der Größenordnung der theoretischen Ausbeute.

Claims (1)

  1. PATGNTANSYRÜCFit:: i. Kreislaufverfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Alkalinitrat und Chlor durch Einwirkung von konzentrierter Salpetersäure auf überschüssiges Alkalichlorid, gekennzeichnet durch die folgenden Verfahrensstufen: a) Festes Kochsalz wird in Berührung mit den aus dem Zersetzer kommenden Gasen (N 0, (A._, NOC1), die vorher vom Wasserdampf befreit wurden, gebracht; b) das feste Natritinichlorid wird nach Absorption des NO., aus dein Gasgemisch der Einwirkung von unterschüssiger Salpetersäure unterworfen, wodurch einerseits das in Stufe a eingeführte Gasgemisch und andererseits eine Lösung von Natriumnitrat und Natritinichlorid entstellt; c) das aus dein Absorber kommende Gemisch von etwa äquimolekularen Mengen an Clilor und N itros@ Ichlorid wird in bekannter Weise durch Verflüssigung und Abdestillieren des Chlors getrennt, während das Nitrosylchlorid in an sich bekannter Weise unter Bildung von NO, zersetzt wird; d) das Alkalinitrat aus Stufe b wird vom Kochsalz getrennt, letzteres in Stufe a rückgeführt, während ein Teil des Natriumnitrats vorweggenommen wird, um das Chlor des N O Cl als N atriumchlorid zu binden, wobei das aus dem N O Cl stammende N02 in Salpetersäure umgewandelt und das regenerierte Chlornatrium nebst Salpetersäure in Stufe b rückgeführt wird, zugleich mit frisch eingeführter Salpetersäure. ::. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Überschuß an Natriumchlorid in bezug auf die Salpetersäure derart gewählt wird, daß die zu Ende der Reaktion gebildete Lösung stets an Kochsalz gesättigt ist, wobei die Zersetzungstemperatur allmählich im Verlauf der Reaktion bis zum Kochen der Lösung gesteigert wird. 3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Nitrosylchlorid in an sich bekannter Weise durch feuchte Zersetzung in Königswasser verwandelt und vorzugsweise im Zersetzer mit dem vorweggenommenen Alkalinitrat in hinreichender Menge zur Einwirkung gebracht wird, um mit dem Chlorwasserstoff zu reagieren. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anwendung der an sich bekannten trockenen Zersetzung des N O C1 das vorweggenommene Alkalinitrat in hinreichender Menge, um mit dem N O Cl zu reagieren, direkt in dessen Gegenwart in den Zersetzungsofen eingeführt wird, vorzugsweise bei einer über 3oo° C liegenden Temperatur. .g. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mutterlaugen aus der Nitratkristallisation nach dem Abkühlen der aus dem Zersetzer kommenden Flüssigkeit in bekannter Weise mit dem Caxboirat des nämlichen Metalls wie das Nitrat neutralisiert und zwecks Abscheidung des Alkalichlorides verdampft werden, welch letzteres in den Kreislauf zurückkehrt, worauf die hierbei erhaltene Flüssigkeit zur Erzielung einer weiteren Ausbeute an Alkalinitrat durch Kristallisation abgekühlt und die hierbei verbleibende Restflüssigkeit den neutralisierten Mutterlaugen vor Eindampfen derselben zugefügt wird.
DEP77643D 1937-07-21 1938-07-20 Verfahren zur Herstellung von Alkalinitrat und Chlor aus Alkalichlorid und Salpetersaeure Expired DE708461C (de)

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