DE706630C - Verfahren zur Herstellung eines insbesondere gegen Kokzidiose wirksamen Pektin-Jod-Praeparates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines insbesondere gegen Kokzidiose wirksamen Pektin-Jod-Praeparates

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DE706630C
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Dr-Ing Rudolf Otto
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POMOSIN WERKE KOMM GES FISCHER
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K47/00Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient
    • A61K47/50Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient the non-active ingredient being chemically bound to the active ingredient, e.g. polymer-drug conjugates
    • A61K47/51Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient the non-active ingredient being chemically bound to the active ingredient, e.g. polymer-drug conjugates the non-active ingredient being a modifying agent
    • A61K47/56Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient the non-active ingredient being chemically bound to the active ingredient, e.g. polymer-drug conjugates the non-active ingredient being a modifying agent the modifying agent being an organic macromolecular compound, e.g. an oligomeric, polymeric or dendrimeric molecule
    • A61K47/61Medicinal preparations characterised by the non-active ingredients used, e.g. carriers or inert additives; Targeting or modifying agents chemically bound to the active ingredient the non-active ingredient being chemically bound to the active ingredient, e.g. polymer-drug conjugates the non-active ingredient being a modifying agent the modifying agent being an organic macromolecular compound, e.g. an oligomeric, polymeric or dendrimeric molecule the organic macromolecular compound being a polysaccharide or a derivative thereof

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines insbesondere gegen Kokzidiose wirksamen Fektin-Jod-Präparates Die Rote Ruhr (Eokzidiose) soll nach den in der Deutschen Landwirtschaftlichen Geflügelzeitung Nr. 29 vom 20. 4. 39 gemachten Ausführungen die zweithäufigste Kükenseuche sein. Es sind schon verschiedene Heilmittel gegen diese empfohlen worden, die zumeist jedoch genauen Nachprüfungen, wobei ein Teil der Tiere zum Vergleich unbehandelt blieb, nicht standgehalten haben.
  • So konnten beispielsweise verschiedene Untersucher mit Jodmilch nach K e r r keine Heilwirkung erzielen. H he r r i k glaubt, mit der Verabreichung von Schwefelblüte im Mischfútter wenigstens 6 Tage vor der künstlichen Ansteckung gute Erfolge zu erreichen.
  • K. T. Steik und J. F. Muller empfehlen zum Abtöten von Coccidia oocysts bei Hühnern, Truthähnen u. dgl. die Verwendung einer Lösung von Schwefeldioxyd in Öl, während nach Sprehn Viskojod, eine von der Chemischen Fabrik Marienfelde hergestellte Jodverbindung, das einzige chemische Mittel sein soll, das die Kokzidiendauerformen vernichtet.
  • Da bei der Erkrankung an Kokzidiose 4 bis 7 Tage nach der Ansteckung bei dem Geflügel zunächst sich gelber Durchfall zeigt, der dann durch Blutbeimengung rötlich bis schokoladenbraun wird, seit einigen Jahre aber bekannt ist, daß Pektinpräparate sich bei Durchfall wie überhaupt entzündlichen Erscheinungen des Darmtraktes als Heilmittel hervorragend bewährt haben, wurde nun versucht, solche Stolle, die sich als wirksa;m gegen Kokzidien erwiesen haben, adsorptiv an Pektin zu binden.
  • Dabei wurde gefunden, daß eine adsorptive Bindung von Jod an kolloidales Pektin erreicht wird, wenn man unter Zuhilfenahme des bekannten Verhaltens wäßriger Pektinlösungen gegenüber Alkohol Seine wäßrige Pektinlösung mit etwa gleichen Teilen alkoholischer Jodiösung durchschüttelt. Es entsteht hierbei eine Gallerte, die durch Zentrifugieren oder Filtrieren und anschließendes Auswaschen mit Alkohol und zuletzt mit Äther leicht vom überschüssigen, nicht adsorptiv gebundenen Jod befreit werden kann. Die wäßrige Lösung der ausgewaschenen und nur leicht abgepreßten, also noch alkohol-ätherfeuchten Gallerte ergibt mit Stärke keine Blaufärbung mehr. Sie enthält aber, nach der Methode von L ei p e r t bestimmt, 0,23 0$o Jod in der Trockensubstanz, das mithin adsorptiv an das Pektin gebunden sein muß.
  • In einem Verfahren zur Herstellung eines für Biutstillungszwecke bestimmten Erzeugnisses ist die Behandlung pulverförmiger, pektinhaltiger Stoffe mit einer alkoholischen Lösung von Eisenjodür und freiem Jod schon vorgeschlagen worden. Hierbei wird aber keine adsorptive Bindung des Jods an das im behandelten Pulver enthaltene Pektin erreicht, sondern es handelt sich hierbei um nach der Verdunstung des Alkohols in feinst verteilter Fort auf dem Trockenpulver im Gemisch mit Eisenjodür zurückbieibendes freies Jod; denn dieses Präparat zeigt mit Stärkelösung versetzt Blaufärbung, auch läßt sich durch Waschen mit Alkohol das Jod wieder vollständig entfernen.
  • Da die erfindungsgemäß hergestellte Zubereitung das Jod nicht mehr frei, sondern restlos adsorptiv an Pektin gebunden enthält, ergibt sich die Möglichlkeit, Schwefeldioxyd, das sich ebenfalls als Antikokzidiosemittel bewährt haben soll, der wäßrigen Lösung der Pektin-Jod-Adsorptionsverbindung zuzusetzen, ohne daß chemische Umsetzungen zu Jodwasserstoffsäure und Schwefelsäure erfolgen.
  • Die schweflige Säure wirkt überdies gleichzeitig als Konservierungsmittel der wäßrigen Lösung der Pektin-Jod-Adsorptionsverbindung.
  • Beispiel 10 Obiger Pektinextrakt wird mit gleichen Raumteilen offizineller alkoholischer Jodlösung geschüttelt. Die entstehende gallertige Fällung wird durch Filtrieren mittels Büchnertrichter von der überschüssigen wäßrig.aikoholischen Jodlösung getrennt. Der Rückstand auf dem Filter wird so lange mit Alkohol gewaschen, bis dieser farblos abläuft. Schließlich wird noch mit Äther gewaschen und das Koagulum leicht abgepreßt. Das noch aLkoholätherfeuchte Pektin - Jod - Adsorbat wird in Wasser zu einer Lösung von etwa l o 0/o Trockensubstanzgehalt (refraktometriscSh ermittelt) gelöst, der alsdann etwa o,30/a Schwefeidioxyd zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines gegen Kokzidiose wirksamen Pektin-Jod-Präparates, dadurch gekennzeichnet, daß wäß rige Pektinlösungen mit alkoholischer Jodlösung behandelt werden, die entstandene Gallerte durch Auswaschen vom überschüssigen Jod befreit und dieser in Form ihrer wäßrigen Lösung Schwefeldioxyd zugesetzt wird.
DEP79190D 1939-05-23 1939-05-23 Verfahren zur Herstellung eines insbesondere gegen Kokzidiose wirksamen Pektin-Jod-Praeparates Expired DE706630C (de)

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