DE698980C - Verfahren zum Gerben - Google Patents

Verfahren zum Gerben

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DE698980C
DE698980C DE1936I0054331 DEI0054331D DE698980C DE 698980 C DE698980 C DE 698980C DE 1936I0054331 DE1936I0054331 DE 1936I0054331 DE I0054331 D DEI0054331 D DE I0054331D DE 698980 C DE698980 C DE 698980C
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DE
Germany
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tanning
parts
weight
resin
mixtures
Prior art date
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Expired
Application number
DE1936I0054331
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Asch
Dr Heinrich Janz
Dr Walter Pense
Dr Arthur Voss
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/18Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof
    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents

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Description

  • Verfahren zum Gerben Man hat bereits Mischungen aus. Harz und Phenol oder auch aus diesen enthaltene Harzester. mit Sulfonierungsmitteln behandelt- und die erhaltenen Sulfonierungserzeugnisse von anhaftenden- Elektrölyten- weitgehend- befreit. Dadurch erlangen diese .an sich sehr elektrolytempfindlichen und daher als Gerbstoffe wenig geeigneten Harzsulfonsäuren wertvolle Gerbstoffeigenschaften. Eine restlose Entfernung des Elektrolyten ist möglich, jedoch nur unter technisch schwierig durchzuführenden Bedingungen. Anderseits bleibt bei nicht restloser Entfernung der Elektrolyten immer noch eine gewisse Schwerlöslichkeit zurück, die bei der Verwendung zum Gerben stören kann.
  • Es wurde gefunden, daß man eine weitgehende. Unempfindlichkeit der eingangs genannten künstlichen Gerbstoffe gegen noch vorhandene Elektrolyte und somit eine glatte Durchführung des Gerbvorgangs :dadurch erreichen kann, daß man zum Gerben Gemische von synthetisch hergestellten Gierbstoffen einerseits mit durch Sulfonierung von Harzphenolgemischen oder von H.arzphenolestern erhaltenen Erzeugnissen anderseits verwendet. Geeignete künstliche Gerbstoffe sind insbesondere alle Sulfonsäuren der durch Verkettung mehrerer aromatischer Kerne erhaltenen höhermolekularen Verbindungen;. also Sulfonsäuren, die aus .aromatischen- Körpern (Phenolen, Naphthalin, Anilin usw.) und brückenbildenden Mitteln, wie- Aldehyden, Schwefel bder Chlorschwefel, ' erhalterg sind. 'Hierbei .kann die Einführung der Sulfogruppe direkt oder durch. Veresterung oder Peptisation erfolgen.
  • Durch die erfindungsgemäße Kombination der verschiedenartigen künstlichen Gerbstoffe erzielt man so nicht nur den Vorteil., daß die Salzempfindlichkeit -der eingangs genannten Gerbstoffe wesentlich verringert wird, sondern es ist mit Hilfe dieses Verfahrens auch möglich, ganz allgemein die Eigenschaften der genannten Gerbstoffe weitgehend zu verändern, wddurch der Anwendungsbereich der an sich verhältnismäßig eng umgrenzte Eigenschaften aufweisenden Harzgerbstoffe wesentlich erweitert wird.
  • Beispiele i. ioo Gewichtsteile eines Harzsulfonates aus deutschem Fichtenharz und Phenol, das nach Beispiel i der Patentschrift 683 8o2 hergestellt ist, werden in Zoo Gewichtsteilen Wasser bei 5o° gelöst. Die Lösung wird mit' ioo Gewichtsteilen eines Gerbstoffes vermischt, den man durch Sulfonierung von 81,5 Gewichtsteilen a-Methylnaphthalin mit iio Gewichtsteilen Schwefelsäure (i.op%ig) und Hineinpeptisieren von 7o. Gewichtsteilen eines flüssigen Harzes aus 2 1M1 Phenol mit i Mol Paraformaldehyd durch alkalische Kondensation .erhalten hat. Die Müssigkeit wird° bei 5o° so lange verrührt, bis sie vollkommen homogen ist, und durch Zugabe von Natronlauge auf einen pH-Wert vön annähernd 3 gebracht. Die Salzempfindlichkeit einer derartigen Gerbstofflösung ist weitgehend zurückgedrängt. Mit dieser Kombination wirdKalbsblöße in einer Grube, mit Brühen beginnend von o,5 B6, ausgegerbt. Man erhält ein Leder von heller Farbe, glatten Narben- und sehr gutem Stand.
  • 2. 4.oo Gewichtsteile Harzester, aus amerikanischem Kolophonium und Trikresol durch Veresterung bis zur Säurezahl 20 - hergestellt, werden mit i o % igem Oleum sulfoniert, durch einen Auswaschprozeß gemäß Patentschrift 683 802 weitgehend elektrolytfrei gewaschen, getrocknet und gemahlen. Zoo Gewichtsteile dieses Pulvers werden allmählich in 5oo Gewichtsteilen einer 25%igen Gerbstofflösung gegeben, die; ähnlich wie im ersten Beispiel, durch Hineinpeptisieren eines Phenolformaldehydharzes in Butylnaphthalinsulfonsäure hergestellt wurde. Mit diesem Gerbstoff wer-.den Rindsbläße im Faß - ausgegerbt. Die Br.ühenstärke beginnt mit I' B6 und. wird während der Gerbung auf 5' B6 verstärkt.
  • 3. 12o Gewichtsteile der Harzsulfonsäure, gemäß Beispiel -5 .der Patentschrift 683 802 aus 120 Gewichtsteilen flüssigem schwedischem. Harz und 46 Gewichtsteilen (3-Naphthol hergestellt, werden in Zoo Gewichtsteilen Wässer gelöst und mit Ameisensäure sauer gestellt. In die Lösung werden 5o Teile einer Sulfonsäure eingerührt, die man durch-Einwirkung von Formaldehyd auf Naphthalinsulfonsäure erhalten hat. Die homogene Lösung wird zur Trockne verdampft und pulverisiert. Mit einer Mischung aus z. B. 5o Gewichtsteilen Quebracho (kaltlöslich, fest) und 5o Gewichtsteilen des eben beschriebenen Gerbstoffpulvers wird durch Auflösen in Wasser eine Brühe von i o' B6 hergestellt. In dieser Brühe werden Rindsleder ausgegerbt, die im Farbengang bereits durchgegerbt sind. Die Leder erhalten mit dieser Mischung außer hellerer Farbe einen festeren Stand und größere Fülle als mit Quebracho allein.

Claims (2)

  1. PATrNTt\NSI'IZÜCIIE: i. Verfahren zum Gerben, gekennzeichnet durch die Verwendung von Gemischen aus synthetischen Gerbstoffen und solchen weitgehend von Elektrolyten befreiten Gerbstoffen, die durch Sulfonierung von Harzphenolgemischen . oder von Harzphenolestern erhalten sind.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch:[, dadurch gekennzeichnet, daß man als syn- thetische Gerbstoffe Sulfonsäuren von durch Verkettung mehrerer aromatischer Kerne erhältlichen höhermoleknlaren Verbindungen verwendet.
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FR817847D FR817847A (fr) 1936-02-14 1937-02-15 Agents de tannage et procédé de préparation de ces produits
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