CH201010A - Verfahren zur Darstellung von Gerbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Gerbstoffen.

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CH201010A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
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    • C14C3/20Chemical tanning by organic agents using polycondensation products or precursors thereof sulfonated
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Description


  Verfahren zur Darstellung von Gerbstoffen.    In der Schweizer Patentschrift     Nr.19815'0     ist ein Verfahren zur Darstellung von Gerb  stoffen aus     Umwandlungsprodukten    aus  einem Naturharz, einem     phenolischen    Körper  und einem     Sulfierungsmittel    beschrieben, das  dadurch gekennzeichnet ist, dass man die  rohen,     sulfierten,    wasserlöslichen Umwand  lungsprodukte von anhaftenden Elektrolyten  trennt. Dadurch werden diese an sich sehr       elektrolytempfindlichen    und daher als Gerb  stoffe wenig geeigneten     Harzsulfosäuren    zu  wertvollen Gerbstoffen.

   Eine restlose Ent  fernung des Elektrolyten ist möglich, jedoch  unter technischen Bedingungen schwierig  durchzuführen. Anderseits bleibt bei nicht  restloser Entfernung der Elektrolyten immer  noch eine gewisse Schwerlöslichkeit zurück,  die zuweilen stören kann.  



  Es wurde nun gefunden, dass man eine  weitgehende Unempfindlichkeit gegen noch  vorhandene Elektrolyte dadurch erreichen  kann, dass man die durch     Sulfierung    von         Harzphenolgemischen    oder von Harzphenol  estern erhaltenen Produkte mit synthetisch  hergestellten Gerbstoffen mischt. Als solche       Gerbstoffe    haben     iusbesondere    alle     Sulfo-          säuren    der durch     Verkettung    mehrerer aro  matischer     Kerne    erhaltenen, höher molekula  ren Verbindungen zu gelten.

   Dies     sind    also  die     Sulfosäuren    der aus aromatischen Kör  pern     (Phenolen,    Naphtalin, Anilin usw.) und  brückenbildenden Mitteln, wie Aldehyden,  Schwefel, Chlorschwefel, erhaltenen Kon  densationsprodukte. Hierbei kann die Ein  führung der     Sulfogruppe    direkt oder durch       Veresterung,        Peptisation    usw. erfolgen.  



  Durch dieses Verfahren der     Vermischung     mit den     verschiedenartigsten    synthetischen  Gerbstoffen erzielt man nicht nur den Vor  teil, dass man die Salzempfindlichkeit der  eingangs geschilderten Gerbstoffe wesentlich  verringert, sondern es ist mit     Hilfe    dieses  Verfahrens auch möglich, ganz allgemein die  Eigenschaften der genannten Gerbstoffe      weitgehend zu variieren, wodurch die An  wendungsmöglichkeit der an sich verhältnis  mässig eng     umgrenzte    Eigenschaften aufwei  senden Harzgerbstoffe wesentlich     erweitert     wird.  



       Beispiele:     1. 100 Gewichtsteile eines     Harzsulfie-          rungsproduktes    aus     deutschem    Fichtenharz  und Phenol, das nach     Beispiel    1 der Schwei  zer Patentschrift Nr. 198153 hergestellt  wurde, werden in 200 Gewichtsteilen Wasser  bei 50   gelöst.

   Die Lösung wird mit 100 Ge  wichtsteilen eines     Gerbstoffes    vermischt, den  man durch     Sulfierung    von 81,5     Gewichtstei-          len        a-Methylnaphtalin    mit 110 Gewichtstei  len Schwefelsäure     (100%ig)    und     Hinein-          peptisieren    von 70 Gewichtsteilen eines flüs  sigen     Harzes    aus 2     Mol    Phenol mit 1     Mol          Paraformaldehyd    durch alkalische Kondensa  tion     erhalten    hat.

   Die Flüssigkeit wird bei  <B>50'</B> so lange     verrührt,    bis sie vollkommen  homogen ist und durch Zugabe von Natron  lauge auf einen     pH-Wert    von annähernd 3  gebracht. Die Salzempfindlichkeit der Lö  sung ist hier weitgehend zurückgedrängt. Mit  dieser     Kombination    wird     Kalbsblösse    dadurch  ausgegerbt, dass man diese in einer Grube  mit Brühen von 0,5       B6    beginnend behan  delt. Man erhält dann ein Leder von heller       Farbe,    glatten Narben und sehr gutem Stand.  



  2. 400 Gewichtsteile     Harzester    aus ame  rikanischem Kolophonium und     Trikresol     durch     Veresterung    bis zur Säurezahl 20 her  gestellt, werden mit. 10%igem     Oleum        sul-          fiert,    durch einen     Auswaschprozess    gemäss  der Schweizer Patentschrift Nr. 198153 weit  gehend     elektrolytfrei    gewaschen, getrocknet  und gemahlen.

   200     Gewichtsteile    dieses Pul  vers werden     allmählich    in 500     Gewichtsteile     einer 215     %        igen        Gerbstofflösung    gegeben,

    die hergestellt wurde durch - ähnlich wie  im ersten Beispiel beschriebenes -     Hinein-          peptisieren    eines     Phenolformaldehydharzes    in       Butylnaphthalinsulfosäure.    Mit diesem Gerb  stoff     werden        Ptinäsblössen    im Fass     ausgegerbt.     Die     Brühenstärke    beginnt mit 1   Bö und  wird während der     Gerbung    auf 5       BA    ver  stärkt.

      3. 120     Gewichtsteile    der     Harzsulfosäure     gemäss Beispiel 5 der Schweizer Patentschrift  Nr. 198153 aus 120     Gewichtsteilen    flüssigem  schwedischem Harz und 46 Gewichtsteilen       ss-Naphtol    hergestellt, werden in 200 Teilen  Wasser gelöst und mit     Ameisensäure    deut  lich sauer gestellt. In die     Lösung    werden  50 Teile einer synthetischen G     erbsulfosäure     eingerührt, die man durch Einwirkung von  Formaldehyd auf     Naphtalinsulfosäure    erhal  ten hat.

   Die homogene Lösung wird zur  Trockne verdampft und     pulverisiert.    Mit  einer Mischung aus beispielsweise 50 Ge  wichtsteilen     Quebracho    (kaltlöslich, fest) und  50 Gewichtsteilen des     eben    beschriebenen       Gerbstoffpulvers    wird durch Auflösen in  Wasser eine Brühe von<B>10'</B>     B6    hergestellt.  In dieser Brühe werden Rindleder ausge  gerbt, die im     Farbengang        bereits    durchge  gerbt sind. Die Leder erhalten mit dieser  Mischung ausser hellerer Farbe einen festeren  Stand und grössere Fülle als mit     Quebracho     allein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gerbstof fen, dadurch gekennzeichnet, dass man syn thetische Gerbstoffe vermischt mit weit gehend von Elektrolyten befreiten, wasser- löslichen, sulfierten Umsetzungsprodukten von Naturharzen mit phenolischen Körpern. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als syn thetische Gerbstoffe aromatische Sulfo- säuren verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als synthetische Gerbstoffe sulfierte Kondensationspro dukte aromatischer Verbindungen mit Al dehyden verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserlösliche, sulfierte Um setzungsprodukte von Naturharzen mit phenolischen Körpern die durch Sulfie- rung von Gemischen eines Naturharzes mit einem phenolischen Körper erhält- lichen wasserlöslichen Produkte verwen det. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserlösliche, sulfierte Um setzungsprodukte von Naturharzen mit phenolischen Körpern die durch die Sul- fierung von Gemischen eines Naturharzes mit einem phenolischen Körper erhält lichen wasserlöslichen Produkte verwen det. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserlösliche, sulfierte Um setzungsprodukte von Naturharzen mit phenolischen Körpern die durch Sulfie- rang der Veresterungsprodukte- von Na turharzen und phenolischen Körpern er hältlichen wasserlöslichen Produkte ver wendet. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als wasserlösliche, sulfierte Um setzungsprodukte von Naturharzen mit phenolischen Körpern die durch Sulfie- rung der Veresterungsprodukte von Na turharzen und phenolisehen Körpern er hältlichen wasserlöslichen Produkte ver wendet.
CH201010D 1936-02-14 1937-02-06 Verfahren zur Darstellung von Gerbstoffen. CH201010A (de)

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GB490296A (en) 1938-08-12
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