AT233160B - Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte - Google Patents

Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte

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AT233160B
AT233160B AT898060A AT898060A AT233160B AT 233160 B AT233160 B AT 233160B AT 898060 A AT898060 A AT 898060A AT 898060 A AT898060 A AT 898060A AT 233160 B AT233160 B AT 233160B
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formaldehyde
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AT898060A
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Otto Dr Hertel
Hans-Joachim Dr Nebel
Friedrich Wilhelm Dr Guthke
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Basf Ag
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte 
Es sind Verfahren bekanntgeworden, nach denen man aus Phenolsulfonsäure, Phenolen, Harnstoff und Formaldehyd Gerbstoffe herstellen kann : In der deutschen Patentschrift Nr. 687066 wird, aufbauend auf der deutschen Patentschrift Nr. 684240, empfohlen. Phenole oder Naphthole bzw. deren Sulfonsäuren mit Formaldehyd und gegebenenfalls sulfonierenden Mitteln umzusetzen, die so erhältlichen wasserlöslichen Produkte mit Phenolen und Formaldehyd nachzubehandeln und vor, während oder nach dieser Nachbehandlung eine Einwirkung von Harnstoff und Formaldehyd stattfinden zu lassen. 



   Aus der deutschen Patentschrift Nr. 701563 ist eine Abänderung dieses Verfahrens bekannt. bei der man die Einwirkung von Harnstoff und Formaldehyd mit der Herstellung der wasserlöslichen Produkte aus Phenolen oder Naphtholen bzw. deren Sulfonsäuren, Formaldehyd und gegebenenfalls sulfonierenden Mitteln verbindet und dann erst die Nachbehandlung mit Phenolen und Formaldehyd folgen lässt. 



   Die nach den bekannten Verfahren erhältlichen Gerbstoffe sind zwar, sofern sie nicht mit Naphtholen hergestellt werden, verhältnismässig beständig gegen Belichtung, und mit ihnen hergestellte Leder haben 
 EMI1.1 
 gerecht. 



   Es wurde nun gefunden, dass man hervorragend lichtechte Kondensationsprodukte durch Umsetzung sulfonierter, von kondensierten Ringen freier Phenole mit Harnstoff und Formaldehyd und Nachbehandlung der erhaltenen Kondensate mit von kondensierten Ringen freien Phenolen und Formaldehyd dadurch herstellen kann, dass man in der ersten Verfahrensstufe Harnstoff und Formaldehyd nicht, wie nach den bekannten Verfahren, getrennt voneinander, sondern in Form vorgebildeter wasserlöslicher, gegebenenfalls teilweise verätherter Harnstoff-Formaldehyd-Kondensate einsetzt. Als Phenole, deren Sulfonierungsprodukte in der ersten Verfahrensstufe einzeln oder in Form von technischen Gemischen verwendet werden, seien   z. B.   einkernige Phenole, wie Halogenphenole und insbesondere Alkylphenole, z. B.

   Kresole, und das Phenol selbst, ferner Bis-Phenole, wie Diphenylolpropan und Diphenylolsulfon, genannt. 



   Wasserlösliche Harnstoff-Formaldehyd-Kondensate, die mit den sulfonierten Phenolen umgesetzt werden, sind beispielsweise Dimethylolharnstoff, Tetramethylolharnstoff und Methylen-bis-methylolharnstoff, Derivate solcher Verbindungen, in denen die Methylolgruppen teilweise mit bis zu 5 Kohlenstoffatome enthaltenden Alkylresten veräthert sind, wie Dimethoxydimethylolharnstoff und Dibutoxydimethylolharnstoff kommen ebenfalls in Betracht. 



   Die Verwendung von 1 bis 1, 5 Mol Harnstoff-Formaldehyd-Kondensat auf 1 Mol sulfoniertes Phenol gibt in der Regel gute Ergebnisse ; es ist jedoch möglich, je nach den zu erzielenden Eigenschaften grö- ssere oder kleinere Mengen an Methylolverbindung mit dem sulfonierten Phenol umzusetzen. Man führt die Kondensation vorzugsweise in stark saurer Lösung durch. Die Reaktionstemperatur kann zwischen 20 und   800C   gewählt werden. 



   Die so erhältlichen Phenol-Harnstoff-Formaldehyd-Kondensate werden in einem zweiten Verfahrens- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 schritt mit keine kondensierten Ringsysteme enthaltenden Phenolen und Formaldehyd nachbehandelt.
Phenole, die für die Nachbehandlung in Betracht kommen, sind z. B. einkernige einwertige Phenole, wie
Halogenphenole, Alkylphenole, beispielsweise Kresole und das Phenol selbst, Bis-Phenole, wie Dihy- droxydiphenylpropan und Dihydroxydiphenylsulfon,   Sulfonierungs- und   Sulfomethylierungsprodukte der genannten Phenole, mehrwertiger Phenole, wie Brenzkatechin, Resorcin und deren Homologen, und Alk- oxyphenole, wie Methyl-,   Äthyl- und   Propylbrenzkatechin. Die Phenole können rein sein oder als Ge- mische vorliegen ; ein für das Verfahren besonders geeignetes Phenolgemisch ist   z.

   B.   das sogenannte
Brenzöl, das bekanntlich aus dem Schwelwasser, der Braunkohlenschwelung gewonnen wird und neben ein- wertigen Phenolen hohe Anteile an Brenzkatechin und seinen Homologen enthält. Die Umwandlung von mehrwertigen Phenolen in Alkoxyphenole kann mit üblichen Alkylierungsmitteln, wie Dialkylsulfaten,   p-Toluolsulfonsäuremethylester   und Alkylhalogeniden vorgenommen werden. Dabei wählt man die Um-   sétzungsbedingungen   in der Regel so, dass in den alkylierten Produkten das Zahlenverhältnis zwischen freien phenolischen Hydroxylgruppen und Alkoxylgruppen zwischen 1 : 0, 5 und 1 : 2 beträgt. 



   Statt der genannten Phenole kann man auch niedermolekulare Umsetzungsprodukte verwenden, die aus solchen Phenolen und Formaldehyd in schwach saurer Lösung erhältlich sind ; diese Umsetzungspro- dukte enthalten ebenfalls'phenolische Hydroxylgruppen. 



   Den Formaldehyd gibt man entweder in freier Form, vorzugsweise als wässerige Lösung, oder in Form von Stoffen zu, die unter den Umsetzungsbedingungen Formaldehyd abgeben, wie Paraformaldehyd und
Trioxymethylen. Eine weitere, in vielen Fällen besonders vorteilhafte Möglichkeit zur Durchführung der zweiten Verfahrensstufe besteht darin, dass man Phenole und Formaldehyd zunächst in alkalischem Me- dium zu den bekannten Harzölen vorkondensiert und diese Harzöle mit den Produkten der ersten Verfahrensstufe umsetzt. Hiefür eignen sich vornehmlich das Phenol selbst und die Kresole. 



   Die Mengenverhältnisse zwischen den in der ersten Verfahrensstufe erhaltenen Kondensaten einerseits und Phenolen und Formaldehyd anderseits können in einem weiten Bereich variiert werden. Gut. gerbende Kondensationsprodukte erhält man beispielsweise, wenn man je Mol der in der ersten Verfahrensstufe um- gesetzten sulfonierten Phenole 0,   1 - 2   Mol Phenole und 0,   1 - 2   Mol Formaldehyd für die Nachkondensation verwendet ; enthalten die für die Nachkondensation verwendeten Phenole Alkoxygruppen, so ist es besonders vorteilhaft, sie in Mengen von 0, 1 bis 0, 8 Mol Formaldehyd, bezogen auf 1 Mol der in der ersten Stufe verwendeten sulfonierten Phenole, umzusetzen, enthalten sie jedoch Sulfo- oder Sulfomethylgruppen so bevorzugt man Mengen dieser Stoffe von 0, 5 bis 1, 5 Mol zusammen mit 0, 3 bis 2 Mol Formaldehyd. 



   Es ist jedoch möglich, auch wesentlich grössere Mengen an Phenolen und Formaldehyd in der zweiten Verfahrensstufe anzuwenden. So erhält man beispielsweise Endprodukte mit besonders ausgeprägter Dispergierwirkung durch Nachkondensation mit   0,     5-5   Mol sulfonierter oder sulfomethylierter Phenole und   0,     3 - 7   Mol Formaldehyd, bezogen auf 1 Mol in der ersten Stufe eingesetzter sulfonierter Phenole. 



  Man führt die Nachbehandlung vorzugsweise in stark saurer Lösung zwischen 20 und   800C   durch. 



   Die durch Nachbehandlung so hergestellter Kondensate mit Phenolen und Formaldehyd erhaltenen Produkte sind ausgesprochene Weissgerbstoffe. Sie lassen sich auf bekannte Weise mit anorganischen oder organischen Säuren den Erfordernissen des Gerbvorganges anpassen. Die neuen Gerbstoffe liefern Leder, die an Weisseffekt und Lichtechtheit denjenigen beträchtlich überlegen sind, die mit bekannten, aus freiem Harnstoff und Formaldehyd gewonnenen Gerbstoffen hergestellt wurden. Sie werden aus sehr gut zugänglichen Ausgangsstoffen hergestellt ; ausserdem haben sie einen verhältnismässig hohen Gehalt an gerbenden Bestandteilen und ermöglichen daher, bei der Gerbung mit wirtschaftlich günstigen Einsatzmengen die gewünschten Effekte zu erzielen. 



   Die neuen Kondensationsprodukte können ferner sehr vorteilhaft als Gerbstoffe für eine Chromnachgerbung verwendet werden ; man erhält dabei ebenfalls ausgezeichnete Leder von sehr heller Farbe und vorzüglicher Lichtechtheit. Hervorzuheben ist auch ihre gute Verträglichkeit mit andern synthetischen Gerbmittel. 



   Die   erfindungsgemässen Kondensationsprodukte sind temperaturbeständig   und unbeschränkt lagerfähig ; sie neigen nicht zur Kristallisation und lassen sich ohne Verminderung ihrer wertvollen Eigenschaften durch bekannte Trocknungsverfahren, wie Eindampfen im Vakuum oder Walzen-oder Sprühtrocknung, in die feste Form überführen. Das Trocknen der Verfahrensprodukte wird vorzugsweise nach deren Neutralsation mit alkalischen Mitteln,   z. B.   mit Ammoniak, Aminen oder Alkalimetallhydroxyden, jedoch vor dem Einstellen mit Säuren durchgeführt. Nach dem Einstellen mit festen Säuren oder Säurespendern,   z.

   B.   mit Natriumbisulfat, Oxalsäure, Adipinsäure, Zitronensäure oder Gemischen solcher sauer reagierender Stoffe, entstehen pulverförmige, nicht hygroskopische Gerbstoffe, die in kaltem Wasser leicht und klar 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 löslich sind und die die gleichen ausgezeichneten Eigenschaften besitzen wie die flüssigen Produkte. Man kann auch die Lösungen der neutralen Gerbstoffpulver mit flüssigen anorganischen oder organischen Säuren einstellen. 



   Die Kondensationsprodukte können ausser als Gerbstoffe auch als wertvolle Hilfsmittel in der Färberei, insbesondere der Lederfärberei, verwendet werden. Beispielsweise eignen sich die unter Verwendung sulfonierter und sulfomethylierter Phenole in der zweiten Verfahrensstufe hergestellten Kondensate besonders als Hilfsmittel für Pigmentfarbstoffzubereitungen, da sie die beim Färben von Fasergut störende Pigmentwanderung vermindern und mit Kunststoffdispersionen gut verträglich sind. Ausserdem sind sie vorzügliche Dispergiermittel für alle Zwecke, die eine besonders hohe Lichtbeständigkeit erfordern. Man kann sie dazu so, wie sie bei der Herstellung anfallen, in flüssiger oder fester Form benützen. Durch Zugabe saurer oder alkalischer Stoffe kann man ihre Eigenschaften den Bedürfnissen der Verbraucher anpassen. 



   Die in den folgenden Beispielen genannten Teile und Prozente sind Gewichtseinheiten. 



     Be is pi eIl : 250 Teile Phenol werden 4 h   bei 1000C mit   270 Teilen 98%iger   Schwefelsäure erhitzt. 



  Man kühlt das Umsetzungsgemisch auf   40 - 600C   ab und trägt eine aus 320 Teilen Dimethylolharnstoff 
 EMI3.1 
 setzungsprodukt klar wasserlöslich geworden ist ;
Das entstandene Kondensationsprodukt wird mit 144 Teilen   50'figer   wässeriger Natriumhydroxydlösung neutralisiert und für die Verwendung als Gerbstoff durch Zugabe von 48 Teilen   80% figer   Ameisensäure und 14 Teilen Eisessig auf einen pH-Wert von 3,2 bis 3,5 eingestellt. 



   Man erhält einen hellgelben, klar wasserlöslichen Sirup, dessen Analyse folgende Werte liefert : 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff <SEP> : <SEP> 39, <SEP> 6%
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 13, <SEP> 1% <SEP> 
<tb> Anteilzahl <SEP> : <SEP> 75, <SEP> 1 <SEP> 
<tb> 
 
Beispiel 2 : 250 Teile Phenol werden mit 270 Teilen   98%iger   Schwefelsäure in   4 h bei 100 C   sulfiert. Das Umsetzungsgemisch wird auf 40 - 600C abgekühlt und mit einer aus 525 Teilen Dimethylolharnstoff und 500 Teilen Wasser bereiteten Lösung versetzt.

   Sobald eine klare Lösung entstanden ist, werden 50 Teile   50%ige   wässerige   Natriumhydroxydlösung   und 125 Teile Phenol zugesetzt und unter Zugabe von 100 Teilen   30%obigem   Formaldehyd bei   30 - 400C   kondensiert, bis das Reaktionsgemisch klar wasserlöslich geworden ist. Die Reaktionslösung wird mit 196 Teilen piger wässeriger Natriumhydroxydlösung neutralisiert und in einem Sprühdilsentrockner zu Pulver getrocknet. Das erhaltene Pulver ist klar in Wasser löslich. Für die Verwendung als Gerbstoff werden 200 Teile Pulver unter Zusatz von 1,5 Teilen Natriumbisulfat und 0,8 Teilen Oxalsäure so eingestellt, dass eine   10%igue   wässerige Lösung der Mischung einen pH-Wert von 3,2 bis 3,5 hat. 



   Das Produkt hat folgende Analysenwerte : 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff: <SEP> 75,2% <SEP> 
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 18, <SEP> 60/0 <SEP> 
<tb> Anteilzahl <SEP> : <SEP> 80, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> 
 
Beispiel 3 : 250 Teile Phenol werden wie in Beispiel 1 beschrieben mit 270 Teilen   98'yoiger   Schwefelsäure sulfiert. In die Reaktionsmischung wird bei einer Temperatur zwischen 40 - 600C eine aus 525 Teilen Dimethylolharnstoff und 500 Teilen Wasser bereitete Lösung eingetragen. Sobald eine klare Lösung entstanden ist, werden 57 Teile tige wässerige Natriumhydroxydlösung und 75 Teile   4,   4' - Dioxyddiphenylsulfon   zugefügt,   man kondensiert unter Zugabe von 75 Teilen   30'%obigem   Formaldehyd bei 20 bis   45 C,   bis die Mischung klar wasserlöslich geworden ist.

   Das Kondensationsprodukt wird mit 200 Teilen   5 Obiger   wässeriger   Natriumhydroxydlösung   neutralisiert und auf einem Doppelwalzentrockner zu Pulver getrocknet. Das erhaltene Pulver ist klar in Wasser löslich. 200 Teile Pulver werden für die Verwendung als Gerbstoff mit 1,6Teilen Natriumbisulfat und 0,8 Teilen Oxalsäure so eingestellt, dass die 10%ige wässerige Lösung der Mischung einen pH-Wert   von 3,2   bis   3, 5   hat. 



   Die Analyse des Produktes liefert folgende Werte : 
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff <SEP> : <SEP> 67, <SEP> 8% <SEP> 
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 25, <SEP> 7% <SEP> 
<tb> Anteilzahl <SEP> : <SEP> 72, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
 EMI4.1 
 :Formaldehyd bei 20 - 45 C bis zum Verschwinden des Formaldehydgeruches. Das Kondensationsprodukt wird mit   10 Teilen 50%iger wässeriger Natriumhydroxydlösung   und 54 Teilen   25'igem   Ammoniak neutra- lisiert und für die Verwendung als Gerbstoff durch Zugabe von 20 Teilen piger Ameisensäure und 5 Tei-   len Eisessig auf einen pH-Wert von 3, 2 bis 3, 5 eingestellt.

   Es wird ein schwach rosa gefärbter, klar wasserlöslicher Sirup mit folgenden Analysenwerten erhalten :    
 EMI4.2 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff: <SEP> 43,1% <SEP> 
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 8,3%
<tb> Anteilzahl <SEP> : <SEP> 83, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI4.3 
 
5:hitzt. Man lässt abkühlen, versetzt mit 100 Teilen Wasser und trägt bei 30 - 80 C 90 Teile einer   zuigen   wässerigen Paste von Dimethylolhamstoff, in dem 25% der Methylolgruppen mit Methanol veräthert sind, ein. Man setzt 50 Teile   25% igen Ammoniak   und 54 Teile o-Kresol zu und kondensiert unter Zugabe von
50 Teilen 30%igem Formaldehyd bei 20-45 C, bis der Formaldehyd verschwunden ist.

   Das Umsetzungs- gemisch wird mit 60 Teilen   2551obigem   Ammoniak neutralisiert und für die Verwendung als Gerbstoff mit
18 Teilen   80% figer   Ameisensäure und 5 Teilen Eisessig auf einen pH Wert von 3,2 bis 3, 5 eingestellt. 



   Das erhaltene Produkt ist sirupös und von schwach rosa Farbe, gut giessbar und leicht wasserlöslich. 



   Es hat folgende Analysenwerte : 
 EMI4.4 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff <SEP> : <SEP> 39, <SEP> 6% <SEP> 
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 13,5%
<tb> anteilzahl <SEP> : <SEP> 74,6
<tb> 
   Beispiel 6 :   108 Teile o-Kresol werden mit 112 Teilen 98%iger Schwefelsäure 4 h auf 1000C erhitzt. Nach dem Abkühlen werden 70 Teile Wasser und 30 Teile Methanol zugegeben. Bei 30 - 600C setzt man dann 120 Teile eines Kondensations und Verätherungsproduktes aus 24% Harnstoff, 30% Formaldehyd und   6%   Butanol, in   40%   Butanol gelöst, zu. Zu dem Umsetzungsgemisch gibt man 50 Teile   50% figer   wässeriger Natriumhydroxydlösung und 54 Teile o-Kresol und kondensiert unter Zulauf von 34 Teilen 30%igem Formaldehyd bei 20 - 45 C, bis die Mischung klar wasserlöslich geworden ist. 



   Das entstandene Kondensationsprodukt wird mit 64Teilen 50loiger wässeriger Natriumhydroxydlösung neutralisiert und für die Verwendung als Gerbstoff durch Zugabe von 20 Teilen   80%   Ameisensäure und 4 Teilen Eisessig auf einen pH-Wert von 3, 2 bis 3, 5 eingestellt. 



   Es wird ein schwach rosa gefärbter, klar wasserlöslicher Sirup erhalten, der folgende Analysenwerte hat : 
 EMI4.5 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff <SEP> : <SEP> 37,0%
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 10, <SEP> 8% <SEP> 
<tb> Anteilzahl <SEP> : <SEP> 77, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> 
   Beispiel 7 : 108 Teile eines handelsüblichen, technischen Gemisches von Phenol und Kresol,   das noch geringe Anteile Xylenol enthalten kann, werden mit 112 Teilen 98%iger Schwefelsäure 4 h auf 1000C erhitzt. Man lässt abkühlen, versetzt mit 70 Teilen Wasser und trägt 90 Teile einer   700/eigen   wässerigen Paste von Dimethylolharnstoff, in dem 25% der Methylolgruppen mit Methanol veräthert sind, bei 30 bis   800C   ein.

   Nach Verdünnen mit 50 Teilen Methanol setzt man 40 Teile   25'eigen   Ammoniak und 60 Teile methyliertes Brenzöl hinzu und kondensiert unter Zugabe von 50 Teilen 30%igem Formaldehyd bei 30 bis 400C, bis die   Reaktionsmischung klar wasserlöslich   geworden ist. Dann wird die Mischung mit 60 Teilen 25%igem Ammoniak neutralisiert und durch Zugabe von 27 Teilen Ameisensäure und 5 Teilen Essigsäure auf einen pH-Wert von 3, 2 bis 3, 5 eingestellt. 



   Das erhaltene Produkt ist sirupös und von schwach rötlicher Farbe, gut giessbar und leicht wasserlöslich. 



   Es hat folgende Analysenwerte : 
 EMI4.6 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff <SEP> :. <SEP> 39, <SEP> 50/0 <SEP> 
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 13,5%
<tb> AnteiIzahl <SEP> : <SEP> 74, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 - Beispiel 8 : 108 Teile   o-Kresolfraktion   werden in 4 h bei 100 C mit 112 Teilen   98goriger   Schwe-   felsäure   sulfiert. Nach dem Abkühlen werden 50 Teile Wasser und 50 Teile Methanol hinzugegeben. Bei 30 - 60 C setzt man der Mischung dann 120 Teile eines technischen   Kondensations- und Verätherungs-   produktes aus 24% Harnstoff,   3. Dlo   Formaldehyd und 6% Butanol, in   40%   Butanol gelöst, zu. 



   Zu dem Umsetzungsgemisch gibt man   40 Teile 25% iges Ammoniak   und 60 Teile methyliertes Brenzöl und kondensiert bei 30-350C unter Zulauf von 50 Teilen   300/obigem   Formaldehyd. bis zum Erreichen klarer   Wasserlöslichkeit.   



   Nach Neutralisation mit 50 Teilen   25'obigem   Ammoniak wird das erhaltene Endprodukt für die Verwendung als Gerbstoff durch Zugabe von 20 Teilen Ameisensäure und 4 Teilen Eisessig auf einen PH-Wert von   3,   2 bis 3,5 eingestellt. 



   Es wird ein schwach rot gefärbter, klar wasserlöslicher Sirup erhalten, der folgende Analysenwerte liefert : 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff: <SEP> 38,7% <SEP> 
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 16,3%
<tb> Anteilzahl <SEP> : <SEP> 70, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> 
 
Beispiel 9 : 94 Teile Phenol werden mit 102 Teilen 98%iger Schwefelsäure 4 h auf 100 C erhitzt. 



  In das so erhaltene Umsetzungsgemisch wird bei 40 - 50 C eine aus 100 Teilen Dimethylolharnstoff und 75 Teilen Wasser bereitete Lösung eingetragen. Sobald klare, homogene Lösung erreicht ist, wird das Gemisch mit 50 Teilen Methanol verdünnt, 30 Teile 25%iges wässeriges Ammoniak sowie 20 Teile methyliertes Brenzöl hinzugesetzt und unter Zulauf von 20 Teilen 30%igem Formaldehyd bis zum Erreichen klarer Wasserlöslichkeit kondensiert. 



   Das entstandene Kondensationsprodukt wird mit 50 Teilen   25'igem   Ammoniak neutralisiert. Für die Verwendung als Gerbstoff stellt man es durch Zugabe von 16 Teilen Ameisensäure mit 5 Teilen Eisessig auf einen pH-Wert von 3, 2 bis 3, 5 ein. 



   Man erhält einen hellgelben wasserlöslichen Sirup, dessen Analyse folgende Werte liefert : 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff <SEP> : <SEP> 38, <SEP> 2%
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 19, <SEP> 5% <SEP> 
<tb> Anteilzahl <SEP> : <SEP> 66, <SEP> 3 <SEP> 
<tb> 
 
Beispiel 10 : 94 Teile Phenol werden mit 102 Teilen 98%iger Schwefelsäure 4 h auf 1000C erhitzt. Man kühlt das Umsetzungsgemisch auf 40 - 60 C ab und trägt eine aus 120 Teilen Dimethylolharnstoff und 150 Teilen Wasser bereitete Lösung ein. Sobald eine klare Lösung entstanden ist, werden 
 EMI5.3 
 schwunden und das Umsetzungsprodukt klar wasserlöslich geworden ist. Nach der Neutralisation mit 120 Teilen 50%iger wässeriger Natriumhydroxydlösung wird das Kondensationsprodukt in einer Trockenpfanne zu 500 Teilen eines farblosen Pulvers getrocknet. 



   Beispiel 11 : 188 Teile Phenol werden in 4 h bei 1000C mit 204 Teilen 98%iger Schwefelsäure sulfiert. Nach dem Abkühlen auf 40 - 60 C wird eine Lösung von 160 Teilen Dimethylolharnstoff in 200 TeilenWasser eingetragen und das Gemisch bis'zum Erreichen einer klaren Lösung kondensiert. Es werden dann 90 Teile piger wässeriger   Natriumhydroxydlösung   sowie 234 Teile sulfomethyliertes Phenol hinzugesetzt und unter Zugabe von 100 Teilen 30%igem Formaldehyd bei   20 - 400C   bis zum Verschwinden des Formaldehydgeruches kondensiert. 



   'Das entstandene Kondensationsprodukt wird mit 35 Teilen   250/obigem   wässerigem Ammoniak neutralisiert und für die Verwendung als Gerbstoff durch Zugabe von 65 Teilen 80%iger Ameisensäure und 12 Teilen Eisessig auf einen pH-Wert von 3, 2 bis 3, 5 eingestellt. Man erhält einen hellgelben, klar, wasserlöslichen Sirup, dessen Analyse folgende Werte liefert : 
 EMI5.4 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff <SEP> : <SEP> 44, <SEP> 3% <SEP> 
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 15, <SEP> 5  <SEP> 
<tb> Anteilzahl <SEP> : <SEP> 74,2
<tb> 
 
 EMI5.5 
 in die erhaltene Sulfonsäure ein und kondensiert, bis eine klare Lösung entstanden ist.

   Nach dem Zusatz von 56 Teilen 50%iger wässeriger   Natriumhydroxydlösung   und einer Lösung von 50 Teilen sulfomethylier- 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 tem 4, 4'-Dioxydiphenylsulfon in 100 Teilen Wasser wird bei 20-40 C unter Zugabe von 75 Teilen 30%igem Formaldehyd bis zum Verschwinden des Formaldehydgeruches kondensiert. Die erhaltene Lösung wird mit 65 Teilen piger wässeriger Natriumhydroxydlösung neutralisiert und für die Verwendung als Gerbstoff mit 32 Teilen   salziger   Ameisensäure und 10 Teilen Eisessig auf einen pH-Wert von 3,2 bis 3, 5 eingestellt. 



   Man erhält einen hellgelben, klar wasserlöslichen Sirup, dessen Analyse folgende Werte liefert : 
 EMI6.1 
 
<tb> 
<tb> Gerbstoff <SEP> : <SEP> 30% <SEP> 
<tb> Nichtgerbstoff <SEP> : <SEP> 14%
<tb> Anteilzahl <SEP> : <SEP> 68, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI6.2 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 7>
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man die Nachbehandlung mit solchen Phenolen vornimmt, die im Kern niedermolekulare Äthergruppen enthalten.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Phenole für die Nachbehandlung alkylierte Brenzöle verwendet.
    4. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man für die Nachbehandlung sulfonierte oder sulfomethylierte Phenole und Formaldehyd verwendet.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, da3 man für die Nachbehandlung Phenole und Formaldehyd in Form ihrer vorgebildeten, zur weiteren Kondensation befähigten Kondensate verwendet.
AT898060A 1959-12-15 1960-12-01 Verfahren zur Herstellung lichtechter Kondensationsprodukte AT233160B (de)

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