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(1) Anwendungsbereich
der Erfindung
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Diese
Erfindung betrifft einen chemisch-mechanischen Polierschlamm, der
einen Komplexbildner, mindestens ein Oxidationsmittel, mindestens
ein Schleifmittel und ein Filmbildungsmittel aufweist. Der chemischmechanische
Polierschlamm ist zum Polieren von mit der Halbleiterherstellung
in Zusammenhang stehenden Metallschichten und Dünnfilmen verwendbar. Genauer
ausgedrückt
betrifft diese Erfindung einen Polierschlamm, der insbesondere zum
Polieren von Mehrfachmetallschichten und Dünnfilmen geeignet ist, wobei eine
der Schichten oder einer der Filme aus Kupfer oder aus einer kupferhaltigen
Legierung besteht.
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(2) Beschreibung des Standes
der Technik
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Integrierte
Schaltungen bestehen aus Millionen aktiver, in oder auf einem Siliziumsubstrat
ausgebildeter Vorrichtungen. Die aktiven Vorrichtungen, die anfangs
voneinander isoliert sind, werden miteinander verbunden, um funktionale
Schaltungen und Komponenten auszubilden. Die Vorrichtungen sind
durch die Verwendung gut bekannter Mehrebenenverdrahtungen miteinander
verbunden. Verdrahtungsstrukturen weisen normalerweise eine erste
Metallisierungsschicht, eine Verdrahtungsschicht, eine zweite Metallisierungsebene und
manchmal eine dritte, und nachfolgende Metallisierungsebene auf.
Dielektrische Zwischenebenen wie zum Beispiel dotiertes und undotiertes
Siliziumdioxid (SiO2), werden zur elektrischen
Isolation der verschiedenen Metallisierungsebenen in einem Siliziumsubstrat
oder -quelle verwendet. Die elektrischen Verbindungen zwischen verschiedenen
Verdrahtungsebenen werden durch die Verwendung von metallisierten
Durchgängen hergestellt.
In dem U.S.-Patent
Nr. 4,789,648, welches in diesem Dokument per Bezugnahme integriert
ist, ist ein Verfahren zur Herstellung von Mehrfachmetallisierungsschichten
und metallisierten Durchgängen
in Isolatorfilmen beschrieben. Auf ähnliche Weise werden Metallkontakte
zur Bildung elektrischer Verbindungen zwischen in einer Quelle ausgebildeten
Verdrahtungsebenen und Vorrichtungen verwendet. Die Metalldurchgänge und – kontakte
können
mit verschiedenen Metallen und Legierungen gefüllt sein, die Titan (Ti), Titannitrid (TiN),
Tantal (Ta), Aluminiumkupfer (Al-Cu), Aluminiumsilizium (Al-Si),
Kupfer (Cu), Wolfram (W) und Kombinationen derselben umfassen. Bei
den Metalldurchgängen
und -kontakten wird im Allgemeinen eine Adhäsionsschicht wie zum Beispiel
aus Titannitrid- (TiN) und/oder Titan (Ti) verwendet, um die Durchgangsmetalle zum
Anhaften an dem SiO2-Substrat zu veranlassen. Auf der Kontaktebene funktioniert
der Sperrfilm als eine Diffusionsbarriere, um ein Reagieren des
Füllmetalls
mit SiO2 zu vermeiden.
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Bei
einem Halbleiterherstellungsverfahren werden Metalldurchgänge und/oder
-kontakte durch eine dünnflächige Metallablagerung
ausgebildet, woraufhin ein chemisch-mechanischer (CMP) Polierschritt
folgt. Bei einem typischen Verfahren werden Durchgangslöcher durch
einen Zwischenebenen-Nichtleiter/Interlevel Dielectric (ILD) zu
Zwischenebenenleitungen oder zu einem Halbleitersubstrat geätzt. Danach
wird im Allgemeinen über
dem Zwischenebenen-Nichtleiter eine dünne Adhäsionsschicht wie zum Beispiel
aus Titannitrid und/oder Titan ausgebildet und in das geätzte Durchgangsloch
geleitet. Dann wird ein Metallfilm über der Adhäsionsschicht und in das Durchgangsloch
hinein dünnflächig abgelagert.
Die Ablagerung wird so lange fortgesetzt, bis das Durchgangsloch
mit dem dünnflächig abgelagerten
Metall gefüllt
ist. Schließlich
wird das überschüssige Metall
durch chemisch-mechanisches Polieren (CMP) entfernt, um Metalldurchgänge auszubilden. Verfahren
zur Herstellung und/oder für
chemischmechanisches Polieren (CMP) von Zwischenebenen-Nichtleitern sind
in den U.S.-Patenten Nr. 4,671,851, 4,910,155 und 4,944,836 offenbart.
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Bei
einem typischen chemisch-mechanischen Polierverfahren wird das Substrat
in direktem Kontakt mit einem sich drehenden Polierkissen positioniert.
Ein Träger übt Druck
auf die Rückseite
des Substrates aus. Wäh rend
dem Poliervorgang werden das Kissen und der Tisch gedreht, während eine
nach unten gerichtete Kraft gegen die Rückseite des Substrates aufrechterhalten
wird. Eine schleifende und chemisch reagierende Lösung, die
im Allgemeinen als „Schlamm" bezeichnet wird,
wird während
dem Polieren auf dem Kissen abgelagert. Der Schlamm startet den
Poliervorgang, indem er mit dem gerade polierten Film chemisch reagiert. Der
Poliervorgang wird durch die Drehbewegung des Kissens im Verhältnis zu
dem Substrat erleichtert, wenn Schlamm auf die Grenzfläche zwischen
Mikroplättchen
und Kissen aufgetragen wird. Der Poliervorgang wird auf diese Weise
fortgesetzt, bis der gewünschte
Film auf dem Isolator abgetragen ist. Die Schlammzusammensetzung
ist ein bedeutender Faktor bei dem chemischmechanischen Polierschritt.
In Abhängigkeit
von der Wahl des Oxidationsmittels, des Schleifmittels und anderer
verwendbarer Zusätze
kann der Polierschlamm so anwendungsspezifisch angefertigt sein,
dass er ein wirksames Polieren von Metallschichten mit erwünschten Polierraten
bietet, während
er gleichzeitig Oberflächenfehler,
-defekte, -korrosion und -erosion minimiert. Darüber hinaus kann der Polierschlamm
verwendet werden, um für
andere, bei der aktuellen integrierten Schaltungstechnologie verwendete
Dünnfilmmaterialien,
wie zum Beispiel Titan, Titannitrid und dgl. gesteuerte Polierselektivitäten bereitzustellen.
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Typische
chemisch-mechanische Polierschlämme
enthalten einen Schleifwerkstoff, zum Beispiel Kieselerde oder Aluminiumoxid,
der in einem oxidierenden wässrigen
Me dium schwebt. In dem U.S.-Patent Nr. 5,244,523 von Yu et al. wird
zum Beispiel ein Aluminiumoxid, Wasserstoffperoxid und entweder
Kalium oder Ammoniumhydroxid enthaltender Schlamm erwähnt, der
zur Abtragung von Wolfram mit vorhersagbaren Raten verwendbar ist,
wobei nur wenig von der darunter liegenden Isolierschicht entfernt
wird. In dem U.S.-Patent Nr. 5,209,816 von Yu et al. ist ein Schlamm
offenbart, der Perchlorsäure,
Wasserstoffperoxid und einen festen Schleifwerkstoff in einem wässrigen
Medium enthält.
In dem U.S.-Patent Nr. 5,340,370 von Cadien und Feller ist ein Wolfram-Polierschlamm
offenbart, der etwa 0,1M rotes Blutlaugensalz, etwa 5 Gewichts-%
Kieselerde und Kaliumacetat enthält.
Essigsäure
wird beigemischt, um den pH-Wert auf etwa 3,5 zu puffern.
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In
dem U.S.-Patent Nr. 4,789,648 von Beyer et al. ist eine Schlammformulierung
unter Verwendung von Aluminiumoxidschleifmitteln in Verbindung mit
Schwefel-, Salpeter- und Essigsäuren
und entionisiertem Wasser beschrieben. In den U.S.-Patenten Nr.
5,391,528 und 5,476,606 sind Schlämme zum Polieren-eines aus
Metall und Kieselerde bestehenden Verbundwerkstoffes offenbart,
der ein wässriges
Medium, Schleifpartikel und ein Anion umfasst, welches die Rate
der Kieselerdeabtragung steuert. Weitere Polierschlämme zur Verwendung
bei chemisch-mechanischen Polieranwendungen sind in dem U.S.-Patent
Nr. 5,527,423 von Neville et al., U.S.-Patent 5,354,490 von Yu et
al., U.S.-Patent Nr. 5;340,370 von Cadien et al., U.S.-Patent Nr. 5,209,816
von Yu et al, U.S.-Patent Nr. 5,157,876 von Medellin, U.S.-Patent
Nr. 5,137,544 von Medellin und U.S.-Patent Nr. 4,956,313 von Cote
et al beschrieben.
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In
der
EP 0 831 136 sind
Polierschlämme
mit mindestens zwei Oxidationsmitteln und zusätzlich einer organischen Säure und
einem Schleifmittel, und deren Verwendung zur Abtragung von Titan,
Titannitrid oder einer Aluminiumlegierung von einem Substrat offenbart.
In der WO 96/16436 ist ein Polierschlamm offenbart, der Schleifpartikel
mit einem kleinen mittleren Durchmesser enthält, die vor ihrer Kombination
mit einem Oxidationsmittel mit einem grenzflächenaktiven Suspensionsmittel
vorgemischt werden.
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Beim
Stand der Technik werden verschiedene Mechanismen offenbart, durch
die Metalloberflächen mit
Schlämmen
poliert werden können.
Die Metalloberfläche
kann unter Verwendung eines Schlammes poliert werden, bei dem keine
Deckschicht ausgebildet wird, wobei in diesem Fall der Vorgang mit
der mechanischen Abtragung von Metallpartikeln und ihrer Auflösung in
dem Schlamm fortgesetzt wird. Bei einem solchen Mechanismus sollte
die chemische Auflösungsrate
gering sein, um Nassätzen
zu vermeiden. Ein bevorzugterer Mechanismus ist jedoch einer, bei
dem eine dünne
abschleifbare Schicht ununterbrochen durch die Reaktion zwischen
der Metalloberfläche
und einer oder mehreren Komponenten in dem Schlamm, wie zum Beispiel
einem Komplexbildner und/oder einer Filmbildungsschicht ausgebildet
wird. Die dünne
abschleifbare Schicht wird dann durch mechanische Einwirkung gesteuert
abgetragen. Sobald der me chanische Vorgang angehalten ist, verbleibt
ein dünner
passiver Film auf der Oberfläche
und steuert den Nassätzvorgang.
Die Steuerung des chemisch-mechanischen Poliervorganges ist viel
leichter, wenn das Polieren mit einem chemisch-mechanischen Polierschlamm
unter Verwendung dieses Mechanismus durchgeführt wird.
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Bemühungen zur
Entwicklung von Kupferschlämmen
zum chemisch-mechanischen Polieren sind in der Literatur offenbart.
Der RPI-Ansatz (J. M. Steigerwald et al, Electrochemical Potential
Measurements during the Chemical-Mechanical Polishing of Copper
Thin Films/Elektrochemische Potentialmessungen während dem chemisch-mechanischen
Polieren von Kupferdünn
filmen, Mat. Res. Soc. Symp. 337, 133, (1994)) konzentriert sich
auf die Verwendung von Ammoniumverbindungen (Ammoniumnitrat, Chlorid,
Hydroxid), Salpetersäure
und Aluminiumschleifmittel. Es wird angenommen, dass die Kupferauflösung von
2 nm/min. (nach elektrochemischer Messung) von einer filmfreien
Fläche
erfolgt. Es wird jedoch berichtet, dass die Polierraten über 400
nm/min. liegen. Die Diskrepanz wird erklärt, indem der mechanischen
Einwirkung in Bezug auf die Ausbildung von Cu-Ablagerungen Bedeutung zugemessen wird,
die dann durch eine Lösung
aufgelöst
werden. Es sind keine Selektivitätsfaktoren
gegeben.
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In
Q. Luo et al. Chemical-Mechanical Polishing of Copper in Acidic
Media Proceedings/Chemisch-mechanisches
Polieren von Kupfer in sauren Medien, Verfahren – First International Chemical-Mechanical Polish (CMP)
for VLSI/LSI Multilevel Interconnection Conference (CMP-MIC)/Erste
Internationale Konferenz für
chemisch-mechanisches Polieren bzw. VLSI/LSI-Mehrebenenverdrahtung (CMP-MIC), Santa
Barbara, 22.-23. Februar
(1996), ist die Verwendung eines chemischmechanischen Polierschlammes
offenbart, der ein sehr aggressives Ätzmittel, Fe-Nitrat, pH-Wert
1-2 in Kombination mit einem Inhibitor (Benztriazol), einem schlammstabilisierenden
grenzflächenaktiven
Stoff (Polyethylenglykol) und Aluminiumoxid aufweist. Die chemische
Reaktion wird offensichtlich durch eine Ausbildung eines korrosionshemmenden
Filmes, nämlich
Cu-Benztriazol gesteuert,
wobei der grenzflächenaktive
Stoff seine Schutzwirkung untergräbt. Die Selektivität gegenüber Oxid ist
mit 15:1 zu 45:1 angegeben.
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Die
elektrochemische Arbeit in Bezug auf chemischmechanisches Polieren
in den Sematech Labors ist in R. Carpio et al., Initial Study On
Copper CMP Slurry Chemistries, Thin Solid Films/Erststudie über chemisch-mechanische
Kupferpolierschlammchemien, massive Dünnfilme., 262 (1995) offenbart.
In der Referenz wird die Anwendung von Elektrochemie bei der grundlegenden
Charakterisierung plausibler Schlämme untersucht. Zusätzlich zu
mehreren anderen wird Kaliumpermanganat als Schlammoxidationsmittel
verwendet.
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In
H. Hirabayashi et al., Chemical-Mechanical Polishing of Copper using
a Slurry Composed of Glycine and Hydrogen Peroxide, Proceedings/Chemisch- mechanisches Polieren
von Kupfer unter Verwendung eines aus Glyzin und Wasserstoffperoxid
bestehenden Schlammes, Verfahren – First International Chemical-Mechanical Polish
(CMP) for VLSI/LSI Multilevel Interconnection Conference (CMP-MIC)/Erste
Internationale Konferenz für
chemisch-mechanisches Polieren bzw. VLSI/LSI-Mehrebenenverdrahtung
(CMP-MIC), Santa
Barbara, 22.-23. Februar (1996), und in dem U.S.-Patent Nr. 5,770,095
ist eine Mischung aus Glyzin, Wasserstoffperoxid und Kieselerde
mit oder ohne Benztriazol für
den chemisch-mechanischen Poliervorgang von Cu mit einer geringen
Korrosionsrate und Fehlerquote offenbart. In den Referenzen wird
offenbart, dass chemisch-mechanische Polierschlämme, die ein chemisches Mittel
wie zum Beispiel Benztriazol und n-Benzoyl-n-Phenylhydroxylamine
aufweisen, einen Schutzfilm auf Kupfer ausbilden. Die Abtragungsrate
variiert in Abhängigkeit
von der Konzentration von Schlammkomponenten. Es wurde über eine
optimierte Rate von 120 nm/min. berichtet, mit einer TiN-Rate von
30 nm/min. und tellerförmigen
Vertiefungen von 200 nm über
die 15 μm
breiten Strukturen.
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Es
wurden in der offenen Literatur mehrere relevante Cu-Chemien abgehandelt,
wobei jede dahingehend versagte, einen Vorgang bereitzustellen,
der erfolgreich allen Schlüsselanforderungen
eines chemisch-mechanischen Polierschlammes anspricht, nämlich eine
Metallabtragungsrate von mehr als 200 nm/min., Ratenselektivität von <5 gegenüber Metalldeckschichten,
Selektivität
ge genüber
dielektrischen Oxidschichten von >50
und Gesamtfehlertiefe von <10%
aufweist.
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Obwohl
die Verwendung eines Filmbildungsmechanismus bei einem chemisch-mechanischen
Poliervorgang wünschenswert
ist, bleiben Probleme mit der Formulierung von chemisch-mechanischen
Polierschlämmen
bestehen, welche die Dicke der Schicht des ausgebildeten Filmes
sowie Probleme kontrollieren können,
wobei sie sicherstellen, dass der ausgebildete Film abschleifbar
ist. Diese Probleme können
einen chemisch-mechanischen Polierschlamm zum Ergebnis haben, der
unannehmbar niedrige Polierraten oder schlechte Polierergebnisse
an den Tag legt. Somit bleibt das Bedürfnis nach einem chemisch-mechanischen Polierschlamm
bestehen, der zur Ausbildung einer abtragbaren abschleifbaren Schicht
auf einer Substratoberfläche
und genauer ausgedrückt
auf der Oberfläche
eines eine Kupferlegierung enthaltenden Substrates in der Lage ist.
Ein wünschenswerter
chemisch-mechanischer Polierschlamm wird gute Dünnfilmpolierselektivitäten an den
Tag legen und gleichzeitig gut polierte Substrate mit minimalen
tellerförmigen
Austiefungen und geringer Fehlerquote hervorbringen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen chemischmechanischen Polierschlamm,
der zum Polieren von me tallhaltigen Substraten mit annehmbaren Raten
in der Lage ist.
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Zusätzlich weist
der chemisch-mechanische Polierschlamm eine niedrige Isolatorpolierselektivität auf, während er
hohe Polierselektivitäten
gegenüber
Kupfer und kupferlegierungshaltigen Metallschichten an den Tag legt.
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Weiterhin
betrifft diese Erfindung Verfahren zur Verwendung eines einzelnen
chemisch-mechanischen Polierschlammes zum Polieren von Metallschichten
und insbesondere Kupfer oder kupferlegierungshaltigen Schichten
in einer integrierten Schaltung.
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Bei
einer Ausführungsform
weist der chemischmechanische Polierschlamm Harnstoff-Wasserstoffperoxid
als ein stabiles wirksames Oxidationsmittel auf.
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Der
chemisch-mechanische Polierschlamm weist ein Schleifmittel, ein
Oxidationsmittel, einen Komplexbildner und ein Filmbildungsmittel
auf. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
weist der chemischmechanische Polierschlamm 1,0 bis 15,0 Gewichts-%
eines Aluminiumoxidschleifmittels, 0,3 bis 12,0 Gewichts-% Wasserstoffperoxid,
0,5 bis 3,0 Gewichts-% Ammoniumoxalat oder Weinsäure, und 0,01 bis 0,2 Gewichts-% Benztriazol
auf. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der chemischmechanische
Polierschlamm 1,0 bis 15,0 Gewichts-% eines Aluminiumoxidschleifmittels,
1,0 bis 12,0 Gewichts-% Harnstoff-Wasserstoffperoxid, 0,5 bis 3,0
Gewichts-% Ammoniumoxalat oder Weinsäure, und 0,01 bis 0,2 Gewichts-%
Benztriazol auf. Alle chemischmechanischen Polierschlammausführungsformen
weisen auch entionisiertes Wasser auf.
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Bei
einer Ausführungsform
beginnt das Verfahren zum Polieren eines Substrates, welches mindestens eine
Metallschicht aufweist, mit dem Mischen von 1,0 bis 15,0 Gewichts-%
eines Schleifmittels, 0,3 bis 12,0 Gewichts-% eines Oxidationsmittels
und vorzugsweise mit Harnstoff-Wasserstoffperoxid, 0,5 bis 3,0 Gewichts-%
mindestens eines Komplexbildners, 0,01 bis 0,2 Gewichts-% mindestens
eines Filmbildungsmittels und von entionisiertem Wasser, um einen
chemisch-mechanischen Polierschlamm zu ergeben. Dann wird der chemischmechanische
Polierschlamm auf das Substrat aufgetragen. Schließlich wird
mindestens ein Teil der Metallschicht von dem Substrat durch Inkontaktbringen
eines Kissens mit dem Substrat und Bewegen des Kissens im Verhältnis zu
dem Substrat abgetragen.
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BESCHREIBUNG
DER FIGUREN
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In 1 sind
potentiodynamische Polarisationsraten dargestellt, die auf Kupfer
in Lösungen
gemessen wurden, die 4 Gewichts-% Ammoniumpersulfat und entweder
1 Gewichts-% Glyzin (Kurven 1 und 2) oder 1 Gewichts-%
Ammoniumoxalat (Kurven 3 und 4) enthielten. Jeder
Satz von Kurven wurde während
des Schleifens der Kupferflä che
(Kurven 1 und 3), und wieder nach Beendigung des
Schleifens (Kurven 2 und 4) gemessen.
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In 2 sind
potentiodynamische Polarisationskurven auf Kupfer dargestellt in:
11 Gewichts-% H2O2-Oxidationsmittellösung (Kurve 1 nach
dem Schleifen); in einem Elektrolyten mit demselben Oxidationsmittel
und 1 Gewichts-% Glyzin (Kurve 2 nach dem Schleifen); und
in demselben Oxidationsmittel mit 1 Gewichts-% Ammoniumoxalat (Kurve 3,
ebenfalls nach dem Schleifen).
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In 3 ist
die Reproduzierbarkeit der Polierleistung dargestellt, das heißt Polierrate
und Ungleichförmigkeit
innerhalb eines Mikroplättchens,
und zwar für
Kupfer, unter Verwendung eines Polierschlammes dieser Erfindung,
der 5,0 Gewichts-% Aluminiumoxidschleifmittel, 11,0 Gewichts-% H2O2, 1,5 Gewichts-%
Ammoniumoxalat, 0,04 Gewichts-% Benztriazol und 50 ppm Benetzungsmittel
(TRITON® DF-16)
aufweist.
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BESCHREIBUNG
DER AKTUELLEN AUSFÜHRUNGSFORM
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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen chemischmechanischen Polierschlamm,
der ein Schleifmittel, mindestens ein Oxidationsmittel, einen Komplexbildner
und ein Filmbildungsmittel aufweist. Der Komplexbildner ist zur
Ausbildung eines Komplexes mit einem oxidierten Metall in der Lage,
und ist aus der Gruppe von Verbindungen ausgewählt, die Zitronensäure, Milchsäure, Weinsäure, Oxalsäure und
Salze derselben umfasst. Das Filmbildungsmittel erleichtert die Ausbildung
einer Passivierungsschicht aus Metalloxiden auf der Oberfläche einer
Metallschicht. Der chemischmechanische Polierschlamm ist zum Polieren
von Metallen, insbesondere von Kupfer und kupferhaltigen Metallschichten
in Verbindung mit einem Substrat verwendbar, welches aus der integrierte
Schaltungen, Dünnfilme,
Mehrfachebenen-Halbleiter und Mikroplättchen umfassenden Gruppe ausgewählt ist.
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Vor
der Beschreibung der Details der verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen
dieser Erfindung werden einige in diesem Dokument verwendete Begriffe
definiert. Der chemisch-mechanische Polierschlamm („CMP-Schlamm") ist ein verwendbares
Produkt dieser Erfindung, welches ein Oxidationsmittel, ein Schleifmittel,
einen Komplexbildner, ein Filmbildungsmittel und andere optionale
Bestandteile umfasst. Der chemischmechanische Polierschlamm ist
zum Polieren einer Mehrfachebenenmetallisierung verwendbar, die Halbleiter-Dünnfilme, Dünnfilme integrierter Schaltungen
umfassen kann, jedoch nicht darauf begrenzt ist, und für alle beliebigen
anderen Filme, Oberflächen
und Substrate, bei denen chemisch-mechanische Poliervorgänge anwendbar
sind. Die Begriffe „Kupfer" und „kupferhaltige
Legierungen" werden
in diesem Dokument abwechselnd verwendet, da es innerhalb des Verständnisses
von Fachleuten in diesem Bereich liegt, dass die Begriffe Substrate
mit Schichten aus reinem Kupfer, Kupfer-Aluminiumlegierungen und Ti/TiN/Cu-
und Ta/TaN/Cu-Mehrfachschichtsubstrate
umfassen, jedoch nicht darauf begrenzt sind.
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Der
chemisch-mechanische Polierschlamm dieser Erfindung enthält mindestens
ein Oxidationsmittel. Das Oxidationsmittel hilft bei der Oxidation
der Substratmetallschicht oder -schichten in ihr entsprechendes Oxid,
Hydroxid oder Ionen. So kann zum Beispiel das Oxidationsmittel bei
der vorliegenden Erfindung dazu verwendet werden, um eine Metallschicht
in ihr entsprechendes Oxid oder Hydroxid, zum Beispiel Titan in
Titanoxid, Wolfram in Wolframoxid, Kupfer in Kupferoxid und Aluminium
in Aluminiumoxid zu oxidieren. Das Oxidationsmittel ist verwendbar,
wenn es in einen chemisch-mechanischen Polierschlamm zum Polieren
von Metallen und von auf Metall basierenden Komponenten einschließlich Titan,
Titannitrid, Tantal, Kupfer, Wolfram, Aluminium und Aluminiumlegierungen
wie zum Beispiel Aluminium-Kupferlegierungen und verschiedenen Mischungen
und Kombinationen derselben integriert wird, indem die Metalle mechanisch
poliert werden, um die jeweilige Oxidschicht abzutragen.
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Das
in dem chemisch-mechanischen Polierschlamm dieser Erfindung verwendete
Oxidationsmittel kann aus Verbindungen ausgewählt sein, die nach der Reduktion
Hydroxylradikale ausbilden. Solche Oxidationsmittel legen gute Polierselektivitäten gegenüber Metall
und metallhaltigen Substratschichten und insbesondere gegenüber Kupferlegierungsschichten
an den Tag. Nicht ausschließliche
Beispiele von metalloxidierenden Verbindungen, die nach der Reduktion
Hydroxylradikale ausbilden, umfassen Peressigsäure, Harnstoff- Wasserstoffperoxid,
Harnstoffperoxid und Wasserstoffperoxid und Mischungen derselben,
wobei Wasserstoffperoxid und Harnstoff-Wasserstoffperoxid bevorzugte
Oxidationsmittel sind. Das Oxidationsmittel kann in dem chemisch-mechanischen
Polierschlamm in einer Menge im Bereich von 0,3 bis 30,0 Gewichts-%
vorhanden sein. Vorzugsweise ist das Oxidationsmittel in dem chemisch-mechanischen
Polierschlamm dieser Erfindung in einer Menge im Bereich von 0,3
bis 17,0 Gewichts-%, und am vorteilhaftesten von 1,0 bis 12,0 Gewichts-%
vorhanden.
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Ein
bevorzugtes Oxidationsmittel ist Harnstoff-Wasserstoffperoxid. Da Harnstoff-Wasserstoffperoxid aus
34,5 Gewichts-% Wasserstoffperoxid und 65,5 Gewichts-% Harnstoff
besteht, muss eine größere Gewichtsmenge
an Harnstoff-Wasserstoffperoxid in chemisch-mechanischen Polierschlämmen dieser
Erfindung enthalten sein, um die oben beschriebene Füllung an
Oxidationsmittel zu erreichen. So entspricht zum Beispiel eine Menge
im Bereich von 1,0 bis 12,0 Gewichts-Oxidationsmittel einem Harnstoff-Wasserstoffperoxidgewicht,
welches drei Mal so groß ist
oder 3,0 bis 36,0 Gewichts-% beträgt.
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Ein
Harnstoff-Wasserstoffperoxid enthaltender chemisch-mechanischer
Polierschlamm kann in einer Anzahl von Verfahren formuliert werden,
einschließlich
der Kombination von Harnstoffperoxid mit Wasser und durch Kombination
von Harnstoff und Wasserstoffperoxid in einer wässrigen Lösung in einem Molekularverhältnisbe reich
von 0,75:1 bis 2:1, um ein Harnstoff-Wasserstoffperoxid-Oxidationsmittel
zu erhalten.
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Der
chemisch-mechanische Polierschlamm dieser Erfindung weist auch ein
Filmbildungsmittel auf. Das Filmbildungsmittel ist jede Verbindung
oder Mischungen von Verbindungen, die in der Lage sind, die Ausbildung
einer Passivierungsschicht von Metalloxiden und auflösungshemmenden
Schichten auf der Oberfläche
der Metallschicht zu erleichtern. Die Passivierung der Substratoberflächenschicht
ist wichtig, um Nassätzen
der Substratoberfläche
zu vermeiden. Verwendbare Filmbildungsmittel sind zyklische Verbindungen
wie zum Beispiel Imidazol, Benztriazol, Benzimidazol und Benzthiazol
und ihre Derivative mit Hydroxy-, Amino-, Imino-, Karboxy-, Mercapto-,
Nitro- und alkylsubstituierten Gruppen, sowie Harnstoff, Thioharnstoff
und andere. Ein bevorzugtes Filmbildungsmittel ist Benztriazol („BTA"). Das Filmbildungsmittel
sollte in dem chemisch-mechanischen Polierschlamm dieser Erfindung
in einer Menge vorhanden sein, die in der Lage ist, eine schnelle
und vorzugsweise nahezu sofortige Ausbildung von Passivierungsschichten
und von auflösungshemmenden
Schichten auf der Substratoberfläche
zu erleichtern. Das Filmbildungsmittel sollte in dem chemischmechanischen
Polierschlamm dieser Erfindung in einer Menge im Bereich von 0,01
bis 1,0 Gewichts-% vorhanden sein. Vorzugsweise ist das Filmbildungsmittel
in dem chemisch-mechanischen Polierschlamm in einer Menge im Bereich
von 0,01 bis 0,2 Gewichts-% vorhanden.
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Sobald
sich eine Passivierungsschicht auf der Substratoberfläche ausgebildet
hat, wird es wichtig in der Lage zu sein, die Passivierungsschicht
zu unterbrechen, um Metalloxide mit der Schleifmittelkomponente des
chemisch-mechanischen Polierschlammes dieser Erfindung von der Substratoberfläche abzuschleifen. Eine
Klasse von Verbindungen, die verwendbar ist, um die Passivierungsschicht
zu unterbrechen, sind Komplexbildner. Die in dem chemisch-mechanischen
Polierschlamm der Erfindung verwendeten Komplexbildner sind aus
der aus Säuren
wie zum Beispiel Zitronen-, Milch-, Wein- und Oxalsäuren umfassenden
Gruppe von Verbindungen, sowie ihren Salzen ausgewählt. Ein
bevorzugter Komplexbildner ist Ammoniumoxalat. Ein weiterer bevorzugter
Komplexbildner ist Weinsäure.
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Die
Komplexbildner dienen in dem chemisch-mechanischen Polierschlamm
dieser Erfindung der Übernahme
mindestens zweier nützlicher
Funktionen. Der Komplexbildner unterbricht die Passivierungsschicht
während
des mechanischen Schleifschrittes, ohne die Schicht zu zerstören oder
ihre Ausbildung während
des Schleifschrittes, und insbesondere nach der Vollendung des Schleifschrittes
zu hemmen. Zweitens wird angenommen, dass der Komplexbildner mit
dem oxidierten Metall, und nicht mit dem darunter liegenden, nicht
oxidierten Metall einen Komplex bildet und dadurch die Tiefe der
Oxidationsschicht begrenzt. Der Komplexbildner ist vorzugsweise
in dem chemisch-mechanischen Polierschlamm dieser Erfindung in einer
Menge im Bereich von 0,5 bis 5,0 Gewichts-%, und noch vorteilhafter
in einer Menge im Bereich von 0,5 bis 3,0 Gewichts-% vorhanden.
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Weitere
gut bekannte Polierschlammzusätze
können
in dem chemisch-mechanischen Polierschlamm dieser Erfindung integriert
werden. Eine Klasse optionaler Zusätze umfasst anorganische Säuren und/oder Salze
derselben, die dem Polierschlamm beigemischt werden können, um
die Polierrate der Sperrschichten in dem Mikroplättchen, wie zum Beispiel Titan
und Tantal, weiter zu verbessern oder zu steigern. Verwendbare anorganische
Zusätze
umfassen Schwefelsäure,
Phosphorsäure,
Salpetersäure,
HF-Säure,
Ammoniumfluorid, Ammoniumsalze, Kalisalze, Natriumsalze, oder andere
kationische Salze von Sulfaten, Phosphaten und Fluoriden.
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Benztriazol
(BTA) oder andere, in dem chemischmechanischen Polierschlamm dieser
Erfindung enthaltene Filmbildungsmittel können die gleichförmige Dispersion
von Schleifmittel in dem Schlamm destabilisieren. Um die Stabilisierung
des ersten chemisch-mechanischen Polierschlammes gegen Absetzen,
Ausflockung und Zersetzung zu fördern,
kann eine Vielfalt optionaler Zusätze zu chemisch-mechanischem
Polierschlamm wie zum Beispiel grenzflächenaktive Stoffe, Stabilisatoren
oder Dispersionsmittel verwendet werden. Wenn dem ersten chemisch-mechanischen
Polierschlamm ein grenzflächenaktiver
Stoff beigemischt wird, kann es sich dabei um einen anionischen,
kationischen, nichtionischen oder amphoteren grenzflächenaktiven Stoff
handeln, oder es kann eine Kombination aus zwei oder mehr grenzflächenaktiven
Stoffen verwendet werden. Darüber
hinaus wurde herausgefunden, dass die Beimischung eines grenzflächenaktiven
Stoffes bei der Verringerung der „Within-wafer-non-uniformity
(WIWNU/Mikroplättcheninterne
Ungleichförmigkeit)
der Mikroplättchen
nützlich
sein kann, wodurch die Oberfläche
des Mikroplättchens
verbessert wird und Mikroplättchenfehler
vermieden werden.
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Im
Allgemeinen sollte die Menge eines solchen Zusatzes wie zum Beispiel
eines grenzflächenaktiven Stoffes,
der bei der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann, ausreichend
sein, um eine wirksame Stabilisierung des Schlammes zu erreichen,
wobei sie typischerweise in Abhängigkeit
von dem speziellen ausgewählten
grenzflächenaktiven
Stoff und der Art der Oberfläche
des Metalloxidschleifmittels variiert. Wenn zum Beispiel ein ausgewählter grenzflächenaktiver
Stoff in nicht ausreichender Menge verwendet wird, wird er nur eine
ganz schwache oder keine Wirkung auf die Stabilisierung des chemisch-mechanischen
Polierschlammes haben. Andererseits kann zu viel grenzflächenaktiver
Stoff in dem chemisch-mechanischen Polierschlamm eine nicht erwünschte Schaumbildung
und/oder Ausflockung in dem Schlamm zur Folge haben. Folglich sollten
Stabilisatoren wie zum Beispiel grenzflächenaktive Stoffe in dem Schlamm
dieser Erfindung in einer Menge im Bereich von 0,001 Gewichts-%
bis 0,2 Gewichts-%, und vorzugsweise von 0,001 bis 0,1 Gewichts-%
vorhanden sein. Darüber hinaus
kann der Zusatz direkt dem Schlamm beigemischt, oder unter Verwendung
bekannter Techniken auf der Oberfläche des Metalloxidschleifmittels
eingearbeitet werden. In beiden Fällen wird die Menge des Zusatzes
so angepasst, dass die gewünschte
Konzentration bei dem chemisch-mechanischen Polierschlamm erreicht
wird. Bevorzugte grenzflächenaktive
Stoffe umfassen Dodecylsulfatnatriumsalz, Natriumlaurylsulfat, Dodecylsulfatammoniumsalz
und Mischungen derselben. Beispiele verwendbarer grenzflächenaktiver
Stoffe umfassen TRITON® DF-16, hergestellt von
Union Carbide, und SURFYNOL®, hergestellt von Air
Products and Chemicals.
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Der
chemisch-mechanische Polierschlamm dieser Erfindung weist ein Schleifmittel
auf. Das Schleifmittel ist typischerweise ein Metalloxidschleifmittel.
Das Metalloxidschleifmittel kann aus der aus Aluminium, Titanerde,
Zirkonoxid, Germanium, Kieselerde, Zer(IV)-oxid bestehenden Gruppe und aus Mischungen
derselben ausgewählt
werden. Der chemisch-mechanische Polierschlamm dieser Erfindung
weist vorzugsweise 1,0 bis 15,0 Gewichts-% oder mehr eines Schleifmittels
auf. Noch vorteilhafter ist es jedoch, wenn der chemischmechanische
Polierschlamm dieser Erfindung 3,0 bis 6,0 Gewichts-% an Schleifmittel
enthält.
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Das
Metalloxidschleifmittel kann mit jeder beliebigen Technik hergestellt
werden, die Fachleuten in diesem Bereich bekannt ist. Metalloxidschleifmittel
können
unter Verwendung jedes beliebigen Hochtemperaturver fahrens wie zum
Beispiel Sol-Gel-, Hydrothermal-, Plasmaverfahren, oder durch Verfahren
zur Herstellung von geräucherten
oder niedergeschlagenen Metalloxiden hergestellt werden. Vorzugsweise
ist das Metalloxid ein geräuchertes
oder niedergeschlagenes Schleifmittel, und noch vorteilhafter ist
es ein geräuchertes
Schleifmittel, wie zum Beispiel geräucherte Kieselerde oder geräuchertes
Aluminiumoxid. Die Herstellung von geräucherten Metalloxiden ist zum
Beispiel ein gut bekanntes Verfahren, welches die Hydrolyse von
geeignetem Ausgangsmaterialdampf (wie zum Beispiel Aluminiumchlorid
für ein
Aluminiumoxid-Schleifmittel) in einer Flamme aus Wasserstoff und
Sauerstoff umfasst. Geschmolzene, grob kugelförmige Partikel, deren Durchmesser
sich durch die Verfahrensparameter verändern, werden beim Verbrennungsvorgang
ausgebildet. Diese geschmolzenen Kugeln aus Aluminiumoxid oder einem ähnlichen
Oxid, die typischerweise als Primärpartikel bezeichnet werden,
verschmelzen miteinander, indem sie an ihren Kontaktpunkten Kollisionen
durchlaufen, um verzweigte, dreidimensionale kettenähnliche
Aggregate auszubilden. Die zum Zerbrechen von Aggregaten notwendige
Kraft ist beträchtlich,
und wird oftmals als unumkehrbar angesehen. Während dem Kühlen und Sammeln durchlaufen
die Aggregate weitere Kollisionen, was einige mechanische Verwicklungen
zum Ergebnis haben kann, wodurch sich Agglomerate bilden. Von Agglomeraten
wird angenommen, dass sie durch van der Waals-Kräfte
lose zusammengehalten, und durch geeignete Dispersion in einem geeigneten
Medium umgekehrt, das heißt
getrennt werden können.
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Niedergeschlagene
Schleifmittel können
mit herkömmlichen
Techniken wie zum Beispiel durch Koagulation der erwünschten
Partikel von einem wässrigen
Medium unter dem Einfluss von hohen Salzkonzentrationen, Säuren oder
anderen Koagulationsmitteln hergestellt werden. Die Partikel werden
gefiltert, gewaschen, getrocknet und von Rückständen anderer Reaktionsprodukte
durch herkömmliche
Techniken getrennt, die Fachleuten in diesem Bereich bekannt sind.
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Ein
bevorzugtes Metalloxid weist eine Oberfläche auf, wie sie nach dem Verfahren
von S. Brunauer, P.H. Emmet und I. Teller, J. Am. Chemical Society,
Band 60, Seite 309 (1938), allgemein als BET bezeichnet, berechnet
wird, wobei sie im Bereich von 5 m2/g bis
430 m2/g, und vorzugsweise von 30 m2/g bis 170 m2/g
liegt. Auf Grund strenger Reinheitsanforderungen der Halbleiterindustrie
sollte es sich bei den bevorzugten Metalloxiden um solche mit hoher
Reinheit handeln. Hochrein bedeutet, dass der Gesamtverunreinigungsgehalt
von Quellen wie zum Beispiel Rohmaterialverunreinigungen und Verarbeitungs-Verunreinigungsspuren
typischerweise unter 1%, und vorzugsweise unter 0,01 (das heißt 100 ppm)
liegt.
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Das
in der Dispersion dieser Erfindung verwendbare Metalloxidschleifmittel
kann aus Metalloxidaggregaten oder einzelnen kugelförmigen Partikeln
bestehen. Der Begriff „Partikel", wie er in diesem
Dokument verwen det wird, bezieht sich auf Aggregate aus mehr als
einem Primärpartikel
und auf einzelne Partikel.
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Das
Metalloxidschleifmittel besteht vorzugsweise aus Metalloxidaggregaten
mit einer Größenverteilung
von weniger als etwa 1,0 Mikron, einem durchschnittlichen Aggregatdurchmesser
von weniger als etwa 0,4 Mikron und mit einer Kraft, die ausreicht,
um die van der Waals-Kräfte
zwischen Schleifmittelaggregaten selbst abzuwehren und zu überwinden.
Es wurde festgestellt, dass ein solches Metalloxidschleifmittel
wirksam bei der Minimierung oder Vermeidung von Kratzern, Mulden,
abgelösten
Partikeln und anderen, während
dem Schleifen entstehenden Oberflächenfehlern ist. Die Aggregatgrößenverteilung
bei der vorliegenden Erfindung kann unter Verwendung bekannter Techniken
wie zum Beispiel der Transmissions-Elektronenmikroskopie (TEM) bestimmt
werden. Der durchschnittliche Aggregatdurchmesser bezieht sich auf
den durchschnittlichen gleichwertigen kugelförmigen Durchmesser unter Verwendung
der TEM-Bildanalyse, das heißt
auf der Grundlage der Querschnittsfläche des Aggregates. Mit Kraft
ist gemeint, dass entweder das Oberflächenpotential oder die Hydrationskraft
der Metalloxidpartikel ausreichend sein muss, um die van der Waals-Anziehungskräfte zwischen
den Partikeln abzuwehren und zu überwinden.
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Bei
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
kann das Metalloxid-Schleifmittel aus diskreten, individuellen Metalloxid-Partikeln
bestehen, die einen primä ren
Partikeldurchmesser von weniger als 0,4 Mikron (400 nm) und eine
Oberfläche
im Bereich von 10 m2/g bis 250 m2/g aufweisen.
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Vorzugsweise
ist das Metalloxidschleifmittel als konzentrierte wässrige Dispersion
von Metalloxiden in das wässrige
Medium des Polierschlammes integriert, welches etwa 3% bis etwa
45% Feststoffe, und vorzugsweise zwischen 10% und 20% Feststoffe
aufweist. Die wässrige
Dispersion von Metalloxiden kann unter Verwendung herkömmlicher
Techniken, wie zum Beispiel langsamem Beimischen des Metalloxidschleifmittels
zu einem geeigneten Medium, zum Beispiel entionisiertem Wasser,
zur Ausbildung einer kolloiden Dispersion hergestellt werden. Die
Dispersion wird typischerweise fertiggestellt, indem sie Fachleuten
in diesem Bereich bekannten Schermischbedingungen unterzogen wird.
Der pH-Wert des Schlammes kann von dem isoelektrischen Punkt weg
angepasst werden, um die kolloide Stabilität maximieren.
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Es
ist wünschenswert,
den pH-Wert des chemischmechanischen Polierschlammes dieser Erfindung innerhalb
eines Bereiches von 2,0 bis 12,0, vorzugsweise von 4,0 bis 9,0,
und am vorteilhaftesten von 5,0 bis 8,0 aufrechtzuerhalten, um die
Steuerung des chemisch-mechanischen Polierverfahrens zu erleichtern.
Verarbeitungsprobleme mit dem Schlamm sowie Qualitätsprobleme
beim Polieren des Substrates treten dann auf, wenn der pH-Wert des
chemischmechanischen Polierschlammes dieser Erfindung zu niedrig
liegt, zum Beispiel unter 2. Wenn es sich bei dem Komplexbildner
um Ammoniumoxalat handelt, wird die Vorstufe des chemisch-mechanischen
Polierschlammes oder der Schlamm typischerweise einen pH-Wert von
7,5 aufweisen, so dass keine Anpassung des pH-Wertes notwendig ist.
Wenn jedoch Weinsäure
als Komplexbildner ausgewählt
wird, wird die Vorstufe des chemisch-mechanischen Polierschlammes
oder der Schlamm typischerweise einen pH-Wert von 2,0 aufweisen,
so dass eine Anpassung des pH-Wertes bevorzugt wird.
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Der
pH-Wert der Vorstufen zum chemisch-mechanischen Polieren, und der
Schlämme
dieser Erfindung kann unter Verwendung jeder beliebigen bekannten
Säure,
Lauge oder eines Amins angepasst werden. Die Verwendung von Säuren oder
Basen, die keine Metallionen enthalten, wie zum Beispiel Ammoniumhydroxide
und Amine, oder Salpeter-, Phosphor-, Schwefel- oder organische
Säuren,
wird jedoch bevorzugt, um eine unerwünschte Einleitung von Metallkomponenten
in den chemischmechanischen Polierschlamm dieser Erfindung zu vermeiden.
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Obwohl
der chemisch-mechanische Polierschlamm dieser Erfindung zum Polieren
jeder Art von Metallschicht verwendet werden kann, wurde herausgefunden,
dass der chemisch-mechanische Polierschlamm dieser Erfindung eine
hohe Kupfer-, Titan-, Titannitrid- und Tantalnitrid- und annehmbare
Tantalpolierraten aufweist. Zusätzlich
legt der chemisch-mechanische Polierschlamm wünschenswerte niedrige Polierraten
in Bezug auf die Nichtleiter-Isolierschicht an den Tag.
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Der
chemisch-mechanische Polierschlamm dieser Erfindung kann unter Verwendung
von Fachleuten in diesem Bereich bekannten herkömmlichen Techniken hergestellt
werden. Typischerweise werden das Oxidationsmittel und andere nichtschleifende
Mittel mit zuvor festgelegten Konzentrationen unter niedrigen Scherbedingungen
in ein wässriges
Medium, wie zum Beispiel entionisiertes oder destilliertes Wasser
gemischt, bis diese Komponenten vollständig in dem Medium aufgelöst sind.
Eine konzentrierte Dispersion des Metalloxidschleifmittels, wie
zum Beispiel geräuchertes
Aluminiumoxid, wird dem Medium beigemischt und auf das gewünschte Schleifmittel-Ladeniveau
in dem endgültigen
chemischmechanischen Polierschlamm verdünnt.
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Die
chemisch-mechanischen Polierschlämme
der vorliegenden Erfindung können
als ein Paketsystem geliefert werden (Oxidationsmittel, Schleifmittel,
Filmbildungsmittel und Passivierungsmittel in einem stabilen wässrigen
Medium). Um einen möglichen
Abbau des chemisch-mechanischen Polierschlammes zu vermeiden, wird
jedoch vorzugsweise mindestens ein Zwei-Paketsystem verwendet, wobei
das erste Paket mindestens ein Oxidationsmittel und beliebige optionale
Zusätze
aufweist und das zweite Paket die wässrige schleifende Dispersion
und ein Oxidationsmittel aufweist. Die verbleibende Komponente,
ein Komplexbildner, kann entweder in dem ersten Behälter, dem
zweiten Behälter
oder in einem dritten Behälter
positioniert werden. Andere Zwei-Behälter-Kombinationen
mit den Zutaten des chemischmechanischen Polierschlammes dieser
Erfindung liegen innerhalb der Kenntnisse gewöhnlicher Fachleute in diesem
Bereich.
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Es
wurde festgestellt, dass chemisch-mechanische Polierschlämme dieser
Erfindung mit Harnstoff-Wasserstoff
durch Beimischung von Wasserstoffperoxid zu einer Harnstoff und
alle beliebigen anderen verwendbaren Schlammkomponenten enthaltenden
Schlammvorstufe formuliert werden können, um einen Harnstoff-Wasserstoffperoxid
enthaltenden chemisch-mechanischen Polierschlamm zu erhalten. Die
Formulierung chemischmechanischer Polierschlämme dieser Erfindung von einer
Harnstoff enthaltenden Vorstufe eines chemischmechanischen Polierschlammes
beseitigt Stabilitäts-,
Versand- und Sicherheitsprobleme, die mit Wasserstoffperoxid enthaltenden
Schlämmen
in Zusammenhang stehen. Dies ist deshalb der Fall, weil die Harnstoff
enthaltende Vorstufe eines chemisch-mechanischen Polierschlammes
zubereitet und zu dem Standort versandt werden kann, an dem sie
verwendet werden wird, und dann mit vor Ort verfügbarem Wasserstoffperoxid gemischt
werden kann, um einen Harnstoff-Wasserstoffperoxid enthaltenden
chemisch-mechanischen Polierschlamm zu ergeben.
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Eine
bevorzugte Schlammvorstufe dieser Erfindung enthält eine trockene oder wässrige Harnstoffmischung
und mindestens ein Metalloxidschleifmittel. Zusätzliche Zutaten können in
die Harnstoff enthaltende Schlammvorstufe integriert werden, die
mindestens einen Komplexbildner, mindestens ein Filmbildungsmittel und
beliebige andere grenzflächenaktive
Stoffe aufweist, die bei chemisch-mechanischen Polierschlämmen verwendbar
sind.
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Die
bevorzugteste Schlammvorstufe dieser Erfindung umfasst eine aus
2,0 bis 24,0 Gewichts-% Harnstoff, geräuchertem Aluminiumoxid, einem
aus Ammoniumoxalat, Weinsäure
oder Mischungen derselben ausgewählten
Komplexbildner, und vorzugsweise Weinsäure, Benztriazol und einem
grenzflächenaktiven
Stoff in den oben offenbarten Mengen bestehende wässrige Dispersion.
Die Schlammvorstufe oder Mischungen derselben weisen vorzugsweise
einen pH-Wert von 4,0 bis 9,0 auf.
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Es
kann ein chemisch-mechanisches Polierschlamm-Mehrfachpaketsystem zusammen mit jeder
beliebigen Standard-Polierausrüstung
verwendet werden, die zur Verwendung auf der gewünschten Metallschicht des Mikroplättchens
geeignet ist. Das Mehrfachpaketsystem weist eine oder mehrere chemisch-mechanische
Polierschlammkomponenten je nach Eignung in wässriger oder trockener Form
in zwei oder mehr Behältern
auf. Das Mehrfachpaketsystem wird durch die Kombination der Komponenten
aus den verschiedenen Behältern
in den gewünschten
Mengen zu einem Substrat verwendet, um einen chemisch-mechanischen Polierschlamm
zu ergeben, der mindestens ein Oxidationsmittel, ein Filmbildungsmittel,
einen Komplexbildner und mindestens ein Schleifmittel in den oben
erwähnten
Mengen enthält,
was vor oder zu dem Zeitpunkt des Auftragens des Schlammes auf ein
Substrat erfolgt. Das bevorzugte Paketsystem umfasst einen ersten
Behälter,
der eine Vorstufe eines chemisch-mechanischen Polierschlammes enthält, die
Aluminiumoxid, Harnstoff, einen Komplexbildner aufweist, die aus
Ammoniumoxalat, Weinsäure
und Mischungen derselben ausgewählt sind,
Benztriazol und einen grenzflächenaktiven
Stoff mit einem pH-Wert von 4,0 bis 9,0, und einen zweiten Behälter, der
Wasserstoffperoxid aufweist. An dem Polierstandort werden eine zuvor
ausgewählte
Menge der Vorstufe eines chemisch-mechanischen Polierschlammes und
eine ausgewählte
Menge an Wasserstoffperoxid zu dem Zeitpunkt des Polierens kombiniert,
um einen chemisch-mechanischen Polierschlamm dieser Erfindung zu
erhalten.
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Der
chemisch-mechanische Polierschlamm der vorliegenden Erfindung erhöht die Siliziumdioxidpolierrate
nicht sehr stark. Der chemisch-mechanische Polierschlamm dieser
Erfindung poliert jedoch Kupfer-, Titan-, Titannitrid-, Tantal-
und Tantalnitridschichten mit guten Raten unter steuerbaren Bedingungen.
Somit ist der chemisch-mechanische Polierschlamm der vorliegenden
Erfindung bei der Steuerung von Polierselektivitäten von Titan, Kupfer und Titannitrid
wirksam. Der Polierschlamm der vorliegenden Erfindung kann während der
verschiedenen Stufen der Herstellung von Halbleitern mit integrierten
Schaltungen verwendet werden, um ein wirksames Polieren mit gewünschten
Polierraten bei gleichzeitiger Minimierung von Oberflächenfehlern und
-defekten bereitzustellen.
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BEISPIELE
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Wir
haben entdeckt, dass ein chemisch-mechanischer Polierschlamm, der
mindestens ein Oxidationsmittel, einen Komplexbildner und ein Filmbildungsmittel
aufweist, zum Polieren von Mehrfachmetallschichten und Dünnfilmen
mit hohen Raten geeignet ist, die Kupferlegierungen, Titan und Titannitrid
enthalten, während er
eine annehmbare niedrige Polierrate gegenüber dielektrischen Schichten
an den Tag legt.
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Die
nachfolgenden Beispiele veranschaulichen bevorzugte Ausführungsformen
dieser Erfindung sowie bevorzugte Verfahren zur Verwendung von Zusammensetzungen
dieser Erfindung.
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BEISPIEL I
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Es
werden elektrochemische Tests zur Bewertung von chemisch-mechanischen
Poliermechanismen verwendet, und um Führung bei der Auswahl von Schlammkomponenten
bereitzustellen. Das verwendete elektrochemische Element wurde in
den IBM-Laboratorien entwickelt und ist in dem Dokument V. Brusic
et al., Corrosion And Inhibition Of Thin Line Conductors In VLSI
Structures/Korrosion und Inhibition von Dünnleitungsleitern in VLSI-Strukturen, IBM J
R&D, 37, 173
(1993) beschrieben, welches durch Bezugnahme in diesem Dokument
enthalten ist. Das elektrochemische Element ermöglicht die Bewertung des Elektrodenpotentials
und die Metallauflösungsrate
eines Substrates mit und ohne Flächenabtragung.
Bei dem Verfahren wird ein PAR-Potentiostar Modell 273 mit PAR-Korrosionssoftware
verwendet.
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In 1 sind
Verfahren veranschaulicht, welche die Auflösung von Kupfer bei Vorhandensein
eines Oxidationsmittels bestimmen, das heißt 4 Gewichts-% Ammoniumpersulfat
entweder mit Glyzin (1 und 2) (vergleichend) oder Ammoniumoxalat
(3 und 4), die beide in der Menge von einem Gewichts-% bei einem
pH-Wert 5,1 vorhanden
sind. In beiden Fällen
ist das aniodische Tafel-Gefälle
ziemlich niedrig, und die Differenz zwischen den potentiodynamischen
Polarisationskurven ist mit und ohne Abschleifen sehr klein. Die
Ergebnisse des elektrochemischen Elementes geben an, dass die Cu-Fläche nicht
von einem Oxidfilm bedeckt ist. Die Kupferauflösung ist jedoch bei Vorhandensein
von Ammoniumoxalat mindestens zwanzig Mal langsamer. Bei einem Vergleich
mit Glyzin ist Oxalat ein wirksamerer Inhibitor von Kupferauflösung. Es
ist auch eine ständige Differenz
bei den Korrosionspotentialen vorhanden, wobei das Potential in
dem Ammoniumoxalat ständig
geringer als das in Glyzin gemessene Potential ist, was darauf hinweist,
dass ein Vorzugsauflösungsvorgang
zu Cu+-Ionen führen würde, während mit Glyzin eine Ausbildung
von Cu++-Ionen
möglich
ist.
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Bei
höheren
pH-Werten adsorbiert Oxalat immer noch an der Kupferfläche, wobei
Ammoniumoxalat jedoch ebenfalls auf eine Erhöhung der Kupferauflösungsrate
durch die Ausbildung von Cu (NH3)x +- und Cu (NH3)x ++-Komplexen hinwirkt.
In 2 ist die Auflösung
und Passivierung von Kupfer in 11% H2O2 (Kurve 1, nach Flächenabtragung),
demselben Oxidationsmittel mit 1 Gewichts-% Glyzin (Kurve 2)
und demselben Oxidationsmittel mit 1% Ammoniumoxalat (Kurve 3)
dargestellt. Das Korrosionspotential ist bei Vorhandensein von Ammoniumoxalat
am niedrigsten. Obwohl die Kupferauflösung in Ammoniumoxalat im Vergleich
zu Peroxid alleine gesteigert wird und während der Abtragung etwa 200
nm/min. erreicht, tritt die Flächenrepassivierung
ein, was zu der Auflösungsrate
von nur 5,5 nm/min. nach der Abtragung führt. Durch die Beimischung kleiner
Mengen an Benztriazol wird sichergestellt, dass die Passivierung
sofort eintritt, wobei Cu-Benztriazol einen zusätzlichen Faktor bei der Kuferauflösungssteuerung
bereitstellt. Im Gegensatz dazu ist die Kupferauflösung in
Glyzin mit und ohne Abtragung dieselbe, wobei sie ohne Flächenrepassivierung
die unkontrollierbaren Werte von über 300 nm/min. erreicht.
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BEISPIEL 2
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Cu-
und Ti-Mikroplättchen
wurden unter Verwendung einer Strasbaugh-Poliermaschine mit einer
nach unten gerichteten Kraft von 3 psi, einer Tischdrehzahl von 45
U/min. und einer Spindeldrehzahl von 50 U/min. poliert. Der chemisch-mechanische
Polierschlamm wurde formuliert, um die Konzentration von Wasserstoffperoxid,
Ammoniumoxalat, Benztriazol und Benetzungsmittel wie in Tabelle
1 dargestellt zu variieren. Es wurden auch mehrere Raten für Schlämme nach
dem Stand der Technik mit Wasserstoffperoxid und Glyzin bestimmt,
und in Tabelle 2 aufgeführt.
Alle Schlämme
enthielten Aluminiumoxidschleifmittel mit 5% Feststoffen. Das verwendete
Benetzungsmittel war das von Union Carbide Chemicals & Plastics Co.,
Danbury, Connecticut hergestellte TRITON® DF16.
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Tabelle
1 Polierraten von Cu und Ti in Peroxidschlämmen
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Die
Ergebnisse der in den Tabellen 1 und 2 aufgeführten chemisch-mechanischen
Poliertests zeigen, dass die chemisch-mechanischen Polierschlämme dieser
Erfindung in der Lage sind, bevorzugte Kupfer- und Titanpolierraten
und -selektivitäten
mit einer Cu-Rate von mindestens 100 nm/min. und eine [Cu:Ti]-Selektivität von höchstens
4:1 zu erreichen.
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BEISPIEL 3
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Die
Reproduzierbarkeit von Cu-Abtragungsraten und die Ergebnisse für die mikroplättcheninterne
Ungleichförmigkeit
(WIWNU) eines chemisch-mechanischen Polierschlammes mit 11,0 Gewichts-%
Wasserstoffperoxid, 1,5% Ammoniumoxalat, 0,04 Benztriazol, 50 ppm
grenzflächenaktivem
TRITON® DF-16,
hergestellt von Union Carbide, und 5% Aluminiumoxidschleifmittel,
wurden in diesem Beispiel bewertet. Der chemisch-mechanische Polierschlamm
wurde nachfolgend auf Kupfermikroplättchen auf einer Strasbaugh-Poliermaschine
unter Verwendung eines Rodel 1158-Schwabbelkissens mit DF 200-Einsatz,
einer nach unten gerichteten Kraft von 4 psi und einer Spindeldrehzahl
von 50 U/min. aufgetragen.
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Die
in 3 geplotteten Versuchsergebnisse zeigen, dass
die Schlammpolierleistung ziemlich konsistent ist, und zeigen eine
gute Gleichförmigkeit
der Mikroplättchen.
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BEISPIEL 4 (nicht den
aktuellen Ansprüchen
entsprechend)
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Bei
diesem Beispiel wird die Wirksamkeit von Harnstoff-Wasserstoffperoxid
und Wasserstoffperoxid als verwendbare Oxidationsmittel zum chemisch-mechanischen
Polieren miteinander verglichen. Bei diesem Beispiel wird insbesondere
die Zeitstabilität
der zwei Oxidationsmittel miteinander verglichen.
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Zwei
Schlämme
mit den folgenden Zusammensetzungen wurden in einem wässrigen
Medium (entionisiertes Wasser) zubereitet. Jeder Schlamm wurde unter
Verwendung einer SEMI-SPERSE® W-A335 Aluminiumoxiddispersion
zubereitet, und mit entionisiertem Wasser auf 5 Gewichts-% Aluminiumoxid
verdünnt.
Schlamm
A: 5 Gewichts-% Aluminiumoxid, 3% Wasserstoffperoxid [HP], 3% Bernsteinsäure, ursprünglicher pH-Wert 3,50.
Schlamm
B: 5 Gewichts-% Aluminiumoxid, 8,5% Harnstoff-Wasserstoffperoxid [UHP] (welches etwa
3,0 Gewichts-% wässrigem
H2O2 entspricht),
3% Bernsteinsäure,
ursprünglicher
pH-Wert 3,55.
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Schlämme A und
B wurden bei Raumtemperatur über
eine Dauer von sieben Wochen stehengelassen. Muster von Schlamm
A und B wurden regelmäßig in Bezug
auf den pH-Wert
analysiert und mit Kaliumpermanganat in Säurelösung titriert, um den Prozentsatz
an aktivem Peroxid zu bestimmen. Die Ergebnisse sind in der Tabelle
3 unten aufgeführt.
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Tabelle
3 – Stabilitätsstudie
der Schlämme
A und B
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Die
Testergebnisse zeigen, dass sich das aktive Peroxid in dem Schlamm,
der Wasserstoffperoxid aufweist, mit einer viel schnelleren Rate
verschlechtert als in dem Schlamm, der Harnstoff-Wasserstoffperoxid aufweist. Die pH-Stabilität beider
Schlämme
ist ähnlich.
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Das
bevorzugteste Oxidationsmittel ist Harnstoff-Wasserstoffperoxid. Das Harnstoff-Wasserstoffperoxid
kann in dem gesamten chemisch-mechanischen Polierschlamm in einer
Menge im Bereich von etwa 1,5 bis et wa 30,0 Gewichts-% vorhanden
sein. Vorzugsweise ist Harnstoff-Wasserstoffperoxid in dem Schlamm
in einer Menge im Bereich von etwa 3,0 bis etwa 17,0 Gewichts-%, und am vorteilhaftesten
von etwa 5,0 bis etwa 12,0 Gewichts-% vorhanden.
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BEISPIEL 5
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Die
Wirksamkeit von Polierschlämmen
mit Harnstoff-Wasserstoffperoxid
zum Polieren von Cu- und Ti-Mikroplättchen wurde
in diesem Beispiel bewertet. Die in Tabelle 4 unten beschriebenen
Schlämme
wurden unter Verwendung eines von Rodel, Inc. hergestellten IC1000/SUBA
IV-Kissenstapels mit einer nach unten gerichteten Kraft von 5 psi,
einer Tischdrehzahl von 50 U/min. und einer Spindeldrehzahl von
60 U/min. auf Cu- und
Ti-Mikroplättchen
auf einer IPEC 472 Poliermaschine aufgebracht. Jeder Schlamm wies
5,0 Gewichts-% Aluminiumoxidschleifmittel auf. Das verwendete Benetzungsmittel
war TRITON® DF-16.
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Die
Cu- und Ti-Polierraten sind in Tabelle 4 aufgeführt.
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Tabelle
4: Polierraten von Cu und Ti in Harnstoffperoxidschlämmen
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Die
Polierergebnisse zeigen, dass die chemischmechanischen Polierschlämme dieser
Erfindung in der Lage sind, bevorzugte Cu- und Ti-Polierraten von über 500
nm/min. und ein Cu:Ti-Selektivitätsverhältnis von
weniger als 2,5 zu erreichen.
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BEISPIEL 6
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In
diesem Beispiel wurde die Wirksamkeit chemischmechanischer Polierschlämme bewertet,
die eine Polierschlammvorstufe und Wasserstoffperoxid-Kupferpolieren
umfassen. Die in Tabelle 5 unten beschriebenen Schlämme wurden
durch Kombination einer wässrigen
Dispersion einer chemisch-mechanischen Schlammvorstufe zubereitet,
die aus 5 Gewichts-% Aluminiumoxid, Ammoniumoxalat, Benztriazol
und Benetzungsmittel (TRITON® DF-16) mit einer 30 Gewichts-%
Lösung
von H2O2 besteht.
Die sich ergebenden Schlämme
wurden unter Verwendung eines von Rodel, Inc. hergestellten IC1000/SUBA
500-Kissenstapels
mit einer nach unten gerichteten Kraft von 5 psi, einer Tischdrehzahl
von 40 U/min. und einer Spindeldrehzahl von 60 U/min. auf Cu-Mikroplättchen auf
einer IPEC 472 Poliermaschine aufgebracht. Die Cu-Polierraten sind
unten in Tabelle 5 aufgeführt.
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Die
Ergebnisse zeigen, dass die chemisch-mechanischen Polierschlämme dieser
Erfindung in der Lage sind, bevorzugte Cu- (und Ti-) -Polierraten
von über
500 nm/min. und ein Cu:Ti-Selektivitätsverhältnis von weniger als 2,5 zu
erreichen. Verwendbare Schlämme
können
entweder mit einem festen Harnstoffperoxid als Oxidationsmittel,
wie in Tabelle 4 von Beispiel 5 dargestellt, oder durch Kombination
von flüssigem
Wasserstoffperoxid (im Paket als 30%ige Lösung) mit einer chemisch-mechanischen
Polierschlammvorstufe hergestellt werden, die festen Harnstoff aufweist,
wie in Tabelle 5 dargestellt.
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BEISPIEL 7
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Bei
diesem Beispiel wurde die Wirksamkeit von chemisch-mechanischen
Polierschlämmen
mit Weinsäure
und Ammoniumoxalat beim Kupfer-, Tantal- und PTEOS- Polieren bewertet.
Es wurden zwei Schlämme durch
Kombination von Bestandteilen zubereitet, um einen chemisch-mechanischen
Polierschlamm mit 3 Gewichts-% Aluminiumoxid, 3,65 Gewichts-% Harnstoff,
2,0 Gewichts-% Wasserstoffperoxid, 50 ppm des grenzflächenaktiven
Stoffes Triton DF-16 und 0,04 Gewichts-% Benztriazol zu erhalten.
Schlamm 1 wies 1,0 Gewichts-% Ammoniumoxalat auf, während Schlamm
2 3,0 Gewichts-% Weinsäure
aufwies. Der pH-Wert des Oxidationsmittel enthaltenden Schlammes
betrug natürlicherweise
7,5, der pH-Wert des Weinsäure
enthaltenden Schlammes wurde durch Beimischung von Ammoniumhydroxid
zu dem Schlamm auf 7,5 eingestellt.
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Beide
chemisch-mechanischen Polierschlämme
wurden unter Verwendung eines von Rodel, Inc. hergestellten IC1000/SUBA
500-Kissenstapels mit einer nach unten gerichteten Kraft von 3 psi,
einem Gegendruck von 2 psi, einer Tischdrehzahl von 55 U/min. und
einer Spindeldrehzahl von 30 U/min. auf Cu-, Weinsäure- und
PETEOS-Mikroplättchen auf
einer IPEC 472 Poliermaschine aufgetragen. Die Polierraten sind
in Tabelle 6 unten aufgeführt.
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Die
Polierraten des Weinsäure
enthaltenden Polierschlammes sind geringfügig niedriger als die Raten des
Ammoniumoxalat enthaltenden Schlammes. Der Weinsäure enthaltende chemisch-mechanische
Polierschlamm ist jedoch passivierender als der Oxidationsmittel
enthaltende Schlamm, wodurch er eine stärkere Korrosionskontrolle bietet.
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BEISPIEL 8
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Die
Korrosionsrate von Cu wurde unter Verwendung von fünf unterschiedlichen
Schlämmen
nach dem Verfahren von Beispiel I elektrochemisch bewertet. Alle
fünf Schlämme enthielten
5% dispergiertes Aluminiumoxid, 2% H2O2, 3,65 Harnstoff und 50 ppm des grenzflächenaktiven
Stoffes Triton DF-16. Der Komplexbildner, das Vorhandensein oder
Nichtvorhandensein eines Inhibitors und der pH-Wert des Schlammes
sind in Tabelle 7 gemeinsam mit den gemessenen Korrosionsraten aufgeführt.
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Die
Korrosionsdaten zeigen an, dass die Weinsäure die Cu-Korrosionsrate im
Vergleich zu Ammoniumoxalat verringert. Die Korrosionsrate wird
weiterhin bei Vorhandensein von Tetraalkylammoniumhydroxid verringert.