DE696200C - Backenbremse, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Backenbremse, insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
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AUSGEGEBEN AM
6. MÄRZ 1941
6. MÄRZ 1941
Die Erfindung betrifft eine Backenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bei der die
Betätigung der Backen mittels eines Winkelhebels erfolgt, an dessen einem Arm der die
Bremse betätigende Seilzug angreift, dessen Scheitelpunkt auf den einen Backen und
dessen anderer Arm über eine Gelenkstange auf den anderen Backen einwirkt. Sie setzt
sich das Ziel, die Einstellung des Seilzuges
to beim Einbau der Bremsen möglichst zu vereinfachen.
Bei Bremsen der bekannten Art ist diese Einstellung des Seilzuges mühsam und langwierig,
weil immer beachtet werden muß, daß die Backen bei gelöstem Bremshebel an die Bremstrommel noch nicht anliegen und zu
ihrer Betätigung nur einen geringen Totweg erfordern.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß der Winkelhebel in der Lösestellung
der Backen mittels eines entfernbaren Sperrstückes gegenüber der Gelenkstange sperrbar ausgebildet ist, z. B. mit Hilfe eines
den Winkelhebel und die Gelenkstange kuppelnden lösbaren Bolzens. Die Einstellung
des Seilzuges kann also nunmehr in einfachster Weise und innerhalb kürzester Zeit dadurch
vollzogen werden, daß nach Einstecken des Sperrstückes der Seilzug so weit gespannt '
wird, bis der Bremshebel unter der Wirkung seiner Rückzugfeder gerade noch in der Lösestellung
verbleibt, worauf selbstverständlich, um das Arbeiten der Bremse nicht zu verhindern,
das Sperrstück wieder entfernt wird.
Das Sperrstück sperrt vorteilhafterweise den Winkelhebel gegenüber der Gelenkstange
lediglich im Sinne der Betätigung der Backen, wogegen die Sperrung im Sinne des Lösens
derselben über die Lösestellung hinaus durch feste Anschläge auf dem Winkelhebel bzw.
auf der Gelenkstange bewirkt wird. Dadurch ist es bei Längungen im Seilzug oder bei nicht
völlig sachgemäßer Einstellung desselben unmöglich gemacht, Maß der Winkelhebel oder
die Gelenkstange in eine Stellung kommt, in
der ein Streifen an der Bremstrommel oder gar ein gefahrbringendes Klemmen innerhalb
der Bremse eintritt.
Bei der vorteilhaftesten Ausbildung besitzt die Gelenkstange einen U-förmigen Querschnitt,
zwischen dessen Schenkeln der Winkelhebel liegt und dessen Steg den festen Anschlag
für den Winkelhebel darstellt. Die Gelenkstange bildet auf 'diese Weise mitsamt ihrem
festen Anschlag 'einen einfach herstellbaren Teil, z. B. einen Blechpreßteil, und ist außerdem
von größter Widerstandsfähigkeit; gleichzeitig werden hierdurch beim: Betätigen der
Bremse auftretende Schränkungen in den
verschiedenen Gelenken mit Sicherheit vermieden.
Bei Bremsen, bei welchen der Seilzug am Winkclhebel über einen Gclcnkbolzen angreift,
ist die Ausbildung derart getroffen, daß die beiden Schenkel der Gelenkstange entsprechend
dem Weg des Gelenkbolzens beim Betätigen der Backen mit Fortsätzen versehen
sind, welche das Herausfallen des Gclcnkbolzens verhindern. Dieser braucht also beispielsweise
nicht mehr mit einem Bund versehen zu sein und muß auch nicht mehr mit einem
Splint gesichert werden.
Das Sperrstück besitzt eine derartige Form, daß die Bremstrommel oder das zugehörige
Rad nur dann aufgebracht werden kann, wenn das Sperrstück entfernt ist. Ein Fahren mit
eingelegtem oder eingeschobenem Sperrstück, wobei die ganze Bremse nicht betätigt werden
könnte, erscheint daher ausgeschlossen.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der
Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt dort
Fig. ι den Aufriß einer Bremse bei abgenommener Bremstrommel und
Fig. 2 einen waagerechten Schnitt der Bremse nach der Linie II-II der Fig. i.
Die Bremse besitzt zwei Backen I und 2 mit den Belägen 3 bzw. 4. Die unteren Enden
der Backen sind hierbei am Widerlager 5 auf dem Bremsträgerblech 6 abgestützt und geführt,
wogegen auf die oberen Enden die Ein* richtung zum Spreizen der Backen und damit
zur Betätigung der Bremse einwirkt. Dies geschieht mittels eines Winkelhebels 7, an dessen
einem Arm ein die Bremse betätigender Seilzug 9 mittels eines Gelenkbolzens 10 angreift,
dessen Scheitelpunkt 11. mittels eines Gelenkbolzens
12 an den Backen 2 und dessen anderer Arm 13 über eine Gelenkstange 14 an den
Backen 1 mit Hilfe von Gelenkbolzen 15 bzw.
16 angelenkt ist. Auf den Gelenkbolzen 12
und 16 sitzen hierbei Rollen 17 bzw. 18, die
auf den ihre Bahn bildenden Fortsätzen 19 bzw. 20 des Bremsträgerbleches 6 laufen und
somit die Abstützung und Führung sowohl der oberen Enden der Backen 1, 2 als auch, des
Winkelhebels 7 und der Gclerikstangc 14 bewirken;
eine beispielsweise durch einen Splint 21 niedergehaltene Blattfeder 22, welche auf
die Backen 1, 2 einwirkt, sorgt hierbei für die sichere Anlage der Rollen 17, 18 auf ihrer
Bahn 19 bzw. 20. Rückzugfedern 23 und 24 bewirken nach erfolgter Bremsung die Rückführung
der Backen 1, 2 von der in Fig. 2 mit ihren Schnittlinien strichpunktiert angedeuteten
Bremstrommel 25 weg in die Lösestellung. In dieser sind die oberen Enden der Backen
mit Hilfe von dort angebrachten Bolzen 26, 27 zentriert, die in V-förmige Rasten 28 bzw.- 29
auf dem Bremsträgerblech 6 einspringen.
Die Gelenkstange 14 besitzt einen U-förmigen Querschnitt, zwischen dessen Schenkeln
30, 31 der Arm S des Winkelhcbels 7 liegt.
Dieser Arm schlägt bei gelösten Backen gegen den Steg 32 der Gelenkstange an, wie dies in
Fig. 2 dargestellt ist. Dadurch erscheint die Gefahr gebannt, daß bei Längungen im Seilzug
9 der Arm S an der Bremstrommel 25 streift oder diese gar plötzlich abfängt, wenn
sie, wie im Beispiel, innen mit -Rippen 33 versehen ist.
Die beiden Schenkel 30, 31 der Gelenkstange 14 besitzen Fortsätze 34 bzw. 35, welche
ungefähr entsprechend jenem Weg des der Anlenkung des Seilzuges 9 dienenden Gelenkbolzens
10 verlaufen, den dieser unter Berücksichtigung der Abnutzung der Bremsbeläge
3,4 beim Betätigen der Bremse zurücklegt. Der Gelenkbolzen 10 wird beim Zusammenbau
der Spreizeinrichtung nur eingeschoben und ist dann nach Hineinklappen des Armes 8 durch die Schenkel 30 und 31 und ihre
Fortsätze 34 bzw. 35 gegen Herausfallen gesichert.
Zum Zweck der mühelosen Einstellung des Seilzuges 9 ist die Gelenkstange 14 in ihren
Schenkeln 30 und 31 mit einer Bohrung 36
versehen, welche parallel zu den verschiedenen Gelenkbolzen verläuft und den Arm 8 des
Winkelhebels 7 derart anschneidet, daß ein in sie eingeschobener, in Fig. 1 strichpunktiert
gezeichneter Sperrbolzen 37 den Winkelhebel 7 in seiner der Lösestellung der Backen
i, 2 entsprechenden Stellung gegenüber der Gelenkstange 14 sperrt. Die Einstellung des
Seilzuges 9 kann beispielsweise durch Verstellen der seinen Schlauch 39 gegenüber dem
Bremsträgerblech 6 abstützenden Mutter 40 erfolgen.
Der Sperrbolzen 37 wird durch das abgewinkelte
Ende eines Stückes Runddraht gebildet, das gleichzeitig seinen Halter darstellt.
Er kann, wenn die Bremstrommel 25 aufgeschoben
ist, mit dem Halter durch eine verschließbare Öffnung 3 8 der Bremstrommel ein- 1
geführt und in die Bohrung 36 der Gelenkstange 11 eingesteckt werden, wie dies in der
Zeichnung strichpunktiert angedeutet ist. Hierbei ist der Halter so sperrig, daß er, wenn
das Entfernen des Sperrbolzens vergessen wird, beim Aufbringen des zugehörigen Rades
im Wege liegt, wodurch eine Benutzung des Fahrzeuges mit nicht betätigbarer Bremse
ausgeschlossen ist.
Beim Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine Bremse mit gegen ein festes Widcrlager
abgestützten Backen. Hierauf ist die Erfindung aber nicht beschränkt, vielmehr ist sie mit vollem Nutzen auch dann anwendbar,
wenn die Backen schwebend angeordnet sind. Ebenso scheinen die eingangs angegebenen
Vorteile auch dann voll auf, wenn die Erfindungsmaßnahmen bei einer Außenbakkenbremse
Anwendung finden. Weiterhin ist noch eine Umkehrung der Erfindungsmaßnahmen insofern möglich, als an Stelle der
,.ο Gelenkstange nunmehr der Winkelhebel einen
U-förmigen Querschnitt aufweisen kann, der dann zwischen seinen Schenkeln die Gelenkstange
aufnimmt. Ferner ist der Ausdruck Winkelhebel durchaus nicht im Sinne einer
as Beschränkung aufzufassen, vielmehr kommen
auch jene Grenzfälle in Betracht, in denen der der Anlenkung des Seilzuges dienende
Arm mit dem an der Gelenkstange angreifenden Arm einen Winkel von ο oder i8o° ein-
H« schließt. Endlich muß noch erwähnt werden,
daß der Seilzug ohne jede Schwierigkeit durch ein Gestänge ersetzt werden kann.
Claims (5)
- Patentansprüche:■'s i. Backenbremse, insbesondere fürKraftfahrzeuge, bei der die Betätigung der Backen mittels eines Winkelhebels erfolgt, an dessen einem Arm der die Bremse betätigende Seilzug angreift, dessen Scheitel-4'-> punkt auf den einen Backen und dessen anderer Arm über eine Gelenkstange auf den anderen Backen einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelhebel (7) in der Lösestellung der Backen (1,2) mittels eines entfernbaren Sperrstückes (37) gegenüber der Gelenkstange (14) sperrbar ist, ■/.. B. mittels eines . den Winkelhebcl und die Gelenkstange kuppelnden Bolzens.
- 2. Backenbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrstück (37) den Winkelhebel (7) gegenüber der Gelenkstange (14) lediglich im Sinne der Betätigung der Backen (1,2) sperrt, wogegen die Sperrung im Sinne des Lösens derselben über die Lösestellung hinaus durch feste Anschläge (8, 32) auf dem Winkelhebel bzw. auf der Gelenkstange bewirkt wird.
- 3. Backenbremse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die fi" Gelenkstange (14) einen U-förmigen Querschnitt besitzt, zwischen dessen Schenkeln (30, 31) der Winkelhebel (7) liegt und dessen Steg (32) den festen Anschlag für diesen (Arm 8) darstellt.
- 4. Backenbremse nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Schenkel (30, 31) der Geknkstange (14) entsprechend dem Weg des dem Angriff des Seilzuges (9) dienenden Gelenk- 7» bolzens (10) beim Betätigen der Backen (1, 2) mit Fortsätzen (34, 35) versehen sind, welche das Herausfallen des Gelenkbolzens verhindern.
- 5. Backenbremse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine derartige Form des Sperrstückes (37), daß die Bremstrommel oder das zugehörige Rad erst nach Entfernen des Sperrstückes aufgebracht werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1939P0079433 DE696200C (de) | 1939-07-14 | 1939-07-14 | Backenbremse, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
| DE1939P0079437 DE699071C (de) | 1939-07-14 | 1939-07-15 | Backenbremse, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge |
| CH214321D CH214321A (de) | 1939-07-14 | 1940-04-16 | Backenbremse, insbesondere für Kraftfahrzeuge. |
| US346772A US2259266A (en) | 1939-07-14 | 1940-07-22 | Brake |
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Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
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Family Applications (2)
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Family Applications After (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (4)
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