DE680688C - Verfahren zur Herstellung photographischer Farbstoffbilder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung photographischer Farbstoffbilder

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DE680688C
DE680688C DEG81302D DEG0081302D DE680688C DE 680688 C DE680688 C DE 680688C DE G81302 D DEG81302 D DE G81302D DE G0081302 D DEG0081302 D DE G0081302D DE 680688 C DE680688 C DE 680688C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/28Silver dye bleach processes; Materials therefor; Preparing or processing such materials

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung Photographischer Farbstoffbilder Es ist bereits bekannt, photographische Ein-oder Mehrfarbenbilder durch Aufnahme auf silberarmen Emulsionen herzustellen, die vornehmlich als Tripacks benutzt wurden. Bei diesen Verfahren besitzen jedoch die erzeugten Silberbilder eine außerordentlich geringe Dekkung und bieten eine schlechte Kopiermöglichkeit. Es ist bereits vorgeschlagen worden, die in silberarmen Emulsionen erzeugten Süberbilder durch Überführung des Silbers in eine Beize und nachfolgendes Anfärben dieser Schichten zu verstärken. Diese bisherigen Verfahren sind aber sehr umständlich.
  • Bei vorliegender Erfindung können dünne, silberarme Bilder in sehr kurzer Zeit in sehr kräftige und kontrastreiche Bilder überführt werden.
  • Es gibt bekanntlich Stoffe, welche für sich allein weder reduzierend auf Farbstoffe einwirken noch oxydierende Eigenschaften besitzen und die trotzdem geeignet sind, bei der Einwirkung auf ein gefärbtes metallisches Silberbild eine örtliche Ausbleichung des Farbstoffes an den Stellen des Silberniederschlags herbeizuführen. Diese Fähigkeit, die ursprünglich an mit Methylenblau oder anderen leicht zu einer Leukobase reduzierbaren Farbstoffen gefärbten Silberbildern bekanntgeworden war und eine praktische Anwendung wegen der Eigenschaften dieser Farbstoffe nicht hat finden können, erstreckt sich nach den Feststellungen des Erfinders auch auf andere Farbstoffe, insbesondere Azofarbstoffe. Es wurde nun die überraschende Tatsache gefunden, daß die Wirkung dieser an sich indifferenten, in Gegenwart des Süberniederschlages farbstoffzerstörend wirkenden Behandlungsbäder bereits durch außerordentlich geringe Silbermengen ausgelöst wird, so daß man sehr intensiv gefärbte Schichten mit Hilfe von sehr schwachen Silberbildern bildmäßig anfärben und deshalb bei der Herstellung eines sehr kräftigen und brillanten Farbstoffbildes mit sehr geringen Silbermengen auskommen kann. Die zur Herstellung eines kräftigen kontrastreichen Farbstoffbildes mit reinen Weißen erforderlichen Silbermengen' sind so geringfügig, daß man auf normalem Weg von diesen Schichten ohne besondere Behandlung keine brauchbaren Kopien erhalten kann. Die Erfindung besteht demgemäß darin, daß für normale Kopierzwecke, wegen des außerordentlich schwachen Silberbildes, unbrauchbare photographische Bilder durchgehend gefärbt und mit Hilfe eines an sich indifferenten Behandlungsbades, d. h. eines Bades, welches kein den Farbstoff für sich allein reduzierendes Reduktionsmittel und kein Oxydationsmittel enthält, aber in Gegenwart des Süberniederschlages farbstoffzerstörend wirkt, in Farbstoffbilder umgewandelt werden.
  • Vorliegendes Verfahren ist einerseits anwendbar für silberarine Schichten, wodurch sich eine Ersparnis an Halogensüber ergibt, andererseits zur Herstellung und Verstärkung von Umkehr- und Papierbildern.
  • Das Hauptanwendungsgebiet dieser Methode liegt aber auf dem Gebiet der Farbenphotographie und -kinematographie, insbesondere bei Benutzung von Mono-, Bi- und Tripacks. Es ist daher möglich, außerordentlich dünne, bromsilberarine Emulsionen zu verwenden, welche sehr transparent sind und eine gute« Schärfe und ausreichende Belichtung, sogar der zutiefst liegenden Schicht, ermöglichen. Dieser Umstand ist besonders wichtig bei der Farbenkinematogra,phie. Dort kommt es einerseits auf sehr brillante und scharfe Zeichnungen, andererseits auf genügende Durchbelichtung der lichtempfindlichen Schicht an. Bei den SchiQhten nach vorliegender Erfindung ist die hintere Schicht infolge der Transparenz der davorhegenden Schichten sehr gut durchbelichtet, und die Transparenz ermöglicht eine weit bessere Schärfe im Vergleich zu den bisher benutzten Bipack-Anordnungen. Bei Verwendung eines Zweipacks zu Zweifarbenaufnahmen wird die vordere Schicht außerordentlich- dünn und transparent sein. Als hintere Schicht wird man meistens eine photographische Schicht normalen Bromsilbergehalts wählen.
  • Bei vorliegender Erfindung ist es möglich, Dreipacks zu benutzen, bei welchen die beiden vorderen Schichten so süberarm sind, daß sie für normale Kopierverfahren unbrauchbar wären. Man kann hierbei die beiden ersten Glieder des Tripacks auf einen doppelseitigen Film auftragen und als dritte Schicht einen Film mit normalem Bromsübergehalt wählen. Die Schichten des Tripackfilms sind verschieden farbenempfindlich und können unter Umständen Filterfarbstoffe oder Farbstoffe für den Bildaufbau enthalten. Diese Filme werden zur Aufnahme in Kontakt gebracht. Nachher wird jede einzelne Schicht angefärbt, entweder in der zur Empfindlichkeit der Schichten komplementären, oder auch, wie es im Patent 662 580 beschrieben ist, in den Farben, welche komplementär zu der Empfindlichkeit der zu Kopierzwecken verwendeten Schichten gewählt sind.
  • Die Anfärbung der Schichten erfolgt am besten durch Azofarbstoffe. Zum Herstellen des Farbstoffbildes werden erfindungsgemäß in erster Linie saure Lösungen von Thiocarbamid benutzt oder andere nichtoxydierende Behandlungsbäder, die ein Lösungsmittel für Silberverbindungen enthalten und eine Ausbleichung des Farbstoffes an den Stellen des Silberbildes ergeben. Diese Behandlungsbäder enthalten Lösungen von nichtoxydierenden anorganischen oder organischen Verbindungen, die mit dem Bildsilber unmittelbar reagieren oder es durch Komplexbildung gleichzeitig auflösen. Anorganische oder organische Schwefelverbindungen und stickstoffhaltige Verbindungen sind für diese Zwecke besonders geeignet.
  • Man kann demnach von gewöhnlichen Aufnahmen eines Tripacks auf süberannen Bromsilberschichten oder aus einer unterexponierten Aufnahme sofort ein sehr kräftiges brillantes Bild herstellen. Dieses Verfahren bezieht sich auf normale Photographien, auf Kinematographie und auch auf Papierbilder. Es lassen sich schwarze oder schwärzliche Farbstoffe zu diesem Zweck benutzen, und man bekommt demnach sofort Positive. Die Verwendung der im obengenannten Patent erwähnten bunten Farben führt sofort zu einem Dreifarbendiapositiv, wenn die entsprechenden, gegen verschiedene Farben empfindlichen Schichten in den zur Farbenempfindlichkeit komplementären Farben angefärbt werden. Die Diapositive sind auch als Kopiervorlagen zu verwenden und auf lichtempfindliche, z. B. im Patent 66258o, beschriebene Schichten zu kopieren. Dann wird man jedoch die Schichten unabhängig von der Farbe des Aufnahmegegenstandes in der zur Empfindlichkeit der Kopierschichten kompldmentären Farbe anfärben.
  • Das den Gegeiistand der Erfindung bildende Verfahren läßt sich auch auf gefärbte, verschieden farbenempfindliche Schichten anwenden, welche unmittelbar übereinander gegossen sind oder auf beiden Seiten eines Schichtträgers liegen.
  • Die nach vorliegendem Verfahren hergestellten Diapositive sind aber auch zu Kopierzwekken für Papierbilder, beispielsweise auch für das Ausbleichverfahren geeignet, das bekanntlich eine sehr transparente und brillante Kopiervorlage erfordert; die so hergestellte Kopiervorlage weist alle hierzu vorteilhaften Eigenschaften auf, d. h. eine einzige Aufnahme, einfache Nachbehandlung und große Transparenz. Das Fehlen dieser Transparenz macht z. B. die Farbenrasterplatten zu diesem Zwecke ungeeignet.
  • Man kann die einzelnen Farbenteilbilder je- doch auch in schwarzweiße Farbstoffumkehrbilder überführen und diese auf einzelne Platten und Filme, welche den Farbstoff bereits in der Schicht enthalten oder nachträglich angefärbt werden, kopieren und diese Kopien wieder durch ein Umkehrbad in ein Farbstoffbild überführen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen photographischer, auch als Kopiervorlagen verwendbarer Farbstoffbüder in diffus angefärbten, ein entwickeltes Silberbild enthaltenden photographischen Schichten durch Behandlung mit gegenüber dem Farbstoff an sich indifferenten, in Gegenwart des Silberniederschlages 'farbstoffzerstörend wirkenden Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Silberbilder in halogensilberarmen Schichten erzeugt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß es auf Mono-, Bi- oder Tripacks angewendet wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem Aufnahmematerial gearbeitet wird, das zwei silberarme Schichten und eine besondere süberreiche Schicht enthält.
DEG81302D 1931-12-03 1931-12-03 Verfahren zur Herstellung photographischer Farbstoffbilder Expired DE680688C (de)

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FR746644D FR746644A (fr) 1931-12-03 1932-12-01 Couches colorées à base de composés halogénés d'argent
BE392736D BE392736A (de) 1931-12-03 1932-12-02
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GB (1) GB412950A (de)

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