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Trommelmeßmaschine zum Längenmessen von Stoffbahnen Das Längenmessen
von Stoffbahnen auf runden Meßtrommeln wird bekanntlich von der jeweiligen Stoffdicke
beeinflußt, so daß sich Meßunterschiede bei Verwendung derselben Meßtrommel ergeben,
je nachdem der Stoff dicker oder dünner ist und die Meßtrommel in einem größeren
oder kleineren Umfangswinkel beim Messen umfaßt wird. Zum Ausschalten der Unterschiede
versuchte man, den Stoff um zwei Meßtrommeln mit gleichem Durchmesser zu führen
unter Umschlingung der einen Trommel von oben her mit der rechten Stoffseite und
bei der anderen Trommel von unten her mit der linken Stoffseite und ließ die so
erlangten Meßergebnisse durch ein Differentialzählwerk auf ein mittleres Maß bringen.
Eine solche Vorrichtung stellt sich jedoch teuer, die Bedienung beim Einführen des
Warenanfanges ist schwerer, weil der Stoff um zwei Meßtrommeln gelegt werden muß,
und auch die Bauart der Maschine ist eine andere, während vorliegender Erfindung
eine Meßmaschine üblicher Bauart zugrunde liegt. Andererseits sind derartige Meßmaschinen
mit einem Zusatzzählwerk ausgerüstet worden, das die Stoffdicke und auch die Stoffdehnung
während des Messens berücksichtigen soll; jedoch sind die bekannten Vorrichtungen
mit einer Einstelleinrichtung für die Meßuhr versehen, die mehr oder weniger vom
Gefühl und der Erfahrung, also Geschicklichkeit des Benutzers abhängig ist, mithin
ungenau und unzuverlässig ist. Demgegenüber betrifft die vorliegende Erfindung eine
Trommelmeßmaschine zum Längenmessen von Stoffbahnen, bei der erfindungsgemäß oberhalb
einer Vorspannvorrichtung für die Stoffbahn eine angetriebene Meßtrommel mit bestimmter
Umfangslänge angeordnet ist, von der aus die Stoffbahn nach unten zunächst an einer
Kontaktmarken-Anbringevorrichtung und von dort frei hängend einer in etwa dem Trommelumfang
entsprechendem Abstand darunter angeordneten verschiebbaren elektrischen Kontaktvorrichtung
zugefübrt wird, durch deren Einstellung eine auf das Zusatzzählwerk einwirkende,
mit der Kontaktvorrichtung verbundene Zugstange mit verschoben wird.
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Zweckmäßig besteht die elektrische Kontaktvorrichtung für die Metallmarke
aus zwei im Abstand der Breite der Metallmarke entsprechend angeordneten Einzelkontakten,
die federnd gegen das mit der Metallmarke versehene Stoffbahnstück andrückbar sind.
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Vorteilhaft dient dabei zum Fortschalten des Zusatzzählwerkes ein
von der Meßtrommelwelle aus angetriebener Exzenter und ein von diesem bewegter Kurbelarm,
der auf der Zusatzzählwelle lose sitzt und eine Schaltklinke trägt. Diese wirkt
ihrerseits auf ein auf der Zusatzzählwelle sitzendes Klinkenrad ein und wird durch
eine Nockenscheibe bezüglich ihres Eingriffes auf das Klinkenrad gesteuert, und
zwar jeweils entsprechend der Längenänderung der frei hängenden Stoffbahn. Die Meßtrommel
trägt
an ihrem Umfang eine Nut in einer Nockenkurve, in die` ein
an einer ausrückbaren Klinke sitzender Nocken. lösbar eingreifen kann, damit. das
Markieren genau nach einem Trommel= umfang erfolgt.
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Bei der Einstellung der verschiebbaren Xr N taktvorrichtung von Hand
entsprechend de k@ zusätzlichen Stoffteilmaßlänge wird gleichzeitig selbsttätig
die entsprechende Einstellung des Zusatzzählwerkes bewirkt, so daß dieses unter
genauer Berücksichtigung der je nach der Stoffdehnung und des Stoffgewichtes, also
auch der Stoffdicke eintretenden Längenänderung genau mißt und dieses Meßergebnis
dann auf das Hauptzählwerk übertragen wird, so daß dieses dann das genaue Gesamtmaß
angibt. Für diese Einstellung ist ein an sich bekanntes Klinkenschaltwerk mit veränderlicher
Vorschubweite vorgesehen. Die Schaltklinke wird in gleichen Hüben von der Meßtrommel
aus bewegt, jedoch jeweils auf einem Teile des Hubes zwangsweise je nach der zusätzlichen
Stoffteillänge außer Eingriff mit dem Klinkenschaltrad gehalten.
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Man verfährt dabei .in der folgenden Weise: Hinter der Meßtrommel
wird eine einer Längeneinheit, also z. B. i m, entsprechende senkrechte Meßstrecke
so vorgesehen, daß die Stoffbahn nach dem Verlassen der Meßtrommel an ihr entlang
geführt wird und ohne Zug, nur durch ihr Eigengewicht gespannt, herabhängen kann.
Der Nullpunkt der Meßstrecke, die auch durch ein Meßlineal besonders kenntlich gemacht
werden kann, wird oben dicht bei der Trommel festgelegt und zunächst auch an der
Stoffbahn durch Anbringen einer Kontaktmarke, Heftnadel, Klammer o. dgl. markiert.
Sodann führt man die Stoffbahn durch eine genau einmalige Umdrehung der Meßtrommel
weiter an der Meßstrecke entlang und stellt fest, wie weit die Kontaktmarke nach
einer genauen Umdrehung der Trommel über das Maß der Meßstrecke (i m) hinausgewandert
ist. Man legt dieses Übermaß durch die genaue Stelle, wo sich die Kontaktmarke befindet,
mittels der entsprechend geführten verschiebbaren Kontaktvorrichtung fest.
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Diese ist mittels eines Gestänges zwangsläufig mit dem Zusatzzählwerk
derart verbunden, daß selbsttätig der ertastete Längenunterschied auf das Zusatzzählwerk
übertragen, dieses damit eingestellt und dem endgültigen Meßergebnis des Hauptzählers
zugefügt wird.
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Auf -den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der neuen Meßmaschine
unter Anlehnung an die bisher üblichen Maschinen beispielsweise dargestellt.
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Abb. i ist eine Seitenansicht, Abb. 2 eine Vorderansicht der Maschine
mit den wesentlichsten Teilen, Abb.3 ein senkrechter Längsschnitt durch das Hauptzählwerk
mit eingebautem Zusatzzählwerk, Abb. 4. eine Ansicht der Feststellvorrichtung für
die Meßtrommel und Abb. 5 eine Unteransicht dazu, t,: ;:Abb. 6 ein Teilquerschnitt
durch das Zusatz-4A1werk gemäß der Linie VI-VI in Abb. 3.
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7 ist eine Teilstirnansicht der Meßtrommel mit den Haltemitteln für
die Stoffbahn an der Trommel und Abb. 8 ein radialer Teilschnitt dazu, Abb. 9 ein
waagerechter. Schnitt durch eine Kontaktvorrichtung für die Feststellung des Längenunterschiedes
und die dementsprechende Einstellung der Maschine gemäß der Linie IX-IX der Abb.
2, Abb. io ein senkrechter Schnitt durch diese Kontaktvorrichtung nach der Linie
X-X der Abb. ii.
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Abb. ii ist eine Ansicht der Kontaktvorrichtung von rückwärts gesehen,
Abb. 12 ein senkrechter Teilschnitt durch die Kontaktteile dieser Kontaktvorrichtung
nach der- Linie XII-XII der Abb. ii.
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Abb. 13 gibt aus Abb. 3 einen Teilausschnitt des auf den Antrieb des
Zusatzzählwerkes bezüglichen Schaltwerkes und Abb. 14 einen dazu senkrechten Teilschnitt
nach Linie XIV-XIV der Abb. 13.
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Die Maschine besteht aus einem Gestell 2, das durch Querverbindungen
82 und 83 zusammengehalten wird. In ihm sind vorn für eine Stoffbahn i ein Spanner
3' aus Vorspannstäben, eine Zuführwalze q., eine Leitwalze 7, darüber eine Meßtrommel
8 mit Welle 8', hinten unten eine Umleitwalze i= und noch weiter nach hinten, etwas
höher gelegen, eine Abzugswalze 12 gelagert. Für den Antrieb ist ein Elektromotor
6 vorgesehen, der mittels Riemen oder Kette über die Welle 5 die Zuführwalze 4.,
die Meßwalze 8, ein Zählwerk 13 und die Abzugswalze 12 antreibt. Sowohl die Zuführwalze
q. wie die Meßtrommel 8 und die Abzugswalze sind als Reibtriebe mit regelbarer Einstellung
ausgebildet, so daß sie bei zu großer Spannung der Stoffbahn i gegenüber ihrem Antriebe
nachgeben können. Die Meßtrommel8 hat eine gewisse Voreilung -gegenüber der Zuführwalze
4. und ebenso die Abzugswalze 12 eine gewisse Voreilung gegenüber der Meßtrommel
8, damit sich nicht ein Stoffsack bilden kann.
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Auf der Rückseite der Maschine ist dicht unterhalb der Meßtrommel,
senkrecht unter der äußersten Mantellinie derselben, eine Meßstrecke M von einer
Längeneinheit, z. B. i m, vorgesehen, während der Trommelumfang ebenfalls genau
i m beträgt. Am Anfang dieser Meßstrecke, oben, ist eine Markiervorrichtung io bekannter
Bauart zum Einschlagen einer Metallkontaktmarke 65 in die Stoffbahnkante und am
Ende derselben, an der genau das Ende der Längeneinheit markiert ist, ist eine Kontaktvorrichtung
(Abb. 9 bis 12) angeordnet,
die aus einem schwenkbaren Halterahmen
57 mit Haltezinken 6.1 für den Stoff an einem federnd am Rahmen 57 angeordneten
Träger 62, einer festen Widerlagplatte 56 und Fühlereinrichtung zum Zusammenarbeiten
mit der Kontaktmarke 65 an der Stoffbahn besteht. Der Träger 62 ist in Form eines
Ringes mit Ausschnitt gestaltet, also etwa hufeisenförmig, und mit einem Ringansatz
63 innen versehen, der die Führung des Trägers 62 und damit der 'Linken 64 senkrecht
zum Rahmen 57 gewährleistet. Ein am Rahmen 57 befestigter Bügel 59 trägt mittels
Schraube 61 regelbar eine bügelförmige Feder 6o, die den Träger 62, 63 mit Zinken
64 vom Rahmen 57 weg gegen die Stoffbahn i und das Widerlager 56 drückt. Der Rahmen
57 ist in der Höhe durch zwei Lagerböcke urverschiebbar gesichert und um eine senkrechte
Stange 34' schwenkbar, die am Gestell in senkrechter Richtung verschiebbar, aber
unverdrehbar gelagert ist. Die damit zusammenarbeitende Fühlvorrichtung sitzt an
einem Rahmen 7o, der schwenkbar, aber in Längsrichtung urverschiebbar durch Stellringe
gesichert ist. An dem Rahmen 70 sind gegen die Stoffbahn hin federnd eine
Anzahl Paare elektrischer Kontaktfedern 71 isoliert angeordnet, die in einen elektrischen
Lichtsignalkreis für eine Überwachungslampe 37 (am Zählwerk 13) eingeschaltet sind.
Sie drücken je gegen einen metallischen Kontaktbügel 66, der innen einen
Führungsschlitz für die Führung auf einer im Querschnitt rechteckig gestalteten
Schiene 67, einer Längsseite eines rechteckigen Rahmens mit Stützbock 68 am Ende,
aufweist. Die abgerundeten Spitzen der Kontaktbügel 66, die paarweise einander
gegenüberstehen, sind so bemessen und voneinander entfernt, daß sie gerade noch
'durch die Marke 65 der Stoffbahn bei genauer mittlerer Einstellung gegenüber dieser
leitend miteinander verbunden werden und den Signalkreis schließen. Der Rahmen 7o
mit den Kontakten 66 wird mittels der Stange 34' (Abb. ii) in der Höhe gegenüber
der Marke 65 am Stoff i eingestellt. Die Stange 34' ist (Abb. i und 2) gekröpft
nach oben zu dem Zählwerk 13 geführt und endet dort (Abb. 3 und 6) in einer Doppelzahnstange
34, die nach vorn mit einem lose auf einer Welle 30 im Zählwerk sitzenden
Zahnrad 33 und nach hinten mit einem Zahnrad 52 auf einer zur Welle 30 parallelen
Welle3o' im Zählwerk in Eingriff steht. Auf der Welle 30' sitzt außerhalb des Zählwerkes
(in Abb. 3 rechts, Abb. 6 links) ein Handrad 31 und eine Bremse32 und auf der zu
ihr parallelen Welle 3o (Abb. 3 links vom Zahnrad 33) lose dicht an der Wand des
Zählergehäuses eine schräg nach hinten und oben ragende Kurbel 41 und neben dieser
starr ein Klinkenzahnrad 40, in das eine an der Kurbel 41 gelagerte Klinke
39 eingreifen kann. An der Kurbel 41 greift eine Schubstange 42 an, die von
einem Exzenterring 42' auf der Welle 8' kommt. Die Klinke 39 besitzt einen
seitlichen Ansatz 3g', mit dem sie sich gegen eine auf der Welle 30 lose drehbare
Nockenscheibe 38 legt. Letztere ist starr mit dem Zahnrad 33 verbunden.
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An der Zahnstange 34 ist im Zählergehäuse 13 ein Zeiger 35 befestigt,
der hinter einem Fenster des Zählwerkes 13 vor einer Skala 36 spielt, und zwar unterhalb
einer Signallampe 37. Auf der Welle 30 sitzen auf dem in Abb. 3 rechts gezeichneten
Teile starr ein Zahnrad 24 und ein Sternschaltrad 29. Ersteres kämmt mit einem Zahnrade
23, das gleichachsig mit der Hauptzählerwelle 13' auf einer deren Verlängerung bildenden
besonderen, im Zählergehäuse gelagerten Welle 26 sitzt und mittels einer mit ausrückbarer
Zahnkupplung 27 versehenen Kurbel 28 von Hand angetrieben werden kann. Im allgemeinen
ist durch eine Feder die Kupplung 27 ausgeschaltet, wie in Abb. 3 gezeichnet. In
dem Zählwerk 13 ist ferner noch eine an sich bekannte übliche Nulleinstellvorrichtung
mit einer außerhalb des Gehäuses sitzenden Handkurbel ig vorgesehen.
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Die Hauptzählwelle 13' ist mit der Welle 26 durch eine nur kraftschlüssig
in einer Richtung wirkende Schaltklinkenkupplung verbunden, indem auf der Welle
26 ein Kurbelarm 22 mit Schaltklinke 21 sitzt, die in ein Klinkenzahnrad 2o auf
der Welle 13' eingreifen kann. Entsprechend ist die Hauptzählwelle 13' an ihrem
anderen Ende nicht starr mit der Achse des Antriebskettenrades verbunden, sondern
mittels einer nur in einer Drehrichtung kraftschlüssig wirkenden Klinkenschaltvorrichtung
mit Kurbel 16 und Klinke 17 auf der hohlen Kettenradachse, in der der Stumpf der
Welle 13' drehbar gelagert ist, während auf der Welle 13' ein Klinkenschaltrad 18
für die Schaltklinke 17 fest aufgesetzt ist.
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Auf der Welle 30 ist ferner ein Nocken- oder ein Zahnradausschnitt
43 aufgesetzt, der über einen Riegel o. dgl. 44 eine an sich bekannte und daher
nicht besonders gezeichnete Abdeckung mit der Aufschrift U (Umdrehungen) für ein
Fenster 15 des Zählwerkes neben dem Zahlenfenster 14 desselben derart beeinflußt,
daß nur in der Ausgangsstellung der Welle 30 die Abdeckung zurückbewegt wird und
statt der mit U bezeichneten Abdeckung hinter dem Fenster die Bezeichnung der Längeneinheit,
also im vorliegenden Falle m (Meter), erscheint. Außerdem sind unter dem eigentlichen
Zählwerk im Zählwerkgehäuse 13 eine Öffnung 45 für das Einschieben von mittels des
Zählwerkes zu druckenden Sichtkarten und eine von 43, 44 mit zu bewegende Verriegelung
vorgesehen, die das Einschieben einer Karte und das Bedrucken einer solchen verhindert,
solange nicht die Welle 3o in die Anfangsstellung zurückgestellt
ist
und das Sperrglied 46 damit außer Wirkung gesetzt ist.
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An der Meßtrommel 8 ist an einem seitlichen Ring 81 derselben ein
Nocken 72 mit einer Rast 73 angebracht, die im Grunde scharf rechteckig ausgeführt
ist. Am Gestell 2 ist an einem Bügel 74 gegenüber dem Ring 81 ein Klinkenhebel mit
genau in die Rast 73 passender Sperrnase 76 gelagert, die durch eine Feder 77 mittels
eines um einen Zapfen 79 schwenkbaren Winkelhebels 8o ausrückbar bzw. andrückbar
ist (in Abb. 4 in der Ausschaltstellung gezeichnet und strichpunktiert in der Einschaltstellung
angedeutet). An dem Sperrhebel mit Nase 76 ist ferner eine Feder 78 mittels Schraube
75 regelbar vorgesehen, die sich beim Anheben des Sperrhebels bremsend gegen den
in Abb. 4. rechts gezeichneten kurvenförmigen Teil des Nockens 72 der Trommel 8
anlegt und diese allmählich abbremst, ehe die Sperrnase 76 in die Rast 73 einfällt.
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An der Meßtrommel 8 sind außerdem an der rechten Seite, an der sich
auch der Zählerantrieb und die Meßüberwachungsstrecke befinden, je um i2o Grad gegeneinander
versetzt am Umfang der Trommel verteilt, federnde Klappen 9 an Zapfen 51 in Böcken
am Trommelkranz innen gelagert, die durch Federn 53 aus der Arbeitsstellung gemäß
den Abb. 7 und 8 in die Freigabestellung gezogen werden, wie in Abb. 8 strichpunktiert
angedeutet ist.
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Das innere Ende jeder Klappe 9 ist mit einer Feder 54 ausgerüstet,
deren Federung durch eine Schraube 55 regelbar ist. An dem freien Ende jeder Feder
greift ein Elektromagnet 47 mit beweglichem Kern 48 und daran angeordnetem Zapfen
49 an, der in Abb.8 in der Arbeitsstellung gezeichnet ist, während strichpunktiert
die Freigabestellung angedeutet ist. Die Steuerung und die Stromzuführung für die
Elektromagnete erfolgt von der Nabe der Trommel aus mittels nicht gezeichneter,
an sich bekannter Schleifringe o. dgl. Um den -Stoß der Magnetkerne 48 gegen den
Trommelumfang unter der Wirkung der Federn 53 zu mildern, ist eine Dämpfungsscheibe
aus Leder o. dgl. an entsprechenden Stellen innen am Trommelkranz vorgesehen (Abb.
8). Mit dieser Maschine wird in folgender Weise gearbeitet: Man führt die Stoffbahn
i über die Vorspannstäbe 3, die Zuführwalze 4, eine Umkehrwalze 7, die Meßtrommel
8, deren Halteklappen 9 sämtlich zunächst infolge Ausschaltens des elektrischen
Stromes in der in Abb. 8 angedeuteten Offenstellung sind, und an der Kontaktmarken-Anbringevorrichtung
io vorbei, hierauf über die Meßstrecke zu der Überwachungsvorrichtung61, dann weiter
um die unterhalb derselben befindliche Umkehrwalze ii, anschließend wieder aufwärts
zu der Abzugswalze ia; dann schaltet man. die Halteklappen 9 ein, bremst die Trommel
8 mit der Feder 78 und dem Nocken 72 ab und legt sie dann durch Einrücken der Klinke
76 fest. Sodann schlägt man mittels der Kontaktmarken-Anbringevorrichtung io am
oberen Anfang der Meßüberwachungsstrecke eine elektrisch leitende Kontaktmarke 65
in die Stoffkante ein und läßt hierauf nach Ausrücken der Klinke 76 mittels des
Hebels 8o die Meßtrommel 8, die durch den Motor 6 angetrieben wird, eine volle Umdrehung
ausführen. Kurz vor Beendigung dieser Umdrehung rückt man den Hebel 8o und die Klinke
76 mit Bremsfeder 78 wieder ein, so daß genau nach Vollendung einer Umdrehung die
Trommel wieder genau und sicher festgehalten wird; dabei hat man den Stoff x möglichst
lose frei auf der Meßstrecke herabhängen lassen, also nicht mit der Abzugswalze
stark gespannt.
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Je nach dem Gewicht des Stoffes i und seiner dadurch bedingten, wenn
auch nur geringen Dehnungsfähigkeit in dieser Hängestrecke, also auch je nach seiner
Dicke, gelangt die am Stoff angebrachte Marke von der Anfangsstelle der Meßüberwachungsstrecke,
also von der Markiervorrichtung io weg, nicht nur um i m, dem Umfang der Meßtromme18
entsprechend, nach unten, sondern noch um eine zusätzliche Strecke über die Überwachungsstelle
hinaus. Die Lage der Marke 65 wird anschließend unverrückbar festgestellt, indem
zunächst der um die senkrechte Stange 34' schwenkbare Rahmen 57 mit Haltezinken
64 und deren Träger 62 gegen die Widerlageplatte 56 gedrückt wird, wodurch der Nadelrechen
62, 64 durch die Stoffbahn i hindurch gegen das Brett 56 gepreßt und der Stoff unverrückbar
an der Platte 56 festgehalten wird. Die genaue Feststellung des sich ergebenden
Längenunterschiedes, dem entsprechend die Marke 65 über das Ende der genau i m betragenden
Meßüberwachungsstrecke hinausgewandert ist, erfolgt nunmehr durch Einstellung der
Kontrollvorrichtung 7o, 71, 66 mittels des Handrades 31 auf der Welle 3o' im Zählergehäuse,
wobei durch die Drehung des Zahnrades 52 die Stange 34 nach unten verschoben wird
und damit die mit ihr starr verbundene Stange 3.4', an der unverschieblich, aber
drehbar der Rahmen 7o angeordnet ist. Gleichzeitig wird der mit der Zahnstange 34'
verbundene Zeiger 35 gegenüber der Skala 36 nach unten bewegt. Die Kontakte 66 gleiten,
durch die Federn 69, 71 angedrückt, ganz gleich, wie dick der Stoff ist, über diesen
hinweg, bis eines der nebeneinanderliegenden Kontaktpaare die Marke 65 in der in
Abb. 12 gezeigten Stellung zwischen sich klemmt und damit den Stromkreis für die
Signallampe 37 schließt. Dadurch ist die Kontaktvorrichtung genau auf die zusätzliche
Länge über i m hinaus eingestellt und damit auch das zusätzliche Maß auf das zusätzliche
Zählwerk 30, 24, 23, 25, 29 und auf die
Nockenscheibe 38 in der
ZVeise übertragen, daß diese die Klinke 39 um ein entsprechendes Stück des Umfanges
auf das Klinkenrad 4o einwirken läßt, z. B. um 31 Zähne eines Zahnkranzes von 36o
Zähnen, entsprechend einer angenommenen zusätzlichen Länge von 31 mm gemäß der Skala
36. Bei Erreichen dieser Stellung wird das Handrad 31 stillgesetzt und mittels der
Bremse 32 festgestellt. Wird nun die Meßtrommel8 nach Lösen der Sperrung 76 beim
Weiterlauf des Stoffes weitergedreht, so wird bei einer jeden Umdrehung derselben
das Hauptzählwerk 13' entsprechend weitergedreht. Es zeigt die Umdrehungen der Trommel
an dem Fenster 14; am Fenster 15 ist durch die Sperreinrichtung 43, 44 ein U (Umdrehungen)
sichtbar. Gleichzeitig sperren die Bolzen 46 die Einschuböffnung 45 für Druckkarten
zum Aufdrucken des Meßergebnisses auf einzuschiebende Meßkarten. Bei jeder Umdrehung
der Trommel 8 aber wird auch jeweils mittels des Exzenters 42' und der Schubstange
42 sowie der Klinke 39 um die gleiche Zähnezahl wie bei der Einstellung des Zeigers
35 und der Überwachungsvorrichtung das Klinkenrad 40 weitergeschaltet, während auf
dem übrigen Teile des Vorschubes der Klinke 39 diese mittels ihres seitlichen Anschlags
durch die Nockenscheibe 38 außer Eingriff mit dem Klinkenrade 40 gehalten wird,
also leer darüber hinweggleitet. Infolgedessen wird bei einer jeden Trommelumdrehung
das gleiche eingestellte zusätzliche Maß durch die Zusatzzählwelle 3o berücksichtigt,
indem das Zahnrad 23 und der Nocken 25 und von diesem das Sternrad 29 weitergeschaltet
werden. Dabei schwenkt der der Anfangsstellung entsprechende Sperrzahn 58 (Abb.
6) im Uhrzeigerdrehsinn weiter. Ist nach Beendigung der Messung der Stoffbahn i
z. B. das Sternrad 29 um 25 Zähne weiter geschaltet worden, so ist 25mal das zusätzliche
Maß berücksichtigt worden. Es wird auf das Hauptzählwerk, das zunächst nur die Grundmeterzahl
entsprechend der Umdrehungszahl der Meßtrommel gezählt hat, dadurch übertragen,
daß man mittels der Handkurbel 28 die Kupplung 27 einrückt und die Welle 26 mit
Nocken 25 wieder zurückdreht und damit auch das Sternrad 29, bis der Nocken 25 gegen
den Anfangssperrzahn 58 stößt und das Weiterdrehen der Kurbel 28 verhindert.
Bei dem Zurückdrehen der Welle 26 wird die Klinke 21, die nur bei dieser Drehrichtung
kraftschlüssig eingreift, zum wirksamen Eingriff auf das Klinkenzahnrad 2o gebracht
und damit die Hauptzählwelle 13 um eine entsprechende Umdrehungszahl weitergeschaltet;
dadurch wird die zusätzliche Länge auf das Hauptzählwerk übertragen. Dabei ist das
Klinkenschaltwerk 18, 17 außer Wirkung, weil das Zahnrad 18 unter der Klinke 17
hindurchgleitet. °" Die Hauptzzihlwelle 13' wird also entweder von dem Schaltwerk
16, 17 beim Umlaufen der Meßtrommel 18 angetrieben und zählt die Umdrehungen, wobei
das Klinkenrad 2o leer unter der Klinke 21 hindurchgleitet, oder von dem Schaltwerk
2o, 21 beim Übertragen der zusätzlichen Länge, wobei das Schaltwerk 16, 17 leer
läuft. Wenn der Sperrzahn 58 in die Anfangslage am Nocken 25 zurückkommt, wenn also
das zusätzliche Längenmaß restlos auf die Hauptzählwelle 13' übertragen ist, kommt
der Nocken 43 zur Wirkung, bewegt über 44 einerseits die Abdeckung U vom Fenster
15 des Zählwerkes 13 zurück und läßt das Zeichen m (Meter) erscheinen und zieht
andererseits auch die Sperrung 46 der Öffnung 45 für die Druckkarten zurück, so
daß man das gesamte Meßergebnis in Metern am Fenster ablesen und auf eine in 45
einzuschiebende Meßkarte aufdrucken kann. Dafür bedient man sich der bekannten Zählwerke
mit Druckvorrichtung.
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Bei der Sperrung des Fensters 15 kann auch das Fenster 14 abgedeckt
oder ein Sperrstrich quer über das Zahlenfeld vorgeschoben werden, um das Ablesen
der Umdrehungszahlen statt der Längen einschließlich der zusätzlichen Maße zu verhindern.
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Die Anordnung einer Reihe von Kontaktpaaren 66 mit Federn 71 nebeneinander
hat den Zweck, das seitliche Wandern der Kontaktmarke 65 beim Durchlaufen der Stoffbahn
unschädlich zu machen, ebenso wie etwaige Dickenunterschiede der Stoffbahn vom Rande
weg nach der Mitte zu. Die elektrische Signallampe wird nur mit geringer Spannung,
etwa 6 oder 12 Volt, betrieben, um eine etwa dem Stoff gefährlich werdende Funkenbildung
bei der Stromunterbrechung zwischen den Kontakten 66 und der Marke 65 zu vermeiden.
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Statt Meter können beliebige andere Längeneinheiten mit der Maschine
gemäß der Erfindung gemessen werden, wenn der Umfang der Trommel 8 entsprechend
gewählt wird.