DE658443C - Trommelmessmaschine zum Laengenmessen von Stoffbahnen - Google Patents

Trommelmessmaschine zum Laengenmessen von Stoffbahnen

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DE658443C DEK135480D DEK0135480D DE658443C DE 658443 C DE658443 C DE 658443C DE K135480 D DEK135480 D DE K135480D DE K0135480 D DEK0135480 D DE K0135480D DE 658443 C DE658443 C DE 658443C
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06HMARKING, INSPECTING, SEAMING OR SEVERING TEXTILE MATERIALS
    • D06H1/00Marking textile materials; Marking in combination with metering or inspecting
    • D06H1/04Marking textile materials; Marking in combination with metering or inspecting by attaching threads, tags, or the like
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B5/00Measuring arrangements characterised by the use of mechanical techniques
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Description

  • Trommelmeßmaschine zum Längenmessen von Stoffbahnen Das Längenmessen von Stoffbahnen auf runden Meßtrommeln wird bekanntlich von der jeweiligen Stoffdicke beeinflußt, so daß sich Meßunterschiede bei Verwendung derselben Meßtrommel ergeben, je nachdem der Stoff dicker oder dünner ist und die Meßtrommel in einem größeren oder kleineren Umfangswinkel beim Messen umfaßt wird. Zum Ausschalten der Unterschiede versuchte man, den Stoff um zwei Meßtrommeln mit gleichem Durchmesser zu führen unter Umschlingung der einen Trommel von oben her mit der rechten Stoffseite und bei der anderen Trommel von unten her mit der linken Stoffseite und ließ die so erlangten Meßergebnisse durch ein Differentialzählwerk auf ein mittleres Maß bringen. Eine solche Vorrichtung stellt sich jedoch teuer, die Bedienung beim Einführen des Warenanfanges ist schwerer, weil der Stoff um zwei Meßtrommeln gelegt werden muß, und auch die Bauart der Maschine ist eine andere, während vorliegender Erfindung eine Meßmaschine üblicher Bauart zugrunde liegt. Andererseits sind derartige Meßmaschinen mit einem Zusatzzählwerk ausgerüstet worden, das die Stoffdicke und auch die Stoffdehnung während des Messens berücksichtigen soll; jedoch sind die bekannten Vorrichtungen mit einer Einstelleinrichtung für die Meßuhr versehen, die mehr oder weniger vom Gefühl und der Erfahrung, also Geschicklichkeit des Benutzers abhängig ist, mithin ungenau und unzuverlässig ist. Demgegenüber betrifft die vorliegende Erfindung eine Trommelmeßmaschine zum Längenmessen von Stoffbahnen, bei der erfindungsgemäß oberhalb einer Vorspannvorrichtung für die Stoffbahn eine angetriebene Meßtrommel mit bestimmter Umfangslänge angeordnet ist, von der aus die Stoffbahn nach unten zunächst an einer Kontaktmarken-Anbringevorrichtung und von dort frei hängend einer in etwa dem Trommelumfang entsprechendem Abstand darunter angeordneten verschiebbaren elektrischen Kontaktvorrichtung zugefübrt wird, durch deren Einstellung eine auf das Zusatzzählwerk einwirkende, mit der Kontaktvorrichtung verbundene Zugstange mit verschoben wird.
  • Zweckmäßig besteht die elektrische Kontaktvorrichtung für die Metallmarke aus zwei im Abstand der Breite der Metallmarke entsprechend angeordneten Einzelkontakten, die federnd gegen das mit der Metallmarke versehene Stoffbahnstück andrückbar sind.
  • Vorteilhaft dient dabei zum Fortschalten des Zusatzzählwerkes ein von der Meßtrommelwelle aus angetriebener Exzenter und ein von diesem bewegter Kurbelarm, der auf der Zusatzzählwelle lose sitzt und eine Schaltklinke trägt. Diese wirkt ihrerseits auf ein auf der Zusatzzählwelle sitzendes Klinkenrad ein und wird durch eine Nockenscheibe bezüglich ihres Eingriffes auf das Klinkenrad gesteuert, und zwar jeweils entsprechend der Längenänderung der frei hängenden Stoffbahn. Die Meßtrommel trägt an ihrem Umfang eine Nut in einer Nockenkurve, in die` ein an einer ausrückbaren Klinke sitzender Nocken. lösbar eingreifen kann, damit. das Markieren genau nach einem Trommel= umfang erfolgt.
  • Bei der Einstellung der verschiebbaren Xr N taktvorrichtung von Hand entsprechend de k@ zusätzlichen Stoffteilmaßlänge wird gleichzeitig selbsttätig die entsprechende Einstellung des Zusatzzählwerkes bewirkt, so daß dieses unter genauer Berücksichtigung der je nach der Stoffdehnung und des Stoffgewichtes, also auch der Stoffdicke eintretenden Längenänderung genau mißt und dieses Meßergebnis dann auf das Hauptzählwerk übertragen wird, so daß dieses dann das genaue Gesamtmaß angibt. Für diese Einstellung ist ein an sich bekanntes Klinkenschaltwerk mit veränderlicher Vorschubweite vorgesehen. Die Schaltklinke wird in gleichen Hüben von der Meßtrommel aus bewegt, jedoch jeweils auf einem Teile des Hubes zwangsweise je nach der zusätzlichen Stoffteillänge außer Eingriff mit dem Klinkenschaltrad gehalten.
  • Man verfährt dabei .in der folgenden Weise: Hinter der Meßtrommel wird eine einer Längeneinheit, also z. B. i m, entsprechende senkrechte Meßstrecke so vorgesehen, daß die Stoffbahn nach dem Verlassen der Meßtrommel an ihr entlang geführt wird und ohne Zug, nur durch ihr Eigengewicht gespannt, herabhängen kann. Der Nullpunkt der Meßstrecke, die auch durch ein Meßlineal besonders kenntlich gemacht werden kann, wird oben dicht bei der Trommel festgelegt und zunächst auch an der Stoffbahn durch Anbringen einer Kontaktmarke, Heftnadel, Klammer o. dgl. markiert. Sodann führt man die Stoffbahn durch eine genau einmalige Umdrehung der Meßtrommel weiter an der Meßstrecke entlang und stellt fest, wie weit die Kontaktmarke nach einer genauen Umdrehung der Trommel über das Maß der Meßstrecke (i m) hinausgewandert ist. Man legt dieses Übermaß durch die genaue Stelle, wo sich die Kontaktmarke befindet, mittels der entsprechend geführten verschiebbaren Kontaktvorrichtung fest.
  • Diese ist mittels eines Gestänges zwangsläufig mit dem Zusatzzählwerk derart verbunden, daß selbsttätig der ertastete Längenunterschied auf das Zusatzzählwerk übertragen, dieses damit eingestellt und dem endgültigen Meßergebnis des Hauptzählers zugefügt wird.
  • Auf -den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der neuen Meßmaschine unter Anlehnung an die bisher üblichen Maschinen beispielsweise dargestellt.
  • Abb. i ist eine Seitenansicht, Abb. 2 eine Vorderansicht der Maschine mit den wesentlichsten Teilen, Abb.3 ein senkrechter Längsschnitt durch das Hauptzählwerk mit eingebautem Zusatzzählwerk, Abb. 4. eine Ansicht der Feststellvorrichtung für die Meßtrommel und Abb. 5 eine Unteransicht dazu, t,: ;:Abb. 6 ein Teilquerschnitt durch das Zusatz-4A1werk gemäß der Linie VI-VI in Abb. 3.
  • 7 ist eine Teilstirnansicht der Meßtrommel mit den Haltemitteln für die Stoffbahn an der Trommel und Abb. 8 ein radialer Teilschnitt dazu, Abb. 9 ein waagerechter. Schnitt durch eine Kontaktvorrichtung für die Feststellung des Längenunterschiedes und die dementsprechende Einstellung der Maschine gemäß der Linie IX-IX der Abb. 2, Abb. io ein senkrechter Schnitt durch diese Kontaktvorrichtung nach der Linie X-X der Abb. ii.
  • Abb. ii ist eine Ansicht der Kontaktvorrichtung von rückwärts gesehen, Abb. 12 ein senkrechter Teilschnitt durch die Kontaktteile dieser Kontaktvorrichtung nach der- Linie XII-XII der Abb. ii.
  • Abb. 13 gibt aus Abb. 3 einen Teilausschnitt des auf den Antrieb des Zusatzzählwerkes bezüglichen Schaltwerkes und Abb. 14 einen dazu senkrechten Teilschnitt nach Linie XIV-XIV der Abb. 13.
  • Die Maschine besteht aus einem Gestell 2, das durch Querverbindungen 82 und 83 zusammengehalten wird. In ihm sind vorn für eine Stoffbahn i ein Spanner 3' aus Vorspannstäben, eine Zuführwalze q., eine Leitwalze 7, darüber eine Meßtrommel 8 mit Welle 8', hinten unten eine Umleitwalze i= und noch weiter nach hinten, etwas höher gelegen, eine Abzugswalze 12 gelagert. Für den Antrieb ist ein Elektromotor 6 vorgesehen, der mittels Riemen oder Kette über die Welle 5 die Zuführwalze 4., die Meßwalze 8, ein Zählwerk 13 und die Abzugswalze 12 antreibt. Sowohl die Zuführwalze q. wie die Meßtrommel 8 und die Abzugswalze sind als Reibtriebe mit regelbarer Einstellung ausgebildet, so daß sie bei zu großer Spannung der Stoffbahn i gegenüber ihrem Antriebe nachgeben können. Die Meßtrommel8 hat eine gewisse Voreilung -gegenüber der Zuführwalze 4. und ebenso die Abzugswalze 12 eine gewisse Voreilung gegenüber der Meßtrommel 8, damit sich nicht ein Stoffsack bilden kann.
  • Auf der Rückseite der Maschine ist dicht unterhalb der Meßtrommel, senkrecht unter der äußersten Mantellinie derselben, eine Meßstrecke M von einer Längeneinheit, z. B. i m, vorgesehen, während der Trommelumfang ebenfalls genau i m beträgt. Am Anfang dieser Meßstrecke, oben, ist eine Markiervorrichtung io bekannter Bauart zum Einschlagen einer Metallkontaktmarke 65 in die Stoffbahnkante und am Ende derselben, an der genau das Ende der Längeneinheit markiert ist, ist eine Kontaktvorrichtung (Abb. 9 bis 12) angeordnet, die aus einem schwenkbaren Halterahmen 57 mit Haltezinken 6.1 für den Stoff an einem federnd am Rahmen 57 angeordneten Träger 62, einer festen Widerlagplatte 56 und Fühlereinrichtung zum Zusammenarbeiten mit der Kontaktmarke 65 an der Stoffbahn besteht. Der Träger 62 ist in Form eines Ringes mit Ausschnitt gestaltet, also etwa hufeisenförmig, und mit einem Ringansatz 63 innen versehen, der die Führung des Trägers 62 und damit der 'Linken 64 senkrecht zum Rahmen 57 gewährleistet. Ein am Rahmen 57 befestigter Bügel 59 trägt mittels Schraube 61 regelbar eine bügelförmige Feder 6o, die den Träger 62, 63 mit Zinken 64 vom Rahmen 57 weg gegen die Stoffbahn i und das Widerlager 56 drückt. Der Rahmen 57 ist in der Höhe durch zwei Lagerböcke urverschiebbar gesichert und um eine senkrechte Stange 34' schwenkbar, die am Gestell in senkrechter Richtung verschiebbar, aber unverdrehbar gelagert ist. Die damit zusammenarbeitende Fühlvorrichtung sitzt an einem Rahmen 7o, der schwenkbar, aber in Längsrichtung urverschiebbar durch Stellringe gesichert ist. An dem Rahmen 70 sind gegen die Stoffbahn hin federnd eine Anzahl Paare elektrischer Kontaktfedern 71 isoliert angeordnet, die in einen elektrischen Lichtsignalkreis für eine Überwachungslampe 37 (am Zählwerk 13) eingeschaltet sind. Sie drücken je gegen einen metallischen Kontaktbügel 66, der innen einen Führungsschlitz für die Führung auf einer im Querschnitt rechteckig gestalteten Schiene 67, einer Längsseite eines rechteckigen Rahmens mit Stützbock 68 am Ende, aufweist. Die abgerundeten Spitzen der Kontaktbügel 66, die paarweise einander gegenüberstehen, sind so bemessen und voneinander entfernt, daß sie gerade noch 'durch die Marke 65 der Stoffbahn bei genauer mittlerer Einstellung gegenüber dieser leitend miteinander verbunden werden und den Signalkreis schließen. Der Rahmen 7o mit den Kontakten 66 wird mittels der Stange 34' (Abb. ii) in der Höhe gegenüber der Marke 65 am Stoff i eingestellt. Die Stange 34' ist (Abb. i und 2) gekröpft nach oben zu dem Zählwerk 13 geführt und endet dort (Abb. 3 und 6) in einer Doppelzahnstange 34, die nach vorn mit einem lose auf einer Welle 30 im Zählwerk sitzenden Zahnrad 33 und nach hinten mit einem Zahnrad 52 auf einer zur Welle 30 parallelen Welle3o' im Zählwerk in Eingriff steht. Auf der Welle 30' sitzt außerhalb des Zählwerkes (in Abb. 3 rechts, Abb. 6 links) ein Handrad 31 und eine Bremse32 und auf der zu ihr parallelen Welle 3o (Abb. 3 links vom Zahnrad 33) lose dicht an der Wand des Zählergehäuses eine schräg nach hinten und oben ragende Kurbel 41 und neben dieser starr ein Klinkenzahnrad 40, in das eine an der Kurbel 41 gelagerte Klinke 39 eingreifen kann. An der Kurbel 41 greift eine Schubstange 42 an, die von einem Exzenterring 42' auf der Welle 8' kommt. Die Klinke 39 besitzt einen seitlichen Ansatz 3g', mit dem sie sich gegen eine auf der Welle 30 lose drehbare Nockenscheibe 38 legt. Letztere ist starr mit dem Zahnrad 33 verbunden.
  • An der Zahnstange 34 ist im Zählergehäuse 13 ein Zeiger 35 befestigt, der hinter einem Fenster des Zählwerkes 13 vor einer Skala 36 spielt, und zwar unterhalb einer Signallampe 37. Auf der Welle 30 sitzen auf dem in Abb. 3 rechts gezeichneten Teile starr ein Zahnrad 24 und ein Sternschaltrad 29. Ersteres kämmt mit einem Zahnrade 23, das gleichachsig mit der Hauptzählerwelle 13' auf einer deren Verlängerung bildenden besonderen, im Zählergehäuse gelagerten Welle 26 sitzt und mittels einer mit ausrückbarer Zahnkupplung 27 versehenen Kurbel 28 von Hand angetrieben werden kann. Im allgemeinen ist durch eine Feder die Kupplung 27 ausgeschaltet, wie in Abb. 3 gezeichnet. In dem Zählwerk 13 ist ferner noch eine an sich bekannte übliche Nulleinstellvorrichtung mit einer außerhalb des Gehäuses sitzenden Handkurbel ig vorgesehen.
  • Die Hauptzählwelle 13' ist mit der Welle 26 durch eine nur kraftschlüssig in einer Richtung wirkende Schaltklinkenkupplung verbunden, indem auf der Welle 26 ein Kurbelarm 22 mit Schaltklinke 21 sitzt, die in ein Klinkenzahnrad 2o auf der Welle 13' eingreifen kann. Entsprechend ist die Hauptzählwelle 13' an ihrem anderen Ende nicht starr mit der Achse des Antriebskettenrades verbunden, sondern mittels einer nur in einer Drehrichtung kraftschlüssig wirkenden Klinkenschaltvorrichtung mit Kurbel 16 und Klinke 17 auf der hohlen Kettenradachse, in der der Stumpf der Welle 13' drehbar gelagert ist, während auf der Welle 13' ein Klinkenschaltrad 18 für die Schaltklinke 17 fest aufgesetzt ist.
  • Auf der Welle 30 ist ferner ein Nocken- oder ein Zahnradausschnitt 43 aufgesetzt, der über einen Riegel o. dgl. 44 eine an sich bekannte und daher nicht besonders gezeichnete Abdeckung mit der Aufschrift U (Umdrehungen) für ein Fenster 15 des Zählwerkes neben dem Zahlenfenster 14 desselben derart beeinflußt, daß nur in der Ausgangsstellung der Welle 30 die Abdeckung zurückbewegt wird und statt der mit U bezeichneten Abdeckung hinter dem Fenster die Bezeichnung der Längeneinheit, also im vorliegenden Falle m (Meter), erscheint. Außerdem sind unter dem eigentlichen Zählwerk im Zählwerkgehäuse 13 eine Öffnung 45 für das Einschieben von mittels des Zählwerkes zu druckenden Sichtkarten und eine von 43, 44 mit zu bewegende Verriegelung vorgesehen, die das Einschieben einer Karte und das Bedrucken einer solchen verhindert, solange nicht die Welle 3o in die Anfangsstellung zurückgestellt ist und das Sperrglied 46 damit außer Wirkung gesetzt ist.
  • An der Meßtrommel 8 ist an einem seitlichen Ring 81 derselben ein Nocken 72 mit einer Rast 73 angebracht, die im Grunde scharf rechteckig ausgeführt ist. Am Gestell 2 ist an einem Bügel 74 gegenüber dem Ring 81 ein Klinkenhebel mit genau in die Rast 73 passender Sperrnase 76 gelagert, die durch eine Feder 77 mittels eines um einen Zapfen 79 schwenkbaren Winkelhebels 8o ausrückbar bzw. andrückbar ist (in Abb. 4 in der Ausschaltstellung gezeichnet und strichpunktiert in der Einschaltstellung angedeutet). An dem Sperrhebel mit Nase 76 ist ferner eine Feder 78 mittels Schraube 75 regelbar vorgesehen, die sich beim Anheben des Sperrhebels bremsend gegen den in Abb. 4. rechts gezeichneten kurvenförmigen Teil des Nockens 72 der Trommel 8 anlegt und diese allmählich abbremst, ehe die Sperrnase 76 in die Rast 73 einfällt.
  • An der Meßtrommel 8 sind außerdem an der rechten Seite, an der sich auch der Zählerantrieb und die Meßüberwachungsstrecke befinden, je um i2o Grad gegeneinander versetzt am Umfang der Trommel verteilt, federnde Klappen 9 an Zapfen 51 in Böcken am Trommelkranz innen gelagert, die durch Federn 53 aus der Arbeitsstellung gemäß den Abb. 7 und 8 in die Freigabestellung gezogen werden, wie in Abb. 8 strichpunktiert angedeutet ist.
  • Das innere Ende jeder Klappe 9 ist mit einer Feder 54 ausgerüstet, deren Federung durch eine Schraube 55 regelbar ist. An dem freien Ende jeder Feder greift ein Elektromagnet 47 mit beweglichem Kern 48 und daran angeordnetem Zapfen 49 an, der in Abb.8 in der Arbeitsstellung gezeichnet ist, während strichpunktiert die Freigabestellung angedeutet ist. Die Steuerung und die Stromzuführung für die Elektromagnete erfolgt von der Nabe der Trommel aus mittels nicht gezeichneter, an sich bekannter Schleifringe o. dgl. Um den -Stoß der Magnetkerne 48 gegen den Trommelumfang unter der Wirkung der Federn 53 zu mildern, ist eine Dämpfungsscheibe aus Leder o. dgl. an entsprechenden Stellen innen am Trommelkranz vorgesehen (Abb. 8). Mit dieser Maschine wird in folgender Weise gearbeitet: Man führt die Stoffbahn i über die Vorspannstäbe 3, die Zuführwalze 4, eine Umkehrwalze 7, die Meßtrommel 8, deren Halteklappen 9 sämtlich zunächst infolge Ausschaltens des elektrischen Stromes in der in Abb. 8 angedeuteten Offenstellung sind, und an der Kontaktmarken-Anbringevorrichtung io vorbei, hierauf über die Meßstrecke zu der Überwachungsvorrichtung61, dann weiter um die unterhalb derselben befindliche Umkehrwalze ii, anschließend wieder aufwärts zu der Abzugswalze ia; dann schaltet man. die Halteklappen 9 ein, bremst die Trommel 8 mit der Feder 78 und dem Nocken 72 ab und legt sie dann durch Einrücken der Klinke 76 fest. Sodann schlägt man mittels der Kontaktmarken-Anbringevorrichtung io am oberen Anfang der Meßüberwachungsstrecke eine elektrisch leitende Kontaktmarke 65 in die Stoffkante ein und läßt hierauf nach Ausrücken der Klinke 76 mittels des Hebels 8o die Meßtrommel 8, die durch den Motor 6 angetrieben wird, eine volle Umdrehung ausführen. Kurz vor Beendigung dieser Umdrehung rückt man den Hebel 8o und die Klinke 76 mit Bremsfeder 78 wieder ein, so daß genau nach Vollendung einer Umdrehung die Trommel wieder genau und sicher festgehalten wird; dabei hat man den Stoff x möglichst lose frei auf der Meßstrecke herabhängen lassen, also nicht mit der Abzugswalze stark gespannt.
  • Je nach dem Gewicht des Stoffes i und seiner dadurch bedingten, wenn auch nur geringen Dehnungsfähigkeit in dieser Hängestrecke, also auch je nach seiner Dicke, gelangt die am Stoff angebrachte Marke von der Anfangsstelle der Meßüberwachungsstrecke, also von der Markiervorrichtung io weg, nicht nur um i m, dem Umfang der Meßtromme18 entsprechend, nach unten, sondern noch um eine zusätzliche Strecke über die Überwachungsstelle hinaus. Die Lage der Marke 65 wird anschließend unverrückbar festgestellt, indem zunächst der um die senkrechte Stange 34' schwenkbare Rahmen 57 mit Haltezinken 64 und deren Träger 62 gegen die Widerlageplatte 56 gedrückt wird, wodurch der Nadelrechen 62, 64 durch die Stoffbahn i hindurch gegen das Brett 56 gepreßt und der Stoff unverrückbar an der Platte 56 festgehalten wird. Die genaue Feststellung des sich ergebenden Längenunterschiedes, dem entsprechend die Marke 65 über das Ende der genau i m betragenden Meßüberwachungsstrecke hinausgewandert ist, erfolgt nunmehr durch Einstellung der Kontrollvorrichtung 7o, 71, 66 mittels des Handrades 31 auf der Welle 3o' im Zählergehäuse, wobei durch die Drehung des Zahnrades 52 die Stange 34 nach unten verschoben wird und damit die mit ihr starr verbundene Stange 3.4', an der unverschieblich, aber drehbar der Rahmen 7o angeordnet ist. Gleichzeitig wird der mit der Zahnstange 34' verbundene Zeiger 35 gegenüber der Skala 36 nach unten bewegt. Die Kontakte 66 gleiten, durch die Federn 69, 71 angedrückt, ganz gleich, wie dick der Stoff ist, über diesen hinweg, bis eines der nebeneinanderliegenden Kontaktpaare die Marke 65 in der in Abb. 12 gezeigten Stellung zwischen sich klemmt und damit den Stromkreis für die Signallampe 37 schließt. Dadurch ist die Kontaktvorrichtung genau auf die zusätzliche Länge über i m hinaus eingestellt und damit auch das zusätzliche Maß auf das zusätzliche Zählwerk 30, 24, 23, 25, 29 und auf die Nockenscheibe 38 in der ZVeise übertragen, daß diese die Klinke 39 um ein entsprechendes Stück des Umfanges auf das Klinkenrad 4o einwirken läßt, z. B. um 31 Zähne eines Zahnkranzes von 36o Zähnen, entsprechend einer angenommenen zusätzlichen Länge von 31 mm gemäß der Skala 36. Bei Erreichen dieser Stellung wird das Handrad 31 stillgesetzt und mittels der Bremse 32 festgestellt. Wird nun die Meßtrommel8 nach Lösen der Sperrung 76 beim Weiterlauf des Stoffes weitergedreht, so wird bei einer jeden Umdrehung derselben das Hauptzählwerk 13' entsprechend weitergedreht. Es zeigt die Umdrehungen der Trommel an dem Fenster 14; am Fenster 15 ist durch die Sperreinrichtung 43, 44 ein U (Umdrehungen) sichtbar. Gleichzeitig sperren die Bolzen 46 die Einschuböffnung 45 für Druckkarten zum Aufdrucken des Meßergebnisses auf einzuschiebende Meßkarten. Bei jeder Umdrehung der Trommel 8 aber wird auch jeweils mittels des Exzenters 42' und der Schubstange 42 sowie der Klinke 39 um die gleiche Zähnezahl wie bei der Einstellung des Zeigers 35 und der Überwachungsvorrichtung das Klinkenrad 40 weitergeschaltet, während auf dem übrigen Teile des Vorschubes der Klinke 39 diese mittels ihres seitlichen Anschlags durch die Nockenscheibe 38 außer Eingriff mit dem Klinkenrade 40 gehalten wird, also leer darüber hinweggleitet. Infolgedessen wird bei einer jeden Trommelumdrehung das gleiche eingestellte zusätzliche Maß durch die Zusatzzählwelle 3o berücksichtigt, indem das Zahnrad 23 und der Nocken 25 und von diesem das Sternrad 29 weitergeschaltet werden. Dabei schwenkt der der Anfangsstellung entsprechende Sperrzahn 58 (Abb. 6) im Uhrzeigerdrehsinn weiter. Ist nach Beendigung der Messung der Stoffbahn i z. B. das Sternrad 29 um 25 Zähne weiter geschaltet worden, so ist 25mal das zusätzliche Maß berücksichtigt worden. Es wird auf das Hauptzählwerk, das zunächst nur die Grundmeterzahl entsprechend der Umdrehungszahl der Meßtrommel gezählt hat, dadurch übertragen, daß man mittels der Handkurbel 28 die Kupplung 27 einrückt und die Welle 26 mit Nocken 25 wieder zurückdreht und damit auch das Sternrad 29, bis der Nocken 25 gegen den Anfangssperrzahn 58 stößt und das Weiterdrehen der Kurbel 28 verhindert. Bei dem Zurückdrehen der Welle 26 wird die Klinke 21, die nur bei dieser Drehrichtung kraftschlüssig eingreift, zum wirksamen Eingriff auf das Klinkenzahnrad 2o gebracht und damit die Hauptzählwelle 13 um eine entsprechende Umdrehungszahl weitergeschaltet; dadurch wird die zusätzliche Länge auf das Hauptzählwerk übertragen. Dabei ist das Klinkenschaltwerk 18, 17 außer Wirkung, weil das Zahnrad 18 unter der Klinke 17 hindurchgleitet. °" Die Hauptzzihlwelle 13' wird also entweder von dem Schaltwerk 16, 17 beim Umlaufen der Meßtrommel 18 angetrieben und zählt die Umdrehungen, wobei das Klinkenrad 2o leer unter der Klinke 21 hindurchgleitet, oder von dem Schaltwerk 2o, 21 beim Übertragen der zusätzlichen Länge, wobei das Schaltwerk 16, 17 leer läuft. Wenn der Sperrzahn 58 in die Anfangslage am Nocken 25 zurückkommt, wenn also das zusätzliche Längenmaß restlos auf die Hauptzählwelle 13' übertragen ist, kommt der Nocken 43 zur Wirkung, bewegt über 44 einerseits die Abdeckung U vom Fenster 15 des Zählwerkes 13 zurück und läßt das Zeichen m (Meter) erscheinen und zieht andererseits auch die Sperrung 46 der Öffnung 45 für die Druckkarten zurück, so daß man das gesamte Meßergebnis in Metern am Fenster ablesen und auf eine in 45 einzuschiebende Meßkarte aufdrucken kann. Dafür bedient man sich der bekannten Zählwerke mit Druckvorrichtung.
  • Bei der Sperrung des Fensters 15 kann auch das Fenster 14 abgedeckt oder ein Sperrstrich quer über das Zahlenfeld vorgeschoben werden, um das Ablesen der Umdrehungszahlen statt der Längen einschließlich der zusätzlichen Maße zu verhindern.
  • Die Anordnung einer Reihe von Kontaktpaaren 66 mit Federn 71 nebeneinander hat den Zweck, das seitliche Wandern der Kontaktmarke 65 beim Durchlaufen der Stoffbahn unschädlich zu machen, ebenso wie etwaige Dickenunterschiede der Stoffbahn vom Rande weg nach der Mitte zu. Die elektrische Signallampe wird nur mit geringer Spannung, etwa 6 oder 12 Volt, betrieben, um eine etwa dem Stoff gefährlich werdende Funkenbildung bei der Stromunterbrechung zwischen den Kontakten 66 und der Marke 65 zu vermeiden.
  • Statt Meter können beliebige andere Längeneinheiten mit der Maschine gemäß der Erfindung gemessen werden, wenn der Umfang der Trommel 8 entsprechend gewählt wird.

Claims (4)

  1. PATENTANSrizüczrE: i. Trommelmeßmaschine zum Längenmessen von Stoffbahnen, die mit einem die Stofflängung beim Meßvorgang berücksichtigenden Zusatzzählwerk ausgerüstet ist, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb einerVorspannvorrichtung (3) für die Stoffbahn eine angetriebene Meßtrommel (8) mit bestimmter Umfangslänge angeordnet ist, von der aus die Stoffbahn nach unten zunächst an einer Kontaktmarken - Anbringevorrichtung (io) und von dort frei hängend einer in etwa dem Trommelumfang entsprechendem Abstand darunter angeordneten verschiebbaren elektrischen Kontaktvorrichtung (61) zugeführt wird, durch deren Einstellung gegenüber der Marke eine das Zusatzzählwerk (Welle 3o) in gleichem Maße fortschaltende, mit der Kontaktvorrichtung verbundene Zugstange (34', 34) mit verschoben wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Kontaktvorrichtung (61) für die Metallmarke aus zwei im Abstand der Breite der Metallmarke entsprechend angeordneten Einzelkontakten (66) besteht, die federnd gegen das mit der Metallmarke versehene Stoffbahnstück andrückbar sind.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum Fortschalten des Zusatzzählwerkes ein von der Meßtrommelwelle (8') aus angetriebenes Exzenter (42') und ein von diesem über eine Stange (42) bewegter Kurbelarm (41) dienen, der auf der Zusatzzählwelle lose sitzt und eine Schaltklinke (39) trägt, die ihrerseits auf ein auf der Zusatzzählwelle (30) sitzendes Klinkenrad (40) einwirkt und durch eine Nockenscheibe (38) bezüglich ihres Eingriffes auf das Klinkenrad je nach der entsprechend der Längung des Stoffes eingestellten Zusatzüberwachungsvorrichtung (Handrad 31, Welle 3o, Zahnrad 33) gesteuert wird.
  4. 4. Maschine nach Anspruch i, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßtrommel (8) an ihrem Umfang eine Nut (73) in einer Nockenkurve (72) trägt, in die ein an einer ausrückbaren Klinke sitzender Nocken (76) lösbar eingreifen kann.
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