DE653154C - Telegrafische Empfangseinrichtung - Google Patents
Telegrafische EmpfangseinrichtungInfo
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- DE653154C DE653154C DEW95782D DEW0095782D DE653154C DE 653154 C DE653154 C DE 653154C DE W95782 D DEW95782 D DE W95782D DE W0095782 D DEW0095782 D DE W0095782D DE 653154 C DE653154 C DE 653154C
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- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L15/00—Apparatus or local circuits for transmitting or receiving dot-and-dash codes, e.g. Morse code
- H04L15/24—Apparatus or circuits at the receiving end
- H04L15/26—Apparatus or circuits at the receiving end operating only on reception of predetermined code signals, e.g. distress signals, party-line call signals
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- Control Of Vehicles With Linear Motors And Vehicles That Are Magnetically Levitated (AREA)
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Description
Die Erfindung hat eine telegrafische Empfangseinrichtung für Morsezeichen oder ähnliche
Zeichen mit einem trommeiförmigen Kontroller zum Gegenstand, der mit einer Reihe von Kontaktsteuergliedern versehen
und schrittweise bewegbar ist, mit einem Paar Relais, welche die Kontaktsteuerglieder wahl-"
weise beim Ansprechen auf verschiedene Zeichen gemäß 'dem Morsecode verschieben,
weiterhin mit einer Gruppe von festen Kontakten, die von den beweglichen Kontaktsteuergliedern
betätigt werden, und schließlich mit einer Alarmvorrichtung, die nur bei
richtiger Einstellung aller erforderlichen Kontakte betätigt wird.
Der Zweck der Erfindung ist der, daß ein bestimmtes Signal in einfacher Weise selbsttätig
so aufgezeichnet wird, daß eine dauernde Überwachung des Empfängers nicht nötig ist.
Wenn bei einem " Drahttelegrafenempfängersystem
beispielsweise die signalgebende Glocke weggelassen würde, könnte nicht festgestellt
werden, wann ein Signal eintrifft, es sei denn, der Empfänger wird dauernd überwacht. Ebenso kann bei einer Station
für drahtlose Telegrafie, abgesehen von ständiger Überwachung des Empfängers durch
einen Telegrafisten, nicht festgestellt werden, wenn' eine Nachricht gesendet wird.
Dieser Mangel wird dadurch behoben, daß nach Empfang eines vorbestimmten Laufsignals
selbsttätig eine Meldevorrichtung oder eine alarmgebende Einrichtung betätigt
wird, so daß sich eine Dauerüberwachung des Empfängers erübrigt. Erreicht wird dies
erfindungsgemäß dadurch, daß Kontaktsteuerglieder bzw. Gleitrollen gleich weit auf einer
Mantelfläche eines schrittweise drehbaren trommeiförmigen Ko-ntrollers gleitbar auf
Zapfen angeordnet sind, wobei die Mantelfläche in drei verschiedene, den Punkten,
Strichen und Zwischenräumen entsprechende Bahnen unterteilt ist, in welchen die Gleitrollen
durch Relais längs ihrer Zapfen verschoben werden.
Die vorliegende Erfindung wird verständlicher aus der ins einzelne gehenden Erläuterung
der beiliegenden Zeichnungen, die eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
zeigen.
Fig. ι ist ein Aufriß einer automatischen Telegrafieempfangseinrichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung,
Fig. 2 eine Draufsicht derselben.
Fig. 3 zeigt eine Schnittansicht in einer Ebene, die die Achse eines "der wesentlichen
Teile veranschaulicht.
Fig. 4 zeigt eine teilweise perspektivische
S Ansicht, die den Zusammenhang zwischen dem drehbaren Körper und einem festen Gestell
der sog. Trommeltype zur entsprechen^ den Anordnung einer Reihe elektrischer Kontakte
veranschaulicht.
ίο Fig. 5 stellt eine Vorderansicht eines Teiles
und .
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines anderen Teiles der Auswahlvorrichtung dar.
Fig. 7 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Auswahlvorrichtung,
Fig. 8 eine teilweise Seitenansicht nach X-X der Fig. 7.
Fig. 9 stellt eine perspektivische Teilansicht der Auswahlvorrichtung nach Fig. 7 und 8
dar.
Fig. 10 gibt eine Stirnansicht eines der
wesentlichen Teile der Einrichtung wieder.
Fig. 11 zeigt eine Seitenansicht einer
Bremse einer Antriebvorrichtung, und Fig. 12 veranschaulicht ein elektrisches
Schaltschema, das in beispielsweiser Form das automatische Telegrafenempfangssystem
darstellt, wobei
Fig. 13 eine teilweise Ausbildung des elekirischen
Schaltungsschemas der Fig. 12 aufzeigt.
Fig. 14 bis 34 geben eine Reihe von Schaltschritten wieder, die kurz die Art der Übertragung
und die Auswahl der kontaktbildenden Elemente veranschaulicht.
Fig· 35 zeigt die vervollständigte Anordnung einer Gruppe von kontaktbewirkenden
Elementen sowie eine entsprechende Anordnung einer Gruppe von Kontaktorgänen.
Wie es in Fig. 1 bis 3 dargestellt ist, sind die kontaktbewirkenden Rollen 4 gleitbar
auf dem Zapfen 3 angeordnet, die gleichförmig zwischen gegenüberliegenden seitlichen
Platten 2 zur Bildung eines Stabkäfigs mit gleichen Abständen zwischen den Zapfen und
den Seitenplatten angeordnet sind. Die Seitenplatten 2 weisen eine drehbare Achse 11
auf, die dort zur Bildung eines drehbaren Körpers 2 befestigt ist. An den Enden der
Achse 11 sind Sperräder W, W fest angeordnet, die ebensoviel Zähne wie Zapfen 3 besitzen.
Die Welle 1.1 des drehbaren Körpers 2 ist auf einem Paar von Lagern 12 abgestützt,
das durch einen Teil von jedem der fest angeordneten trommeiförmigen Gestelle 1 gebildet
wird; das feste Gestell 1 hat Löcher 9. an seiner Peripherie, um die Befestigung in
jeder der Zapfen entsprechenden Stellung zu erleichtern. Ferner ist ein Kontaktsatz 7
(s. Fig. 4) mit zwei Kontaktfedern 8 und 8 verbunden, wobei die Feder 8' so ausgebildet '
ist, daß sie durch Rollen 4 gegen die stationäre Feder 8 gepreßt wird und den Kontakt
herstellt.
..- ,Um die Stellung der Rollen 4 auf den Zap-."ffejöv
3 sicherzustellen, sind bogenförmige Teile 5 vorgesehen. Sie sind dicht in den
■ Einschnitten 6' irgendwelcher zweckentsprechender Halteplatten 7 eingepaßt und sind
mit dem festen Gestell 1 zusammen mit den besagten Halteplatten 6 durch Zapfen 13 fest
verbunden, wie es in Fig. 3 gezeigt ist, um so die Stellung der Anordnung der Rollen 4
in drei Bahnen (rechts, Mitte und links) abzuteilen. Diese Abteilungen 5 sind aber nicht
durchweg über die Peripherie des drehbaren Körpers 2 vorgesehen. Sie sind an verschiedenen
Abschnitten vor den sog. Auswahlpunkten nicht vorgesehen, die am Eintritt der
Rollenbahnen angeordnet sind. Bei den besagten Abteilungen ist ein rollenausrichtendes
Mittel aus einem Paar von Platten vorgesehen, die nach ihrer Mitte zu von beiden
Seiten schmal sind, wie es z.B. in 5' der Fig. 10 veranschaulicht ist, um so die Rollen
zur neutralen Bahn öder Mittelreihe mit ihrer Drehung herüberzubringen.
Die auswählende Einrichtung, wie sie z. B. in den Fig. 2 und 5 wiedergegeben ist, besteht
aus Schwinghebeln $, m} die mit dem go
Träger der Gesamteinrichtung durch Zapfen fx bzw. f2 drehbar verbunden und mit Federn
s',»'. (deutlich aus Fig. 5 zu entnehmen) an der Innenseite ihrer Enden versehen sind. An
den Schwinghebeln sind bei V1, V2 die Enden
von Stoßstangen Ux, U2 angebracht, die mit
den Ankern h' und g' oder elektrischen Magnete
h und g fest verbunden sind, derart, daß, wenn der elektrische Magnet h oder g
arbeitet, er den Anker h' oder g' gegen die Kraft der Feder px oder p2 anzieht und den
Schwinghebel s oder m um den Zapfen fx
oder f2 bewegt und verursacht, daß die
Feder s' oder mf am Ende die Rollen 4 vorwärts
stößt nach rechts oder links längs des Zapfens 3. Aber wenn es unerwünscht ist,
sowohl den Auswahlhebel s als auch ni auf eine Rolle der gleichen Abteilung einwirken
zu lassen, z. B. der Hebel s auf eine Walze der der Stange m folgenden Abteilung einwirkt,
werden die Hebel s, m mit seitlichen öffnungen 16 durchdrungen ausgestattet, die
für traverse Hebel 15 vorgesehen sind, gemäß Fig. 6, und eine Horizontalbewegung ausführen
können.
Die Fig. 7, 8 und 10, die eine weitere Ausführungsart
der auswählenden Einrichtung wiedergeben, zeigen ein Paar von gezahnten Rädern 19 und 19', Achsen 20 und 20', die ein
Paar von Sperrungen oder Rasten 18, 18' und
ein Paar Rollenbremsen'21 aufweisen. Jeder Satz des Zahnrades und der Sperrung ist an
abzustützenden Gestellen 17, 17' angeordnet,
die mit dem festen Gestell 1 verbunden sind, wobei jedes der gezahnten Räder 19, 19/ in
Zusammenwirkung steht mit einer Rolle 4 in der mittleren Reihe, während die Sperrung
18' oder 18 eingreifend mit dem Ende der Sperrklinke s" und m" zusammenwirkt, die
bei V1" und V2" am Ende eines Organs S1
oder W1 angezapft ist, die mit den Schwing-
hebeln s oder m mit dem Zapfen ^1 oder f2
verbunden sind, während ein Ende des Organs J1, Mi1 mit der Feder pi und p./ verbunden
ist, so daß, wenn der Selektivhebel s oder m durch den elektrischen Magnet h
oder g bewegt wird, jede der Sperrungen 18', 18 um einen Zahn gedreht wird durch- die
Klinke s" oder m" und dementsprechend das gezahnte Rad 19' oder 19 gedreht wird, um
mit seinen Zähnen die Rolle 4 auf dem Zapfen 3 auswählen zu können. 21 ist die Rollenbremse,
die mit dem Ende eines elastischen Organs 22 verzapft und zwischen den Zähnen jedes Rades 19, 19' vorgesehen und für sichere
Aufrechterhaltung der Stellung der besagten Räder ausgebildet ist.
Für die Drehung des Körpers 2 um einen Abschnitt vorwärts ist eine Klinke 28 oder 28'
mit ihrer Unterabstützung am einen Ende einer Stoßstange k oder I vorgesehen und derart
ausgebildet, daß sie die Zähne einer Sperrung W oder W' kämmen kann, wie es in
Fig. 2 wiedergegeben ist, während das andere Ende· der Stoßstange am Ende V3 oder V1 des
Schwinghebels 25 oder 26 mit Zapfen /8, /4
angeordnet ist, wobei die Schwinghebel 25 bzw. 26 sich bei V5 bzw. V6 am Ende der
Stoßstangen W3, M4 befinden, die mit den
Ankern Ϊ, j' der elektrischen Magnete i, j verbunden
sind, die durch Federn P31-P4 gezogen
werden, derart, daß die Sperrung W oder W einen Abschnitt vorwärts gedreht wird durch
die Wirkung der Magnete. Zur Verhinderung der Drehung des drehbaren Körpers um mehr
als einen Abschnitt infolge der Trägheit ist die Stoßstange k oder /, wie es in Fig. i'i veranschaulicht
ist, mit einem Organ 32 sicher verbunden, das der Sperrung W gegenüberliegt
und eine Schulter 33 aufweist. Ferner ist ein elastisches Organ 31 mit einer Kante
30 am Ende vorgesehen, so daß, wenn die Stange 1 arbeitet und die Sperrung W" mit der
Klinke 28 vorstößt, die Kante 30 zwischen einem der Zahnt der Sperrung W und der
Schulter 33 gehalten und so die Sperrung gebremst ist, wie es durch eine strichpunktierte
Linie veranschaulicht ist. So ist auch zum Zweck des genauen Haltens des drehbaren
Körpers ein Paar von Bremsrädern 23 gemäß Fig. 8 an ein elastisches Organ 24 angelenkt,
das mit dem festen Gestell 1 gemäß Fig. 10 verbunden ist, wobei das Paar zwischen
zwei Zapfen 3 des drehbaren Körpers gepreßt wird. Oder das freie Ende des elastischen,
am Gestell befestigten Organs 24' wird gebogen, wie es in Fig. 1 angedeutet ist,
um durch zwei aufeinanderfolgende Rollen in der die Rollen einstellenden Lage gehalten zu
werden.
Die elektrischen Einrichtungen zur Auswahl der Rollen und Vorwärtsdrehung des
drehbaren Körpers sind in beispielsweiser Form in Fig. 12 dargestellt, wo A1 B1 D1 E1
h, g, i, j elektrische Magnete zeigen. K ist
ein Schalter, um eine Freileitung N für eine Drahttelegrafenlinie T für Radio bzw. drahtlose
Zwecke umzuschalten. R ist ein polarisiertes Relais, G ein Verstärker und Amplitudenregler,
C ist eine Stromquelle. L ist eine mit einer Alarmeinrichtung verbundene
Klemme; P sind regelnde Federn der Anker der Magnete A1 B1 D1 E. r ist ein veränderlicher
Widerstand; d sind Funkenlöschkondensatoren, und F ist eine schematische Ansicht
einer Anordnung einer Reihe von Kontakten am festen Gestell 1. Wenn nun Abänderung
über den Schalter K an die Antennenseite N angeschlossen und jede elektrische
signalgebende Welle in der Leitung Ar empfangen wird, dann wird das polarisierte Relais
R so beeinflußt, daß es den Kreis des go Magnets A vervollständigt, der von der
Stromquelle C mit Energie versehen werden soll. Deshalb wird zuerst ein Kontakt C1 eines
elektrischen Magnets A auf die Ankunft eines elektrischen Signals hin geschlossen,
das einem Punktzeichen gemäß Morsecode entspricht, während ein weiterer Kontakt C2,
während er unter Kontrolle seiner Feder ρ steht, ein wenig später geschlossen wird. Die
Ansprechzeiten der Kontaktstelle c2 und der Kontaktstelle C3 eines elektrischen Magnets
B werden so angesetzt, daß sie im Vergleich zu der Zeit eines Punktzeichens
lang sind und so nur die Kontaktstelle C1 durch das Punktzeichen schließt und zu
gleicher Zeit einen elastischen Magnet / beeinflußt, daß er der Sperrung W mit der
Stange 1 vorstößt und bewegt und anschließend den drehbaren Körper 2 einen Abschnitt vorwärts
dreht. Trifft nun ein weiteres elekirisches Signal ein, so wird die Sperrung W
auf Grund des ersten Schließens des Kontaktes C1 des Magnets A gedreht, und durch die
folgende Schließung des Kontaktes c2 wird der Magnet B erregt, der über seinen Kontakt
C3 den Magnet g einschaltet, welcher mit der Stange m eine Rolle 4 verschiebt. ce ist
ein Ruhekontakt des Magnets A. Die Ansprechzeit des über C4 eingeschalteten Magnets
E ist groß im Vergleich mit dem kurzen Zeitintervall zwischen zwei Signalelementen,
so daß, wenn der elektrische Magnet A ein-
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mal wieder einsetzt, um eine Kontaktstelle c0
zu schließen, und dann sofort arbeitet, um sie wieder zu öffnen, der Kontakt C5 des Magnets
E nicht geschlossen wird. E spricht nur auf ein langes . Zeitintervall . zwischen zwei
Buchstaben an, wobei Elektromagnet h für den Auswahlzweck eingeschaltet wird, der
dann über den Hebel s eine Rolle 4 in die entgegengesetzte Richtung verschiebt, wobei der
Hebel ί einen Kontakt α und & besitzt, die
bezüglich der Schließung unter seiner Wirkungsweise stehen. Durch die Schließung des
Kontaktes α fließt elektrischer Strom zum
Elektromagnet i, wodurch eine Stoßstange k i-5 in Wirkung gesetzt wird, um die Sperrung W
anzustoßen und so den drehbaren Körper 2 um einen Abschnitt vorwärts zu drehen.
Um die Anordnung der kontaktbewirkenden Rollen 4 zu erklären, zeigen die Fig-. 14
ao bis 35 an Hand eines Beispieles den Fall des Empfanges verschiedener Signale im Morsecode
entsprechend Alphabetzeichen A, B und C, wobei der linke, mittlere und rechte
Zug die Stellungen der Auswahl der Rollen veranschaulichen, die Strich-, Punkt- und
Buchstabenzwischenraum des gleichen Codes entsprechen. Eine doppelte horizontale Liniey
in den JFig. 14 bis 35 zeigt eine ausgewählte
Stellung oder eine Bezugslinie, einen Kreis und eine kontaktbewirkende Walze; die Rollen,
markiert mit denselben Zahlen, zeigen dieselben. Wie zuvor entspricht die Ankunft
eines Signales einer Fortsetzung von Buchstabenzwischenräumen, die erste Rolle Nr. 1
entspricht einer Buchstabenzwischenraumstellung, wie es in Fig. 14 veranschaulicht ist,
und befindet sich in der rechten Spalte. Wie bereits gesagt, werden alle aufeinanderfolgenden
Walzen vorwärts bewegt zur mittleren Reihe, wie es in Fig. 10 veranschaulicht ist,
geführt durch die ausrichtenden Platten 5'. Das Zeichen A besteht aus einem Punkt und
einem Strich, d. h. ».—«. Es ist aus dem entwickelten
Schaltungsdiagramm der Fig. 1.3 klar ersichtlich, daß durch das erste Punktzeichen
der elektrische Magnet A in Wirkung gesetzt wird, um die Kontaktstelle q zu
schließen und den elektrischen Magnet / in Wirkung zu setzen, um so die Sperrung W
zu wenden, daß sie den drehbaren Körper 2 um einen Abschnitt vorwärts dreht, so daß die
erste und zweite Rolle 1 und 2 sich vorwärts zur Stellung gemäß Fig. 15 bewegen und so
die Gestaltung gemäß Fig. 14 einhalten, wenn der Elektromagnet A die Wirkung verliert,
sofort den Kontakt C1 zu öffnen und den Kontakt ce zu schließen. Aber bei einem kurzzeitigen
Intervall wird der Schluß des Kontaktes ce nicht genügend gehalten, um den
Kontakt C5 zu schließen, so daß der Elektromagnet
A wieder durch den S'trichsignal gebenden Strom in Wirkung gesetzt wird, um
den Kontakt C1 zu schließen und c0 zu öffnen
und sofort ihm zu folgen, um den drehbaren Körper 2 durch Beeinflussung des Treibmagneten
/ vorwärts zu drehen und alle die ersten, zweiten und dritten Rollen einen Abschnitt
von der in Fig. 15 veranschaulichten Stellung zu derjenigen in Fig. 16 veranschaulichten
zu bewegen in ihren zugehörigen Reihen, wonach durch Schließung des Kontaktes C2 elektrischer Strom zum Elektromagnet
g fließt, um die Stange m in Wirkung zu setzen und die dritte Walze Nr. 3
zur linken, einem Strichzeichen entsprechenden Reihe gemäß Fig. 17 herüberzubewegen.
Bei dem Buchstabenzwischenraum zwischen den Buchstaben A und B ■ arbeiten die Elektromagneten
D, G ihrerseits nach dem Kontakt C0 des Elektromagnets A unter Schließung
der Kontaktstelle C5, um den Elektromagnet h in Wirkung zu setzen und so die vierte
Rolle Nr. 4 nach rechts auszuwählen, wie es in Fig. ι S veranschaulicht ist. Zunächst wird
der Elektromagnet i auf Grund des Kontaktes α (s. Fig. 12) in Wirkung gesetzt, wobei
dieser durch die Stangen geschlossen ist, so daß die Sperrung W und anschließend der
drehbare Körper 2 einen Abschnitt vorwärts gedreht werden durch die Stoßstange k, wie
es Fig. 19 zeigt. Wenn das nächste Signal B aus einem Strich und drei Punkten besteht,
nämlich folgendermaßen »—...«, wird die fünfte Rolle Nr. 5 einen Abschnitt vorwärts
bewegt, wie es die Fig. 20 zeigt, durch das erste Strichzeichen, wenn es in der mittleren
Reihe steht,-und wird dann zur linken Reihe ausgewählt, wie es die Fig. 21 zeigt. Diese
Arbeitsgänge zweier Schritte sind leicht durch Bezugnahme auf das entwickelte Schaltungsdiagramm
der Fig. 13 verständlich. Dann durchlaufen diese Reihen von kontrollierten
Rollen sukzessiv die in Fig. 22, 23 und 24 dargestellten Bedingungen durch die
nächsten drei Punkte; und die sechste, siebente und achte Rolle bewegen sich ihrerseits
in der mittleren Reihe vorwärts, und die neunte Rolle Nr. 9 wird durch den letzten
Buchstabenabstand ausgewählt und einen Abschnitt vorwärts bewegt, wie es in Fig. 25
und 26 veranschaulicht ist. Mit Bezug auf das nächste Zeichen C oder »—.—-.« ebenfalls
werden die Arbeitsgänge in der gleichen Weise wie oben vollzogen, und jeder Arbeitsgang
aufeinanderfolgender Schritte entsprechend jedem Signal Strich-Punkt-Strich und Punkt wird in Fig. 27 bis 32 veranschaulicht,
und schließlich entsprechend mit dem nächsten Buchstabenabstand wird die vierzehnte
Rolle Nr- i4 zur rechten Reihe gemäß Fig. 33
herüberbewegt und rückt einen Abschnitt vor, wie es Fig. 34 zeigt. So ist die vollständige
Anordnung erzielt, wie in der Fig. 35 links wiedergegeben ist.
Das feste, trommeiförmige Gestell 1 der sogenannten Trommeltype hat eine Reihe von
Klemmen 7, jede verbunden mit einem Paar von beweglichen und stationären Kontakten
8' und 8, die mit der vorerwähnten Öffnung 9 an der Peripherie in sicherer Verbindung
stehen, wobei die Kontaktklemmen vorher in Serien so verbunden sind und ebenfalls
das Ende des bewegenden Kontaktstükkes 8' angeordnet ist, wie es in Fig. 35 rechts
dargestellt ist, in der gleichen Weise wie die obenerwähnte Gruppe von kontaktbewirkenden
Rollen. Wenn eine Reihe von Kontaktklemmen mit irgendeiner zweckentsprechenden Alarmeinrichtung in Reihen geschaltet
ist, wird der Alarmkreis geschlossen, wenn diese Einrichtung das vorbestimmte Signal
erhält, wie z. B. ein Rufsignal A-B-C, und die 'Anordnung der unter Kontrolle stehenden
kontaktbewirkenden Rollen stimmt mit jenen des Satzes von Kontakten überein, die auf
dem festen Gestell angeordnet sind.
Wie oben angegeben, kommt am Ende eines Signales die letzte Rolle immer in eine Reihe s
entsprechend dem Buchstabenabstand in einen Abschnitt direkt vor dem Eintritt des sogenannten
Zuges, aufgezeigt durch yly und wenn
der bewegende Kontakt in dieser Stellung angeordnet wird, wirkt er nachteilig auf die
Auswahlhandlung des Hebels m. Deshalb wird die Lage einer Kontaktstelle entsprechend
der Kontaktstelle, wie sie in Fig. 35 gezeigt ist, nach b der Fig. 12 derart übertragen,
daß sie durch die Stange s geschlossen wird. Zugleich mit der Schließung der Kontaktstellen
durch alle Rollen, ausgenommen eine Rolle in der letzten Lage z, kann die
Kontaktstelle b durch die Stange s geschlossen werden, so daß kein Unterschied hinsichtlich
der Wirkung entsteht.
Selbstverständlich kann die vorliegende Erfindung in verschiedenartigster Weise,
ohne von ihrem Wesen abzuweichen, beispielsweise durch Verbindung mit einer Schreibvorrichtung oder auch durch Ausbildung
des Kontrollers als drehbare Scheibe, abgewandelt werden.
Claims (6)
- Patentansprüche:i. Telegrafische Empfangseinrichtung für Morsezeichen oder ähnliche Zeichen mit einem trommeiförmigen Kontroller, der mit einer Reihe von Kontaktsteuergliedern versehen und schrittweise bewegbar ist, mit einem Paar Relais, welche die Kontaktsteuerglieder wahlweise beim Ansprechen auf "verschiedene Zeichen gemäßbo dem Morsecode verschieben, .weiterhin mit einer Gruppe von festen Kontakten, die von den beweglichen Kontaktsteuergliedern betätigt werden, und schließlich mit einer Alarmvorrichtung, die nur bei richtiger Einstellung aller erforderlichen Kontakte betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktsteuerglieder (Gleitrollen 4) gleitbar gleich weit auf. der Mantelfläche des schrittweise drehbaren trommeiförmigen Kontrollers auf Zapfen (3) angeordnet sind, wobei die Mantelfläche in drei verschiedene Bahnen für die Kontaktsteuerglieder unterteilt ist, die den Punkten, den Strichen und den Zwischenräumen entsprechen, und daß die Gleitrollen (4) durch die Relais (g und h) in diesen Bahnen längs ihrer Zapfen (3) verschoben weraen.
- 2. Telegrafenempfangseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von den drei Bahnen der Gleitrollen die mittlere eine Punktmarkierungsbahn ist, während die anderen Strich- und Zwischenraumbahnen sind, und daß der Kontroller, der auf den Empfang des Punktzeichens anspricht, einen Schritt vorwärts bewegt wird, um die Gleitrolle (4) auf die mittlere Bahn zu bewegen, während beim Empfang eines Strichzeichens der Kontroller einen Schritt vorwärts bewegt wird und dann die Gleitrollen (4) durch das Relais (g) auf die Strichmarkierungsbahn gebracht werden, und daß beim Empfang des Zwischenraumzeichens der Kontroller einen Schritt vorwärts bewegt wird, nachdem die Gleitrollen (4) auf die Zwischenraumbahn durch das Relais Qi) verschoben wurden.
- 3. Telegrafenempfangseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Führungsplatten (5') an den Enden der drei Gleitrollenbahnen vorgesehen sind, durch welche die Gleitrollen (4) in ihre neutrale Lage zurückgeführt werden.
- 4. Telegrafenempfangseinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Gruppe von Federkontakten (8, 8' in Fig. 4) an einem festen Gestell angebracht ist, das an beiden Seiten des schrittweise rotierenden Kontrollers angebracht ist, wobei diese Federkontakte (8, 8') entsprechend den aufzunehmenden Zeichen miteinander verbunden sind, und daß sie durch Gleitrollen (4) gesteuert werden.
- 5. Telegrafenempfangseinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der Gleitrollen ein Sperrad (18) und ein Zahnrad (19 in Fig. 7) benutzt wird, wobei die Zahnräder auf der mittleren Bahn befestigt sind, sodaß durch Drehung des Zahnrades die Gleitrollen nach rechts oder links gebracht werden.
- 6. Telegrafenempfangseinrichtung nach Anspruch ι bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bremse (Fig. 11) an einem Sperrrad zur schrittweisen Drehung des Kontrollers vorgesehen und auch eine Bremswalze zwischen den anschließenden Gleitrollenzapfen (3) mit Walzen angebracht ist, so daß der Kontroller immer schrittweise bewegt werden kann.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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