DE650663C - Verfahren zur Herstellung von Aryliden der Oxy-o-carboxybenzoacridone - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Aryliden der Oxy-o-carboxybenzoacridone

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DE650663C
DE650663C DEI54483D DEI0054483D DE650663C DE 650663 C DE650663 C DE 650663C DE I54483 D DEI54483 D DE I54483D DE I0054483 D DEI0054483 D DE I0054483D DE 650663 C DE650663 C DE 650663C
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oxy
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arylides
carboxybenzoacridones
carboxy
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DEI54483D
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Dr Max Lange
Dr Theo Jacobs
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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  • Verfahren zur Herstellung von Aryliden der Oxy-o-carboxybenzoacridone Es wurde gefunden, daß man zu Aryliden der Oxy-o-carboxybenzoacridone gelangt, wenn man Oxy-o-carboxybenzoacridone finit primären Arylamiden, die keine Sulfonsäure-oder Carbonsäuregruppen enthalten, in bekannter Weise kondensiert.
  • Die so erhaltenen Arylide zeichnen- sich durch eine besonders hohe Substantivität zur pflanzlichen Faser aus, was insbesondere für die Apparatefärberei von praktischer Bedeutung ist, und stellen wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung von Azofarbstoffen dar.
  • Die als Ausgangsstoffe verwendeten Oxyo-carboxybenzoacridone können nach dem Wrfahren des Patents 65o 10q. erhalten werden. Beispiele 1. 309 4'-Oxy-5'-carboxy-1, 2-benzoacridon von der wahrscheinlichen Zusammensetzung erhältlich nach dem Verfahren des Patents 65o 1o4, werden mit 300 ccm Anilin 12 Stunden in der Kugelmühle zu einem feinen Brei vermahlen und dann in ein heizbares Gefäß mit Rührer gebracht. Zu der Mischung läßt man bei 6o bis 70° 6 g Phosphortrichlorid tropfen. Es wird allmählich auf ioo° erhitzt, dann werden nochmals 3 g Phosphortrichlorid hinzugegeben. Die Temperatur wird 5 Stunden bei 130ö gehalten. Nach dem Erkalten wird die Masse mit 3 1 Wasser und so viel Natriumcarbonatlösung versetzt, daß . alkalische Reaktion vorhanden ist. Das Anilin wird mit Wasserdampf abgetrieben, das gelbe Umsetzungsprodukt abgesaugt und zunächst mit Wasser, dann mit Alkohol und Äther gewaschen. Zur weiteren Reinigung wird die Verbindung in doppelt normaler Natronlauge und 2o ccm Aceton bei etwa 40° gelöst, filtriert, aus dem Filtrat durch Einblasen von Kohlensäure bis zum Verschwinden der Phenolphthaleinreaktion wieder ausgefällt, filtriert und mit Wasser gewaschen. In ganz reiner Form erhält man das Anilid des 4'-Oxy-5'-carboxy-i, 2-benzoacridons durch Umkristallisieren aus Eisessig oder- wässerigem Pyt°idin.
  • In den gebräuchlichsten organischen Lösungsmitteln ist die neue Verbindung schwer löslich, leicht löslich in Pyridin. Unter dem Mikroskop zeigt sie feine gelbe Nadeln; sie schmilzt bei 334°. Die Verbindung besitzt eine sehr hohe Affinität zur Baumwollfaser.
  • 2. Das in Beispiel i beschriebene Anilid des 4'-Oxy-5'-carboxy-i, 2-benzoacridons kann auch auf folgende Weise erhalten werden: 25 ä 4'-Oxy-5'-carboxy-r, 2-benzoacridon werden mit 400 ccm Anilin 5 Stunden auf 1700 erhitzt, allmählich mit. 2o g Phosphorpentoxyd versetzt, dann wird noch 24 Stunden bei 17o bis i8o° gerührt. Nach dem Abkühlen auf ioo° wird mit 300 ccm Xylol gut durchgerührt. Nach dem Erkalten wird abgesaugt und mit Alkohol und Äther gewaschen. Der Rückstand wird dann, wie in Beispiel i angegeben, mit Wasserdampf und Natriumcarbonatlösung von den letzten Resten des Anilins befreit und weiterbehandelt. Das erhaltene Produkt stimmt mit der nach Beispiel i erhaltenen Verbindung überein.
  • 3. 33 g Natriumsalz des 4'-Oxy-5'-carboxy-i, 2-benzoacridons werden mit ioo ccm Chlorbenzol 24 Stunden in der Kugelmühle gemahlen und mit 4oo ccm Chlorbenzol' in ein Rührgefäß gespült. ' Hierzu werden 2o g p-Anisidin gegeben. Bei 6o bis 70° läßt man 7 g Phosphortrichlorid einlaufen. Es wird dann allmählich auf 135° erhitzt und 3 bis 4 Stunden bei dieser Temperatur gehalten. Nach dieser Zeit wird auf 70° abgekühlt, nach Zugabe von weiteren 6 g Phosphortrichlorid noch 5 bis 6 Stunden auf 135° erhitzt. Nach dem Erkalten-erfolgt die Weiterbehandlung und Reinigung in der im Beispiel i angegebenen Weise. Das so erhaltene p-Anisidid des 4=Oxy-5'-carboxyi, 2-benzoacridons ist ein dem Anilid ähnlicher Körper, der bei 312° schmilzt. -4. Das o-Anisidid des 4-Oxy-5'-carboxyi, 2-benzoacridons wird entsprechend den Angaben des Beispiels 3 erhalten. Die Verbindung zeigt ähnliche Eigenschaften wie das Anilid und das p-Anisidid und schmilzt bei 299o.
  • 5- 30 g 4-OxY-5'-carboxy-i, 2-benzoacridon werden mit ioo ccm o-Nitroanisol 12 Stunden in der Kugelmühle gemahlen und mit Zoo ccm o-Nitroanisol in ein Gefäß mit Rührer übergespült. Es werden 30 g i-Amino-2-methyl-4-rnethoxybenzol hinzugefügt. Dann läßt man bei 6o bis 7o° 8 g .Phosphortrichlorid zutropfen, erhitzt auf 13o°, kühlt nach 4 Stunden auf ioo° ab, setzt nochmals 5 g Phosphortrichlorid hinzu und hält noch 6 Stunden bei 13o°. Nach dem Erkalten wird das Umsetzungsgemisch mit Wasser versetzt, in der Siedehitze mit verdünnter Salzsäure schwach kongosauer gestellt, das o-Nitroanisol mit Dampf abgetrieben und der Niederschlag abgesaugt und ausgewaschen. Die weitere Aufarbeitung geschieht, wie in den vorhergehenden Beispielen angegeben. Das so erhaltene 2-Methyl-4-methoxyanilid des 4'-Oxy-5'-carboxy-i, 2-benzoacridons zeigt ähnliche Eigenschaften "wie die bereits angeführten Arylide und schmilzt bei 315°. 6. 16 g Natriumsalz des 4 -Oxy-5'-.carboxy-3, 4-benzoacridons von der Zusammensetzung das nach dem Verfahren des Patents 65o 104 erhältlich ist, werden mit 5o ccm Chlorbenzol 12 Stunden in der Kugelmühle gemahlen und mit 300 ccm Chlorbenzol in ein Gefäß mit Rührer gespült. Nach Zugabe von 15 g Anilin läßt man bei 70° 4 g Phosphortrichlorid eintropfeh. Dann wird 4 Stunden auf 135° erhitzt, auf 70° abgekühlt, nach Hinzufügen von weiteren 2 g Phosphortrichlorid noch 6 Stunden bei 135° gehalten. Nach dem Erkalten wird zur Abtrennung des Anilids in derselben Weise verfahren, wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben. Zur Reinigung wird das Produkt mit wenig Eisessig längere Zeit zum Sieden erhitzt, wobei sich die Verunreinigungen lösen. Nach dem Erdalten wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen, in Pyridin gelöst und daraus mit heißem Wasser ausgefällt. -Das erhaltene gelbe Anilid zeigt ähnliche Eigenschaften wie die vorher beschriebenen Arylide. Es schmilzt bei 3651.
  • 7. 32 g Natriumsalz des 4'-Oxy-5'-carboxy-3, 4-benzoacridons werden in ioo ccm Chlorbenzol 12 Stunden in der Kugelmühle gemahlen. Nach dem Überspülen mit 400 ccm Chlorbenzol in ein Rührgefäß werden 20g p-Anisidin hinzugefügt. Es wird nun wie in Beispiel 6 verfahren, indem zunächst 8 g Phosphortrichlorid und dann nochmals 49 Phosphortrichlorid hinzugefügt werden. Die weitere Aufarbeitung verläuft, wie in Beispiel 6 angegeben. Das so erhaltene p-Anisidid ist ebenfalls eine in gelben Nadeln kristallisierende Verbindung mit ähnlichen Eigenschaften wie das Anilid und schmilzt bei 335°.
  • 8. 33 g Natriumsalz des 4'-Oxy-5'-carboxyi, 2-benzoacridons werden mit ioo ccm Chlorbenzol 24 Stunden in der Kugelmühle gemahlen und mit 4oo ccm Chlorbenzol in ein Rührgefäß gespült. Hierzu werden 30 g a-Aminonaphthalin gegeben. Die Weiterbehandlung mit Phosphortrichlorid und die dann folgende Aufarbeitung geschieht wie in den Beispielen i und 3.
  • Nach dem Umkristallisieren aus Pyridin erhält man das a-Naphthylamid des 4'-Oxy- 5'-carboxy-i, 2-benzoacridons iri langen Nadeln vom F. 328°, das sich in seinen Eigenschaften von den bereits beschriebenen Ary-'liden nicht wesentlich unterscheidet.
  • 9. Die Herstellung des ß-Naphthylamids des q'-Oxy-5'-carboxy-i, 2-benzoacridons erfolgt in der gleichen Weise, wie in Beispiel 8 beschrieben. Der Schmelzpunkt des erhaltenen Arylids liegt bei 3q.0°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Aryliden der Oxy-o-carboxybenzoacridone, dadurch gekennzeichnet, daB man Oxy-o-carboxybenzoacridone mit primären Arylaminen, die keine Sulfonsäure- oder Carbonsäuregruppen enthalten, in bekannter Weise kondensiert.
DEI54483D 1936-03-05 1936-03-05 Verfahren zur Herstellung von Aryliden der Oxy-o-carboxybenzoacridone Expired DE650663C (de)

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