DE633376C - Verfahren zur Herstellung von Kunstseidenkreppgewebe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstseidenkreppgewebe

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DE633376C
DE633376C DEV31124D DEV0031124D DE633376C DE 633376 C DE633376 C DE 633376C DE V31124 D DEV31124 D DE V31124D DE V0031124 D DEV0031124 D DE V0031124D DE 633376 C DE633376 C DE 633376C
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crepe
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crepe fabric
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D15/00Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used
    • D03D15/50Woven fabrics characterised by the material, structure or properties of the fibres, filaments, yarns, threads or other warp or weft elements used characterised by the properties of the yarns or threads
    • D03D15/567Shapes or effects upon shrinkage

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Kunstseidenkreppgewebe. Kunstseidenkrepp ist bisher in der Weise hergestellt worden, daß man gewöhnlichem Kunstseidengarn einen hohen Draht erteilte und dasselbe dann verwebte. Hierbei ließ man bekanntlich abwechselnd einen oder mehrere rechtsgedrehte einem oder mehreren linksgedrehten Fäden folgen. Die so hergestelhen Gewebe wurden dann befeuchtet und wieder getrocknet, wobei die durch die scharfe Drehung erzeugte Überspannung der Fäden unter Zusammenschrumpfen und Bildung des Kreppeffektes ausgeglichen wurde.
  • hach einem abgeänderten Verfahren vorstreckte man das Kunstseidengarn unter. Anwendung von quellenden Mitteln und verarbeitete das unter Spannung getrocknete Garn nachher in der Weberei. Auch hierbei trat dann ein Ausgleich der Spannungen unter Kreppbildung auf, sobald die fertigen Gewebe genäßt und wieder getrocknet worden waren, also den Einzelfäden Gelegenheit zum Zusammenschrumpfen in den *ursprünglichen Zustand gegeben wurde.
  • Schließlich ist es bei Kunstseidenfäden aus Celluloseestern auch schon bekanntgeworden, die Fäden in kurzen Intervallen von beispielsweise 6 bis 13 mm absatzweise zu verstr ecken, dieselben dann mehr oder weniger stark zu verzwirnen und hierauf zu Kreppgeweben zu verarbeiten, wobei im Kreppbild eine gewisse Musterung erzielt werden konnte.
  • Während bei den vorerwähnten, bekannten Verfahren die krepperzeugenden Eigenschaften dem bereits fertigen Kunstseidenfaden durch einen zusätzlichen Arbeitsgang erteilt werden mußten, %%-erden nach dem neuen Verfahren der Kunstseide schon hei ihrer Erzeugung die krepperzeugenden Eigenschaften erteilt.' Es ist nämlich gefunden worden, daß stark verstreckte und unausgeschrumpfte Kunstseidenfäden in verwebtem Zustande selbst schon bei der nachträglichen Wiedernässung und Trocknung des Gewebes einen Kreppellekt hervorzurufen imstande sind. Zu diesem Zweck wird ein. stark und gleichmäßig verstrecktes und unausgeschrumpftes Kunstseidengarn erzeugt und dasselbe, ohne daß eine ausschrumpfende Nachbehandlung zugelassen wird, unmittelbar der Weberei zugeführt. Das fertige Gewebe wird dann in an sich bekannter Weise durch Befeuchtung und nachträgliche Trocknung ohne Spannung ausschrumpfen gelassen, wobei der KreppeiTekt in Erscheinung tritt.
  • Auf diese Weise kann man im Gegensatz zum Vorbekannten, ohne dem kreppenden Garn eine Drehung zu erteilen, ein Gewebe mit. gleichmäßiger Kreppwirkung erzeugen, weil ein zwar urgedrehtes . Kunstseidengarn mitverwendet wird, das aber über die ganze Fadenlänge ein gleichmäßig verteiltes und erhebliches Schrumpfungsvermögen besitzt, das dann bei dem Nachbehandeln des Gewebes und seiner Schrumpfung im Verein mit den schon ursprünglich ausgeschrumpften Garnpartien ein eigenartiges Kreppbild erzeugt.
  • Das neue Verfahren wurde zunächst bei. ._Zliscosekunstseide gefunden; wie nachträglich festgestellt wurde, kann man aber auch von entsprechend erzeugter Kupferkunstseide ausgehen, kurz von jeder Art Kunstseide, welche an und für sich Kreppwirkungen durch Ausschrumpfung hervorzurufen in der. Lage ist. Arbeitsbeispiel In eine gewöhnliche Viscosekunstseidenkette, welche aus gut ausgeschrumpfter Spulenseide hergestellt worden ist, werden abwechselnd Schußfäden von zwei verschiedenen Arten eingeschossen. Die erste Art ist wiederum gewöhnliche und gut ausgeschrumpfte Viscosespulenseide mit einer verhältnismäßig geringen Drehung von too pro Meter; die zweite Schußart ist ebenfalls Viscosekunstseide, welche aber im Erzeugungsverfahren gleichmäßig und stark verstreckt worden ist, keine Drehung besitzt und beim späteren Nässen ein Schrumpfungsvermögen von S oü aufweist. Hierbei l:ißt man immer vier schrumpfenden Schußfäden zwei nichtschrumpfende folgen. Nach dem Weben wird das Gewebe der üblichen Naßbehandlung und dann dem Trocknen unterworfen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunstseidenkreppgewebe, dadurch gekennzeichnet, daß man ein im Erzeugungsverfahren erheblich und gleichmäßig verstrecktes, gezwirntes oder ungezwirntes Kunstseidengarn, insbesondere aus Viscose- oder Kupferoxydammoniakcellulosel?isung hergestelltes, ohne Vornahme einer ausschrumpfcnden Nachbehandlung unmittelbar verwebt und das Gewebe dann der zur Krepperzeugung bei mit Kreppgarnen hergestellten Geweben an sich bekannten Ausschrumpfung durch Befeuchten und Wiedertrocknen unterwirft.
DEV31124D 1934-09-21 1934-09-21 Verfahren zur Herstellung von Kunstseidenkreppgewebe Expired DE633376C (de)

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